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Weil die Suche nach einer wirksamen Arznei so schwierig ist, konzentrieren sich Betroffene und Mediziner darauf, die Begleitumstände der Krankheit zu verbessern. So bekommen die Patienten spezielle Nahrung, denn wer weniger Gewicht verliert, lebt länger. Auch die nächtliche Unterstützung bei der Atmung hilft den Betroffenen: "Eine gute Maskenbeatmung, die nachts eingesetzt wird, kann das Leben um ein Jahr verlängern", sagt Meyer. Hinzu kommen sogenannte umfeldverbessernde Maßnahmen: der Rollstuhl, das Pflegebett, die Kommunikation mit Augenbewegungen und manchmal auch Direktverbindungen zwischen Gehirn und Computer.

Doch während die kompensierenden Techniken immer besser werden, bleibt für Meyer eine zentrale Frage offen: "Wer kann das aushalten? Wer erträgt es, bei wirklich allem von Hilfe abhängig zu sein?" Die Antwort geben die Betroffen meist mit einer finalen Entscheidung: "Sie sehen die Gefangennahme im eigenen Körper kommen", so Meyer. "Die Mehrheit verzichtet daher auf eine lebensverlängernde Beatmungstherapie."

Eine Entscheidung, die der Arzt verstehen kann. Zwar hat eine im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Untersuchung von Wissenschaftlern um Dorothee Lule vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie an der Universität Tübingen gezeigt, dass viele ALS-Patienten trotz der emotionalen Belastung durch die Diagnose und der fortschreitenden Lähmungen ihre Lebensqualität subjektiv für gut halten. Doch in der Langzeitbeatmung sind viele frustriert, berichtet Meyer: "Die Haupttodesursache von beatmeten ALS-Patienten ist der Abbruch der Beatmung auf Wunsch der Betroffen, weil sie demoralisiert sind."

Gelähmte nicht weniger glücklich als Gesunde?

Wenn das Beatmungsgerät abgestellt wird, kann die geschwächte Atemmuskulatur der Betroffenen das anfallende CO2 nicht ausreichend schnell aus dem Körper befördern. Die Kranken geraten in einen Schlafzustand, den die Mediziner Kohlendioxid-Narkose nennen. "Nur 20 Prozent brauchen medizinische Hilfe in ihren letzten Stunden, was nicht gleichzusetzen ist mit Sterbehilfe", sagt Meyer. "80 Prozent der ALS Patienten versterben ruhig, sie schlafen einfach ein."

Daran aber hegen andere Fachleute schwere Zweifel. "Die Geschichte vom friedlichen Einschlafen trifft auf einige zu, aber längst nicht auf alle", sagt Niels Birbaumer, Leiter des Instituts für Medizinische Psychologie an der Uni Tübingen. Das hätten nachträgliche Befragungen von Angehörigen ergeben. "Einige sagen die Wahrheit und berichten, dass der Tod alles andere als friedlich war. Die Leute sind qualvoll erstickt."

Birbaumer, einer der Pioniere auf dem Gebiet der Computer-Hirn-Schnittstellen, glaubt auch nicht, dass Gelähmte grundsätzlich weniger glücklich sind als gesunde Menschen. Auf standardisierten Fragebögen zur Lebensqualität der Patienten zeigten sich stets enorme Unterschiede - je nachdem, wer die Bögen ausgefüllt habe. Während Angehörige und Freunde überzeugt seien, der Betroffene durchleide Höllenqualen, äußerten sich die Patienten selbst recht zufrieden.

Einige Ergebnisse deuteten gar darauf hin, dass die Lebensqualität mit der Zeit besser werde. Etwa nach einem halben Jahr, so Birbaumer, hätten sich viele vollständig Gelähmte an ihre neue Situation gewöhnt. "Alle Untersuchungen zur Lebensqualität nach der Beatmung zeigen, dass die Lebensqualität durchschnittlich ist", sagt Birbaumer. "Damit ist sie genauso gut wie bei Gesunden."

Sophie Matzik ist freie Autorin der NetDoktor-Medizinredaktion.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine chronisch-degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Patienten leiden an fortschreitenden Muskellähmungen. Sie sind früh auf einen Rollstuhl angewiesen, später haben sie auch Schwierigkeiten zu schlucken, zu sprechen oder zu atmen. In vielen Fällen führt ALS innerhalb weniger Jahre zum Tod. Doch es gibt auch Menschen wie den Astrophysiker Steven Hawking, der Jahrzehnte mit der Krankheit lebte. Lesen Sie hier mehr über Anzeichen und Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose.

Als Nervenkrankheit ist die Amyotrophe Lateralsklerose (auch ALS, Myatrophe Lateralsklerose, Charcot-Krankheit oder Lou-Gehrig-Syndrom genannt) seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Sie tritt im Vergleich zu anderen neurodegenerativen Krankheiten relativ selten auf, pro Jahr erkranken nach Expertenschätzung etwa zwei von 100.000 Menschen an Amyotropher Lateralsklerose. Die Zahl der Neuerkrankungen an der Amyotrophen Lateralsklerose ist in Europa höher als in anderen Teilen der Welt.

In den meisten Fällen tritt Amyotrophe Lateralsklerose zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf. Sie beginnt in der Regel mit Muskelschwäche und Muskelschwund in den Extremitäten. Im späteren Verlauf kommt es dann zum Schwund (Atrophie) der Gesichtsmuskulatur. Damit einhergehen kann eine fronto-temporale Demenz. Auch unwillkürliche Verkrampfungen an den Extremitäten, sogenannte Spastiken, gehören zur Amyotrophen Lateralsklerose..

Wenn bei der ärztlichen Untersuchung eine Amyotrophe Lateralsklerose diagnostiziert wird, unterscheidet der Fachmann zwischen drei Formen:

  1. Sporadische Form: Die Amyotrophe Lateralsklerose hat keine erkennbare Ursache.
  2. Familiäre Form: Die Amyotrophe Lateralsklerose wird durch eine Veränderung der Erbinformation auf einem Chromosom (genetische Mutation) ausgelöst, die von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird.
  3. Endemische Form: Aus bisher ungeklärter Ursache tritt die ALS-Krankheit in manchen Gebieten deutlich häufiger auf.

Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine Nervenkrankheit. Die Nervenzellen (Neuronen), die für die Übermittlung der Befehle an die Muskeln zuständig sind, gehen im Krankheitsverlauf nach und nach zugrunde – ein nicht mehr umkehrbarer Prozess. So werden die Befehle aus Gehirn und Rückenmark immer schwächer und zudem später an die Muskeln weitergegeben. Die Amyotrophe Lateralsklerose äußert sich daher zuerst durch Muskelschwäche, später entstehen Lähmungserscheinungen.

Bei den meisten Patienten hat Amyotrophe Lateralsklerose keine negativen Auswirkungen auf die geistigen Fähigkeiten: Sinneswahrnehmungen, Bewusstsein und Denkvermögen bleiben vollkommen intakt. Nur etwa fünf Prozent leiden unter einem Gedächtnisverlust. Umso tragischer ist es für die betroffenen Personen, wenn sie im Laufe der ALS-Erkrankung ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen können. Amyotrophe Lateralsklerose ist nicht heilbar und die Betroffenen sterben in der Regel innerhalb von nur wenigen Jahren an den Folgen.

Das ALS-Krankheitsbild kann sich individuell deutlich unterscheiden. 25 Prozent der Betroffenen klagen zunächst über Muskelschwäche und Muskelschwund in den kleinen Hand- und später in den Armmuskeln. Auch Krämpfe in den Beinen und ein Rückgang der Gesichtsmuskulatur kennzeichnen die Amyotrophe Lateralsklerose. Symptome können sich aber auch zunächst in den Füßen und Beinen bemerkbar machen und erst später auf die Arme und die Gesichtsmuskulatur übergreifen.

Zum ALS-Krankheitsverlauf gehört schließlich auch die Abnahme der Mimik. Sie ist durch den Schwund der Gesichtsmuskeln bedingt und behindert auch die Fähigkeit zu sprechen. Die Sprache wird zunehmend langsamer und verwaschener (Bulbärsprache), und auch das Schlucken kann schwerfallen, wenn die Amyotrophe Lateralsklerose weiter fortschreitet.

Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen mit Lou-Gehrig-Syndrom (ALS-Krankheit) gehen zuerst die Nervenzellen in einem bestimmten Bereich des Gehirns unter. Als Krankheitsbild fallen dabei zuerst eine Abnahme der Sprachfähigkeit und Schluckstörungen (bulbäre Lähmungen) auf. Erst später nehmen Muskelkraft und -volumen an den Extremitäten ab.

Weitere Symptome der Amyotrophen Lateralsklerose können unwillkürliche Bewegungen, Faszikulationen (unkoordinierte Zuckungen einzelner Muskelbündel), fehlende Muskelreflexe und häufig auftretendes unkontrolliertes Lachen und Weinen sein. Im späteren Stadium sind alle Formen der ALS-Erkrankung von starken Krämpfen und Lähmungen geprägt.

Amyotrophe Lateralsklerose: Ursachen und Risikofaktoren

Als Nervenkrankheit ist die Amyotrophe Lateralsklerose schon lange bekannt, allerdings sind die Ursachen der Erkrankung bis heute weitgehend ungeklärt. Man beobachtet zwar eine bestimme Häufung in vorbelasteten Familien, dennoch tritt der überwiegende Teil der Krankheitsfälle spontan auf. Bei jedem Hundertsten ALS-Kranken besteht eine vererbte oder neu aufgetretene Mutation in einem bestimmten Gen, das für den Zellstoffwechsel von Bedeutung ist. Es stört die Bildung eines Enzyms, das freie Sauerstoffradikale in der Zelle abfängt. Fällt es bei der Amyotrophen Lateralsklerose aus, können diese Radikale Nervenzellen beträchtlich schädigen. Dadurch wird die Übermittlung der Befehle an die Muskeln gestört – die Folge sind Muskelschwäche und schließlich komplette Lähmungen.

Amyotrophe Lateralsklerose: Untersuchungen und Diagnose

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Kriterien für eine hypomanische Episode
A hypomanische Folge ist eine deutliche Zeitraum erhöhten, expansive oder reizbare Stimmung, die mindestens vier Tage dauert, und unterscheidet sich von der üblichen nondepressed Stimmung. Während der Dauer des gestörten Stimmung, müssen drei oder mehr der folgenden Symptome vorhanden sein (vier, wenn die Stimmung nur gereizt ist):

  • Aufgeblasenen Selbstwertgefühl oder Größenwahn
  • Vermindertes Schlafbedürfnis (z. B. fühlt man ausgeruht nach nur drei Stunden Schlaf)
  • Ungewöhnliche talkativeness
  • Racing Gedanken
  • Ablenkbarkeit
  • Erhöhte zielgerichtete Aktivität (entweder sozial, am Arbeitsplatz oder in der Schule oder sexuell)
  • Dinge zu tun, die ein hohes Potenzial für die schmerzhafte Folgen haben – zum Beispiel, hemmungslos Kauf sprees, sexuelle Indiskretionen oder töricht geschäftliche Investitionen

Um als manischen Episode werden:

  • Die Stimmung Störung muss schwerwiegend genug sein, um eine spürbare und uncharakteristisch Veränderung in der Funktionsweise führen.
  • Die Episode ist nicht schwer genug, um erhebliche Schwierigkeiten bei der Arbeit, in der Schule oder in üblichen sozialen Aktivitäten oder Beziehungen führen; zur Hospitalisierung erfordern, oder um eine Pause von der Realität (Psychose) auslösen.
  • Symptome erfüllen nicht die Kriterien für eine gemischte Episode (siehe Kriterien für gemischten Episode unten).
  • Die Symptome sind nicht durch die direkten Auswirkungen der etwas anderes wie Alkohol-oder Drogenkonsum, ein Medikament oder eine mit einer Erkrankung wie Hyperthyreose.

Kriterien für eine schwere depressive Episode
Um mit einer depressiven Episode diagnostiziert werden, müssen Sie fünf (oder mehr) der folgenden Symptome über einen Zeitraum von zwei Wochen. Mindestens eines der Symptome ist entweder depressive Stimmung oder Verlust an Interesse oder Freude. Die Symptome können auf eigene Gefühle oder auf den Beobachtungen von jemand anderem basieren. Dazu gehören:

  • Gedrückte Stimmung fast den ganzen Tag, fast jeden Tag, wie traurig, leer oder weinerlich (bei Kindern und Jugendlichen können depressive Stimmung als konstant Reizbarkeit angezeigt)
  • Vermindertes Interesse oder das Gefühl, keinen Gefallen an alle – oder fast alle – Aktivitäten meiste Zeit des Tages, fast jeden Tag
  • Deutlicher Gewichtsverlust ohne Diät, Gewichtszunahme, oder verringern oder gesteigerter Appetit fast jeden Tag (bei Kindern, mangelnde Gewichtszunahme wie erwartet kann ein Zeichen für eine Depression sein)
  • Insomnia oder erhöhte Lust zu schlafen fast jeden Tag
  • Entweder Unruhe oder verlangsamte Verhalten, das von anderen beobachtet werden kann
  • Müdigkeit oder Energieverlust an fast allen Tagen
  • Gefühle von Wertlosigkeit oder übermäßige oder unangemessene Schuldgefühle fast jeden Tag
  • Verminderte Fähigkeit zu denken oder sich zu konzentrieren oder Unentschlossenheit, fast jeden Tag
  • Wiederkehrende Gedanken an Tod oder Selbstmord oder Selbstmordversuch

Um als depressive Episode werden:

  • Symptome erfüllen nicht die Kriterien für eine gemischte Episode (siehe Kriterien für gemischten Episode unten).
  • Symptome muss stark genug, um spürbare Schwierigkeiten in Tag-zu-Tag-Aktivitäten, wie z. B. Arbeit, Schule, soziale Aktivitäten oder Beziehungen mit anderen zu verursachen.
  • Die Symptome sind nicht durch die direkten Auswirkungen von etwas anderem, wie Drogenmissbrauch, ein Medikament oder eine mit einer Erkrankung wie Hyperthyreose.
  • Die Symptome sind nicht durch Trauer, wie nach dem Verlust eines geliebten Menschen verursacht.

Kriterien für gemischten Episode

  • Die Kriterien sind sowohl für eine manische Episode und für eine depressive Episode fast jeden Tag während mindestens einem Zeitraum von einer Woche eingehalten.
  • Die Stimmung Störung muss stark genug, um spürbare Schwierigkeiten am Arbeitsplatz führen, in der Schule oder im üblichen sozialen Aktivitäten oder Beziehungen; einen Krankenhausaufenthalt erforderlich, um Schaden von sich selbst oder andere zu verhindern, oder um eine Pause von der Realität (Psychose) verursachen.
  • Die Symptome sind nicht durch die direkten Auswirkungen von etwas anderem, wie Drogenmissbrauch, ein Medikament oder eine mit einer Erkrankung wie Hyperthyreose.

Diagnose bei Kindern
die gleichen offiziellen Kriterien für die bipolare Störung bei Erwachsenen diagnostiziert verwendet, um Kindern und Jugendlichen zu diagnostizieren sind. Allerdings bipolare Symptome bei Kindern und Jugendlichen haben oft unterschiedliche Muster, als sie bei Erwachsenen zu tun, und nicht nahtlos in den Kategorien für die Diagnose verwendet. Während die Erwachsenen im Allgemeinen auf verschiedene Perioden von Manie und Depression neigen, können Kinder und Jugendliche haben unregelmäßige, schnelle Veränderungen in der Stimmung, Verhalten und Energie.

Es ist oft schwer zu sagen, ob diese normalen Höhen und Tiefen, die Ergebnisse von Stress oder Traumata oder Anzeichen einer psychischen Erkrankung außer einer bipolaren Störung sind. Um es noch schwieriger werden Kinder, die bipolare Störung haben häufig auch mit anderen psychischen Erkrankungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Verhaltensstörungen diagnostiziert.

Obwohl bipolare Störung kann bei kleinen Kindern, Diagnose bei Kindern Kindergartenalter oder jünger auftreten ist besonders schwierig. Die derzeitigen Kriterien für die Diagnose verwendet nicht bei Kleinkindern nachgewiesen, und ein breites Spektrum von Themen andere als bipolare Störung kann die Stimmung und das Verhalten Probleme in diesem Alter führen.

Bipolare Störung erfordert lebenslange Behandlung, auch in Zeiten, wenn Sie sich besser fühlen. Die Behandlung erfolgt in der Regel durch einen Psychiater Fachmann Behandlung der Zustand geführt ist. Sie haben möglicherweise eine Behandlung Team, das auch Psychologen, Sozialarbeiter und psychiatrische Krankenschwestern. Die primären Behandlungen für bipolare Störung gehören Medikamente, Einzelperson, Gruppe oder Familie psychologische Beratung (Psychotherapie) oder Bildungs-und Selbsthilfegruppen.

  • Krankenhausaufenthalt. Ihr Arzt kann Sie ins Krankenhaus, wenn Sie gefährlich verhalten werden, fühlen Sie Selbstmordgedanken oder sich lösen von der Realität (psychotische).
  • Erstbehandlung. Oft müssen Sie beginnen, die Einnahme von Medikamenten, um Ihre Stimmungen sofort auszugleichen. Sobald Ihre Symptome unter Kontrolle sind, werden Sie mit Ihrem Arzt, um die beste langfristige Behandlung zu finden.
  • Die Fortsetzung der Therapie. Dauerbehandlung wird verwendet, um bipolare Störung auf einer langfristigen Basis zu verwalten. Menschen, die eine Erhaltungstherapie überspringen haben ein hohes Risiko für einen Rückfall von Symptomen oder mit geringfügigen Stimmungsschwankungen zu ausgewachsenen Manie oder Depression verwandeln.
  • Drogenmissbrauch Behandlung. Falls Sie Probleme mit Alkohol oder Drogen haben, müssen Sie auch Drogenmissbrauch Behandlung. Andernfalls kann es sehr schwierig, bipolarer Störung verwalten.

Medikamente
Eine Reihe von Medikamenten verwendet werden, um bipolare Störung zu behandeln. Wenn man nicht gut funktioniert für Sie, es gibt eine Reihe von anderen zu versuchen. Ihr Arzt könnte darauf hindeuten, kombiniert Medikamente für einen maximalen Effekt. Medikamente für bipolare Störung schließen diejenigen ein, die extremen Höhen und Tiefen, die mit einer bipolaren Störung (Stimmung Stabilisatoren) und Medikamente, die mit Depressionen oder Angstzuständen helfen, auftreten können.

Medikamente für bipolare Störung sind:

  • Lithium. Lithium (Lithobid, ua) ist wirksam zur Stabilisierung Stimmung und verhindern, dass die extreme Höhen und Tiefen für bestimmte Kategorien von einer bipolaren Störung und ist seit vielen Jahren verwendet. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind notwendig, da Lithium-Schilddrüsen-und Nierenprobleme verursachen kann. Häufige Nebenwirkungen sind Unruhe, trockener Mund und Verdauungs-Probleme.
  • Antikonvulsiva. Diese Stimmung-stabilisierende Medikamente gehören Valproinsäure (Depakene, Stavzor), Divalproex (Depakote) und Lamotrigin (Lamictal). Das Medikament Asenapin (Saphris) kann hilfreich sein bei der Behandlung von gemischten Episoden. Abhängig von der Medikamente, die Sie nehmen, können Nebenwirkungen variieren. Häufige Nebenwirkungen gehören Gewichtszunahme, Schwindel und Schläfrigkeit. Selten, verursachen bestimmte Antikonvulsiva ernstere Probleme wie Hautausschläge, Blutkrankheiten oder Leberproblemen leiden.
  • Antipsychotika. Bestimmte antipsychotischen Medikamenten wie Aripiprazol (Abilify), Olanzapin (Zyprexa), Risperidon (Risperdal) und Quetiapin (Seroquel), kann Menschen helfen, die nicht von Antikonvulsiva nicht profitieren. Der einzige Antipsychotikum, die speziell von der US Food and Drug Administration (FDA) ist für die Behandlung von bipolaren Störungen zugelassen ist Quetiapin. Allerdings können die Ärzte noch vorschreiben, andere Medikamente für bipolare Störung. Dies wird als off-label use bekannt. Nebenwirkungen sind abhängig von den Medikamenten, kann aber Gewichtszunahme, Schläfrigkeit, Zittern, Sehstörungen und Herzrasen gehören. Gewichtszunahme bei Kindern ist ein wesentliches Anliegen. Einnahme von Psychopharmaka kann auch Auswirkungen auf Gedächtnis und Aufmerksamkeit und verursachen unfreiwillige Gesichts-oder Körperbewegungen.
  • Antidepressiva. Je nach Symptomen, kann Ihr Arzt empfehlen, dass Sie ein Antidepressivum. Bei manchen Menschen mit einer bipolaren Störung, können Antidepressiva manische Episoden auslösen, kann aber OK, wenn zusammen mit einer Stimmung Stabilisator genommen. Die häufigsten Antidepressiva Nebenwirkungen sind vermindertes sexuelles Verlangen und Probleme einen Orgasmus zu bekommen. Ältere Antidepressiva, die trizyklische und MAO-Hemmern zählen kann eine Reihe von potenziell gefährlichen Nebenwirkungen und erfordern eine sorgfältige Überwachung.
  • Symbyax. Dieses Medikament vereint das Antidepressivum Fluoxetin und das Antipsychotikum Olanzapin. Es funktioniert wie eine Behandlung von Depressionen und eine Stimmung Stabilisator. Symbyax ist von der FDA spezifisch für die Behandlung von bipolarer Störung zugelassen. Als Nebenwirkungen können Gewichtszunahme, Schläfrigkeit und gesteigerter Appetit. Dieses Medikament kann auch dazu führen, sexuelle Probleme ähnlich denen von Antidepressiva verursachten.
  • Benzodiazepine. Diese Anti-Angst-Medikamente können mit der Angst zu helfen und zu verbessern Schlaf. Beispiele hierfür sind Clonazepam (Klonopin), Lorazepam (Ativan), Diazepam (Valium), Chlordiazepoxid (Librium) und Alprazolam (Niravam, Xanax). Benzodiazepine sind allgemein zur Linderung von Angstzuständen nur auf einem kurzfristigen Basis verwendet. Als Nebenwirkungen können Schläfrigkeit, verminderte Koordination der Muskeln, und Probleme mit dem Gleichgewicht und Gedächtnis.

Das Finden der richtigen Medikamente
zu finden, das richtige Medikament oder Medikamente für die Sie wahrscheinlich einige trial and error. Dies erfordert Geduld, da einige Medikamente Wochen müssen Monaten ihre volle Wirkung entfalten. In der Regel nur ein Medikament wird in einer Zeit so verändert Ihr Arzt kann feststellen, welche Medikamente, um die Symptome mit den wenigsten lästige Nebenwirkungen zu lindern arbeiten. Dies kann Monate dauern, oder länger, und Medikamente können müssen als Ihre Symptome nicht angepasst werden. Nebenwirkungen zu verbessern, wie Sie die richtigen Medikamente und Dosierungen, die für Sie arbeiten, und Ihr Körper passt sich an die Medikamente zu finden.

Medikamente und Schwangerschaft
Eine Reihe von Medikamenten für die bipolare Störung kann mit Geburtsschäden in Verbindung gebracht werden.

  • Verwenden Sie eine effektive Empfängnisverhütung (Kontrazeption), um eine Schwangerschaft zu verhindern. Diskutieren Sie Verhütungsmethoden mit Ihrem Arzt, wie Geburtenkontrolle Medikamente Wirksamkeit verlieren können, wenn sie zusammen mit bestimmten bipolaren Störung Medikamente genommen.
  • Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, mit Ihrem Arzt treffen, um Ihre Behandlung zu besprechen.
  • Diskutieren Stillzeit mit Ihrem Arzt, wie einige bipolare Medikamente können über die Muttermilch an Ihr Kind weitergeben.

Psychotherapie
Psychotherapie ist ein weiterer wichtiger Teil der bipolaren Störung Behandlung. Mehrere Arten der Therapie kann hilfreich sein. Diese umfassen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie. Dies ist eine häufige Form der individuellen Therapie der bipolaren Störung. Der Fokus der kognitiven Verhaltenstherapie ist die Ermittlung ungesunde, negative Überzeugungen und Verhaltensweisen und ersetzt sie mit gesunden, positiven. Es kann helfen, zu identifizieren, was löst Ihre bipolaren Episoden. Sie lernen auch, wirksame Strategien zur Bewältigung von Stress und mit Stauchen Situationen zu meistern.
  • Psychoedukation. Beratung zu helfen, über bipolare Störung (Psychoedukation) lernen können helfen Ihnen und Ihren Lieben zu verstehen bipolaren Störung. Wissen, was los ist kann Ihnen helfen, die beste Unterstützung und Behandlung, und helfen Ihnen und Ihren Lieben zu erkennen Anzeichen von Stimmungsschwankungen.
  • Familientherapie. Familientherapie beinhaltet sehen einen Psychologen oder anderen psychischen Provider zusammen mit Ihrer Familie. Familie Therapie kann helfen, zu identifizieren und reduzieren Stress in Ihrer Familie. Es kann helfen, Ihre Familie lernen, wie man besser kommunizieren, Probleme zu lösen und Konflikte zu lösen.
  • Gruppentherapie. Gruppentherapie bietet ein Forum zur Kommunikation mit und von anderen lernen in einer ähnlichen Situation. Es kann auch dazu beitragen, eine bessere Beziehung Fähigkeiten.
  • Andere Therapien. Andere Therapien, die mit einigen Beweis für den Erfolg untersucht wurden sind Früherkennung und Therapie für eine Verschlechterung der Symptome (prodrome Erkennung) und Therapie zu identifizieren und zu beheben Probleme mit Ihrer täglichen Routine und zwischenmenschlichen Beziehungen (zwischenmenschlichen und sozialen Rhythmus-Therapie). Fragen Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Optionen kann für Sie geeignet.

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Als es auf die Sommerferien zuging, wollte die WG wieder mit uns in die Ferien fahren. In 2 Gruppen. Ich sollte mit der ersten Gruppe in die Ferien, danach nach Hause. Ich habe rebelliert. Wollte nach Hause. Also wurde mir gestattet, nach Hause zu fahren, für 3 Wochen. Das nächste woran ich mich erinnere, ist dass ich der Erzieherin, die besonders gerne brutal uns gegenüber war, am Telefon sagte, als sie anrief um mich zurück in die WG zu rufen, sie könne mich mal am A…. lecken. Ich würde nicht zurückkommen.

Danach erinnere ich mich nur noch daran, dass ich ausgezogen bin. Seitdem war nichts mehr wie es war. Sex, körperliche Intimitäten, Körperkontakt widerten mich an, machten mir Angst. Hatte ich Sex, oder habe ich Sex, reagiert mein Körper nicht auf Berührung oder nur sehr wenig, wodurch dann wieder Einrisse entstehen. Ich sage aber nichts. Schlicht weil es danach besser ist vom Gefühl her und ich Spaß habe. Ein Jahr später nachdem ich zurück zu meiner Mutter gezogen bin, wurde mir schließlich klar, was mir da angetan wurde. Hilfe? Auch danach nicht. Niemand fragte mich was passiert ist oder wer das war. Es hieß nur, hätte ich eher was gesagt, wäre ich keinen Tag länger da geblieben. Ein Schlag ins Gesicht. 2 Jahre später lernte ich einen gestörten jungen Mann kennen und zog zu ihm. 3 schlimme Jahre, aus der ich nicht ohne Hilfe raus kam.

Mit 21 lernte ich dann den Richtigen kennen. Wir hatten 5 Jahre zusammen, in denen ich lernte, was Liebe ist, erfuhr wie es ist, schmerzfrei Sex zu haben, lernte Nähe zuzulassen. Er war nicht der Ansicht, mich einweisen lassen zu müssen. Für ihn wäre das eher der letzte Ausweg gewesen, wenn es nicht anders gegangen wäre. Er war gelernter Rettungsassistent, hatte daher Erfahrung mit ADHS – betroffenen Kindern. Als ich ihm anfangs erzählte, dass ich manisch-depressiv bin, stellte er mir viele Fragen dazu: wie ist es, manisch zu sein, eine Psychose zu haben, wie fühlt sich das an, was für Gedanken hast du dabei, was geht in dir vor?

Es tat mir gut, dass er mich gefragt hat, dass er zugehört hat. Ich hatte immer mit dem Gefühl gelebt, ich wäre kaputt und mein einziger Platz in der Welt wäre die Psychiatrie. Er beobachtete, erlebte mich und zeigte mir, wie ich mithilfe von „Skills“ lernen konnte, mit mir selbst klar zu kommen.

Medikamentös eingestellt wurde ich über die ganze Zeit hinweg nicht, schlicht aus dem Grund, dass es 1. niemandem auffiel, dass ich manisch-depressiv bin und 2. weil ich zu kontrolliert bin. Durch ihn lernte ich mich selbst zu kontrollieren, zu beherrschen, lernte, woran ich Auslöser erkenne und wie ich die Stimmungen und Phasen beeinflussen und kontrollieren konnte. Ich lernte, mit Geld umzugehen indem ich ihm meine Kontokarte und einen gewissen Satz an Geld gab, den er mir einteilte, von dem ich einkaufen ging und indem ich ihn beobachtete und vom ihm lernte und das Gesehene und Gelernte umsetzte. Ich wurde ruhiger.

Was immer da kam – Manie, Psychose, Mischphase, Wut, Depressionen, Selbstverletzung, Selbsthass, Suizidgedanken – wir standen das zusammen durch. Ich erinnere mich daran, dass ich Halluzinationen hatte. Hörte Krankenwagensirenen und war sicher, er hätte sie gerufen um mich einweisen zu lassen. tatsächlich waren da keine Sirenen. Ich hatte schlicht akustische Halluzinationen. Ich versteckte mich neben dem Bett im Schlafzimmer, im Dunkeln und war sicher, da würde er mich nicht finden. Er setzte sich zu mir und hörte mir zu und dadurch kam ich runter und die Psychose beruhigte sich.

Nach 3 Jahren Beziehung fing ich an, auf einen Border Collie zu sparen. Es sollte ein Mädchen sein, das wir zur Therapiehündin ausbilden lassen wollten. Ich sparte so gut es ging. Es war sehr schwierig. Ich hatte das Gefühl, dass nicht zu schaffen.

Zwischenzeitlich setzte ich mich mit unserer späteren Züchterin in Verbindung. Wir trafen uns und es passte! Nicht lange danach kam mein kleiner Schlumpf dann auf die Welt. Sie ist inzwischen 3 1/2 und nicht zur Therapiehündin ausgebildet worden. Durch sie geht es mir besser. Sie ist mein wichtigster Skill.

Sie lebt bei meinem Ex – Freund, aber ich kann sie immer sehen, wenn ich das möchte. Ich habe bei ihr das Gefühl, atmen zu können, zu vergessen. Schlafe ich schlecht, kommt sie zu mir aufs Bett, kuschelt sich an, küsst mich, wartet bis es besser ist und geht dann wieder. Habe ich ein Babybel, kriege ich einen Kuss und zack ist das Babybel weg. Tricksen wir, bringt sie mich mit ihrer kreativen Art zum Lachen. Fängt der Morgen an, springt sie auf meinen Rücken, legt sich hin, und küsst mich solange, bis ich wach bin und freut sich dann. Dann stellt sie sich solange neben das Bett und quengelt, bis ich aufstehe. Bin ich sehr müde, lässt sie mich ausschlafen. Sie lässt an schlechten Tagen die Welt und die Zeit still stehen und gibt mir Zeit, durchzuatmen. Bei ihr habe ich das Gefühl, nicht kaputt zu sein. Ich weiß, dass Paige nicht für immer an meiner Seite sein wird, aber ich bin trotzdem über jede Sekunde glücklich, die sie an meiner Seite ist. Weil sie meine beste Freundin ist.

Neben Paige habe ich noch 2 beste Freudinnen, die eine hat Borderline, „tickt“ aber genauso wie ich und sortiert mich jedes Mal, wenn ich unsortiert bin und die andere ist gesund, aber neugierig, über WhatsApp für mich da und fragt mich sehr viel, was in mir vorgeht, was ich denke, wenn ich eine Psychose habe oder wie es ist vom Gefühl her. Sie meint, es bringt nichts, mich in eine Klinik zu bringen, es wäre besser, mir zuzuhören und zu gucken ob wir zusammen einen Weg finden können und ganz ehrlich: DAFÜR liebe ich sie. Sie sagt, eine Klinik sollte eher die auffangen, die neu lernen müssen, zu leben. Sie weiß, dass ich psychisch krank bin, aber für sie bin ich wie jeder andere auch. Sie sagt, jedem kann es mal schlecht gehen. Ich empfinde jedes Mal eine unglaublich tiefgreifende Ruhe und Erleichterung. Sie ist nicht betroffen, aber versteht mich trotzdem. Fragt sie nach etwas, überlege ich und erkläre es ihr an normalen Dingen und Beispielen. „Druck“ zum Beispiel fühlt sich fast an wie Ungeduld. Nur ein bisschen intensiver.

Geht es mir schlecht, habe ich eine Psychose, Phase, Halluzinationen, kann nicht schlafen, erzähle ich ihr das in einer „Voicemail“ bei WhatsApp, weil sie mich auch danach gefragt hat, ob ich das für sie machen könnte. Und ich finde das gut. Auf die Art erlebt sie das alles mit. Ich kann immer auf sie zählen. Ich weiß nicht, ob ich mich selbst so falsch einschätze, aber ich komme eigentlich gut zurecht. Ich bin oft phasenlos, habe keine Probleme beim Einkaufen, kann mein Geld mithilfe von Excel einteilen und halte diese Einteilung auch ein.

Funktioniert das mal nicht, lasse ich mir von Freunden helfen. Gehe mit jemandem einkaufen oder gebe mein Geld ab, bis ich „runter gekommen“ bin. Ab und zu habe ich auch mal Phasen wo ich zum Beispiel plötzlich kein Geld mehr habe. Das war die letzten 3 Monate der Fall, im letzten Monat (November 2017) habe ich 6 Tage gehungert. Grund? Rechnungen. Plötzlich war alles weg. Dann ein Rezept das ich eingelöst habe, weil es mir wichtiger erschien, als einzukaufen, weil es mir wichtiger ist, dass meine Meerschweinchen etwas zu fressen haben. Um die beiden durchzukriegen, habe ich von mir aus verzichtet und gehungert.

Ich hätte das nicht geschafft ohne die Hilfe meiner Mutter, meiner Freundin und meines Freundes. Schamgefühl? Ja. Sehr großes. Das habe ich zum Glück durchgestanden, aber wenn ich darüber nachdenke kommt mir wieder der Gedanke, dass ich nicht existieren darf. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass ich eine sehr starke Frau bin und selbstlos. Etwas was ich bisher noch nie an mir selbst gesehen habe. Gleichzeitig empfinde ich dann aber auch sehr große und intensive Dankbarkeit für die Liebe und Hilfe die ich erfahren habe und für meine Freunde, die hinter mir stehen. So etwas ist nicht selbstverständlich.

Trotzdem bin ich sehr dankbar und glücklich. Ich lebe ein relativ gesundes Leben. Ganz ohne medikamentöse Einstellung. Habe inzwischen selten Phasen. Es ist jetzt fast Dezember und ich freue mich auf Weihnachten, auf meinen „Käse-Schinken-Crêpes“, den ich auf dem Weihnachtsmarkt essen werde, auf Silvester und das neue Jahr, dass besser wird als 2017.

Hast Du ähnliche oder andere Erfahrungen? Diskutiere mit uns hier und auf Facebook. Oder schreib uns Deinen eigenen Erfahrungsbericht – nähre Infos hierzu findest zu hier.

Depressionen und psychische Leiden und Erkrankungen werden immer noch viel zu häufig abgetan oder sogar stigmatisiert. Wir freuen uns über jeden, der unsere Erfahrungsberichte oder Infoartikel teilt, damit sich etwas ändert.

1 Diagnose: Bipolare Störung Was heißt das für mich?

2 Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, in Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen an einer bipolaren Störung und wir wollen mit der vorliegenden Broschüre unseren Beitrag zu einem besseren Verständnis dieser schwierigen Erkrankung leisten. Diese Broschüre wählt eine eher untypische Erzählperspektive. Aus Sicht einer IchErzählerin berichtet eine fiktive Patientin über ihre Situation. Dabei werden ganz unterschiedliche, wichtige Aspekte der Krankheit angesprochen, die sich aus den Erfahrungen verschiedener Einzelpersonen zusammensetzen. Wenn Sie selbst erkrankt sind oder jemand aus Ihrer näheren Umgebung, werden Sie manche Situationen wiedererkennen. Die verschiedenen Episoden aus Patientensicht werden ergänzt durch Hintergrundinformationen zum Krankheitsbild. Wir haben diese Broschüre besonders für Patienten und Angehörige erarbeitet, die noch nicht lange mit der Diagnose Bipolare Störung vertraut sind. Bitte denken Sie bei der Lektüre daran, dass Schweregrad und Verlauf der Erkrankung individuell sehr unterschiedlich sein können. Wenn Sie Anregungen dazu haben, schreiben Sie uns, am einfachsten per an Redaktion: Dr. med. Ellen R. Markert Dr. Carl GmbH, Stuttgart Herausgeber: Konzept/Text: Gestaltung: Ihr Lundbeck-Team Deutschland Lundbeck GmbH Dr. Carl GmbH Brand Health GmbH 2. Auflage Dezember

3 Und ich? Wann hat es angefangen? Eine ziemlich beeindruckende Darstellung eines bipolaren Patienten liefert der charmante Richard Gere im Hollywood-Film Mr. Jones, großes Kino, empfehlenswert. So überzeugend er in die Patientenrolle schlüpft, so einfach kann er sie nach den Dreharbeiten wieder abstreifen. Und ich? Ich lebe seit fast 20 Jahren mit der Diagnose einer bipolaren Störung. Tage- oder wochenlanger Rückzug, dann wieder Party bis zum Morgengrauen in der Pubertät gehört das doch dazu, oder? Auch mein Mann, meine Familie und meine Freunde müssen damit leben. Zurzeit geht es mir ziemlich gut, aber ich weiß, dass ein Rückfall möglich ist. Für bipolare Störungen typisch sind Zeiten sehr niedergeschlagener Stimmung und Zeiten extremer Hochstimmung, die aufeinander folgen. Dauer, Grad der Ausprägung und Häufigkeit unterscheiden sich von Patient zu Patient. Die Trennung von meinem ersten Freund kam, als ich gerade 18 war. Er ging für ein Jahr ins Ausland und ich verbrachte die folgenden Wochen fast ausschließlich im Bett. Ich konnte nichts essen und wollte niemand sehen. Was meine Eltern für heftigen Liebeskummer hielten, war in der Rückschau wohl meine erste depressive Phase. Etwa ein halbes Jahr später fuhr ich nach einer mit Freunden durchwachten Nacht spontan 300 km nach München. Wir hatten stundenlang über Gott und die Welt diskutiert und ich kann mich noch gut an meine aufgekratzte Stimmung erinnern. Als die anderen ins Bett gingen, fuhr ich mit dem Auto meiner Mutter los und verbrachte einen ganzen Tag in München. Tief in der Nacht kam ich wieder nach Hause und meine Eltern überhäuften mich mit Vorwürfen. Dass ich ihre Aufregung überhaupt nicht verstehen konnte, machte sie noch wütender. Ich fühlte mich großartig und schlief kaum noch. Die nächsten Wochen waren von sex and drugs and rock n roll geprägt. Dann kam der Zusammenbruch. Ich heulte stundenlang, bis ich nicht mehr konnte. Bipolare Störungen beginnen meistens im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Negative sowie positive Lebensereignisse können die Erkrankung auslösen. Vom Auftreten der Symptome bis zur korrekten Diagnosestellung vergehen oft mehrere Jahre. 4 5

4 Schrecklich müde Damals war ich der Depression hoffnungslos ausgeliefert. Heute weiß ich ziemlich gut, wie sich eine depressive Phase bei mir ankündigt und vor allem wissen es auch mein Mann und meine beste Freundin: Ich wache gegen 4 Uhr morgens auf und kann nicht mehr einschlafen. Den ganzen Vormittag fühle ich mich deshalb wie gerädert. Ich habe das Gefühl, dass mich jede Kleinigkeit mehr Kraft kostet, als ich habe. Wenn ich es endlich aus dem Bett geschafft habe, schlurfe ich noch bis zum Mittag im Schlafanzug durch die Wohnung. In den ersten Tagen fühle ich mich wenigstens nachmittags dazu in der Lage, ein bisschen aufzuräumen oder den Müll hinauszubringen. Ich weiß, dass mir dann ein Spaziergang guttut. Aber ich schaffe es kaum, mich dazu aufzuraffen, wenn nicht jemand mit mir geht. Bevor ich gelernt habe, mit meiner Krankheit offener umzugehen, ging es mir nach den ersten Anzeichen von Tag zu Tag schlechter. Schließlich fehlte mir jeder Antrieb, morgens aufzustehen. Manchmal gönnte ich mir schon am frühen Morgen einen Cognac, um wieder einschlafen zu können. Appetitlosigkeit und Lustlosigkeit steigerten sich bis zu einer vollkommenen inneren Leere. Alles erschien sinnlos. Mehr als einmal habe ich daran gedacht, Schluss zu machen. Eine depressive Episode kündigt sich häufig durch Schlafstörungen an. Früherwachen und ein sogenanntes Morgentief sind typisch. Psychische Symptome der Depression niedergedrückte oder ängstliche Stimmung, Lustlosigkeit bis zum Lebensüberdruss, Verlangsamung, Konzentrationsschwäche, aber auch Unruhe und Reizbarkeit werden oft von körperlichen Symptomen begleitet. Dazu gehören Appetitstörungen, die zur Gewichtsabnahme, manchmal aber auch zur Gewichtszunahme führen. 6 Eine Depression bedeutet für mich, Landschaften des eigenen Selbst durchwandern zu müssen, die abgebrannt, tot, niedergetrampelt oder einfach nur leer sind. (Kommentar eines Betroffenen, zitiert auf 7

5 Großartig! Großartig! Ich fühle mich großartig! Wenn ich so auf die Frage antworte, wie es mir geht, sieht mich mein Mann schon skeptisch an. Manische Phasen fürchtet er fast mehr als depressive. Dann schlafe ich wenig und fühle mich trotzdem topfit. Mir kommen viele Ideen, ich bin unternehmungslustig Das fühlt sich anfangs so gut an, dass ich in Gefahr bin, meine Medikamente wegzulassen. Von meiner letzten manischen Episode habe ich noch ein paar Einzelheiten in Erinnerung: Einmal fuhr ich mit der S-Bahn in die Stadt und schaffte es, das ganze Abteil zu unterhalten. Wir erfanden den Rap gegen die Sorgen am frühen Morgen. Im Musikgeschäft bestellte ich ein Schlagzeug. Um Platz dafür zu schaffen, räumte ich zu Hause das Wohnzimmer um. Bis mein Mann von seiner zweitägigen Dienstreise zurückkam, hatte ich es auch schon neu gestrichen orange! und außerdem eine bessere Stereoanlage besorgt. Zur Einweihung organisierte ich eine Willkommensparty für ihn mit Nachbarn und Freunden. Weil er sich offensichtlich gar nicht darüber freute, gerieten wir in heftigen Streit. Den Rest der Nacht verbrachte ich in einer Kneipe, bis der Wirt in den frühen Morgenstunden meinen Mann anrief, um mich abzuholen Die meisten Menschen würden heutzutage in der Leistungsund Mediengesellschaft alles dafür geben, einmal besonders zu sein, besonders interessant, selbstsicher, kreativ, belastbar, einmal aus der Reihe zu fallen, etwas Verrücktes zu machen, immer fröhlich zu sein etc. sie nehmen sogar Drogen für diese Illusion. Wir kriegen das leider umsonst und können am eigenen Leib erfahren, wie grausam das alles sein kann und wie wenig der Mensch dafür gemacht ist, so zu sein. Und wir müssen diese Suppe dann jedes Mal auslöffeln, wenn der schöne Schein vorbei ist. (Kommentar eines Betroffenen*, zitiert auf Eine gehobene, oft überdreht-fröhliche Stimmungslage ist typisch für die manische Episode, aber auch erhöhte Reizbarkeit und Streitsucht kommen vor. Vorbote einer manischen Episode kann ein deutlich vermindertes Schlafbedürfnis sein. Die gehobene Stimmung führt nicht selten zu risikoreichem Verhalten, darunter leichtsinnige Geldausgaben und sexuelle Abenteuer. 8 * Mit Betroffener wird im vorliegenden Text sowohl ein Mann als auch eine Frau mit bipolarer Störung bezeichnet. 9

6 Meine Eltern und ihre Schuldgefühle Mein mutiger Mann Meine Eltern wollten es zunächst nicht wahrhaben, dass ich dem verrückten Cousin meiner Mutter nachschlage. Sie hatten lange Zeit das Gefühl, in der Erziehung versagt zu haben. Dann machten sie sich wieder Vorwürfe, nicht früher erkannt zu haben, dass ich krank bin. Die nächste Selbsthilfegruppe für Angehörige ist von ihrem Wohnort über 70 km entfernt, aber es gab Jahre, da ließen sie keines der monatlichen Treffen aus. An schlechten Tagen frage ich mich, was meinen Mann noch bei mir hält. Ich fange dann häufig Streit an oder ziehe mich völlig zurück. Manchmal gelingt es ihm, durch eine bestimmte Art, meinen Namen auszusprechen, mich zurückzuholen. Das ist wie eine Geheimsprache zwischen uns. Ich bin Einzelkind, daher weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, wie Geschwister reagieren. Eine Mitpatientin hat mir einmal erzählt, dass ihre kleine Schwester für sie immer diejenige war, zu der sie am meisten Vertrauen hatte. Damals habe ich mich nach einer Schwester gesehnt Die bipolare Erkrankung kommt familiär gehäuft vor. Es gibt aber nicht das Bipolar-Gen. Das Behandlungsteam sollte die Angehörigen nach Möglichkeit einbeziehen. Dies ist nicht nur für die Erhebung der bisherigen Krankengeschichte ( Anamnese ), sondern auch für den weiteren Krankheitsverlauf wesentlich. Die Angehörigen sollten sich nicht scheuen, selbst Rat zu suchen. Den Bedürfnissen des Erkrankten stehen die eigenen Grenzen der Belastbarkeit gegenüber. Schweben zwischen Hoffnung, Enttäuschung, Resignation. Ungläubiges Entsetzen (das kann doch nicht wahr sein, meine Tochter). Aufbieten aller Kräfte, um helfen zu wollen. Weich geklopft sein vom ewigen Auf und Ab. (Kommentar eines Elternteils, zitiert auf 10 An guten Tagen, wenn ich ihn mit meinen Geschichten zum Lachen bringe, sehe ich uns gemeinsam als älteres Pärchen auf der Bank vor einem rosenumrankten Häuschen Wir haben uns vor zehn Jahren in einem Volkshochschulkurs getroffen. Ich war in einer stabilen Phase meiner Erkrankung, arbeitete halbtags und wollte Leute außerhalb meiner Therapiegruppe und außerhalb meiner Arbeitsstelle kennenlernen. Weil der Konversationskurs Französisch schon belegt war, entschied ich mich für einen Kochkurs aus dem Pfundskur -Programm. (Unter der regelmäßigen Medikamenteneinnahme hatte ich schon ein bisschen zugenommen ) Mein Mann war aus beruflichen Gründen zugezogen und hoffte ebenfalls, beim Kochen neue Leute kennenzulernen. Wir hatten viel Spaß in dem Kurs, gingen erst ein paarmal mit der Gruppe aus und irgendwann planten wir eine Fahrradtour zu zweit. Die Tour war zwar verregnet, aber in einem Unterstand im Wald erreichten wir bald eine so vertrauliche Gesprächsatmosphäre, dass ich von meinen bipolaren Schwankungen und der Therapie erzählen konnte. Wenn ich sage, dass ich ihn mutig finde, weil er sich auf eine Beziehung mit mir eingelassen hat, widerspricht er mir. Er meint, er sei weniger mutig als einfach mit einer gewissen Gelassenheit auf die Welt gekommen! 11

7 Mein mutiger Mann Freundschaften und Freundschaften Eine wirklich gute Freundin ist mir aus Schultagen geblieben und es hat sich ergeben, dass wir im selben Ort gelandet sind. Sie kennt mich in- und auswendig und hat sich in schwierigen Phasen nicht abschrecken lassen. Von ihr lasse ich mir viel mehr sagen als von irgendjemand sonst. Ich habe aber auch viele Freunde verloren: In der Depression habe ich mich so vollkommen zurückgezogen, dass sie nicht mehr an meine Freundschaft geglaubt haben, und in der Manie habe ich einige wohlmeinende Freunde sehr verletzt. Entweder du kannst damit leben und dann läuft s oder du kannst es nicht, dann musst du einen Schlussstrich ziehen. (Nach einem Beitrag auf Die bipolare Störung stellt auch für den Lebenspartner oder die -partnerin eine große Belastung dar, nicht allein in psychischer Hinsicht. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bis hin zur Kündigung, aber auch übertriebene Geldausgaben in der Manie können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Wenn sich der oder die Betroffene von gemeinsamen Freunden abwendet, ist die Freundschaft oftmals ungewollt auch für den Lebenspartner oder die -partnerin zu Ende. Das sexuelle Verlangen kann sich in einer akuten Episode der Erkrankung ändern, vom völligen Desinteresse in der Depression bis zum erheblich gesteigerten Interesse in der Manie. Dabei richtet sich die Lust der Betroffenen häufig auch auf Personen außerhalb der Partnerschaft. In der Manie habe ich auch immer wieder falsche Freunde gefunden, die mit mir getrunken und mit Drogen experimentiert haben. Dann bin ich noch tiefer abgestürzt. Freunde zu finden ist auch deshalb nicht leicht, weil mich praktisch schon beim ersten Kennenlernen die Frage quält, ob ich ihr (oder ihm) von meiner bipolaren Störung erzähle und wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Dann bin ich verkrampft und anders, als ich sein möchte Freunde und Bekannte können zur Stabilisierung erheblich beitragen. Nähere Freunde sollten über die bipolare Störung Bescheid wissen. So können sie den Betroffenen auf erste Anzeichen einer neuen Episode hinweisen und ggf. eingreifen (s. Notfallplan, S. 29). Seit ich gelernt habe, meine Gefühle, Ängste und Befürchtungen, aber auch die Verbundenheit und Liebe zu diesen Menschen zu beschreiben und zu vermitteln, habe ich das Gefühl, dass sich echte und tiefe Beziehungen entwickelt haben. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

8 Am Arbeitsplatz Berufstätigkeit bei bipolarer Erkrankung ist ein heikles Thema. Viele Betroffene werden früher oder später als erwerbsunfähig in Rente geschickt. Ich bin bisher nur mehrfach arbeitslos gewesen, meine Eltern und später mein Mann haben mich finanziell unterstützt. In einem Ratgeber habe ich gelesen, dass ich nicht verpflichtet bin, meine bipolare Störung am Arbeitsplatz zu erwähnen. Damit habe ich einmal ganz massiv Schiffbruch erlitten: Ich hatte zu Beginn einer manischen Phase die Medikamente abgesetzt und flippte bei der Arbeit mehrfach aus. Ich machte die Kolleginnen beim kleinsten Fehler nieder und pöbelte die Kunden an. Daraufhin setzte mich mein Chef kurzfristig für Arbeiten ohne Kundenkontakt ein, aber nach mehreren Beschwerden von Mitarbeiterseite schickte er mich eines Nachmittags nach Hause. Ich war so wütend, dass ich mich ins Auto setzte und fuhr und fuhr. Am Bodensee suchte ich mir ein Hotel. Erst am nächsten Tag meldete ich mich bei meinem Mann, um mich darüber zu beschweren, wie man mich behandelt hatte. Er holte mich ab und beschwor mich, in die Klinik zu gehen. Ich willigte zunächst nur ein, mit meinem Arzt zu sprechen und mich krankschreiben zu lassen. Eine geregelte Tätigkeit ist ein wichtiges Element, um in einem sozialen Rhythmus zu bleiben. Schichtarbeit ist nicht geeignet. Die Entscheidung, am Arbeitsplatz über die Erkrankung zu sprechen, sollte sorgfältig abgewogen werden: Wer genau soll ins Vertrauen gezogen werden? Eine Einzelperson oder mehrere? Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter? Wie genau soll(en) diese Person(en) informiert werden? Die Sicherheit, dass im Notfall professionelle Hilfe zur Verfügung steht, kann dem Arbeitgeber ggf. die Entscheidung für die Anstellung leichter machen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können z.b. dessen Kontaktdaten hinterlegt werden. Ich habe mich bei einer Besprechung geoutet, das heißt zumindest gesagt, dass ich bipolare Störungen habe und welche Auswirkungen das haben kann. Mit einem Kollegen kann ich sehr offen über das Thema sprechen, den Rest hab ich eher nur grob informiert. Seit ich das gemacht habe, fühle ich mich auf der Arbeit viel freier. Ich hätte vorher nie gedacht, dass mir so viel Verständnis und Wohlwollen entgegengebracht werden würden. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf Es hat lange gedauert, mir einzugestehen, dass ich nicht mehr in Vollzeit arbeiten kann. Inzwischen bin ich echt froh, dass ich mich dafür entschieden habe. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

9 Die Erkrankung akzeptieren Eine ältere Mitpatientin hat mir einmal gesagt, dass sie ihre Medikamente nimmt wie ein Diabetiker sein Insulin. So sei das eben mit chronisch Kranken. Zu akzeptieren, dass ich krank bin, zwar behandelbar, aber doch chronisch krank, war ein weiter Weg für mich. Welcher Mensch hat denn keine Stimmungsschwankungen? Was ist schon normal? Darf man denn niemals traurig sein? So spielte ich lange herunter, was mit mir geschah. Lange Phasen der Normalität ließen mich hoffen, dass der Spuk vorbei sei. Als ich mit den Anforderungen des Studiums nicht mehr zurechtkam, suchte ich die Studienberatung auf. Besser gesagt: Meine Wohnungsgenossin schleppte mich förmlich dorthin. Ich hatte großes Glück, dass mich die Studienberaterin direkt zur psychologischen Beratungsstelle begleitete. Von dort ging es in die nächste Landesklinik: mein erster Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, meine erste Auseinandersetzung mit der Diagnose bipolare Störung. Meine Probleme als Krankheit anzusehen hatte auch etwas Entlastendes. Endlich war ich nicht mehr an allem schuld. Für eine erfolgreiche Behandlung der bipolaren Störung ist es unabdingbar, dass sich die Betroffenen mit dem Krankheitsbild und den Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen. Selbst nach Jahren ohne Beschwerden können neue Episoden auftreten. Meine Diagnose Bipolare Störung wurde gestellt, als ich mein gesamtes Leben bereits ruiniert hatte. Für neun Jahre Chaos gab es plötzlich eine Erklärung, einen Namen, deshalb konnte ich die Diagnose sofort annehmen. Was mir noch hilft, verhältnismäßig unbekümmert mit der Erkrankung zu leben, ist der Umgang meines Arztes damit. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf Am Ende ist man nicht nur ein selbsternannter Experte auf diesem Gebiet, sondern man sieht die Diagnose auch sehr viel nüchterner und nimmt sich nicht selbst immer alles sooo übel. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

10 Behandlung: Akutphase Mein Vater hatte einmal ein Problem mit seinem Fernsehgerät: Er hatte versehentlich die Einstellung gewählt, mit der die Kanäle ständig wechseln, ohne dass man die Fernbedienung drückt. In der Klinik von der Manie herunterzukommen ist so, als ob nach ständigem Programmwechsel auf einmal ein langer, ruhiger Naturfilm läuft. Das ist erholsam und ein bisschen langweilig. Aus dem Loch der Depression herauszuklettern dauert bei mir auch mit Medikamenten mindestens drei Wochen. Und dann bin ich immer noch erschöpft von der Kletterei ans Tageslicht. Wenn dann gleich zu viel von mir erwartet wird, ziehe ich mich unwillkürlich wieder zurück. Besucher sind mir in dieser Phase oft zu anstrengend. Die Behandlung verläuft in drei Phasen: Akutphase, Erhaltungsphase und Rückfallverhütung. Ziel der Akutphase ist, den Betroffenen aus dem Hoch oder Tief in den normalen Bereich von Stimmungsschwankungen zurückzuholen. Die Akuttherapie kann mehrere Wochen dauern. Eine Abschirmung von Außenreizen während der Akutphase ergänzt die medikamentöse Behandlung. Häufig ist eine Psychotherapie in dieser Phase nicht möglich

11 Erhaltungstherapie Nicht noch einmal! Wenn die tiefe Traurigkeit oder die große Maßlosigkeit abgeklungen ist, kommt eine schwierige Phase. Die Klinik zu verlassen ist, wie wenn ich aus einem schallisolierten Raum auf die Straße trete: Ich muss erst einmal stehen bleiben, mich orientieren und an den Lärm gewöhnen. Manchmal spüre ich dann, wie Angst und Mutlosigkeit wieder auftauchen. Durch Rückfälle habe ich gelernt, dass ich an einer medikamentösen Dauertherapie nicht vorbeikomme. Das heißt nicht, dass ich damit überhaupt keine Stimmungsschwankungen mehr kenne, aber mit der Zeit sind die Ausschläge geringer geworden, die Hochs sind nicht mehr so hoch und die Tiefs nicht mehr so tief. Ich weiß, dass ich besonders in dieser Phase engen Kontakt zu meinem Arzt halten muss. Anpassungen der Tabletten und regelmäßige Gespräche helfen mir, nach und nach in den Alltag zurückzukehren. Spaziergänge im Wald mit meinem Mann oder mit meiner Freundin gehören zu meinem persönlichen Erholungsprogramm. Wenn es passt, setzen wir uns danach noch zum Tee zusammen und lassen den Nachmittag ausklingen. Ähnlich wie bei körperlichen Erkrankungen sind Zeit und Geduld für den Heilungsprozess erforderlich. Restsymptome können noch eine gewisse Zeit nach der Akutphase weiterbestehen. Gerade in der Erhaltungsphase sollte nicht zu früh das Risiko einer erneuten Belastung eingegangen werden, z.b. aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Sorge um den Haushalt. 20 Auch wenn sich normal ein bisschen langweilig anfühlt, ändere ich ohne meinen Arzt nichts mehr an den Tabletten, und mit meiner aktuellen Kombination habe ich seit drei Jahren keine Krankheitsepisode mehr gehabt. Die verschiedenen Tabletten wirken nicht bei allen Patienten gleich gut und auch die Nebenwirkungen fallen unterschiedlich aus. Nicht nur ich, auch mein Arzt musste viel Geduld beweisen, bis wir diese Kombination gefunden haben. Die Nebenwirkungen, die mir im Alltag zu schaffen machen, sind vor allem Müdigkeit und Gewichtszunahme. Ich bin ganz stolz, dass ich seit über zwei Jahren mit einer Walking-Gruppe zweimal pro Woche unterwegs bin. Außerdem habe ich Limonade ganz abgeschafft, ich trinke stattdessen fast nur noch Wasser. Mit meinem Mann probiere ich aus, welche kalorienarmen Rezepte wirklich schmecken Zur Rückfallverhütung werden vor allem die sogenannten Stimmungsstabilisierer eingesetzt. Dazu zählen neben Lithium bestimmte Mittel, die auch gegen Epilepsie wirken (Valproinsäure, Carbamazepin, Lamotrigin), sowie verschiedene atypische Neuroleptika, die seltener die typischen Nebenwirkungen von Neuroleptika hervorrufen. Die medikamentöse Rückfallverhütung bedeutet in der Regel eine Dauertherapie. 21

12 Psychotherapie und Notfallplan Stress soll neue Episoden auslösen. Gar nicht so leicht ist herauszufinden, was Stress im Einzelfall bedeutet. Für mich ist Stress z.b., wenn ich an drei Tagen hintereinander aus irgendwelchen Gründen weniger als sieben Stunden Nachtschlaf bekomme. Selbst Urlaub kann für mich in Stress ausarten, wenn die Anreise zu lang ist, der Tagesrhythmus sich zu stark verschiebt oder das Abendprogramm zu laut ist. Ein wichtiges Ergebnis der Gespräche mit meinem Therapeuten ist mein persönlicher Notfallplan. Ich habe aufgeschrieben, wer über meine Erkrankung und die Frühwarnzeichen informiert ist. Mein Mann oder meine Freundin sollen mich darauf ansprechen, wenn sie den Eindruck haben, dass ich in eine neue Episode rutsche. Wenn sie in Sorge sind, dass ich ihnen entgleite, habe ich ihnen mein schriftliches Einverständnis erteilt, dass sie mit meinem Arzt Kontakt aufnehmen. Betroffene und Angehörige müssen Frühwarnzeichen und Symptome akuter Episoden kennen und lernen, auf eine beginnende Symptomatik richtig zu reagieren. Nein, ich lege mich nicht auf eine Couch und erzähle meinem Doktor, was mir in den Sinn kommt. Wir setzen uns zu längeren Gesprächen auf zwei bequeme Sessel, die sich nicht genau gegenüberstehen, so dass ich ihn nicht immer anschauen muss, während ich rede. Meine Krankheit kennenzulernen war das Wichtigste für mich in den ersten Gesprächen. Dazu hat mir mein Therapeut viele Informationen gegeben. Die nächste Stufe bestand darin, wahrzunehmen, wie sich eine Episode bei mir ankündigt. Zu erkennen, was dazu beiträgt, eine Episode auszulösen, oder was hilft, ein Wiederaufflackern zu vermeiden, ist dann sozusagen die hohe Kunst. 22 Ein schriftlicher Notfallplan sollte zumindest Vertrauenspersonen und den behandelnden Arzt benennen. Als psychotherapeutische Verfahren werden Verhaltenstherapie, Familientherapie und auch tiefenpsychologische Verfahren erfolgreich eingesetzt. Vom Opfer zum Moderator des eigenen Lebenswegs werden (Kommentar eines Betroffenen, zitiert auf 23

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Wenn ständige Unruhe, Zerstreutheit und Impulsivität die Alltagsbewältigung erschweren.

Bei stoffgebundener Abhängigkeit haben Menschen die Kontrolle über ihren Alkohol- oder Drogenkonsum verloren.

Süchtige Spieler oder Gamer spielen nicht mehr zum Spass, sondern weil sie nicht anders können.

Bei einer Demenz lassen Gedächtnis und kognitive Fähigkeiten nach – der Alltag fällt schwer.

Delirien sind plötzlich auftretende Verwirrtheitszustände, die häufig bei älteren Menschen nach Operationen auftreten.

Symptome wie Schlafstörungen, Erschöpfung oder sozialer Rückzug deuten auf eine Altersdepression hin.

Sucht im Alter ist gezeichnet von Missbrauch und der Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten.

Wenn körperliche Erkrankungen von psychischen Beschwerden begleitet werden.

Wenn Hilfe beim Übergang zur Mutterschaft benötigt wird.

Krebs macht Angst und bedeutet Ungewissheit – die Psyche leidet mit.

Erkennen und Vermindern von rechtlichen Risiken.

Individuelle, ambulante Behandlungen mit grosser Wirkung

Stabilität dank täglichen Aufenthalten mit Struktur

Intensive Behandlung ausserhalb des gewohnten Lebensumfelds

Therapie und Beratung zu Hause im vertrauten Umfeld

Wenn die Belastung zu gross wird

Für punktuelle, schnelle Interventionen

Die bipolare Störung ist eine Sonderform der affektiven Störungen und äussert sich im Wechsel von depressiven zu manischen Phasen. Solche extremen Gefühlsschwankungen können zu grossen sozialen und zwischenmenschlichen Problemen für die Betroffenen und ihre Familien führen.

Die bipolare Störung ist durch das phasenhafte Auftreten von extrem gegensätzlichen emotionalen Zuständen gekennzeichnet. Diese reichen von schweren Depressionen auf der einen bis zu manischen Phasen mit gesteigertem Antrieb und Euphorie auf der anderen Seite. Dazwischen gibt es auch Phasen von Normalität sowie verschiedene Zwischenstufen wie Hypomanie, subdepressive Zustände oder Mischformen. Aufgrund des unberechenbaren Verlaufs und der extremen Gefühlsschwankungen ist das berufliche und soziale Leben der Betroffenen oft stark beeinträchtigt. Als Ursache nimmt man nach heutigem Wissensstand eine genetische Veranlagung an. Zusätzlich beeinflussen psychosoziale Faktoren die Ausprägung und den Verlauf der Erkrankung.

  • phasenhafter Wechsel von Depression zu Manie
  • Phasen von Wochen bis Monaten, auch kürzere Phasen und schnellerer Phasenwechsel möglich (rapid cycling)
  • Mischzustände wie beispielsweise depressive Stimmung mit gesteigertem Antrieb
  • weil manische und submanische Phasen seltener zu Abklärungen und Behandlungen führen, werden Patienten mit bipolarer Störung manchmal nicht erkannt (fälschlich als rein depressiv beurteilt).
  • hohes Risiko sozialer und beruflicher Folgeprobleme
  • oft chronischer Verlauf mit wiederholten Krankheitsphasen

Welche Symptome sind typisch für die bipolare Störung?

Damit das Vorliegen einer bipolaren Störung bestätigt werden kann, müssen sowohl depressive als auch manische Phasen aufgetreten sein.

  • gesicherte manische und depressive Phasen
  • Auftreten von Mischzuständen und subklinischen Phasen
  • unterschiedliche Phasendauer möglich
  • Risiko von zusätzlichen psychischen Krankheiten wie beispielsweise Suchtmittelkonsum
  • deutlich erhöhtes Suizidrisiko

Die depressiven Phasen entsprechen dem klinischen Bild der reinen Depression.

  • niedergedrückte Stimmung
  • Hoffnungslosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Interessenverlust
  • Rückzug
  • Innere Unruhe

Im Gegensatz zu den depressiven Phasen sind die manischen Phasen gekennzeichnet durch

  • gesteigerten Antrieb
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • gehobene Stimmung
  • gesteigertes Selbstwertgefühl bis zur Selbstüberschätzung
  • soziale Umtriebigkeit
  • Distanzlosigkeit
  • Enthemmung
  • Risikoverhalten und Geldverschwendung.

Bei der bipolaren Störung handelt es sich um eine ernsthafte und oft folgenschwere Erkrankung, die Betroffenen als Veranlagung oft ein Leben lang begleitet. Eine sorgfältige Diagnosestellung ist die Voraussetzung für eine wirksame Behandlung. Diese sollte durch einen erfahrenen Psychiater aufgrund einer sorgfältigen Untersuchung und Datenerhebung vorgenommen werden. Oft ist der Einbezug von Angehörigen sowohl für die Sicherung der Diagnose als auch für die Durchführung der Behandlung sehr hilfreich.

Dr. med. Jörg Bitter
Leitender Arzt Stationäre Erwachsenenpsychiatrie Wil

In der Behandlung ist zu unterscheiden zwischen der Behandlung akuter Phasen (Depression oder Manie) und der Vorbeugung und Verhinderung zukünftiger Krankheitsphasen. In jeder Behandlungssituation spielen Medikamente eine wichtige Rolle. Es gibt internationale Leitlinien, nach denen Psychiater akute Phasen therapieren sowie zukünftige Phasen vorbeugen. Die medikamentöse Einstellung dieser schwerwiegenden Erkrankung setzt grosse Erfahrung voraus. Darum gehört die Behandlung von bipolaren Störungen in die Hand von erfahrenen Fachärzten.

  • Neben der medikamentösen Akutbehandlung von Depressionen und Manien ist die Phasenprophylaxe (Vorbeugung) äusserst wichtig.
  • Für die Erhaltung der Therapietreue ist eine sorgfältige Aufklärung von Betroffenen und Angehörigen zentral.
  • Teilweise sind in akuten depressiven und manischen Phasen stationäre Behandlungen unvermeidlich.
  • Aufgrund fehlender Krankheitseinsicht in meist manischen Phasen können Behandlungen ohne Zustimmung (nach Art. 426 ZGB) erforderlich sein.
  • Neben der Medikation sind auch verhaltenstherapeutische Interventionen sinnvoll.
  • Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige

Akute depressive oder manische Phasen werden vor allem in Wil behandelt. Erhaltungstherapie und Phasenprophylaxe wird an allen Standorten angeboten.

Bipolare Störung: Liste der häufigsten Medikamente bei der Behandlung

Die meist verwendeten Medikamente bei der Behandlung einer bipolaren Störung sind Stimmungsstabilisatoren, Antipsychotika und Neuroleptika.

Bei der Behandlung der bipolaren Störung ist die Verwendung von Medikamenten völlig unumgänglich, auch in den Phasen der Stabilität; dies ist das erste, was man sich klar machen muss. Die Medikamente wirken auf das Gehirn, indem sie die Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin ins Gleichgewicht bringen. Denn Alterationen dieser Neurotransmitter sind für die Störung verantwortlich.

Andererseits ergänzt die psychologische Therapie die Medikamente und trägt zu einer besseren Prognose bei.

Die meist verwendeten Medikamente sind:

Diese Medikamente sind dafür verantwortlich, das emotionale Gleichgewicht zu erhalten, d.h. sie vermeiden Rückfälle sowohl in depressive als auch in manische Phasen. Es ist absolut notwendig, dass Menschen mit bipolarer Störung sie durchgehend einnehmen.

Der bekannteste und meist verwendete Stabilisator ist Lithium. Die Tagesdosis variiert zwischen 600 und 2400 mg/Tag. Es hat sich herausgestellt, dass Lithium die Häufigkeit, Dauer und Intensität der manischen und der depressiven Episoden reduziert. Menschen, die es einnehmen, müssen die Lithiumwerte im Blut regelmäßig kontrollieren lassen; sie sollten zwischen 0,6 und 1,2 mmol/l liegen. Wenn die Lithiumdosis steigt, steigt auch der Lithiumspiegel im Blut, was die Wirksamkeit erhöht. Solange man stabil ist, sollten die Lithiumwerte im Blut zwischen 0,60 und 0,80 liegen. Während einer Episode sollte der Spiegel auf über 0,80 steigen.

Wie viele Medikamente hat auch das Lithium gewisse Nebenwirkungen. Die häufigsten sind Zittern, Durchfälle, gesteigertes Bedürfnis, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, Magenbeschwerden und Akne.

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Bipolare Störung – Schutzlos in der Brandung der Gefühle

Fotoquelle: 123RF / Bipolare Störung

Laut der Deutschen Gesellschaft für bipolare Störungen (DGBS) leiden zwischen zwei und fünf Prozent der Bevölkerung unter einer ihrer Ausprägungen. Betroffene berichten, dass sie unter extremen Gefühlsschwankungen leiden. Phasen höchster Euphorie und Aktivität wechseln sich ab mit Zeiten tiefster Depression und Antriebslosigkeit, die nicht selten bis hin zum Todeswunsch reicht – und dem tatsächlichen Versuch, sich das Leben zu nehmen.

Stimmungsschwankungen kennen wir alle. Mal ist die Laune im Keller, mal fühlen wir uns beschwingt. Normalerweise erkennen wir auch den Grund für diese Hochs und Tiefs und können unsere Gefühle einigermaßen kontrollieren. Bei einer bipolaren Störung ist das anders: Scheinbar grundlos wechseln Betroffene zwischen Phasen des Hochgefühls und tiefster Traurigkeit hin und her. Manchmal dauern diese Phasen nur einige Tage, manchmal liegen Wochen oder gar Monate zwischen den beiden Extremen. Auch Mischzustände sind möglich, d.h. ein Gefühl ständiger Unruhe und Rastlosigkeit vermischt mit Traurigkeit und dem Gefühl der Ausweglosigkeit. Das macht es mitunter schwer, das Krankheitsbild zu erkennen und entsprechend zu handeln. Bezeichnend ist, dass die Gefühle scheinbar so unausweichlich über die Betroffenen hereinbrechen wie Ebbe und Flut. So werden sie entweder von ihrer Euphorie überflutet und hinweggeschwemmt, oder sie fühlen sich allen Glücks beraubt und erfahren ihr Leben als abgrundtief trostlos. Objektive Gründe für diese Schwankungen zu erkennen, ist Betroffenen meist genauso unmöglich, wie eine Kontrolle des jeweils vorherrschenden Gefühls. Während der manischen Phasen erscheint ihnen das Leben voller Möglichkeiten, die es bloß zu ergreifen gilt. Während der Depression ziehen sie sich zurück, fühlen sich von der Außenwelt und sich selbst heillos überfordert. Diese Überforderung kann so weit reichen, dass der Tod als willkommener Ausweg erscheint: Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung liegt das Suizidrisiko bei Betroffenen etwa zwanzigfach höher.

Eine Manie äußert sich auf verschiedene Arten. Symptome können ein extrem gesteigerter Drang zur Aktivität sein, eine ständige Ruhelosigkeit, die sich durch ein vermindertes Schlafbedürfnis, einen starken Rededrang, einen übersteigerten Sexualtrieb, eine Sturmflut verschiedener Ideen und die Unfähigkeit, diese konsequent zu verfolgen, äußern kann. Nicht selten fallen während einer manischen Phase Hemmungen, die im Normalzustand als Schutzmechanismen begriffen werden. Die Folge ist ein Verhalten, das von Außenstehenden als tollkühn, leichtsinnig oder gar rücksichtslos und verletzend wahrgenommen wird.

Während einer Depression verlieren Betroffene das Interesse an allen Aktivitäten und Ideen, die sie zuvor so begeisterten. Sie fühlen sich antriebslos und können sich gar nicht oder nur schlecht auf eine Aufgabe konzentrieren. Sie haben keinen Appetit, erholsamer Schlaf ist kaum mehr möglich. Es fällt ihnen schwer, Entschlüsse zu fassen. Denn ihr Selbstwertgefühl ist dahin, stattdessen machen sie sich Vorwürfe, haben Schuldgefühle, die bis hin zu Gedanken an Selbstmord als letztem Ausweg aus einem scheinbar verpfuschten Leben reichen können. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!

Eine bipolare Störung kann sowohl genetische oder biochemische als auch situationsbedingte Gründe haben, die zu einer grundlegenden ‚Vulnerabilität‘, d.h. einer Verletzlichkeit des Nervenkostüms hinzukommen. So haben Forscher herausgefunden, dass eine bipolare Störung zwar nicht nach der mendelschen Lehre ‚vererbt‘ wird, sie jedoch häufiger auftritt, wenn ebenfalls ein enges Familienmitglied wie Vater, Mutter oder Geschwister erkrankt ist. Verantwortlich hierfür scheinen vor allem mehrere gleichzeitige Veränderungen der Chromosomen 4, 18 und 21 zu sein, die für die Regulierung der Stoffwechselprodukte Noradrenalin, Dopamin und Serotonin zuständig sind. So scheint an Mangel dieser Neurotransmitter eine Depression, und ein Zuviel eine Manie zu begünstigen. Auch Veränderungen der Schilddrüse, die unser Hormonsystem maßgeblich beeinflusst, Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie neurologische Erkrankungen können eine bipolare Störung auslösen. Aufgrund ihrer starken Auswirkungen auf das Gehirn und die Gemütslage gelten auch übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum als Risikofaktoren. Hinzu kommt, dass durch Rauschmittel häufig eine Auseinandersetzung und Bewältigung belastender Ereignisse vermieden wird. Denn neben den überwiegend körperlichen Ursachen können auch traumatische Erlebnisse, die man zunächst gar nicht als so einschneidend begreift, zu einer manisch-depressiven Störung führen. Solche Ereignisse können Trauerfälle, schwere Erkrankungen des Betroffenen selbst oder im sozialen Umfeld, eine frühe Scheidung der Eltern, körperlicher oder sexueller Missbrauch, aber auch schwere Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft sein. Hier kommt es darauf an, diese Ereignisse bewusst und möglichst vollständig aufzuarbeiten, d.h. ihre Auswirkungen auf das eigene Leben zu begreifen.

Zunächst muss klargestellt werden, dass eine Therapie meist das ganze Leben lang andauert. Neben einer Linderung der akuten Symptome soll dadurch eine Stabilisierung und weitgehende Normalisierung der Lebenssituation erreicht werden. So wird eine bipolare Störung wohl niemals völlig geheilt, sondern lediglich unterdrückt. Neben dem Erkennen der eigenen Situation durch psychotherapeutische Gespräche wird vor allem eine Vielzahl von Psychopharmaka eingesetzt, die in der Regel bis zum Lebensende eingenommen werden müssen. Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung ist jedoch zunächst die Diagnose selbst. Aufgrund der vielfältigen Symptome und möglichen Ursachen ist diese meist schwierig. Durchschnittlich vergehen zwischen den ersten Symptomen und dem Erkennen einer bipolaren Störung etwa zehn Jahre. Auch ein Grund dafür ist, dass Betroffene versuchen, sich über depressive Phasen irgendwie ‚hinweg zu hangeln‘ und manische Phasen aufgrund ihrer Hochstimmung sogar als weitgehend unproblematisch begreifen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Auswirkungen auf den Alltag noch nicht extrem sind. Bei einer voll entwickelten bipolaren Störung sind die Auswirkungen hingegen so groß, dass ein Ignorieren der eigenen Lebenssituation nicht mehr möglich ist. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser lässt sich die Krankheit meist behandeln.

Weiterführende Informationen und Hilfe in akuten Krisensituationen erhalten Betroffene und ihre Angehörigen hier:

DGBS - Bipolare Störung

DGBS - Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V.

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Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke. 2013.

Manisch-Depressive Erkrankung — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Manisch-depressiv — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Manisch-depressive Störung — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Bipolare Erkrankung — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Bipolare Psychose — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Bipolare affektive Störung — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Folie circulaire — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Manische Depression — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

Zyklophrenie — Klassifikation nach ICD 10 F31 Bipolare affektive Störung … Deutsch Wikipedia

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habґs schon versucht und bei google finde ich echt keine kompetenten antworten.

Die wesentlichen Unterschiede beider Erkrankungen sind also:

Symptome (ALS: nur motorisch; MS: sensibel & motorisch)

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Goldmann, 1991. Condition: Gut. 378 Seiten 6. Auflage 1991. Zustand: Gebraucht - gut. Schneller Versand. Rechnung mit MwSt.-Ausweis liegt bei. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 396 18,4 x 12,6 x 3,2 cm, Taschenbuch.

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Ziel der Behandlung ist es, Schweregrad und Häufigkeit der Krankheitsphasen und damit ihrer Folgen zu reduzieren. Dazu sollte eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie erfolgen.

Mit Medikamenten sollen einerseits die aktuellen Krankheitssymptome behandelt werden (Akuttherapie), andererseits bei eingetretener Besserung dieser Zustand möglichst erhalten (Erhaltungstherapie) und Rückfällen vorgebeugt (Phasenprophylaxe) werden.

In der Akuttherapie werden unabhängig davon, ob aktuell eine depressive oder manische Episode vorliegt, in jedem Fall stimmungsstabilisierende Medikamente eingesetzt. Zu den wichtigsten Stimmungsstabilisierern zählen Lithium, Carbamazepin, Valproat und Lamotrigin sowie die modernen Atypika - insbesondere Quetiapin, Aripiprazol, Risperidon und Olanzapin. Zur Minimierung von Nebenwirkungen müssen diese Medikamente exakt dosiert und daher die Therapien vor allem zu Beginn engmaschig kontrolliert werden.

Neben den Stimmungsstabilisierern kommen in der Akutbehandlung vor allem sogenannte Neuroleptika (Antipsychotika) zum Einsatz. Bei starker Unruhe können zusätzlich auch andere sedierende Medikamente verwendet werden. In der Akuttherapie einer depressiven Episode werden vor allem Antidepressiva eingesetzt. Es besteht allerdings die Gefahr, dass durch die antidepressive Behandlung die Depression rasch in eine Manie kippt - Fachleute sprechen dann von einem sogenannten "Switch".

Medikamentöse Erhaltungstherapie & Phasenprophylaxe

Nach Abklingen der Beschwerden sollte bei allen Erkrankten für mindestens ein Jahr eine Erhaltungstherapie erfolgen - und zwar mit denselben Stimmungsstabilisierern wie in der Akuttherapie. In den meisten Fällen ist danach eine langjährige, unter Umständen eine lebenslange Phasenprophylaxe notwendig. Auch für die Phasenprophylaxe wird im Regelfall auf diejenigen Stimmungsstabilisierer zurückgegriffen, mit denen sich schon in der Akut- und Erhaltungstherapie gute Erfolge erzielen ließen.

Gleich wichtig wie Lithium, Valproat und Lamotrigin sind einige moderne atypische Neuroleptika (Atypika wie Aripiprazol oder Olanzapin). Studien mit Olanzapin als Monotherapie waren sehr erfolgreich, ebenso mit Quetiapin und Aripiprazol. Seit einiger Zeit geht man der Frage nach, ob die Kombination dieser atypischen Neuroleptika mit bestimmten Epilepsie-Medikamenten (Antiepileptika) noch besser wirkt als die Einnahme eines atypischen Neuroleptikums alleine (Monotherapie). Obwohl dies in Studien noch nicht ausreichend belegt werden konnte, versucht man trotzdem, durch eine Kombination zweier Wirkstoffe den Therapieerfolg zu verbessern, wenn zur Phasenprophylaxe eine Monotherapie nicht ausreichend ist.

Neben der Gabe von Medikamenten sollte zusätzlich auch eine Psychotherapie angestrebt werden. Verschiedene psychotherapeutische Methoden können dabei zum Einsatz kommen. Derzeit gibt es noch keine sicheren Hinweise darauf, dass einer bestimmten Methode bei der Behandlung der bipolaren affektiven Störung der Vorzug zu geben ist. Da es sich bei der bipolaren Störung um eine mitunter sehr schwere Erkrankung handelt, sollte sie von möglichst erfahrenen Therapeuten behandelt werden.

Bei der Behandlung einer bipolaren Erkrankung können zusätzlich zu Medikamenten und der Psychotherapie noch andere Therapieformen eingesetzt werden. Ergotherapie, Kunst-, Tanz- und Musiktherapie sowie Entspannungsverfahren und die Bewegungstherapie können ergänzend eingesetzt werden.

Bei schweren depressiven Phasen können die Wachtherapie, bei der Betroffene eine bestimmte Zeit lang nicht schlafen darf, die Beschwerden lindern. Bei starken manischen Phasen ist die Dunkeltherapie, bei der sich die Betroffenen über einen bestimmten Zeitraum in einem dunklen Raum aufhalten, in Erprobung. Hirnstimulationsverfahren, bei denen die Funktion der Nervenzellen in bestimmten Hirnbereichen durch elektrischen Strom oder elektromagnetische Wellen beeinflusst wird, und die Elektrokrampftherapie kommen nur bei der Therapie von schweren bipolaren Erkrankungen zur Anwendung.

Falls Sie die beschriebenen Krankheitssymptome schon einmal an sich bemerkt haben, sollten Sie unbedingt einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen. Ein Selbsttest kann darüber Aufschluss geben, wie wahrscheinlich bei Ihnen das Vorliegen einer bipolaren affektiven Erkrankung ist. Vermeiden Sie Alkohol und Drogen bzw. Medikamente, die Ihnen nicht von Ihrem Arzt verschrieben wurden. Oft werden diese Substanzen zur "Selbsttherapie" eingesetzt, können den Erkrankungsverlauf jedoch negativ beeinflussen.

Als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung und Psychotherapie können Sie auch Unterstützung bei Selbsthilfegruppen finden. Diese können Ihnen unter anderem dabei helfen, Wissen über Ihre Erkrankung zur erwerben, Anzeichen für einen Rückfall rechtzeitig zu erkennen und geeignete Strategien dagegen zu entwickeln. Sie können Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen, Kontakte herstellen und weitere Hilfsangebote für Sie und Ihre Angehörigen kennenlernen.

Bewährt haben sich auch sogenannte Stimmungskalender, in denen Sie Art und Ausmaß der Stimmungsschwankungen eintragen können. Die behandelnden Ärzte erhalten so einen zusätzlichen Einblick in den Krankheitsverlauf und können im Bedarfsfall die medikamentöse Therapie anpassen.

Eine bipolare affektive Störung setzt nicht nur die erkrankte Person selbst, sondern auch deren Familie bzw. deren soziales Umfeld immer wieder massiven Belastungen aus. Manisches Verhalten kann Schulden, Arbeitsplatzverlust und Konflikte mit dem Gesetz nach sich ziehen. Hinzu kommen Beschämungen und Kränkungen der Angehörigen durch soziale Entgleisungen oder sexuelle Zügellosigkeit der Erkrankten.

Diese durch die bipolare Störung bedingten Probleme werden allzu oft als innerfamiliäre oder partnerschaftliche Konflikte gedeutet. Es erstaunt daher kaum, dass die Scheidungsraten von Menschen mit bipolarer affektiver Störung deutlich über jener der Allgemeinbevölkerung liegen.

Bei der bipolaren Störung besteht in den allermeisten Fällen ein lebenslanges Risiko für Rückfälle. Da bei den Patienten meist ein mangelndes Krankheitsbewusstsein besteht, sollten Partner und Verwandte genau über die Erkrankung Bescheid wissen - wie sie verläuft, welche Symptome auftreten können und welche Anzeichen auf einen drohenden Rückfall hindeuten. In jedem Fall ist eine Einbindung der Angehörigen für den Therapieerfolg entscheidend. Das regelmäßige gemeinsame Gespräch mit dem Betroffenen, dem Therapeuten und einem Angehörigen sollte fixer Bestandteil der Therapie sein.

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Autoren:
Dr. med. Peter Mahlknecht, Dr. med. Matthias Thalhammer
Medizinisches Review:
Univ.-Doz. Dr. Margot Schmitz, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr. med. Lisa Demel, Mag. (FH) Silvia Hecher, MSc

Stand der Information: August 2012

Psychische Störungen - Affektive Störungen

Helle Lichttherapie am Mittag hilft Patienten mit bipolarer Depression

10.10.2017 Tägliche Exposition gegenüber hellem weißen Licht am Mittag verringerte erheblich die Symptome der Depression und erhöhte die Leistungsfähigkeit bei Menschen mit bipolarer affektiver Störung, zeigt eine im American Journal of Psychiatry veröffentlichte Studie.

Frühere Studien haben gezeigt, dass die Morgenlicht-Therapie bei Patienten mit saisonaler affektiver Depression (SAD) die Depressionssymptome reduzierte. Aber Patienten mit bipolarer Störung können Nebenwirkungen wie Manie oder gemischte Symptome von dieser Form der Depressionsbehandlung bekommen, sagte Studienautorin Dr. Dorothy Sit von der Northwestern Universität.

Die aktuelle Studie realisierte eine neuartige Lichttherapie-Intervention am Mittag, um die bipolare Depression zu lindern und diese Nebenwirkungen zu vermeiden.

Im Vergleich zu schwachem Placebo-Licht erreichten die Teilnehmer der Studie, die zwischen 12:00 und 14:30 Uhr für sechs Wochen helles weißes Licht erhielten, eine signifikant höhere Remissionsrate (minimale Depression und Rückkehr zur normalen Funktionsfähigkeit).

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Das Risiko, an Infektionskrankheiten wie an einer Grippe zu erkranken, ist um ein Vielfaches höher, Wunden heilen schlechter und langsamer.

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare. Christian Morgenstern

Haut
Der Stoffwechsel wird verlangsamt und der Körper entgiftet schlechter. So entsteht Stoffwechselmüll (sog. Freie Radikale), der die Zellen angreift. Die Haut altert schneller.

Gelenke - Knochen - Rücken
Bei starkem Stress, insbesondere Trauer, kann sich der Sauerstoff im Blut bis zu 40 Prozent reduzieren.

Dadurch werden die Zellen schlechter versorgt und können sich schlechter regenerieren. Es kann zu Entzündungen an den Gelenken kommen.

Unsere Wirbelsäule reagiert sehr stark auf seelische Belastungen.

Der Orthopäde Dr. Peer Eysel sagt, dass die meisten Rückenschmerzen die Folge seelischer und nicht organischer Probleme sind.

Sind Stress, Ärger und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz groß, fühlt man sich überfordert und hilflos, dann ist das Risiko psychisch bedingter Rückenschmerzen sehr hoch.

Abhilfe schaffen in diesen Fällen keine Spritzen oder Operationen!

Nur eine Psychotherapie, in der Betroffene lernen, anders mit Stress und psychischen Belastungen umzugehen, befreit sie von ihrem Leiden!

Wer länger unter Depressionen leidet, der erleidet häufiger Knochenbrüche, da der Mineralgehalt der Knochen abnimmt.

Herz
Emotionale Belastungen, Unzufriedenheit im Beruf und in der Partnerschaft, Angst und dauerhafter Stress erhöhen das Risiko eines Herzinfarktes - und zwar mehr als die klassischen Risikofaktoren wie Rauchen oder ein hoher Blutdruck.

Lunge
Bei starkem Stress, Depressionen oder bei Trauer atmen wir eher flach. Die Lunge wird weniger mit Sauerstoff versorgt und kann weniger Sauerstoff an den Organismus abgeben.

Dadurch steigt die Infektionsgefahr. Bei Trauernden sind Lungenentzündungen fünfmal häufiger als bei seelisch ausgeglichenen Menschen.

Magen
Unterdrückte Gefühle, Ärger und Angst sind nur schwer zu verdauen. Bei Stress und Ärger verkrampft sich der Magen und es wird mehr Magensäure ausgeschüttet.

Dies führt zu Sodbrennen und kann zu Magengeschwüren, Blähungen, Übelkeit und Krämpfen führen.

Viele Menschen leiden unter einem Reizmagen bzw. Reizdarm. Hier spielt die psychische Komponente ebenfalls eine Rolle. Aufregung und Anspannung verstärken die Symptome des Reizmagens bzw. Reizdarms.

Nieren und Leber
Da der Stoffwechsel verlangsamt ist, müssen Leber und Nieren mehr Abfallprodukte abbauen. Das Risiko für Nierenentzündungen ist sehr viel höher.

Seelische Krisen und chronisch belastende Gefühle können zu zahlreichen psychosomatischen Beschwerden führen.

Wir können nicht verhindern, dass unser Körper mit solchen Veränderungen reagiert, aber wir können ihn darin unterstützen, wieder in ein Gleichgewicht zu kommen, indem wir unser seelisches Befinden verbessern.

Eine Psychotherapeutin erklärt, wie Gedanken und Gefühle die Vorgänge in unserem Körper beeinflussen.

Positive Gefühle haben positive Auswirkungen auf unseren Körper

Positive Gefühle haben einen großen positiven Einfluss auf unser körperliches Befinden. Wann immer wir körperlich krank sind, ist es deshalb für unsere Genesung wichtig, dass wir uns um eine Besserung unseres emotionalen Befindens kümmern!

Optimismus - Zuversicht

Menschen mit einer zuversichtlichen Lebenseinstellung haben ein viel geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, und sie haben eine höhere Lebenserwartung.

Optimistisch eingestellte Menschen können besser mit Stress umgehen und haben weniger Stresshormone in ihrem Körper.

Und die Heilungschancen sind größer, wenn Menschen an ihre Genesung glauben und zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Unser Immun- und Hormonsystem reagiert auf unsere Psyche und unser Denken.

Unsere Gefühle beeinflussen auch die letzte Zelle unseres Körpers. Sie stärken oder schwächen, je nach Stimmungslage, die Abwehrkräfte unseres Körpers.

Wenn wir uns wohlfühlen und innerlich entspannt sind, ist auch unsere Immunabwehr kraftvoll und aktiv.

Eine positive Stimmung kann uns vor einer Grippe und vielen anderen Krankheiten bewahren, bei denen eine schwache Immunabwehr eine tragende Rolle spielt.

Selbst wenn wir nur so tun, als ob wir uns freuen, können wir unsere Abwehrkräfte ankurbeln.

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