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Solltet ihr also jemanden kennen, der unter dieser Krankheit leiden könnte, schickt ihm den Link zu diesem Artikel!

Tracey Cox ist eine internationale Sex-, Körpersprache- und Beziehungsexpertin und Moderatorin. Sie ist bekannt für ihre Fernsehsendungen zum Thema Sex und Beziehungen und ihre Bestseller, welche weltweit millionenfach verkauft wurden.

Politische Beiträge und philosophische Essays

Die tiefste Krankheit der westlichen Welt: die Abkehr vom ethischen Objektivismus

Die gesamte westliche Welt ist vom Weg abgekommen. So sehr, dass sie sich selbst zu zerstören droht. Wie konnte es so weit kommen? Um diese Frage zu beantworten, muss man verstehen, was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält. Es ist dies die gemeinsame Vorstellung, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist. Geht das verloren, fehlt der innere Kitt, der innere Zusammenhalt. Der Skeptizismus, in seinen Spielarten des Subjektivismus und Relativismus, hat genau dies zerstört. Der Kulturrelativismus fußt auf dem ethischen Relativismus. Was wäre also die richtige Medizin, wenn nicht die Rückkehr zum ethischen Objektivismus?

Jede Gesellschaft braucht gemeinsame Moralvorstellungen

Gesellschaften werden innerlich zusammengehalten durch eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Kultur, eine gemeinsame Tradition, Riten, Sitten, vor allem aber durch gemeinsame Wertvorstellungen und Normen, durch eine gemeinsame Moral. Das ist quasi der innere Kitt, der eine Gesellschaft zusammschweißt. Was aber genau versteht man unter einer Moral?

Unter Moral versteht man

  • ein Normensystem (Werturteilssystem), welches sich
  • auf menschliches Handeln bezieht und welches
  • im Gegensatz zu rein subjektiven Geschmacksurteilen, Konventionen (z.B. Tischsitten) und Bräuchen (Konventionen mit längerer Tradition) einen kategorischen Anspruch auf unbedingte Gültigkeit erhebt.

Beispiele für moralische Normen (Ge- und Verbote):

  1. Du sollst nicht morden.
  2. Gib keine Versprechen, in der Absicht, sie nicht zu halten.
  3. Quäle nicht unnötig fühlende Wesen. Auch Tiere nicht.
  4. Versuche deine Sichtweise nicht mit Gewalt oder Einschüchterung durchzusetzen.
  5. Verhindere nicht die Erforschung der Wahrheit nur aus Angst, sie könnte deine Weltanschauung in Frage stellen oder zerstören.
  6. Du sollst Menschen nicht auf Grund ihres Geschlechts, ohne jeden sachlichen Grund systematisch benachteiligen.
  7. Verbiete anderen nicht bei Androhung von Gewalt oder durch Einschüchterung, deine Weltsicht zu kritisieren.
  8. Diskriminiere nicht Menschen auf Grund anderer spekulativer metaphysischer Vorstellungen und bedrohe sie nicht mit dem Tode, wenn sie sich von den von dir präferierten Vorstellungen abwenden.
  9. Foltere niemanden und peitsche niemanden öffentlich aus. Verstümmle niemanden. Hacke niemandem die Gliedmaßen ab und steche niemandem die Augen aus.
  10. Du sollst kleine Kinder nicht an ihren Genitalien verstümmeln und Kinder nicht sexuell missbrauchen, auch nicht wenn du sie anschließend oder vorher heiratest.

All dies sind Normen, die nicht nur für bestimmte Personen gelten sollen, sondern für alle. Und zwar immer und überall, unabhängig von persönlichen Vorlieben und persönlichen Zielen, die man gerade verfolgt.

Dies ist ein gravierender Unterschied zu rein persönlichen Geschmacksurteilen oder zu bloßen Konventionen, Sitten und Bräuchen, die keine unbedingte Gültigkeit beanspruchen. Wenn jemand sagt, er findet, man solle nicht morden und Versprechen wenn möglich nicht brechen, dann meint er normalerweise nicht, dass nur er sich aus persönlichen Vorlieben dafür entschieden hat, dies nicht zu tun, und es ihm egal ist, was andere diesbezüglich machen, sondern er meint, dass er es gut fände, wenn alle sich an diese Normen hielten, dass er dies geradezu erwartet. Genau das macht die Moralität der Norm aus.

Dabei haben verschiedene Gesellschaften und Kulturen unterschiedliche solche Norm- und Werturteilssysteme, also differierende Moralen. Und die Moralvorstellungen innerhalb einer Gesellschaft, die zum Teil in Gesetzen kodifiziert werden, insbesondere im Strafrecht, verändern sich im Laufe der Zeit, meist aber nicht in ihrer Essenz. Was ist nun aber der Unterschied zur Ethik? Sind das nicht nur verschiedene Worte für dasselbe?

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Hilfebedürftige, die im Leistungsbezug stehen, können zur Abwendung einer akuten Notsituation Sonderbedarf geltend machen (§ 23 SGB II). Handelt es sich bei diesem Sonderbedarf um wiederkehrende Bedarfssituationen, können sie den Anspruch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar dieses Jahres unmittelbar auf das Grundgesetz stützen, weil es derzeit für diese besonderen Bedarfslagen an einer gesetzlichen Regelung fehlt. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, Ansprüche in dieser Übergangszeit einstweilen auf die Auffangvorschrift des § 73 SGB XII zu gründen. Die Sozialleistungsträger haben in der Vergangenheit häufig mit Hilfe dieser Vorschrift Leistungen in besonderen Lebenslagen gewährt, wenn andere Hilfemöglichkeiten nicht gegeben waren.

Ein Bundesgerichtsurteil vom 06. September 2010 hielt fest, dass Krankheiten von Arbeitnehmern im Arbeitszeugnis zu erwähnen sind, sofern diese für die Gesamtbeurteilung der Arbeitsleistung notwendig sind. Dies ist der Fall, wenn eine Krankheit erheblichen Einfluss auf die Leistung und/oder das Verhalten eines Arbeitnehmers hat, oder wenn eine Krankheit die Eignung zum Job in Frage stellt (und deshalb einen sachlichen Grund für eine Kündigung bilden würde).

Ebenfalls zu erwähnen sind längere krankheitsbedingte Unterbrüche der Arbeitstätigkeit, die im Verhältnis zur Anstellungsdauer beachtlich sind (d.h. nicht die Länge der Krankheit an sich ist entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen Ausfall und Anstellungsdauer). Grund dafür ist, dass ohne den Hinweis auf diesen Ausfall beim neuen Arbeitgeber ein falscher Eindruck über die Dauer der Berufserfahrung des Arbeitnehmers entstehen könnte.

Im Fall des erwähnte Bundesgerichtsurteils war der Angestellte gut drei Jahre im betreffenden Unternehmen tätig, davon jedoch etwa eineinhalb Jahre wegen Krankheit arbeitsunfähig, also verhältnismässig lange. Dagegen hätte bei einem langjährigen Angestellten ein ähnlicher krankheitsbedingter Ausfall kaum Einfluss auf die Berufserfahrung – eine Erwähnung im Arbeitszeugnis wäre dann kaum gerechtfertigt.

Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid fest:
„Der Beschwerdeführer war während mehr als einem Jahr krankheitshalber unfähig, seine bisherige Tätigkeit auszuüben. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses war nicht absehbar, ob und wann er dazu wieder in der Lage sein wird, weshalb die Krankheit seine weitere Eignung zur Ausübung der bisherigen Tätigkeit erheblich in Frage stellte. Unter diesen Umständen bildete die Krankheit einen berechtigten Kündigungsgrund. Demnach war die Beschwerdegegnerin unabhängig davon, ob sie die Kündigung auf Grund der Krankheit aussprach, gehalten, diese in einem qualifizierten Arbeitszeugnis zu erwähnen. Damit ist eine Verletzung von Art. 330a OR zu verneinen, ohne dass der subjektive Kündigungsgrund bzw. die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers geprüft werden müsste. Nicht entscheiderheblich ist auch, ob die Erwähnung der Krankheit sich allenfalls hätte rechtfertigen können, weil sonst bezüglich der Berufserfahrung ein falsches Bild entstanden wäre.“

Im Arbeitszeugnis nicht zu erwähnen sind dagegen geheilte Krankheiten, welche am Ende eines Arbeitsverhältnisses nicht mehr bestehen und damit die Beurteilung von Leistung und/oder Verhalten des Arbeitnehmers nicht mehr betreffen.

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Werde Teil des Rudels

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Was ist ALS?
Die ALS ist eine sehr ernste Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Das Wort "amyotrophe" steht für einen Krankheitsprozess, der zum Verlust der Muskelsubstanz führt, hervorgerufen durch die Zerstörung von wichtigen Nervenzellen und ihren Fortsätzen.

Der Verlust von zentralen Nervenzellen in der motorischen Hirnrinde (Verbindung zwischen Gehirn und Rückenmark) wird als "Lateralsklerose" bezeichnet.

Die Krankheit beginnt in der Regel mit einer unerklärlichen Schwächung der Arm-, Hand- oder Beinmuskulatur mit Ausdauerschwächen und größerer Ermüdbarkeit. Später greift die Erkrankung auf die Kontrolle der gesamten Muskulatur über. Für die Erkrankten bedeutet das, dass sie in späteren Krankheitsstadien nicht mehr in der Lage sind zu greifen, zu laufen oder zu schlucken.

Die ALS ist eine weitgehend unbekannte Erkrankung, die für die Wissenschaft lange Zeit ein scheinbar unlösbares Rätsel darstellte.

Wer erkrankt an ALS?
ALS kommt weltweit vor. Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an der Krankheit. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen (1,6: 1). Das Durchschnittsalter des Krankheitsbeginns liegt bei 53 - 54 Jahren. Etwa 80 % der Fälle beginnen zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr. 10 % der Patienten sind jünger, etwas mehr als 10 % älter. Die ALS ist nicht ansteckend.

Dabei sind Kranken- und Atemgymnastik, logopädische Übungen und eine individuell angepasste Speisezubereitung sehr wesentliche und notwendige Hilfsmittel für die Patienten.

Weltweit wird die Ursachenforschung zum Thema ALS bereits seit längerem intensiviert. Es gibt daher durchaus Hoffnung, dass in absehbarer Zeit wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, die die Krankheitsursache oder die Symptome aufgreifen. Wichtig hierfür sind jedoch breit angelegte Therapiestudien bei denen Betroffene den Forschern und Ärzten helfen den Krankheitsursachen auf die Spur zu kommen und erfolgreiche Behandlungsmethoden zu entwickeln.

Die Ursachen einer Depression - Was kann Depressionen auslösen?

Bis heute weiß man nicht genau, warum eine Depression wirklich entsteht. Es wird angenommen, daß viele verschiedene Faktoren bei der Entstehung der Krankheit beteiligt sind.

Die Depression gehört zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. Man geht davon aus, daß 15 % aller Männer und 24 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken. 10-15 % der Erkrankten versuchen Schätzungen zufolge einen Selbstmordversuch, wenn die Krankheit nicht behandelt wird. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Depression sogar als schwerwiegendere Krankheit ein als zum Beispiel Diabetes oder eine Herzerkrankung, woran man erkennen kann, wie schwer eine Depression tatsächlich für den Betroffenen ist.

Vieles spricht dafür, daß die Depression eine Krankheit der Neuzeit ist. Die Belastung in unserer modernen Gesellschaft wird immer höher, hinzu kommen Sorgen vor Arbeitslosigkeit, Stress im Beruf, ein verändertes Familienleben oder sogar Stress in der Freizeit sind sicher Faktoren, die eine Depression auslösen können. Hinzu kommt der immer weiter steigende Konsum von Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder anderen Suchtmitteln, die die Psyche verändern können.

Ein weiterer Punkt, der den meisten nicht bekannt sein dürfte, ist die Missachtung des inneren Rhythmus, man nennt ihn auch biologischen Rhythmus. Die moderne Technik, vor allem die Erfindung des elektrischen Lichtes, hat die Verschiebung des Lebensrhythmus möglich gemacht. Früher stand man auf, wenn der Hahn krähte und ging zu Bett, als die Sonne unterging. Heutzutage steht man mitten in der Nacht auf und geht ebenso mitten in der Nacht zu Bett. Dies bewirkt eine Verstellung der inneren Uhr, was ebenfalls als ein Faktor zur Entstehung einer Depression angesehen wird. Allerdings muss man noch anmerken, daß es durchaus schon aus der Antike Berichte über Depressionen gibt. Es gab also schon zu allen Zeiten depressive Menschen, nicht nur in unserer Zeit.

Verlust und Verlustängste
Fast jeder Mensch hat an sich und seine Umwelt bestimmte Erwartungen und Wünsche. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, entsteht Wut und man kämpft dagegen an, oder man ist enttäuscht und fällt vielleicht in eine tiefe Krise. Wie der einzelne reagiert, hängt von seiner Lebenseinstellung und seiner Lebenserfahrung ab. Depressionen werden von negativen Lebenseinstellungen zu sich selbst, der Situation und der Zukunft gefördert. Man bewertet die eigene Situation als ausweglos, man fühlt sich als Versager. Wenn man zum Beispiel seine Arbeit verliert, glaubt man, nie mehr eine Arbeit zu finden. Wenn man seinen Partner verliert, glaubt man, nicht liebenswert zu sein und nie mehr einen Partner zu finden. Man zieht sich so immer weiter aus der Umwelt zurück, weil man glaubt, wertlos zu sein.

Störungen in der Kindheit

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An der Frankfurter Universitätspsychiatrie wurde mit Prof. Reif ein Wissenschaftler berufen, der sich u.a. auch für ADHS interessiert. Prima. Zumal er die Vorstellung hat, dass die Entwicklungspsychiatrie bzw. die Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie (und Psychosomatik) in das Erwachsenenalter stärker berücksichtigt werden muss.

Im Sinne einer „Mood clinic“ würde dann auch die Differentialdiagnostik bzw. Überschneidung von Gefühlsschwankungen bzw. Stimmungsproblemen im Spektrum der Entwicklungsstörungen eine Rolle spielen. Also mal eine Klinik aufbauen, in der das gesammte Spektrum von „Depressionen“ bzw. Stimmungsprobleme integrativ und nicht in Schubladendenken versammelt wäre.

Mit der (aus meiner subjektiven Sicht zweifelhaften) Einführung der Temper Mood Dysregulation Disorder im DSM V hat man ja versucht, gerade die Differenzierung von ADHS und „Bipolaren Störungen“ durch die Einführung einer neuen Diagnose zu ermöglichen. Oder letztlich doch komplizierter zu machen.

Einen interessanten Vortrag von Prof Reif habe ich hier als PDF zum Thema ADHS und Bipolare Störungen gefunden.

Für mich persönlich ist der Verlauf einer manisch-depressiven Störung doch grundsätzlich „anders“ als ADHS. So finden sich bei manisch-depressiven Störungen eben nicht die syndromtypischen Entwicklungsverzögerungen bzw. Besonderheiten der Regulationsstörungen im Kindesalter. Aber eben auch nicht typische Störungen der höheren Handlungsfunktionen in der gesammten Biographie. Nur auf die „Stimmungsschwankungen“ bzw. „Depressivität“ zu schauen, ist dann fragwürdig.

Gut ist aber auf jeden Fall, dass dies in Deutschland mal zum Thema gemacht wird. Ich bin und bleibe gespannt.

Die bipolare Störung - früher auch manisch-depressive Erkrankung - ist ein episodisch verlaufendes Krankheitsbild. Die Krankheit geht sowohl mit manischen als auch depressiven Episoden einher. Häufig liegt der Beginn bereits im jungen Erwachsenenalter.

  • gedrückter Stimmung,
  • Interesse- und Freudlosigkeit,
  • Antriebshemmung,
  • Erschöpfbarkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • vermindertem Selbstvertrauen,
  • Schuldgefühlen und Gefühlen der Wertlosigkeit,
  • negativen Zukunftsperspektiven,
  • Schlafstörungen,
  • vermindertem Appetit,
  • Ängsten und innerer Unruhe sowie
  • lebensmüden Gedanken und Suizidalität.

Unter einer Manie versteht man ein Krankheitsbild mit zum Beispiel

  • unangemessen gehobener oder gereizter Stimmungslage,
  • Rededrang,
  • Distanzlosigkeit,
  • Antriebssteigerung,
  • Enthemmung und
  • Größenideen.

Krankheitsbedingt gesteigerte Aktivität kann mit unüberlegten Vertragsabschlüssen oder Geldausgaben (Kaufrausch) einhergehen und so zu einem erheblichen Schaden für den Betroffenen führen. Leichtere Ausprägungen werden Hypomanie genannt.

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Bipolare Störungen - Manisch-depressive Störungen - Was ist manisch depressiv?

Bipolare Störungen sind Störungen, bei denen der Betroffene beide Pole des Spektrums kennt. Dies bedeutet, daß in der depressiven Stimmung das Spektrum der depressiven Störung erlebt wird, in der manischen Phase wird der Erkrankte besonders kreativ, strotzt vor Energie, benötigt kaum Schlaf und hat tausende von Ideen.

Kennzeichen einer bipolaren Störung - Wie erkenne ich, ob jemand manisch depressiv ist?

Eine bipolare Störung wird dann diagnostiziert, wenn der Betroffene eine abgegrenzte Phase auffälliger Hochstimmung für mindestens eine Woche erlebt.
Dabei treten folgende Symptome auf:

  • starke Überschätzung der eigenen Größe und der eigenen Möglichkeiten
  • ein sehr verringertes Schlafbedürfnis
  • man redet sehr viel
  • man ist zerstreut und abgelenkt
  • ausschweifende Unternehmungen, die ein erhöhtes Risiko, sei es für die Gesundheit oder finanziell, in sich bergen
  • sehr sprunghaftes Denken
  • sehr gesteigerte Aktivitäten, zum Beispiel bei der Arbeit, bei der Sexualität oder in finanziellen Belangen

Orthomolekulare Labordiagnostik -
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Die bipolare Störung wurde bis vor einigen Jahren als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Die bipolare Störung gehört zu den Affektstörungen und zeigt sich in entgegengesetzten (bipolar) Auslenkungen von Stimmung, Aktivität und Antrieb in Richtung Depression oder Manie. Die bipolare Störung beginnt meist früher als die unipolare Störung, nämlich im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Die bipolaren Störungen werden unterteilt in Bipolar 1 und Bipolar 2. Als Bipolar 1 wird eine sieben- bis vierzehn Tage andauernde manische Episode bezeichnet, der mindestens eine depressive Episode nachfolgt. Bipolar 2 ist eine mindestens 14 Tage andauernde depressive Episode, gefolgt von mindestens einer leichteren Form der Manie, der so genannten Hypomanie. Im Rahmen der bipolaren Störung gibt es auch einen manisch-depressiven Mischzustand, wenn depressive und manische Symptome gleichzeitig auftreten. Ein Beispiel ist sehr schnelles Denken und Sprechen als Kennzeichen einer Manie und gleichzeitig Ängstlichkeit oder gedrückte Stimmung als Kennzeichen einer Depression.

Bei affektiven Erkrankungen spielen verschiedene auslösende Faktoren eine Rolle, z.B. genetische, biologische oder psychosoziale Faktoren. Im Vergleich zur unipolaren Depression geht man heute davon aus, dass bei bipolaren Störungen die genetische Disposition eine besonders große Rolle spielt. Zu den biologischen Faktoren gehören auch Veränderungen des Mikronährstoffhaushalts und damit zusammenhängende biochemische Parameter, die in der Konsequenz auch zu einer Beeinträchtigung der Hirnfunktion und psychischen Befindlichkeit führen.

Kinder und Jugendliche mit einer Eisenmangelanämie hatten in einer Studie taiwanischer Wissenschaftler von 2013 ein erhöhtes Risiko für psychiatrische Erkrankungen. Der Zusammenhang zwischen Eisenmangelanämie und psychiatrischen Erkrankungen war bei der bipolaren Störung am ausgeprägtesten. Wissenschaftler aus Spanien untersuchten bei 25 Patienten mit bipolaren Störungen und bei 29 Kontrollpersonen Kupfer, Zink, Blei und Cadmium. In der manischen Phase der Erkrankung kam es zu einem signifikanten Anstieg der Zinkkonzentration. Sowohl die Blut-, wie auch die Urinkonzentrationen von Blei und Cadmium waren bei den Patienten mit bipolaren Störungen signifikant größer als bei der Kontrollgruppe.

Bei Patienten mit affektiven Erkrankungen wurde in zahlreichen Studien ein oxidativer Stress nachgewiesen, der auch an der Pathophysiologie der bipolaren Störung beteiligt sein dürfte. Im August 2014 wurde von Seiten kanadischer Wissenschaftler eine Metaanalyse von Studien publiziert, die die Parameter des oxidativen Stresses bei Patienten mit bipolaren Störungen untersuchten. In die Metaanalyse wurden 27 Studien einbezogen. Die Lipidperoxidation, DNA- und RNA-Schäden sowie Stickstoffmonoxid waren bei den Patienten mit bipolarer Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen signifikant erhöht. Das Ausmaß der Lipidperoxidation war darüber hinaus sehr hoch. Auch polnische Wissenschaftler kamen 2013 zu dem Schluss, dass oxidativer Stress an der Pathophysiologie von Depressionen und bipolaren Störungen beteiligt ist. Auch eine mitochondriale Dysfunktion könnte an der Entstehung der bipolaren Störung beteiligt sein - so jedenfalls die Ergebnisse einer Literaturstudie von Wissenschaftlern des Massachusets General Hospitals.

Canadische Wissenschaftler publizierten 2011 eine Studie, in der sie bei 97 Erwachsenen mit bipolarer Störung oder mit Major Depression die Nährstoffaufnahme abfragten. Als Referenz dienten Daten des British Columbia Nutrition Survey. Bei den Personen mit Major-Depression und bipolaren Störungen wurde bei mehreren Mikronährstoffen eine zu niedrige Aufnahme festgestellt, z.B. bei Vitamin B1, Vitamin B2, Folsäure, Phosphor und Zink, ebenso bei Vitamin B6 und B12. Die Art der Medikamenteneinnahme war mit der Nährstoffaufnahme assoziiert. Bei Einnahme von Antidepressiva zeigte sich eine niedrigere Vitamin-B1- und Phosphor-Aufnahme. Medikamente gegen Angsterkrankungen waren mit einer höheren Calcium- und Eisenzufuhr assoziiert. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Erwachsene mit psychischen Störungen ein erhöhtes Risiko für einen Mikronährstoffmangel haben.

Fazit:
Bei affektiven Erkrankungen, so auch bei der bipolaren Störung, sind häufig Mikronährstoffdefizite nachweisbar, wodurch dann auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht ist.

Bipolare Störung: Manische Stimmungsschwankungen können graue Hirnmasse zerstören

Episoden bipolarer Störung reduzieren die Größe des Gehirns und möglicherweise auch die Intelligenz.

Mit jeder manischen oder depressiven Episode wird graue Masse im Gehirn von Menschen mit bipolarer Störung zerstört.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mit 21 Patienten, die an bipolarer Störung leiden, einer Erkrankung, die durch im Wechsel auftretende manische und depressive Episoden gekennzeichnet ist. Das Gehirn der Patienten wurde zu Beginn und am Ende einer vierjährigen Phase, in der jeder mindestens eine, manche sogar sechs Episoden hatten, mittels Magnetresonanztomografie gescannt. In allen Fällen war die graue Masse im Temporallappen und im Kleinhirn im Vergleich zur Kontrollgruppe reduziert. Erinnerungs- und Koordinationsvermögen sind mit diesem Breichen des Gehirns assoziiert.

Patienten mit mehreren Episoden in diesem Vierjahreszeitraum wiesen die größten Unterschiede hinsichtlich der Masse grauer Zellen auf. "Es besteht ein signifikanter Zusammenhang mit der Anzahl der Episoden", sagt Andrew McIntosh von der Universität Edinburgh, Autor des im Journal of Biologal Psychiatry (1) erschienenen Beitrags.

Jeder Mensch verliert im Lauf der Zeit Gehirnmasse, aber dieser Prozess scheint bei Menschen mit bestimmten mentalen Störungen beschleunigt, darunter Alzheimer und Schizophrenie. Nun kommt auch die bipolare Störung hinzu.

Wissenschaftler hatten bereits den Verdacht, dass bipolare Störung mit dem Verlust grauer Hirnmasse einhergeht, so Lars Kessing von der Universität Kopenhagen - dies ist erste Bestätigung, dass sie richtig liegen.

Als McIntosh den Verlust grauer Hirnmasse mit dem Sprach-IQ der Patienten zu Beginn und am Ende der Studie verglich, zeigte sich ein Trend. Wenn graue Hirnmasse zerstört war, nahm die Fähigkeit der Patienten, Worte zu bilden, sowie weitere sprachassoziierte Fertigkeiten ab. McIntosh fügt hinzu, dass der Effekt nicht statistisch signifikant war - möglicherweise weil die Studie mit 21 Patienten nicht groß genug angelegt war.

Graue Hirnmasse wurde bereits früher mit Intelligenz in Verbindung gebracht.

McIntosh untersuchte ebenfalls, ob dieser Effekt medikationsabhängig sei - Patienten mit bipolarer Störung erhalten oftmals Lithium, Antidepressiva oder Antipsychotika. "Die Medikation scheint darauf keinen Einfluss zu haben", sagt er, fügt aber hinzu, dass es zu weit ginge, zu behaupten, dass Medikamente keinerlei Auswirkungen auf das Gehirn hätten.

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Herr, richte mich auf

Herr, du sagst mir: Komm zu mir, wenn du dich abmühst und
Lasten schleppst, ich werde dir Ruhe verschaffen.
Du versprichst mir Ruhe für Leib und Seele.
Du willst nicht herrschen, sondern dienen,
du willst nicht haben, sondern geben.

Bleib die Mitte meines Lebens

Herr, wie oft habe ich die Größe deiner Liebe darin gesehen,
daß du mir Glück und Freude, Kraft und Erfolg schenkst.
Aber immer häufiger kann ich sehen, daß du den Deinen das Kreuz
bereithältst und sie gerade durch das Leid immer mehr zu dir finden.

Barmherziger Gott, ich vertraue auf dich.
Du bist gütig und menschenfreundlich.
Deine Liebe zu mir erkenne ich daran,
daß dein Sohn zu uns als Heiland kam.

Bleibe bei uns, Herr,
denn es will Abend werden,
und der Tag hat sich geneigt.

Fürchte dich nicht

Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: „Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue."
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht.

Führe du, mildes Licht im Dunkel,
das mich umgibt, führe du mich hinan!
Die Nacht ist finster,
und ich bin fern der Heimat:
führe du mich hinan!
Leite du meinen Fuß -
sehe ich auch nicht weiter:
wenn ich nur sehe jeden Schritt.

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Du weißt den Weg

Gott allein genügt

Nichts soll dich ängstigen,
nichts dich erschrecken!
Alles vergeht:
Gott, er bleibt derselbe.
Geduld erreicht alles.
Wer Gott besitzt,
dem kann nichts fehlen.
Gott allein genügt.

In langer Krankheit

Ich bitte dich, Herr, um die große Kraft
diesen kleinen Tag zu bestehen,
um auf dem großen Weg zu dir
einen kleinen Schritt weiterzugehen.

Gebet der Kamillianischen Familie

Heiliger Kamillus,
du hast dich dem Dienst an Kranken und Leidenden geweiht.
Not und Elend hast du aufgespürt und ohne viel Worte deine Hände gebraucht.
Du sorgtest dich um Hungernde, Einsame und Ausgestoßene.

Maria, Heil der Kranken

Maria, wir ehren dich als Heil der Kranken.
Du bist uns geschenkt als treusorgende Mutter.

Gegrüßest seist du, Maria

Gegrüßest seist du, Maria,
voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Litanei für die Kranken

Herr, erbarme dich unser.

Bleibe bei uns, Herr, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt.
Bleibe bei uns und bleibe bei mir. Amen.

Josef Hinterberger,
verfasst anlässlich des Welttags der Kranken 2013

Fürbitten für kranke Menschen und ihre Helfer

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Um Sonden zu Nachbarsternen und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu schicken, entwickeln Wissenschaftler exotische Antriebsmethoden – vom Lasersegel bis zum EmDrive.

Cixin Liu hat den wichtigsten Science-Fiction-Preis Chinas gleich neun Mal gewonnen. Nun erscheint der zweite Band seiner Trilogie auch bei uns.

Ende 2017 wurde die Ärztin Kristina Hänel aufgrund verbotener Werbung für Abtreibungen zu einer Geldstrafe verurteilt. Nun geht es darum, ob der umstrittene Strafrechtsparagraf 219a reformiert wird.

Forscher haben gezeigt, dass die Kommunikation bei dem Kurznachrichtendienst bipolare Personen verraten kann.

Wer an einer bipolaren affektiven Störung leidet, hat kein leichtes Leben: Schwer depressive Phasen wechseln sich mit Phasen sehr guter Laune oder gar manischen Episoden ab. Erkrankte verhalten sich extrem, erleben extreme Hochs und Hyperaktivität, gefolgt von extremen Krisen und einer alles lähmenden Lethargie. Es gibt Schätzungen, wonach 30 Prozent der Betroffenen ihr Leben durch Selbstmord beenden.

Eine Möglichkeit, das extremste Verhalten zu verhindern, ist es, Symptome frühzeitig zu erkennen, während sie sich noch entwickeln – und bevor sie vollends ausbrechen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Behandlung. Entsprechend wäre es hilfreich, wenn man die Warnzeichen automatisch erkennen könnte. Menschen mit bipolarer Störung und ihren Familien ließe sich so besser helfen – von den möglichen Einsparungen im Gesundheitswesen ganz abgesehen.

Ein Forscherteam um Yen-Hao Huang von der National Tsing Hua University in Taiwan hat nun eine Methode entwickelt, mit der sich Anzeichen für eine bipolare Störung über soziale Medien erkennen lassen. Sie glauben, dass ihre Methode große Auswirkungen auf bisherige Diagnosemodelle haben könnte.

Der Beginn einer bipolaren Erkrankung beginnt meist ähnlich. Betroffene reden viel und über andere Personen hinweg, haben Schlafstörungen und starke Stimmungsschwankungen. Und wie sich zeigt, teilen viele Betroffene Details über ihren Zustand, darunter auch zu Diagnostikterminen, auf Plattformen wie Twitter.

Dies führte bei den Forschern zu der Frage, ob sich bereits zuvor aus Tweets Betroffener erkennen lassen könnte, dass sie später als bipolar diagnostiziert werden. Dazu analysierten sie rund 10.000 Tweets, die zwischen 2006 und 2016 von mehr als 400 Personen kamen, die mit einer bipolaren Störung diagnostiziert wurden. Diese Tweets wurden dann mit einer ähnlichen Anzahl von Personen verglichen, die zufällig ausgesucht als Kontrollgruppe dienten.

Das Team überprüfte unter anderem, wann Tweets abgesetzt werden und korrelierte dies mit normalen Schlafmustern. Zudem wurde die Tweet-Frequenz analysiert, um zu sehen, wie redselig jeder Nutzer war. Zudem wurden die Wortarten in jedem Tweet auf Stimmung und Gefühlsinhalt gecheckt. Ein weiteres Kriterium war der Explosivlautinhalt jedes geäußerten Worts – ein neuartiger phonologischer Ansatz. Die Idee dahinter: Menschen mit frühen Anzeichen einer bipolaren Störung neigen dazu, energiegeladenere Begriffe zu verwenden. Ein weiteres Kriterium war die Veränderung der Inhalte des Twitter-Streams insbesondere kurz vor der eigentlichen Diagnose.

All diese Daten wurden dann zum Trainieren eines Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens verwendet, der zwischen Menschen mit und ohne früher bipolarer Störung unterscheiden lernen sollte. Das Ergebnis war ordentlich: Die Treffgenauigkeit lag schließlich bei mehr als 90 Prozent. Besonders gut funktionierte dabei das phonologische Kriterium. Hier erreichte der Classifier eine Quote von mehr als 91 Prozent.

Das Forscherteam nennt seinen Ansatz auch "unterbewusstes Crowdsourcing". Gemeint ist damit, dass ein Satz von Tweets einer Person, die unter einer bipolaren Störung leidet, einen reichhaltigen Datensatz über den mentalen Zustand liefern kann. Entsprechend liefert dieser Personenkreis Informationen, die sich dann mittels Data Mining hervorragend auswerten lassen.

Wie viele Informationen sich daraus ableiten lassen, ist noch nicht ganz klar. Doch bipolare Störungen dürften nicht die einzige Erkrankung sein, die identifiziert werden kann. "Unsere Experimente zeigen, dass die vorgeschlagenen Modelle sehr hilfreich sein könnten, um Menschen mit bipolaren Störungen regulär zu erfassen. Das könnte in der Erstversorgung wichtig sein", schreiben die Forscher. Und eine Früherkennung hilft wiederum, Selbstmorde zu vermeiden.

[Update 18.01.18 11:50 Uhr:] Bipolare Störungen sind eine sogenannte affektive Störung und gehören nicht zu den Persönlichkeitsstörungen, da sie sich auf die Stimmung des Betroffenen auswirken. Der Beitrag wurde entsprechend angepasst.

Schizophrenie / Bipolare Störung – Arbeitsgedächtnis-Netzwerke: Aktivitätsmuster im Vergleich

Bei der Schizophrenie und bipolaren Störung handelt es sich um schwere mentale Störungen, die vergleichbare klinische Symptome zeigen und auch überlappende genetische Faktoren aufweisen. So gehen beide Erkrankungen bspw. mit einer Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses einher. C. L. Brandt et al. haben die Aktivitätsmuster der Netzwerke verglichen, die mit dem Arbeitsgedächtnis in Zusammenhang stehen.
Br J Psychiatry 2014; 204: 290–298

An der Studie nahmen je 100 Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung sowie gesunde Kontrollpersonen teil. Die Patienten wurden an den psychiatrischen Abteilungen von 4 großen Krankenhäusern in Oslo / Norwegen rekrutiert. Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer Arbeitsgedächnisaufgabe (n-Back-Test, Faktor 2) während gleichzeitig Daten mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) erhoben wurden. Die Analyse der Bilddaten erfolgte auf Basis einer Unabhängigkeitsanalyse. Zudem berücksichtigten die Autoren im Rahmen einer Sekundäranalyse kognitive, demografische und Substanzkonsum-Faktoren sowie klinische Variablen und ermittelten deren Einfluss auf die Ergebnisse.

Die Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen waren im Durchschnitt 31,9, 35,4 und 34,8 Jahre alt. In Bezug auf die Antwortgenauigkeit und die Antwortzeit waren deutliche Unterschiede zwischen den 3 Gruppen zu verzeichnen. Die gesunden Kontrollen erzielten jeweils die besten Ergebnisse, gefolgt von Patienten mit einer bipolaren Störung und solchen mit Schizophrenie. Bei allen Patientengruppen waren die gleichen Arbeitsgedächtnis-Netzwerke aktiv. Bei 3 von 9 Netzwerken, die mit der Arbeitsgedächtnisaufgabe in Zusammenhang standen, stellten die Autoren abgestufte Unterschiede der fMRT-Signalamplituden fest, wobei Schizophrenie-Patienten die höchste Aktivierung aufwiesen, gefolgt von Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen. Weder der Bildungsstand, der Intelligenzquotient, der Alkohol- oder Drogenkonsum noch das Rauchen hatten einen Effekt auf die Amplitudenwerte. Die Sekundäranalyse zeigte ebenfalls, dass die Aktivitätsmuster im Fall der bipolaren Störung mit einer Vorgeschichte von Psychosen und einer aktuell gehobenen Stimmung assoziiert waren.

Fazit

Bei Patienten, die unter einer Schizophrenie oder bipolaren Störung litten, sowie bei den gesunden Kontrollen waren während der Durchführung der Arbeitsgedächtnisaufgabe die gleichen Gehirn-Netzwerke aktiviert. Im Fall von 3 Schlüsselnetzwerken wiesen Schizophrenie-Patienten und Patienten mit einer bipolaren Störung allerdings einen höheren Aktivierungsgrad auf als die Kontrollen. Nach Meinung der Autoren stellen die Ergebnisse in Frage, ob es sich bei den beiden Erkrankungen wirklich um kategorisch unterschiedliche Entitäten handelt. Um dies zu prüfen, seien jedoch weitere Untersuchungen notwendig.

Aus: Fortschritte Neurologie Psychiatrie 2014; 82(10): 552

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Betroffene: Mo Gleinser
Jahrgang: 1971
Diagnose: Bipolar-II-Störung
Therapien: Medikamente, Ergotherapie, Gesprächstherapie, Klinikaufenthalt
Ressourcen: Kreativität, Neugier, handwerkliches Arbeiten, mein Garten und die Katzen

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Was soll ich tun? Wie lange habe ich noch? Was hat in meinem Leben Bedeutung? Werde ich alles noch schaffen, was ich mir vorgenommen habe? Wie wird sich der Tod anfühlen?

Eine mir in den letzten Jahren vertraut gewordene Stimme sagt: „Soja, Du schaffst es, Du schaffst diese Probleme zu lösen, egal wohin der Weg Dich führt!“ Plötzlich weiß ich, was zu tun ist – endlich werde ich das Blog schreiben, das ich bereits 2012 mit einer FB-Seite begann. Struktur, Disziplin und die Möglichkeit der Selbstreflektion werden für mich Halt sein. Öffentlich geschriebene Worte sind wie gesprochene Worte, nicht wie ein lärmender, nicht festzuhaltender Gedankenstrom. Vielleicht sind andere Menschen in einer ähnlichen Situation und es wirkt wie ein Impuls für sie. Der Entschluss steht und plötzlich bin ich ganz ruhig. Ich stehe auf, gehe zum Auto und weiß jetzt kann ich mit allen sprechen …

Über die Geduld
(von Rainer Maria Rilke)

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

P.S. Gern führe ich mit meinen Lesern einen Austausch. Tretet gern mit mir über E-Mail (siehe Impressum) in Kontakt oder hinterlasst einen Kommentar. In jedem Fall werde ich eine Antwort geben. Vielen Dank!

ich habe schon so lange nichts mehr von Dir gehört, das macht mich nicht gerade froh. Ich denke ziemlich oft daran, dass es hier in Berlin so starke Persönlichkeiten wie Dich gibt, die sich nicht unterkriegen lassen, die sich nicht der Krankenhausmaschinerie ergeben, die für sich einen Therapieweg suchen, welcher mit Würde und kräftigem Rückgrat begangen werden kann. Ich finde es wirklich bewegend, dass Du Dich an der Gersontherapie versuchst. Schade, dass ich mich darüber nicht mit Dir austauschen kann. Ich würde gern einen engeren Kontakt darüber pflegen. Also, ich drück Dir die Daumen.
Henning

Hallo Sonja,
die gedankliche Beschäftigung mit Krebs und allen seinen Begleitproblemen kann sehr belastend sein. Ich hoffe, du konntest hierzu ein wenig mehr Abstand und Frieden finden. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Krebstherapie-Begleitsystem gemacht (www.krebstherapie-media.de). Es heilt natürlich nicht den Krebs, aber es kann für eine mentale Einstimmung sorgen, die vieles u.U. einfacher macht.

Hallo liebe Sonja!
Über das Gerson-forum fand ich deinen blog!
Wie geht es dir inzwischen? Ich hoffe gut.

Ich schreibe dir, weil meine Freundin sehr schlecht dran ist, bekommt gerade wieder chemo und wird punktiert und hat noch sehr wenig power.
Nächste Woche werde ich zu ihr nach Hamburg fahren(ich wohne in der Nähe von Köln)

Habe erst vor ein par tagen von der gerson-methode gehört,…. Hört sich vielversprechend an!

Kannst du mir weiterhelfen,… Bzw Tipps geben wo und wie wir das angehen können, falls Hella nicht schon zu schwach ist,….

Vielen lieben Dank!

Liebe Bärbel,
ich kann Dich sehr gut verstehen. Es ist schwer einen Menschen der einem nahe steht in solch einer Situation zu begleiten. Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken machst wie Du ihr helfen kannst.
Die Gerson-Therapie ist gerade für Menschen, die sehr schwach sind sehr gut. Wenn Du im Internet recherchierst wirst Du sehr viele Informationen dazu finden. Doch das Wichtigste ist, dass Deine Freundin sich dieser Thematik auch öffnet. Sie selbst kann nur entscheiden was sie machen möchte. Denn gerade bei der Gerson-Therapie, die sehr umfangreich und anstrengend ist, ist es wichtig, dass der Patient es auch selbst will. Trage Informationen zusammen und gib sie Deiner Freundin, ohne Erwartungen von Deiner Seite. Sie kann sich dann damit beschäftigen und wenn sie dafür offen ist, wirst Du es merken und kannst sie dabei unterstützen diesen Weg zu gehen. Dann kann ich Dir zur Gerson-Therapie Bücher empfehlen oder Du kannst der Gruppe „Gerson Therapie Deutschland“ bei Facebook beitreten. Damit ist man sehr gut für die Durchführung der Therapie ausgerüstet. Falls die finanziellen Mittel vorhanden sind kann ich die Gerson Klinik in Budapest empfehlen. Das ist in jedem Fall der beste Einstieg in die Gerson-Therapie!
Ja, es ist nicht einfach es auszuhalten. Ich wünsche Deiner Freundin dass sie ihren Weg findet und sich von ihrem Herzen leiten lässt und Dir wünsche ich die Kraft und den Mut Deine Freundin auf ihrem Weg, egal welcher es ist, zu begleiten.
Liebe Grüße Soja

ich bin auf Deinen Blog gestoßen über das Gerson Forum. Und gleich das schöne Gedicht von Rilke…das tut gut. Und wie freue ich mich jemanden aus Berlin mit anscheinend gleichem Gedankengut zu haben. Gern können wir Gedanken austauschen. Ich bin nicht selbst erkrankt, jedoch hat mein Bruder grad mit dem K Thema zu tun. Das macht mich betroffen und ich suche nach Wahrhaftigkeiten (funktioniert Gerson oder nicht). Ich habe schon viele Bücher gelesen zum Thema Ernährung. Zur Zeit habe ich die China Study angefangen, komme von Konz, Walker usw. Mal sehen, wohin die Reise noch gehen wird. Auf alle Fälle wünsche ich Dir Kraft auf dem schweren Weg. Herzliche Grüße aus dem hohen Norden Berlins (Hermsdorf).
Henning

ich habe mich schon von Anfang an meiner Therapie mit dem Thema „Stärkung des Immunsystems“ beschäftigt. Über GERSON bin ich immer wieder „gestolpert“. Es ist jedoch eine sehr aufwendige Selbsttherapie und das ließ mich bisher zögern. Inzwischen denke ich, dass es für mich die einzige Möglichkeit ist meine Gesundheit zu stärken, eine sehr gute Lebensqualität auch mit meiner Diagnose zu erhalten und sogar schließlich vollkommen gesund zu werden.
Mit sehr viel Respekt vor dieser Herausforderung bereite ich alles vor um Mitte Dezember 2014 zu starten. Mein Onkologe wird mich unterstützen und darüber bin ich sehr froh.
Ich weiß wie schwer es ist ein Familienmitglied mit dieser Diagnose zu unterstützen. Auch in unserer Familie bin ich nicht die einzige. Alle gehen ganz unterschiedlich mit dem Thema Krebs um.
Ich werde auch regelmäßig hier mit Blog und auch im Gerson-Forum zu meiner Selbsttherapie berichten. Gern tausche ich mich mit Dir aus.

Liebe Grüße und Danke für Deinen Kommentar
Soja

vielen Dank für Deine Zeilen. Schön, dass es Dir den Umständen gut geht. Und einen Onkologen mit Verständnis, mit Kompetenzen Richtung Gerson, diese sind wohl nicht so häufig anzutreffen. Meinem Verwandten wurde nichts erzählt/vermittelt hierzu. Auf meine Frage, welche Ernährung denn vorgeschlagen wurde hinsichtlich weiterem Vorgehen…..nur ein Kopfschütteln war zu vernehmen. Ich überlege zur Zeit, ob ich quasi als Selbstversuch mich einer Gersondiät annähern sollte. Das Thema Einläufe schreckt mich nicht ab, jeoch die Einnahme von Mitteln (Kalium u.a.). Das muss sich noch entwickeln, ich behalte es aber sehr stark im Hinterkopf.
Bis dahin mal wieder
H.

ich hatte Dich noch einmal angeschrieben über Email. Ich hoffe nicht, dass Du mich in den Spamordner verschoben hast. Wie sieht es denn aus bei Dir: hast Du Muße mir noch weitere Fragen zu beantworten? Ich würde mich jedenfalls über einen Austausch sehr freuen. Bis dahin mal wieder
H.G.

Liebe Soja,natürlich kannst du meine Zeilen im Blog verwenden wie du es vorschlägst.

Übrigens gefällt mir das Gedicht“Über die Geduld“ so gut. Anfangs guckte ich täglich nach, ob eine Antwort von dir kam. Dann dachte ich schon, Schlimmes sei passiert.Nun heute die angenehme und ganz umfangreiche Antwort von dir. Hab herzlichen Dank!
Klar weiß ich, dass du an unsere Krankheit dachtest bei dem Gedicht.
Deine Gedanken zum Kampf gegen den Krebs teile ich auch voll und ganz. Ich glaube er hat eine Aufgabe die aber nicht leicht zu erkennen ist.
Meine sechste Chemo wurde vorige Woche ganz und gar gestrichen, weil mein Blut so schlecht war. Ich bin darüber sehr froh und halte die Entscheidung für richtig, weil ich schon nach der fünften das Gefühl hatte, eine weitere nicht zu überleben.
Ich arbeite mit Affirmationen für meine Heilung.Dafür habe ich Hilfe. Aber wie man am besten eine Meditation realisiert weiß ich nicht und kenne auch keine unterstützende Person. Vielleicht finde ich sie durch dich. Bei meinem Arztgespräch heute kamen wir auf den positiven Einfluß des Sports zu sprechen. Da sehe ich für mich noch Handlungsbedarf. Ich hoffe, während meiner baldigen Kur dafür Anregung zu erhalten.
Übrigens kann ich auch ein gutes Buch empfehlen: von Heinrich Grill:“Krebskrankheit“ aus ganzheitlicher medizinischer und spiritueller Sicht, Erklärung, Prophylaxe, Therapie
Auch ich grüße dich herzlich und in Verbundenheit
H.

Anm.: 1.Kommentar auf der Impressum-Seite

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Nach einer Untersuchung von Kay Redfield Jamison von 1994 beträgt die Häufigkeit bipolarer Erkrankungen bei kreativen Persönlichkeiten das 10-fache der Häufigkeit bei der Allgemeinbevölkerung. Mehr als ein Drittel aller zwischen 1705 und 1805 geborenen englischen und irischen Dichter litten gemäß Jamison an bipolaren Erkrankungen, mehr als die Hälfte an Stimmungsstörungen. [13]

  • Hans-Jörg Assion, Wolfgang Vollmoeller: Handbuch bipolare Störungen. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-17-018450-3
  • Jörg Walden, Heinz Grunze: Bipolare affektive Störungen. Ursachen und Behandlung. Stuttgart-New York 2003, ISBN 3-13-104993-6
  • Michael Bauer (Hrsg.): Weißbuch Bipolare Störungen in Deutschland, Stand des Wissens – Defizite – Was ist zu tun?. 2. Auflage. Norderstedt 2006, ISBN 978-3-8334-4781-5
  • Frederick K. Goodwin und Kay Refield Jamison: Manic depressive illness. Oxford University Press 1990, ISBN 0-19-503934-3
  • Kay Redfield Jamison: Touched with fire. Manic-depressive illness and the artistic temperament, New York 1993, ISBN 0-684-83183-X
  • Faust, Volker: Manie. Eine allgemeine Einführung in die Diagnose, Therapie und Prophylaxe der krankhaften Hochstimmung, Enke-Verlag 1997, ISBN 3-432-27861-6
  • Klaus Dörner, Ursula Plog, Christine Teller, Frank Wendt: Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie und Psychotherapie. 3. Auflage. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2007, ISBN 978-3-88414-440-4.
  • Christian Scharfetter: Allgemeine Psychopathologie. Eine Einführung. Thieme, Stuttgart-New York 2002, ISBN 978-3-13-531505-8
  • Hatzinger M (Hrsg.): Aubry JM, Ferrero F, Schaad: Pharmakotherapie bipolarer Störungen. Hans Huber Verlag, Bern 2006, 1. Auflage, ISBN 978-3-456-84326-1

  • Meyer, Thomas D., Martin Hautzinger: Manisch-depressive Störungen. Beltz Psychologie Verlags Union 2004, ISBN 3-621-27551-7. Auf die Bipolare affektive Störung abgestimmte kognitive Verhaltenstherapie.
  • Stavros Mentzos: Depression und Manie. Psychodynamik und Therapie affektiver Störungen. Göttingen 2001, ISBN 3-525-45775-8. Ein alternativer Ansatz, mit dem der Autor affektive psychische Störungen psychodynamisch zu erklären sucht, insbesondere einen hohen Stellenwert der Art des Selbstwertgefühls postuliert.
  • Bock, Thomas; Koesler, Andreas: Bipolare Störungen. Manie und Depression verstehen und behandeln. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2005, ISBN 978-3-88414-392-6

  • Heinz Grunze, Emanuel Severus: Bipolare Störungen erkennen. Die Kunst der korrekten Diagnose, in: Der Neurologe & Psychiater Sonderheft 1/2005.
  • David J. Miklowitz, Michael W. Otto, et al.: Psychosocial Treatments for Bipolar Depression. A 1-Year Randomized Trial From the Systematic Treatment Enhancement Program, Archives of General Psychiatry, Vol. 64, No. 4, April 2007, S. 419-426

Bildquellenangabe: Gerd Altmann / pixelio.de

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