claritin einleitung dosierung

Widerpsurch werde ich einlegen, ist schon klar. Ich habe jedoch Angst davon, dass diesbezüglich am Ende eine Klage erhoben werden muss.

Wie lang dauert eine solche Klage? Bitte Eure Antworten - falls möglich - erfahrungsgemäß formulieren.

Aufgrund von terminalen Nierenversagen und zahlreicher anderer Erkrankungen, bin ich zu 100% schwerbehindert. Ich muß 3 x die Woche zur Dialyse und benötige ein Spenderorgan, aber wie jeder weiß, da dauert Jahre. Aufgrund von schweren Wirbelsäulenschäden kann ich außerhalb der Wohnung auch nur mit Rollator laufen, etc. Ich habe in den letzten Jahren immer nur geringfügige Beschäftigungen gehabt. Ich habe einen Rentenantrag wegen Erwerbsminderung gestellt, welcher aber abgelehnt wurde da ich nicht genug Pflichtbeiträge eingezahlt habe. In dem Bescheid wurde ich auf die Pflegeversicherung hingewiesen, das ich dort einen Antrag stellen sollte. Dies habe ich auch schon gemacht und dieser wurde auch abgelehnt, angeblich hätte ich nur 0 Punkte in der Bewertung erhalten. Was soll ich jetzt machen? Mein Mann ist Geringverdiener, aber da unser Sohn noch mit im Haushalt wohnt und arbeitet, er gibt aber leider kein Geld ab da er sich verschuldet hat, will das Amt auch nichts zahlen. Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben was wir sonst noch tun können. Wir sind verzweifelt.

Hallo Meine Rentenstelle hat nach einen 4 jährigen Kampf meine Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente in einem Vergleich anerkannt. Nun haben wir einen gegen Vergleich mit der Rechtsanwältin gestellt. Zur zeit bin ich noch Hartz 4. Da ich eine Schwerbehinderung von 90% mit Merkzeichen G habe wollte kann ich jetzt einen Mehrbedarf einreichen. Das im Vorfeld schon einmal abgelehnt wurde, da ich nicht voll erwerbsgemindert war. Kann ich jetzt diesen Antrag neu stellen da ich jetzt ja die Anerkennung bekommen habe. Kann man mir die Leistungen bei Hartz 4 einstellen da ich ja nun die voll Erwerbsminderung habe. Aber es ist von der Rentenstelle noch kein Geld geflossen,da wir ja noch im Vergleich stehen. Vielen Dank

Hallo. Ich weiß das ich Anspruch auf einen Nachteilsausgleich habe. In der Schule habe ich das auch bekommen, allerdings habe das meine Lehrer für mich organisiert. Jetzt brauche ich das für meine Ausbildung und muss das selbst beantragen. Kann mir jemand bitte sagen wo und wie ich das machen muss. Und welche Dokumente ich dafür brauche?! Vielen Dank schon mal, ich würde mich über gute und viele Antworten freuen. LG

Ich suche eine Möglichkeit nach einem anerkannten Zertifikat für Übungsleiter oder Wellness oder Entspannungstrainer o.Ä. Ich habe diverse Fortbildungen und Ausbildungen die nicht dafür staatlich anerkannt sind wie Heilpraktikerschein, Körpertherapie-Ausbildung, verschiedene Entspannungstechniken. Ich bin quasi schon Übungsleiter und unterrichte auch schon lange. Jetzt brauche ich eine "offizielle" irgendwie geartete Anerkennung.

Wer hat da vielleicht eine Idee?

Seit einer Psoas-Bladder-Hitch-OP vor zwei Jahren habe ich leider eine bleibende Blasenentleerungsstörung und muss deshalb seit einem Jahr dreimal täglich selber Katheterisieren. Ich habe jetzt gelesen, dass man mit dieser Einschränkung einen Anspruch auf Anerkennung als Schwerbehinderter hat, weil dafür 50% GdB anerkannt werden. Kann mir jemand seine Erfahrungen damit schildern? Ob der Antrag problemlos durchgeht oder ob man darum kämpfen muss? Danke für eure Antworten! Angela

Beachtet mal bitte das folgende Beispiel: Es wurde einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderung gestellt. Als Bescheid kommt eine Ablehnung (pauschal: 20 GdB zwar Anerkannt, keine Ausführliche Begründung). Es wurde der Widerspruch eingelegt. Als Widerspruchsbescheid wird die mind. 50 GdB zwar anerkannt, sollen aber c.a. 70 GdB + Merkzeichen anerkannt gewesen sein.

Dilemma ist: Man braucht das Schwerbehindertenausweis so schnell wie möglich. Damit die vollständige GdB-s und Merkzeichen anerkannt wären, muss jedoch Klage erhoben werden.

Und die Frage lässt sich aus dem Dilemma abgeleitet werden sein: Darf man nach dem Widerspruch das Ausweis mit 50 GdB trotz Klage "benutzen" (z.B. dem Arbeitgeber vorliegen)? Falls nicht, dann was soll man am besten tun, damit man nicht 2-5 Jahren lang ohne Ausweis leben muss aber der Anspruch auf Klage/Erhöhung der GdB/Anerkennung der Nachteilen (Merkzeichen) auch nicht verfällt?

Ich habe vor meinem jetzigen Bachelorstudium bereits einen Bachelorabschluss in einem ähnlichen Fach absolviert. Habe dementsprechend vor einem Jahr einen Antrag auf Anerkennung bereits erbrachter Prüfungsleistungen gestellt, von denen einiges anerkannt, anderes abgelehnt wurde. Nun wundere ich mich allerdings, warum für "Methoden der empirischen Sozialforschung" das Modul "Empirische Sozialforschung" nicht anerkannt wurde. Die Widerspruchsfrist ist nun seit einiger Zeit abgelaufen, aber ich würde es gern noch einmal versuchen. Nun ist meine Frage: Kann ich einen solchen Antrag einfach noch einmal stellen? Oder verstoße ich damit gegen eine Rechtsverordnung und müsste mit negativen Konsequenzen rechnen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, vielen Dank im voraus!

Mein Mann und ich haben uns nach 27 Jahren getrennt da er unter anderem nicht damit klar kommt das ich schwer erkrankt bin. Neben diversen anderen Leiden bin ich an terminalen Nierenversagen erkrankt und brauche ein Spenderorgan. Bis dahin bin ich 3 x Woche an der Dialyse. Ich habe einen anerkannten Schwerbehindertengrad von 100% und Pflegegrad I. Aufgrund von einem Wirbelsäulenschaden bin ich außerhalb der Wohnung auf eine Rollator angewiesen, manchmal aber auch in der Wohnung.

Da mein Mann weder für mich, noch für unsere gemeinsame Tochter Unterhalt bezahlt, musste ich jetzt Hartz4 beantragen. Im Zuge dessen wurde ich auch aufgefordert mir eine günstigere Wohnung zu suchen, was ich auch möchte. Mir wurde nur der ganz normale Mietzuschuss im Rahmen von Hartz4 zugesagt. Aufgrund meiner Erkrankung benötige ich zumindest eine barriere arme Wohnung, d.h. Erdgeschoss oder mit Aufzug. Dies ist mit dem Hartz4 Zuschuss so gut wie nicht möglich da wo ich wohne, NRW Kreis Recklinghausen.

Gibt es Möglichkeiten einen höheren Zuschuss irgendwo zu beantragen? Bisher habe ich den nur für erwerbsfähige Schwerbehinderte gefunden, aber ich bin auf unbestimmte erwerbsunfähig, allerdings wurde meine Rente abgelehnt da ich nicht genug eingezahlt habe während der anzurechnenden Zeiten.

Hallo, falls man rückwirkend das Merkzeichen -G- (Gehbehinderng) anerkannt bekommt, kann man sich dann vom Busunternehmen, Bahn, die Kosten erstatten lassen?

Guten Morgen, ich habe ein Problem mit der neuen ZAF bekommen,

war bei meiner alten ZAF noch bis 15.11.17 als Produktionshelfer für Hungerlohn beschäftigt und musste für die neue Kunde schnell zur Verfügung stehen.

Neue ZAF hat mir einen guten Angebot im Bezug zu Arbeitsbereich, guter Kunde und Vergütung versprochen und habe am 20.10.17 mit der neuen ZAF einen unbefristeten AV abgeschlossen.

Natürlich habe ich das vorher mit der alten ZAF erst abklären müssen, wie ich frühzeitig von Arbeitsverhältnis aussteigen könnte.

Diese war mit einem Aufhebungsvertrag erledigt und habe nahtlos am Montag 23.10.17 vor drei Tagen mit der Arbeit angefangen. Mit der Hoffnung, das ich wieder einen anständigen Job mit guter Bezahlung gefunden zu haben.

Aufgrund meiner Epilepsie, eingestellt mit Medikamente, sollte ich Nachtarbeit vermeiden weil es zu Rhütmusstörung beim Schlaf und Medieinnahme kommt. Nachtarbeit war aber im AV schon drin.

Nachträglich habe ich ein Tag später der ZAF noch über meine Behindertenausweis GdB 100 erwähnt.

Nun habe ich gestern gegen abend einen Anruf von der ZAF bekommen, das ich heute nach dem Mittag reinkommen soll, Herr XY möchte mit mir sprechen und ich sei der Kundenfirma abgemeldet.

Was passiert mit der unbefristeten Vertrag, welche Rechte kann ich unternehmen, kann ich einen Anwalt hinzuziehen? Ich habe jetzt schon Angst, das ich entlassen bin.

Falls ich jetzt gekündigt werde, habe ich Anspruch auf ALG1? Ich möchte arbeiten und will nicht von Ämtern abhängig sein sowie ALG1 beziehen aber bekomme keine Möglichkeit.

Kann das damit zutun haben, das ich die Ausweis zuspät gesagt habe oder das ich keine nachtarbeit machen kann?

Sorry für meinen langen Text.

claritin probe kostenlos

Ich habe eine frage. Ich habe seit jahren stimmungsschwankungen. Meine Stimmung kann sich innerhalb von minuten ändern. Entweder bin ich total depremiert und könnte nur weinen oder ich bin total glücklich, aktiv, mache verrückte sachen und lache nur. Ich bin wenn ich glücklich bin sehr kreativ in zeichnen und wenn ich traurig bin geht garnichts mehr. Seit meine großeltern gestorben sind sind sie oft der hauptgrund warum ich so oft weine aber auch weil ich so oft wegen kleinigkeiten ausraste wenn ich mit meinen Eltern streite.

Hallo, kann mir vielleicht jemand helfen. Ich glaube, dass jemand, den ich kenne bipolar ist. wie kann ich ihn dazu bringen das untersuchen zu lassen? Ich kenne ihn seit 6 Jahren. wenn er Arbeit hat, dann ist er euphorisch motiviert, gibe alles, macht Überstunden ect., nach einiger Zeit ist er dann immer der Beste, laut seiner Aussage, aber keiner erkennt das dann so richtig an, dann gibt er noch mehr, bis es "umkippt", dann sind alle blöd oder können nichts, dann irgendwann verliert er seinen Job, angeblich immer nicht seine Schuld, ich weiß aber, dass da Alkoholkonsum meist die Rolle gespielt hat. dann fällt er in eine depressive Phase, geht kaum raus, trinkt noch mehr, sitzt nächtelang am PC, hält sich für einen Versager, hat Selbstmordgedanken. die letzte Phase begann vorletztes. Jahr im Oktober mit erst wieder Job mit tollen Aussichten, dann Jobverlust & gleichzeitiger Trennung von seiner Beziehung. ich weiß jetzt erst seit einiger Zeit, dass er in einer anderen Stadt lebt, dort aber in einem Obdachlosenheim untergekommen ist. erst dachte, na vielleicht findet er dort Hilfe, dass jemand auf ihn aufmerksam wird. habe ihm dann eine Sms geschrieben, dass ich wünschte, dass es ihm gut geht. seine Antwort war " es wird mir nie gut gehen, verschwende Deine Wünsche nicht". ich bin überzeugt, dass er bipolar ist, aber ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann.

Hey, ich weiß nicht ob ich solche Fragen hier auch stellen kann, aber ich tu's einfach mal.

Ich glaube, ich habe Borderline. Alles hat letzten Sommer angefangen. Meine beste Freundin, der ich wirklich seehr nahe stand, hat mir von heute auf morgen ohne erdenklichen Grund die Freundschaft gekündigt. (den Grund weiß ich bis heute nicht) Ich hatte schon immer eine ziemlich starke menschliche Bindung zu anderen Leute, von daher hat es mich noch mehr verletzt. Dazu kommt, dass ich in einem sehr kleinen Dorf lebe, und nun keinen mehr hatte, mit dem ich mich mal spontan treffen könnte. Von da an ging es abwärts. Ich hatte öfters Depressionen und verletze mich selbst. Auch Suizidgedanken waren dabei. Es ging Monate..Dann kam ich mit einem Jungen zusammen, erzählt ihm aber nichts von den Depressionen und so weiter. Die Beziehung ging nicht lang, 2 Monate, und dann machte ich Schluss. Ich kam überhaupt nicht mehr klar in meinem Leben. Die Depressionen wurden immer schlimmer und ich hatte das Gefühl von einem Realitätsverlust. Es fühlt sich so an, als würde man sich gerade nur vorstellen das zu tun, was man gerade tut. Aber man ist garnicht dort. Es scheint, als ob man nur einen film sieht, dass alles unwirklich ist. Seit damals hat sich dieses Gefühl nicht geändert. Egal wo ich bin, ich habe das Gefühl, garnicht dort zu sein, dabei zu sein, sondern es mir einfach nur vorzustellen. Ich bin in letzter Zeit komplett verpeilt, und verletze unwissentlich und aus Versehen die Gefühle von Freunden. Ich plaudere Dinge aus, die ich lieber für mich behalten sollte, aber ich kann das nicht kontrollieren. Dann bin ich im Februar auf eine Seite über Borderline gestoßen. Und hab mich in den Beschreibungen komplett wiedergefunden. Alles stimmt, ich fühle in etwa das selbe, was dort beschrieben war. Aber hab ich wirklich Borderline?

Ich möchte zu keinem Psychologen, der mir das bestätigen soll..und ich verletze mich auch immernoch selbst. Gibt es unter euch vielleicht Experten, die sich mit dem Thema auskennen?

Ich möchte auch keine Therapie machen. Denn ich lebe jetzt fast ein dreiviertel Jahr mit der Krankheit, soweit sie es ist. Und ich habe durchaus die guten Seiten daran entdeckt. Denn man lernt, mit Dingen, die man nicht ändern kann, zurecht zu kommen. Denn auch wenn ich mal in einer ungewohnten, unangenehmen Situation bin, habe ich das Gefühle nicht dort zu sein. Dass das keine Realität ist, sondern ich mir das nur vorstelle.

Hab ich wirklich Borderline? Realitätsverlust?

Ich muss keine Medikamente nehmen, aber als wir sas ganze in der Schule hatten hab ich mich folgendes gefragt:

Antid. Sind ja eig keine Drogen, aber haben eine "aufhellende Wirkung". Aber die kann man ja dann nicht regelmäßig einnehmen und durchgehend "stoned" sein. Soll man die nur nehmen wenn es einem schlecht geht oder so?

Zweite Frage: Es gibt tausende von diesen Medikamenten und viele werden als Anzidepressivum beschrieben Obwohl sie noch dazu gegen Shizophrenie usw sind. Viele Antid's sind für Depressionen UND noch eine Krankheit X, Y, Z. Beispielsweise wenn es jetzt 200 Antid's für Depressionen und Krankheit B, C gibt, hat ein Arzt einen speziellen Grund, dir GENAU DAS zu geben und kein anderes für Depressionen und B, C?

Info: Ich bin kein Arzt, sondern eine 9. Klass-Schülerin, deswegen weiß ich nicht, ob es der Wahrheit entspricht, dass es Tausende von Antid's gibt. Und falls die erste Frage echt dumm klingt: Ich bin hier um zu fragen was die Wirkung von dem Zeug ist!:D

Danke im voraus 💩

Hallo, ich leide seit Jahren an schweren psychischen Problemen (bipolare Störung) und chronischer Erschöpfung. Jetzt riet mir mein Psychiater, mich auf Streptokokken testen zu lassen. Ich habe natürlich recherchiert, und ich habe festgestellt, dass rein somatisch einiges passt, ich habe im Laufe meines Lebens immer wieder Sachen gehabt, die irgendwie in das Schema Streptokokken passenn. Von häufigen Mittelohrentzündungen und Bronchitis über einen Fieberkrampf im Kindesalter und höllisch schmerzhafter Halsentzündung bis hin zu plötzlicher heftiger Blasenentzündung und kleinen Hautentzündungen im Gesicht und an den Augen. Bei den meisten Sachen fand ich nicht so recht eine Erklärung bzgl. der Herkunft, sie kamen "aus heiterem Himmel" und verschwanden irgendwann auch wieder. Wie können Streptokokken sich in Form einer chronischen latenten Infektion äußern? Wie können sie die Psyche beeinflussen? Ist es wahrscheinlich, dass ich an einer derartigen Infektion leide? Gruß!

ich brauche Rat und Hilfe und habe mich deshalb hier ebene angemeldet. Habe mich mit dem Thema aus meines Überschrift in den letzten Tagen seht intensiv beschäftigt aber ich brauche Ratschläge zu meinem speziellen Fall.

Ich habe eine Freundin die ich vor ca 2 1/2 Jahren kennen gelernt habe. Hab mich in diese verliebt aber leider hat sie immer wieder den Kontakt abgebrochen. Meist gilt es keine 1 Woche. Sie kam aber immer wieder an, wir waren auch ein paar mal zusammen aber das hielt manchmal keine 3 Tage und sie hat sie hat wieder Schluß gemacht. Die Gründe waren oft sehr merkwürdig und teilweise paradox. Einmal hatte sie nach einer Woche Schluß gemacht, weil ihre Tochter das Handy verloren hat. Sie meinte damals, sie kann nicht glücklich sein, nicht länger verliebt sein, weil alle ihre Fotos jetzt weg sind. Naja, ich habe irgendwie nie aufgegeben auch heute noch nicht - ich lieb sie und kenne so viele gute Eigenschaften von Ihr. In den letzten Jahren hat sie mir immer wieder erzählt, dass irgendwelche Leute daran Schuld sind, dass ihr Leben so mies ist. Das andere Leute jemanden auf sie angesetzt hat, um sie auszuspionieren, sie fertig zu machen. Ich war anfangs auch auch ein Teil von denen, die sie ausspionieren sollte. Deshalb hat sie auch immer wieder den Kontakt abgebrochen. Damals dachte ich, spinnt einfach nur aber jetzt zu Weihnachten hast bei mir klick gemacht. Nachdem sie im Sommer (da hatten wir mal wieder für 14 Tage Kontakt) Schluß gemacht hatte, kam am heiligen Abend eine SMS von ihr. Alles verlief harmonisch und vielversprechnend und wir hatten uns für 2. Feiertag verabredet. Die darauffolgenden 3 Tage verliefen echt happy und ich dachte, jetzt wird es was. Aber in den letzten tagen habe ich gemacht, dass das alte Muster von ihr wieder da ist. Naja, und heute hat sie mal wieder den Kontakt abgebrochen. Ich sehe das aber ziemlich locker, weil ich drauf vorbereitet war. Auf was ich eigentlich hinaus will, sie hat mir in den letzten Tagen erzählt, dass Leute sie beobachten, sie verfolgen, dass Leute in ihre Wohnung gehen wenn sie nicht da ist. Das sich ihre Nachbarn alle gegen sie verschworen haben, das ihre Fahrräder immer wieder manipuliert werden, dass ihre Tochter in der Schule ausgefragt wird. Desweiteren hat sie mir erzählt, dass sie aus einem Haus beobachtet wird, was ca 500m weit weg steht. Mit Ferngläsern sitzen darin Leute in schwarz und beobachten sie. Auch an einem ca 2 km entfernten Waldrand steht ein weißes Auto was sie mit Ferngläsern beobachtet. Das Auto stand auch da, ich hab es gesehen. Allerdings niemanden mit Ferngläser. Sie hat mir erzählt, dass Leute draußen auf dem Parkplatz stehen und wenn sie vom Balkon schaut, fahren diese plötzlich los. Auch steckt ihre Schwester mit drin, die sogar der Kopf der Verschwörungsbande ist. Ich habe den Kids, sie hat zwei stück, zu Weihnachten ne Kleinigkeit mitgebracht, so ein Kuscheltier, was in einer Kinderschokoladenverpackung steckt.

von 13. Dezember 2012 um 09:45 Uhr

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eine Community für Menschen mit Seelenkummer und psychischen Problemen
fb.com/seelenkummer

claritin deutschland rezeptfrei

Heutzutage weiss man, das jede Form von Rauch die Lungenfunktion beeinträchtigt. Selbst die vermeintlich okölogische Heizform des, sich immer weiter verbreitenden, Kachel- oder Kaminofens ist eine starke Gesundheitsgefahr für alle die bereits mit einer geschwächten Lunge zu Kämpfen haben. Wer in einem Gebiet mit erhöhter Schadstoffbelastung lebt und/oder eine geschwächte Lungenfunktion hat sollte deshalb in jedem Falle darüber nachdenken ein empfehlenswertes Gerät zur Reinigung der Luft (Luftreinigung) einzusetzen.

Lebenserwartung und Behandlung der Copd Krankheit mit Cannabis

Cannabis wird in der Medizin immer häufiger genutzt um bisher schwierig zu behandelnde Krankheiten zu bekämpfen oder deren Symptome zu lindern. Auch bei der Lungenerkrankung COPD scheint Cannabis positive Effekte auf den Krankheitsverlauf zu haben. Geringe Verabreichungsdosen erlauben die Behandlung ohne High-Gefühl. In einer Doppelblindstudie britischer Forscher erhielten die Patienten entweder ein Placebo oder ein […]

Im Gebet begegne ich Gott. Beim Beten stehe nicht ich mit meinen Sorgen und Problemen im Mittelpunkt, sondern Gott, mein und unser Vater. Er nimmt mich an, weil er mich liebt, und gibt, worum ich ihn bitte. Wenn ich mich ihm nur offen und ehrlich anvertraue. Je mehr ich mich Gott, dem Herrn, öffne und ihn in mir wirken lasse, desto mehr kann er mir helfen und mich heilen.


Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Der Herr ist mein Hirte

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mit fehlen.

Abba, lieber Vater

Ich weiß, daß du mein Vater bist,
in dessen Arm ich wohlgeborgen.
Ich will nicht fragen, wie du führst,
ich will dir folgen ohne Sorgen.

Denn du bist mein Vater

Mein Vater,
ich überlasse mich dir,
mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt
Und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hände lege ich meine Seele.
Ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganze Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe,
und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen,
ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen;
denn du bist mein Vater.

Ich bin erschöpft und habe keine Kraft mehr

Lieber Gott,
du weiß wie ich mich heute fühle;
mutlos, traurig, ängstlich und niedergeschlagen.
Ich bin erschöpft und habe keine Kraft mehr.
Ich bin unruhig, denn ich weiß nicht genau,
was auf mich wartet.

(übersandt von Pater Joshy)

Um eine gute Heimkehr

Werft all eure Sorgen auf ihn!

Herr, ich übergebe dir all meine Sorgen, die ich mit mir und
meinen Angehörigen habe,
mit meinen seelischen und körperlichen Schmerzen.
Du hast mir durch den heiligen Petrus gesagt:
"Werft all eure Sorgen auf den Herrn, denn er kümmert sich um euch"
(1. Petrusbrief 5,7).
Ich nehme dich beim Wort und lege all meine Sorgen in deine Hand.
Mach du damit, was du willst.
Von nun an gehören sie dir.

Laß mich zur Ruhe kommen

Vater im Himmel,
es will mir noch nicht gelingen,
diese Krankheit anzunehmen.
Ungeduldig warte ich darauf,
wieder gesund zu werden.
Hilf mir, daß ich zur Ruhe komme
und erkenne, daß du es so willst.
Vielleicht ist diese Zeit
ganz heilsam für mich.
Gib mir deinen Frieden.
Laß mich wieder Hoffnung haben
und anderen Mut machen.
Amen.

Herr Jesus Christus,
du hast die Not des Leidens und Sterbens durchlitten
und zum Weg der Erlösung gemacht.
Laß auch mein Leiden gesegnet sein
und allen zugute kommen, für die ich bitte.

Laß mich versöhnt mir dir sterben

Herr, ich weiß, daß du mich liebst,
daß mein Sterben genauso in
deinen Händen liegt wie mein Leben.
Hilf mir, deinen Willen zu verstehen
und anzunehmen.
Hilf mir, täglich bereit zu sein,
wenn du mich rufst.
Laß mich versöhnt mir dir sterben,
in der Hoffnung, daß du mir
alles zum Guten wendest,
Herr, dein Wille geschehe.
Amen.

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Schenke mir Trost und Hoffnung

Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Ich komme, um von dir Trost zu erfahren und neue Hoffnung zu schöpfen.
Ich brauche deine Nähe und Hilfe, denn auf mich selbst verwiesen
finde ich nicht die Kraft, die Bitterkeit des Leidens, die Not der Krankheit,
die Armut in meiner Schuld, die Angst vor der
Unausweichlichkeit des Todes zu bestehen.

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  • Seit wann ungefähr besteht das Zittern (Tremor) der Hände/Beine?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Muskulatur ständig angespannt ist?
  • Haben Sie Schmerzen, etwa im Schulter- oder Nackenbereich?
  • Fällt es Ihnen schwer, beim Gehen das Gleichgewicht zu halten?
  • Fallen Ihnen feinmotorische Tätigkeiten (zum Beispiel ein Hemd zuknöpfen, Schreiben) zunehmend schwer?
  • Haben Sie Probleme beim Schlafen?
  • Ist Ihnen aufgefallen, dass sich Ihr Geruchssinn verschlechtert hat?
  • Wurde bereits bei Angehörigen eine Parkinson-Erkrankung festgestellt?
  • Nehmen Sie Medikamente ein, beispielsweise aufgrund psychischer Probleme? (Antipsychotika, „Dopaminantagonisten“ wie Metoclopramid)

Neben dem Anamnesegespräch folgen eine körperliche und eine neurologische Untersuchung. Dabei überprüft der Arzt allgemein die Funktion des Nervensystems: Er testet zum Beispiel die Reflexe des Patienten, die Empfindsamkeit (Sensibilität) der Haut und die Beweglichkeit der Muskeln und Gelenke. Dabei achtet er besonders auf die Hauptsymptome von Parkinson:

Verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) sind sehr charakteristisch für Parkinson. Der Arzt erkennt sie, indem er Ihren Gang, Ihre Gestik und Mimik beobachtet. Möglicherweise wird er Sie bitten, einige Meter im Untersuchungsraum entlang zu gehen. Dabei kann er auch beurteilen, ob Sie „wackelig auf den Beinen“ sind (posturale Instabilität).

Um festzustellen, ob Ihre Muskeln auffallend steif sind (Rigor), wird der Arzt prüfen, ob sich Ihre Gelenke flüssig bewegen lassen. Bei Parkinson ist die Muskelspannung stark erhöht, so dass die Muskeln einen Widerstand entgegensetzen, wenn der Arzt versucht, ein Gelenk (wie den Ellenbogen) zu bewegen. Dieses Phänomen wird auch als Zahnradphänomen bezeichnet (siehe oben: "Parkinson: Symptome").

Ob bei Ihnen ein Zittern in Ruhe (Ruhetremor) vorliegt, bemerkt der Arzt während der körperlichen Untersuchung. Wichtig für die Parkinson-Diagnose ist die Unterscheidung zwischen einem Ruhetremor (wie er bei Parkinson auftritt) und anderen Tremorarten. Dazu zählt zum Beispiel der sogenannte Intentionstremor: Bei einer Schädigung im Kleinhirn beginnt die Hand zu zittern, sobald der Betreffende versucht, eine gezielte Bewegung damit auszuführen. In Ruhe zittert die Hand dagegen nicht.

Um die Parkinson-Diagnose zu unterstützen, wird manchmal der sogenannte L-Dopa-Test durchgeführt. Dabei erhalten Patienten einmalig die Dopamin-Vorstufe L-Dopa (Levodopa). Das ist jenes Medikament, das zur Standardtherapie bei Parkinson gehört. Bei manchen Patienten bessern sich die Bewegungsstörungen und die steifen Muskeln schon kurz nach der Einnahme (ungefähr eine halbe Stunde danach). Dann liegt vermutlich ein idiopathisches Parkinson-Syndrom vor (Achtung: Der Ruhe-Tremor lässt sich nicht immer mit Levodopa lindern).

Der L-Dopa-Test ist in der Parkinson-Diagnostik aber nur begrenzt aussagekräftig. Denn manche Menschen haben zwar Parkinson, sprechen aber nicht auf den Test an. Dann fällt das Ergebnis falsch-negativ aus. Umgekehrt kann der L-Dopa-Test auch bei anderen Erkrankungen als Parkinson positiv ausfallen. Das gilt zum Beispiel bei manchen (aber nicht allen) Patienten mit einer sogenannten Multisystematrophie. Bei dieser fortschreitenden Erkrankung sterben Nervenzellen in verschiedenen Hirnregionen ab. Das kann ein atypisches Parkinson-Syndrom auslösen.

Wegen dieser Probleme wird der L-Dopa-Test nicht routinemäßig in der Parkinson-Diagnostik empfohlen. Ein weiterer Grund dafür ist, dass er Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen haben kann. Um diesen vorzubeugen, erhalten Patienten vor dem Test in der Regel das Anti-Brechmittel Domperidon.

Der L-Dopa-Test kann auch helfen, die Therapie bei Parkinson zu planen: Bei nachgewiesenem Parkinson kann mit dem Test geprüft werden, wie gut der Patient auf L-Dopa anspricht. Aber auch hier darf man kein eindeutiges Testergebnis erwarten. Manche Patienten sprechen nicht auf den Test an (negatives Ergebnis), lassen sich später aber trotzdem gut mit L-Dopa behandeln.

Übrigens: Anstelle des L-Dopa-Tests wird zur Parkinson-Diagnose gelegentlich der Apomorphin-Test gemacht. Hier wird geprüft, ob sich die Bewegungsstörungen nach einer Apomorphin-Spritze bessern. Wenn ja, spricht dies für ein idiopathisches Parkinon-Syndrom. Es gilt hier aber das Gleiche wie beim L-Dopa-Test: Nicht bei jedem Parkinson-Patient fällt der Test positiv aus. Zudem können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Schläfrigkeit auftreten.

Mithilfe der Computertomografie (CT) oder der Kernspintomografie (MRT) lässt sich das Gehirn des Patienten bildlich darstellen. Das kann helfen, andere mögliche Ursachen für die vermuteten Parkinson-Symptome auszuschließen, beispielsweise einen Hirntumor. Die Bildgebung des Gehirns hilft also, ein idiopathisches Parkinson-Syndrom von einem sekundären Parkinson oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen (wie atypischer Parkinson) zu unterscheiden.

Eventuell werden dazu auch spezielle Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehört beispielsweise die SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography), eine nuklearmedizinische Untersuchung: Dem Patienten wird dabei zuerst eine radioaktive Substanz verabreicht. Mit dieser lassen sich jene Nervenenden im Gehirn darstellen, die sich bei Parkinson zurückbilden (DAT-SPECT). Das kann Aufschluss in unklaren Fällen geben.

Wenn die Parkinson-Diagnose unklar ist, ordnet der Arzt manchmal auch eine spezielle Variante der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) an: die FDG-PET. Die Abkürzung FDG steht für Fluordesoxyglukose. Das ist ein radioaktiv markierter Einfachzucker. Er wird dem Patienten verabreicht, bevor man das Gehirn bildlich mittels PET darstellt. Diese Untersuchung kann vor allem helfen, ein atypisches Parkinson-Syndrom abzuklären. Allerdings ist die Untersuchung zu diesem Zwecke nicht offiziell zugelassen. Sie wird deshalb nur in begründeten Einzelfällen dazu eingesetzt ("off-label-use").

Weniger aufwändig und kostengünstiger als diese Spezialuntersuchungen ist die Ultraschalluntersuchung des Gehirns (Transkranielle Sonografie, TCS). Sie hilft, ein idiopathisches Parkinson-Syndrom im Frühstadium zu erkennen und gegen andere Erkrankungen (wie atypische Parkinson-Syndrome) abzugrenzen. Dazu sollte der Arzt mit dieser Untersuchung aber umfassende Erfahrungen besitzen. Anderenfalls kann er das Untersuchungsergebnis vielleicht nicht richtig interpretieren.

Es ist nach wie vor oft schwer, die Diagnose Parkinson zweifelsfrei zu stellen. Ein Grund dafür ist, dass es viele verschiedene Erkrankungen gibt, die ähnliche Symptome wie die Parkinson-Erkrankung auslösen.

Das Arzt-Patient-Gespräch (Anamnesegespräch) und die körperlich-neurologische Untersuchung sind essenziell für die Parkinson-Diagnostik. Die weiteren Untersuchungen dienen in erster Linie dazu, andere Gründe für die Symptome auszuschließen. Nur wenn sich die Beschwerden gut durch Parkinson erklären lassen und keine anderen Ursachen dafür gefunden werden, kann die Parkinson-Diagnose (Idiopathisches Parkinson-Syndrom) gestellt werden.

Wie im Abschnitt "Ursachen" erwähnt, sind genetisch bedingte Formen von Parkinson sehr selten. Sie lassen sich aber mit einer molekulargenetischen Untersuchung feststellen. Eine solche Untersuchung kommt in Betracht, wenn:

  • der Patient vor dem 45. Lebensjahr an Parkinson erkrankt oder
  • mindestens zwei Verwandte 1. Grades an Parkinson leiden.

In diesen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass die Parkinson-Erkrankung durch eine Genmutation verursacht wird.

Gesunde Angehörige eines Patienten mit genetisch bedingtem Parkinson können sich ebenfalls einem Gentest unterziehen. So lässt sich feststellen, ob auch sie die auslösende Genmutation aufweisen. Ein solcher Gentest zur Abschätzung des persönlichen Parkinson-Risikos darf aber erst durchgeführt werden, nachdem der Betreffene von einem Facharzt ausführlich genetisch beraten wurde.

Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist eine fortschreitende Erkrankung, die bislang nicht heilbar ist. Je nach Symptomatik unterscheiden Mediziner vier Verlaufsformen:

  • akinetisch-rigider Typ: Es treten vor allem Bewegungslosigkeit und Muskelsteife auf, während Tremor kaum oder gar nicht vorhanden ist.
  • Tremordominanz-Typ: Das Hauptsymptom ist das Zittern (Tremor).
  • Äquivalenz-Typ: Bewegungslosigkeit, Muskelsteife und Zittern sind ungefähr gleich ausgeprägt.
  • monosymptomatischer Ruhe-Tremor: Das Zittern in Ruhe ist das einzige Symptom. Sehr seltene Verlaufsform.

Neben der Verlaufsform spielt das Erkrankungsalter eine wichtige Rolle bei Parkinson: Verlauf und Prognose werden davon beeinflusst, ob die Erkrankung in verhältnismäßig jungem Lebensalter (beispielsweise ab dem 40. Lebensjahr) oder aber im höheren Alter ausbricht.

So passiert es bei jüngeren Patienten viel eher, dass die Parkinson-Medikamente Bewegungsstörungen (Dyskinesien) und Wirkungsschwankungen (Fluktuationen) auslösen. Das trifft besonders beim akinetisch-rigiden Parkinson-Typ zu, für den ein frühes Erkrankungsalter typisch ist. Dafür ist L-Dopa bei diesen Patienten gut wirksam.

Anders beim Tremordominanz-Typ: Die Betroffenen sprechen relativ schlecht auf L-Dopa an. Dafür schreitet bei ihnen der Parkinson langsamer voran als bei den anderen Verlaufsformen. Somit hat der Tremordominaz-Typ die günstigste Prognose.

Mitte der 1970er Jahre wurden moderne Parkinson-Medikamente wie Levodopa entwickelt. Das veränderte die Prognose bei "echtem" (idiopathischem) Parkinson: Lebenserwartung und Lebensqualität der Patienten verbesserten sich dank der neuen Wirkstoffe. Laut Statistik hat ein optimal behandelter Parkinson-Patient heute fast die gleiche Lebenserwartung wie eine gleichaltrige gesunde Person: Wenn heute jemand mit 63 Jahren die Diagnose Parkinson bekommt, kann er schätzungsweise noch mit weiteren 20 Lebensjahren rechnen. Zum Vergleich: Mitte des letzten Jahrhunderts lebten Patienten nach der Diagnose im Schnitt noch etwas mehr als neun Jahre.

Die gestiegene Lebenserwartung beim idiopathischen Parkinson-Syndrom kommt dadurch zustande, dass die modernen Medikamente die wesentlichen Beschwerden der Patienten weitgehend beheben. Früher führten solche Beschwerden oft zu Komplikationen, die dann den Patienten vorzeitig sterben ließen. Ein Beispiel: Parkinson-Patienten, die sich kaum noch bewegen konnten (Akinesie), waren oft bettlägerig. Diese Bettlägerigkeit lässt das Risiko für gefährliche Erkrankungen wie Thrombose oder Lungenentzündung massiv ansteigen.

Achtung: Die verbesserte Lebenserwartung, wie sie hier beschrieben ist, bezieht sich nur auf das idiopathische Parkinson-Syndrom (= den „klassischen Parkinson“). Atypische Parkinson-Syndrome, bei denen die Betroffenen nicht oder kaum auf eine Behandlung mit L-Dopa ansprechen, schreiten meist rascher voran. Sie haben in der Regel eine deutlich schlechtere Prognose.

Wir lieben Bayern.
Wir lieben die Hits.

14.03.2018 | Gesundheit Hawking litt an ALS - Was die Krankheit bedeutet

Stephen Hawking ist tot. Der berühmte Wissenschaftler hat über 50 Jahre mit der Krankheit ALS gelebt. Eine absolute Ausnahme! Alles über ALS:

Der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking zählte zu einer sehr geringen Zahl an ALS-Patienten, die so lange mit der Krankheit leben konnten. Er hatte eine extrem seltene, langsam verlaufende ALS-Form. Stephen Hawking bekam die Diagnose ALS bereits mit 21 und lebte über 50 Jahre damit. Er wurde 76 Jahre alt.

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) führt zu zerstörten Nerven und fortschreitender Muskellähmung. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen, sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Das Bewusstsein und der Intellekt bleiben aber in der Regel intakt. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge rund 6000 ALS-Patienten.

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Folgende besonderen Leistungen stehen kranken und behinderte Menschen im Bedarfsfalle von Seiten der Krankenkasse zu:

Die Inhalte dieser Seite wurden mit freundlicher Genehmigung von RA Michael Baczko den Internet-Seiten der Kanzlei Baczko & Bausch entnommen.
Sozialrecht RA Baczko

R. W. bat mich, ihren Brief an die DAK Redaktion statt eines Erfahrungsberichtes hier zu veröffentlichen. Dieser bezieht sich auf einen Artikel im DAK-Magazin "Fit" Heft 3/2004.

Sehr geehrter Herr K.,

als Mitglied der DAK erhalte ich regelmäßig Ihre Zeitschrift "Fit!". In der letzten Ausgabe war nunmehr ein Bericht über den Medizinischen Dienst zu lesen, zu dem ich hiermit Stellung nehmen möchte.

Schon die Unter-Überschrift "Gemeinsam den besten Weg finden" ist eine Frechheit. Ich habe selbst äußerst enttäuschende Erfahrungen mit dem Medizinischen Dienst machen müssen und war daher von vornherein sensibilisiert für dieses Thema. Einige Aussagen in diesem Bericht, die ich im Folgenden zitieren werde, sind sehr zutreffend, jedoch wundert es mich, dass diese dann zu der Schlussfolgerung führen, der Medizinische Dienst sei positiv zu bewerten.

Die Aussage der Dr. S. vom MDK Hamburg,

"Uns geht es daher weniger um die Frage, was der Versicherte alles an Krankheiten hat. Uns geht es darum, ob und wie er trotzdem arbeiten kann."

ist sehr richtig. Allerdings wüsste ich nicht, wieso es ein Vorteil sein sollte, wenn Ärzte des MDK, die die Arbeits(un-)fähigkeit überprüfen sollen, sich keine Gedanken um den Gesundheitszustand des Patienten machen, sondern lediglich darum, wie schnell, wo und als was der Patient wieder arbeiten kann, damit er bloß nicht länger der Krankenkasse "auf der Tasche liegt".

Die Methode, den Patienten mit ins "Boot" zu ziehen, die ja in dem Artikel mehrmals gelobt wird, finde ich ebenfalls fragwürdig:

"In einem vertrauensvollen Gespräch kann man da eine ganze Menge bewirken",

brüstet sich Dr. S. stolz. Sicher, wenn man die Patienten so sehr verunsichert und in einem Gespräch seine Macht dahingehend ausspielt, dass der Patient zu spüren bekommt, dass nicht Ärzte, von denen er jahrelang behandelt wird, das "letzte" Wort haben, sondern allein Ärzte des MDK über Arbeits(un-)fähigkeit, Gesundheit und Zukunft entscheiden, wenn man Patienten erst in einem "vertrauensvollen" Gespräch über seine private Situation ausfragt, diese dann noch kommentiert und negativ bewertet, und schließlich den Patienten in Tränen aufgelöst vor die Tür setzt, dann kann man in der Tat eine ganze Menge bewirken!

Einige der Argumente in diesem Artikel Ihrer Zeitschrift kamen mir sehr bekannt vor. Da ich mittlerweile schon zwei Mal (wegen der gleichen Angelegenheit) zum MDK "eingeladen" worden war, kenne ich diese Argumente zur Genüge. Ich hatte auch bereits vor der Veröffentlichung dieses Berichts die These aufgestellt, dass die Ärzte des MDK offensichtlich zu einem Seminar geschickt werden, wo sie ein paar Patent-Argumente auswendig lernen müssen, die dann für jeden Patienten universell angewandt werden (da beide Ärzte des MDK die gleichen Sätze auf mich losließen). Ein Auszug aus Ihrem Bericht lautet:

"So hat sich schon oft gezeigt, dass eine zunächst verordnete Schonung die Wiedereingliederung sogar erschweren kann. Gerade von der Sportmedizin haben wir gelernt, dass man den Körper fordern muss und nicht - wie man es früher einmal gesehen hat - schonen darf."

Auch dieses Argument bekam ich zu hören. Allerdings wüsste ich nicht was mein konkreter Fall - mit Colitis Ulcerosa und Burnout-Syndrom als Haupterkrankung - mit Sportmedizin zu tun hätte, und inwiefern es insbesondere beim Burnout-Syndrom, welches ja aus jahrelanger Überlastung und Überarbeitung resultiert, vonnöten ist, sich weiter zu fordern, statt sich zu schonen.

Diese Problematik konnte mir leider jedoch keiner der Ärzte vom MDK erklären. Wahrscheinlich wurde diese Frage nicht bei dem oben erwähnten Universal-Seminar gelehrt.

Wie die Ärztin des MDK, die mich zuerst begutachtete, ja auch mehrmals betont hatte, kannte sie sich mit "solchen Krankheiten" auch nicht aus. Ihre Ausführungen bestanden nämlich nur darin, mich darauf hinzuweisen, dass ich ja "schon seit fast 6 Wochen" arbeitsunfähig sei, so dass doch der akute Schub der Colitis bald vorüber sein müsse. Zu der psychischen Komponente meiner Krankheit, die sie offensichtlich nicht erfassen konnte, führte sie an, dass man sich schließlich mit mir noch normal unterhalten könne und ich sicher mit meinem Mann zu Hause auch tiefgreifende Gespräche führen könne, dass ich beim Reden konzentriert und strukturiert wirke, dass sie jetzt, wenn sie mich "da so sitzen sieht" nicht für depressiv oder suizidgefährdet halte (dies konnte sie ganz "fachmännisch" schon nach 10 Minuten einschätzen), und dass ja schließlich die Krankheit "so schlimm nicht sein kann", weil sie aus meinen Unterlagen ersehen kann, dass ich ja mehr als zweieinhalb Jahre bei der gleichen Firma gearbeitet habe und zu allem Überfluss verheiratet sei, so dass es eine gewisse Konstanz in meinem Leben gäbe. Wenn es mir wirklich schlecht ginge, dann hätte mein Mann mich schon längst verlassen, da es ja kein Mann mit einer Frau aushält, die wirklich psychisch krank ist.

Diese Aussage halte ich nicht nur für einen Angriff auf meine Person (immerhin hat nie jemand behauptet oder diagnostiziert, dass ich eine Psychose habe oder geistesgestört sei), sondern auch mein Mann hat sich ziemlich über diese Aussage geärgert. Immerhin weiß diese Frau nichts über unser Eheleben und kann wohl schlecht gegen mich verwenden, dass mein Mann mich noch nicht verlassen hat.

Doch die Vorschläge mein Eheleben betreffend gehen noch weiter. Sie meinte nämlich, dass ich aufgrund meiner Krankheit doch vielleicht irgendeine weniger anspruchsvolle Halbtagsstelle annehmen könnte, da ich ja verheiratet sei, und es dann vielleicht nicht so auf das Geld ankäme. Allerdings hat das Bundessozialgericht in seiner Entscheidung (1 B KR 30/00) erneut entschieden, dass ein Verweis auf eine andere Tätigkeit als die zuvor ausgeübte rechtswidrig ist. Maßstab der Arbeitsunfähigkeit in der Krankenversicherung ist die zuletzt vor Beginn der Erkrankung verrichtete Tätigkeit. Diese Tätigkeit hatte ich allerdings eben aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Nun soll ich aber zum Arbeitsamt gehen, und hoffen, dass mir dort eine andere Stelle vermittelt wird, ohne dass die gesundheitlichen Gründe, die mich zwangen, die vorherige Stelle aufzugeben, beseitigt sind?

Aus meiner "Vorgeschichte" sah die Ärztin auch, dass es mir schon seit Jahren schlecht geht, und dass bereits eine Ärztin vom Gesundheitsamt Hagen im Jahre 2000 mich für mindestens ein Jahr arbeitsunfähig erklärte. Ich sollte damals nach sehr langen Krankenhausaufenthalten und Therapien eine Pause einlegen, damit ich mich erholen kann und meinen Workaholismus in den Griff kriege. Dies habe ich allerdings seinerzeit aus finanziellen Gründen nicht tun können. Ich bildete mir ein, ich schaffe allein aus Willenskraft, gesund zu werden oder aber meine Krankheit zu verdrängen. Dieses Verdängen klappte auch eine Weile, bis eben Ende 2002 die Colitis Ulcerosa noch hinzu kam. Meine Krankheit beschränkt sich also nicht nur auf den Verlauf der Colitis, sondern ist eine chronische. Zu diesem Sachverhalt meinte die Gutachterin des MDK nur, dass sie zwar sehe, dass es mir schon seit Jahren sehr schlecht gehe, dass ich aber trotzdem so vieles geleistet habe (ein abgeschlossenes Studium, eine Doktorarbeit geschrieben, "nebenbei" immer Vollzeit gearbeitet), und dass sie daraus schließe, dass ich auch im kranken Zustand noch leistungsfähig sei. Auffällig ist hierbei, dass hier nur meine angebliche Leistungsfähigkeit bewertet, nicht aber mein körperlicher und seelischer Zustand berücksichtigt wurde - ein Zustand, der sich mit Sicherheit weiter verschlimmern wird, sobald ich wieder eine Arbeitsstelle habe, auf der dann wieder hundertprozentiger Einsatz gefordert wird.

An dieser Stelle möchte ich eine Aussage im Internet zitieren, die der MDK selbst getroffen hat:

"Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Versicherter aufgrund von Krankheit seine ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann."

Weiter heisst es:

"Ob Krankheit die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Von der Art und der Schwere der Krankheit
  • Vom körperlichen und psychischen Gesamtzustand des kranken Menschen
  • Von der Art der beruflichen Tätigkeit und den damit verbundenen Anforderungen

Die Diagnose des behandelnden Arztes, die tatsächlichen Leistungseinschränkungen sowie die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes werden zusammen betrachtet. Auf dieser Basis entsteht das individuelle Gutachten des MDK."

In meinem Fall war es wohl so, dass diese drei Faktoren nicht betrachtet wurden, dass sogar "der psychische Gesamtzustand des Menschen" sowie "die Art und die Anforderungen der beruflichen Tätigkeit" außer Acht gelassen wurden. Die Gutachterin ging stattdessen davon aus, dass ich ja lediglich zum Arbeitsamt gehen müsse, nicht zurück auf eine Arbeitsstelle.

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Sehr geehrter Herr K.,

als Mitglied der DAK erhalte ich regelmäßig Ihre Zeitschrift "Fit!". In der letzten Ausgabe war nunmehr ein Bericht über den Medizinischen Dienst zu lesen, zu dem ich hiermit Stellung nehmen möchte.

Schon die Unter-Überschrift "Gemeinsam den besten Weg finden" ist eine Frechheit. Ich habe selbst äußerst enttäuschende Erfahrungen mit dem Medizinischen Dienst machen müssen und war daher von vornherein sensibilisiert für dieses Thema. Einige Aussagen in diesem Bericht, die ich im Folgenden zitieren werde, sind sehr zutreffend, jedoch wundert es mich, dass diese dann zu der Schlussfolgerung führen, der Medizinische Dienst sei positiv zu bewerten.

Die Aussage der Dr. S. vom MDK Hamburg,

"Uns geht es daher weniger um die Frage, was der Versicherte alles an Krankheiten hat. Uns geht es darum, ob und wie er trotzdem arbeiten kann."

ist sehr richtig. Allerdings wüsste ich nicht, wieso es ein Vorteil sein sollte, wenn Ärzte des MDK, die die Arbeits(un-)fähigkeit überprüfen sollen, sich keine Gedanken um den Gesundheitszustand des Patienten machen, sondern lediglich darum, wie schnell, wo und als was der Patient wieder arbeiten kann, damit er bloß nicht länger der Krankenkasse "auf der Tasche liegt".

Die Methode, den Patienten mit ins "Boot" zu ziehen, die ja in dem Artikel mehrmals gelobt wird, finde ich ebenfalls fragwürdig:

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Einige der Argumente in diesem Artikel Ihrer Zeitschrift kamen mir sehr bekannt vor. Da ich mittlerweile schon zwei Mal (wegen der gleichen Angelegenheit) zum MDK "eingeladen" worden war, kenne ich diese Argumente zur Genüge. Ich hatte auch bereits vor der Veröffentlichung dieses Berichts die These aufgestellt, dass die Ärzte des MDK offensichtlich zu einem Seminar geschickt werden, wo sie ein paar Patent-Argumente auswendig lernen müssen, die dann für jeden Patienten universell angewandt werden (da beide Ärzte des MDK die gleichen Sätze auf mich losließen). Ein Auszug aus Ihrem Bericht lautet:

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Weiter heisst es:

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  • Von der Art der beruflichen Tätigkeit und den damit verbundenen Anforderungen

Die Diagnose des behandelnden Arztes, die tatsächlichen Leistungseinschränkungen sowie die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes werden zusammen betrachtet. Auf dieser Basis entsteht das individuelle Gutachten des MDK."

In meinem Fall war es wohl so, dass diese drei Faktoren nicht betrachtet wurden, dass sogar "der psychische Gesamtzustand des Menschen" sowie "die Art und die Anforderungen der beruflichen Tätigkeit" außer Acht gelassen wurden. Die Gutachterin ging stattdessen davon aus, dass ich ja lediglich zum Arbeitsamt gehen müsse, nicht zurück auf eine Arbeitsstelle.

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Heutzutage weiss man, das jede Form von Rauch die Lungenfunktion beeinträchtigt. Selbst die vermeintlich okölogische Heizform des, sich immer weiter verbreitenden, Kachel- oder Kaminofens ist eine starke Gesundheitsgefahr für alle die bereits mit einer geschwächten Lunge zu Kämpfen haben. Wer in einem Gebiet mit erhöhter Schadstoffbelastung lebt und/oder eine geschwächte Lungenfunktion hat sollte deshalb in jedem Falle darüber nachdenken ein empfehlenswertes Gerät zur Reinigung der Luft (Luftreinigung) einzusetzen.

Lebenserwartung und Behandlung der Copd Krankheit mit Cannabis

Cannabis wird in der Medizin immer häufiger genutzt um bisher schwierig zu behandelnde Krankheiten zu bekämpfen oder deren Symptome zu lindern. Auch bei der Lungenerkrankung COPD scheint Cannabis positive Effekte auf den Krankheitsverlauf zu haben. Geringe Verabreichungsdosen erlauben die Behandlung ohne High-Gefühl. In einer Doppelblindstudie britischer Forscher erhielten die Patienten entweder ein Placebo oder ein […]

Im Gebet begegne ich Gott. Beim Beten stehe nicht ich mit meinen Sorgen und Problemen im Mittelpunkt, sondern Gott, mein und unser Vater. Er nimmt mich an, weil er mich liebt, und gibt, worum ich ihn bitte. Wenn ich mich ihm nur offen und ehrlich anvertraue. Je mehr ich mich Gott, dem Herrn, öffne und ihn in mir wirken lasse, desto mehr kann er mir helfen und mich heilen.


Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Der Herr ist mein Hirte

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mit fehlen.

Abba, lieber Vater

Ich weiß, daß du mein Vater bist,
in dessen Arm ich wohlgeborgen.
Ich will nicht fragen, wie du führst,
ich will dir folgen ohne Sorgen.

Denn du bist mein Vater

Mein Vater,
ich überlasse mich dir,
mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt
Und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hände lege ich meine Seele.
Ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganze Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe,
und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen,
ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen;
denn du bist mein Vater.

Ich bin erschöpft und habe keine Kraft mehr

Lieber Gott,
du weiß wie ich mich heute fühle;
mutlos, traurig, ängstlich und niedergeschlagen.
Ich bin erschöpft und habe keine Kraft mehr.
Ich bin unruhig, denn ich weiß nicht genau,
was auf mich wartet.

(übersandt von Pater Joshy)

Um eine gute Heimkehr

Werft all eure Sorgen auf ihn!

Herr, ich übergebe dir all meine Sorgen, die ich mit mir und
meinen Angehörigen habe,
mit meinen seelischen und körperlichen Schmerzen.
Du hast mir durch den heiligen Petrus gesagt:
"Werft all eure Sorgen auf den Herrn, denn er kümmert sich um euch"
(1. Petrusbrief 5,7).
Ich nehme dich beim Wort und lege all meine Sorgen in deine Hand.
Mach du damit, was du willst.
Von nun an gehören sie dir.

Laß mich zur Ruhe kommen

Vater im Himmel,
es will mir noch nicht gelingen,
diese Krankheit anzunehmen.
Ungeduldig warte ich darauf,
wieder gesund zu werden.
Hilf mir, daß ich zur Ruhe komme
und erkenne, daß du es so willst.
Vielleicht ist diese Zeit
ganz heilsam für mich.
Gib mir deinen Frieden.
Laß mich wieder Hoffnung haben
und anderen Mut machen.
Amen.

Herr Jesus Christus,
du hast die Not des Leidens und Sterbens durchlitten
und zum Weg der Erlösung gemacht.
Laß auch mein Leiden gesegnet sein
und allen zugute kommen, für die ich bitte.

Laß mich versöhnt mir dir sterben

Herr, ich weiß, daß du mich liebst,
daß mein Sterben genauso in
deinen Händen liegt wie mein Leben.
Hilf mir, deinen Willen zu verstehen
und anzunehmen.
Hilf mir, täglich bereit zu sein,
wenn du mich rufst.
Laß mich versöhnt mir dir sterben,
in der Hoffnung, daß du mir
alles zum Guten wendest,
Herr, dein Wille geschehe.
Amen.

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Schenke mir Trost und Hoffnung

Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Ich komme, um von dir Trost zu erfahren und neue Hoffnung zu schöpfen.
Ich brauche deine Nähe und Hilfe, denn auf mich selbst verwiesen
finde ich nicht die Kraft, die Bitterkeit des Leidens, die Not der Krankheit,
die Armut in meiner Schuld, die Angst vor der
Unausweichlichkeit des Todes zu bestehen.

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3 Und ich? Wann hat es angefangen? Eine ziemlich beeindruckende Darstellung eines bipolaren Patienten liefert der charmante Richard Gere im Hollywood-Film Mr. Jones, großes Kino, empfehlenswert. So überzeugend er in die Patientenrolle schlüpft, so einfach kann er sie nach den Dreharbeiten wieder abstreifen. Und ich? Ich lebe seit fast 20 Jahren mit der Diagnose einer bipolaren Störung. Tage- oder wochenlanger Rückzug, dann wieder Party bis zum Morgengrauen in der Pubertät gehört das doch dazu, oder? Auch mein Mann, meine Familie und meine Freunde müssen damit leben. Zurzeit geht es mir ziemlich gut, aber ich weiß, dass ein Rückfall möglich ist. Für bipolare Störungen typisch sind Zeiten sehr niedergeschlagener Stimmung und Zeiten extremer Hochstimmung, die aufeinander folgen. Dauer, Grad der Ausprägung und Häufigkeit unterscheiden sich von Patient zu Patient. Die Trennung von meinem ersten Freund kam, als ich gerade 18 war. Er ging für ein Jahr ins Ausland und ich verbrachte die folgenden Wochen fast ausschließlich im Bett. Ich konnte nichts essen und wollte niemand sehen. Was meine Eltern für heftigen Liebeskummer hielten, war in der Rückschau wohl meine erste depressive Phase. Etwa ein halbes Jahr später fuhr ich nach einer mit Freunden durchwachten Nacht spontan 300 km nach München. Wir hatten stundenlang über Gott und die Welt diskutiert und ich kann mich noch gut an meine aufgekratzte Stimmung erinnern. Als die anderen ins Bett gingen, fuhr ich mit dem Auto meiner Mutter los und verbrachte einen ganzen Tag in München. Tief in der Nacht kam ich wieder nach Hause und meine Eltern überhäuften mich mit Vorwürfen. Dass ich ihre Aufregung überhaupt nicht verstehen konnte, machte sie noch wütender. Ich fühlte mich großartig und schlief kaum noch. Die nächsten Wochen waren von sex and drugs and rock n roll geprägt. Dann kam der Zusammenbruch. Ich heulte stundenlang, bis ich nicht mehr konnte. Bipolare Störungen beginnen meistens im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Negative sowie positive Lebensereignisse können die Erkrankung auslösen. Vom Auftreten der Symptome bis zur korrekten Diagnosestellung vergehen oft mehrere Jahre. 4 5

4 Schrecklich müde Damals war ich der Depression hoffnungslos ausgeliefert. Heute weiß ich ziemlich gut, wie sich eine depressive Phase bei mir ankündigt und vor allem wissen es auch mein Mann und meine beste Freundin: Ich wache gegen 4 Uhr morgens auf und kann nicht mehr einschlafen. Den ganzen Vormittag fühle ich mich deshalb wie gerädert. Ich habe das Gefühl, dass mich jede Kleinigkeit mehr Kraft kostet, als ich habe. Wenn ich es endlich aus dem Bett geschafft habe, schlurfe ich noch bis zum Mittag im Schlafanzug durch die Wohnung. In den ersten Tagen fühle ich mich wenigstens nachmittags dazu in der Lage, ein bisschen aufzuräumen oder den Müll hinauszubringen. Ich weiß, dass mir dann ein Spaziergang guttut. Aber ich schaffe es kaum, mich dazu aufzuraffen, wenn nicht jemand mit mir geht. Bevor ich gelernt habe, mit meiner Krankheit offener umzugehen, ging es mir nach den ersten Anzeichen von Tag zu Tag schlechter. Schließlich fehlte mir jeder Antrieb, morgens aufzustehen. Manchmal gönnte ich mir schon am frühen Morgen einen Cognac, um wieder einschlafen zu können. Appetitlosigkeit und Lustlosigkeit steigerten sich bis zu einer vollkommenen inneren Leere. Alles erschien sinnlos. Mehr als einmal habe ich daran gedacht, Schluss zu machen. Eine depressive Episode kündigt sich häufig durch Schlafstörungen an. Früherwachen und ein sogenanntes Morgentief sind typisch. Psychische Symptome der Depression niedergedrückte oder ängstliche Stimmung, Lustlosigkeit bis zum Lebensüberdruss, Verlangsamung, Konzentrationsschwäche, aber auch Unruhe und Reizbarkeit werden oft von körperlichen Symptomen begleitet. Dazu gehören Appetitstörungen, die zur Gewichtsabnahme, manchmal aber auch zur Gewichtszunahme führen. 6 Eine Depression bedeutet für mich, Landschaften des eigenen Selbst durchwandern zu müssen, die abgebrannt, tot, niedergetrampelt oder einfach nur leer sind. (Kommentar eines Betroffenen, zitiert auf 7

5 Großartig! Großartig! Ich fühle mich großartig! Wenn ich so auf die Frage antworte, wie es mir geht, sieht mich mein Mann schon skeptisch an. Manische Phasen fürchtet er fast mehr als depressive. Dann schlafe ich wenig und fühle mich trotzdem topfit. Mir kommen viele Ideen, ich bin unternehmungslustig Das fühlt sich anfangs so gut an, dass ich in Gefahr bin, meine Medikamente wegzulassen. Von meiner letzten manischen Episode habe ich noch ein paar Einzelheiten in Erinnerung: Einmal fuhr ich mit der S-Bahn in die Stadt und schaffte es, das ganze Abteil zu unterhalten. Wir erfanden den Rap gegen die Sorgen am frühen Morgen. Im Musikgeschäft bestellte ich ein Schlagzeug. Um Platz dafür zu schaffen, räumte ich zu Hause das Wohnzimmer um. Bis mein Mann von seiner zweitägigen Dienstreise zurückkam, hatte ich es auch schon neu gestrichen orange! und außerdem eine bessere Stereoanlage besorgt. Zur Einweihung organisierte ich eine Willkommensparty für ihn mit Nachbarn und Freunden. Weil er sich offensichtlich gar nicht darüber freute, gerieten wir in heftigen Streit. Den Rest der Nacht verbrachte ich in einer Kneipe, bis der Wirt in den frühen Morgenstunden meinen Mann anrief, um mich abzuholen Die meisten Menschen würden heutzutage in der Leistungsund Mediengesellschaft alles dafür geben, einmal besonders zu sein, besonders interessant, selbstsicher, kreativ, belastbar, einmal aus der Reihe zu fallen, etwas Verrücktes zu machen, immer fröhlich zu sein etc. sie nehmen sogar Drogen für diese Illusion. Wir kriegen das leider umsonst und können am eigenen Leib erfahren, wie grausam das alles sein kann und wie wenig der Mensch dafür gemacht ist, so zu sein. Und wir müssen diese Suppe dann jedes Mal auslöffeln, wenn der schöne Schein vorbei ist. (Kommentar eines Betroffenen*, zitiert auf Eine gehobene, oft überdreht-fröhliche Stimmungslage ist typisch für die manische Episode, aber auch erhöhte Reizbarkeit und Streitsucht kommen vor. Vorbote einer manischen Episode kann ein deutlich vermindertes Schlafbedürfnis sein. Die gehobene Stimmung führt nicht selten zu risikoreichem Verhalten, darunter leichtsinnige Geldausgaben und sexuelle Abenteuer. 8 * Mit Betroffener wird im vorliegenden Text sowohl ein Mann als auch eine Frau mit bipolarer Störung bezeichnet. 9

6 Meine Eltern und ihre Schuldgefühle Mein mutiger Mann Meine Eltern wollten es zunächst nicht wahrhaben, dass ich dem verrückten Cousin meiner Mutter nachschlage. Sie hatten lange Zeit das Gefühl, in der Erziehung versagt zu haben. Dann machten sie sich wieder Vorwürfe, nicht früher erkannt zu haben, dass ich krank bin. Die nächste Selbsthilfegruppe für Angehörige ist von ihrem Wohnort über 70 km entfernt, aber es gab Jahre, da ließen sie keines der monatlichen Treffen aus. An schlechten Tagen frage ich mich, was meinen Mann noch bei mir hält. Ich fange dann häufig Streit an oder ziehe mich völlig zurück. Manchmal gelingt es ihm, durch eine bestimmte Art, meinen Namen auszusprechen, mich zurückzuholen. Das ist wie eine Geheimsprache zwischen uns. Ich bin Einzelkind, daher weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, wie Geschwister reagieren. Eine Mitpatientin hat mir einmal erzählt, dass ihre kleine Schwester für sie immer diejenige war, zu der sie am meisten Vertrauen hatte. Damals habe ich mich nach einer Schwester gesehnt Die bipolare Erkrankung kommt familiär gehäuft vor. Es gibt aber nicht das Bipolar-Gen. Das Behandlungsteam sollte die Angehörigen nach Möglichkeit einbeziehen. Dies ist nicht nur für die Erhebung der bisherigen Krankengeschichte ( Anamnese ), sondern auch für den weiteren Krankheitsverlauf wesentlich. Die Angehörigen sollten sich nicht scheuen, selbst Rat zu suchen. Den Bedürfnissen des Erkrankten stehen die eigenen Grenzen der Belastbarkeit gegenüber. Schweben zwischen Hoffnung, Enttäuschung, Resignation. Ungläubiges Entsetzen (das kann doch nicht wahr sein, meine Tochter). Aufbieten aller Kräfte, um helfen zu wollen. Weich geklopft sein vom ewigen Auf und Ab. (Kommentar eines Elternteils, zitiert auf 10 An guten Tagen, wenn ich ihn mit meinen Geschichten zum Lachen bringe, sehe ich uns gemeinsam als älteres Pärchen auf der Bank vor einem rosenumrankten Häuschen Wir haben uns vor zehn Jahren in einem Volkshochschulkurs getroffen. Ich war in einer stabilen Phase meiner Erkrankung, arbeitete halbtags und wollte Leute außerhalb meiner Therapiegruppe und außerhalb meiner Arbeitsstelle kennenlernen. Weil der Konversationskurs Französisch schon belegt war, entschied ich mich für einen Kochkurs aus dem Pfundskur -Programm. (Unter der regelmäßigen Medikamenteneinnahme hatte ich schon ein bisschen zugenommen ) Mein Mann war aus beruflichen Gründen zugezogen und hoffte ebenfalls, beim Kochen neue Leute kennenzulernen. Wir hatten viel Spaß in dem Kurs, gingen erst ein paarmal mit der Gruppe aus und irgendwann planten wir eine Fahrradtour zu zweit. Die Tour war zwar verregnet, aber in einem Unterstand im Wald erreichten wir bald eine so vertrauliche Gesprächsatmosphäre, dass ich von meinen bipolaren Schwankungen und der Therapie erzählen konnte. Wenn ich sage, dass ich ihn mutig finde, weil er sich auf eine Beziehung mit mir eingelassen hat, widerspricht er mir. Er meint, er sei weniger mutig als einfach mit einer gewissen Gelassenheit auf die Welt gekommen! 11

7 Mein mutiger Mann Freundschaften und Freundschaften Eine wirklich gute Freundin ist mir aus Schultagen geblieben und es hat sich ergeben, dass wir im selben Ort gelandet sind. Sie kennt mich in- und auswendig und hat sich in schwierigen Phasen nicht abschrecken lassen. Von ihr lasse ich mir viel mehr sagen als von irgendjemand sonst. Ich habe aber auch viele Freunde verloren: In der Depression habe ich mich so vollkommen zurückgezogen, dass sie nicht mehr an meine Freundschaft geglaubt haben, und in der Manie habe ich einige wohlmeinende Freunde sehr verletzt. Entweder du kannst damit leben und dann läuft s oder du kannst es nicht, dann musst du einen Schlussstrich ziehen. (Nach einem Beitrag auf Die bipolare Störung stellt auch für den Lebenspartner oder die -partnerin eine große Belastung dar, nicht allein in psychischer Hinsicht. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bis hin zur Kündigung, aber auch übertriebene Geldausgaben in der Manie können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Wenn sich der oder die Betroffene von gemeinsamen Freunden abwendet, ist die Freundschaft oftmals ungewollt auch für den Lebenspartner oder die -partnerin zu Ende. Das sexuelle Verlangen kann sich in einer akuten Episode der Erkrankung ändern, vom völligen Desinteresse in der Depression bis zum erheblich gesteigerten Interesse in der Manie. Dabei richtet sich die Lust der Betroffenen häufig auch auf Personen außerhalb der Partnerschaft. In der Manie habe ich auch immer wieder falsche Freunde gefunden, die mit mir getrunken und mit Drogen experimentiert haben. Dann bin ich noch tiefer abgestürzt. Freunde zu finden ist auch deshalb nicht leicht, weil mich praktisch schon beim ersten Kennenlernen die Frage quält, ob ich ihr (oder ihm) von meiner bipolaren Störung erzähle und wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Dann bin ich verkrampft und anders, als ich sein möchte Freunde und Bekannte können zur Stabilisierung erheblich beitragen. Nähere Freunde sollten über die bipolare Störung Bescheid wissen. So können sie den Betroffenen auf erste Anzeichen einer neuen Episode hinweisen und ggf. eingreifen (s. Notfallplan, S. 29). Seit ich gelernt habe, meine Gefühle, Ängste und Befürchtungen, aber auch die Verbundenheit und Liebe zu diesen Menschen zu beschreiben und zu vermitteln, habe ich das Gefühl, dass sich echte und tiefe Beziehungen entwickelt haben. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

8 Am Arbeitsplatz Berufstätigkeit bei bipolarer Erkrankung ist ein heikles Thema. Viele Betroffene werden früher oder später als erwerbsunfähig in Rente geschickt. Ich bin bisher nur mehrfach arbeitslos gewesen, meine Eltern und später mein Mann haben mich finanziell unterstützt. In einem Ratgeber habe ich gelesen, dass ich nicht verpflichtet bin, meine bipolare Störung am Arbeitsplatz zu erwähnen. Damit habe ich einmal ganz massiv Schiffbruch erlitten: Ich hatte zu Beginn einer manischen Phase die Medikamente abgesetzt und flippte bei der Arbeit mehrfach aus. Ich machte die Kolleginnen beim kleinsten Fehler nieder und pöbelte die Kunden an. Daraufhin setzte mich mein Chef kurzfristig für Arbeiten ohne Kundenkontakt ein, aber nach mehreren Beschwerden von Mitarbeiterseite schickte er mich eines Nachmittags nach Hause. Ich war so wütend, dass ich mich ins Auto setzte und fuhr und fuhr. Am Bodensee suchte ich mir ein Hotel. Erst am nächsten Tag meldete ich mich bei meinem Mann, um mich darüber zu beschweren, wie man mich behandelt hatte. Er holte mich ab und beschwor mich, in die Klinik zu gehen. Ich willigte zunächst nur ein, mit meinem Arzt zu sprechen und mich krankschreiben zu lassen. Eine geregelte Tätigkeit ist ein wichtiges Element, um in einem sozialen Rhythmus zu bleiben. Schichtarbeit ist nicht geeignet. Die Entscheidung, am Arbeitsplatz über die Erkrankung zu sprechen, sollte sorgfältig abgewogen werden: Wer genau soll ins Vertrauen gezogen werden? Eine Einzelperson oder mehrere? Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter? Wie genau soll(en) diese Person(en) informiert werden? Die Sicherheit, dass im Notfall professionelle Hilfe zur Verfügung steht, kann dem Arbeitgeber ggf. die Entscheidung für die Anstellung leichter machen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können z.b. dessen Kontaktdaten hinterlegt werden. Ich habe mich bei einer Besprechung geoutet, das heißt zumindest gesagt, dass ich bipolare Störungen habe und welche Auswirkungen das haben kann. Mit einem Kollegen kann ich sehr offen über das Thema sprechen, den Rest hab ich eher nur grob informiert. Seit ich das gemacht habe, fühle ich mich auf der Arbeit viel freier. Ich hätte vorher nie gedacht, dass mir so viel Verständnis und Wohlwollen entgegengebracht werden würden. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf Es hat lange gedauert, mir einzugestehen, dass ich nicht mehr in Vollzeit arbeiten kann. Inzwischen bin ich echt froh, dass ich mich dafür entschieden habe. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

9 Die Erkrankung akzeptieren Eine ältere Mitpatientin hat mir einmal gesagt, dass sie ihre Medikamente nimmt wie ein Diabetiker sein Insulin. So sei das eben mit chronisch Kranken. Zu akzeptieren, dass ich krank bin, zwar behandelbar, aber doch chronisch krank, war ein weiter Weg für mich. Welcher Mensch hat denn keine Stimmungsschwankungen? Was ist schon normal? Darf man denn niemals traurig sein? So spielte ich lange herunter, was mit mir geschah. Lange Phasen der Normalität ließen mich hoffen, dass der Spuk vorbei sei. Als ich mit den Anforderungen des Studiums nicht mehr zurechtkam, suchte ich die Studienberatung auf. Besser gesagt: Meine Wohnungsgenossin schleppte mich förmlich dorthin. Ich hatte großes Glück, dass mich die Studienberaterin direkt zur psychologischen Beratungsstelle begleitete. Von dort ging es in die nächste Landesklinik: mein erster Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, meine erste Auseinandersetzung mit der Diagnose bipolare Störung. Meine Probleme als Krankheit anzusehen hatte auch etwas Entlastendes. Endlich war ich nicht mehr an allem schuld. Für eine erfolgreiche Behandlung der bipolaren Störung ist es unabdingbar, dass sich die Betroffenen mit dem Krankheitsbild und den Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen. Selbst nach Jahren ohne Beschwerden können neue Episoden auftreten. Meine Diagnose Bipolare Störung wurde gestellt, als ich mein gesamtes Leben bereits ruiniert hatte. Für neun Jahre Chaos gab es plötzlich eine Erklärung, einen Namen, deshalb konnte ich die Diagnose sofort annehmen. Was mir noch hilft, verhältnismäßig unbekümmert mit der Erkrankung zu leben, ist der Umgang meines Arztes damit. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf Am Ende ist man nicht nur ein selbsternannter Experte auf diesem Gebiet, sondern man sieht die Diagnose auch sehr viel nüchterner und nimmt sich nicht selbst immer alles sooo übel. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

10 Behandlung: Akutphase Mein Vater hatte einmal ein Problem mit seinem Fernsehgerät: Er hatte versehentlich die Einstellung gewählt, mit der die Kanäle ständig wechseln, ohne dass man die Fernbedienung drückt. In der Klinik von der Manie herunterzukommen ist so, als ob nach ständigem Programmwechsel auf einmal ein langer, ruhiger Naturfilm läuft. Das ist erholsam und ein bisschen langweilig. Aus dem Loch der Depression herauszuklettern dauert bei mir auch mit Medikamenten mindestens drei Wochen. Und dann bin ich immer noch erschöpft von der Kletterei ans Tageslicht. Wenn dann gleich zu viel von mir erwartet wird, ziehe ich mich unwillkürlich wieder zurück. Besucher sind mir in dieser Phase oft zu anstrengend. Die Behandlung verläuft in drei Phasen: Akutphase, Erhaltungsphase und Rückfallverhütung. Ziel der Akutphase ist, den Betroffenen aus dem Hoch oder Tief in den normalen Bereich von Stimmungsschwankungen zurückzuholen. Die Akuttherapie kann mehrere Wochen dauern. Eine Abschirmung von Außenreizen während der Akutphase ergänzt die medikamentöse Behandlung. Häufig ist eine Psychotherapie in dieser Phase nicht möglich

11 Erhaltungstherapie Nicht noch einmal! Wenn die tiefe Traurigkeit oder die große Maßlosigkeit abgeklungen ist, kommt eine schwierige Phase. Die Klinik zu verlassen ist, wie wenn ich aus einem schallisolierten Raum auf die Straße trete: Ich muss erst einmal stehen bleiben, mich orientieren und an den Lärm gewöhnen. Manchmal spüre ich dann, wie Angst und Mutlosigkeit wieder auftauchen. Durch Rückfälle habe ich gelernt, dass ich an einer medikamentösen Dauertherapie nicht vorbeikomme. Das heißt nicht, dass ich damit überhaupt keine Stimmungsschwankungen mehr kenne, aber mit der Zeit sind die Ausschläge geringer geworden, die Hochs sind nicht mehr so hoch und die Tiefs nicht mehr so tief. Ich weiß, dass ich besonders in dieser Phase engen Kontakt zu meinem Arzt halten muss. Anpassungen der Tabletten und regelmäßige Gespräche helfen mir, nach und nach in den Alltag zurückzukehren. Spaziergänge im Wald mit meinem Mann oder mit meiner Freundin gehören zu meinem persönlichen Erholungsprogramm. Wenn es passt, setzen wir uns danach noch zum Tee zusammen und lassen den Nachmittag ausklingen. Ähnlich wie bei körperlichen Erkrankungen sind Zeit und Geduld für den Heilungsprozess erforderlich. Restsymptome können noch eine gewisse Zeit nach der Akutphase weiterbestehen. Gerade in der Erhaltungsphase sollte nicht zu früh das Risiko einer erneuten Belastung eingegangen werden, z.b. aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Sorge um den Haushalt. 20 Auch wenn sich normal ein bisschen langweilig anfühlt, ändere ich ohne meinen Arzt nichts mehr an den Tabletten, und mit meiner aktuellen Kombination habe ich seit drei Jahren keine Krankheitsepisode mehr gehabt. Die verschiedenen Tabletten wirken nicht bei allen Patienten gleich gut und auch die Nebenwirkungen fallen unterschiedlich aus. Nicht nur ich, auch mein Arzt musste viel Geduld beweisen, bis wir diese Kombination gefunden haben. Die Nebenwirkungen, die mir im Alltag zu schaffen machen, sind vor allem Müdigkeit und Gewichtszunahme. Ich bin ganz stolz, dass ich seit über zwei Jahren mit einer Walking-Gruppe zweimal pro Woche unterwegs bin. Außerdem habe ich Limonade ganz abgeschafft, ich trinke stattdessen fast nur noch Wasser. Mit meinem Mann probiere ich aus, welche kalorienarmen Rezepte wirklich schmecken Zur Rückfallverhütung werden vor allem die sogenannten Stimmungsstabilisierer eingesetzt. Dazu zählen neben Lithium bestimmte Mittel, die auch gegen Epilepsie wirken (Valproinsäure, Carbamazepin, Lamotrigin), sowie verschiedene atypische Neuroleptika, die seltener die typischen Nebenwirkungen von Neuroleptika hervorrufen. Die medikamentöse Rückfallverhütung bedeutet in der Regel eine Dauertherapie. 21

12 Psychotherapie und Notfallplan Stress soll neue Episoden auslösen. Gar nicht so leicht ist herauszufinden, was Stress im Einzelfall bedeutet. Für mich ist Stress z.b., wenn ich an drei Tagen hintereinander aus irgendwelchen Gründen weniger als sieben Stunden Nachtschlaf bekomme. Selbst Urlaub kann für mich in Stress ausarten, wenn die Anreise zu lang ist, der Tagesrhythmus sich zu stark verschiebt oder das Abendprogramm zu laut ist. Ein wichtiges Ergebnis der Gespräche mit meinem Therapeuten ist mein persönlicher Notfallplan. Ich habe aufgeschrieben, wer über meine Erkrankung und die Frühwarnzeichen informiert ist. Mein Mann oder meine Freundin sollen mich darauf ansprechen, wenn sie den Eindruck haben, dass ich in eine neue Episode rutsche. Wenn sie in Sorge sind, dass ich ihnen entgleite, habe ich ihnen mein schriftliches Einverständnis erteilt, dass sie mit meinem Arzt Kontakt aufnehmen. Betroffene und Angehörige müssen Frühwarnzeichen und Symptome akuter Episoden kennen und lernen, auf eine beginnende Symptomatik richtig zu reagieren. Nein, ich lege mich nicht auf eine Couch und erzähle meinem Doktor, was mir in den Sinn kommt. Wir setzen uns zu längeren Gesprächen auf zwei bequeme Sessel, die sich nicht genau gegenüberstehen, so dass ich ihn nicht immer anschauen muss, während ich rede. Meine Krankheit kennenzulernen war das Wichtigste für mich in den ersten Gesprächen. Dazu hat mir mein Therapeut viele Informationen gegeben. Die nächste Stufe bestand darin, wahrzunehmen, wie sich eine Episode bei mir ankündigt. Zu erkennen, was dazu beiträgt, eine Episode auszulösen, oder was hilft, ein Wiederaufflackern zu vermeiden, ist dann sozusagen die hohe Kunst. 22 Ein schriftlicher Notfallplan sollte zumindest Vertrauenspersonen und den behandelnden Arzt benennen. Als psychotherapeutische Verfahren werden Verhaltenstherapie, Familientherapie und auch tiefenpsychologische Verfahren erfolgreich eingesetzt. Vom Opfer zum Moderator des eigenen Lebenswegs werden (Kommentar eines Betroffenen, zitiert auf 23

13 Selbsthilfe mit der Gruppe Eine psychoedukative Gruppe, in der ein Therapeut mit mehreren Betroffenen arbeitet, gibt es in meiner Region leider nicht, aber eine Selbsthilfegruppe. Ab und zu laden wir uns zu den Abenden Referenten ein. Neulich haben wir gemeinsam den Film Tanz mit dem Einhorn angeschaut, von dem einer aus der Gruppe einen begeisterten Bericht gelesen hatte. Die Treffen beginnen und enden üblicherweise mit einer Blitzlichtrunde, in der jeder sagen kann, wie es ihm gerade geht. Spannend finde ich immer wieder, wie die verschiedenen Teilnehmer ihre Stimmung beobachten. Da gibt es diejenigen, die standardisierte Fragebögen konsequent jeden Abend ausfüllen, und andere, die sogar ihr persönliches Stimmungsbarometer entwickelt haben. Wenn wir uns in der Runde darüber austauschen, was einem Einzelnen Stress macht, lerne ich, mich selbst noch genauer zu beobachten. Wir sind eine Gruppe nur für Betroffene, andere Gruppen stehen auch für Angehörige offen. Verschwiegenheit nach außen ist verpflichtend. Ein Tipp, wenn du dich entschließt, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen: Geh öfter hin, ehe du entscheidest, ob das was für dich ist oder nicht. Jede Gruppe läuft anders, je nach Aggregatzustand der Leute und wer gerade da ist. Nicht alle gehen jedes Mal hin. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf 24 Selbsthilfegruppen dienen dem Erfahrungsaustausch und bieten sowohl praktische Lebenshilfe als auch emotionale Unterstützung. Adressen von Selbsthilfegruppen finden sich z.b. auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS). Ein Stimmungstagebuch kann helfen, Anzeichen einer beginnenden Phase zu erkennen. Als Nachteil empfinden manche Patienten, dass sie durch die tägliche Fahndung nach depressiven oder manischen Anzeichen täglich mit ihrer Erkrankung konfrontiert sind. Es gibt Hinweise, dass bei Patienten, die ein Stimmungstagebuch führen, die Anzahl der bipolaren Episoden zurückgeht. Neben Stimmung, Antrieb, Konzentration und Schlafrhythmus ist es sinnvoll, Medikamente und wichtige Ereignisse des Tages zu notieren. 25

14 Auf dem Weg zur natürlichen Schönheit Die Ratgeber scheinen voneinander abzuschreiben. Dieselben Tipps, die für uns Bipolare gelten, nämlich gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, möglichst kein Alkohol, finden sich auch in Empfehlungen für die natürliche Schönheit oder für Herzkranke Umgekehrt heißt das wohl auch, dass wir mit vielen anderen in einem Boot sitzen, wenn wir uns mit Ernährungsvorschlägen befassen, bei sportlichen Aktivitäten abmühen und als Langweiler gelten, weil wir bei Alkohol abwinken und früh ins Bett gehen. Vielleicht wird es ganz nebenbei doch noch etwas mit meiner natürlichen Schönheit! Was bedeutet natürliche Schönheit? (. ) Eine schöne Haut benötigt eine gesunde Ernährungsweise, die reich an Gemüse, Obst, also an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Gleichzeitig braucht unsere Haut eine gesunde Luft, Schlaf, aber auch körperliche Aktivität und Entspannung. (Gefunden auf 26 Lesehinweise Internetadressen: Bücher für Betroffene und Angehörige: Thomas Bock: Achterbahn der Gefühle: Mit Manie und Depression leben lernen, Balance-Verlag, Bonn (2007) Peter Bräunig: Leben mit bipolaren Störungen, Trias-Verlag, Stuttgart (2009) Christian Simhandl, Klaudia Mitterwachauer: Depression und Manie erkennen und erfolgreich behandeln, Springer-Verlag, Wien (2007) 27

15 Für Ihre Notizen Mein persönlicher Notfallplan In Ihrem persönlichen Notfallplan legen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Psychotherapeuten fest, welche Maßnahmen im Akutfall für Sie wichtig sind. Die vorgesehenen Schritte sollen aufeinander aufbauen und charakterisieren einen zunehmenden Schweregrad der Situation. Schritt 1 könnte daher die Rücksprache mit einem Freund oder Angehörigen darstellen, Schritt 7 der Anruf beim behandelnden Arzt oder die Fahrt zur Notaufnahme in die Klinik. Fassen Sie Ihren Notfallplan so konkret wie möglich ab und bestimmen Sie dabei auch die Rolle Ihres Partners und der Familie. Nicht vergessen: Legen Sie fest, wo der Plan im Notfall zu finden ist. Was tue ich, wenn es kritisch wird?

16 Notfallplan Für Ihre Notizen 7. Fachliche Hilfe aufsuchen: Arzt Name: Adresse: Telefonnummer: Klinik Name: Adresse: Telefonnummer: Psychotherapeut Name: Adresse: 30 Modifiziert nach Hautzinger M, Meyer T: Bipolar affektive Störungen. Fortschritte der Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe Verlag (2011) Telefonnummer: 31

17 Arztstempel Ein Service von: Lundbeck GmbH Ericusspitze Hamburg Tel.: 0 40/ Fax: 0 40/ /2012 Wir wünschen gute Besserung!

Erfahrungsbericht Catheriné – Bipolare Störung & Alexithymie

Mein Name ist Catheriné, ich bin 30, beziehe Hartz 4 und habe eine Bipolare Störung (Typ 2) und eine leichte bis mittlere Alexithymie. Ich habe keinen Job und schaffe inzwischen auch keinen 1 € – Job mehr. Ich lebe mit 2 Meerschweinchen zusammen und kontrolliere meine Störung ganz ohne medikamentöse Hilfe. Und das ist meine Geschichte:

Streitende Eltern, Mobbing, Angst, unzählige Therapien. Ich bin quasi „kaputt“ groß geworden. Ohne je gelernt zu haben, wie eine intakte elterliche Beziehung aussieht oder was Liebe ist, wie es aussieht, wenn sich jemand liebt. Ich bin nur mit sich hassenden Eltern groß geworden.

Meine größte Angst? Je wieder eingewiesen zu werden. Ich bin 30. Wenn es nach mir geht, nach meinem Gefühl, ist genau das der Fehler. Das ich 30 geworden bin. Ich habe das Gefühl, ich dürfte längst nicht mehr existieren, hätte eigentlich nicht 30 werden dürfen. Mein Freund hat mich vor kurzem gefragt, ob ich Selbstmordgedanken habe. Selbstmordgedanken? Nein. Das stimmt. Aber wenn ich aufwache ist mein erster Gedanke oft, dass ich mir wünschte, tot zu sein.

Komisch. Eigentlich bin ich glücklich und lebe gerne. Ich verstehe diesen Gedanken selbst nicht. Ich bin eher dankbar, jeden Tag aufs Neue die Welt entdecken zu dürfen, zu leben und atmen zu dürfen. Trotzdem ist das an vielen Tagen der erste Gedanke, der mir kommt, wenn ich aufwache oder: „Eigentlich dürftest du gar nicht mehr existieren“. Frage ich mich wieso, ist die Antwort: „Weil ich eigentlich nicht mehr existieren dürfte.“ Ich kämpfe jeden Tag gegen meine schlechte Seite, gegen meine negativen Instinkte und Gedanken an. Ich würde so gerne aufgeben, aber das kommt nicht in Frage.

Als Teenager war ich vollkommen überfordert. Mir war alles zu viel. Richtig schlimm wurde es erst in der „WG“. Ich kam mit 14 in das Haus in V. und dachte von Anfang an darüber nach, wie ich zurück zu meiner Familie komme. 2 Jahre lang. Ich habe die WG gehasst. Drogen, Gewalt, Manipulation war dort nichts Neues. Das war an der Tagesordnung. Ich war fast 2 Jahre da. Ausgebildete Erzieher? Nein. KEINER hatte die Ausbildung, keiner hätte da als Erzieher Kinder betreuen dürfen. Das hat aber keinen interessiert. Die, die als Erzieher angestellt waren, waren nichts weiter als Sozialhilfeempfänger. Der Grund, aus dem ich dahin kam, war, dass ich nicht mit der Scheidung meiner Eltern klarkam und den Schmerz und die Wut an meiner Mutter ausgelassen habe.

Ich beschloss, zu meinem Vater zu ziehen. Ich war zu der Zeit ein Papakind. Ein Kind, das durch die Zeit bei seinem Vater lernen musste, dass er nicht der tolle Vater war, als das es ihn sah. Er war Alkoholiker und hatte Alexithymie. Er konnte seine Gefühle nicht zeigen. Ich ging mit in Gaststätten, wo er sich bewusstlos trank. Ich musste. Konnte nicht allein zu Hause bleiben. Also musste ich mit angucken, wie er sich bewusstlos getrunken hat. In dem Zustand hat er mir auch jedes Mal gute Nacht gewünscht und war der liebste Vater der Welt.

Ich hatte Angst. 3 Wochen später war mir das auch zu viel. Ich ging zu meiner Mutter, vertraute mich ihr an und kam durch das Jugendamt, in eine WG. Grund: Ich konnte nicht mehr nach Hause. Durfte nicht. Mich hat keiner gefragt. Also kam ich in die WG.

Ich habe schnell festgestellt, dass es da nicht so toll ist, wie es schien. Aber das interessierte keinen. Ich war psychisch krank. Alles Einbildung. Ich musste selbst klarkommen. Die WG wollte, als sie rausbekam, dass ich immer wieder zu meiner Mutter ging und ihr erzählte, was passiert ist, den Kontakt zwischen uns unterbrechen und vermeiden. Drogen, Gewalt, Mädchen, die zu Abtreibungen gezwungen wurden – würde das rauskommen, wäre die WG geliefert gewesen. Das Haus wäre geschlossen worden. Das ging nicht.

Nach 2 Jahren wurde ich vergewaltigt. Ab da gingen die Probleme richtig los. Ich wurde dadurch gebrochen und wurde manisch-depressiv. Ich weiß noch, dass ich das Gefühl hatte, etwas würde zerbrechen. Hilfe? Nein. Ich hatte nur meine Tage, hieß es. Ein Arzt war nicht nötig. Mich fragen? Unnötig. Ich hatte Verletzungen, blutete, der Teppich war voll.

Der „Erzieher“ – Ein Witz. Ich würde lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Der „Erzieher“ der zu der Zeit Nachtdienst hatte in jener Nacht war eigentlich mal als Hausmeister angestellt worden, hatte keine Ausbildung. Wurde trotzdem für die Erziehung eingesetzt. Grund: Er hatte 2 erwachsene Kinder. Er rauchte gerne mal mit ein paar der älteren Jugendlichen Marihuana, zum Teil auch mit jüngeren. Es blieb aber nicht nur dabei. Alkohol war auch oft im Spiel. Für viele Jugendliche war das der einzige Weg, um die WG auszuhalten und zu vergessen. In jener Nacht war er Sturzbetrunken. Er hatte sich mit einem Kollegen zusammen betrunken und als einer der älteren Jugendlichen mich fand und den beiden Herren Bescheid sagte, wurde es richtig übel. Ich erinnere mich noch sehr klar. Es ist, als hätte ich alles als Außenstehende gesehen. Er säuberte den Teppich, ich stand neben seinem Kollegen, verängstigt und fertig. Ich hatte keine Ahnung, was passiert ist. Mein einziger, klarer Gedanke war, dass ich mein erstes Mal gerade hatte und sterben werde. Ich war mir sicher, dass ich sterben muss. Sein Kollege fragte ihn, ob ich nicht zum Arzt sollte. Er sah auf, grinste und meinte nur: „Nö, die hat nur ihre Tage“.

Dann machte er weiter als wäre nichts gewesen. Als er fertig war, gingen sie ohne sich weiter um mich zu kümmern und ich blieb mit Angst, verwirrt, verletzt und Schmerzen zurück. Am folgenden Morgen wurde ich geweckt und mir mitgeteilt, dass ich zur Schule zu gehen habe. Da ich Angst hatte, widersprach ich nicht. 4 Tage darauf hatte jener „Erzieher“ Wochenenddienst. Er stand morgens plötzlich hinter mir und raunte mir ins Ohr, dass ich meine Familie nie wiedersehen würde, wenn ich es wagen würde, jemandem davon zu erzählen. Ganz ehrlich? Wem hätte ich davon denn erzählen sollen… Ich war auf mich gestellt.

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