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Um Ausschlag vorzubeugen, sollten Allergiker sich unter allen Umständen von Substanzen oder Lebewesen fernhalten, auf die sie allergisch reagieren. Dadurch kommt es gar nicht erst zum Ausschlag. Dasselbe gilt, wenn die Haut empfindlich auf ein Pflegeprodukt reagiert.

Ausschlag kann man verhindern, indem man ein Alternativprodukt verwendet, das der Haut weniger schadet. Wer leicht Ausschlag von handelsüblichen Produkten bekommt, findet Alternativen in der Apotheke. Zur Vorbeugung von Erkrankungen lohnt es sich, frühzeitig über eine schützende Impfung nachzudenken.

Ausschlag bedarf nicht immer einer ärztlichen Behandlung. Betroffene können die Beschwerden oftmals durch Hausmittel und eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten reduzieren. Zunächst sollten Menschen, die unter Ausschlag leiden schonende, pH-neutrale Pflegeprodukte ohne künstliche Zusätze verwenden, um die Haut nicht weiter zu reizen. Durch locker sitzende Kleidung lassen sich Reibungen und Hautreitzungen vermeiden.

Je nach Leiden kann der Ausschlag mit verschiedenen Ölen, frischen Korianderblättern oder einem warmen Bad mit Weizenkleie behandelt werden. Nach dem Duschen oder Baden sollte die Haut an der Luft getrocknet werden, um eine weitere Reizung der betroffenen Stellen zu vermeiden. Eine angemessene Körperhygiene trägt ebenfalls zu einem Rückgang der Beschwerden und einem Anstieg des Wohlbefindens bei.

Ist die Ursache des Ausschlags eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Allergie, helfen diätische Maßnahmen dabei, die Symptome zu reduzieren. Ein Gesundheitstagebuch hilft dabei, mögliche Ursachen für den Ausschlag zu finden und diese gezielt und schnell zu behandeln. Generell sollte der Körper und insbesondere das Immunsystem geschont werden, damit der Ausschlag schnell und komplikationsfrei abheilen kann. Stellt sich trotz dieser Eigenmaßnahmen keine Besserung ein, sollte ein Hautarzt hinzugezogen werden.

Von Hamed Abdel-Samad.

Die Religion des Friedens hat wieder zugeschlagen. Am Palmsonntag sind zwei christliche Kirchen in Ägypten in die Luft gejagt worden! Dutzende Tote und zahlreiche Verletzte. Paris, Berlin, London, Stockholm, Alexandria. Ägypter, Tunesier, Somalier, Usbeken, Konvertiten; alles und alle haben mit dem Islam nicht zu tun! Diejenigen, die die Krankheit im Herzen des Islam lange geleugnet oder beschönigt haben, haben nun nichts Besseres zu tun als zu beschwichtigen. Diejenigen, die seit Jahren für die Islamisten, auch hier in Deutschland, Propaganda machen, nennen mich einen Hetzer. Statt die wahren Gründe der Gewalt anzusprechen, übernehmen sie lieber die Opferrolle und reden von Islamophobie. Leider werden sie dabei von einigen naiven Journalisten und senilen Politikern unterstützt. Ich verachte euch alle, ihr unverbesserlichen Demagogen und mache euch für die Misere mitverantwortlich!

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Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

Lieber Herr Samad, ich habe fast alle Ihre Bücher gelesen und empfehle sie weiter. Lassen Sie sich nicht vergraulen aber klären Sie das deutsche Volk über die mörderische Ideologie, die man fälschlicherweise Religion nennt –Islam- auf. Nach dem Holocaust hat Europa und Deutschland geglaubt, dass das Schwache immer gut sein muss. Das ist ein großer Irrtum. Das traf auf die Juden, die man über Jahrtausende beraubt, vertrieben und ermordet hat sicherlich zu aber in keinem Fall auf die Moslem, die über Jahrhunderte die Welt mit Gewalt erobert, kolonisiert hat und im Namen dieser Ideologie die heutige Welt in Angst und Schrecken versetzen. Es ist auch nicht relevant, dass nicht alle Moslem so sind. Nicht alle Deutsche waren SS-Männer, nicht alle Chinesen waren Maoisten und nicht alle Russen waren überzeugte Kommunisten, trotzdem sind unter der Herrschaft der Ideologien Abermillionen Menschen vernichtet worden. Deshalb halten Sie bitte aus wir brauchen Sie dringend.

Bei der Kritik gegenüber Politikern sollte differenziert werden: Es ist die deutsche Linke, die seit Jahren die muslimischen Aufklärer und Aufklärerinnen diskreditiert und mit dem Totschlag-Argument begegnet, sie würden den Rechtspopulisten in die Hände spielen. „Religionskritik nach Pegida-Art“ vom SPIEGEL ist z.B. so ein Machwerk! So schreibt der SPIEGEL: „Während Jesus im Islam ebenfalls als Prophet anerkannt wird, tat man sich im christlichen Europa mit einer vergleichbaren Anerkennung Mohammeds schwer.“ Ja, soweit sind wir inzwischen: Das zum Rohrkrepierer mutierte „Sturmgeschütz der Demokratie“ auf dem Wege zur „Anerkennung Mohammeds“.

Sehr geehrter Herr Abdel-Samad. Ich schließe mich Ihrer Verachtung von ganzem Herzen an. Nach dem Anschlag in Stockholm kamen wieder, wie leider immer, reflexartig die üblichen Worthülsen: “Wir gehen gestärkt aus diesem Anschlag auf unsere Freiheit hervor.” “Dies ist ein Anschlag auf unsere freiheitliche Demokratie, aber wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen, Angst ist der falsche Ratgeber.” BlaBlaBla. ICH habe Angst, ICH habe Wut, und JA - Es sind IMMER Anschläge auf unsere Demokratie, auf unsere Lebensweise, weil sie diesen ach so friedensliebenden Islamisten nicht passt, diese Art der Demokratie, diese Art unserere Lebensweise. Und ICH gehe NICHT gestärkt aus diesen furchbaren Anschlägen heraus! UNSERE Werte gehen den Bach hinunter, weil wir kuschen, weil wir die Wahrheit nicht aussprechen dürfen und weil unsere Regierenden die Wahrheit schon gar nicht benennen wollen, denn dann müssten sie zugeben, dass sie die ganzen vergangenen Jahre gelogen haben. Aber sie lügen jeden Tag und nach jedem weiteren Anschlag aufs Neue! Und die Einzigen, die gestärkt aus diesen Anschlägen herausgehen, sind die Islamisten, weil sie sehen und wissen, dass nichts gegen sie unternommen wird. Sie können schalten und walten wie sie wollen, es wird immer wieder geschehen, in Einkaufszentren, in Lokalen, auf Plätzen, Straßen, an Stränden usw. usf. Menschenketten werden uns nicht weiterhelfen….

Vielen Dank Herr Abdel Samad, Sie sind bestimmt kein Hetzer. Sie sind einer der wenigen die sich trauen den Islam aus den eigenen Reihen zu kritisieren. Ich habe viel mit Muslimen zu tun gehabt, beruflich, wie auch privat, es sind immer die gleichen Ausreden. Immer sind die anderen Schuld, keiner versteht sie, alles arme Opfer der bösen Nazis. Aber für eigenes Handeln geradestehen? Fehlanzeige. Die naiven Journalisten merken nicht dass sie die ersten sind die einen Kopf kürzer gemacht werden, oder am nächsten Baum hängen. Ich bewundere Ihren Mut, und passen Sie auf sich auf, ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Glück und Gesundheit, möge Gott oder Allah Sie schützen. Sie sind ein Held!

Starke, ehrliche Worte Herr Samand. So deutlich muss man es heute wohl sagen. Die sollten in jeder Zeitung auf Seite 1 stehen. Aber leider werden sie, von den Meisten ungehört, verhallen. Irgendwann in ferner Zukunft werden die Politiker und Multikulturalisten dann behaupten sie hätten von all dem nicht gewusst und damit auch noch durchkommen.

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Im Gesetz gibt es keinen Katalog von Scheidungsgründen.

Die Scheidungsgründe müssen im Einzelfall geprüft werden.

Letztlich obliegt es der Beweiswürdigung des Richters zu entscheiden, wer welche Scheidungsgründe gesetzt hat und ob diese Grund dafür sind, dass ein Ehegatte das überwiegende oder alleinige Verschulden an der unheilbaren Zerrüttung der Ehe hat oder beide etwa die gleiche Schuld an der Scheidung trifft.

Scheidungsgründe können auch noch während des Scheidungsverfahrens gesetzt werden. Eheverfehlungen nach der Zerrüttung sind dann zu berücksichtigen, wenn eine weitere Vertiefung der Zerrüttung nicht ausgeschlossen war und der andere Ehegatte dieses Verhalten als noch ehezerrüttender empfinden konnte. Auch nach der Zerrüttung darf kein den Partner missachtendes Verhalten gesetzt werden.

Beispiele für Scheidungsgründe:

  1. Verweigerung des Zutritts der Ehewohnung ( etwa Austausch der Schlüssel oder eigenmächtige Wegnahme des Schlüssels)
  2. Grundloses Ausziehen oder Verlegung der Ehewohnung
  3. Unzulässige Verfügung über die Ehewohnung
  4. Ausweisung aus der Ehewohnung ohne Grund
  5. Unreinliches Verhalten, fehlende Körperpflege
  6. Aussperren des Ehegatten aus dem Schlafzimmer ohne Grund oder grundloser Auszug aus diesem
  7. böswilliges Verlassen
  8. unreinliches Verhalten, fehlende Körperpflege
  9. Unterhaltsverletzung gegenüber Gatten oder Kindern
  10. hineinziehen der Kinder in den Ehestreit
  11. aufhetzen der Kinder gegen den anderen Ehepartner
  12. Behinderung oder Verweigerung des Besuchsrechts hinsichtlich der gemeinsamen Kinder
  13. Vernachlässigung der Kinder, und nicht ausreichende Pflege und Erziehung
  14. Verletzung der Treuepflicht
  15. eigenmächtiges Wegbringen von Hausrat
  16. trotz Aufforderung hierzu – keine Rechenschaft über Behebungen, die vom Konto des anderen Ehegatten getätigt wurden
  17. eigenmächtiges Abheben von Sparguthaben
  18. Verschweigen des Einkommens
  19. Sorgloses Eingehen von Schulden
  20. kleinliche Behandlung in Geldangelegenheiten
  21. Verheimlichen einer kritischen wirtschaftlichen Situation
  22. dauerhafte grobe Vernachlässigung der Haushaltsführung
  23. Verstoß gegen die Pflicht zur gemeinsamen Haushaltsführung
  24. Verweigerung einer zumutbaren Mitwirkung im Erwerb des anderen, obwohl dies zumutbar ist;
  25. Andauernde Lieblosigkeit und Feindseligkeiten
  26. Ablehnung der Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft ohne hinreichenden Grund
  27. Verletzung der Beistandspflicht ( Hilfe und Unterstützung in schwierigen Situationen)
  28. kein Bemühen zur einvernehmlichen Gestaltung der ehelichen Lebensgemeinschaft
  29. Bordellbesuche
  30. eine bloße „Freundschaft“ die aber den objektiven Anschein einer ehewidrigen Beziehung erweckt
  31. freundschaftliche Beziehungen zum anderen Geschlecht gegen den ausdrücklichen Willen des anderen Ehegatten ( auch wenn diese nicht sexuell sind)
  32. sexuelle Vernachlässigung des Ehegatten
  33. grundlose und beharrliche Verweigerung des ehelichen Verkehrs
  34. häufig durchzechte Nächte
  35. Abbruch des menschlichen Kontaktes
  36. Rechthaberei oder notorisches Nörgeln
  37. keine anständige Begegnung mit dem Ehegatten ( Begrüßung, gegenseitiger Respekt, etc.)
  38. kontinuierliche Gesprächsverweigerung ( über wichtige persönliche Themen)
  39. Verlangen von Perversionen
  40. keine Gemeinsamkeiten mit dem Ehegatten suchen
  41. dauernde Interessenlosigkeit, beharrliches Schweigen
  42. das peinliche Bloßstellen des Ehepartners ( insbesondere vor Freunden, Geschäftspartnern oder dessen Familie)
  43. überintensives Berufsleben bei gleichzeitiger Vernachlässigung des Ehepartners
  44. erheblicher Teil der Freizeit und Urlaube werden alleine verbracht
  45. unbegründete Strafanzeigen ( auch beim Finanzamt) um dem Anderen zu schaden
  46. Ablehnung oder Zurückziehen aus dem Familienverband
  47. Unterbindung des Kontaktes mit Verwandten ohne Grund
  48. Beschimpfungen
  49. Religiöser oder politischer Fanatismus
  50. Misshandlungen
  51. Gefährliche Drohungen
  52. Grundlose Eifersucht
  53. Verbreitung rufschädigender Äußerungen über den Ehegatten
  54. Straftaten von nicht unerheblicher Bedeutung
  55. Ausplaudern von Intimitäten
  56. Künstliche Befruchtung ohne Wissen des Ehegatten
  57. Beleidigungen in der Öffentlichkeit
  58. Installieren einer Überwachungsanlage zur Überwachung des Ehegatten
  59. Entwendung von Fotos, Dokumenten oder das Öffnen der Post
  60. Lügen und Heimlichkeiten

Die Beurteilung ob eine Scheidungsgrund gesetzt wurde ist immer vom Einzelfall anhängig. und kommt es auf die jeweilige einvernehmliche Ehegestaltung an. Wenn der Partner zB stets dazu gedrängt hat, dass der andere, damit man sich als Familie etwas erwirtschaftet, viel arbeitet, so kann einem dies später nicht zum Vorwurf gemacht werden.

Dann gibt es noch die speziellen Scheidungsformen:

Auf geistiger Störung beruhendes Verhalten ( § 50 EheG):

Eine Ehe kann beispielsweise wegen einer Psychoneurose, Zwangsneurose, Melancholie, Hysterie, Eifersuchtswahn, psychisch bedingter unverschuldeter Impotenz und Frigidität, willensmäßig nicht zu beeinflussender Trunk – oder Drogensucht geschieden werden, wenn die Ehe dadurch so tief zerrüttet ist, dass die Wiederherstellung einer dem Wesen der Ehe entsprechenden Lebensgemeinschaft nicht erwartet werden kann.

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Ethik ist die (wissenschaftliche) Reflexion von Moral. Die Ethik, begründet vor allem von Sokrates, Platon und Aristoteles im fünften und vierten Jahrhundert v. Chr., ist unter anderem eine Teildisziplin der Philosophie, wird auch Moralphilosophie genannt.

Normative Ethik überprüft moralische Urteile und fragt nach der Legitimität dieser, nach ihrer argumentativen Haltbarkeit und Schlüssigkeit. Sie kann eine Moral rechtfertigen, sie aber auch als unhaltbar verwerfen.

Während also der Gegenstandsbereich der Moral menschliches Handeln ist – sie schreibt einfach, meist ohne Begründung, bestimmte Handlungen vor und verbietet andere -, ist der Gegenstandsbereich der Ethik die Moral, also die Regeln, die Normen, die vorgegeben werden. Man kann an wissenschaftlichen Hochschulen nicht eine Moral studieren, so wie man dort nicht die Psyche eines Menschen oder Gesellschaft studieren kann, aber man kann Moralphilosophie, Psychologie und Soziologie studieren, Fächer also, die allgemein Moralen, die die Psyche von Menschen und gesellschaftliche Mechanismen untersuchen.

Eine typisch ethische Frage wäre: Warum soll man kein Versprechen geben, in der Absicht, es zu brechen? Oder: Warum soll man kleine Kinder sexuell nicht missbrauchen? Warum ist das verwerflich? Wie kann das rational begründet werden? Der Ethikbegriff wird, da die meisten nicht wissen, was Moralphilosophie ist, fast durch die Bank falsch verwendet und meist mit Moral vermengt, so dass der Unterschied kaum noch einem auffällt.

Metaethik wiederum untersucht nicht Handlungen von Menschen und auch nicht einzelne Moralen, sondern reflektiert nochmals eine Ebene höher die Ethik selbst.

Sie fragt zum Beispiel, was das Wort „gut“ überhaupt bedeutet (Sprachanalyse); welche unterschiedliche Wortbedeutungen von „gut“ es gibt: ein gutes Messer, eine gute Idee, eine gute Ausstellung, ein guter Tag, ein gutes Leben, ein guter Mensch/Charakter – rein instrumentelle Nützlichkeitswerte, eigenständige Werte, moralische Werte.

Oder sie fragt nach dem Stellenwert von moralischen Urteilen (Werturteile): Handelt es sich dabei a) um rein subjektive Geschmacksurteile, um Gefühlskundgebungen oder können sie b) einen gültigen Wahrheitsanspruch erheben? Die im Bild dargestellten Positionen – Objektivismus und Skeptizismus, in seinen Spielarten des Subjektivismus und Relativismus – sind unterschiedliche sogenannte metaethische Positionen.

Der ethische Subjektivist sagt: Ich persönlich finde, seiner einjährigen Tochter aus Wut und zur Durchsetzung seiner Macht- und Besitzansprüche den Kopf abzuschneiden, nicht gut. Aber das ist nur meine individuelle persönliche Meinung. Mehr nicht. So etwas wie verbindlichen Normen und Regeln gibt es nicht. Generell gibt es keinerlei Objektivität, schon gar nicht im moralischen Bereich. All dies sind rein subjektive Einschätzungen ohne jeden Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ich möchte daher meinen Mitmenschen keine Vorschriften machen. Ich maße mir nicht an, über andere moralisch zu urteilen und möchte von anderen auch nicht beurteilt werden. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ein moralisches Urteil über diesen Mann, der seinem Kind den Kopf abtrennte, steht mir auch bei vollständiger Kenntnis der Faktenlage nicht zu.

Der ethische Relativist sagt: In unserer Gesellschaft schneiden wir unseren Kindern nicht aus Wut und um unsere Macht- und Besitzansprüche durchzusetzen den Kopf ab. Das hängt aber nur damit zusammen, weil dies nicht unseren aktuellen kollektiven Gepflogenheiten entspricht. Andere Kulturen haben (bzw. hatten) eben ihre eigenen Moralvorstellungen, die vollkommen differieren, ja, sogar den unseren diametral entgegengesetzt sein können. Das geht uns a) nichts an und b) gibt es hier kein besser und kein schlechter, weil es keinen objektiven Maßstab gibt. Wenn andere Kulturen solche aus unserer Sicht zutiefst grausame und unmenschliche Handlungen mehrheitlich legitim finden, dann ist das völlig in Ordnung und genau so richtig wie unsere Moralvorstellung.

Der ethische Objektivist sagt: Es gibt objektive moralische Wahrheiten und diese kann der Mensch grundsätzlich auch erkennen ( Kognitivismus ). Das heißt, es gibt so etwas wie moralische Erkenntnis, sei es, 1. dass diese a) mittels der Ratio oder b) über einen inneren moralischen Sinn intuitiv als objektive Entitäten der Wirklichkeit entdeckt und erkannt werden ( ethischer Realismus ) oder aber 2. nach objektiven Regeln entwickelt ( Konstruktivismus ). Einem kleinen Kind aus Wut und zur Durchsetzung der eigenen Macht- und Besitzansprüche den Kopf abzuschneiden, ist objektiv verwerflich und das kann ein Mensch, wenn er nicht völlig verblendet ist und einen Zugang zu seinem inneren moralischen Sinn hat respektive zu den objektiven ethischen Entitäten, auch erkennen.

Dabei hat die Verwerflichkeit nichts mit rein subjektiven oder rein gesellschaftlichen und historischen Bedingtheiten zu tun. Solche Handlungen sind in Gesellschaft A, B, C … Z verwerflich. Das waren sie immer und werden sie auch immer sein, unabhängig davon, ob die Menschen dies immer auch alle oder mehrheitlich tatsächlich erkennen. Ja, solche Handlungen wären sogar dann objektiv verwerflich, wenn dies zu einer bestimmten Zeit weltweit kein einziger Mensch erkennen würde, so wie die Erde auch damals schon eine Kugelform hatte, als dies noch kein Einziger entdeckt hatte. Der ethische Objektivist kann also sagen: „Diese Moral ist eine objektiv falsche respektive schlechte Moral“. Der Relativist und der Subjektivist sind dazu nicht fähig.

Fast alle modernen Moralphilosophen sind ethische Objektivisten, die Bevölkerung jedoch fast alle ethische Relativisten

Es sind übrigens nahezu alle modernen Moralphilosophen keine Subjektivisten und keine Relativisten, sondern ethische Objektivisten. Fast alle glauben also, dass es moralische Wahrheiten gibt, die man auch erkennen kann ( Kognitivismus ). Und sie führen dafür sehr überzeugende Argumente ins Feld. Seltsamerweise kommt dies seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit nicht an, soll vielleicht auch nicht ankommen.

Genau dieser Umstand spielt wiederum einer anderen Moral in die Hände (die für sich selbst absolute Gültigkeit beansprucht), weil somit nichts vorhanden ist, was ihr entgegengesetzt werden kann, da für Subjektivisten und Relativisten ja alles irgendwie okay und alles gleichwertig ist, was zu einer gewissen Beliebigkeit führt, oftmals sogar eine starke Tendenz vorhanden zu sein scheint, das Fremde a priori höher zu bewerten als das Eigene, nur weil es fremd ist, was natürlich ein völlig unsinniges, ja, geradezu gefährliches, selbstzerstörerisches Prinzip darstellt.

Der Koran gilt Muslimen als „heiliges Buch“, welches nach islamischer Lehre im Gegensatz zur Bibel durch Verbalinspiration zustande gekommen sein soll, indem Allah über einen Engel Mohammed, dem (vorgeblichen) Religionsstifter, genau diese Worte zugekommen haben lassen soll, die dann später schriftlich fixiert worden seien, wobei diese Schrift im Gegensatz zur Bibel für sich selbst beansprucht, Wort für Wort dem Originalkoran zu entsprechen, welcher im Himmel bei Allah liegen soll. So die Behauptungen der islamischen Lehre, die nicht angezweifelt werden dürfen, da man sich ansonsten der Blasphemie schuldig macht (Immunisierung gegen Kritik).

Hier nur einige von unzähligen zur Gewalt gegen Nichtmuslime aufrufenden Verse, die eine höchst fragwürdige Moral begründen, um es sehr vorsichtig zu formulieren:

Sure 2, 191: “Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben; denn Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Totschlag …”Aufruf zum Morden

Sure 4, 74: “Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.”Versprechen von Belohnung für das Morden

Sure 4, 89: “Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.”Immunisierungsstrategie gegen Kritik und Verteufelung von Andersdenkenden sowie Aufruf zum Mord

Sure 8, 39: “Und kämpfet wider sie (die Ungläubigen), bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt …”Benennung des Endziels

Sure 47, 4: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt …“Aufruf zum Massaker

Wer weder auf die Ratio noch auf seinen inneren moralischen Sinn, nicht auf seine Intuition vertraut, sondern tatsächlich bereit ist, diese Schrift als moralische Autorität zu akzeptieren, der fühlt sich leicht nicht nur legitimiert, solch unfassbar grausame, unmenschliche, verwerfliche Taten zu begehen, sondern geradezu moralisch verpflichtet, weil es ja die in seiner Vorstellung höchste Autorität persönlich angeordnet hat und er hierfür sogar die höchstmögliche Belohnung in Aussicht gestellt, ja, sogar versprochen bekommt.

Der ethische Objektivist dürfte hier wohl nicht wenig geneigt sein, von einer geradezu perfiden Moral zu sprechen. Der Relativist und der Subjektivist sind dazu freilich nicht fähig.

Literaturempfehlungen

Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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Als es auf die Sommerferien zuging, wollte die WG wieder mit uns in die Ferien fahren. In 2 Gruppen. Ich sollte mit der ersten Gruppe in die Ferien, danach nach Hause. Ich habe rebelliert. Wollte nach Hause. Also wurde mir gestattet, nach Hause zu fahren, für 3 Wochen. Das nächste woran ich mich erinnere, ist dass ich der Erzieherin, die besonders gerne brutal uns gegenüber war, am Telefon sagte, als sie anrief um mich zurück in die WG zu rufen, sie könne mich mal am A…. lecken. Ich würde nicht zurückkommen.

Danach erinnere ich mich nur noch daran, dass ich ausgezogen bin. Seitdem war nichts mehr wie es war. Sex, körperliche Intimitäten, Körperkontakt widerten mich an, machten mir Angst. Hatte ich Sex, oder habe ich Sex, reagiert mein Körper nicht auf Berührung oder nur sehr wenig, wodurch dann wieder Einrisse entstehen. Ich sage aber nichts. Schlicht weil es danach besser ist vom Gefühl her und ich Spaß habe. Ein Jahr später nachdem ich zurück zu meiner Mutter gezogen bin, wurde mir schließlich klar, was mir da angetan wurde. Hilfe? Auch danach nicht. Niemand fragte mich was passiert ist oder wer das war. Es hieß nur, hätte ich eher was gesagt, wäre ich keinen Tag länger da geblieben. Ein Schlag ins Gesicht. 2 Jahre später lernte ich einen gestörten jungen Mann kennen und zog zu ihm. 3 schlimme Jahre, aus der ich nicht ohne Hilfe raus kam.

Mit 21 lernte ich dann den Richtigen kennen. Wir hatten 5 Jahre zusammen, in denen ich lernte, was Liebe ist, erfuhr wie es ist, schmerzfrei Sex zu haben, lernte Nähe zuzulassen. Er war nicht der Ansicht, mich einweisen lassen zu müssen. Für ihn wäre das eher der letzte Ausweg gewesen, wenn es nicht anders gegangen wäre. Er war gelernter Rettungsassistent, hatte daher Erfahrung mit ADHS – betroffenen Kindern. Als ich ihm anfangs erzählte, dass ich manisch-depressiv bin, stellte er mir viele Fragen dazu: wie ist es, manisch zu sein, eine Psychose zu haben, wie fühlt sich das an, was für Gedanken hast du dabei, was geht in dir vor?

Es tat mir gut, dass er mich gefragt hat, dass er zugehört hat. Ich hatte immer mit dem Gefühl gelebt, ich wäre kaputt und mein einziger Platz in der Welt wäre die Psychiatrie. Er beobachtete, erlebte mich und zeigte mir, wie ich mithilfe von „Skills“ lernen konnte, mit mir selbst klar zu kommen.

Medikamentös eingestellt wurde ich über die ganze Zeit hinweg nicht, schlicht aus dem Grund, dass es 1. niemandem auffiel, dass ich manisch-depressiv bin und 2. weil ich zu kontrolliert bin. Durch ihn lernte ich mich selbst zu kontrollieren, zu beherrschen, lernte, woran ich Auslöser erkenne und wie ich die Stimmungen und Phasen beeinflussen und kontrollieren konnte. Ich lernte, mit Geld umzugehen indem ich ihm meine Kontokarte und einen gewissen Satz an Geld gab, den er mir einteilte, von dem ich einkaufen ging und indem ich ihn beobachtete und vom ihm lernte und das Gesehene und Gelernte umsetzte. Ich wurde ruhiger.

Was immer da kam – Manie, Psychose, Mischphase, Wut, Depressionen, Selbstverletzung, Selbsthass, Suizidgedanken – wir standen das zusammen durch. Ich erinnere mich daran, dass ich Halluzinationen hatte. Hörte Krankenwagensirenen und war sicher, er hätte sie gerufen um mich einweisen zu lassen. tatsächlich waren da keine Sirenen. Ich hatte schlicht akustische Halluzinationen. Ich versteckte mich neben dem Bett im Schlafzimmer, im Dunkeln und war sicher, da würde er mich nicht finden. Er setzte sich zu mir und hörte mir zu und dadurch kam ich runter und die Psychose beruhigte sich.

Nach 3 Jahren Beziehung fing ich an, auf einen Border Collie zu sparen. Es sollte ein Mädchen sein, das wir zur Therapiehündin ausbilden lassen wollten. Ich sparte so gut es ging. Es war sehr schwierig. Ich hatte das Gefühl, dass nicht zu schaffen.

Zwischenzeitlich setzte ich mich mit unserer späteren Züchterin in Verbindung. Wir trafen uns und es passte! Nicht lange danach kam mein kleiner Schlumpf dann auf die Welt. Sie ist inzwischen 3 1/2 und nicht zur Therapiehündin ausgebildet worden. Durch sie geht es mir besser. Sie ist mein wichtigster Skill.

Sie lebt bei meinem Ex – Freund, aber ich kann sie immer sehen, wenn ich das möchte. Ich habe bei ihr das Gefühl, atmen zu können, zu vergessen. Schlafe ich schlecht, kommt sie zu mir aufs Bett, kuschelt sich an, küsst mich, wartet bis es besser ist und geht dann wieder. Habe ich ein Babybel, kriege ich einen Kuss und zack ist das Babybel weg. Tricksen wir, bringt sie mich mit ihrer kreativen Art zum Lachen. Fängt der Morgen an, springt sie auf meinen Rücken, legt sich hin, und küsst mich solange, bis ich wach bin und freut sich dann. Dann stellt sie sich solange neben das Bett und quengelt, bis ich aufstehe. Bin ich sehr müde, lässt sie mich ausschlafen. Sie lässt an schlechten Tagen die Welt und die Zeit still stehen und gibt mir Zeit, durchzuatmen. Bei ihr habe ich das Gefühl, nicht kaputt zu sein. Ich weiß, dass Paige nicht für immer an meiner Seite sein wird, aber ich bin trotzdem über jede Sekunde glücklich, die sie an meiner Seite ist. Weil sie meine beste Freundin ist.

Neben Paige habe ich noch 2 beste Freudinnen, die eine hat Borderline, „tickt“ aber genauso wie ich und sortiert mich jedes Mal, wenn ich unsortiert bin und die andere ist gesund, aber neugierig, über WhatsApp für mich da und fragt mich sehr viel, was in mir vorgeht, was ich denke, wenn ich eine Psychose habe oder wie es ist vom Gefühl her. Sie meint, es bringt nichts, mich in eine Klinik zu bringen, es wäre besser, mir zuzuhören und zu gucken ob wir zusammen einen Weg finden können und ganz ehrlich: DAFÜR liebe ich sie. Sie sagt, eine Klinik sollte eher die auffangen, die neu lernen müssen, zu leben. Sie weiß, dass ich psychisch krank bin, aber für sie bin ich wie jeder andere auch. Sie sagt, jedem kann es mal schlecht gehen. Ich empfinde jedes Mal eine unglaublich tiefgreifende Ruhe und Erleichterung. Sie ist nicht betroffen, aber versteht mich trotzdem. Fragt sie nach etwas, überlege ich und erkläre es ihr an normalen Dingen und Beispielen. „Druck“ zum Beispiel fühlt sich fast an wie Ungeduld. Nur ein bisschen intensiver.

Geht es mir schlecht, habe ich eine Psychose, Phase, Halluzinationen, kann nicht schlafen, erzähle ich ihr das in einer „Voicemail“ bei WhatsApp, weil sie mich auch danach gefragt hat, ob ich das für sie machen könnte. Und ich finde das gut. Auf die Art erlebt sie das alles mit. Ich kann immer auf sie zählen. Ich weiß nicht, ob ich mich selbst so falsch einschätze, aber ich komme eigentlich gut zurecht. Ich bin oft phasenlos, habe keine Probleme beim Einkaufen, kann mein Geld mithilfe von Excel einteilen und halte diese Einteilung auch ein.

Funktioniert das mal nicht, lasse ich mir von Freunden helfen. Gehe mit jemandem einkaufen oder gebe mein Geld ab, bis ich „runter gekommen“ bin. Ab und zu habe ich auch mal Phasen wo ich zum Beispiel plötzlich kein Geld mehr habe. Das war die letzten 3 Monate der Fall, im letzten Monat (November 2017) habe ich 6 Tage gehungert. Grund? Rechnungen. Plötzlich war alles weg. Dann ein Rezept das ich eingelöst habe, weil es mir wichtiger erschien, als einzukaufen, weil es mir wichtiger ist, dass meine Meerschweinchen etwas zu fressen haben. Um die beiden durchzukriegen, habe ich von mir aus verzichtet und gehungert.

Ich hätte das nicht geschafft ohne die Hilfe meiner Mutter, meiner Freundin und meines Freundes. Schamgefühl? Ja. Sehr großes. Das habe ich zum Glück durchgestanden, aber wenn ich darüber nachdenke kommt mir wieder der Gedanke, dass ich nicht existieren darf. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass ich eine sehr starke Frau bin und selbstlos. Etwas was ich bisher noch nie an mir selbst gesehen habe. Gleichzeitig empfinde ich dann aber auch sehr große und intensive Dankbarkeit für die Liebe und Hilfe die ich erfahren habe und für meine Freunde, die hinter mir stehen. So etwas ist nicht selbstverständlich.

Trotzdem bin ich sehr dankbar und glücklich. Ich lebe ein relativ gesundes Leben. Ganz ohne medikamentöse Einstellung. Habe inzwischen selten Phasen. Es ist jetzt fast Dezember und ich freue mich auf Weihnachten, auf meinen „Käse-Schinken-Crêpes“, den ich auf dem Weihnachtsmarkt essen werde, auf Silvester und das neue Jahr, dass besser wird als 2017.

Hast Du ähnliche oder andere Erfahrungen? Diskutiere mit uns hier und auf Facebook. Oder schreib uns Deinen eigenen Erfahrungsbericht – nähre Infos hierzu findest zu hier.

Depressionen und psychische Leiden und Erkrankungen werden immer noch viel zu häufig abgetan oder sogar stigmatisiert. Wir freuen uns über jeden, der unsere Erfahrungsberichte oder Infoartikel teilt, damit sich etwas ändert.

1 Diagnose: Bipolare Störung Was heißt das für mich?

2 Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, in Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen an einer bipolaren Störung und wir wollen mit der vorliegenden Broschüre unseren Beitrag zu einem besseren Verständnis dieser schwierigen Erkrankung leisten. Diese Broschüre wählt eine eher untypische Erzählperspektive. Aus Sicht einer IchErzählerin berichtet eine fiktive Patientin über ihre Situation. Dabei werden ganz unterschiedliche, wichtige Aspekte der Krankheit angesprochen, die sich aus den Erfahrungen verschiedener Einzelpersonen zusammensetzen. Wenn Sie selbst erkrankt sind oder jemand aus Ihrer näheren Umgebung, werden Sie manche Situationen wiedererkennen. Die verschiedenen Episoden aus Patientensicht werden ergänzt durch Hintergrundinformationen zum Krankheitsbild. Wir haben diese Broschüre besonders für Patienten und Angehörige erarbeitet, die noch nicht lange mit der Diagnose Bipolare Störung vertraut sind. Bitte denken Sie bei der Lektüre daran, dass Schweregrad und Verlauf der Erkrankung individuell sehr unterschiedlich sein können. Wenn Sie Anregungen dazu haben, schreiben Sie uns, am einfachsten per an Redaktion: Dr. med. Ellen R. Markert Dr. Carl GmbH, Stuttgart Herausgeber: Konzept/Text: Gestaltung: Ihr Lundbeck-Team Deutschland Lundbeck GmbH Dr. Carl GmbH Brand Health GmbH 2. Auflage Dezember

3 Und ich? Wann hat es angefangen? Eine ziemlich beeindruckende Darstellung eines bipolaren Patienten liefert der charmante Richard Gere im Hollywood-Film Mr. Jones, großes Kino, empfehlenswert. So überzeugend er in die Patientenrolle schlüpft, so einfach kann er sie nach den Dreharbeiten wieder abstreifen. Und ich? Ich lebe seit fast 20 Jahren mit der Diagnose einer bipolaren Störung. Tage- oder wochenlanger Rückzug, dann wieder Party bis zum Morgengrauen in der Pubertät gehört das doch dazu, oder? Auch mein Mann, meine Familie und meine Freunde müssen damit leben. Zurzeit geht es mir ziemlich gut, aber ich weiß, dass ein Rückfall möglich ist. Für bipolare Störungen typisch sind Zeiten sehr niedergeschlagener Stimmung und Zeiten extremer Hochstimmung, die aufeinander folgen. Dauer, Grad der Ausprägung und Häufigkeit unterscheiden sich von Patient zu Patient. Die Trennung von meinem ersten Freund kam, als ich gerade 18 war. Er ging für ein Jahr ins Ausland und ich verbrachte die folgenden Wochen fast ausschließlich im Bett. Ich konnte nichts essen und wollte niemand sehen. Was meine Eltern für heftigen Liebeskummer hielten, war in der Rückschau wohl meine erste depressive Phase. Etwa ein halbes Jahr später fuhr ich nach einer mit Freunden durchwachten Nacht spontan 300 km nach München. Wir hatten stundenlang über Gott und die Welt diskutiert und ich kann mich noch gut an meine aufgekratzte Stimmung erinnern. Als die anderen ins Bett gingen, fuhr ich mit dem Auto meiner Mutter los und verbrachte einen ganzen Tag in München. Tief in der Nacht kam ich wieder nach Hause und meine Eltern überhäuften mich mit Vorwürfen. Dass ich ihre Aufregung überhaupt nicht verstehen konnte, machte sie noch wütender. Ich fühlte mich großartig und schlief kaum noch. Die nächsten Wochen waren von sex and drugs and rock n roll geprägt. Dann kam der Zusammenbruch. Ich heulte stundenlang, bis ich nicht mehr konnte. Bipolare Störungen beginnen meistens im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Negative sowie positive Lebensereignisse können die Erkrankung auslösen. Vom Auftreten der Symptome bis zur korrekten Diagnosestellung vergehen oft mehrere Jahre. 4 5

4 Schrecklich müde Damals war ich der Depression hoffnungslos ausgeliefert. Heute weiß ich ziemlich gut, wie sich eine depressive Phase bei mir ankündigt und vor allem wissen es auch mein Mann und meine beste Freundin: Ich wache gegen 4 Uhr morgens auf und kann nicht mehr einschlafen. Den ganzen Vormittag fühle ich mich deshalb wie gerädert. Ich habe das Gefühl, dass mich jede Kleinigkeit mehr Kraft kostet, als ich habe. Wenn ich es endlich aus dem Bett geschafft habe, schlurfe ich noch bis zum Mittag im Schlafanzug durch die Wohnung. In den ersten Tagen fühle ich mich wenigstens nachmittags dazu in der Lage, ein bisschen aufzuräumen oder den Müll hinauszubringen. Ich weiß, dass mir dann ein Spaziergang guttut. Aber ich schaffe es kaum, mich dazu aufzuraffen, wenn nicht jemand mit mir geht. Bevor ich gelernt habe, mit meiner Krankheit offener umzugehen, ging es mir nach den ersten Anzeichen von Tag zu Tag schlechter. Schließlich fehlte mir jeder Antrieb, morgens aufzustehen. Manchmal gönnte ich mir schon am frühen Morgen einen Cognac, um wieder einschlafen zu können. Appetitlosigkeit und Lustlosigkeit steigerten sich bis zu einer vollkommenen inneren Leere. Alles erschien sinnlos. Mehr als einmal habe ich daran gedacht, Schluss zu machen. Eine depressive Episode kündigt sich häufig durch Schlafstörungen an. Früherwachen und ein sogenanntes Morgentief sind typisch. Psychische Symptome der Depression niedergedrückte oder ängstliche Stimmung, Lustlosigkeit bis zum Lebensüberdruss, Verlangsamung, Konzentrationsschwäche, aber auch Unruhe und Reizbarkeit werden oft von körperlichen Symptomen begleitet. Dazu gehören Appetitstörungen, die zur Gewichtsabnahme, manchmal aber auch zur Gewichtszunahme führen. 6 Eine Depression bedeutet für mich, Landschaften des eigenen Selbst durchwandern zu müssen, die abgebrannt, tot, niedergetrampelt oder einfach nur leer sind. (Kommentar eines Betroffenen, zitiert auf 7

5 Großartig! Großartig! Ich fühle mich großartig! Wenn ich so auf die Frage antworte, wie es mir geht, sieht mich mein Mann schon skeptisch an. Manische Phasen fürchtet er fast mehr als depressive. Dann schlafe ich wenig und fühle mich trotzdem topfit. Mir kommen viele Ideen, ich bin unternehmungslustig Das fühlt sich anfangs so gut an, dass ich in Gefahr bin, meine Medikamente wegzulassen. Von meiner letzten manischen Episode habe ich noch ein paar Einzelheiten in Erinnerung: Einmal fuhr ich mit der S-Bahn in die Stadt und schaffte es, das ganze Abteil zu unterhalten. Wir erfanden den Rap gegen die Sorgen am frühen Morgen. Im Musikgeschäft bestellte ich ein Schlagzeug. Um Platz dafür zu schaffen, räumte ich zu Hause das Wohnzimmer um. Bis mein Mann von seiner zweitägigen Dienstreise zurückkam, hatte ich es auch schon neu gestrichen orange! und außerdem eine bessere Stereoanlage besorgt. Zur Einweihung organisierte ich eine Willkommensparty für ihn mit Nachbarn und Freunden. Weil er sich offensichtlich gar nicht darüber freute, gerieten wir in heftigen Streit. Den Rest der Nacht verbrachte ich in einer Kneipe, bis der Wirt in den frühen Morgenstunden meinen Mann anrief, um mich abzuholen Die meisten Menschen würden heutzutage in der Leistungsund Mediengesellschaft alles dafür geben, einmal besonders zu sein, besonders interessant, selbstsicher, kreativ, belastbar, einmal aus der Reihe zu fallen, etwas Verrücktes zu machen, immer fröhlich zu sein etc. sie nehmen sogar Drogen für diese Illusion. Wir kriegen das leider umsonst und können am eigenen Leib erfahren, wie grausam das alles sein kann und wie wenig der Mensch dafür gemacht ist, so zu sein. Und wir müssen diese Suppe dann jedes Mal auslöffeln, wenn der schöne Schein vorbei ist. (Kommentar eines Betroffenen*, zitiert auf Eine gehobene, oft überdreht-fröhliche Stimmungslage ist typisch für die manische Episode, aber auch erhöhte Reizbarkeit und Streitsucht kommen vor. Vorbote einer manischen Episode kann ein deutlich vermindertes Schlafbedürfnis sein. Die gehobene Stimmung führt nicht selten zu risikoreichem Verhalten, darunter leichtsinnige Geldausgaben und sexuelle Abenteuer. 8 * Mit Betroffener wird im vorliegenden Text sowohl ein Mann als auch eine Frau mit bipolarer Störung bezeichnet. 9

6 Meine Eltern und ihre Schuldgefühle Mein mutiger Mann Meine Eltern wollten es zunächst nicht wahrhaben, dass ich dem verrückten Cousin meiner Mutter nachschlage. Sie hatten lange Zeit das Gefühl, in der Erziehung versagt zu haben. Dann machten sie sich wieder Vorwürfe, nicht früher erkannt zu haben, dass ich krank bin. Die nächste Selbsthilfegruppe für Angehörige ist von ihrem Wohnort über 70 km entfernt, aber es gab Jahre, da ließen sie keines der monatlichen Treffen aus. An schlechten Tagen frage ich mich, was meinen Mann noch bei mir hält. Ich fange dann häufig Streit an oder ziehe mich völlig zurück. Manchmal gelingt es ihm, durch eine bestimmte Art, meinen Namen auszusprechen, mich zurückzuholen. Das ist wie eine Geheimsprache zwischen uns. Ich bin Einzelkind, daher weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, wie Geschwister reagieren. Eine Mitpatientin hat mir einmal erzählt, dass ihre kleine Schwester für sie immer diejenige war, zu der sie am meisten Vertrauen hatte. Damals habe ich mich nach einer Schwester gesehnt Die bipolare Erkrankung kommt familiär gehäuft vor. Es gibt aber nicht das Bipolar-Gen. Das Behandlungsteam sollte die Angehörigen nach Möglichkeit einbeziehen. Dies ist nicht nur für die Erhebung der bisherigen Krankengeschichte ( Anamnese ), sondern auch für den weiteren Krankheitsverlauf wesentlich. Die Angehörigen sollten sich nicht scheuen, selbst Rat zu suchen. Den Bedürfnissen des Erkrankten stehen die eigenen Grenzen der Belastbarkeit gegenüber. Schweben zwischen Hoffnung, Enttäuschung, Resignation. Ungläubiges Entsetzen (das kann doch nicht wahr sein, meine Tochter). Aufbieten aller Kräfte, um helfen zu wollen. Weich geklopft sein vom ewigen Auf und Ab. (Kommentar eines Elternteils, zitiert auf 10 An guten Tagen, wenn ich ihn mit meinen Geschichten zum Lachen bringe, sehe ich uns gemeinsam als älteres Pärchen auf der Bank vor einem rosenumrankten Häuschen Wir haben uns vor zehn Jahren in einem Volkshochschulkurs getroffen. Ich war in einer stabilen Phase meiner Erkrankung, arbeitete halbtags und wollte Leute außerhalb meiner Therapiegruppe und außerhalb meiner Arbeitsstelle kennenlernen. Weil der Konversationskurs Französisch schon belegt war, entschied ich mich für einen Kochkurs aus dem Pfundskur -Programm. (Unter der regelmäßigen Medikamenteneinnahme hatte ich schon ein bisschen zugenommen ) Mein Mann war aus beruflichen Gründen zugezogen und hoffte ebenfalls, beim Kochen neue Leute kennenzulernen. Wir hatten viel Spaß in dem Kurs, gingen erst ein paarmal mit der Gruppe aus und irgendwann planten wir eine Fahrradtour zu zweit. Die Tour war zwar verregnet, aber in einem Unterstand im Wald erreichten wir bald eine so vertrauliche Gesprächsatmosphäre, dass ich von meinen bipolaren Schwankungen und der Therapie erzählen konnte. Wenn ich sage, dass ich ihn mutig finde, weil er sich auf eine Beziehung mit mir eingelassen hat, widerspricht er mir. Er meint, er sei weniger mutig als einfach mit einer gewissen Gelassenheit auf die Welt gekommen! 11

7 Mein mutiger Mann Freundschaften und Freundschaften Eine wirklich gute Freundin ist mir aus Schultagen geblieben und es hat sich ergeben, dass wir im selben Ort gelandet sind. Sie kennt mich in- und auswendig und hat sich in schwierigen Phasen nicht abschrecken lassen. Von ihr lasse ich mir viel mehr sagen als von irgendjemand sonst. Ich habe aber auch viele Freunde verloren: In der Depression habe ich mich so vollkommen zurückgezogen, dass sie nicht mehr an meine Freundschaft geglaubt haben, und in der Manie habe ich einige wohlmeinende Freunde sehr verletzt. Entweder du kannst damit leben und dann läuft s oder du kannst es nicht, dann musst du einen Schlussstrich ziehen. (Nach einem Beitrag auf Die bipolare Störung stellt auch für den Lebenspartner oder die -partnerin eine große Belastung dar, nicht allein in psychischer Hinsicht. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bis hin zur Kündigung, aber auch übertriebene Geldausgaben in der Manie können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Wenn sich der oder die Betroffene von gemeinsamen Freunden abwendet, ist die Freundschaft oftmals ungewollt auch für den Lebenspartner oder die -partnerin zu Ende. Das sexuelle Verlangen kann sich in einer akuten Episode der Erkrankung ändern, vom völligen Desinteresse in der Depression bis zum erheblich gesteigerten Interesse in der Manie. Dabei richtet sich die Lust der Betroffenen häufig auch auf Personen außerhalb der Partnerschaft. In der Manie habe ich auch immer wieder falsche Freunde gefunden, die mit mir getrunken und mit Drogen experimentiert haben. Dann bin ich noch tiefer abgestürzt. Freunde zu finden ist auch deshalb nicht leicht, weil mich praktisch schon beim ersten Kennenlernen die Frage quält, ob ich ihr (oder ihm) von meiner bipolaren Störung erzähle und wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Dann bin ich verkrampft und anders, als ich sein möchte Freunde und Bekannte können zur Stabilisierung erheblich beitragen. Nähere Freunde sollten über die bipolare Störung Bescheid wissen. So können sie den Betroffenen auf erste Anzeichen einer neuen Episode hinweisen und ggf. eingreifen (s. Notfallplan, S. 29). Seit ich gelernt habe, meine Gefühle, Ängste und Befürchtungen, aber auch die Verbundenheit und Liebe zu diesen Menschen zu beschreiben und zu vermitteln, habe ich das Gefühl, dass sich echte und tiefe Beziehungen entwickelt haben. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

8 Am Arbeitsplatz Berufstätigkeit bei bipolarer Erkrankung ist ein heikles Thema. Viele Betroffene werden früher oder später als erwerbsunfähig in Rente geschickt. Ich bin bisher nur mehrfach arbeitslos gewesen, meine Eltern und später mein Mann haben mich finanziell unterstützt. In einem Ratgeber habe ich gelesen, dass ich nicht verpflichtet bin, meine bipolare Störung am Arbeitsplatz zu erwähnen. Damit habe ich einmal ganz massiv Schiffbruch erlitten: Ich hatte zu Beginn einer manischen Phase die Medikamente abgesetzt und flippte bei der Arbeit mehrfach aus. Ich machte die Kolleginnen beim kleinsten Fehler nieder und pöbelte die Kunden an. Daraufhin setzte mich mein Chef kurzfristig für Arbeiten ohne Kundenkontakt ein, aber nach mehreren Beschwerden von Mitarbeiterseite schickte er mich eines Nachmittags nach Hause. Ich war so wütend, dass ich mich ins Auto setzte und fuhr und fuhr. Am Bodensee suchte ich mir ein Hotel. Erst am nächsten Tag meldete ich mich bei meinem Mann, um mich darüber zu beschweren, wie man mich behandelt hatte. Er holte mich ab und beschwor mich, in die Klinik zu gehen. Ich willigte zunächst nur ein, mit meinem Arzt zu sprechen und mich krankschreiben zu lassen. Eine geregelte Tätigkeit ist ein wichtiges Element, um in einem sozialen Rhythmus zu bleiben. Schichtarbeit ist nicht geeignet. Die Entscheidung, am Arbeitsplatz über die Erkrankung zu sprechen, sollte sorgfältig abgewogen werden: Wer genau soll ins Vertrauen gezogen werden? Eine Einzelperson oder mehrere? Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter? Wie genau soll(en) diese Person(en) informiert werden? Die Sicherheit, dass im Notfall professionelle Hilfe zur Verfügung steht, kann dem Arbeitgeber ggf. die Entscheidung für die Anstellung leichter machen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können z.b. dessen Kontaktdaten hinterlegt werden. Ich habe mich bei einer Besprechung geoutet, das heißt zumindest gesagt, dass ich bipolare Störungen habe und welche Auswirkungen das haben kann. Mit einem Kollegen kann ich sehr offen über das Thema sprechen, den Rest hab ich eher nur grob informiert. Seit ich das gemacht habe, fühle ich mich auf der Arbeit viel freier. Ich hätte vorher nie gedacht, dass mir so viel Verständnis und Wohlwollen entgegengebracht werden würden. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf Es hat lange gedauert, mir einzugestehen, dass ich nicht mehr in Vollzeit arbeiten kann. Inzwischen bin ich echt froh, dass ich mich dafür entschieden habe. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

9 Die Erkrankung akzeptieren Eine ältere Mitpatientin hat mir einmal gesagt, dass sie ihre Medikamente nimmt wie ein Diabetiker sein Insulin. So sei das eben mit chronisch Kranken. Zu akzeptieren, dass ich krank bin, zwar behandelbar, aber doch chronisch krank, war ein weiter Weg für mich. Welcher Mensch hat denn keine Stimmungsschwankungen? Was ist schon normal? Darf man denn niemals traurig sein? So spielte ich lange herunter, was mit mir geschah. Lange Phasen der Normalität ließen mich hoffen, dass der Spuk vorbei sei. Als ich mit den Anforderungen des Studiums nicht mehr zurechtkam, suchte ich die Studienberatung auf. Besser gesagt: Meine Wohnungsgenossin schleppte mich förmlich dorthin. Ich hatte großes Glück, dass mich die Studienberaterin direkt zur psychologischen Beratungsstelle begleitete. Von dort ging es in die nächste Landesklinik: mein erster Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, meine erste Auseinandersetzung mit der Diagnose bipolare Störung. Meine Probleme als Krankheit anzusehen hatte auch etwas Entlastendes. Endlich war ich nicht mehr an allem schuld. Für eine erfolgreiche Behandlung der bipolaren Störung ist es unabdingbar, dass sich die Betroffenen mit dem Krankheitsbild und den Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen. Selbst nach Jahren ohne Beschwerden können neue Episoden auftreten. Meine Diagnose Bipolare Störung wurde gestellt, als ich mein gesamtes Leben bereits ruiniert hatte. Für neun Jahre Chaos gab es plötzlich eine Erklärung, einen Namen, deshalb konnte ich die Diagnose sofort annehmen. Was mir noch hilft, verhältnismäßig unbekümmert mit der Erkrankung zu leben, ist der Umgang meines Arztes damit. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf Am Ende ist man nicht nur ein selbsternannter Experte auf diesem Gebiet, sondern man sieht die Diagnose auch sehr viel nüchterner und nimmt sich nicht selbst immer alles sooo übel. (Nach dem Beitrag eines Betroffenen auf

10 Behandlung: Akutphase Mein Vater hatte einmal ein Problem mit seinem Fernsehgerät: Er hatte versehentlich die Einstellung gewählt, mit der die Kanäle ständig wechseln, ohne dass man die Fernbedienung drückt. In der Klinik von der Manie herunterzukommen ist so, als ob nach ständigem Programmwechsel auf einmal ein langer, ruhiger Naturfilm läuft. Das ist erholsam und ein bisschen langweilig. Aus dem Loch der Depression herauszuklettern dauert bei mir auch mit Medikamenten mindestens drei Wochen. Und dann bin ich immer noch erschöpft von der Kletterei ans Tageslicht. Wenn dann gleich zu viel von mir erwartet wird, ziehe ich mich unwillkürlich wieder zurück. Besucher sind mir in dieser Phase oft zu anstrengend. Die Behandlung verläuft in drei Phasen: Akutphase, Erhaltungsphase und Rückfallverhütung. Ziel der Akutphase ist, den Betroffenen aus dem Hoch oder Tief in den normalen Bereich von Stimmungsschwankungen zurückzuholen. Die Akuttherapie kann mehrere Wochen dauern. Eine Abschirmung von Außenreizen während der Akutphase ergänzt die medikamentöse Behandlung. Häufig ist eine Psychotherapie in dieser Phase nicht möglich

11 Erhaltungstherapie Nicht noch einmal! Wenn die tiefe Traurigkeit oder die große Maßlosigkeit abgeklungen ist, kommt eine schwierige Phase. Die Klinik zu verlassen ist, wie wenn ich aus einem schallisolierten Raum auf die Straße trete: Ich muss erst einmal stehen bleiben, mich orientieren und an den Lärm gewöhnen. Manchmal spüre ich dann, wie Angst und Mutlosigkeit wieder auftauchen. Durch Rückfälle habe ich gelernt, dass ich an einer medikamentösen Dauertherapie nicht vorbeikomme. Das heißt nicht, dass ich damit überhaupt keine Stimmungsschwankungen mehr kenne, aber mit der Zeit sind die Ausschläge geringer geworden, die Hochs sind nicht mehr so hoch und die Tiefs nicht mehr so tief. Ich weiß, dass ich besonders in dieser Phase engen Kontakt zu meinem Arzt halten muss. Anpassungen der Tabletten und regelmäßige Gespräche helfen mir, nach und nach in den Alltag zurückzukehren. Spaziergänge im Wald mit meinem Mann oder mit meiner Freundin gehören zu meinem persönlichen Erholungsprogramm. Wenn es passt, setzen wir uns danach noch zum Tee zusammen und lassen den Nachmittag ausklingen. Ähnlich wie bei körperlichen Erkrankungen sind Zeit und Geduld für den Heilungsprozess erforderlich. Restsymptome können noch eine gewisse Zeit nach der Akutphase weiterbestehen. Gerade in der Erhaltungsphase sollte nicht zu früh das Risiko einer erneuten Belastung eingegangen werden, z.b. aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Sorge um den Haushalt. 20 Auch wenn sich normal ein bisschen langweilig anfühlt, ändere ich ohne meinen Arzt nichts mehr an den Tabletten, und mit meiner aktuellen Kombination habe ich seit drei Jahren keine Krankheitsepisode mehr gehabt. Die verschiedenen Tabletten wirken nicht bei allen Patienten gleich gut und auch die Nebenwirkungen fallen unterschiedlich aus. Nicht nur ich, auch mein Arzt musste viel Geduld beweisen, bis wir diese Kombination gefunden haben. Die Nebenwirkungen, die mir im Alltag zu schaffen machen, sind vor allem Müdigkeit und Gewichtszunahme. Ich bin ganz stolz, dass ich seit über zwei Jahren mit einer Walking-Gruppe zweimal pro Woche unterwegs bin. Außerdem habe ich Limonade ganz abgeschafft, ich trinke stattdessen fast nur noch Wasser. Mit meinem Mann probiere ich aus, welche kalorienarmen Rezepte wirklich schmecken Zur Rückfallverhütung werden vor allem die sogenannten Stimmungsstabilisierer eingesetzt. Dazu zählen neben Lithium bestimmte Mittel, die auch gegen Epilepsie wirken (Valproinsäure, Carbamazepin, Lamotrigin), sowie verschiedene atypische Neuroleptika, die seltener die typischen Nebenwirkungen von Neuroleptika hervorrufen. Die medikamentöse Rückfallverhütung bedeutet in der Regel eine Dauertherapie. 21

12 Psychotherapie und Notfallplan Stress soll neue Episoden auslösen. Gar nicht so leicht ist herauszufinden, was Stress im Einzelfall bedeutet. Für mich ist Stress z.b., wenn ich an drei Tagen hintereinander aus irgendwelchen Gründen weniger als sieben Stunden Nachtschlaf bekomme. Selbst Urlaub kann für mich in Stress ausarten, wenn die Anreise zu lang ist, der Tagesrhythmus sich zu stark verschiebt oder das Abendprogramm zu laut ist. Ein wichtiges Ergebnis der Gespräche mit meinem Therapeuten ist mein persönlicher Notfallplan. Ich habe aufgeschrieben, wer über meine Erkrankung und die Frühwarnzeichen informiert ist. Mein Mann oder meine Freundin sollen mich darauf ansprechen, wenn sie den Eindruck haben, dass ich in eine neue Episode rutsche. Wenn sie in Sorge sind, dass ich ihnen entgleite, habe ich ihnen mein schriftliches Einverständnis erteilt, dass sie mit meinem Arzt Kontakt aufnehmen. Betroffene und Angehörige müssen Frühwarnzeichen und Symptome akuter Episoden kennen und lernen, auf eine beginnende Symptomatik richtig zu reagieren. Nein, ich lege mich nicht auf eine Couch und erzähle meinem Doktor, was mir in den Sinn kommt. Wir setzen uns zu längeren Gesprächen auf zwei bequeme Sessel, die sich nicht genau gegenüberstehen, so dass ich ihn nicht immer anschauen muss, während ich rede. Meine Krankheit kennenzulernen war das Wichtigste für mich in den ersten Gesprächen. Dazu hat mir mein Therapeut viele Informationen gegeben. Die nächste Stufe bestand darin, wahrzunehmen, wie sich eine Episode bei mir ankündigt. Zu erkennen, was dazu beiträgt, eine Episode auszulösen, oder was hilft, ein Wiederaufflackern zu vermeiden, ist dann sozusagen die hohe Kunst. 22 Ein schriftlicher Notfallplan sollte zumindest Vertrauenspersonen und den behandelnden Arzt benennen. Als psychotherapeutische Verfahren werden Verhaltenstherapie, Familientherapie und auch tiefenpsychologische Verfahren erfolgreich eingesetzt. Vom Opfer zum Moderator des eigenen Lebenswegs werden (Kommentar eines Betroffenen, zitiert auf 23

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Gerne möchten wir Sie auch auf die eigens entwickelte ALS-Selbsthilfe Website der DGM aufmerksam machen, die Informationen zur Amyotrophen Lateralsklerose für verschiedene Gruppen bereitstellt.

Hashimoto-Thyre oiditis - Angriff auf die Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das sich unterhalb des Kehlkopfes an die Luftröhre schmiegt. Sie…

Erkenne im Spiegel deines Körpers, was du zuvor auf einer unsichtbaren Ebene unbewusst erschaffen hast

Die Symptome deines Körpers, auch seine Krankheiten, hast du zuvor unbewusst auf der nicht-körperlic hen Ebene, im Geistigen und Feinstofflichen Bereich (Gedanken u. Gefühle) erschaffen. Darum findet wahre und nachhaltige Heilung nur auf diesen Ebenen statt. Der Körper (die Materie) folgt dem Geist. Wer diesen Zusammenhang erkennt und seine Schöpfer-Verant wortung übernimmt, der kann entscheidend…

NEUAUFLAGE!
Handbuch der Psychosomatik

C. Bertelsmann Verlag, 784 Seiten
EUR 28,00 (D), EUR 28,80 (A)


München 2007, Bertelsmann, 570 Seiten, 25 €

Tausende von Symptomen, Hunderte von Krankheitsbildern in alphabetischer Reihenfolge gedeutet. Im ersten Teil Deutung der gesunden Organe und Körperstrukturen, im zweiten Teil der Krankheitssymptome.

INHALT
(bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe in grün)

Einführung in die Krankheitsbilder-Deutung, Seite 7
Universität, Seite 25
Wege des Denkens, um die Welt zu begreifen, Seite 29
Die zwölf Lebensprinzipien, Seite 33
Vorbeugung statt Früherkennung, Seite 38
Die Sprache des Körpers verstehen, Seite 44
Zum Gebrauch des Buches, Seite 47
Gleichwertigkeit von Körper und Seele, Seite 74
Tipps zur praktischen Umsetzung, Seite 78
Ein persönliches Wort zu Ende und Anfang, Seite 81

Betroffenes Organ: Magen
Symbolische Be-Deutung:
Gefühlsnest, Nest der Kindheit; Gefühl, Aufnahmefähigkeit (K 362); Aufbewahrungsort alles Geschluckten; Ort der Vorbereitung und Geborgenheit (V 193) Sichelmondform erinnert an Mondprinzip.
Aufgabe/Thema:
Aufnahme, Hingabe, Beeindruckbarkeit, Passivität, Bereitschaft, Geöffnetsein (K 182); weiblicher Pol: Fühlen, "Liebe geht durch den Magen", "etwas schlägt auf den Magen", "etwas in sich hineinfressen", "sich Kummerspeck anfressen" (K 183); männlicher Pol: aggressives Zersetzen (Magensäure), "Ich bin sauer", "mir stößt etwas sauer auf"; aufbewahren alles Geschluckten (Emotionen); Hunger nach Erfüllung, Sehnsucht (V 45); die Seele taut auf (V 48).
Urprinzip:
Mond (V 45)
Lit.: Taschenbuch "Verdauungsprobleme" (Knaur Verlag) S. 99-122.

Grundsituation: Azidose (Übersäuerung)
Körperebene:
Flüssigkeitssysteme
Symptomebene:
zuviel Männliches (Säure stößt H + -Ionen aus, so wie auf dem Gegenpol die Base, H + -Ionen aufsaugt) kippt das Körperwasser (Seele) aus dem Gleichgewicht.
Bearbeitung:
mit männlichen Mitteln die Seele durchdringen, Analyse des weiblichen Körpers und der Mutter Natur, um Auswege aus der Einseitigkeit zu finden.
Einlösung, Aufgabe:
den männlichen Pol kennen, annehmen und verwirklichen lernen. In der Übersäuerung der gesamten Innen und Außenwelt die Aufgabe erkennen, den männlichen Pol in seinen erlösten Eigenschaften zu nutzen, um die Misere, in die er uns mit seinen unerlösten Tendenzen geführt hat, auszugleichen. Das Spirituelle (= männlich) als Gegenpol verwirklichen zum unerlösten Materialismus, der seinem Wesen nach weiblich, vom unerlost Männlichen hemmungslos propagiert wurde. Fernziel auf dem Gegenpol: Harmonie zwischen den Polen erreichen.
Urprinzieller Bezug: Mars

Symptom: Aufstoßen, saures
Körperebene: Magen (Gefühl, Aufnahmefähigkeit), Speiseröhre.
Symptomebene:
Ausdruck von vertuschtem Widerstand gegenüber Heruntergeschlucktem (K 181); heruntergeschluckte, aber unverdauliche Gefühle drücken nach oben (K 183); Säure steigt nach oben und will zum Ausdruck kommen (K 183); sich Luft machen, Druck ablassen, verdeckte Aggression (K 184); "es stößt einem manches sauer auf", vor allem die Unfähigkeit, sich angemessen zu artikulieren (V 78); eine Situation hängt einem zum Hals heraus (V 79).
Bearbeitung:
aus der eigenen Tiefe und Körperlichkeit kommende Ausdrucksweise üben (V 79), Gefühle von Widerwillen und Sauersein herauflassen, Aggressionen äußern, Unterdrücktes aufsteigen lassen; Sich Luft machen lernen; Sich von Bedrückendem befreien.
Einlösung:
seinen Bauchgefühlen freien Lauf lassen, aus dem Bauch heraus sprechen und handeln lernen.
Urprinzipieller Bezug: Mond-Mars
Lit.: V 78f.

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Kann der Körper krank sein, wenn er aus sich heraus (ohne Geist) nichts tun kann und als Schöpfung ein neutrales Produkt des Geistes ist? Wohl kaum. Kann stattdessen unser Geist krank sein? Wenn er nicht wirklich verletzbar ist, kann er ebenso wenig krank sein, außer im Schein (im Traum). Aus diesem Grunde ziehe ich es vor zu sagen, dass der Geist nur krankhaft denken kann, anstatt zu sagen, dass er krank ist oder krank sein kann. Sagen wir, dass der Geist krank ist, assoziieren (verbinden) wir damit, dass er nur durch etwas anderes geheilt werden kann, nicht aber durch sich selbst. Sagen wir aber, dass der Geist allenfalls krankhaft denken kann, wird klar, dass er auch anders denken kann, indem er von einem krankhaften Denken wegkommt und hin zu einem rechtgesinnten Denken.

Krankheit spiegelt nicht unsere wahre Wirklichkeit wider. Sie beruht nur auf krankhaftem Denken. Weil das krankhafte Denken immer auch Schaffenskraft hat, lässt es uns Illusionen wahrnehmen und zwar so, als seien sie wirklich. ‘Krankheit‘ am Körper ist daher Zeugnis eines krankhaften Denkens. Wenn wir also von Krankheit sprechen, sprechen wir immer auch von einer Illusion, die wir wahrnehmen und spüren und somit auch als sehr wirklich empfinden können. Denn was nicht wirklich - aber dennoch existent - ist, muss eine Illusion sein.

Wichtiger Hinweis: Hier können wir bereits schon ein wenig ersehen, dass Definitionen (beispielhaft an der Definition von Krankheit) nicht absolut sein können, weil sie Elemente des Nicht-Verstehens bzw. des Nicht-Wissens sind. Wer wirklich weiß/versteht, braucht die Definition nicht, außer für denjenigen, dem er etwas vermitteln will und der selber nicht wirklich versteht. Wenn wir von Krankheit, von Erkrankung oder von Heilung sprechen, erinneren wir uns, dass wir dies auf den Körper beziehen wohlwissend, dass dieser eine Illusion ist. Er ist ein Symbol und natürlich ein Mittel für uns als Geist. Der Körper ist Mittel zum Träumen, Mittel des Spiels der Trennung, Mittel der Kommunikation.

Entscheidend ist, dass 'Erkrankung' am Körper auf der einen Seite und dessen 'Gesundung' ('Heilung') auf der anderen Seite Zeugnis für eine Änderung in unserem Geiste ist. Diese Änderung kann bewusst vonstatten gehen oder auch unbewusst. Das, was wir bislang als Krankheit (allgemein: als misslichen Umstand) angesehen haben, ist ein Symptom, dem ein falsches Denken vorausgeht. Dabei entspricht das falsche Denken nicht unserer wahren Wirklichkeit. Es rührt vielmehr daher, dass wir unser Urteil auf Täuschungen (= Illusionen) beziehen, im Glauben, sie wären wirklich (also keine Illusionen). Äußere Behandlungen ohne eine grundlegende Denkänderung müssen wir daher als Symptom-Verzer­rungs-Behand­lungen und nicht als Heilung ansehen. Symptom-Verzer­rungs-Behandlungen führen dazu, dass Krankheitssymptome sich verän­dern, nicht aber, dass der erlöste Zustand erreicht wird, der nur über die Heilung (im Geiste) möglich ist. Es wird Heilung vorgetäuscht, ohne eine solche zu sein. Durch die Verzerrung gewinnen wir Zeit, um länger in einem unausgewogenen Zustand (allgemein: in einem unerlösten Zustand) zu verharren, verlieren aber gerade diese Zeit, die es braucht, bis wir Erlösung erreicht haben. Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr Krank­heits-Symptome schaffen wir. Selbstver­ständlich können dabei andere Symptome in den Hintergrund treten oder gar ganz verschwinden. Doch wenn ein Symptom weicht, um einem anderen Symptom Raum zu verschaf­fen, drehen wir uns im Kreise, weil wir auf diese Weise zu unserer Erlösung nie gelangen.

Entschei­dend ist die derzeitige Tatsache, dass vielfach in etwas eine Ursache gesehen wird, das im strengen Sinn zur Ebene der Wirkungen (= Manifes­tationen) gehört, deren Elemente keine Ursache-Funktion haben können. Und so wird die Ursache weniger in der Geisteshal­tung gesehen, sondern eher in äußeren Dingen. So gehört beispiels­weise das Wechsel­spiel zwischen Vi­ren/Bakterien und Körper-Zustand (Veranlagung, Disposi­tion) in die Ebene der Manifestatio­nen und muss daher als ein einziges Symptom verstan­den werden. Dabei könnte die Disposition bzw. die Veranlagung u.a. auch auf einem Lehr- oder Lernprogramm beruhen, das uns wieder auf den rechten Weg bringen will. Das Medika­ment, das eine scheinbare Heilwirkung erzielt, muss ebenso im Wechselspiel mit dem Körper-Zustand angesehen werden. Das Symptom bekommt eine sich verändernde (dynamische) Form, ohne wirklich aufgelöst zu werden. Je nach Form hat das Symptom einen anderen Namen. Verschwindet eine Symptom-Form, wurde bislang von Gesundung gesprochen. Taucht eine neue Symptom-Form auf, wurde bislang von Erkran­kung gesprochen. Diese Art von Verständnis, müssen wir in ein neues Licht rücken. Wenn z.B. in Verbin­dung mit Medikamenten Wirkungen und Nebenwirkun­gen zu verzeich­nen sind, haben wir eine Symptom-Ver­lagerung und keine wirkliche Heilung.

Medicus curat, natura sanat (der Arzt behandelt, die Natur heilt).

Dass die Medizin nicht wirklich heilt, ist selbst aus der Sicht der Manifestation zu erkennen. Die Natur ist perfekt genug. Jede künstlich herbeigeführte Veränder­ung macht die Natur schlech­ter als sie ist und niemals besser. Daher ist auch veränderte Nahrung für den Körper nicht nur gut, sondern schadet ihm auch (siehe Buch ‚ Eure Rückkehr in das Paradies‘). Für den menschlichen Körper sind nur (unbehan­deltes) Obst, Gemüse, Kräuter und Samen vorge­sehen.

Wenn wir dem Körper veränderte Nahrung z.B. durch Verkochen, zu uns nehmen, nehmen wir für den Körper nicht vorgesehene Nahrung auf. Sie ist für den Körper wie ein Fremdstoff. Diesen Fremdstoff muss der Körper wieder hinausschaffen, was letztlich auch eine Belastung darstellt. Sodann nehmen wir immer mehr Giftstoffe auf, die im Körper angereichert werden. Normalerweise kann der Körper Giftstoffe und Fremdstoffe wieder abführen, doch aber nur bedingt. Denn wenn sich z.B. unlösliche Salze im Körper bilden, die von ungesunder und unnatürlicher Nahrung herrühren, können diese vom Körper nicht mehr ausgeschieden werden. Außerdem wird sich der Körper, wenn er zu sehr von den Fremdstoffen und Giften überflutet wird, irgendwann nicht mehr wehren können. Denn wenn wir schon auf seine Zeichen wie Völlegefühl, Unwohlsein und dgl. nicht mehr achten, wird der Körper irgendwann aufhören, uns zu alarmieren. Der Körper wird zur Müllhalde und ist beschäftigt, den Müll irgendwo unterzubringen. Doch irgendwann ist das Maß voll. Sein verändertes Milieu wird für Viren, Bakterien, Pilze, Egel und Würmer zum Paradies. Diese sind damit beschäftigt, die Fremdstoffe und Gifte zu zersetzen. Damit ermöglichen sie, dass Fremd­stoffe, Gifte und deren Abbauprodukte aus den Körpern heraus geschwemmt werden können, was sich in Form diverser Krankheitssymptome bemerkbar macht. So sind Viren, Bakterien und dgl. wie Helfer, die an der Ausschwem­mung behilflich sind, wenngleich sie auch an der Zersetzung des Körpers beteiligt sind. Insofern ist es besser, dafür zu sorgen, dass das Milieu des Körpers in einem natürlichen Base-Säure-Gleichgewicht ist.

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Uns allen geht es manche Tage besser und manche Tage schlechter. Kaum einer, der von sich ehrlich und selbstkritisch sagen kann: es geht immer gleich. Bei Manisch Depressiven sind aber die Zustände von großer Heftigkeit. Sie fühlen sich einer stärkeren Kraft ausgeliefert. Wenn sie manisch sind geht es so gut, dass sie nicht wissen wohin mit ihren Energien. Sie können nicht schlafen, können viel tun, sind kreativ und haben zu allen eine Meinung: vor allem zu allen Mitmenschen. Sie spüren Gefühle intensiv: Glück, Liebe, Lust und Trauer aber auch Zorn und Ärger. Sie reden schnell, singen, reimen, tanzen, machen Scherze und lachen viel - wen stört es dann schon, dass nicht jeder Witz passt? Wen stört es, dass sie die ganze Welt umarmen können, alle lieben und sich jeden Tag ein neues Auto kaufen wollen? Genau das ist das Problem: Maniker brennen lichterloh und genau wie ihr Bankkonto so sind auch ihre Energien sehr bald erschöpft und der Absturz folgt unweigerlich und er ist sehr tief.

Die Depression beim Bipolaren ist meist heftiger, als bei Menschen mit chronischen Depressionen und sie dauert länger als eine sogenannte depressive Episode. In dieser Zeit kann es vorkommen, dass die/der Betroffene nicht arbeiten kann, das Haus, vielleicht nicht einmal das Bett verlassen kann. Es geht nur schlecht, alles - auch die kleinste Aufgabe - bedeutet eine schwere, unüberwindbare Anstrengung. Man ist nicht in der Lage einkaufen zu gehen, zu kochen oder auch nur die Post zu öffnen. Gefühle gibt es nur negative, oder vielmehr das Gefühl, niemals Gefühle gehabt zu haben und auch keine Hoffnung, dass sich irgendwas ändern wird. Es ist wie am Boden einer völlig schwarzen Höhle zu sitzen, keine Chance raus zu kommen. Meterhohe und -dicke Wände zwischen mir und dem nächsten Menschen.

Nicht alle Menschen mit bipolaren Störungen haben Symptome in der vollen Ausprägung udn Heftigkeit, aber selten ist das nicht.

Sicherlich ist es notwendig, dass wir mit unserer Befindlichkeit und unserer Stimmung auf die Ereignisse der Umwelt reagieren. Aber wir lernen bereits im Kindesalter, wie wichtig es ist, unsere Gefühle im Zaum zu halten. Jähzorn und Aggression, aber auch Liebesbezeugungen müssen gezügelt werden sonst ist ein soziales Zusammenleben nicht möglich. Über die Pubertät hinweg passen wir uns zunehmend an die Regeln unsrer Gesellschaft an. Manche schaffen es mehr, manche weniger. Aber "Reaktion" und phasenweise Stimmungschwankungen sind grundsätzlcih voneinander verschieden, auch wenn die Betroffenen und ihre Angehörigen immer nach Erklärungen suchen. Biologisch unterliegen Menschen mit phasenweisen Beeinträchtigungen (zyklothyme Menschen) einem gewissen Rhythmus. Der ist so natürlich wie der Biorhythmus oder Monatszyklus der Frau, und er kann auch so natürlich erforscht werden und man kann sich daran anpassen.

Aber die meisten von uns kennen Momente oder Phasen in denen es manchen von uns schwer fällt ihre Emotionen im Schach zu halten und "angepasst" zu reagieren. Dies kann neben Streit und verbalen "Ausrutschern" mitunter sogar zu Affekthandlungen führen. Manchmal ist eine solcher Moment der Beginn einer längeren Phase von Verstimmung. Was liegt dann näher als im Streit die Erklärung zu sehen? Aber es kann auch umgekehrt sein: wir haben gerade den beginn einer schlechten (negativen, dysphorischen, depressiven) Phase erlebt und waren deswegen besonders sensibel oder leicht beleidigt. Es war der Beginn einer Depression, aber wir glauben es ist eine Reaktion.

Formen ausgeprägter Bipolarer Störungen

Die meisten Menschen, die an bipolaren Strörungen erkrankt sind bilden immer wieder das gleiche Muster aus, das sie, wenn sie keine Therapie in Anspruch nehmen dann ihr Leben lang begleitet.

  1. Depressive Phasen und manische Phasen wechseln einander ab. Beide in starker Ausprägung, aber meist von unerschiedlicher Dauer: Manisch drei Tage, depressiv drei Monate.
  2. Depressive Phasen sind stark ausgeprägt, manische Phasen fast nicht merkbar
  3. Depressive Phasen komme regelmäßig, manische nur bei Einahme der falschen Medikamente
  4. Menschen sind die meiste Zeit übereifrig, überengagiert, aufgezogen, lustig (man nennt das: hyperthym) und haben manchmal, dafür umso schwerere depressive Einbrüche bzw. Phasen.

Diese Verlaufsformen bleiben zwar bei jedem Betroffenen konstant, die Abtsände und die Heftigkeit der Symptome können variiieren. Zusätzlich können abhängig vom Schweregrad auch fixe, überwertige Ideen und Wahnsymptome auftreten( "Ich bin schuldig", "ich werde verarmen, meine Familie nicht erhalten können". ).

Aus den Erfahrungen mit diesen Krankheitsbildern wird klar, dass es sich heir um die gefährlichsten psychischen Erkrankungen handelt. Nicht nur, dass die Selbstmordrate hoch ist, auch Selbstschädigung durch Fehleinschätzungen (Autofahren nach zu viel Alkohol, unpassende Sex-abenteuer, falsche Entscheidungen in beruflichen und wirtschaftlichen Dingen) vor allem aber soziale Komplikationen schaffen Probleme für Betroffene und deren Angehörige.

Wenn eine "bipolare Störung" die Ursache für emotionale Entgleisungen ist.

. ist es sinnvoll das möglichst bald zu behandeln. Nicht immer sind Depressionen "grundlos" aber manchmal sind die Gründe für depressive Entgleisungen hausgemacht. Es sind Dinge, die uns unter andren Umständen nicht berühren, ängstigen oder stören würden. Aber in der verletzlichen Zeit zu Beginn einer depressiven Phase ist es eben schlimm.

Letztlich entscheidet die Heftigkeit der Symptomatik, was und ab wann wir etwas machen müssen, bzw. ab wann der Arzt ein Medikament verschreibt. Wenn bekannt ist, dass es sich um eine bipolaren Störungen handelt, können wir dem zuvor kommen, indem wir eine sog. Phasenprophylaxe bzw. stimmungstabilisierende Therapie einnehmen.

Achtung: nicht alle zornigen, depressiven, verzweifelten und angstvollen Menschen leiden an bipolaren Störungen

Aus psychiatrischer Sicht ist emotionale Instabilität, die zu Komplikationen führt, verschiedenen grundlegenden Leidenszuständen zuzuordnen.

Unzufriedenheit mit sich selbst. Ein im Grunde gekränkter und enttäuschter Mensch kann sehr instabil sein. Sein Selbstwert ist nicht hoch, aber er kann durch das Gefühl andere beeinflussen zu können steigen. Kündigen diese anderen - meist Familienmitglieder - die Bereitschaft auf ihn zu hören auf, kann es zu Schwierigkeiten kommen.

Depressive Grundstimmung. Gerade an der Schwelle zur Depression, bei Beginn einer depressiven Phase und manchmal auch bei deren Ende kann die Stimmung als quälend und schmerzhaft unbefriedigend empfunden werden. Der Wiener nennt es "Grant", der Psychiater Dysphorie, allgemein wird dieser Zustand als Gereiztheit verstanden. Ein explosiver Zwischenbereich zwischen dem Wohlergehen und dem schlechten Zustand. Hier kann ein andere den Zündfunken für eine Entladung bilden. Auch bei dem Beginn der Wirkung von Psychopharmaka können solche instabile Zustände vorkommen.

Angst und Zwangshandlungen: Menschen, deren Handeln durch Angst, Zwänge und Riten geprägt ist, reagieren unsicher und gereizt, wenn es Abweichungen von ihrem Plan gibt. Durch ihre von vornherein festgelegten und genau geplanten Handlungen bekommen sie Sicherheit, allerdings um den Preis einer hohen Arbeitsbelastung. Stress, Erschöpfung und aufkeimende Panik kann sie zu Kurzschlusshandlungen verleiten. So können auch diese sehr beherrschten und meist ruhigen Zeitgenossen in emotionale Extremzustände gelangen.

Sucht und Persönlichkeitsstörungen: sie können Teil oder Ursache einer anderen psychischen Erkrankung sein oder auch für sich selbst Gemütsschwankungen verursachen. (Auf dieses komplexe Thema möchte ich hier nicht eingehen.)

Wirklich heftige Gemütschwankungen haben Krankheitswert und sind eine Belastung für den Betroffenen selbst und für seine Mitmenschen. Es sollte daher rasch ein Facharzt aufgesucht werden, der durch ein verhältnismäßig einfaches Therapieangebot Hilfe bringen kann. Interessanterweise sind die meisten der dafür wirksamen Medikamente eigentlich für etwas anderes gedacht.

Die Bipolare (lateinisch bis = zwei) Störung zeichnet sich durch Stimmungs­schwankungen zwischen dem depressiven und dem maniformen Pol aus. Da die Schwankungen das Gefühl betreffen, wird auch von Bipolarer affektiver Störung gesprochen. Affekt ist von lateinisch afficere = hinzutun abgeleitet. Der Begriff verweist darauf, dass die pathologische Qualität der Stimmung als etwas Gemachtes (facere = machen) erscheint, das dazukommt ohne dazuzugehören.

  • Manisch-depressive Erkrankung (MDE)
  • Zykloide Psychose
  • Bipolare Psychose

Auch die Stimmung Gesunder schwankt. Daher hängt die Abgren­zung zwischen gesund und krank von den individuellen Bewer­tungen sowohl des Untersuchers als auch des Betroffenen ab. Schwankungen, die der eine als Ausdruck lebendiger Reaktivität empfindet, bezeichnet ein Anderer als krank.

  • Je schwerer die depressive Verstimmung ist, desto häufiger wird sie als krankhaft empfunden.
  • Maniforme Symptome werden vom Betroffenen oft nicht als krankhaft, sondern als Ausdruck eigentlicher Gesundheit erlebt. Erst im Nachhinein und wenn er mit den Folgen vernunftwidriger Taten konfrontiert wird, erkennt er die problematische Qualität der Manie.
  • Schwere, wahnhafte Depressionen deutet der Kranke oft nicht als krankhaft, sondern als Strafe Gottes für vermeintliche Sünden oder als folgerichtige Reaktion auf existenzielle Bedrohungen (z.B.: Verarmung, Krankheit, Weltuntergang oder Strafgericht).

Treten im Rahmen der Bipolaren Störung psychotische Symptome auf, wird auch von Bipolarer Psychose gesprochen.

Bipolare affektive Störungen werden in der Internationalen Klassifikation der Krank­heiten (ICD-10) nach drei Kriterien aufgeteilt:

  1. Polarität (depressiv, manisch, gemischt)
  2. Ausprägung (abwesend, leicht-mittelschwer, schwer)
  3. Vorliegen psychotischer Symptome: Wahn, Halluzinationen (ja/nein)

Bipolare Störungen gemäß ICD-10-Klassifikation der WHO

Den gemischten Episoden kann auch die agitierte Depression zugeordnet werden. Die agitierte Depression zeichnet sich durch innere Unruhe und Getriebenheit aus. Sie ist von der gehemmten Depression zu unterscheiden. Bei der gehemmten Depression ist der Antrieb vermindert.

Seelische Erlebnisweisen sind individuell. Deshalb sind sich Psychiater oft uneins, wel­cher diagnostischen Kategorie ein Zustandsbild zugeordnet werden sollte. Das betrifft auch die Bipolare Störung. Sie wird sowohl gegenüber anderen Diagnosen abgegrenzt als auch intern unterschieden.

Als Sonderform der Bipolaren Störung ist das Rapid cycling bekannt. Dabei wechseln sich mindestens vier depressive und / oder maniforme Phasen innerhalb eines Jahres ab. Der Phasenwechsel kann sogar in Tagen oder Stunden erfolgen. Dann spricht man von Ultra-rapid-cycling bzw. Ultra-ultra-rapid-cycling.

Heute werden Bipolare Störungen in zwei Typen unterteilt:

Der Unterschied liegt in der Ausprägung maniformer Symptome. Kommen echte Manien vor, spricht man von Bipolar I. Finden sich lediglich hypomane Zustände, spricht man von Bipolar II.

Hypoman enthält das griechische hypo [υπο] = unterhalb. Hypomanien sind Stimmungsvarianten, die echten Manien qualitativ ähneln, aber weniger ausgeprägt sind; und meistens keine schädlichen Folgen haben. Ihr Intensitätsniveau liegt unterhalb des Grades echter Manien.

Die Häufigkeit der Bipolar-I-Störung wird mit circa 1% ange­geben. Für die Bipolar-II-Störung werden teils deutlich höhere Zahlen genannt.

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Die Morgellons-Haut- und System-Krankheit tritt zwar bereits weltweit auf. Mehr dazu und zur Frage der Ansteckbarkeit durch Morgellons.

Es ist aber immer noch eine "verschwiegene Epidemie", die vom Medizinestablishment entweder noch ignoriert bzw. als 'Delusional Parasitosis' (Dermatozoenwahn) verkannt wird.

Eine psychiatr. Beschreibung des echten Wahns s. hier

Links zu zahlreichen Mikroskop-Morgellons-Fotos und Erfahrungsberichten z.B.:

  • Frequently Asked Questions zu Morgellons (engl.)
    • mitunter kleine Lichtblitze
    • Abkapselung von Mikrofasern, Bindegewebeknoten
    • Depigmentation der Haut (helle Flecken) und Perforationen auf den weissen, erhabenen Flecken, die durch ein- und auswandernde Mikrorganismen entstehen.

    s. eine detailierte Symptomschilderung eines seit mehr als 10 Jahren davon Betroffenen (engl.) hier

  • Schwellung der Lymphknoten
  • Chronischer Morgellons-Krankheitsverlauf nach 8 - 12 Monaten

    Ausbreitungswege, Infektionsrisiko durch Morgellons

    Sind die Morgellons genetisch manipulierte Organismen, Nanoroboter oder was sonst?

    Aufschlussreiche Videos zu diesem brisanten Thema finden Sie bei YouTube unter den Stichworten "Morgellons / Biochemical Warheads – Crimes against Humanity", z.B. in http://www.youtube.com/watch?v=Gxs99wISMfA&playnext=1&list=PLFD7A61CDBBA713D0 (Teil 1 von 2)
    http://www.youtube.com/watch?v=ay4wZOLanDk&feature=related (Teil 2 von 2)

    Sind Lebensmittelzusatzstoffe E 1201(PVP) und E 1202 (PVPP) eine Mitursache?

    Mehr zum Thema Chemtrails- und Morgellons-Inhalte im Feinstaub

    • Nachweis von Polymerfasern per Mikroskop
    • Mikroskopbilder von Schneewasser- und Regenwasseranalysen
    • Gefahren durch besondere Kristallformen in Feinstaub?
    • Research and Videos: The Staninger Report by Hildegarde Staninger, Ph.D - MORGELLONS: A NANO-911 FOREIGN INVADER
    • Fiber Sensors in Morgellons (engl. Video)
    • Fibers in Morgellons
    • Morgellons - Identifying Marks
    • Morgellons - Advanced BioWarfare
    • Morgellon - Macrocycles
    • Insects fly out of permanent sores
    • Morgellons - Dictyostelium
    • Aerobiology and Toxins
    • MORGELLONS: COCOONS, WORMS, SYNTHETIC BIOLOGY, QUANTUM DOTS, SENSORS
    • MORGELLONS: Diamondoids (Carbon) Come Out of Morgellons' Victim's Skin
    • MORGELLONS: Nano Artifacts Identified-Polymer Brush Found in Skin: Stars, Ladders, Comb
    • MORGELLONS: The People Who Know-Ask Them How to Kill Polymer
    • MORGELLONS- Something About Polymer
    • Morgellons-Self-Assembling Organogel-June 7, 2010
    • Morgellons-Parasitic Infection-June 9, 2010
    • MORGELLONS-AntiOxidants, Sunlight, Peroxides, Free Radicals
    • Morgellons-Self-Assembling Organogel-June 7, 2010
    • Microbe Polymer Fibers-June 5, 2010
    • Morgellons-Nano Radio Transmitters-June 3, 2010
    • MORGELLONS: WHERE DO THE FIBERS COME FROM?
    • MORGELLONS: BioStructure-Micelles, Dendrimers, Bioadhesives, Time Release
    • MORGELLONS: Time Release Implant
    • MORGELLONS IS A GENETIC WEAPON
    • MORGELLONS HORROR PICTURE SHOW NANOTECHNOLOGY 2010
    • NASA SIGNED ITS NAME ON MORGELLONS FIBER
    • HEXAGON FOUND IN SKIN--Light Activated-Similar patent 5226902
    • Semiconductor Parent/Child Hexagons Come Out of Skin
    • HEXAGON FOUND IN SKIN--Light Activated-Similar patent 5226902
    • Who Made Morgellons?
    • MORGELLONS IS A GENETIC WEAPON
    • Morgellons: NASA has Cyclodextrin Lab-Navy Defense Research 1994
    • MORGELLONS POPULATION CONTROL-INFERTILITY
    • NASA, NASA, NASA-MORGELLONS-INFERTILITY
    • TRANSGENIC WEAPON
    • Morgellons The Reaper: Aluminum, Barium, Mycoplasma
    • What Did They Do To Our Hair?
    • MORGELLONS GROWS BLOOD VESSELS
    • REAL SENSORS SWARM UNDER MORGELLONS SKIN
    • Silicon Nanowires In Blood for Imaging
    • Living Polymerization, RAFT, CSIRA, DUPONT and Nematodes Von: skizi
    • The Polymer Knocks and The Cell Says "Come In"
    • FUNGUS AMONGUS
    • Bioterrorist Products developed in S-Series Agriculture Program
    • MORGELLONS: What Are spherulites?
    • MORGELLONS-Biofiber Living Polymer Catalyzed by Metals-Funded DOE & NSF
    • MORGELLONS-Encapsulated Bacteria Research by DOE

    • Bin ich hochsensibel?
    • Hochsensibilität auf dem Lebensweg
    • Was kann ich nicht ändern?
    • Was kann ich ändern?

    "Ich bin jemand. Ich bin ich. Ich bin gerne ich. Und ich
    brauche niemanden, der mich zu jemandem macht."

    (Louis L'Amour)

    Bin ich hochsensibel?

    Endlich können hochsensible Menschen aufatmen: das von Elaine N. Aron in den Neunzigerjahren erstmals beschriebene Phänomen der Hochsensibilität existiert tatsächlich und wird langsam einer wachsenden Anzahl von Menschen bewusst.
    Viele HSP werden dadurch befreit von einem oft lebenslangen Gefühl: "ich bin anders, ich bin nicht richtig so, wie ich bin": Es gibt uns! Nur schon diese Tatsache kann einen erlösenden Einfluss auf einen hochsensiblen Menschen haben: Sie/er fühlt sich vielleicht nicht mehr isoliert, ist gar froh, nicht "verrückt" zu sein - und lernt langsam, die persönliche Sensibilität zu erkennen und zu schätzen. Man liest und hört in Berichten hochsensibler Menschen oft, dass es für sie eine Zeit vor der Entdeckung ihrer Hochsensibilität - und eine Zeit danach gibt - und dass das "Nachher" eine entscheidend positivere Lebensqualität aufweist.

    Hochsensibilität auf dem Lebensweg

    Den hochsensiblen Menschen nun in einer Kurzzusammenfassung vollständig und umfassend zu beschreiben, ist nicht gut möglich, denn jede HSP ist ein Individuum, welches seine Hochsensibilität auf ganz persönliche Art auslebt. Klar existieren dennoch - in verschiedenem Masse - auch viele Ähnlichkeiten zwischen hochsensiblen Menschen (siehe weiter unten bei "Was können Sie nicht ändern/Was können Sie ändern").

    Was können Sie nicht ändern?

    • Ihre Veranlagung, welche beinhaltet, dass Ihre Wahrnehmung und die Art Ihres Temperaments nicht der Norm entsprechen, sondern einer hochsensiblen Minderheit (ca. 15-20 Prozent der Menschen). Ebenso können Sie leider Ihre Vergangenheit nicht mehr ändern, falls diese traumatische, belastende Erfahrungen beinhaltete, die sie zu einem hochempfindlichen Menschen machten.
    • Aus diesem Grund können Sie somit schneller eine Reizschwelle erreichen und sich schneller von Reizen (äusseren oder inneren) überflutet, überstimuliert und nervlich übererregt fühlen als Normalsensible, weil Ihr Gehirn weniger gut in der Lage ist, Reize, welche normalerweise als unwichtiger erkannt werden, herauszufiltern. Es ist nicht so, dass Normalsensible nie überreizt sind, - ihre Reizschwelle ist lediglich höher angesetzt.
    • Eventuell sind auch ihre Körpersinne (z.B. Augen, Ohren, Geruchsinn, Tastsinn. ) und ihre Fähigkeit, unterschwellige Reize wahrzunehmen, differenzierter - und führen Sie daher oftmals zu Überstimulation und Übererregung.
    • Vielleicht funktioniert auch Ihr Körper nicht so, wie sie es gerne hätten: vielleicht erträgt er diverse Genussmittel nicht, hat Mühe mit Schlafen - oder Sie müssen bei Ihrer Ernährung sorgfältiger sein als Ihre normalsensiblen Freunde. Vielleicht leiden Sie auch unter Allergien und Überempfindlichkeiten.

    Was können Sie ändern?

    Wichtige Vorbemerkung: Die Vorstellung, "sich zu ändern" ruft bei vielen Menschen schon Gefühle der Überforderung und daher Abwehr hervor: "ich soll mehr rauskommen, als ich in der Lage bin", "ich soll Dinge tun, die mir widerstreben", "ich soll. " So ist dies natürlich nicht gemeint. Es geht in keiner Weise darum, sich selber zu stressen und das frühere Gefühl von Überforderung und Überreizung aufrecht zu erhalten. Wandel kann nur stattfinden, wenn wir den Weg dazu mit unserem individuellen Naturell in Einklang bringen. Vielleicht ist es auch wichtig, sich zuerst einmal wertfrei zu fragen: Will ich mich überhaupt verändern? Bin ich bereit dazu? Und was möchte ich tatsächlich verändern?

    • "Ich bin richtig, so wie ich bin!" Sie können Ihr Gefühl langsam verändern, sie seien "nicht normal" und würden dauernd etwas "falsch machen", wenn Sie sich schneller überstimuliert, überfordert und "am Rand der Nerven" fühlen als normalsensible Menschen.
    • "Ich muss mich nicht mit andern vergleichen." Sie können ein wachsendes Bewusstsein darüber entwickeln, wer Sie eigentlich wirklich sind. Lernen Sie also, sich nicht mehr mit anderen zu vergleichen und nicht mehr zu versuchen, sich an deren Realität anzupassen. Dieser neue Weg braucht vielleicht viel Geduld. Ihre jahrelangen Gewohnheiten können Sie meistens nicht nullkommaplötzlich ändern, und ich würde denken, dass dies noch vermehrt der Fall ist, wenn Sie nicht mehr ganz jung und flexibel sind (obwohl hier positiv mitwirkt, dass HSP häufig "SpätzünderInnen" sind und sich auch im höheren Alter noch als recht "jung" wahrnehmen.)
    • "Wie nehme ich die Welt wahr?" Sie können damit beginnen, kontinuierlich Ihre Art der Wahrnehmung zu hinterfragen, zu studieren - und zu akzeptieren. Unsere persönliche Wahrnehmung kommt uns immer als die "richtige Sicht" vor: fragen Sie sich, ob es wirklich immer die "richtige" Sicht ist? Vielleicht nehmen andere Menschen ja eine Situation nur anders wahr - und wollen Sie z.B. gar nicht brüskieren und verletzen? Wir müssen lernen, sowohl unsere wie fremde Wahrnehmungen als das zu sehen, was sie sind: persönliche Wahrnehmungen.
        • "Ich habe keine Lust mehr, mich immer zu stressen." Wagen Sie es, vom Leistungsstress wegzukommen und sich dafür vielmehr mit Ihrer wachsenden Selbstachtung zu befassen.
        • "Ich werde mein eigener Manager, meine eigene Managerin. " Beginnen Sie damit, ein gesundes Selbstmanagement zu entwickeln, was viel mit Selbstverantwortung zu tun hat. Fragen Sie sich, ob Sie bis jetzt vielleicht noch nicht wirklich die Verantwortung für sich übernommen haben, weil Sie sich dazu nicht in der Lage gefühlt haben?
        • "Wie fühle ich mich eigentlich?!" Lernen Sie den Umgang mit Ihren Gefühlen. (Manchmal braucht dies professionelle Begleitung, gerade, wenn man leicht von Gefühlen überwältigt wird. Seien Sie diesbezüglich selbstverantwortlich.) Es könnte sein, dass Sie Ihre Gefühle gar noch nicht richtig kennen und einmal einen geschützten Rahmen brauchen, um sie kennen zu lernen.
        • "Ich entdecke meine starken Seiten. " Machen Sie sich also auf einen, Ihnen entsprechenden Weg, Ihre Energien nicht mehr in Gefühle des Andersseins, in Scham- und Schuldgefühle, Wut und Groll, Angst und Leiden, Rückzugstendenzen, Opferbewusstsein, Hilflosigkeit oder Unsicherheit etc. zu investieren, sondern zu entdecken, was Ihre Stärken sind.
        • ". und ich nehme meine Schwächen an." Versuchen Sie aber gleichzeitig, vorhandene Schwächen anzunehmen. Sich selber annehmen, wie sie sind, ist für HSP ein sehr wichtiger Lernprozess, da sie sich selber gegenüber häufig negative Gefühle - bis hin zum Selbsthass entwickeln können. Entwickeln Sie vielmehr ein Bewusstsein darüber, dass das, was Sie bis jetzt vielleicht auf vielfältige Weise gequält und blockiert hat, ein anderes Extrem besitzt: nämlich eine positive Seite, ein Potenzial.
        • "Was verbirgt sich hinter meinen Schwächen?" Reflektieren Sie: Könnte es z.B. sein, dass Ihrer, bis jetzt so ungeliebten "Überempfindlichkeit" oder "Hysterie" oder "Schüchternheit" oder "Pingeligkeit bis zur Zwangshaftigkeit". vielleicht ganz andere Eigenschaften zugrunde liegen? Zum Beispiel eine hohe Feinfühligkeit, eine tiefe Intuition, unterschwellige Wahrnehmungsfähigkeiten bis zur 'Hellsichtigkeit', empathische Fähigkeiten, ein hoher Grad an Gewissenhaftigkeit, eine starke "kreative Ader"? (um nur ein paar Eigenschaften zu nennen. )
        • "Eigentlich habe ich einen klaren Durchblick!!" Machen Sie sich auch klar, dass ein schneller Überreizungszustand theoretisch wahrscheinlich auch Fähigkeiten zur Differenzierung und Selbstreflexion enthält, welche über das "normale" Mass hinausgehen.
        • "Wie kann ich mir helfen?" Und werden Sie sich bewusst, dass bedrohliche Gefühle wie zum Beispiel erhöhte Verletzlichkeit, Angst, Panik, Konkurrenzgefühle oder Schuldgefühle. nicht unwiderruflich zu Ihrem Leben gehören müssen, sondern mit Ihrer bisher nicht erkannten Hochsensibilität im Zusammenhang stehen könnten. Seien sie in der Erforschung dieser Punkte ausdauernd, holen Sie sich Hilfe, wenn nötig - und vergessen Sie Ihre bisherige Ausdauer in Eigenschaften wie, sich selber kleiner zu machen als sie tatsächlich sind.
        • "I am 'somebody' - ich bin 'jemand' - durch meinen Körper. " Der englische Ausdruck "somebody" ("ein Körper") für "jemand" zeigt sehr schön, dass es für einen Menschen eigentlich genügt, einen Körper zu haben, um daseinsberechtigt zu sein. Kennen und akzeptieren Sie Ihren Körper? Dies müsste zur Folge haben, dass Sie lernen, für sich in allen Lebenslagen wirklich zu sorgen. Die Zuwendung zu Ihrem Körper, falls Sie diesen bis jetzt vorwiegend "benutzt" haben, um auf dieser Erde zumindest irgendwie "sichtbar" und handlungsfähig zu sein, ist ein ganz wichtiger Punkt. Reflektieren Sie des weiteren, ob Sie ihren Körper bis jetzt gar abgelehnt – oder an verschiedene ÄrztInnen oder HeilerInnen "delegiert" haben, weil er Ihnen mehr Mühe als Freude bereitet.

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    Liegt ei­ne krank­heits­be­ding­te Leis­tungs­min­de­rung vor, ist ei­ne um­fas­sen­de In­ter­es­sen­abwägung wie bei Fall­kon­stel­la­ti­on I. und Fall­kon­stel­la­ti­on III. an­zu­stel­len.

    Wann ist eine krankheitsbedingte Kündigung auf jeden Fall unwirksam?

    Wie Sie un­ter dem Stich­wort "Kündi­gungs­schutz" nach­le­sen können, kann der Ar­beit­ge­ber bei je­der Kündi­gung - und al­so auch bei je­der krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung - an be­stimm­ten "Stol­per­stei­nen" schei­tern.

    So ist zum Bei­spiel ei­ne Kündi­gung ge­ne­rell un­wirk­sam, wenn es in dem Be­trieb, in dem Sie ar­bei­ten, ei­nen Be­triebs­rat gibt und Ihr Ar­beit­ge­ber den Be­triebs­rat vor Aus­spruch der Kündi­gung nicht an­gehört hat. Nähe­re In­for­ma­tio­nen hier­zu fin­den Sie un­ter Hand­buch Ar­beits­recht: Anhörung des Be­triebs­rats.

    Un­wirk­sam ist oft auch die Kündi­gung be­stimm­ter Ar­beit­neh­mer­grup­pen (Mit­glie­der des Be­triebs­rats, Schwan­ge­re, schwer­be­hin­der­te Ar­beit­neh­mer), da der Ar­beit­ge­ber hier be­son­de­re Vor­aus­set­zun­gen be­ach­ten muss, al­so zum Bei­spiel vor der Kündi­gung ei­nes schwer­be­hin­der­ten Ar­beit­neh­mers die Zu­stim­mung des In­te­gra­ti­ons­am­tes ein­ho­len muß u.s.w.

    Wann ist eine krankheitsbedingte Kündigung unwirksam, weil der Arbeitgeber Fehler beim betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) gemacht hat?

    Wenn ein Ar­beit­neh­mer in­ner­halb ei­nes Jah­res länger als sechs Wo­chen un­un­ter­bro­chen oder wie­der­holt ar­beits­unfähig ist, muss der Ar­beit­ge­ber gemäß § 167 Abs.2 Satz 1 Neun­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB IX) un­ter Be­tei­li­gung des be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mers und des Be­triebs­rats bzw. Per­so­nal­rats klären, wie die Ar­beits­unfähig­keit möglichst über­wun­den wer­den und mit wel­chen Leis­tun­gen oder Hil­fen er­neu­ter Ar­beits­unfähig­keit vor­ge­beugt und der Ar­beits­platz er­hal­ten wer­den kann. Die­se Klärung heißt Be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM).

    Ein BEM muss der Ar­beit­ge­ber nicht nur dann durchführen, wenn der länger er­krank­te Ar­beit­neh­mer ein be­hin­der­ter Mensch oder ein Schwer­be­hin­der­ter ist, son­dern auch bei nicht be­hin­der­ten Ar­beit­neh­mern, die länger als sechs Wo­chen pro Jahr ar­beits­unfähig sind. Ist der Be­trof­fe­ne al­ler­dings ein Schwer­be­hin­der­ter, ist beim BEM auch die Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung hin­zu­zu­zie­hen.

    Un­terlässt der Ar­beit­ge­ber ent­ge­gen sei­ner ge­setz­li­chen Ver­pflich­tung vor Aus­spruch ei­ner krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung das BEM oder macht er da­bei Feh­ler, führt das zwar nicht au­to­ma­tisch bzw. im­mer zu Un­wirk­sam­keit der Kündi­gung. In ei­nem sol­chen Fall hat der gekündig­te Ar­beit­neh­mer aber im Kündi­gungs­schutz­pro­zess bes­se­re Chan­cen, dass das Ge­richt die Kündi­gung als un­wirk­sam be­wer­tet. Nähe­re Ein­zel­hei­ten zu die­sen Fra­gen fin­den Sie un­ter "Hand­buch Ar­beits­recht: Be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM)".

    Kann der Arbeitgeber aus krankheitsbedingten Gründen auch außerordentlich kündigen?

    Krank­heits­be­ding­te Kündi­gun­gen sind in den meis­ten Fällen or­dent­li­che Kündi­gun­gen, d.h. Kündi­gun­gen un­ter Ein­hal­tung der Kündi­gungs­frist. Für sie gilt § 1 KSchG, falls der Ar­beit­neh­mer Kündi­gungs­schutz nach dem KSchG hat.

    Aus­nahms­wei­se kann der Ar­beit­ge­ber aber auch ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung aus krank­heits­be­ding­ten Gründen aus­spre­chen, nämlich dann,

    • wenn der Ar­beit­neh­mer or­dent­lich unkünd­bar ist und
    • wenn dem Ar­beit­ge­ber die dau­er­haf­te Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses in­fol­ge der Krank­heit des Ar­beit­neh­mers nicht zu­zu­mu­ten ist, weil er gar kei­ne nen­nens­wer­te Ge­gen­leis­tung für den Lohn erhält und das Ar­beits­verhält­nis da­her "sinn­ent­leert" ist.

    Recht­li­che Grund­la­ge für ei­ne sol­che außer­or­dent­li­che krank­heits­be­ding­te Kündi­gung ist nicht § 1 KSchG, son­dern § 626 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB).

    Ei­ne sol­che Kündi­gung ist nur in ex­tre­men Aus­nah­mefällen zulässig. Denn die nach Ta­rif oder Ar­beits­ver­trag be­ste­hen­de Unkünd­bar­keit soll den Schutz des Ar­beit­neh­mers ge­genüber Kündi­gun­gen verstärken. Da­her rei­chen die "nor­ma­len" Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne or­dent­li­che krank­heits­be­ding­te Kündi­gung nicht aus, um ei­ne außer­or­dent­li­che krank­heits­be­ding­te Kündi­gung zu stützen.

    Die krank­heits­be­ding­ten Gründe für die Kündi­gung müssen da­her so gra­vie­rend sein, dass der Ar­beit­ge­ber prak­tisch gar kei­ne nen­nens­wer­te Ge­gen­leis­tung mehr erhält ("Sinn­ent­lee­rung" des Ar­beits­verhält­nis­ses). Da­zu reicht es nicht aus, dass der unkünd­ba­re Ar­beit­neh­mer "nur" ein Drit­tel des Jah­res krank­heits­be­dingt fehlt (sie­he da­zu Ar­beits­recht ak­tu­ell: 14/282 BAG zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung aus krank­heits­be­ding­ten Gründen).

    Außer­dem kann der Ar­beit­ge­ber in sol­chen Aus­nah­mefällen zwar außer­or­dent­lich kündi­gen, aber nicht frist­los. Er muss dem unkünd­ba­ren Ar­beit­neh­mer viel­mehr bei ei­ner krank­heits­be­ding­ten außer­or­dent­li­chen Kündi­gung ei­ne Aus­lauf­frist zu­ge­ste­hen, die so lan­ge wie die Kündi­gungs­frist sein muss, die der Ar­beit­ge­ber be­ach­ten müss­te, wenn der Ar­beit­neh­mer or­dent­lich künd­bar wäre.

    Wenn Sie ei­ne krank­heits­be­ding­te Kündi­gung er­hal­ten ha­ben, müssen Sie sich in­ner­halb von drei Wo­chen nach Zu­gang der Kündi­gung ent­schei­den, ob Sie da­ge­gen Kündi­gungs­schutz­kla­ge er­he­ben wol­len oder nicht. Wenn Sie die­se in § 4 Satz 1 KSchG be­stimm­te Frist für die Er­he­bung der Kla­ge versäum­en, gilt die Kündi­gung als von als von An­fang an rechts­wirk­sam (§ 7 KSchG).

    Es ist da­her von al­ler­größter Wich­tig­keit, daß Sie die ge­setz­li­che Drei­wo­chen­frist für die Kündi­gungs­schutz­kla­ge be­ach­ten.

    Dies gilt nicht nur dann, wenn Sie mit ei­ner Kla­ge Ih­re wei­te­re Beschäfti­gung durch­set­zen wol­len. Die Ein­hal­tung der Frist ist ge­nau­so wich­tig, wenn Sie das Ziel ver­fol­gen, ei­ne gu­te Ab­fin­dung aus­zu­han­deln. Ist die Kla­ge­frist nämlich ein­mal versäumt, ist ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge prak­tisch aus­sichts­los. In ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on wird sich Ihr Ar­beit­ge­ber nor­ma­ler­wei­se auf kei­ne Ab­fin­dung mehr ein­las­sen.

    Wenn Sie ei­ne Rechts­schutz­ver­si­che­rung ha­ben oder recht­li­che Ver­tre­tung durch Ih­re Ge­werk­schaft be­an­spru­chen können, ris­kie­ren Sie durch ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge in der Re­gel nichts. Auf der an­de­ren Sei­te er­hal­ten Sie in vie­len Fällen durch ei­ne Kla­ge die Chan­ce auf ei­ne Ab­fin­dung.

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