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Umschreibungen wie jene, von Laien ebenso geäußert wie von Experten, legen nahe, dass sich der Mensch mit dem Verlust seines Gedächtnisses abhanden kommt. Denn traditionell wurde der Begriff der Person ja mit Vernunft und dessen Möglichkeit zum selbstbestimmten Handeln verbunden. Doch Philosophen und Psychiater weisen darauf hin, dass zu einer Person mehr gehört als seine kognitiven Fähigkeiten. Und dass es die philosophischen Schlüsselbegriffe deshalb zu erweitern gilt.

Seit einigen Wochen lebt Maria B., 88, in einem Seniorenzentrum in der Nähe von Köln. Sie kann sich kaum noch orientieren. Traut sich ohne Begleitung nicht einmal aus ihrem Zimmer, weil sie Angst hat, sich zu verlaufen. Wenn ihr ihre Hilflosigkeit bewusst wird, fängt sie an, zu weinen.

"Wenn man die über 80-Jährigen betrachtet, muss man bei jedem Dritten damit rechnen, dass er kognitive Defizite hat und irgendwie eine Entwicklung in Richtung einer Demenz sich entwickeln kann."

Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein

"In der Menge gesehen sind es 1,2, bis 1,4 Millionen."

Margot F., 87 hat kein Problem, über den Gang des Altenheims zu laufen. Aber spricht man mit ihr, erzählt sie eigentlich immer dieselbe Geschichte. Erzählt, wie sie im evangelischen Pfarrhaus ihres Vaters aufgewachsen ist.

"Sie können nicht mehr so selbstverständlich auf ihre Biografie, ihre Erfahrungen zurückgreifen wie das früher der Fall war."

Prof. Wolfgang Maier, Psychiater Uni Bonn:

"Sie erleben einen Identitätsbruch. Gleichwohl sind das Menschen, sie fühlen, sie freuen sich, ärgern sich."

Christa G, 75, läuft den ganzen Tag auf dem Gang der Demenzstation des Pflegeheims hin und her. Geht auf Menschen zu, die sie dort trifft. Schaut sie an, murmelt allenfalls "Ja" und läuft weiter.

"Es ist nach wie vor eine Person, die sich in ihren Eigenschaften verändert hat."

Prof. Dieter Sturma, Philosoph Uni Bonn:

"Dass sie jetzt über den Flur läuft und hinter einem steht oder jedes Mal im falschen Zimmer ist, das ist aus ihrer Situation sicher rekonstruierbar, bloß wir haben keinen Zugang mehr."

Erst sind es nur wenige Nervenzellen, die absterben, dann immer mehr. Der Prozess des Vergessens vollzieht sich langsam, aber unaufhaltsam. Bis zum Jahr 2050, so Schätzungen, sollen in Deutschland bis zu drei Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein. Eine große medizinische und pflegerische, aber vor allem auch eine ethische Herausforderung. Denn - was ist ein Mensch ohne Gedächtnis? Der zunehmend "von seinem Geist" verlassen wird - denn nichts anderes bedeutet ja "De-mens"? Ist er ein "auseinanderfallendes Selbst", wie Gedächtnisforscher Hans Markowitsch es nennt? Eine sich auflösende Persönlichkeit? Ist jemand, der am Ende niemanden mehr erkennt, wie es der später selbst an Demenz erkrankte Walter Jens in gesunden Jahren formulierte, "im Sinne des Humanen" kein Mensch mehr?

"Das Wort Person bezeichnet "ein denkendes verständiges Wesen, das Vernunft und Überlegungen besitzt und sich selbst betrachten kann."

So definierte es der englische Philosoph John Locke im 17. Jahrhundert. Vernunft und die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln sind in der Tradition der Aufklärung zentrale Kennzeichen des Menschen. Für Immanuel Kant zum Beispiel dürfen nur vernünftige Wesen Personen genannt werden. Und sind sie vernünftig, dann sind sie zugleich in der Lage, selbstbestimmt moralisch zu handeln. Diese Fähigkeit zu Vernunft und Moral begründet für Kant die Würde des Menschen.

"Also Autonomie und vernünftiges Handeln, das sind Konzepte, die sich aus dem Leben ohne Demenz, aus dem Leben in Gründen, wie das Philosophen sagen, herleiten."

Wolfgang Maier ist der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uni Bonn:

"In der Demenz ist es ab einem gewissen Grad immer schwerer möglich, zum Beispiel bei einer Entscheidung die Konsequenzen zu betrachten, also zu betrachten, wie verhält sich das zu meinen früheren Handlungen, also die Beziehungssetzung, das Zurückdenken und das Vorausdenken."

Sind Demente also am Ende keine Personen mehr, weil sie nicht mehr vernünftig und autonom handeln können? Der US-Philosoph Jeff McMahan bezeichnet schwer Demenzkranke als "Post-Personen". Ähnlich der australische Philosoph Peter Singer. Er spricht von "ehemaligen Personen". Und Menschen, die viel Wert darauf legen, ihr Leben frei und selbstbestimmt zu gestalten, werden den Zustand der Demenz möglicherweise als unakzeptabel, ja als würdelos empfinden. Prof. Dieter Sturma, Philosoph an der Universität Bonn und Direktor mehrerer Ethik-Institute:

"Wer jetzt natürlich sagt, für mich ist ganz entscheidend vor allem aus der Perspektive eines autonomen Lebens, der wird den Zustand in einer Demenz als nicht akzeptabel auffassen und wird entsprechend auch Vorkehrungen treffen wollen, dass er den Zuständen nicht zu lange ausgesetzt ist."

Die Auseinandersetzung mit der Demenz wirft die Frage nach unserem Menschenbild auf. Wird der Mensch mit seiner geistigen Leistung gleichgesetzt, erscheint Demenz als Zerstörung dieses Menschen. Wird er auch als empfindendes, soziales, emotionales Wesen verstanden, kann sich der Blick leichter auf dessen noch vorhandene Fähigkeiten richten.

"Wenn jemand sagt, personales Leben ist nicht durchgängig an kognitive Fähigkeiten gebunden, der kriegt einen viel umfassenderen Blick darauf und wird sagen, ich kann mit dem Zustand, nicht mehr autonom zu sein am Ende meines Lebens, anders umgehen. Der sagt, ich akzeptiere das als eine Form des Lebens oder der Existenz."

Dieter Sturma war Leiter des Forschungsverbunds "Person und Demenz" am Institut für Neurowissenschaften und Medizin in Jülich. Er hält einen Begriff von Person, der vor allem, an deren kognitive Kompetenzen gebunden ist, für verkürzt:

"Wir haben im Rahmen unseres Forschungsprojekts 'Person und Demenz' mal ein großes umfassendes Bild gezeichnet von Eigenschaften der humanen Lebensform, wie wir das genannt haben. Und da stand nicht mehr nur Autonomie oder personale Identität, sondern noch 60 andere Begriffe drauf, wie Kontemplation, wie Ausdruck, wie ästhetische Komponenten und moralische Komponenten, die noch lange intakt bleiben.. Übrigens auch emotionale Nähe."

Es gelte also, den Personenbegriff der Aufklärung zu erweitern, meint Dieter Sturma. Und damit, so Dr. Michael Wunder, Mitglied des Deutschen Ethikrates, müsse man auch die zentralen Attribute dieses Personenbegriffs neu denken:

"Erstens stellt sich die Frage, was wir unter Vernunft eigentlich verstehen? Verstehen wir eine objektiv messbare Handlung, einen Outcome einer Handlung oder würden wir es eher in das Handeln hinein verlegen, was er für vernünftig und damit für sich für erklärbar hält, für plausibel machbar. Und ich neige dem Zweiten zu."

Dann, so Michael Wunder, könnte man vielleicht auch Handlungsweisen verstehen, die auf den ersten Blick unvernünftig erscheinen.

"Zum Beispiel wenig bekleidet in der kalten Jahreszeit rauszugehen, ist unvernünftig. Es kann aber vernünftig sein, weil dicke Sachen drum herum unangenehm empfunden werden, dann ist es auf eine andere Art und Weise vernünftig, nämlich erklärlich für den Betroffenen. Also die genaue Beobachtung von Dementen und Mitgehen mit ihren Empfindungen lehrt uns, bescheiden zu sein mit den großen Überzeugungen, das ist Vernunft, das ist Selbstbestimmung."

Und auch wenn Selbstbestimmung und Demenz wie zwei weit auseinanderliegende Pole des menschlichen Daseins erscheinen, gelte es, den dementiell Erkrankten in die Gestaltung seines Lebens mit einzubeziehen.

"Natürlich ist es so, dass wir nicht sagen, es ist die volle Selbstbestimmung, sondern es ist eine Teilselbstbestimmung und die gilt es ernst zu nehmen. Und natürlich ändert sich der Rahmen, in dem die Selbstbestimmung möglich ist."

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Deshalb gilt es auf solche Patienten besonders zu achten. Einzelheiten siehe das entsprechende Kapitel über die Suizidgefahr. Und im vorliegenden Falle sind es vor allem

- Patienten mit einer schizo-depressiven Krankheitsepisode,
- weibliche Kranke,
- zusätzliche Belastung durch einschneidende Lebensereignisse.

Dabei gilt es zwei Aspekte bei drohender Suizidgefahr im allgemeinen und bei schizoaffektiven Störungen im speziellen zu beachten: Der eine wird charakterisiert durch die Mahnung: "Suizid - das ist die Abwesenheit der anderen", der andere besagt: Wenn man in dieser Hinsicht kein gutes Gefühl hat, dann ist die Behandlung in einer Fachklinik (und nicht im Allgemeinkrankenhaus, um eine psychiatrische Klinik zu umgehen!) sicherer, als ständig zwischen Hoffen und Bangen zu schweben bzw. das Prinzip "Hoffnung" zu überfordern. Wer erst nachträglich klug wird, muss sich später einige unangenehme Fragen gefallen lassen.

Schizoaffektive Störungen im Kindesalter

Die Mehrzahl der seelischen Störungen ist nicht auf das Erwachsenenalter beschränkt. Depressionen und Schizophrenien gibt es auch bei Heranwachsenden, Jugendlichen und sogar Kindern. Allerdings gilt es dort alterstypische Besonderheiten zu berücksichtigten, vor allem was Beschwerdebild, Verlauf und auch Therapie anbelangt. Soll man schon bei jeder seelischen Störung einen Fachmann hinzuziehen, also einen Psychiater oder Nervenarzt, so empfiehlt sich dies in jungen Jahren doppelt, nämlich den Kinder- und Jugendpsychiater mit einer Reihe von spezialisierten zusätzlichen Therapeuten. In diesem Alter heißt es noch weniger "abwarten" bzw. wenn, dann nur unter fachärztlicher Kontrolle.

So gibt es schizoaffektive Störungen auch im Kindes- und Jugendalter, und zwar in einem ähnlichen Verhältnis wie bei den Erwachsenen. Man nimmt also an, dass zwischen 10 und 20 % aller psychotischen Erkrankungen in dieser Altersstufe schizoaffektive Störungen sind. Allerdings ist die Zahl der Psychosen (Geisteskrankheiten) im Kindes- und Jugendalter deutlich seltener als bei Erwachsenen. Deshalb trifft man insgesamt wenig schizoaffektiv Betroffene in jungen Jahren.

Im übrigen gelten hier dann die selben Erkenntnisse wie später, nämlich ein sehr unterschiedlicher Verlauf, aber gute Heilungsaussichten, vor allem unter rechtzeitiger Therapie (die dieselbe ist wie im Erwachsenenalter, nur unter Berücksichtigung der besonderen seelischen, körperlichen und psychosozialen Bedingungen von Kindern und Jugendlichen).

Schizoaffektive Störungen im höheren Lebensalter

Schizoaffektive Störungen sind am häufigsten im mittleren Lebensalter, in jungen Jahren selten (siehe oben), im höheren Lebensalter (z. B. ab 65) aber auch nicht mehr so häufig anzutreffen.

Da im dritten Lebensalter noch eine sogenannte hirnorganische Komponente (also eine alters-bedingte Beeinträchtigung im seelischen, körperlichen und zwischenmenschlichen Bereich) hinzukommt, stellen sich diese Patienten schlechter als in jüngeren Jahren. Dies hat aber nicht unbedingt etwas mit der schizoaffektiven Störung zu tun, das ist ein Problem des altersbedingten Gesamtzustandes (z. B. Hirnatrophie (Hirnschwund), Durchblutungsstörungen, Beeinträchtigung durch eine Reihe zusätzlicher Leiden, insbesondere was Herz-Kreislauf anbelangt usw.).

Dies sind auch jene begrenzenden Faktoren, die den Erfolg einer medikamentösen Therapie einschränken. Einzelheiten siehe die Kapitel Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium/Carbamazepin und Valproinsäure (Phasen-Prophylaktika) u. a.

Schizoaffektive Störungen im Wochenbett

Seelische Störungen im Wochenbett, insbesondere psychotische Symptome sind zwar nicht häufig, aber besonders irritierend. Einzelheiten dazu siehe das Kapitel Wochenbett und seelische Störungen.

Obgleich es zahlreiche Möglichkeiten psychotischer Erkrankung nach der Geburt gibt, scheinen schizoaffektive Störungen besonders häufig zu sein. Man spricht von der Hälfte aller psychotischen Störungen nach einer Entbindung.

Seelische Störungen im Wochenbett generell pflegen besonders zu irritieren. Denn zum einen erwartet man doch eher Freude und Dankbarkeit nach der Geburt eines gesunden Kindes, zum anderen können die Symptome alle Betroffene erheblich verwirren. Dies besonders im Falle einer schizoaffektiven Störung im Wochenbett, nicht nur Partner und Angehörige, sondern auch Ärzte, Schwestern, Hebammen u. a. noch mehr verblüffen, befremden oder gar schockieren können. Auf jeden Fall kann das Krankheitsbild turbulente Ausmaße annehmen, vor allem wenn es sich um eine schizomanische Krankheitsepisode handelt.

Ein solches Leiden erfordert eine sofortige und konkrete Behandlungsstrategie durch Geburtshelfer/Gynäkologen und Psychiater. Man sollte dies nicht zu leicht nehmen. Denn eine schizoaffektive Störung, besonders bei schizodepressiver Tönung geht mit erhöhter Suizidgefahr einher. Und das kann im Falle der Wöchnerin sogar "erweiterter Suizid" bedeuten, d. h. die schwer psychotische und ggf. wahnhafte Mutter versucht nicht nur sich selber, sondern auch das Neugeborene zu töten (Fachausdruck: Infantizid). Einzelheiten siehe Suizidgefahr und erweiterter Suizid.

Es wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die schizoaffektiven Störungen ein komplexes und damit kompliziertes, schwieriges und vor allem nicht ungefährliches Krankheitsbild sind. Das ist nachvollziehbar. Schon die Teil-Krankheiten Schizophrenie, Depression und manische Hochstimmung gehören - für sich allein genommen - zu den problematischsten seelischen Leiden in einer meist schwer durchschaubaren Mischung und entsprechender Belastung für den Betroffenen, seine Angehörigen, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn.

Früher stellte die Diagnose einer schizoaffektiven Störung, gleichgültig ob schizophren-depressiv oder schizophren-manisch vor erhebliche Probleme. Das hat sich geändert, besonders wegen der medikamentösen Möglichkeiten, auch wenn gerade die Psychopharmaka viel Kritik trifft. Auf was ist zu achten und was verspricht Erfolg. Nachfolgend eine komprimierte Übersicht zur Therapie der schizoaffektiven Störungen (für Einzelheiten siehe die ausführlichen Kapitel über Neuroleptika, Antidepressiva, Beruhigungsmittel (Tranquilizer) und Phasen-Prophylaktika: Lithium, Carbamazepin und Valproinsäure).

· Therapie der schizomanischen Krankheitsepisoden

Eine reine schizophrene oder manische Erkrankung leichterer Art kann ambulant, d. h. "zu Hause" von Nervenarzt, Psychiater, Internist oder Allgemeinmediziner behandelt werden, wenn alle sich gegenseitig unterstützen. Bei mittelschwerem Verlauf kann das schon bedenklicher werden. Ein schwerer Krankheitsverlauf von Schizophrenie oder Manie erfordert grundsätzlich die stationäre Behandlung in einer Fachklinik (und nicht in einem Allgemeinkrankenhaus. Auch wenn der Patient sich gegen die psychiatrische Klinik wehrt und z. B. nur eine internistische Abteilung akzeptiert).

Wenn ein Patient nun beide Krankheitsbilder ertragen muss, also Schizophrenie und manische Hochstimmung zugleich, dann gilt nicht nur das selbe, man sollte noch viel vorsichtiger sein, was die Einschätzung des Schweregrades und seiner psychosozialen Folgen anbelangt. Denn eines muss man sich stets vor Augen halten: Die Medizin im allgemeinen und die Psychiatrie bzw. die Pharmakotherapie im speziellen können die jeweiligen Krankheitszeichen sehr wohl unterdrücken (wenngleich nicht ausheilen!) und damit dieses Leiden mehr oder weniger schell zum Abklingen bringen. Machtlos sind sie hingegen dann, wenn die Krankheit bereits zu folgenschweren Konsequenzen in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft und am Arbeitsplatz geführt hat. Und das geht sehr schnell, besonders wenn die Umgebung nicht aufgeklärt ist und ohnehin keine Ahnung von dem krankhaften Hintergrund des ungewöhnlichen Geschehens hat. Und dies ist vor allem bei den beiden Krankheitsbildern Schizophrenie und Manie der Fall. Und kann in der Regel auch nicht mit der "Gnade des raschen Vergessens" rechnen. Mit anderen Worten: Wer sich zu spät zu einer fachlich fundierten Therapie entschließt, den "bestrafen seine Symptome" - und zwar auch rückwirkend und vor allem länger als ihm lieb ist.

Eine stationäre Behandlung ist also nicht nur ein Sicherheitsfaktor (Selbstgefährdung), sondern auch der Schutz vor zwar krankheitsbedingter, aber in den Augen seiner Umgebung letztlich "selbst-verschuldeter" Rufschädigung (sinnlose Einkäufe, finanzielle Gefährdung, sexuelle Enthemmung u. a.).

Welche medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei akuten schizomanischen Krankheitsepisoden greifen die Fachleute zu Neuroleptika oder Lithiumsalzen bzw. zur Kombination von Neuroleptika und Lithium. Außerdem stehen die Antiepileptika Carbamazepin und Valproinsäure zur Verfügung, die alleine oder in Kombination mit Lithium bzw. Neuroleptika genutzt werden können. Das gleiche gilt auch in entsprechenden Situationen für die Beruhigungsmittel vom Typ der Benzodiazepine.

Einzelheiten siehe die jeweilig ausführlichen Kapitel zu diesen psychotropen Arzneimitteln (mit Wirkung auf das Zentrale Nervensystem und damit Seelenleben), so dass man sich im folgenden auf einige erläuternde Stichworte beschränken kann:

Bei hochgradig unruhigen schizomanischen Patienten kommt man um hochpotente Neuroleptika mit antipsychotischer Wirkung nicht herum, meist ergänzt durch mittel- oder niederpotente Neuroleptika, die vorwiegend dämpfen. Bei schwer erregten Kranken muss man ggf. sogar die Injektion (sogenannte parenterale Applikation) nutzen. Nicht selten greift man dann auch zusätzlich zu den beruhigenden und angstlösenden Benzodiazepin-Tranquilizern.

Wenn die manische Leidens-Komponente überwiegt, bietet sich zusätzlich eine Lithiumtherapie an, also letztlich die Kombination aus Lithium und Neuroleptika. In diesem Falle wird man versuchen, die - mit mehr äußerlich beeinträchtigenden Nebenwirkungen behafteten - Neuroleptika etwas geringer zu dosieren und nach und nach auszuschleichen, falls es das Zustandsbild erlaubt. Eine alleinige Behandlung schizomanischer Patienten mit Lithium ist zwar möglich, wird aber nur selten (d. h. bei leichten Verläufen) riskiert.

In dem speziellen Kapitel über Phasen-Prophylaktika mit Lithium, Carbamazepin und Valproinsäure wird auch auf die Möglichkeiten (und Grenzen) der beiden Antiepileptika Carbamazepin und Valproinsäure in der Behandlung von manischen und schizomanischen Zuständen detailliert hingewiesen (Einzelheiten siehe dort).

· Therapie der schizodepressiven Krankheitsepisoden

Wenn im Rahmen einer schizoaffektiven Störung der Kombinations-Schwerpunkt "schizophrene und depressive Symptome" vorliegt, gelten andere Bedingungen. Vor allem ist eines zu beachten: Eine Suizidgefahr ist immer gegeben, selbst beim schizomanischen Beschwerdebild. Bei einem schizodepressiven Leidens-Schwerpunkt aber ist sie besonders hoch. Deshalb wird man hier noch zurückhaltender sein, was eine ambulante Behandlung "zu Hause" anbelangt. Ein hundertprozentiger Schutz ist nie gewährleistet, aber die Therapie in einer Fachklinik ist auf jeden Fall risikoloser. Das muss man wissen, wenn man sich dem Willen des Patienten (und seiner Angehörigen?) beugt und auf eine stationäre Fachbehandlung verzichtet.

Therapeutisch stehen bei der schizodepressiven Episode wiederum verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Neuroleptika (hoch-, mittel- und niederpotente), Antidepressiva, die Kombination von beiden, die zusätzliche Gabe von Lithiumsalzen, Carbamazepin und Valproinsäure, ggf. sogar von Beruhigungsmitteln (Tranquilizer) vom Typ der Benzodiazepine. Möglich sind auch eine Elektrokrampfbehandlung. Diskutiert werden gelegentlich auch Schlafentzug und Phototherapie (Lichttherapie). Im einzelnen:

Die Behandlung schizodepressiver Krankheitsepisoden ist noch schwieriger, ggf. noch folgenschwerer und löst damit mehr Diskussionen aus, und zwar nicht nur unter Ärzten, auch unter Angehörigen. Will man auf jeden Fall sicher gehen, kommt man um eine Kombinationstherapie aus Neuroleptika und Antidepressiva nicht herum. Grund: Es gibt zwar auch (vor allem niederpotente) Neuroleptika, die leicht stimmungsstabilisierend wirken, doch an die antidepressive Potenz der für Depressionen zuständigen Antidepressiva kommen sie bei weitem nicht heran. Es wäre also ein Fehler, bei schizodepressiven Episoden auf Antidepressiva zu verzichten.

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Dies führte bei den Forschern zu der Frage, ob sich bereits zuvor aus Tweets Betroffener erkennen lassen könnte, dass sie später als bipolar diagnostiziert werden. Dazu analysierten sie rund 10.000 Tweets, die zwischen 2006 und 2016 von mehr als 400 Personen kamen, die mit einer bipolaren Störung diagnostiziert wurden. Diese Tweets wurden dann mit einer ähnlichen Anzahl von Personen verglichen, die zufällig ausgesucht als Kontrollgruppe dienten.

Das Team überprüfte unter anderem, wann Tweets abgesetzt werden und korrelierte dies mit normalen Schlafmustern. Zudem wurde die Tweet-Frequenz analysiert, um zu sehen, wie redselig jeder Nutzer war. Zudem wurden die Wortarten in jedem Tweet auf Stimmung und Gefühlsinhalt gecheckt. Ein weiteres Kriterium war der Explosivlautinhalt jedes geäußerten Worts – ein neuartiger phonologischer Ansatz. Die Idee dahinter: Menschen mit frühen Anzeichen einer bipolaren Störung neigen dazu, energiegeladenere Begriffe zu verwenden. Ein weiteres Kriterium war die Veränderung der Inhalte des Twitter-Streams insbesondere kurz vor der eigentlichen Diagnose.

All diese Daten wurden dann zum Trainieren eines Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens verwendet, der zwischen Menschen mit und ohne früher bipolarer Störung unterscheiden lernen sollte. Das Ergebnis war ordentlich: Die Treffgenauigkeit lag schließlich bei mehr als 90 Prozent. Besonders gut funktionierte dabei das phonologische Kriterium. Hier erreichte der Classifier eine Quote von mehr als 91 Prozent.

Das Forscherteam nennt seinen Ansatz auch "unterbewusstes Crowdsourcing". Gemeint ist damit, dass ein Satz von Tweets einer Person, die unter einer bipolaren Störung leidet, einen reichhaltigen Datensatz über den mentalen Zustand liefern kann. Entsprechend liefert dieser Personenkreis Informationen, die sich dann mittels Data Mining hervorragend auswerten lassen.

Wie viele Informationen sich daraus ableiten lassen, ist noch nicht ganz klar. Doch bipolare Störungen dürften nicht die einzige Erkrankung sein, die identifiziert werden kann. "Unsere Experimente zeigen, dass die vorgeschlagenen Modelle sehr hilfreich sein könnten, um Menschen mit bipolaren Störungen regulär zu erfassen. Das könnte in der Erstversorgung wichtig sein", schreiben die Forscher. Und eine Früherkennung hilft wiederum, Selbstmorde zu vermeiden.

[Update 18.01.18 11:50 Uhr:] Bipolare Störungen sind eine sogenannte affektive Störung und gehören nicht zu den Persönlichkeitsstörungen, da sie sich auf die Stimmung des Betroffenen auswirken. Der Beitrag wurde entsprechend angepasst.

Bipolare Störungen: Lamotrigin zur Prävention depressiver Episoden

Bei Menschen mit einer bipolaren Störung (manisch-depressive Störung) wechseln sich Phasen gedrückter Stimmung, der Freudlosigkeit und des Gefühls der Wertlosigkeit (Depression) mit Phasen der Hochstimmung, Rastlosigkeit und Selbstüberschätzung (Manie) ab. Bipolare Störungen sind keineswegs selten: Mit einer Prävalenz von etwa 1,5 Prozent zählen sie zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen.

Auch die Komorbidität bei bipolaren Störungen ist ausgeprägt. Etwa jeder zweite Patient leidet an einer weiteren Erkrankung, wobei Sucht, Angsterkrankungen, Störungen der Impulskontrolle, aber auch Migräne im Vordergrund stehen. Umso wichtiger sind Therapiestrategien, die möglichst auch einen effektiven Rezidivschutz bieten.

Zur Behandlung von bipolaren Störungen stehen eine Reihe von Medikamenten sowohl für die Akuttherapie als auch für die Rezidivprophylaxe zur Verfügung. Allerdings scheinen die bisherigen Phasenprophylaktika (Mood Stabilizer), Lithium eingeschlossen, in erster Linie Manien vorzubeugen, während die depressionsverhütende Wirksamkeit nicht so ausgeprägt ist.

Epidemiologische Untersuchungen zeigten jedoch, dass Bipolar-Patienten im Vergleich zur Manie im Schnitt dreimal so lange in depressiven Episoden verharren. Gerade bei schwer kranken Patienten kommt der Depressionsbehandlung eine entscheidende Rolle zu. Lang andauernde und hartnäckig wiederkehrende Depressionen sind die häufigste Ursache für Arbeitsplatzverlust, Frühberentung und familiäre Probleme, und damit auch eine erhebliche sozioökonomische Belastung. Eine besondere Gefährdung in der bipolaren Depression geht von der hohen Suizidalität aus. 50 Prozent der bipolaren Patienten unternehmen mindestens einen Suizidversuch, etwa 15% versterben am Suizid.

Zur Prävention depressiver Episoden wurde daher nach Alternativen zur Lithium-Behandlung gesucht. Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigten eine gute antidepressive Wirksamkeit von Lamotrigin bei bipolaren Störungen. In zwei 18-monatigen Doppelblindstudien wurde die prophylaktische Wirksamkeit von Lamotrigin mit der von Lithium und von Plazebo verglichen.

In beide Studien wurden Patienten eingeschlossen, die an einer Bipolar-I-Störung (in der Regel schwere depressive und schwere manische Episoden) litten und kürzlich oder akut entweder eine manische oder eine depressive Episode hatten. Sowohl die Einzelauswertungen als auch die Metaanalyse zeigten, dass Lamotrigin in der Verhinderung affektiver Episoden ebenso wirksam war wie Lithium. Lithium und Lamotrigin unterschieden sich allerdings wesentlich im Wirksamkeitsprofil. Lithium verhinderte signifikant den Ausbruch manischer Episoden, während Lamotrigin hierauf keinen signifikanten Effekt hatte. Dagegen verhinderte Lamotrigin den Rückfall in eine depressive Episode, wogegen Lithium hier keine signifikante Wirksamkeit zeigte. ck

Die antiepileptische Wirkung wird erreicht durch die Blockade aktivitätsabhängiger Natriumkanäle. Darüber hinaus sind Calcium-antagonistische Effekte und eine Senkung extrazellulärer Glutamatspiegel beschrieben.

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Was ist eine Bipolare Störung oder manische Depression?

Bipolare Störungen = manisch depressive Störung (F31)

Bipolare affektive Störungen sind psychiatrische Störungen, die sich durch einen besonderen Krankheitsverlauf mit mindestens zwei Krankheitsphasen im Sinne einer Depression und einer Manie beschreiben lassen.
Davon muss mindestens eine Episode manisch bzw. zumindest submanisch sein.
Das bedeutet, dass man - etwas paradox - auch von bipolaren Störungen spricht, wenn ausschliesslich manische Episoden bestehen.

  • ICD 10 F31.0 gegenwärtig hypomanische Episode

  • ICD 10 F31.1 gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome

  • ICD 10 F31.2 gegenwärtig manische Episode mit psychotischer Symptomatik

  • ICD 10 F31.3 gegenwärtig leichte oder mittelgradige depressive Episode

  • ICD 10 F31.4 gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome

  • ICD 10 F31.5 gegenwärtig schwerde depressive Episode mit psychotischen Symptomen

  • ICD 10 F31.6 gemischte Episode

  • ICD 10 F31.7 gegenwertig gemittiert

  • ICD 10 F31.8. Sonstige bipolare Störungen wie Bipolar-II-Störung bzw. Rapid-Cycling
  • Haeufig wird die Bipolare Stoerung nicht als solche erkannt und viele Leute leiden mehrere Jahre darunter, bevor sie eine Diagnose und eine Behandlung bekommen. Genauso wie Diabetes oder eine Herzkrankheit ist die Bipolare Stoerung eine langfristige Krankheit und es muss sich das ganze Leben der betroffenen Person lang darum gekuemmert werden.

    Bipolare Störungen: Lamotrigin zur Prävention depressiver Episoden

    Bei Menschen mit einer bipolaren Störung (manisch-depressive Störung) wechseln sich Phasen gedrückter Stimmung, der Freudlosigkeit und des Gefühls der Wertlosigkeit (Depression) mit Phasen der Hochstimmung, Rastlosigkeit und Selbstüberschätzung (Manie) ab. Bipolare Störungen sind keineswegs selten: Mit einer Prävalenz von etwa 1,5 Prozent zählen sie zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen.

    Auch die Komorbidität bei bipolaren Störungen ist ausgeprägt. Etwa jeder zweite Patient leidet an einer weiteren Erkrankung, wobei Sucht, Angsterkrankungen, Störungen der Impulskontrolle, aber auch Migräne im Vordergrund stehen. Umso wichtiger sind Therapiestrategien, die möglichst auch einen effektiven Rezidivschutz bieten.

    Zur Behandlung von bipolaren Störungen stehen eine Reihe von Medikamenten sowohl für die Akuttherapie als auch für die Rezidivprophylaxe zur Verfügung. Allerdings scheinen die bisherigen Phasenprophylaktika (Mood Stabilizer), Lithium eingeschlossen, in erster Linie Manien vorzubeugen, während die depressionsverhütende Wirksamkeit nicht so ausgeprägt ist.

    Epidemiologische Untersuchungen zeigten jedoch, dass Bipolar-Patienten im Vergleich zur Manie im Schnitt dreimal so lange in depressiven Episoden verharren. Gerade bei schwer kranken Patienten kommt der Depressionsbehandlung eine entscheidende Rolle zu. Lang andauernde und hartnäckig wiederkehrende Depressionen sind die häufigste Ursache für Arbeitsplatzverlust, Frühberentung und familiäre Probleme, und damit auch eine erhebliche sozioökonomische Belastung. Eine besondere Gefährdung in der bipolaren Depression geht von der hohen Suizidalität aus. 50 Prozent der bipolaren Patienten unternehmen mindestens einen Suizidversuch, etwa 15% versterben am Suizid.

    Zur Prävention depressiver Episoden wurde daher nach Alternativen zur Lithium-Behandlung gesucht. Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigten eine gute antidepressive Wirksamkeit von Lamotrigin bei bipolaren Störungen. In zwei 18-monatigen Doppelblindstudien wurde die prophylaktische Wirksamkeit von Lamotrigin mit der von Lithium und von Plazebo verglichen.

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    Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof. Es beschert einem zahlreiche Herausforderungen und Hürden. Oft werden genau diese Herausforderungen zu Wendungspunkten im eigenen Leben. Welchen Herausforderungen hast du dich bis heute gestellt?

    Einer der größten Wendepunkte meines Lebens war mein Ausbruch aus meinem alt gewohnten Leben mit circa 23 Jahren. Damals tauschte ich absolute Sicherheit gegen die Chance ein Leben ganz nach meinen Vorstellungen, erfüllt von Lebensfreude, Berufung und Liebe, führen zu können. Ich verließ alle Komfortzonen – meinen Partner, meine Heimat und meinen Job – auf einmal und ließ mich auf das Ungewisse ein. Und ich habe es keine Sekunde in meinem Leben bereut. Im Gegenteil ich bin dem damals 23-Jährigen Mädchen für all ihren Mut unglaublich dankbar.

    Der zweite Wendepunkt war meine Krankheit. Nach Jahren des Glücks, beruflichem und privaten Erfolg, geschah es plötzlich. Es hieß immer dreißig werden tut nicht weh. Das kann ich leider nicht bestätigen. 2015 überfiel mich eine schwere Krankheit, die mir in Folge alles, was mir damals wichtig war unter den Füßen wegzog.

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    Was hast du dank dieser Herausforderungen gelernt?

    Das Leben ist ein Geschenk. So ein verdammt kostbares Geschenk. Ich spüre dieses Geschenk seit meiner Krankheit jeden Tag. Als mir alles genommen wurde, wurde mir plötzlich bewusst, wie viel ich hatte. Nun beschenkt mich das Leben wieder reich, aber diesmal nehme ich es nicht für selbstverständlich. Ich freue mich geschätzt mindestens zehn Mal pro Tag über Dinge, Menschen und Erlebnisse, die mir das Leben schenkt.

    Außerdem hat mich meine Geschichte gelehrt, dass alles Schlechte auch sein Gutes hat. Hätte mich meine Krankheit nicht vereinnahmt, auf den Boden geschmissen und durch den Dreck gezehrt, so hätte ich niemals ein Auszeitjahr genommen und meine Honigperlen entdeckt. Damit einher gehen zwei Jahre voller Erlebnisse und Erkenntnisse, die mich genau an jene Stelle meines Lebens, an der ich heute stehe, geführt haben. Und für mein heutiges Glück bin ich unglaublich dankbar.

    Du hast einen ganz persönlichen „Leidensweg“ mit einer psychosomatischen Erkrankung hinter dir. Du bist den Weg durch und mit dieser Erkrankung bis heute sehr tapfer gegangen! Heute lebst du dank dieser Geschichte mit einer ganz bestimmten Lebensüberzeugung. Wie lautet sie?
    • Lebensfreude, komme was wolle!
    • Alles Schlechte hat sein Gutes – Vertraue dem Leben.
    • Egal was passiert, ich werde mich immer lieben.
    Welche alten Leitsätze/Grundüberzeugungen konntest du bist heute loslassen oder bist gerade dabei sie zu verabschieden?
    • Ich bin nicht genug
    • Ich bin nicht wichtig
    • Ich bin nicht liebenswert
    • Das kannst/schaffst du nicht!
    Wie denkst du heute über dich selbst, dich als Frau und über dein Selbstwertgefühl?

    Ich bin Hals über Kopf in mich verknallt! Ich liebe all meine Macken und fühle mich wertvoll.

    Was lässt dein Herz höher schlagen und was gibt dir Lebenssinn?

    Dass meine Texte von tausenden Menschen gelesen werden. Dass ich sie inspirieren darf, ein kleiner Ideenbringer für ihr Leben bin und ich mich durch das Schreiben und das Feedback meiner Leser stetig selbst weiter entwickle.

    Außerdem: Meine unbändige Liebe zu mir selbst und zu den einzigartigen Menschen in meinem Leben.

    Stell dir vor, da wäre ein junges Mädchen, so um die 11 Jahre. Bald erblüht dieses Mädchen zu einer Frau. Was würdest du ihr gerne über Weiblichkeit und starke Frauen beibringen?

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    Wolfgang A. Mozart (Komponist)
    Otto Klemperer (Musiker und Dirigent)
    Jaco Pastorius (Jazzmusiker)
    Peter Paul Rubens (Maler)
    Adolphe Monticelli (Maler)

    Falco (Sänger und Musiker)
    Francis Ford Coppola (Filmregisseur)
    Kay Redfield Jamison (Psychiaterin)
    Friedrich Schiller (Dichter)
    Robin Williams (Sänger)

    Edvard Munch (Maler)
    Jackson Pollock (Maler)
    Irving Berlin (Komponist)
    Hector Berlioz (Musiker-Komponist)
    Carrie Fisher (Schauspielerin)

    Paul Gauguin (Maler)
    Vivien Leigh (Schauspielerin)
    Robert Lowell (Dichter)
    Michelangelo (Maler)
    Napoleon Bonaparte (Kaiser/Frankreich)

    Richard Nixon (US-Präsident)
    August Strindberg (Dramatiker)
    Hugo Wolf (Komponist)
    Pablo Picasso (Maler)
    Sylvia Plath (Dichterin)

    Vincent van Gogh (Maler)
    Graham Greene (Schriftsteller)
    Ilie Nastase (Tennisspieler und Politiker)
    Wilhelm Busch (Zeichner und Dichter)

    Robert Schumann (Musiker-Komponist)
    John Denver (Musiker)
    Frederic Chopin (Musiker-Komponist)
    Alexander d. Große (Feldherr/ König)
    Abraham Lincoln (US Präsident)

    Georg Friedrich Händel (Komponist)
    Axl Rose (Musiker)
    Anne Sexton (Dichterin)
    König Ludwig II. (Bay. Kaiser)
    Oliver Cromwell (Lord Protector Engl.)

    Gordon Sumner (Sting) (Musiker)
    Janet Jackson (Musikerin)
    Gustav Mahler (Musiker-Komponist)
    Martin Luther (Reformator)
    Larry Flynt (Verleger)

    Ernest Hemingway (Schriftsteller)
    Tom Waits (Musiker, Komponist)
    Brian Wilson (Musiker, Komponist)
    Sir I. Newton (Physiker, Mathematiker)
    Johannes Brahms (Komponist)

    Virginia Woolfe (Schriftstellerin)
    P. I. Tschaikowsky (Komponist)
    Elton John (Musiker)
    Charles Dickens (Schriftstellerin)
    Charles Darwin (Forscher)

    Betroffene erkennen ihren Zustand nicht und haben Schwierigkeiten ihren Alltag zu bewältigen.

    Wird eine Psychose früh festgestellt, kann dies die Prognose entscheidend verbessern.

    Bei einer Dualdiagnose tritt eine Suchterkrankung gemeinsam mit einer Schizophrenie auf.

    Menschen die unter Schizophrenie leiden, erleben zwei Wirklichkeiten.

    Menschen mit Behinderung sind besonders gefährdet, eine psychische Störung zu entwickeln.

    Wenn Kraft und Antrieb fehlen, alles nur noch grau ist und die Zukunft Angst macht.

    Wenn sich depressive Phasen und Phasen gesteigerter Aktivität und Euphorie abwechseln, liegt möglicherweise eine bipolare Störung vor.

    Überlastung, Schicksalsschläge und fehlende Unterstützung können Menschen ausbrennen lassen.

    Wenn harmlose Situationen zu unkontrollierbaren Angstzuständen führen.

    Zwänge sind wiederkehrende Gedanken und Handlungen – stereotyp, unfreiwillig und quälend.

    Schlafstörungen können Folge wie auch Ursache von psychischen Erkrankungen sein.

    Suizidgedanken müssen erstgenommen werden. Darüber reden kann Leben retten.

    Wenn die Kontrolle über Gefühle und Impulse schwerfällt.

    Traumatische Erlebnisse können Menschen aus der Bahn werfen und krank machen.

    Wenn bei anhaltenden Schmerzen keine körperliche Ursache gefunden wird.

    Zu Essstörungen werden Magersucht (Anorexie), Ess-Brechsucht (Bulimie) und «Essattacken» (Binge-Eating) gezählt.

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    Zusa mmenfassung der Genmutatationen

    Der häufigste Mutationstyp sind Basenpaarungs-Mutationen. Er tritt auf, wenn eine Base ausgetauscht wird, was zu einer falschen Basenpaarung führt, z.B. A wird zu G oder T zu C. Die Folgen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

    Meist wird die 3. Base durch eine andere ersetzt, sodaß sich die Basenpaarung zwar ändert, aber wegen des degenerierten Codes bei der Transkription kein anderes Codon entsteht.

    Der Basenaustausch führt zu einem anderen Codogen, was letztendlich zu einer anderen Aminosäure führt. (Sichelzellanämie)

    Durch Basenaustausch entsteht eines der drei Stop-Codone. Dies führt zu einem defekten Protein. (cystische Fibrose)

    Durch Einfügen oder Löschen einer Base wird das Triplettraster verändert. Bei der Transkription entsteht so ab der mutierten Stelle eine mRNA mit anderen Codonen, was zu einem nichtfunktionierenden Protein führt. (Huntingtonsche Krankheit)

    Nukleotidtrimere sind Abfolgen von 3 Nukleotiden, die sich wiederholen. Mindestens 8 Krankheiten des Nervensystems und der Muskeln beruhen auf dieser Mutationsform.

    Es ist schwierig, die Mutationsraten genau zu bestimmen, da man nicht weiß, ob es sich bei dem Phänotyp um das Ergebnis einer oder mehrerer Mutationen handelt. Bei der Histidin-Biosynthese ist das Funktionieren von 11 Genen notwendig. Eine His- Mangelmutante kann einen Defekt in einem Gen oder mehrerern Genen besitzen. Ein anderer Grund ist die Tatsache, daß die DNA Bereiche hat, die empfindlicher für Mutationen sind als andere, z.B TT-Regionen. (Hotspots)

    Die statistische Wahrscheinlichkeit einer Mutation kann durch:

    Pn = Wahrscheinlichkeit, daß n Mutationen in einer Kultur auftreten.

    m = ungefähre Anzahl der Mutationen pro Kultur

    Bei den meisten Bakteriengenen ist Pn = 10 -8. Ansonsten liegt P um 10 -10 und 10 -12 Mutations pro Basenpaar der DNA pro Generation.

    Bei den meisten Eukaryonten-Genen nimmt man einen Wert zwischen 10 -5 bis 10 -7 an.

    Beim Menschen geht man von P =10 -4 bis 10 -6 aus. Pro Gen ist die Mutationsrate =1 in 100000 Gameten d.h. bei ca. 50000 Genen = 0,5 Mutationen/Gamet.

    Die Zellen aller Organismen besitzen normalerweise einen umfangreichen DNA-Reparaturmechanismus. Man könnte also Mutationen auch als Effekt mangelhafter DNA-Reparatur auffassen.

    Die Mechanismen der DNA-Reparatur sind inzwischen ganz gut erforscht. Man fand sie u.a. bei Bakterien, Pilzen, Fischen, Amphibien, Säugetieren und dem Menschen.

    Sie dienen der Vermeidung des Zelltods, von Mutationen, Replikationsfehlern, dauerhaften DNA-Schäden und Genom-Instabilitäten. Fehler in diesen Prozessen führen zu Krebs und Alterung.

    Die Bedeutung der DNA-Reparatur kann man an der Tatsache ablesen, daß die DNA das einzige Molekül ist, das spezifisch repariert wird, alle anderen werden ausgetauscht. Mehr als 100 Gene sind daran beteiligt, sogar bei Organismen mit kleinen Genomen.

    Formen der DNA-Beschädigung:

    Die Glykosyl-Bindung am 1´-Ende der Pentose zur Base ist relativ labil. Deshalb verlieren Zellen pro Tag und haploidem Genom mehrere Hundert bis Tausend Basen.

    Die primäre Aminogruppe der Basen ist ebenfalls instabil. Die Base kann leicht in ihre Ketoform überführt werden.

    Aus Cytosin enstehen so pro Tag und haploidem Genom ca. 100 Uracile. So wird aus Adenin ----> Hypoxanthin, Guanin ----> Xanthin, und 5-Methyl-Cytosin zu Thymin. Chemikalien wie HNO2 beschleunigen die Desaminierung.

    Chemische Modifikation (Oxidation, Alkylierung)

    Die Basen der Nukleinsäuren sind gegen eine Reihe von Chemikalien empfindlich. Z. B. Sauerstoff-, Peroxid- und Hydroxil-Radikale oder H2O2, die als normales Nebenprodukt von Oxidationen entstehen, aber auch durch ionisierende Strahlung (Röntgen und g ). Dabei werden die Basen oxidiert.
    Ein typisches Produkt der Thyminoxidation ist Thyminglykol (siehe rechts).

    Viele Umwelt-Chemikalien aber auch zelleigene Stoffe können die DNA alkylieren. Empfindliche Stellen sind die Heteroatome der Basen.

    Natürlicherweise entstehen pro Tag und haploidem Genom z.B. mehrere hundert 3-Methyladenin-Nukleotide. Alkylierende Agenzien wie Pestizide und Kampfgase verstärken die Alkylierung, sodaß die natürlichen Reparaturmechanismen überfordert sind.

    Thymindimere durch UV

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    Schizoaffektive Störungen gehören zwar nicht gerade zu den leichteren Beeinträchtigungen, haben auch ihre spezifischen Risiken (z. B. Suizidgefahr - siehe später), sind aber inzwischen so gut behandelbar, dass man sich auch hier keine Sorgen machen sollte. Voraussetzung ist allerdings das rechtzeitige Erkennen und schließlich Anerkennen dieser Störung. Und natürlich eine konsequente Therapie, die aber bei den heutigen Möglichkeiten kein Problem darstellt, was vor allem die deutlich verringerten Nebenwirkungen anbelangt.

    Die Diagnose einer schizoaffektiven Störung ist nicht einfach, das wurde schon eingangs betont. Vor allem gibt es keine Kriterien, die auf Labor- oder Röntgenuntersuchungen, durch Elektroenzephalographie (EEG), Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) u. a. beruhen. Die Diagnose einer schizoaffektiven Störung wird rein phänomenologisch gestellt, d. h. entscheidend ist das Erscheinungsbild, allen voran das konkrete Beschwerdebild.

    Und dieses Beschwerdebild kann also schizophren, depressiv oder manisch sein, hintereinander oder gleichzeitig (siehe später) ausbrechen. Und je charakteristischer es für die jeweiligen Syndrome (Zusammenstellung jener Krankheitszeichen, die für dieses Leiden typisch sind) ausfällt, desto leichter fällt die Diagnose.

    Schwierig wird es - und das sei kurz eingeflochten, da gar nicht so selten -, weil es unterschiedliche Definitionen und Klassifikationen von Schizophrenie, Depression und Manie gibt, und zwar noch immer. Und weil alle drei Krankheitsbilder eine Vielzahl von Symptomen aufweisen, und zwar nicht immer so typisch, wie man das zur raschen Diagnose bräuchte. Und weil sich diese Erscheinungsformen auch noch dauernd ändern können, d. h. mal in dieser, mal in jener Verlaufsform auftreten. Und weil es nicht nur eine konkrete schizoaffektive Störung mit schizophrenen, depressiven und/oder manischen Symptomen gibt, sondern auch depressive Schizophrene, wahnhafte Depressive, Patienten mit einer eigenartigen Mischung aus Depression und manischer Hochstimmung und sogar sogenannte "überkochende" Manien, die manches Wahnhafte zeigen (Einzelheiten siehe unten).

    Im allgemeinen sind aber bei einer schizoaffektiven Erkrankung folgende Beschwerdebilder auszumachen:

    · Schizophrenes Krankheitsbild: Wahnphänomene, d. h. Verfolgungs-, Größen-, Eifersuchts-, körperbezogener, nihilistischer (vom lat.: nihil = nichts, also z. B. "ich bin nichts oder gar nicht vorhanden") und andere Wahninhalte. Ferner Gedankenausbreitung, Gedankeneingebung, Gedankenentzug und vor allem das Gefühl des (von anderen) Gemachten, Zugefügten, Aufgezwungenen. Im weiteren Halluzinationen (Sinnestäuschungen, Trugwahrnehmungen), insbesondere akustische (Gehörs-)Halluzinationen, bei denen entweder eine Stimme das Verhalten oder die Gedanken des Betroffenen kommentiert oder zwei oder mehrere Stimmen sich miteinander unterhalten, auch in Form des sogenannten Gedankenlautwerdens ("jeder kann meine Gedanken lesen"). Und schließlich das Phänomen der Inkohärenz, der Zerfahrenheit, mit ausgeprägtem unlogischem Denken oder auch einfach Verarmung der sprachlichen Äußerungen, bis hin zum verflachten, abgestumpften Gemütszustand oder gar inadäquaten Affekten (lachen bei Traurigem, weinen bei Lustigem).

    Detaillierte Einzelheiten zum Krankheitsbild der schizophrenen Psychose finden sich in dieser Internet-Serie in dem Übersichtskapitel über die Schizophrenien sowie die speziellen Kapitel über wahnhafte Störungen, kurze psychotische Störungen usw.

    · Depressives Krankheitsbild: niedergeschlagen, freudlos, interessenlos, initiativelos, antriebslos, voller Schuld-, Versagens- und Unfähigkeitsgefühle, merk- und konzentrationsschwach, vergesslich, Grübelneigung, ängstlich, innerlich unruhig und gespannt oder seelisch-körperlich blockiert sowie eine Vielzahl organischer (in Wirklichkeit psychosomatischer) Beschwerden wie Schlafstörungen (z. B. das quälende Früherwachen mit Morgentief), Kloß im Hals sowie Beeinträchtigungen von Herz-Kreislauf, Atmung, Magen-Darm (z. B. Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust), Wirbelsäule, Gelenken u. a. Am Schluss natürlich auch Leistungseinbruch, Rückzug und Isolationsgefahr aus Schwäche, Scham und Verzweiflung.

    Detaillierte Einzelheiten zum depressiven Beschwerdebild siehe das ausführliche Kapitel über Depressionen in dieser Internet-Serie.

    · Manisches Krankheitsbild: überaktiv, vor allem zwischenmenschlich, beruflich, ggf. sexuell, dabei redselig, Ideenflucht, gesteigertes Selbstbewusstsein (bis hin zu Größengedanken, ggf. wahnhaft), vermindertes Schlafbedürfnis, rasche Ablenkbarkeit, exzessive Beschäftigung mit Aktivitäten, die an sich nicht falsch, in dieser Form aber mit unangenehmen Konsequenzen belastet sein können (geschäftlich, sexuell, Verkehr, Kaufwut) u. a.

    Detaillierte Einzelheiten zum manischen Krankheitsbild siehe das spezielle Kapitel in dieser Internet-Serie über die Manie, die krankhafte Hochstimmung.

    Wenn mehrere Verlaufsformen möglich sind, dann kann das schon sehr verwirrend werden - zumindest theoretisch. Im "wirklichen Leben" pflegt das oftmals wie folgt auszusehen:

    Grundannahme ist die Erkenntnis, dass eine schizoaffektive Störung eine Mischung von schizophrenen, depressiven und/oder manischen Symptomen ist - und zwar sowohl im Querschnitt (alle zusammen) als auch im Längsschnitt (hintereinander). Das heißt, dass man zur Diagnose das Erscheinungsbild einer
    - reinen schizophrenen Krankheitsepisode
    - einer reinen depressiven Krankheitsepisode
    - einer reinen manischen Krankheitsepisode
    - einer sogenannten gemischten manisch-depressiven Krankheitsepisode vor Augen haben muss.

    - Dann kann es ein Krankheitsbild geben, dass sowohl manisch als auch depressiv gemischt ist: manisch-depressiv gemischte oder bipolare (weil hochgestimmt und schwermütig gemischte) Krankheitsepisode.

    - Oder es liegt das Beschwerdebild einer Schizophrenie und einer Depression vor: schizodepressive Krankheitsepisode.

    - Oder das Beschwerdebild setzt sich aus einer schizophrenen und manischen Erkrankung zusammen: schizomanische Krankheitsepisode.

    - Oder es belastet gar das Beschwerdebild einer sowohl schizophrenen als auch gemischten manisch-depressiven Erkrankung: schizomanisch-depressiv gemischte Krankheitsepisode.

    Und alles kann entweder gleichzeitig oder abwechselnd hintereinander, ggf. sogar ohne gesunde Zwischenzeit (freies Intervall) auftreten.

    Möglich ist also alles: So treten beispielsweise nur schizoaffektive Episoden auf, d. h. die Mischung aus schizophren und depressiv oder schizophren und manisch bzw. schizophren und manisch-depressiv zugleich gemischt.

    Es können sich aber auch schizophrene, depressive, manische und schizoaffektive, (siehe oben) Episoden abwechseln.

    Die Mehrzahl der schizoaffektiven Störungen zeigt mehrere Verlaufstypen, d. h. das Beschwerdebild wechselt (sogenannter Syndrom-Wechsel). Nur etwa ein Drittel bleibt im gesamten Krankheitsverlauf stabil, was den ursprünglichen Verlauf anbelangt.

    Da es aber seine Zeit braucht, bis der Betroffene mehrere Krankheitsepisoden erlitten hat, wird die Diagnose schizoaffektive Psychose meist relativ spät gestellt. Doch das ist nicht nötig. Ist das Krankheitsbild von Anfang an gemischt, d. h. schizophren, manisch und/oder depressiv, kann die richtige Diagnose ohnehin sofort getroffen werden. Das scheint sogar die Mehrzahl der Fälle einzuschließen. Es beginnt gleich mit einem typischen schizoaffektiven Krankheitsverlauf. Und bei der zweiten oder gar dritten Krankheitsepisode liegt die Sicherheit dann schon bei 80 bzw. 90 %.

    Die relativ rasche Diagnose einer so komplizierten Erkrankung wie der schizoaffektiven Psychose ist also schneller möglich, als man im allgemeinen annimmt bzw. aus verschiedenen Verzögerungsgründen vorschiebt. Diese Erkenntnis ist deshalb so wichtig, weil eine schizoaffektive Psychose natürlich andere therapeutische Strategien nahe legt als eine rein schizophrene, depressive oder manische Verlaufsform (siehe später).

    WAS KANN MIT EINER SCHIZOAFFEKTIVEN STÖRUNG VERWECHSELT WERDEN?

    Neben mehr oder weniger theoretischen Erwägungen war und ist eine der stichhaltigsten Kritikpunkte zur Diagnose der schizoaffektiven Störungen die Erkenntnis, dass man es sich mit einer solchen "Sammel-Diagnose" zu leicht machen kann. Schließlich lassen sich damit gleich mehrere der häufigsten seelischen Störungen bequem auf einen Nenner bringen. In Wirklichkeit ist es dadurch natürlich noch schwieriger und verantwortungsvoller als bei den meisten anderen Diagnosen, sich auf eine schizoaffektive Störung festzulegen.

    Vor allem gibt es weitere Krankheitsbilder, die sich leicht (und wie erwähnt auch bequem) verwechseln lassen, was für den Betroffenen und vor allem seine Therapie und damit Heilungsaussichten aber negative Folgen haben kann. Was gehört dazu?

    Der depressive Wahn

    So gibt nicht nur "depressive Schwermütige", es gibt auch wahnhafte Depressionen. Der Wahn eines Depressiven aber ist "nachvollziehbar schwermütig", oder wie der Fachausdruck lautet: stimmungskongruent, d. h. von einem tief depressiven Erleben durchdrungen. Zu den depressiven Wahnformen gehören beispielsweise Schuld- und Versündigungswahn ("schuldig, nicht krank, deshalb auch Strafe verdient, keine Therapie", "ich bin ein schlechter Mensch", schuldig am eigenen Zustand, an fremder Not, an früheren oder bevorstehenden Katastrophen" u. a.). Dazu der depressive Verarmungswahn ("habe nichts mehr, bin der Not, ja dem Hungertod ausgeliefert"), der hypochondrische Wahn (zahlreiche nicht objektivierbare Beschwerden), der nihilistische Wahn ("ich bin nichts, bin gar nicht mehr vorhanden") u. a.

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