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Die Ursachen für eine Osteochondrose der Wirbelsäule liegen oftmals in Fehlbelastungen des Rückens. Ständiges Sitzen oder Stehen sorgt für eine einseitige Belastung der Wirbelsäule. Die Bandscheiben müssen diese Belastung abfangen. Mit der Zeit verringert sich ihre Größe und sie können die Stöße nicht mehr so gut abfangen. Verschließ ist die Folge.

Dieser Verschleiß wird unter anderem verursacht, wenn der Körper zu wenig Bewegung bekommt. Die Muskeln erschlaffen und besitzen nicht mehr die Kraft, schwere Belastungen zu tragen. Stöße können nicht mehr optimal abgefangen werden. Ein Bandscheibenvorfall ist meistens die Folge und kann der Auslöser für eine Osteochondrose sein.

Skoliose kann ebenfalls eine Ursache für Osteochondrose sein. Skoliose ist eine krankhafte Veränderung der Wirbelsäule. Sie besitzt nicht die übliche S-Form, sondern ist seitlich verkrümmt. Durch diese Verkrümmung ist eine ständige Fehlhaltung gegeben. Die Bandscheiben werden einseitig belastet. Dadurch können sie sich nur schwer wieder entspannen.

Möglich ist auch das Auftreten der Symptome nach einer Bandscheibenoperation. In seltenen Fällen kann auch eine Entzündung der Bandscheibe die Ursache sein.

Patienten, die unter der Krankheit leiden, wissen dies oftmals gar nicht. Sie leiden unter Beschwerden im Rücken. Werden die Schmerzen zu stark, folgt der Gang zum Arzt. Dieser führt eine gründliche Anamnese durch.

Im Rahmen dieser Untersuchung wird in den meisten Fällen eine Röntgenaufnahme gemacht. Auf dieser ist bei einer Osteochondrose oftmals eine Verminderung in der Höhe der Bandscheibe erkennbar. Diese Höhenveränderung tritt oftmals nur auf einer Seite auf, als Folge einer einseitigen Belastung der Wirbelsäule, z.B. beim Tragen.

Ist sich ein Arzt nicht ganz sicher bei der Diagnose, kann der Patient zu einem Spezialisten überwiesen werden, der dann unter anderem Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Perspektiven veranlassen wird, um das Ausmaß der Schäden feststellen zu können.

Die Symptome einer Osteochondrose sind fast immer Schmerzen

Tritt die Osteochondrose an der Lendenwirbelsäule auf, sind die Symptome dafür in den meisten Fällen Rückenschmerzen. Diese können so stark werden, dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Natürlich ist die Stärke der Schmerzen von Patient zu Patient unterschiedlich.

Manchmal kann es vorkommen, dass die Beschwerden aus dem Rücken in ein Bein oder beide Beine ausstrahlen. Möglich ist auch ein plötzlicher, stechender Schmerz, der nur ab und zu auftritt. Auslöser für diesen sogenannten Akutschmerz sind in den meisten Fällen Situationen, in denen es zu einer Fehlbelastung kommt. Allerdings können diese helfen, genau solche Situationen zu erkennen und zukünftig zu vermeiden.

Es kommt außerdem immer wieder zu Nebensymptomen. Wenn der Rücken schmerzt, wird automatisch eine Schonhaltung eingenommen. Diese wiederum führt zu Verspannungen in den betroffenen Gebieten, die äußerst schmerzhaft sein können.

Eine Osteochondrose der Halswirbelsäule beginnt meistens mit Kopf- und Nackenschmerzen. Oftmals fällt das Drehen des Kopfes immer schwerer und ist nur bedingt möglich. In schweren Fällen kann es zu einem Schiefhals kommen, wenn die Nerven zusätzlich betroffen sind.

Die Nerven werden durch die Verengung des Wirbelkanals abgedrückt oder es kommt zu einer Reizung der Nervenenden. Kommen mehrere dieser Symptome zusammen, kann es zu neurologischen Ausfällen kommen, die lebensbedrohlich sein können. Durch das Abdrücken der Nerven oder wenn eine vorgewölbte Bandscheibe auf einem Nerv liegt, können zusätzlich Lähmungen auftreten.

Behandlungsmethoden der Osteochondrosis intervertebralis

Im ersten Schritt steht die Schmerzlinderung. Der Patient leidet in den meisten Fällen unter starken Beschwerden, die erst einmal eingedämmt werden müssen. Dies geschieht mithilfe von Schmerzmitteln. Bei Bedarf können auch entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Ziel ist es, die betroffenen Muskeln zu beruhigen.

Um dies zu erreichen, ist es zusätzlich wichtig, dass sich der Patient ausruht. Es kann in manchen Fällen hilfreich sein, einige Tage völlige Bettruhe einzuhalten. Sollten die Schmerzen unerträglich sein, kann der Arzt ein schmerzstillendes Arzneimittel direkt in die betroffene Stelle einspritzen. Dies bringt eine erste Linderung und verschafft dem Patienten die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen.

Sind die akuten Schmerzen abgeklungen, sollte mit einer Physiotherapie begonnen werden. Dem Physiotherapeuten stehen zur Behandlung mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen kann der Muskel, der der Krankheitsstelle am nächsten liegt, mit Wärme- oder Elektrotherapien behandelt werden. Diese führen zu einer Entspannung des Muskels.

Sind die Muskeln aufgelockert, kann mit dem Training begonnen werden. Es ist wichtig, dass die Muskeln rund um die betroffene Stelle herum, gestärkt werden. Ziel ist es, dass sie einen Teil der Arbeit übernehmen und so zu einer Entlastung der Wirbelsäule führen. Ist dies nicht mehr in vollem Umfang möglich, kann ein Korsett zur Unterstützung der Rückenmuskeln eingesetzt werden. In Kombination mit dem Training kann auf diese Weise ebenfalls eine Stärkung der Muskeln erreicht werden.

Die Therapie kann sowohl bei Beschwerden an der Lenden- als auch der Halswirbelsäule eingesetzt werden.

Auch die richtige Körperhaltung spielt eine wichtige Rolle. Diese kann in einer Rückenschule trainiert werden. Dort wird den Betroffenen gezeigt, wie sie ihren Rücken schonen können, sei es in Form des richtigen Sitzens oder mit leichten Übungen.

Wird die Osteochondrose rechtzeitig erkannt, ist es durch eine solche Rückenschule oftmals möglich, den vollen Ausbruch der Krankheit zu verhindern.

Bei einer fortgeschrittenen Degeneration der Bandscheiben kann es notwendig werden, mittels einer Operation eine Bandscheibenprothese einzusetzen oder den Wirbel auf anderem Wege zu stabilisieren.

Kann der Körper die eigenen Knorpelzellen nicht schnell genug in Knochenmaterial umwandeln, wird von der Osteochondrosis dissecans gesprochen. Diese Form der Osteochondrose tritt seltener auf, kann aber ebenfalls sehr schmerzhaft sein. Sie wird auch als Knochenzersetzung bezeichnet.

Starke mechanische Belastungen sind in den meisten Fällen die Ursache für diese Erkrankung. Zu Beginn werden diese von den gesunden Gelenken abgefangen. Es kommt jedoch im Laufe der Zeit zu einer Schwächung der Knochen- und Knorpelsubstanz. Durch mechanische Einwirkungen, wie z.B. Rennen, kann es dann zu einer Ablösung von Knochenteilchen kommen.

Das "schwimmende" Knochenteilchen kann lange Zeit im Gelenkspalt verbleiben oder in andere Bereiche, durch Bewegung, verschoben werden. Durch das Herauslösen des Knochenstückes kommt es zu einer Veränderung der Gelenkflächen.

Eine weitere mögliche Ursache kann neben der starken Belastung durch Bewegung auch Rheuma sein.

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Schizophrenie / Bipolare Störung – Arbeitsgedächtnis-Netzwerke: Aktivitätsmuster im Vergleich

Bei der Schizophrenie und bipolaren Störung handelt es sich um schwere mentale Störungen, die vergleichbare klinische Symptome zeigen und auch überlappende genetische Faktoren aufweisen. So gehen beide Erkrankungen bspw. mit einer Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses einher. C. L. Brandt et al. haben die Aktivitätsmuster der Netzwerke verglichen, die mit dem Arbeitsgedächtnis in Zusammenhang stehen.
Br J Psychiatry 2014; 204: 290–298

An der Studie nahmen je 100 Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung sowie gesunde Kontrollpersonen teil. Die Patienten wurden an den psychiatrischen Abteilungen von 4 großen Krankenhäusern in Oslo / Norwegen rekrutiert. Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer Arbeitsgedächnisaufgabe (n-Back-Test, Faktor 2) während gleichzeitig Daten mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) erhoben wurden. Die Analyse der Bilddaten erfolgte auf Basis einer Unabhängigkeitsanalyse. Zudem berücksichtigten die Autoren im Rahmen einer Sekundäranalyse kognitive, demografische und Substanzkonsum-Faktoren sowie klinische Variablen und ermittelten deren Einfluss auf die Ergebnisse.

Die Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen waren im Durchschnitt 31,9, 35,4 und 34,8 Jahre alt. In Bezug auf die Antwortgenauigkeit und die Antwortzeit waren deutliche Unterschiede zwischen den 3 Gruppen zu verzeichnen. Die gesunden Kontrollen erzielten jeweils die besten Ergebnisse, gefolgt von Patienten mit einer bipolaren Störung und solchen mit Schizophrenie. Bei allen Patientengruppen waren die gleichen Arbeitsgedächtnis-Netzwerke aktiv. Bei 3 von 9 Netzwerken, die mit der Arbeitsgedächtnisaufgabe in Zusammenhang standen, stellten die Autoren abgestufte Unterschiede der fMRT-Signalamplituden fest, wobei Schizophrenie-Patienten die höchste Aktivierung aufwiesen, gefolgt von Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen. Weder der Bildungsstand, der Intelligenzquotient, der Alkohol- oder Drogenkonsum noch das Rauchen hatten einen Effekt auf die Amplitudenwerte. Die Sekundäranalyse zeigte ebenfalls, dass die Aktivitätsmuster im Fall der bipolaren Störung mit einer Vorgeschichte von Psychosen und einer aktuell gehobenen Stimmung assoziiert waren.

Fazit

Bei Patienten, die unter einer Schizophrenie oder bipolaren Störung litten, sowie bei den gesunden Kontrollen waren während der Durchführung der Arbeitsgedächtnisaufgabe die gleichen Gehirn-Netzwerke aktiviert. Im Fall von 3 Schlüsselnetzwerken wiesen Schizophrenie-Patienten und Patienten mit einer bipolaren Störung allerdings einen höheren Aktivierungsgrad auf als die Kontrollen. Nach Meinung der Autoren stellen die Ergebnisse in Frage, ob es sich bei den beiden Erkrankungen wirklich um kategorisch unterschiedliche Entitäten handelt. Um dies zu prüfen, seien jedoch weitere Untersuchungen notwendig.

Aus: Fortschritte Neurologie Psychiatrie 2014; 82(10): 552

Ganz heikel wird die Angelegenheit, wenn zu der Diagnose Depression die Variante Bipolare Störung – im alten Sprachgebrauch „manisch-depressiv“ hinzukommt. Wieso das in meinem Fall passiert ist erfährst Du im einem eigenen Beitrag zu meiner Krankengeschichte.

Mit dem Begriff Manie wird ein Zustand beschrieben in dem der betroffene Patient seine Kritikfähigkeit einbüßt, Ausgaben tätigt die bis zum finanziellen Ruin führen können, schlicht den Bezug zur Realität verliert.

Es ist ja schon schwer mit Depressionen zu leben, aber die Diagnose „Manien“ kann ein bis dahin normales Leben völlig ruinieren.

Es kann ziemlich schwer sein zu unterscheiden ob es sich bei dem Betroffenen nun um einen kreativen, aktiven, an Ideenreichtum gesegneten Menschen handelt – oder ob da jemand eben „völlig abhebt.“

Beurteilen kann man das eigentlich nur wenn man sich mit den Mitteln und Fähigkeiten eines Menschen intensiv beschäftigt. Was aber in den seltensten Fällen getan wird – wenn das Prädikat „manisch“ einmal verliehen wurde ist es äußerst schwierig aus dieser Schublade wieder rauszukommen.

Deshalb will ich mal ein kleines Beispiel erzählen wie das im Einzelfall so aussehen kann:
Während meines ersten Klinikaufenthalts im Philippshospital Riedstadt im Sommer 1996 war ich am Nachmittag im Patientenkaffee. Ich verstehe bis heute nicht, wieso meine Familie mich damals wochenlang in dieser Klinik gelassen hat – ich war privat versichert, hätte in jede wirklich gute Klinik gehen können. Aber nein, ein staatliches Irrenhaus musste es sein. Im Freien gesessen, einen Kaffee getrunken. Bis sich ein Mitpatient zu mir gesetzt hat. Wir haben dann ein bisschen geplaudert. Ich habe erzählt dass mir ein wunderschöner Laden für Haushaltswaren und Wohnaccessoires gehört. Daraufhin erzählte er von einigen Thailand-Urlauben, und dass es dort wunderschönes Kunsthandwerk gibt, alles sehr schön und dekorativ. Das fand ich natürlich interessant und habe ihn animiert weiter zu berichten. Er sprach dann davon eine Import-Firma für diese Dekoartikel zu gründen, klang alles sehr gut durchdacht und durchführbar. Wir haben uns dann für den nächsten Mittag wieder verabredet, er wollte mir auf Bildern einige Teile seines geplanten Sortiments zeigen. Ich war neugierig.
Am nächsten Mittag haben wir dann in der Sonne gesessen, über dies und das geplaudert – und er hat mir dann seinen Katalog gezeigt. Ein Album mit Abbildungen von schönem, schlichten Kunsthandwerk wie man es heute aus den Thai-Geschäften kennt. Einfache Gebrauchsartikel, vorwiegend aus Naturmaterialien. Originell – und vielleicht wirklich eine gute Geschäftsidee, dachte ich. als ich nämlich mal einen Blick auf die Preise geworfen habe, da war das Dilemma sonnenklar. Da stand nun neben einem schlichten, geflochtenen Brotkorb die stolze Summe von 2.500,- DM (damals noch) und neben einem Messing-Räucherstäbchen-Halter die Summe von 999,00 DM. So – ihr Lieben – jetzt wisst ihr, woran man eine Manie erkennt.

Ich bin in einer Krisensituation als manisch eingestuft worden – 1997, als ich mich von meinem Mann endlich trennen wollte, gleichzeitig der Klinik in Riedstadt (den Kontakt zu einigen Mitpatienten dort hatte ich heimlich aufrechterhalten) eine Sachspende in Höhe von 300,00 DM gemacht habe – und dann habe ich es auch noch gewagt ein paar Mal mit einem Freund zu telefonieren mit dem ich damals beruflich zu tun hatte. Mein Vater hat damals, als ich ihn bat meinen Mann vor die Tür zu setzen, so reagiert: Das kann doch nicht wahr sein – Du hast doch das schönste Leben, bist du denn jetzt völlig verrückt geworden – wollen wir nicht mal nach Riedstadt fahren. Und ich war einfach dumm genug da mitzufahren, und wurde dann auf Wunsch meines Vaters dort wochenlang festgehalten. Naja, davon, dass man relativ einfach wieder in einer Klinik landet, wenn es eine Vorgeschichte gibt, davon können alle Betroffenen „ein Liedchen singen“, ich sollte das auch noch öfter erleben. Jedenfalls war mein Leben komplett ruiniert – bis ich da wieder raus war.

Man wird also von da an nicht nur von der eigenen Familie ständig beobachtet und beurteilt. Hat man einen Tag mal eine etwas schlechtere Stimmung wird sofort eine Depression vermutet – kommt man fröhlich und gut gelaunt zur Tür herein wird sofort ein „Höhenflug“ vermutet der möglichst sofort unter Kontrolle gebracht werden muss. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen – das ist die Hölle.

Ich muss heute noch vorsichtig sein. Besonders wenn ich einen Scherz mache oder ein spirituelles Thema spreche. Und wenn ich dann noch erzähle dass ich immer gleichzeitig mehrere Bilder male, gleichzeitig bis zu 7-8 Bücher lese … immer ein paar Seiten in jedem, das reicht schon damit es heißt: die spinnt ja komplett.

Und das nun mal jeder Mensch Stimmungsschwankungen hat – das braucht man ja eigentlich gar nicht erwähnen. Es gibt aber auch bei der Diagnose manisch-depressiv einen sehr guten Lösungsweg – nämlich eine ausgeglichene, stabile Gemütsverfassung.

Auch hier gilt: Wer mit dieser Diagnose in Behandlung ist sollte nun keineswegs auf seine Medikamente verzichten – sondern an den Ursachen der Stimmungsschwankungen arbeiten und diese auflösen. Das Mittel dazu: die Meditation.

Zur Einnahme von Medikamenten habe ich im Lauf der Zeit eine sehr einfache Einstellung entwickelt.

Geholfen haben sie mir nie – weder Beruhigungsmittel, Anti-Depressiva, noch was sonst an mir ausprobiert wurde – aber die behandelnden Ärzte haben eben immer auf deren Einnahme bestanden. Das habe ich dann irgendwann mal, zumindest vorläufig, akzeptieren müssen – eben wegen der Berentung. Eigentlich ist es ja so: Hast Du KEINE Kopfschmerzen und nimmst ein Aspirin – passiert was? Gar nix!

Und wenn du seelisch im Gleichgewicht bist und wirst gezwungen ein Medikament zu nehmen das eben dies herbeiführen soll – dann hebt sich die Wirkung ebenfalls auf. Soviel mal zum Thema Bipolare Störung.

Es ist ein interessanter Lebenslauf, der von Thomas Stein (Name geändert). Der Hamburger hat vieles angepackt, an vielen Orten der Welt gearbeitet. Er hat Unternehmen beraten, Nichtregierungsorganisationen betreut und Internet-Startups gegründet. Auch harte Brüche und lange Klinikaufenthalte gehören zum Leben des heute 50-Jährigen.

Als er 18 Jahre alt ist, wirft es ihn zum ersten Mal aus der Bahn. Es ist eine sehr stressige Lebensphase. Er macht sein Abitur, nebenbei die Fahrschule. Er fühlt sich zunächst unter Druck, durch die Anforderungen belastet, doch dann schlägt die Gefühlslage um. Er ist wie beflügelt von grenzenlosem Tatendrang und Euphorie. Freunde überredet er nach dem Abitur, mit ihm nach Frankreich zu kommen und ein Haus zu kaufen. Den nicht vorhandenen finanziellen Background blendet er dabei völlig aus. Er ist inmitten seiner ersten Manie.

„In der Manie kann es passieren, dass Patienten im Job eine ganze Firma ins Wackeln bringen, indem Sie zum Beispiel als Banker an der Börse durch waghalsige Geschäfte viel Geld verspekulieren“, erklärt Prof. Martin Schäfer, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Suchtmedizin in Essen und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen.

Gefühle in Extremen: Euphorisch, enthemmt, gut drauf - und das krasse Gegenteil

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Wer kennt sich da aus kann mir jemand lösung nennen. Vielen Dank

Hallo! Ich habe vor einiger Zeit die Anerkennung der Schwerbehinderung beantragt aufgrund extremer Kurzsichtigkeit (rund 20 Dioptrien beidseitig) sowie einer psychischen Erkrankung. Nachdem zunächst abgelehnt wurde hat man mir heute den Widerspruchsbescheid zugestellt. Anerkannt ist GdB 30. Laut Begründung 10 wegen der Augen. Es ist vermerkt, dass jedoch keine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit vorläge. Ich kann das nicht nachvollziehen, da meine Sehbehinderung weiter voran schreitet (bin inzwischen 30 jahre alt). Das psychische Problem wird mir auch erhalten bleiben. Meine Frage bevor ich mit denen debattiere (möchte nicht klagen, muss ich nämlich selbst zahlen), bestünde die theoretische Möglichkeit doch die dauerhafte körperliche Einschränkung bestätigt zu bekommen? Es entstehen mir immerhin enorme Kosten für Sehhilfen im Jahr und ich würde es nur fair finden wenigstens ein bisschen Steuerausgleich zu erhalten.

Ist dies ein Grund vom Amtsarzt abgelehnt zu werden?

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Teil 1: Krankheit als Botschaft der Seele – Der Körper als Spiegelbild

Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Gefriertruhe wäre defekt und all die Nahrungsmittel darin würden bald anfangen schlecht zu werden. Das Betriebslämpchen an der Außenseite Ihrer Gefriertruhe ist erloschen und zeigt dadurch die Fehlfunktion an. Im Normalfall würden Sie die Truhe öffnen, sehen dass sie nicht mehr kühlt und ihr kostbares Innenleben versuchen zu retten, während Sie anschließend die Truhe reparieren lassen.
Und jetzt stellen Sie sich bitte einfach einmal vor, Sie sehen das erloschene Licht an der Außenseite, tauschen es so aus, dass es wieder brennt und gehen Ihrem Alltag nach. Das Essen vergammelt langsam… Unvorstellbar? – Nein! Denn leider gehen die meisten Menschen mit Gesundheitsproblemen in Ihrem Körper so um, wie wir im zweiten Gedankenspiel mit den Lebensmitteln in der Truhe.

Die unerschöpfliche Kraft der Seele
Gesundheitsprobleme sind mehr als nur rein körperliche Aspekte. Ein Gesundheitsproblem zeigt uns an, dass wir in einer Weise von uns denken, die uns schadet. Werden wir krank, so zeigt uns unser Körper unsere physische, geistige und emotionale Grenze. Der Körper ist nicht die eigentliche Krankheitsursache. Wir bekommen unsere Kraft aus der Seele und dem Geist. Diese Kraft nährt unseren physischen Körper. Wir alle kennen positive Erlebnisse, z.B. Frischverliebtsein, wir haben Power ohne Ende. Sind wir aber seelisch aus dem Gleichgewicht geraten, ist unsere Seelenenergie blockiert und damit unsere Körperenergie. Die Folge sind körperliche Symptome der verschiedensten Arten und wir öffnen Krankheiten die Tür.

Der Körper als Spiegelbild der Seele
Man sagt, der Körper ist das Spiegelbild unserer Seele. Von den körperlichen Symptomen der Krankheit können wir auf unser eigenes Fehlverhalten gegenüber unserer Seele rückschließen. Dies ist nicht einfach und erfordert in hohem Maße Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Unsere Seele ist metaphysisch betrachtet, unser eigentlicher Schatz, die Quelle unerschöpflicher Energie. Sie ist das, was von den Religionen als das „Göttliche in unserem Innern“ und von den Physikern als Energie bezeichnet wird. Eine glückliche Seele liebt, bedingungslos, sich selbst und andere und ohne wenn und aber. Leider haben wir uns im Laufe der Jahre immer mehr von dieser Urenergie entfernt. Wir müssen den Einfluss neu verstehen lernen, den unsere Gedanken auf unsere Lebensenergie nehmen und welcher Einfluss dadurch auf unseren Körper und unsere Gesundheit entsteht. Schon Freud wusste, dass man zu der Quelle, zur Kindheit und der Beziehung zu den Eltern vorstoßen muss. Denn hier ist die Quelle von Ursache und Wirkung unserer gegenwärtigen Lebenssituation zu finden. Wir speichern oft in sehr tiefen, unbewussten Schichten schwierige Ereignisse und seelische Verletzungen ab. Bereits im frühesten Kindesalter entwickeln wir Strategien und Verhaltensmuster um uns dagegen zu schützen. Bei schweren seelischen Verletzungen wird die Lebensenergie oft zu einem energetischen Abwehrsystem umfunktioniert. Dabei werden Teile der Energie in Abwehrmechanismen kanalisiert, die uns an anderer Stelle im Leben fehlt. Als Folge fühlen wir uns zum Beispiel schlapp, müde, ausgelaugt, angespannt oder kränklich.

Wie das EGO unsere Wünsche blockiert
Viele Jahre, vielleicht sogar ein Leben lang schleppen wir diesen Ballast mit uns herum. Wir haben damals Überzeugungen gebildet, die uns heute daran hindern, wir selbst zu sein mit all unseren Wünschen und Bedürfnissen. Oft machen wir eher das, was andere von uns wollen, als NEIN zu sagen. Unsere alten Überzeugungen, unser sogenanntes EGO verbaut unsere tatsächlichen Wünsche. Der Körper drückt durch Symptome und die Stellen an denen diese auftreten aus, welche Denkweisen oder Wünsche unser EGO „manipuliert“ hat. Aber unser Körper ist nicht von unserem Geist und seinen Gefühlen zu trennen. Verdrängungen ins Unterbewusstsein stauen lediglich Probleme auf und führen irgendwann zu einer umso heftigeren Entladung. Krankheitssymptome treten auf und blockieren den Körperteil, der analog für unseren ureigentlichen Wunsch oder unser Bedürfnis steht. Nicht umsonst sagt der Volksmund, dass ein gesunder Geist auch in einem gesunden Körper wohnt.

Wer gerne isst, hat eine Essstörung. Wer schüchtern ist, braucht psychiatrische Betreuung. Wer gelegentlich einen Wutanfall bekommt, sollte dringend Pillen schlucken und wer Zukunftsängste hat, ist längst überfällig. Das zumindest ist die Meinung mancher Psychiater. Wenn deren aktuellen Wünsche in Erfüllung gehen sollten, gibt es ausserdem bald das sog. Psychosen-Risiko-Syndrom. Jeder, der keine Symptome zeigt, aber – nach Ansicht der Psychiater – irgendwann einmal Symptome einer psychischen Störung bekommen könnte, kann in diese Kategorie fallen und ist somit aus prophylaktischen Gründen behandlungsbedürftig.

Neue Krankheitsdefinitionen kurbeln die Umsätze der Pharmakonzerne an

Wie auch immer man sich verhält, die Amerikanische Psychiater-Vereinigung (American Psychiatric Association, APA) scheint der Meinung zu sein, man sei mental gestört und brauche dringend eine medikamentöse Therapie.

Zu den neuen Vorschlägen für das amerikanische Psychiatrie-Handbuch DSM (Diagnostic and Statistical Manual), in dem sämtliche mentalen Störungen definiert sind, gehören unter anderem frühkindliche Wutanfälle, Zukunftsängste bei Teenagern und krankhafte Fresssucht. Wenn diese Vorschläge angenommen werden, dann gelten diese drei Erscheinungen als psychische Erkrankungen, können medikamentös behandelt werden und würden den Pharmakonzernen Profite in Milliardenhöhe bescheren.

Das DSM wird oft als die Bibel der Psychiatrie bezeichnet. Dieses Handbuch übt einen enormen Einfluss auf die Gesundheitssysteme dieser Welt aus. Ja, es hat Auswirkungen auf so ziemlich jedes Rädchen der Gesundheitssysteme – von den Versicherungsgesellschaften und den Herstellern medizinischer Produkte bis zu den Universitäten und sogar bis in die Gefängnisse hinein. Auch die Gerichte und Staatsanwälte messen dem Inhalt des DSM grosse Bedeutsamkeit bei.

Im DSM findet man wohl annähernd jede menschliche Emotion, jeden Charakterzug und jeden Gefühlsausdruck, zu dem Menschen fähig sein könnten, als psychische Krankheit beschrieben. Als Krankheit, die – nach Meinung der Psychiater – unbedingt eine psychiatrische Betreuung und vor allem auch eine medikamentöse Behandlung erfordere. Von den gefährlichen Nebenwirkungen der eingesetzten Psychopharmaka spricht – natürlich – keiner.

Normale Kinder und Teenager werden zu Psycho-Patienten

Christopher Lane, Professor an der Northwestern University und Autor eines kritischen Buches über das DSM (Shyness: How Normal Behavior Became a Sickness, zu deutsch: Schüchternheit: Wie ein normales Verhalten zu einer Krankheit wurde) meinte zu den neuen Vorhaben der APA:

„Die APA öffnet dadurch ganz klar eine weitere Pandorabüchse mit dem Ziel, noch mehr Kinder und Teenager medikamentös behandeln zu können. Dabei handelt es sich um Kinder und Teenager, die im Rahmen einer ganz natürlichen Entwicklung auch einmal Phasen emotionaler Aufgewühltheit durchmachen.“

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LaFrance, M.: zitiert nach A. Krumpholz-Reichel

Mayr, D. F., K. O. Mayr: Von der Kunst Locken auf Glatzen zu drehen. Eine illustrierte Kulturgeschichte der menschlichen Haarpracht. Eichborn-Verlag, Frankfurt 2003

Tischer, B.: Einfluss von Haarausfall auf Personalentscheidungen. Emnid-Institut, Healthcare, Pullach 1999

Bei allen Ausführungen handelt es sich um allgemeine Hinweise.
Bei persönlichen Anliegen fragen Sie bitte Ihren Arzt.
Beachten Sie deshalb bitte auch unseren Haftungsausschluss (s. Impressum).

Spendensammeln für seltene Krankheiten: Mit Eiswasser gegen die Krankheit ALS

Die weltweite „Ice Bucket Challenge“ ist mehr als ein Internet-Hype. Sogar Präsidenten machen mit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es wird so viel gespendet wie sonst selten.

Anthony Carbajal trägt ein knallrotes Bikinioberteil, auf seiner pinken Unterhose steht: „Kiss my ALS“. Er räkelt sich auf der Motorhaube seines Autos – bis er mit Eiswasser übergossen wird. So weit, so schräg. Trotzdem ist sein Video nicht einfach eines von vielen, die gerade durch die sozialen Netzwerke geistern.

Der 26-Jährige weiß, wovon er redet, wenn er über die „Ice Bucket Challenge“ zu Spenden für die ALS-Forschung aufruft. „Ich hatte mein Leben lang entsetzliche Angst vor ALS“, sagt er und ringt um Fassung. „Meine Oma starb daran, meine Mutter ist todkrank. Vor fünf Monaten bekam ich die Diagnose.“

Die Abkürzung ALS steht für amyotrophe Lateralsklerose. Ablagerungen schädigen die motorischen Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark der Patienten immer weiter, irgendwann gibt es keine funktionierende Verbindung mehr zwischen Hirn und Muskeln. Der wache Geist ist in einem völlig hilflosen Körper gefangen. Dass der Physiker Stephen Hawking seit Jahrzehnten mit dieser Krankheit lebt, ist die Ausnahme. Die meisten sterben innerhalb von zwei bis fünf Jahren nach den ersten Symptomen.

Anthony Carbajal hat seine Zukunft jeden Tag vor Augen, er pflegt seine Mutter. Wenn er sie aufsetzt, hängt ihr Körper schlaff da. Die Ernährung übernimmt eine Magensonde. Ab und an braucht sie eine Sauerstoffmaske. „So etwas will niemand hören“, sagt Carbajal. „Deshalb bin ich dankbar für diese Aktion. Auch wenn sie einige Menschen irritiert.“ Seine eigenen Hände werden bereits schwach. Manchmal hat er Mühe, sein Hemd zuzuknöpfen. Bald wird er nicht mehr laufen, essen oder sogar selbstständig atmen können. Heilung gibt es nicht. Für die Erforschung seltener Erkrankungen wie ALS fehlt wegen fehlender Profitaussichten das Geld.

Freunde eines Patienten starteten deshalb ein Online-Spiel. Wer sich vor laufender Kamera Eiswasser über den Kopf kippt, darf die drei nächsten Mitspieler nominieren. Sie haben 24 Stunden Zeit, ihre kalte Dusche im Netz zu posten. Herauswinden können sie sich nur mit einer Spende an eine ALS-Organisation.

Das Schneeballsystem erreichte die Moderatorin Oprah Winfrey, Microsoft- Gründer Bill Gates, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. In Deutschland waren Moderatorin Anne Will, Schauspieler Matthias Schweighöfer, die Vorsitzende des Entwicklungsausschusses Dagmar Wöhrl (CSU) und der FC-Dortmund-Spieler Marco Reus dabei. Nicht nur Prominente kombinieren Spende und Eiseimer. Eine amerikanische Selbsthilfeorganisation sammelte so mehr als 53 Millionen Dollar. Bei der ALS-Ambulanz der Berliner Charité gingen in zwei Wochen rund 250 Spenden ein, auch größere. „Das ist ein dramatischer Unterschied“, sagt der Leiter der Ambulanz, Thomas Meyer. Dabei sind ihm Charity-Aktionen keinesfalls fremd. „Ohne Spenden müssten wir schließen.“

Die Betreuung von ALS-Patienten ist teuer und aufwändig

Nur ein Drittel der Kosten für das zehnköpfige Team aus Neurologen, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und anderen Experten übernehmen die Krankenkassen. Eine Ambulanz, die rund 800 Schwerkranke aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt nach amerikanischem Vorbild umfassend betreut, sei im Regelwerk des deutschen Gesundheitswesens wie ein Ufo, sagt er.

Dazu kommt die Grundlagen- und Therapieforschung. „Wir beginnen erst, die Molekularbiologie der Krankheit zu verstehen“, sagt Meyer. Besonders stolz ist er auf eine IT-Plattform, die sein Team entwickelt hat. Sowohl der Patient und seine Angehörigen als auch Ärzte, Apotheker und andere Versorger können damit auf die Daten des Kranken zugreifen, den Status von Lieferungen überprüfen, Bewertungen abgeben und den Krankheitsverlauf dokumentieren. „Das erleichtert die alltägliche Logistik“, sagt er.

Die ALS-Ambulanz profitiert nicht nur von der „Ice Bucket Challenge“. Das Team wurde auch selbst herausgefordert. „Das haben wir gern angenommen“, sagt Meyer. Nominiert hat er Hasso Plattner, Peter Maffay und Wladimir Kaminer.

Die ALS-Ambulanz der Charité können Sie mit und ohne Eiswasser unterstützen:

Konto der Charité bei der Berliner Sparkasse

IBAN: DE53100500001270005550, BIC: BELADEBEXXX,

Verwendungszweck: „Ice Bucket/ 89751010“

Eine Erläuterung über den allgemeinen Mechanismus, der hinter allen Krankheitsbildern steckt.

Wann immer der Mensch droht, sich allzu sehr im menschlichen Egospiel zu verlieren, muss die Seele einschreiten, damit der Mensch sich nicht allzu weit von seiner Göttlichkeit entfernt. Der Mensch erhält dann von seiner Seele Impulse und Botschaften, deren Intensität immer weiter zunimmt, solange, bis die Botschaft verstanden wurde. Diese Steigerung kann auch eine Krankheit beinhalten, muss es aber nicht zwangsläufig.
Wenn aber eine Krankheit auftaucht, dann ist es immer eine Botschaft der Seele. Eine andere Ursache für eine Krankheit gibt es nicht. Andere vermeintliche Gründe für Krankheiten, wie beispielsweise Viren, Bakterien, giftige Substanzen, Umweltgifte, Gene und vieles andere sind nur Erfüllungsgehilfen der Seele, um die Krankheit mit deren Botschaft, zu erzeugen.
Wie schon oben geschrieben, die Seele wird ihre Botschaft zuerst leise flüsternd weitergeben, und dann immer lauter, immer aufdringlicher werden. Eine solche Steigerung kann sich über Jahrzehnte hinwegziehen. Im folgenden die häufigsten Stufen dieser Steigerungen:

  1. Seele "flüstert" den Gedanken zu
    Auf dieser Stufe können tiefe Schichten des Unterbewusstseins die Botschaft bereits erfassen. Es kommt zu Träumen, an die man sich hinterher nicht mehr bewusst erinnert. Nur Menschen, die "nach Innen" hören, können die Botschaft auf dieser Stufe bereits bewusst verstehen. Wer genügend offen ist, kann es erleben, dass die Botschaft/der Gedanke plötzlich, wie aus heiterem Himmel, im Kopf auftaucht.
  2. Seele "rüttelt" im Traum
    Damit sind Träume gemeint, die so eindringlich gestaltet sind, dass man sich hinterher noch daran erinnert, ja, vielleicht sogar schon gleich nach, oder während dem Traum aufwacht. Auf dieser Stufe ist das Unterbewusstsein also schon heftig mit der Seelenbotschaft beschäftigt, und, ganz wichtig, ab dieser Stufe hat der Mensch die Möglichkeit durch die Bearbeitung seiner Träume die Botschaft zu verstehen, und anzunehmen, und entsprechend zu handeln. Sträubt sich der Mensch jedoch noch immer dagegen, so wird die Seele irgendwann zur nächsten Steigerungsstufe übergehen (vorausgesetzt, der Seele ist das Thema wichtig genug).
  3. Das Thema manifestiert sich im Außen
    Nun wird einem das Thema im Außen gezeigt, sozusagen als Spiegel dessen, was momentan das eigene Innere bewegt. Die Botschaft der Seele begegnet einem also nun, wie zufällig in allerlei Variationen im realen Leben, vielleicht zappt man wie "zufällig" in einen Fernsehkanal, wo es grad um das Thema geht, oder man bekommt es sonst wie präsentiert. Auf dieser Stufe geschieht dies noch relativ flüchtig und unaufdringlich. Erst wenn die Seele merkt, dass es so nichts bringt, geht es weiter mit der Steigerung:
  4. Das Thema manifestiert sich auf eine penetrante Art
    Auf dieser Steigerungsstufe manifestiert sich das Thema auf eine aufdringliche Art und Weise. Die Person kann das Thema nun nicht mehr ignorieren, verdrängen oder beiseite schieben. Das Thema manifestiert sich nun auf eine solch penetrante Art, dass die Person reagieren muss. In ihrer Umgebung tauchen nun beispielsweise Menschen auf, die ihr massiv das Thema spiegeln. Mobbing ist beispielsweise ein Phänomen, welches auf dieser Steigerungsstufe stattfinden kann. Leichte Unfälle oder leichte Schmerzen können auch Teil dieser Stufe sein und natürlich auch Krankheiten und Schmerzen jeglicher Art (Hinter jeder Krankheit oder Schmerz steckt darum die betreffende Botschaft).
  5. Zwangsweise Änderung durch Schockerlebnis und/oder Krankheit
    Oftmals finden in dieser Phase richtige Schockerlebnisse oder gar Unfälle statt, wenn die Seele anders nicht mehr durchkommen kann mit ihrer Botschaft. Das Thema beeinflusst nun das Leben so stark, dass eine zwangartige Änderung im Leben der Person eintritt. Dies kann auch eine Krankheit sein, als Spiegel dessen, wo der Mensch sich weiterentwickeln muss. Darum wird der Mensch durch eine Krankheit oft gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, zumindest mit dem eigenen Körper, der ja der Spiegel seines Seins ist. Auf dieser Steigerungsstufe kann der Leidensdruck sehr hoch sein. Schmerzen sind hier fast immer vorhanden.
  6. Tod
    Falls die Botschaft, also das Lernthema der Seele so wichtig ist, dass sie die Inkarnationsziele als nicht mehr erfüllbar ansieht, und sie keinen Lösungsweg mehr sieht, das Leben der Person aus Sicht der Seele also sinnlos wurde, wird die Seele die Inkarnation der Person abbrechen, also den Tod einleiten. Dies kann dann durch eine tödlich verlaufende Krankheit oder einen Unfalltod geschehen. Dann erhält die Person im nächsten Leben wieder die Möglichkeiten sich mit dem Lernthema auseinanderzusetzen und es anzunehmen.

Es ist also wichtig zu verstehen, dass, wann immer eine Krankheit entsteht, es wurden immer zuvor alle niedrigeren Steigerungsstufen durchlaufen!
Wird die Botschaft der Seele angenommen, so enden diese Steigerungen sofort.

Kurzbeschreibung
Dieses umfassende Kompendium verschiedener Krankheitsbilder und ihnen innewohnender seelischer Botschaften vermittelt sowohl fundierte Sachinformationen als auch Anregungen zur bewußten Auseinandersetzung mit den durch die Krankheit möglich werdenden Lernschritten. Der Arzt und Psychotherapeut Ruediger Dahlke zählt heute zu den renommiertesten Vertretern einer ganzheitlichen Medizin.

Klappentext
Mit "Krankheit als Sprache der Seele" setzt Rüdiger Dahlke sein vor mehr als zehn Jahren mit Thorwald Dethlefsen veröffentlichtes Buch "Krankheit als Weg" fort. Der Arzt und Psychotherapeut beschreibt in diesem Buch viele Krankheitsbilder, die in das erste Buch nicht aufgenommen worden sind. Ziel ist es wiederum, daß der Leser selbst die Symptome deuten und mit den seelischen Ursachen in Beziehung setzen kann. Die Darstellung einer neuen Psychosomatik, mit "Krankheit als Weg" begonnen, erhält mit "Krankheit als Sprache der Seele" die von Betroffenen und Fachkreisen geforderte Ergänzung. Rezension
Inhalt (neutral): Der Autor Rüdiger Dahlke stellt in "Krankheit als Sprache der Seele" sein Verständnis von Krankheit dar, nämlich daß Krankheit (oder besser körperliche Symptome) als Signal des Menschen (oder des Schicksals) an sich selbst zu verstehen ist, daß etwas aus dem Lot geraten ist und Aufmerksamkeit auf einen Bereich des Lebens gerichtet werden muß um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Im weitesten Sinne ist dieses Prinzip jedem untder dem Begriff Psychosomatik vertraut, jedoch bezieht Dahlke es auf jegliche Art von Symptom, sei es nun Kopfschmerz, ein Knochenbruch oder eine Warze an der Fußsohle (um nur einige zu nennen). Das Buch entspricht damit in Aussage und Inhalt grob dem ca. 15 Jahre früher veröffentlichten "Krankheit als Weg", wurde diesmal aber nicht mit Thorwald Detlefson sondern mit andern Co-Autoren zusammen geschrieben. Das Buch besteht (wie übrigens fast alle Dahkle Bücher) aus zwei Teilen, nämlich einem 70-seitigen Einführungsteil, der die "Theorie" und Herangehensweise an Krankheiten erklärt und einem 370-seitigem Symptomteil, in dem verschiedene Krankheiten und Symptome aufgerollt und in ihrer Symbolik entschlüsselt werden. Die Themenkomplexe des zweiten Teils sind: Krebs, der Kopf (Augen, Geruch, Ohren/Gehör, Nebenhöhlen, etc.), Nervensystem, Hals (Kehlkopf, Schilddrüse), Wirbelsäule, Schultern, Arme, Hände, Brust, Bauch, Becken, Beine, Füße und Altersprobleme. Jedes Unterkapitel dort (z.B. Schilddrüse im Kapitel Hals ist mit einer Fragenliste abgeschlossen, die helfen soll, die individuelle Symbolik zu entschlüsseln). Bewertung (subjektiv): Zunächst einmal ist das Buch deutlich weniger dogmatisch und verkniffen als "Kranheit als Weg", was primär daran liegen dürfte, daß Thorwald Detlefson, der ein ein meinen Augen äußerst starres und mechanisches Weltbild vertritt (siehe sein "Schicksal als Chance"), nicht mehr daran mitwirkte. Dadurch wird das Buch meines Erachtens dem Menschenbild der heutigen Zeit wesentlich besser gerecht und ist damit auch etwas leichter verdaulich für all jene, die intensiver christlich orientierter Argumentation und Geheimwissenschaften nicht viel anfangen können. Der Grundton, daß jeder krank sei, Gesundheit also bestenfalls ein Fernziel und Krankheit der Normalzustand dieser Welt ist, ist zwar noch im Einleitungsteil erkennbar, aber deutlich weniger prominent als im früheren Buch und damit weniger störend (zumindest für diejenigen, die diese Sichtweise überhaupt stört). Leider ist der Einführungsteil im Vergleich zu "Krankheit als Weg" um die Hälfte geschrumpft, so daß es für Leser, für die das Buch den Erstkontakt der Dahlke’schen Psychosomatik darstellt, nicht unbedingt überzeugend wirken dürfte, da die Grundprinzipien zwar aufgezählt aber nicht wirklich logisch aufgebaut werden. Die Prinzipien werden aber um neue Gedanken, nämlich "Rituale" und "Muster" erweitert, die für Kenner des früheren Dahlke-Materials eine lohnenswerte Erweiterung darstellen dürften. In der Softwaretechnik könnte man das Buch als Update zum früheren bezeichnen. Der Symptomteil ist dagegen gut strukturiert und gut gelungen auch wenn ich persönlich die kürzeren Beschreibungen aus "Krankheit als Symbol" bevorzuge, da sie durch die Kürze besser als Sprungbrett dienen und mehr zur Eigenleistung beitragen statt sich auf die langen Erklärungen Dahlkes zu verlassen. Allerdings ist der Vorteil der längeren Erklärungen hier der, daß man ein gutes Gefühl dafür bekommen kann, wie Symbolik und Symptom zusammenhängen. Fazit: Lohnenswert für alle, die "Krankheit als Weg" bereits kennen und die darauf aufbauen wollen. Empfehlenswert als Geschenk an Menschen, die bereits eine Idee von Psychosomatik haben, für die aber "Krankheit als Weg" wegen des etwas starren, mechanischen Weltbilds und des latent vorhandenen Grundtons von Schuld und Sünde als unpassend erachtet wird. Leser die nur an einem umfassenden Symptom-Lexikon interessiert sind, sollten allerdings stattdessen "Krankheit als Symbol" von Dahlke in Erwägung ziehen. Quelle:

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Be-Deutung und Chance der Krankheitsbilder

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Produktinformationen zu „Krankheit als Sprache der Seele “

Krankheit als Sprache der Seele von Ruediger Dahlke

I. Einführung in die Philosophie der Krankheitsbilder-Be-Deutung

1. Deutung und Wertung

Der Titel »Krankheit als Weg« hat zu einigen Mißverständnissen geführt. Dabei ist er durchaus wörtlich und ohne Wertung gemeint. Krankheit ist ein gangbarer Weg, kein an sich guter oder schlechter. Es hängt ganz ausschließlich vom Betroffenen ab, was er daraus macht. Mit einer Reihe von Patienten konnte ich miterleben, wie sie diesen Weg bewußt gingen und rückwirkend feststellen konnten, daß »ihr Übergewicht«, »ihr Herzinfarkt« oder sogar »ihr Krebs« zur großen Chance geworden war. Bei der heiligen Theresa von Ávila muß man heute annehmen, daß sie gerade ihr Herzinfarkt auf ihren späteren Weg brachte. Von Hildegard von Bingen wissen wir, wie eng ihre Visionen mit ihrer Migräne zusammenhingen. Diese beiden herausragenden Frauen haben ganz offenbar die Botschaften ihrer Krankheitsbilder angenommen und beispielhaft in ihrem Leben um­gesetzt. Genau das ist der Anspruch von »Krankheit als Weg«: an den eigenen Symptomen zu lernen und zu wachsen.

Dieses Konzept und die dahinterliegende Philosophie für Wertun­gen zu mißbrauchen, ist ein großes Mißverständnis. Esoterik hat gerade nichts mit Schuldverteilung zu tun, geht sie doch, wie im ersten Band ausführlich dargestellt, davon aus, daß jeder Mensch grundsätzlich schuldig, weil von der Einheit abgesondert ist. Schul­digwerden ist keine Frage von kleinen oder großen Fehlern im täglichen Leben, sondern eine grundsätzliche. Die menschliche Ur­schuld liegt im Verlassen der paradiesischen Einheit. Das Leben in dieser Welt der Gegensätze ist notwendigerweise voller Fehler und dient dazu, den Weg zurück zur Einheit zu finden. Jeder Fehler und jedes Krankheitsbild verdeutlichen so zur Vollkommenheit fehlende Elemente und werden damit zur Entwicklungschance.

Krankheitsdeutungen zur Bewertung anderer Menschen zu miß­brauchen, ist ein Mißverständnis in mehrfacher Hinsicht. Zur Schuld­verteilung besteht zum einen keinerlei Anlaß, da die Urschuld längst verteilt ist und es dazu keiner menschlichen Mitarbeit bedarf. Ge­nausogut könnte man den Betroffenen zu ihrer Krankheit wegen der darin enthaltenen Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten gratulieren. Sogenannte »Primitive« sind uns diesbezüglich voraus, schätzen sie doch Krankheitssymptome als Eingriffe des Schicksals in ihr Leben und nehmen sie bereitwillig als Bewährungsproben an. In vielen Stämmen sehnt der angehende Schamane seine Einweihungskrank­heit herbei, die ihn allein in neue Erfahrungsbereiche einführen kann. Dieser Gedanke wird manchmal so konsequent verfolgt, daß ein Heiler nur diejenigen Krankheitsbilder behandeln darf, die er selbst schon mit Leib und Seele durchlebt hat. Versteht sich der Heiler als Seelenführer durch die inneren Welten, ist diese Haltung zwingend, schließlich sollte ein Reiseführer das Land, durch das er führt, vorher kennengelernt haben.

Bei uns ist dieser Gedanke nur noch in Spuren vorhanden. So läßt sich in dem Wort Schicksal das »geschickte Heil« (von lat. salus = das Heil) erkennen. Auch an die Arzneimittelprüfungen der Homöo­pathen wäre zu denken. Der Arzt begibt sich hier freiwillig in den Erfahrungsraum der Krankheit, um das Muster seines Heilmittels kennenzulernen. Von einem Psychotherapeuten schließlich erwarten wir zu Recht, daß er die eigenen und die kollektiven Seelenland­schaften ausgiebig bereist hat und weiß, wohin er seine Patienten begleitet.

Die grundsätzliche und uns alle verbindende Tatsache des Krank­seins einem Menschen anläßlich einer schweren Lernzeit mit entspre­chenden Wachstumschancen vorzuwerfen, ergibt keinen Sinn. Das hat jedenfalls nichts mit dem Konzept von »Krankheit als Weg« zu tun, sondern eher mit der Lust, jemanden zu drangsalieren.

Wer seinen Zeigefinger zur Waffe macht und andere »deutend« ihrer Krankheitsbilder bezichtigt oder sich diesbezüglich selbst be­schuldigt, verrät außerdem, daß erden ganzen Ansatz mißverstanden hat. Mit dem Mißbrauch der Deutung als Beschuldigung nach dem Motto »Du bist verstopft, weil du so ein Geizkragen bist!« verkennt er den Schattencharakter in jedem Krankheitssymptom. Schatten ist dem Betroffenen definitionsgemäß unbewußt. Insofern wird der sol­cherart Beschuldigte die Deutung sowieso nicht akzeptieren können. Wenn er wüßte, daß er geizig ist, gäbe es nicht den geringsten Grund, verstopft zu sein. Schatten eignet sich nicht als Vorwurf. Bei diesem schwierigsten Thema unserer Existenz ist im Gegenteil besonders behutsames Vorgehen notwendig. Der Betroffene braucht seine gan­ze Kraft und von seiten der Umwelt viel Raum, um in kleinen eigenen Schritten seinen Bezug zu dem im Krankheitsbild ausgedrückten Thema zu entdecken. Dabei erweist sich Wertung als ebenso hinder­lich, wie Deutung sinnvoll ist.

Wer sich selbst in dieser Weise beschuldigt, verkennt ebenfalls die Wachstumschancen von Krankheit. Das Durchschauen eines Krankheitsbildes bis zur seelischen Ebene ändert weder an der grund­sätzlichen Schuld noch an den konkreten Tatsachen des anstehenden Problems etwas. Man wird dadurch auch kein besserer oder schlech­terer Mensch, sondern lediglich wissender und verantwortungsbe­wußter. Ignoriert man dieses Wissen und die damit einhergehende Verantwortung, ändert sich wenig, alles bleibt beim alten. Über­nimmt man dagegen die Verantwortung für das eigene Schicksal, wird Krankheit zur Chance und ermöglicht es, auf die Hinweise des eigenen Musters zu antworten.

Das Vorgehen dabei ist nicht einmal schwer. Auf der körperlichen Ebene kann jeder deuten, nämlich mit dem Finger auf die Stelle, die ihm Beschwerden macht. Diese Erfahrung in Zusammenhang mit der seelischen Ebene zu bringen, ist Ziel dieses Buches. Früher war das einmal genauso selbstverständlich, wie es das körperliche Hindeuten mit dem Finger bis heute ist. Es geht darum, den Finger im übertra­genen Sinne in die Wunde zu legen. Das erfordert Mut, aber auch wieder nicht soviel, denn die Wunde ist bereits da. Sie entsteht nicht erst, wenn man den Finger hineinlegt, dadurch wird sie lediglich bewußter. Langfristig bekommt sie durch diesen mutigen Schritt die Möglichkeit zu heilen.

Handbuch der Psychosomatik

München 2007, Bertelsmann, 570 Seiten, 25 €

Jetzt bestellen. Hinweis: Wird nicht als Taschenbuch erscheinen.

Tausende von Symptomen, Hunderte von Krankheitsbildern in alphabetischer Reihenfolge gedeutet. Im ersten Teil Deutung der gesunden Organe und Körperstrukturen, im zweiten Teil der Krankheitssymptome.

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Man unterscheidet die Ursache vom Auslöser. Die bipolare Störung selbst kann offenbar nicht vererbt werden, die Anfälligkeit für solch eine Erkrankung möglicherweise schon. Diese Anfälligkeit im Sinne einer besonderen Verwundbarkeit des Gehirnstoffwechsels steht für die Ursache.

Belastende Lebensereignisse, ein Schädelhirntrauma oder Infektionen können dann die Krankheit auslösen. Bei Betroffenen wurde während einer Krankheitsepisode eine veränderte Aktivität des sogenannten limbischen Systems – verantwortlich für das Empfinden und Verarbeiten von Gefühlen – im Gehirn festgestellt. Die veränderte Aktivität bei der Verarbeitung von Gefühlen erklärt, warum gerade Schicksalsschläge eine Erkrankung auslösen können.

Ein Kind mit einem erkrankten Elternteil trägt ein Erkrankungsrisiko von 10 bis 20 %. Sind beide Eltern betroffen, steigt das Risiko für das Kind auf 50 bis 60 %.

Im Vordergrund der bipolaren Erkrankung kann entweder die Manie oder die Depression stehen. Die Diagnose lässt sich erst stellen, wenn beide Stimmungsextreme beobachtet wurden. Es ist wichtig, auch länger zurückliegende Episoden zu hinterfragen.

In der Manie fühlt sich der Betroffene bei gehobener Stimmung voll unbändiger Energie, die Stimmung kann aber auch gereizt sein. Der Schlaf verkürzt sich auf wenige Stunden, ohne zu einem Energieverlust zu führen. Die Betroffenen reden „wie ein Wasserfall“, sind gedanklich sprunghaft und unkonzentriert, überschätzen sich selbst bis hin zum Größenwahn. Alles ist übersteigert: Gesprächigkeit, Geselligkeit, Geldausgaben u.a. – Wesentlich ist in Summe der Kontrollverlust. Häufig ist auch ein allgemeiner Spannungszustand, der verschiedenste Bereich betreffen kann.

Auf die manische Phase kann die Depression entweder direkt als depressive „Nachschwankung“ oder auch später als einzelne Episode folgen. Im Vordergrund stehen dann Energie- und Antriebslosigkeit, Interessensverlust und Lethargie mit genereller Empfindungslosigkeit und Schlafstörungen.

Die umgekehrte Variante mit einem depressiven Beginn ist die häufigere Variante.

Grundlage ist eine Befragung der Betroffenen und der nächsten Angehörigen, vor allem, um zurückliegende Episoden beurteilen zu können. Es soll immer gefragt werden, ob es früher schon ähnliche Phasen oder Episoden gegeben hat, ob es Auslenkungen der Stimmungslage gegeben hat, ob es in der Familie jemanden gibt oder gegeben hat, der Stimmungsschwankungen, Probleme mit Alkohol oder Suizidhandlungen gehabt hat.

Tritt im Krankheitsverlauf zuerst eine Depression auf, kann zunächst nicht entschieden werden, ob es sich um eine unipolare (ohne Stimmungsschwankungen) oder um eine bipolare Depression (mit Stimmungsschwankungen) handelt.

Einige Merkmale weisen aber auf eine bipolare Störung hin: Bei bipolaren Depressionen leiden die Erkrankten häufiger unter Energieverlust, vermehrtem Schlafbedürfnis und gesteigertem Appetit als bei einer unipolaren Depression, vor allem auch natürlich, wenn Familienangehörige die Diagnose einer bipolaren Störung haben. 25 % der bipolaren Erkrankungen beginnen vor dem 20. Lebensjahr.

Andere psychische Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden. Für eine sichere Diagnose muss der Betroffene auch körperlich untersucht werden, um so organische Ursachen (Epilepsie, Hirntumore, Schilddrüsenerkrankungen, die Hormonstörung Cushing-Syndrom u.a.) ausschließen zu können.

Die frühe Diagnose ist sehr wichtig. Je weniger Krankheitsepisoden bis zum Beginn einer entsprechenden Therapie stattgefunden haben, desto besser spricht der Betroffene in der Regel auf die Behandlung an. Außerdem kann durch einen frühen Behandlungsbeginn vermieden werden, dass es zu schweren sozialen Veränderungen kommt.

Die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist einerseits die frühe Diagnose, andererseits die konsequente Weiterführung auch in symptomarmen oder -freien Phasen. Bipolare Störungen sind chronische Erkrankungen, die eine lebenslange Behandlung erfordern.

Die Therapieziele liegen in der Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, kurzen Krankenstandszeiten, Minimierung des Leidensdrucks sowie im Abfangen sozialer Probleme. Nur durch die Kombination von regelmäßiger Medikamenteneinnahme und konsequenter Inanspruchnahme von Therapieangeboten können gute und dauerhafte Behandlungserfolge erzielt werden.

Bei der bipolaren Depression sollten Antidepressiva immer mit Medikamenten zur Stabilisierung der Stimmung gegeben werden. Antidepressiva verbessern die depressive Verstimmung und wirken sich auch auf andere Symptome, wie Antriebs- oder Konzentrationsschwäche aus. Manche Antidepressiva haben auch eine beruhigende oder schlafverbessernde Wirkung, ohne selbst Schlaf- oder Beruhigungsmittel zu sein. Sie machen daher auch nicht abhängig. Antidepressiva sollten bei der bipolaren Depression so kurz wie möglich genommen werden.

Lithiumsalze und bestimmte Antikonvulsiva (Antiepileptika, wie etwa Valproinsäure und Carbamazepin) werden zur Behandlung der Manie eingesetzt und wirken darüber hinaus generell stimmungsstabilisierend. Sie werden daher auch als sogenannte Phasenprophylaxe eingesetzt, d.h., sie dienen der Vorbeugung weiterer manischer bzw. depressiver Episoden. Atypische (neuere) Antipsychotika haben sich in der Akutbehandlung der Manie und deren Rückfallverhütung ebenfalls positiv bewährt. Ein bestimmtes Antiepileptikum hat in der Rückfallverhütung der bipolaren Depression einen wichtigen Stellenwert.

Ergänzend zur medikamentösen Therapie sollten wie bei allen psychischen Erkrankungen unbedingt auch nicht medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten wahrgenommen werden, wie spezifische Psychotherapie, Psychoedukation, Schlafentzug bei Depression, Lichttherapie, Selbsthilfegruppen etc. Wesentlich sind auch ein geregelter Tagesablauf bzw. geregelte Arbeitszeiten. Nachtarbeit oder Schichtdienste sind daher für Personen mit einer bipolaren Erkrankung weniger geeignet. Auch hier liegen mit der mTGT (medizinorientierte tiergestützte Therapie) positive Behandlungserfolge vor, da sie in der Lage ist, die Eigenkontrolle der Patienten und damit ihre Sozialisierungsfähigkeit zu verbessern.

Mit einer guten Struktur und gutem Lifestyle.

Es gibt drei wesentliche Verlaufsformen (siehe oben):

  • Bipolar-I-Störung
  • Bipolar-II-Störung
  • Rapid-Cycling

Wann sollte ich einen Arzt bei einer bipolaren Störung aufsuchen?

Eine bipolare Störung ist eine chronische Erkrankung und bedarf einer kontinuierlichen ärztlichen sowie therapeutischen Betreuung. Insbesondere auch wegen der hohen Selbstmordneigung in den ersten jahren der Erkrankung.

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Die Hypomanie ist eine abgeschwächte Form der Manie und zeigt ähnliche Symptome, die jedoch nicht so stark ausgeprägt sind wie bei einer Manie.

4.2 Was kennzeichnet eine Depression oder depressive Phase?

In einer depressiven Phase fühlen sich die Betroffenen oft traurig, leer, ausgebrannt und empfinden keine Lebensfreude mehr. Sie können nicht in gewohnter Weise auf Erlebnisse oder Ereignisse gefühlsmäßig reagieren, sind wie versteinert. Je nach Schwere der Depression kann diese mit Selbstmordgedanken einhergehen.

Wichtige Symptome einer Depression:

  • Schwermut, Freud- und Mutlosigkeit
  • Angstgefühle, Pessimismus, Konzentrationsstörungen
  • Antriebs- und Interessenlosigkeit
  • Gesteigertes Gefühl der Traurigkeit
  • Appetitstörungen
  • Schlafstörungen, Früherwachen und Morgentief
  • Vermindertes Selbstwertgefühl, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle
  • Lebensüberdruss, Selbstmordgedanken

5. Welche Formen der bipolaren Störungen gibt es?

Entsprechend der auftretenden Phasen und deren Ausprägung unterscheidet man verschiedene Formen der bipolaren Störungen.

Hierunter versteht man die klassische „manisch-depressive Erkrankung“. Es treten sowohl Phasen ausgeprägter Hochstimmung (Manie) als auch Phasen schwerer Depression auf. Die Reihenfolge und Dauer der Phasen kann variieren.

Bei der Bipolar-II-Störung treten schwere depressive Phasen im Wechsel mit leichter ausgeprägten manischen Phasen (sogenannte Hypomanien) auf.

Rapid Cycling ist eine besondere Verlaufsform. Diese Form der bipolaren Störung ist gekennzeichnet durch einen schnellen Wechsel der Phasen, es treten vier oder mehr Krankheitsphasen pro Jahr auf. Die Betroffenen werden meist in einer Klinik behandelt, da eine intensive Therapie notwendig ist.

6. Wie wird eine bipolare Störung diagnostiziert?

Die Diagnose wird anhand der Krankheitsgeschichte (Anamnese) gestellt. Hierzu werden der Patient und manchmal auch Angehörige oder nahestehende Personen befragt. Die Schilderung der bisherigen Krankengeschichte und die genaue Beschreibung der Probleme helfen dem Arzt, nach Symptomen zu suchen, die typisch für bipolare Störungen sind. Da die Beschwerden auch von anderen Erkrankungen verursacht werden können, müssen diese zunächst ausgeschlossen werden. Hilfreich im Verlauf kann beispielsweise das Führen eines Stimmungstagebuches sein, in das der Patient jeden Tag seine Stimmungslage und die Ausprägung der Stimmung einträgt. Mit diesen Informationen kann der Arzt mit dem Patient gemeinsam die Behandlung planen und hat zugleich ein Instrument zur Rückfallprophylaxe.

7. Wie kann man bipolare Störungen behandeln?

Bei bipolaren Störungen handelt es sich meist um eine chronische Erkrankung, die ein Leben lang behandelt werden muss. Hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Eine wirkungsvolle Therapie hilft, akute Krankheitsepisoden zu behandeln, ein Wiederaufflackern der Symptome und schließlich einen Rückfall zu vermeiden. Der Behandlungsplan besteht daher aus einer Initialtherapie, einer Erhaltungstherapie und einer Rückfallprophylaxe:

In der Initialtherapie (Akuttherapie) ist es Ziel, den Erkrankten aus der Krankheitsphase (manisch, depressiv, hypomanisch oder gemischte Phase) in einen normalen Bereich der Stimmungslage zurückzubringen. Die Akutphase kann je nach Schwere der Episode mehrere Wochen bis Monate dauern. Während dieser Zeit wird je nach Ausprägung der Symptome eine medikamentöse Therapie durchgeführt.

Lassen die Symptome der akuten Krankheitsepisode langsam nach und führen alltägliche Situationen und Umgebungsreize nicht zur erneuten Verschlechterung, kann mit der Erhaltungstherapie begonnen werden. Der Patient soll einen stabilen Zustand erreichen. Die individuelle Anpassung der Medikamente und eine psychotherapeutische Behandlung (vor allem Ausbau der Psychoedukation ) helfen den Patienten, langsam in den Alltag zurückzukehren.

Hat sich die Stimmungslage des Patienten normalisiert, gilt es, neue Krankheitsepisoden zu verhindern und den Patienten wieder in seinen Alltag zu integrieren. Um Rückfälle zu verhüten, ist in der Regel eine medikamentöse Dauertherapie notwendig. Die dafür geeignete Medikation wird entsprechend angepasst. Psychotherapeutische Maßnahmen helfen den Patienten, mit der Erkrankung umzugehen und den Beginn einer neuen Krankheitsepisode zu erkennen.

7.1 Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Für die Behandlung bipolarer Störungen stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Schwerpunkte liegen auf einer medikamentösen Therapie und psychotherapeutischen Therapie. Welche Therapie eingesetzt wird, ist abhängig vom Verlauf und der Schwere der Erkrankung.

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Die bipolare Störung, auch als manisch-depressive Erkrankung bekannt, ist eine psychische Erkrankung.

Sie ist gekennzeichnet durch wiederkehrende extrem starke Schwankungen von Antrieb, Stimmung und Aktivität in Richtung Depression und Manie.

Der Betroffene befindet sich also in einem konstanten Wechsel zwischen „himmelhochjauchzend“ und „zu Tode betrübt“, ohne dabei ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Unter einer bipolaren Störung, die landläufig ebenso als „manische Depression“ bekannt ist, versteht man ein psychologische Erkrankung des Menschen, die sich darin äußert, dass der Betroffene in ständigem Wechsel zwischen manischen oder hypomanischen und depressiven Phasen gefangen ist. Dabei kann er das Auftreten selbiger nicht willentlich beeinflussen. Darüber hinaus befindet er sich mental auch niemals in einem neutralen Mittelmaß, sondern ist stets in einem der beiden Extreme gefangen.

Die Schwankungen zwischen den beiden Phasen können sehr schnell von Statten Gehen, sodass Außenstehende zunächst keine manische Depression, sondern eher Stimmungsschwankungen vermuten könnten. Nichtsdestoweniger sind diese meist Symptom und nicht Ursache.

Hierbei gilt es jedoch zu erwähnen, dass die Häufigkeit der Schwankungen sehr stark vom individuellen Fall abhängt. Manche Personen, die an einer bipolaren Störung leiden, durchlaufen nur eine große Gemütsänderung pro Jahr, wohingegen sie bei schlimmeren Fällen durchaus mehrmals täglich wechseln kann. Darüber hinaus kann man auch während einer manischen oder depressiven Phase jeweils depressive oder manische Episoden beobachten. Diese sind aber nur von kurzer Dauer.

Des Weiteren können ebenso die Phasen des Übergangs von Manie zu Depression oder andersherum von emotionalen Auffälligkeiten begleitet werden. Dazu gehören beispielsweise Weinerlichkeit, Unlust, geistige Abwesenheit oder grundlose Traurigkeit. Aber auch diese Erscheinungen sind stark fallabhängig und richten sich in aller Regel nach dem Charakter des Betroffenen aus.

Die bipolare Störung tritt familiär gehäuft auf. Bei erkrankten Personen wurden Veränderungen der Chromosomen 4, 18 und 21 beobachtet. Daher wird eine genetische Disposition für die Erkrankung angenommen, die durch psychosoziale Faktoren ausgelöst werden kann. Als Auslöser kommt ein Trauma in Frage (z.B. Trennungen, Verlust von nahestehenden Bezugspersonen, Mobbing, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, Folter) aber auch ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus wie bei Schichtarbeitern oder Missbrauch von Alkohol/Drogen.

Viele Erkrankte berichten, dass sie vor Auftreten der Krankheitssymptome stark unter Stress standen. Auf molekularer Ebene wird die bipolare Störung durch eine mengenmäßige Veränderung bestimmter Neurotransmitter verursacht. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die für die Übertragung von Informationen zwischen Nervenzellen im ZNS (Zentrales Nervensystem) verantwortlich sind.

Während einer depressiven Phase ist ein Mangel der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin nachweisbar; während einer manischen Episode dagegen sind die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin erhöht. Auch haben Erkrankte einen erhöhten Spiegel an Stresshormonen (Cortisol und Adrenalin).

Nicht selten ist überdies eine Häufung psychischer Leiden bei Patienten zu beobachten. Dabei muss die bipolare Störung nicht immer die primär zugrunde liegende Erkrankung darstellen, sondern kann auch als sog. Begleiterkrankung in Erscheinung treten.

Typische begleitende psychologische oder physiologische Störungen sind:

Depression und Manie treten im Wechsel auf. Zwischen den Episoden wirken die Erkrankten äußerlich normal, fühlen sich aber meist innerlich zerrissen und verloren.

Während einer depressiven Episode verhalten sich die Erkrankten apathisch und sind lustlos. Suizidgedanken können auftreten. Während einer manischen Episode fallen die Erkrankten durch übermäßige Aktivität, Rastlosigkeit und stark gehobene oder gereizte Stimmung auf.

Symptome wie Kaufsucht, Alkohol- und Drogenmissbrauch, übermäßige Steigerung der sexuellen Aktivität oder ein übermäßiger Rededrang können auftreten. Auch Misch-Episoden sind möglich, z.B. gesteigerte Aktivität bei gleichzeitig gedrückter Stimmung.

Es gilt also für den zuständigen Mediziner zunächst zu determinieren, in welcher Phase sich der Erkrankte befindet. Hierfür kann man sich an den typischen Symptomen der einzelnen Phasen orientieren:
Manische Phase:

  • Megalomanie, Hybris und damit einhergehender Realitätsverlust (wird von Außenstehenden oftmals als besonders unangenehm empfunden)
  • Schlafrhythmus verschiebt sich (weniger Schlaf nötig als zuvor)
  • Drang danach ständig zu reden
  • Zügellosigkeit und Maßlosigkeit in allen Belangen (Gesellschaftlich, sexuell und persönlich)
  • Gesteigerte Produktivität

Depressive Phase:

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