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3. Fall­kon­stel­la­ti­on - lang­an­dau­ern­de Krank­heit: Hier ist die Wie­der­her­stel­lung der Ge­sund­heit zum Zeit­punkt der Kündi­gung zwar nicht aus­ge­schlos­sen, doch weiß der Ar­beit­ge­ber auf­grund ei­ner be­reits länger an­dau­ern­der Krank­heit nicht, ob und wann mit ei­ner Ge­ne­sung zu rech­nen ist.

4. Fall­kon­stel­la­ti­on - krank­heits­be­ding­te Leis­tungs­min­de­rung: Die Krank­heit des Ar­beit­neh­mers führt da­zu, dass der Ar­beit­neh­mer auch dann, wenn er bei der Ar­beit er­scheint, er­heb­lich hin­ter der zu er­war­ten­den Leis­tung zurück­bleibt.

Wann ist eine Kündigung wegen häufiger Kurzerkrankungen zulässig?

Häufi­ge Kurz­er­kran­kun­gen des Ar­beit­neh­mers (1. Fall­kon­stel­la­ti­on) stel­len dann ei­nen Kündi­gungs­grund dar, wenn die fol­gen­den drei Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen.

Ne­ga­ti­ve Ge­sund­heits­pro­gno­se: Es muß von wei­te­ren häufi­gen Kurz­er­kran­kun­gen in der Zu­kunft aus­zu­ge­hen sein. Weil der Ar­beit­ge­ber die Ur­sa­chen der Kurz­er­kran­kun­gen zum Zeit­punkt der Kündi­gung zu­meist nicht kennt, darf er nach der Recht­spre­chung zunächst ein­mal da­von aus­ge­hen, daß ein Ar­beit­neh­mer, der über ei­nen Be­ob­ach­tungs­zeit­raum von drei Jah­ren vor Aus­spruch der Kündi­gung auf­grund von Kurz­er­kran­kun­gen ins­ge­samt mehr als sechs Wo­chen pro Jahr ar­beits­unfähig krank war, auch wei­ter­hin oft krank sein wird.

Will der Ar­beit­neh­mer die­se ne­ga­ti­ve Pro­gno­se im Kündi­gungs­schutz­pro­zess wi­der­le­gen, muß er sei­ne Ärz­te von der Schwei­ge­pflicht ent­bin­den und kon­kret dar­le­gen, daß sei­ne häufi­gen Kurz­er­kran­kun­gen nicht auf ein chro­ni­sches Grund­lei­den, son­dern auf von­ein­an­der un­abhängi­ge Krank­heits­ur­sa­chen zurück­zuführen sind und die häufi­gen Kurz­er­kran­kun­gen da­her letzt­lich durch ei­ne unglück­li­che Ver­ket­tung von Umständen be­dingt sind.

In­ter­es­sen­be­ein­träch­ti­gung: Häufi­ge Kurz­er­kran­kun­gen sind für den Ar­beit­ge­ber ver­gleichs­wei­se teu­er, da er im­mer wie­der er­neut bis zu sechs Wo­chen Ent­gelt­fort­zah­lung leis­ten muß, wo­hin­ge­gen er bei ei­ner lang­an­dau­ern­den Krank­heit nur ein­mal für sechs Wo­chen zur Ent­gelt­fort­zah­lung ver­pflich­tet ist und da­nach die Kran­ken­kas­se Kran­ken­geld zahlt.

Die Recht­spre­chung geht da­von aus, daß wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers in der Re­gel er­heb­lich be­ein­träch­tigt sind, wenn er über ei­nen Zeit­raum von zwei oder drei auf­ein­an­der fol­gen­den Jah­ren je­weils mehr als sechs Wo­chen pro Jahr Ent­gelt­fort­zah­lung leis­ten muss. Wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen können auch durch Um­satz­ein­bußen oder durch zusätz­li­che Per­so­nal­kos­ten be­ein­träch­tigt wer­den. Ei­ne Be­ein­träch­ti­gung be­trieb­li­cher In­ter­es­sen nimmt die Recht­spre­chung an, wenn im­mer wie­der Aus­hilfs­kräfte ein­ge­ar­bei­tet wer­den müssen oder wenn der Be­triebs­frie­den durch die ständi­ge Mehr­be­las­tung von Ar­beits­kol­le­gen gestört wird.

In­ter­es­sen­abwägung: Hier ist zu prüfen, ob dem Ar­beit­ge­ber un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­falls die zu Punkt 2.) fest­ge­stell­te Be­ein­träch­ti­gung sei­ner be­trieb­li­chen und/oder wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen (noch eben ge­ra­de) zu­ge­mu­tet oder eben nicht mehr zu­ge­mu­tet wer­den kann. Da die­ser Prüfungs­punkt vom je­wei­li­gen Ein­zel­fall abhängt, läßt sich all­ge­mein nur so­viel sa­gen, daß der Ar­beit­ge­ber ei­nem Ar­beit­neh­mer, der 20 Jah­re zur Zu­frie­den­heit ge­ar­bei­tet hat, mehr so­zia­le Rück­sicht­nah­me schul­det als ei­nem erst we­ni­ge Jah­re beschäftig­ten und be­reits von An­fang an im­mer wie­der krank­heits­be­dingt aus­fal­len­den Ar­beit­neh­mer.

Be­ru­hen die Be­ein­träch­ti­gun­gen der In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers al­lein auf der Be­las­tung mit Lohn­fort­zah­lungs­kos­ten, müssen die­se nach der Recht­spre­chung pro Jahr für min­des­tens un­gefähr 45 bis 60 Krank­heits­ta­ge an­fal­len und da­mit "er­heb­lich" über dem Sechs­wo­chen­zeit­raum des § 3 Ent­gelt­fort­zah­lungs­ge­setz (EFZG) lie­gen.

Wann ist eine Kündigung wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit zulässig?

Bei krank­heits­be­ding­ter dau­ern­der Leis­tungs­unfähig­keit des Ar­beit­neh­mers (2. Fall­kon­stel­la­ti­on) ist die Ge­sund­heits­pro­gno­se of­fen­sicht­lich ne­ga­tiv.

BEISPIEL: Ein Gerüstbau­er fällt vom Gerüst und er­lei­det ei­ne Quer­schnittslähmung, so dass er dau­er­haft auf ei­nen Roll­stuhl an­ge­wie­sen ist. Sei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Tätig­keit als Gerüstbau­er wird er da­her vor­aus­sicht­lich nie mehr ausüben können.

In ei­nem sol­chen Fall ist auch in der Re­gel oh­ne wei­te­res von ei­ner er­heb­li­chen Be­ein­träch­ti­gung der (be­trieb­li­chen) In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers aus­zu­ge­hen, d.h. ei­ne In­ter­es­sen­be­ein­träch­ti­gung liegt in al­ler Re­gel vor. Dies kann aus­nahms­wei­se ein­mal an­ders sein, falls der Ar­beit­neh­mer auf ei­nem an­de­ren, "lei­dens­ge­rech­ten" Ar­beits­platz wei­ter beschäftigt wer­den kann.

Liegt dau­ern­de Leis­tungs­unfähig­keit vor und ist ein lei­dens­ge­rech­ter Ar­beits­platz nicht vor­han­den, kann die In­ter­es­sen­abwägung nur in sel­te­nen Aus­nah­mefällen ein­mal zu­guns­ten des Ar­beit­neh­mers aus­ge­hen.

Im Fal­le ei­ner krank­heits­be­ding­ten dau­ern­den Leis­tungs­unfähig­keit des Ar­beit­neh­mers ist ei­ne Kündi­gung da­her in der Re­gel zulässig.

Wann ist eine Kündigung wegen langandauernder Krankheit zulässig?

Ei­ne lang­an­dau­ern­de Krank­heit des Ar­beit­neh­mers (3. Fall­kon­stel­la­ti­on) stellt ei­nen Kündi­gungs­grund dar, wenn die fol­gen­den drei Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen.

Ne­ga­ti­ve Ge­sund­heits­pro­gno­se: Der Ar­beit­neh­mer muß zum Zeit­punkt der Kündi­gung be­reits "seit länge­rer Zeit" ar­beits­unfähig er­krankt sein. Hier geht es prak­tisch um Fälle, in de­nen der Ar­beit­neh­mer zu­min­dest mehr als sechs Wo­chen bzw. ei­ni­ge Mo­na­te lang krank war. Wei­ter­hin muß die Krank­heit zum Zeit­punkt der Kündi­gung für vor­aus­sicht­lich länge­re oder für nicht ab­seh­ba­re Zeit an­dau­ern. Die Fra­ge, wie lan­ge denn nun die "vor­aus­sicht­lich länge­re" Krank­heit vor­aus­sicht­lich dau­ern muß, da­mit ei­ne Kündi­gung zulässig ist, wird durch die Recht­spre­chung nicht klar be­ant­wor­tet, so daß ei­ne Kündi­gung we­gen lang­an­dau­ern­der Krank­heit mit er­heb­li­chen Un­si­cher­hei­ten für den Ar­beit­ge­ber ver­bun­den ist.

Klar­heit schafft nur die fol­gen­de, vom Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) auf­ge­stell­te Re­gel: Ist aus­weis­lich ärzt­li­cher Gut­ach­ten mit ei­ner Ge­ne­sung in den nächs­ten 24 Mo­na­ten nach Aus­spruch der Kündi­gung nicht zu rech­nen, steht die­se Un­ge­wißheit ei­ner krank­heits­be­ding­ten dau­ern­den Ar­beits­unfähig­keit (Fall­kon­stel­la­ti­on II.) recht­lich gleich (BAG, Ur­teil vom 12.04.2002, 2 AZR 148/01, NZA 2002, S.1081), so daß die Kündi­gung in ei­nem sol­chen Fall in der Re­gel wirk­sam ist. Da al­ler­dings ein Arzt die Ge­ne­sung in­ner­halb ei­nes so lan­gen Zeit­raums (24 Mo­na­te!) kaum de­fi­ni­tiv aus­sch­ließen wird, oh­ne zu­gleich ei­ne dau­er­haf­te Ar­beits­unfähig­keit zu dia­gnos­ti­zie­ren, ist der prak­ti­sche An­wen­dungs­be­reich die­ser Re­gel ge­ring.

In­ter­es­sen­be­ein­träch­ti­gung: Die lang­an­dau­ern­de Krank­heit muß be­trieb­li­che oder wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers be­ein­träch­ti­gen. Da der Ar­beit­ge­ber nach Ab­lauf von sechs Wo­chen in der Re­gel kei­ne wei­te­re Ent­gelt­fort­zah­lung mehr leis­ten muß, ist ei­ne Be­ein­träch­ti­gung wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen sel­ten ge­ge­ben, wes­halb die die Recht­spre­chung auch da­zu ten­diert, die Kündi­gung we­gen lang­an­dau­ern­der Krank­heit ein­zu­gren­zen.

Der Ar­beit­ge­ber muß da­her ei­ne er­heb­li­che Be­ein­träch­ti­gung be­trieb­li­cher In­ter­es­sen dar­le­gen, die sich aus or­ga­ni­sa­to­ri­schen Pro­ble­men bei der zeit­lich be­grenz­ten Ein­stel­lung von Er­satz­kräften er­ge­ben kann. - Steht aus­nahms­wei­se ein­mal fest, daß ei­ne Ge­ne­sung in den nächs­ten 24 Mo­na­ten aus­zu­sch­ließen ist, liegt ei­ne In­ter­es­sen­be­ein­träch­ti­gung (wie bei der Kündi­gung we­gen dau­ern­der Leis­tungs­unfähig­keit) in der Re­gel oh­ne wei­te­res vor.

In­ter­es­sen­abwägung: Hier ist zu prüfen, ob dem Ar­beit­ge­ber un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­falls die zu Punkt 2.) fest­ge­stell­te Be­ein­träch­ti­gung sei­ner In­ter­es­sen (noch eben ge­ra­de) zu­ge­mu­tet oder nicht mehr zu­ge­mu­tet wer­den können. Hier fragt sich vor al­lem, ob wei­te­re Über­brückungs­maßnah­men nicht mehr möglich sind und da­her das Be­en­di­gungs­in­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers über­wiegt. Zu­dem kommt es natürlich auch hier auf die so­zia­le Si­tua­ti­on des Ar­beit­neh­mers an, d.h. auf Al­ter, Dau­er der Be­triebs­zu­gehörig­keit, Un­ter­halts­ver­pflich­tun­gen, Chan­cen auf dem Ar­beits­markt usw.

Wann ist eine Kündigung wegen Leistungsminderung zulässig?

Bei krank­heits­be­ding­ter Leis­tungs­min­de­rung des Ar­beit­neh­mers (4. Fall­kon­stel­la­ti­on) ist die Ge­sund­heits­pro­gno­se nur ne­ga­tiv, wenn auf­grund ver­gan­ge­ner er­heb­li­cher Leis­tungs­min­de­run­gen auch für die wei­te­re Zu­kunft mit sol­chen, d.h. mit er­heb­li­chen Min­der­leis­tun­gen zu rech­nen ist.

Bei hin­rei­chend gra­vie­ren­den Leis­tungs­min­de­run­gen ist in der Re­gel von ei­ner er­heb­li­chen Be­ein­träch­ti­gung der wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers aus­zu­ge­hen. Ei­ne In­ter­es­sen­be­ein­träch­ti­gung liegt aber dann nicht vor, wenn der Ar­beit­neh­mer kann auf ei­nem an­de­ren, sei­ner ver­min­der­ten Leis­tungsfähig­keit ent­spre­chen­den Ar­beits­platz wei­ter beschäftigt wer­den kann.

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Eine bipolare Störung eines Menschen wird auch als manisch depressive Störung bezeichnet. Doch was versteht man eigentlich unter der Bezeichnung manisch depressiv?

Bei diesen Störungen ist es so, dass die erkrankte Person mit den beiden gegenteiligen Formen des Spektrums vertraut ist. Wenn der Betroffene dann gerade eine depressive Stimmung durchlebt, so findet er sich in dem Spektrum der negativen Gedanken, welche eine depressive Störung mit sich bringen, wieder. Hat er allerdings gerade eine manische Phase, so ist der Patient überwältigt von seiner eigenen Energie, hat große kreative Ausbrüche, welche unglaublich viele Ideen mitbringen und braucht außerdem fast keinen Schlaf.

So könnte man zunächst einmal vermuten, die manische Phase sei ja eigentlich gar nicht schlimm. Manche meinen, sie sei sogar positiv für den betroffenen Menschen. Allerdings können vor allem die Familie und Freunde eines manisch depressiven Menschen bestätigen, dass nicht nur die depressiven Phasen gefährlich sind, sondern auch die manischen Phasen starke Risiken mit sich bringen können. Die Gefahr in diesen Phasen entsteht vor allem dadurch, dass der Betroffene während diesen Zeiten nicht mehr dazu in der Lage ist, seine Verhaltensweisen und Taten richtig abzuwägen und kein Gefühl mehr dafür hat, welche Konsequenzen daraus resultieren können. Dies kann zu folgenschweren Fehlentscheidungen des Patienten führen, die sich auf ihre Zukunft negativ auswirken können. Häufig kann es auch zu finanziellen Problemen kommen, da sich der erkrankte Mensch während seiner manischen Phasen beispielsweise:

  • Einfach so ein neues Auto gönnt.
  • Spontan eine Urlaubsreise unternimmt.
  • Teure Unternehmungen durchführt.

Für solche Dinge hat er aber gar nicht das nötige Geld. Diese Tatsache ist ihm aber während einer manischen Phase nicht bewusst. So kann sich das Handeln für die gesamte Familie den Betroffenen fatal auswirken und bis zu einem vollständigen finanziellen Aus führen.

Die manisch depressive Störung führt zu einer heftigen Beeinträchtigung des erkrankten Menschen in dem gesamten Alltag. Daher macht es bei starken Krankheitsfällen durchaus Sinn, eine stationäre Einweisung in eine Klinik durchzuführen, welche einzig und alleine dadurch begründet wird, dass der Betroffene selbst geschützt wird. In den meisten Fällen ist es so, dass eine bipolare Störung nicht nur einmal aufkommt, sondern sich wiederholen wird. Die Statistik ist hier leider ziemlich eindeutig: Menschen, bei denen mal eine manische Phase aufgetreten ist, werden zu 90 Prozent erneut davon betroffen werden.

Eine weitere erschreckende Entdeckung zeigt, dass das Suizidrisiko bei Personen mit einer bipolaren Störung mehr als 10 Prozent beträgt. Die beiden Geschlechter sind ungefähr gleich oft von der Krankheit betroffen.

Um einem manisch depressiven Menschen zu helfen und ihn zu behandeln ist es zunächst einmal wichtig, die Krankheit einmal zu erkennen. Doch wodurch merkt man eigentlich, ob ein Mitmensch unter einer bipolaren Störung leidet? Besonders stark fällt bei diesen Menschen die manische Phase auf. Wenn ein Mitmensch also ohne eindeutigen Grund für mindestens 7 Tage in einer außergewöhnlich guten Stimmung ist und verschiedene Symptome der Störung aufzeigt, so sollte man am besten einen Arzt kontaktieren.

Eine weitere Studie kommt zu dem Schluss, dass eine Influenza in der Schwangerschaft das Risiko für neuropsychiatrische Erkrankungen beim Kind erhöht. Nachkommen von Müttern, die während der Schwangerschaft erkrankt waren, entwickelten im Erwachsenenalter viermal häufiger bipolare Störungen.

Frühere Untersuchungen haben bereits aufgezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Grippe-Infektion während der Schwangerschaft und der späteren Entwicklung einer Schizophrenie beim Nachwuchs gibt. Nun zeigt eine neue Studie, dass offenbar auch das Risiko, an einer bipolaren Störung zu erkranken bei den Nachkommen steigt.

In der aktuellen Untersuchung wurden Daten der US-amerikanischen Bevölkerungsstudie Child Health and Development Study (CHDS) ausgewertet, die Schwangerschaften zwischen den Jahren 1959 und 1966 betrachtete. Nur 6,1% der Mütter waren damals gegen Grippe geimpft. Auch wurden über die Jahre Daten zum gesundheitlichen Verlauf des Nachwuchses erhoben, der aus diesen Schwangerschaften hervorging. Von den 92 Studienteilnehmern, bei denen im Erwachsenenalter eine bipolare Störung bestätigt wurde, waren 8,7% im Mutterleib einer Virusgrippe ausgesetzt gewesen. In der Kontrollgruppe, die aus 722 Studienteilnehmern ohne bipolare Störung bestand, lag die Quote bei nur 2,6%. Die Autoren errechneten aus diesen Daten ein etwa vierfach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer bipolaren Erkrankung bei denjenigen Nachkommen, deren Mütter während der Schwangerschaft an Influenza erkrankt waren. Dieses Ergebnis blieb auch dann noch bestehen, wenn weitere Einflussfaktoren, wie das Alter der Mutter während der Schwangerschaft, oder psychiatrische Vorerkrankungen der Mutter berücksichtigt wurden.

Bemerkenswert war darüber hinaus, dass Frauen mit psychiatrischen Erkrankungen signifikant häufiger an Influenza erkrankten. Die Studienautoren vermuten, dass dieser Umstand möglicherweise mit einer höheren Anfälligkeit der psychisch erkrankten Frauen (Vulnerabilität) für Influenza-Infektionen zu erklären ist.

Für den Fall, dass weitere Untersuchungen einen kausalen Zusammenhang zwischen Influenzainfektionen in der Schwangerschaft und bipolaren Störungen bei den Nachkommen bestätigen, würde dies, nach Ansicht der Autoren, die Forderungen nach präventiven Maßnahmen für Schwangere bzw. Frauen im gebärfähigen Alter weiter unterstützen - insbesondere wenn weitere Risikofaktoren vorlägen. In Deutschland wird die Grippeimpfung für Schwangere (idealerweise ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) empfohlen.

Frankfurt, 2. September 2011 – Als Bipolare Störung oder bipolare affektive Störung versteht man in der klinischen Psychologie eine psychische Erkrankung, bei der sich die Betroffenen durch episodische Schwankungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung weit außerhalb des Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie befinden. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man hierbei oft auch von einer „manisch-depressiven Erkrankung”.

Bei der Bipolaren Störung folgt auf eine depressive Phase in der Regel unmittelbar eine manische Episode. Wenn dies richtig erkannt wird, ist ein Klinikaufenthalt oft unabdingbar. In vielen Fällen treten jährlich zwei oder mehrere Zyklen auf. Solche Fälle werden als „rapid cycling“ bezeichnet.


Ihre Dipl.-Psychologin Ina Preussner

Psychologische Praxis Preussner

Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Psychologisches Coaching, Paartherapie, Sexualtherapie, psychologische Beratung in Lebensfragen

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Die Schulmedizin betrachtet Krankheit weder als Sprache noch als Weg, noch überhaupt als etwas Sinnvolles. Sie wird nicht einmal als etwas Grundsätzliches erkannt, sondern als eine Fülle widerwärtiger, mehr oder minder zufälliger Einbrüche ins Leben gesehen. Deshalb finden wir es auch normal, von Krankheiten in der Mehrzahl zu sprechen. Das macht an sich nicht mehr Sinn als von Gesundheiten zu sprechen. Für die meisten großen Religionen und spirituellen Traditionen ist Krankheit dagegen von jeher etwas Grundsätzliches. Aus dieser ganz unterschiedlichen Haltung Krankheit gegenüber ergeben sich auch völlig konträre Umgangsformen.

Aus der Antihaltung der Schulmedizin folgt konsequent ein kämpferischer Ansatz, bei dem sich der Arzt mit dem Patienten gegen das Symptom verbündet und versucht, dieses so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Diese kämpferische Antihaltung der Schulmedizin ergibt sich schon aus den Bezeichnungen ihres Waffenarsenals, mit dem sie die Krankheitsbilder besiegen will: Antihypertonika und Antikonvulsiva, Antikoagulantien und Antibiotika, Antipyretica und Antihistaminika. Was nicht Anti ist, erweist sich als Blocker (Säure- und Betablocker) oder wenigstens Hemmer (ACE-Hemmer).
Aus dem Ansatz von “Krankheit als Symbol” folgt das Gegenteil: Der Arzt verbündet sich mit dem Symptom und schaut, was dem Patienten fehlt, so dass dieses Symptom notwendig wurde. Dem Krankheitsbild wird Bedeutung zugemessen, indem es gedeutet wird. Letztlich wird hier homöopathisch gearbeitet: nicht gegen, sondern mit dem Symptom.

Tatsächlich gibt es in dieser ganzen Schöpfung nichts mit Form und Gestalt, was keine Bedeutung, keinen Sinn und Inhalt. Wenn die Schulmedizin einem sich kraterförmig in die Magenwand fressendes Geschwür oder ein blumenkohlartig wuchernden Tumor weder Sinn, Inhalt noch Bedeutung zuerkennt, steht sie damit völlig allein da.

Die Suche nach Inhalt und Bedeutung ist kein ungewöhnlicher Schritt und im normalen Leben anerkannt weit verbreitet. Wir sind gewohnt, alles Mögliche zu deuten und sind sogar verstimmt, falls es einmal unterbleibt. Nehmen wir an, jemand antwortet auf die Frage nach dem neuesten Theaterstück: die Bühne hatte die Maße 4 mal 6 Meter und war 2 Meter hoch, es waren 8 Schauspieler beteiligt, davon zwei Männer und sechs Frauen, ihre Kostüme bestanden aus x m Seidenstoff und y m Leinen, die Bühne wurde mit so und so viel Lux beleuchtet usw. Wir wären ziemlich erstaunt, denn natürlich hatten wir eine inhaltliche Deutung erwartet und nicht eine Beschreibung der formalen Äußerlichkeiten, auf die sich die Schulmedizin in aller Regel beschränkt.

Was uns beim Theater so selbstverständlich erscheint, ist es in der Medizin plötzlich nicht mehr. Wenn sich ein Patient drei Tage nach der Erstuntersuchung wieder beim Internisten einfindet, bekommt er zu hören, seine Blutuntersuchungen hätten diese, die Urinprobe jene Werte ergeben, sein Blutdruck habe den Wert x und die Temperatur den Wert y. Nun ist der Patient erstaunlicherweise nicht ungehalten, sondern zollt einem wissenschaftlich arbeitenden Mediziner Respekt, obwohl auch jetzt nur von der Form und nie vom Inhalt die Rede ist. Erst wenn der Internist all seine Befunde deutet und die erlösenden Worte spricht: ‘Das Ganze nennt man Lungenentzündung’, kommt mit dieser Deutung auch wieder Sinn ins Geschehen. Die Frage ist allerdings, warum man ausgerechnet an diesem Punkt, wo es für den Patienten erstmals interessant wird, aufhören soll.

Natürlich ließe sich nach der Bedeutung der Lunge und jener der Entzündung weiterforschen. Das Thema der Lunge ist ganz offenbar Kontakt und Kommunikation, ist sie doch für den Gasaustausch und unsere Sprache verantwortlich, die auf der Modulation des Ausatemstromes beruht. Mit der Entzündung ist das Thema Konflikt angesprochen. Erreger kämpfen gegen Antikörper und ihre Mittel sind eindeutig kriegerisch. Es wird belagert und gestorben, angegriffen, blockiert und getötet. Die Makrophagen, wörtlich Großfresser, geben auf Seiten des Körpers genauso wenig Pardon wie die Antikörper, die sich in Kamikazemanier auf die Erreger stürzen, um mit ihnen zugrunde zu gehen. Insofern haben wir es bei der Lungenentzündung mit einem Konflikt im Kommunikationsbereich zu tun. Die häufigen Lungenentzündungen auf Intensivstationen sind dafür Beleg. An den Erregern kann es wohl nicht primär liegen, denn kaum irgendwo werden sie so bekämpft wie hier. Wenn aber die ganze verbliebene Kommunikation mit der Welt über ein paar Plastikschläuche, Kanülen und Elektrodendrähte läuft, bekommen viele Menschen ein Kommunikationsproblem, und das kann sich bei Mangel an anderen Ausdrucksformen in einer Lungenentzündung verkörpern.

Die Integrale Medizin von “Krankheit als Symbol” geht davon aus, dass alles körperliche Geschehen Ausdruck eines dahinterliegenden seelischen Inhalts ist. Wenn wir nur das körperliche Geschehen zudecken, verstärken wir folglich die seelische Problematik. Mit dem Beseitigen von Symptomen landen diese, wie das Wort so ehrlich sagt, auf der Seite bzw. im Unbewussten oder im Schatten. Diese Art von Symptomverschiebung würde uns in anderen Bereichen, wie etwa der Technik, nicht im Traum einfallen. Wenn an einer Maschine das Alarmlicht aufleuchtet, würden wir nicht daran denken, das Birnchen zu lockern, um unsere Ruhe zu haben. Bei Kopf- und anderen Schmerzen finden viele dagegen nichts dabei, wenn Schulmediziner durch Schmerzmittel einfach das Warnsignal blockieren. Böse formuliert werden nach diesem System Symptome von Organ zu Organ und Patienten von Spezialist zu Spezialist verschoben.

Aus der Physik wissen wir längst, dass die Erhaltungssätze gelten und sich grundsätzlich nichts aus der Welt schaffen, sondern höchstens umwandeln lässt. Insofern hat natürlich auch der Ansatz von ‘Krankheit als Sprache der Seele’ nur Symptomverschiebung zu bieten. Allerdings hat eine Verschiebung in der Senkrechten, also zwischen körperlicher und geistig-seelischer Ebene durchaus Heilungschancen im Gegensatz zu jener Symptomverschiebung, die sich auf die körperliche Ebene beschränkt.

Bei der Entstehung von Krankheitsbildern sinken inhaltliche Themen, deren bewusste Bearbeitung die Betroffenen verweigern, in den Körper. Sie somatisieren sich. Will man das Problem lösen, hat es wenig Sinn, seine Verkörperung mit chemischer (z.B. Kortison) oder gedanklicher (z.B. Affirmationen, Verhaltenstherapie) Hilfe zu unterdrücken. Es wäre im Gegenteil notwendig, sich den Inhalt hinter der körperlichen Symptomatik wieder bewusst zu machen. Ist das Thema ins Bewusstsein zurückgeholt, besteht zumindest die Chance, es hier zu lösen. Damit aber wäre der Körper von seiner Darstellungsarbeit entlastet. Tatsächlich stellt der Körper lediglich eine Ausweichbühne für das Bewusstsein dar. Stücke, deren bewusste Aufführung abgelehnt wurde, verkörpern sich auf der Körperbühne. Das macht deutlich, wie sehr Krankheit ein Weg ist, um zu lernen.

Wesentlich eleganter und zielführender ist der Weg, direkt über das Bewusstsein zu lernen, ohne vorher auf die Körperbühne auszuweichen. Hier eröffnet sich die Chance echter Vorbeugung. Die Schulmedizin spricht von Krebsprophylaxe, wenn sie eigentlich Früherkennung meint. Früherkennung ist natürlich weit besser als Späterkennung, hat aber mit Vorbeugung gar nichts tun. Ein Krankheitsbild durch Bewusstseinsarbeit überflüssig zu machen, weil man das betreffende Thema freiwillig auf geistig-seelischer Ebene bearbeitet, ist dagegen echte Prophylaxe.

Wer Krankheit als Sprache der Seele versteht, erlebt am eigenen Leib, dass Form und Inhalt immer zusammengehören, oder wie es Goethe formuliert: ‘Alles Vergängliche ist ein Gleichnis’. Krankheit ist der formale Aspekt eines geistig-seelischen Inhalts oder anders ausgedrückt: Symptome sind Verkörperungen seelischer Themen. Bereits Alexander Mitscherlich wies in ‘Krankheit als Konflikt’ darauf hin, dass sobald Bewusstsein von einem Organ abgezogen wird, dieses erkrankt.

Die Symptomsprache ist ein Sonderfall der Körpersprache, der mit Sicherheit am weitesten verbreiteten Sprache auf dieser Erde. Obwohl sie die universellste Sprache ist, wird sie allerdings nur von wenigen Menschen unserer Kultur bewusst verstanden. Dabei wäre es gar nicht so schwer, sie wieder zu erlernen. Denn unser Körper spricht nicht nur, unsere Sprache ist auch körperlich. Ob wir etwas begreifen oder verstehen, bestimmte Dinge uns an die Nieren gehen oder andere zu Kopf steigen, ob wir uns etwas zu Herzen nehmen oder es uns auf den Magen schlägt, ob Läuse über unsere Leber laufen oder der Atem vor Schreck stockt, immer ist die Sprache psychosomatisch und zeigt uns eine Verbindung zwischen Körper und Seele, die unsere Kultur erst langsam wiederentdeckt.

Neben der Körpersprache, die sich in der einfachen Beschreibung der Symptomatik ausdrückt und durch umgangssprachliche Wendungen, Sprichworte und Sprachbilder wirksam ergänzt wird, stehen auch die von der Medizin erhobenen Befunde für die Deutung zur Verfügung. Denn tatsächlich ist die formale Beschreibung von Krankheitsgeschehen weder falsch noch überflüssig, nur eben nicht ausreichend. Ohne Bühne könnte man kein Theaterstück verfolgen, ohne Beleuchtung bliebe alles im Dunkeln und ohne Kostüme wäre es eher peinlich. Insofern richtet sich dieser deutende Ansatz nicht gegen die etablierte Medizin, sondern ergänzt sie.

So erübrigt es sich, Front gegen die Schulmedizin zu machen. Sie beschäftigt sich nun einmal ausschließlich mit der körperlichen Ebene. Reparaturen in diesem Bereich beherrscht sie immer besse. Wer ihr Vorwürfe macht, sie kümmere sich nicht um den ganzen Menschen, gleicht dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über mangelnden Meeresblick beklagt. Dieser war ihm gar nicht versprochen worden, und es steht ihm frei, ans Meer zu fahren. Wer Heilung wünscht, muss sich um eine ganzheitliche Medizin bemühen, die – ohne die Schulmedizin zu entwerten – doch weit über diese hinaus geht.

Die am eigenen Leibe erlebten Symptome und die erhobenen Befunde können gleichermaßen gedeutet werden und Mosaikstein für Mosaikstein zum umfassenden Muster des Krankheitsbildes zusammengesetzt werden. Die betroffene Region bzw. das Organ gibt dabei jeweils die Ebene an, auf der das Problem abläuft, im Fall der Lungenentzündung also den Kontakt- und Kommunikationsbereich. Das spezielle Geschehen beleuchtet die Art des Problems, in diesem Fall das Thema Entzündung und Konflikt.
Hilfreich zur Deutung haben sich die Fragen erwiesen: Warum geschieht gerade mir, gerade das, gerade jetzt? Woran hindert mich die Symptomatik? Wozu zwingt sie mich? Welchen Sinn erfüllt sie gerade jetzt in meinem Leben?

Natürlich ist jedes Krankheitsbild vollkommen individuell und nur in der persönlichen Situation ganz stimmig zu deuten. Wenn so umfassende Krankheitsbilder wie Krebs oder Aids gedeutet werden, ist das besonders zu bedenken. Wirklich erschöpfend werden Deutungen erst, wenn sowohl die persönlichen Umstände mit in Betracht gezogen werden wie natürlich auch die betroffenen Organebenen.

Der Krankheitsbilder-Deutung liegt das spirituelle Weltbild zugrunde, wie es sich in „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“, „Das Schattenprinzip“ und „Lebensprinzipien“ ausdrückt. Krankheitsbilder sind immer Ausdruck eines Verstoßes gegen die Schicksalsgesetze und Ausdruck davon, dass eine Thematik in den Schatten gesunken ist. Mit Hilfe der „Lebensprinzipien“ ist es möglich aus der Frage “was fehlt ihnen“, die Patienten mit dem, was sie haben, ihren Beschwerden, beantworten, die urprinzipielle Thematik zu erkennen. Wird nun statt der unerlösten Krankheitsebene bewusst eine erlöste Einlösung dieses Themas gewählt, kann Heilung geschehen. Auf dieselbe Weise wird auch echte Vorbeugung möglich, bei der ich mich beuge, bevor das Schicksal es tut. So sind auch Vorsätze, die urprinzipiellen stimmig gewählt werden, sicher zum Funktionieren zu bringen.

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Zur Einführung von Maßnahmen im Unterricht zur Stressprävention in der Schule gehört eine Klärung des Stressverständnisses. Viele verstehen Stress als ein von außen auf sie einwirkendes Übel, dem sie passiv ausgeliefert sind. Es geht daher darum, die Bedeutung von eigenen Bewertungs- und Bewältigungsprozessen für die Stressentstehung hervorzuheben. Entspannen und loslassen Die Fähigkeit, körperlich zu entspannen und gedanklich abzuschalten, stellt eine grundlegende Bewältigungsmöglichkeit gegenüber Belastungen dar. Über diese Fähigkeit verfügt grundsätzlich jeder Mensch, und sie ist trainierbar. Kinder und Jugendliche brauchen Ruhe- und Entspannungszeiten, in denen sie ihre Fantasie, ihre Kreativität und ihre Persönlichkeit entwickeln und entfalten können. LehrerInnen sollten ebenso wie Eltern Rahmenbedingungen schaffen, die Kindern und JugendlichenMöglichkeiten bieten, sowohl spielen als auch sich zurückziehen zu können.

Kinder und Jugendliche sollen stresserzeugende und stressverstärkende Gedanken erkennen und verändern lernen. Stressverstärkende Einstellungen und Bewertungen sollen gedanklich hinterfragt und stressmindernde, ermutigende Selbstgespräche gefördert werden. Die SchülerInnen sollen lernen, dass Problemsituationen zum normalen Leben gehören und man sie aktiv meistern kann. Sie lernen, Probleme im Augenblick des Auftretens wahrzunehmen und der Versuchung zu impulsiven Handeln zu widerstehen, und sie erfahren dadurch eine emotionale Distanzierung gegenüber ihren Belastungen. Der Ausgleich für bestehende Belastungen und der Aufbau von regenerativen Aktivitäten sind auch für Kinder und Jugendliche enorm wichtig.

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Engel, U., Hurrelmann, K. (1989). Psychosoziale Belastung im Jugendalter. de Gruyter: Berlin.

Mansel, J. & Hurrelmann, K. (1994). Alltagsstress bei Jugendlichen. Eine Untersuchung über Lebenschancen, Lebensrisiken und psychosoziale Befindlichkeiten im Statusübergang. Juventa: Weinheim.

Konecny, E., Leitner M-L. (2000). Psychologie. Braumüller: Wien.

Oerter, R., Dreher, E. (2002). Jugendalter. In Oerter, R. & Montada, L. Entwicklungspsychologie (S.310f.). Weinheim: Beltz.

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„Depression ist keine Charakterschwäche und auch keine Art, wie jemand ist. Es ist auch keine Erziehungssache, es ist keine Verstimmung, keine Launigkeit, keine Zickigkeit, es ist kein ‚Nicht-wollen‘, kein ’sich verschließen‘, keine Trotzigkeit, es ist kein ‚ist mir doch egal‘, sondern es ist eine Krankheit.“ (Klaas Heufer-Umlauf)

Der Begriff Depression kommt vom lateinischen „deprimere“ und bedeutet so viel wie „herunter- oder niederdrücken“. „Voll depri drauf sein“ kommt gerade in der Pubertät vor, dauert einige Augenblicke, Stunden oder Tage und ist leider normal. Das sind hormonbedingte Stimmungstiefs, die sich mit der Zeit wieder legen. Bleiben diese Stimmungen jedoch über längere Zeit erhalten oder treten sie in Phasen ohne äußeren Anlass auf, dann kann es sich um eine Depression handeln.

Im Unterschied zu einer gelegentlichen depressiven Verstimmung oder Traurigkeit ist es bei einer Depression kaum möglich, ein normales Leben zu führen. Gedanken, Gefühle, Verhalten und auch körperliche Vorgänge sind stark verändert. Diese Depression verschwindet nicht einfach wieder und muss von einem Arzt behandelt werden. Ärzte können eine Therapie und Medikamente dagegen verschreiben.

Wieso Menschen depressiv werden, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Besondere und extrem belastende Lebensumstände und Kummer können eine Depression auslösen. Wissenschaftler haben beobachtet, dass meist eine Vielzahl von Faktoren zusammenspielen und eine Depression auslösen können.

Viele Menschen erkranken in Übergangsphasen ihres Lebens, wenn sie eine neue Rolle übernehmen – als Student, Berufseinsteiger, Mutter, Rentner oder Witwer. Manche rutschen nach einer Beförderung, einem Umzug oder einem Urlaub in eine Depression.

Dabei können auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Wenn nahe Verwandte unter Depressionen leiden, erhöht sich das Risiko, selbst zu erkranken. Wie verschiedene Einflussfaktoren die Entstehung einer Depression begünstigen, kannst Du in diesem Schaubild sehen:

Treten mehrere dieser Symptome gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum auf, dann solltest Du einen Arzt aufsuchen, Dich Deinen Eltern anvertrauen oder Deine Freunde um Hilfe bitten.

Die Diagnose einer Depression wird anhand der Kriterien des ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten & verwandter Gesundheitsprobleme) gestellt. Wie das genau geht, erfährst Du hier.

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Symptome-Check: Welches Anzeichen steht für welche Krankheit?

Was könnte ich haben? Erkennen Sie mit uns erste Anzeichen einer Krankheit

Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Zungenbelag: Unser Körper sendet häufig Signale aus, die auf Krankheiten hinweisen. Doch was steckt genau dahinter? Hier kann unser Check der häufigsten Symptome weiterhelfen und erste Anhaltspunkte über die Ursache liefern.

Mit unserem Symptom-Check können Sie nach Körperregion die auftretenden Symptome anklicken und nachlesen, was dahinterstecken kann. Das dazugehörige Lifeline-Lexikon beschreibt die häufigsten Symptome von A bis Z, welche verschiedenen Ursachen ihnen zugrunde liegen können und wie man die Beschwerden am besten lindert. Über die dahinterstehenden Ursachen klärt das große A bis Z der häufigsten Krankheiten auf. Diejenigen Symptome und ersten Anzeichen, bei denen Sie besser unverzüglich einen Arzt besuchen, haben wir im Artikel Die sechs wichtigsten Warnsignale des Körpers zusammengestellt.

Von akutem Bauch bis Zahnschmerzen: Was ist ein Symptom?

Was also haben alle genannten Symptome überhaupt gemeinsam? Das verrät ein Blick auf die Herkunft des Begriffs. Denn ein Symptom – der griechischen Wortbedeutung nach "Begebenheit" – ist nichts anderes als ein Krankheitszeichen. Symptome verraten dem Arzt also, welche Erkrankung hinter den geschilderten Beschwerden stecken könnte.

Hinter demselben Symptom können viele Krankheiten stecken

Doch Vorsicht: Die Ursache für ein Symptom zu bestimmen, ist selbst für manchen gut ausgebildeten Mediziner im Einzelfall sehr schwierig. Denn Krankheitszeichen können trügerisch sein. Ein paar Beispiele:

An so manchem vermeintlichem Rückenschmerz ist eine Nierenbeckenentzündung schuld.

Linksseitige Schulterschmerzen – heftiges Reißen in der Schulter sind in Ausnahmefällen kein orthopädisches Symptom, sondern Anzeichen eines Herzinfarkts.

Gelbsucht (Ikterus) wiederum zeigt bisweilen an, dass ein Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom) den Gallengang abdrückt.

Zudem kommt es häufig vor, dass Laien Symptome und Krankheiten miteinander verwechseln. Ein Beispiel: Das akute Abdomen, auch akuter Bauch genannt, ist ein häufiges Symptom. Dahinter verbergen sich verschiedenste Grunderkrankungen. Am häufigsten ist aber eine Blinddarmentzündung schuld an den heftigen Bauchschmerzen.

Symptome liefern dem behandelnden Arzt also Hinweise, woran sein Patient leiden könnte. Krankheitsanzeichen, die auch von außen erkennbar sind, nennt man dabei objektive Symptome – im Gegensatz zu subjektiv empfundenen Beschwerden und Schmerzen, von denen nur der Erkrankte allein berichten kann.

Die Summe der Symptome, die von einer bestimmten Krankheit ausgeht, bezeichnen Fachleute auch als Symptomatik oder klinisches Bild. Manche Kombinationen bestimmter Beschwerden heißen Syndrom. Beispiele hierfür sind das Tourette-Syndrom, das chronische Erschöpfungssyndrom oder auch die als Down-Syndrom bezeichnete Erbgutstörung Trisomie 21.

Vom Symptom-Begriff leitet sich außerdem die Bezeichnung "symptomatisch" ab. Bekämpft eine Behandlungsmaßnahme nicht die Ursache einer Krankheit (zum Beispiel Erkältungsviren), sondern nur die von ihr hervorgerufenen Beschwerden wie Schnupfen und Halsschmerz, teilen Mediziner sie der symptomatischen Therapie zu. Das Gegenteil hiervon ist die kausale Behandlung, die sich direkt gegen den Auslöser einer Krankheit richtet.

Autor: Sarah Wagner
Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2014

Die Frage, ob Hochsensibilität eine Krankheit sei, wird mir häufig gestellt, und es werden alle möglichen Krankheiten, Störungen, Syndrome etc. mit Hochsensibilität in Verbindung gebracht. Es sei hier diesen Ausführungen prinzipiell vorangestellt: Nach heutigem Wissensstand gilt Hochsensibilität als Veranlagung und ist KEINE Krankheit.

  • Auswahl von Fragen
  • Keine Krankheit, jedoch ein möglicher Risikofaktor
  • Schwierige Kindheit und Jugend als Risikofaktor für HSP
  • Hilft die Erkenntnis über die eigene Hochsensibilität, wenn man eine psychische Krankheit hat?
  • 'Krankheit' als gesellschaftliche Wertung

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Wir bieten Muster & Vorlagen zur Erstellung von Trauerkarten. Es stehen Trauersprüche und Trauergedichte zur Verfügung. Haben Sie für Ihre Trauerkarte aus unseren Mustern und Vorlagen einen Trauerspruch oder ein Trauergedicht gewählt, so ergänzen Sie diesen um einige persönliche Zeilen. Dies möchten wir Ihnen ans Herz legen. Es ist legitim und üblich auf Muster und Vorlagen zurück zu greifen, ohne persönliche Zeilen bleibt dies jedoch ohne Gefühl. Trauersprueche.org

Trauertexte für Ihren Anlass. Gerne dürfen Sie kostenfrei alle hier vorliegenden Trauertexte frei für Ihre Zwecke verwenden. Trauertexte sind für uns alle nicht leicht zu verfassen. Wie gerne verdrängen wir doch unser eigenes Sterben und werden durch Trauertexte daran erinnert.

Trauertexte müssen auch nicht immer nur schwer und getragen sein. Es können auch positive Dinge erwähnt werden. Wenn uns die Angehörigen nahe stehen oder der Verstorbene nahe stand, kann nein muss man das sogar erwähnen. Gerade die guten Eigenschaften oder wertvolle Hilfeleistungen sind der Erwähnung wert. Bei allem Schmerz der Angehörigen wird dieser Trauertext sie dann auch trösten und ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind. Trauertexte sind bei uns üblicherweise Schwarz. Dies ist so, weil in unserem Kulturkreis nun einmal schwarz die klassische Trauerfarbe ist. Die Farbe schwarz sagt uns bei Trauertexten wie es uns geht. Alles erscheint dunkel und schwarz, so also auch die Trauertexte. Vor gedruckte Trauertexte, Trauersprüche und Trauergedichte finden wir in jedem Schreibwarenhandel oder bei uns auf Trauersprueche.org. Diese sollte man durch einige persönliche Zeilen und auch durch die eigenhändige Unterschrift komplettieren. Trauertexte benötigen wir für Beileidskarten, Kondolenztexte und Trauerbriefe. Zum Anfügen an Ihre Trauertexte fügen wir noch einige Beileidssprüche ein.

Muster und Vorlagen für Trauertexte, Trauersprüche, Trauertexte uvm.

Sehr berührt haben mich nach dem Ableben (ich war selbst schon im Rentenalter) meiner Eltern Kondolenztexte, die persönliche Worte zum Verstorbenen beinhalteten. Zeilen, die Zeiten aufleben haben lassen, in welchen Wir gelacht hatten. Worte, die von Menschen die meine Eltern kannten geschrieben wurden die Trost spendeten. Tröstende Worte können in jeder nur erdenklichen Form ausgesprochen werden. Als Text kann man die Vorlagen und Muster auf dieser Seite verwenden oder die hier vorliegenden Trauertexte als Bausteine in Ihre Kondolenzkarte einfügen um Ihre persönlichen Zeilen dazwischen zu schreiben. Es ist nicht immer einfach die richtigen Worte zu finden. Gerne nehme ich Ihnen diesen Teil des ganzen ab und helfen Ihnen in schweren Stunden.

Gerne dürfen Sie uns Ihre Trauertexte, Kondolenztexte und Trauersprüche, einreichen, sodass Wir unseren Besuchern die Möglichkeit geben können zwischen einer Vielzahl von Texten wählen zu können. Es sind sowohl eigene Texte, als auch bekannte Trauertexte, welche Ihnen zum Beispiel besonders zusagen erwünscht. Selbstverständlich verbleiben die Rechte der Texte beim jeweiligen Autor. Senden Sie uns einfach den von Ihnen ausgewählten Text per eMail info@Trauersprueche.org

Sehr geehrte Frau M., sehr geehrter Herr M.,

Die Kondolenzkarte mit korrekter Anrede bezieht sich auf die Nachricht des Todes. Aus der Gegenüberstellung von Lebenserwartung und der Lebenweillen heraus wird die Anteilnahme zurückhaltend formuliert.

Die Anrede und der Gruß deuten auf eine große vertrautheit hin, die sich auch in den Angeboten am Ende des Kondolenzbriefes ausdrückt. Die persönliche Nähe ist spontan und direkt zum Ausdruck gebracht, indirekt wird sie durch eine einfühlsame Interpretation des Textes der Todesanzeige hergestellt. Der Kondolierende nähert sich zuerst der eigenen Sitiation des Trauernden an, um dann im Vergleich seiner eigenen Lebenssituation behutsam füreinander die Glaubensfrage zu stellen.

Tipp - Spätestens, wenn die Beerdigung beendet ist, beginnt meist leider das Hauen und Stechen. Einer Erbengemeinschaft fällt der Nachlass zu - was häufig zu langwierigen Streitigkeiten und lebenslangen Feindschaften führt. Es ist daher zur Vorsorge sehr wichtig und dies wird auch von allen Anwälten und Erfahrenen aus diesem Bereich erwähnt, ein Testament zu verfassen mehr.

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Bei Alzheimer baut das Gehirn langsam ab - bis zum vollständigen geistigen Verfall.

Vielleicht habt auch ihr einen Opa oder eine Oma, deren Gedächtnis langsam abbaut. Alzheimer heißt die gefürchtete Krankheit, die noch immer nicht heilbar ist. Benannt wurde sie nach ihrem Entdecker, dem Nervenarzt Alois Alzheimer.

Alois Alzheimer war ein bayerischer Nervenarzt, der Anfang des 20. Jahrhunderts damit begann Erkrankungen des Gehirns zu untersuchen. Zu diesem Zweck untersuchte und befragte er Patienten zu Lebzeiten sehr genau und besah sich nach deren Tod das Gehirn genauestens unter dem Mikroskop.

Alzheimer stellte fest, dass große Bereiche der Hirnrinde, die das Gedächtnis, die Orientierung und das Gefühlsleben ermöglichen, stark verändert oder sogar zerstört waren. Die toten Nervenzellen und die Eiweißablagerungen gaben eine Erklärung dafür, dass diese Frau vollkommen verblödet gestorben war.

Das Krankheitsbild wird in verschiedene Stadien eingeteilt und wird erst relativ spät erkannt. Zunächst beginnt die Krankheit oft langsam und schleichend mit einer leichten Vergesslichkeit. Die Betroffenen können Situationen nicht mehr richtig einschätzen, haben Probleme sich in einer Stadt oder sogar in ihrer Wohnung zurecht zu finden. Sie vergessen, wo sie ihre Dinge abgelegt haben oder dass sie zum Lesen eine Brille benötigen.

Hinzu kommen Sprachstörungen. Plötzlich fallen passende Wörter oder Namen nicht mehr ein, der Patient kann nicht mehr richtig sprechen und ist immer häufiger geistesabwesend. Nach und nach spürt auch der Betroffene diese Veränderungen, bekommt Angst, die sich immer mehr steigert und die sich auch in scheinbar unbegründeten Aggressionen gegen andere auswirken kann.

Dann beginnt der Patient das Bewusstsein für seine eigene Person immer mehr zu verlieren. Das zweite Stadium tritt ein, in dem der Patient weder seine Umwelt, nicht einmal mehr seine nächsten Verwandten und Freunde erkennt. Er vergisst, wer er ist und wo er lebt, mit wem er zusammen ist. Er kann nicht mehr allein essen und sich nicht mehr sauber halten. Nun ist der körperliche und geistige Verfall für alle sichtbar.

Im dritten Stadium hat der Patient nur noch die Intelligenz eines Neugeborenen. Langsam wird die Hirnleistungsfähigkeit immer schwächer und eine geistige Zerrüttung tritt ein, die bisher kaum aufzuhalten ist, denn die Forscher haben noch keine Möglichkeit gefunden, Alzheimer aufzuhalten oder zu heilen.

Es ist nicht einfach, diese Erkrankung tatsächlich schon früh festzustellen. Mittlerweile gibt es aber Tests und Verfahren, die helfen Alzheimer zu erkennen. Dabei wird auch die Gehirnaktivität geprüft. Besonders ältere Menschen sind von Alzheimer betroffen. Das Risiko steigt also mit zunehmendem Alter. Und da die Menschen im Durchschnitt immer länger leben, steigt auch die Zahl der Alzheimerpatienten. Mittlerweile sind weltweit 20 Millionen Menschen davon betroffen, in Deutschland gibt es mehr als 1,6 Millionen bekannte Fälle - Tendenz steigend.

Alzheimer tritt im Normalfall ab 65 Jahren auf. Es gibt aber auch Fälle mit 40 Jahren. Je älter ein Mensch wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an Alzheimer erkranken kann.

Wie Ent­zün­dun­gen, Umwelt­gif­te, Stö­run­gen der Ver­dau­ung und des Immun­sys­tems, Nah­rungs­mit­tel und Nähr­stoff­man­gel den Gehirn­stoff­wech­sel beein­flus­sen

Im Zusam­men­spiel der wich­tigs­ten chro­ni­schen Zivi­li­sa­ti­ons­er­kran­kun­gen spielt die Depres­si­on eine ganz ent­schei­den­de Rol­le. Jün­ge­re For­schun­gen haben gezeigt, dass Depres­sio­nen ein signi­fi­kan­ter und unab­hän­gi­ger Risi­ko­fak­tor für Dia­be­tes und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen sind (18). Die­se neh­men bei uns den trau­ri­gen Spit­zen­platz als Todes­ur­sa­che Nr. 1 noch vor den Krebs­er­kran­kun­gen ein. Im Hin­blick auf die Herz­krank­hei­ten sind Depres­sio­nen ein grö­ße­rer Risi­ko­fak­tor als Rau­chen (21).

In unse­rer Beschleu­ni­gungs­ge­sell­schaft gera­ten immer mehr Men­schen an die Gren­zen ihrer kör­per­li­chen und psy­chi­schen Leis­tungs­fä­hig­keit. Wir beob­ach­ten eine star­ke Zunah­me von Depres­sio­nen, All­er­gi­en und auch neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen wie Par­kin­son, Alz­hei­mer und MS. Das Trom­mel­feu­er der Dau­er­kom­mu­ni­ka­ti­on (Com­pu­ter, Tele­fon, E-mail) stört die Gehirn­bio­che­mie in unge­ahn­ter Wei­se. Hin­zu kommt der Drang zur Erleb­nis­ma­xi­mie­rung. Anstel­le die Pau­sen und Urlau­be für Lang­sam­keit und Muße zu nut­zen, wählt der moder­ne Mensch Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Hob­bys, die wie­der­um den Stress­hor­mon­spie­gel in die Höhe trei­ben. Kei­ne Atem­pau­se.

Nichts­tun, der nicht zweck­ori­en­tier­te Müßig­gang, gilt als unpro­duk­tiv und öde, schreibt Ulrich Schna­bel in der ZEIT (16). Was nach ver­schwen­de­ri­schem Luxus klin­ge, betrach­te­ten Hirn­for­scher als Zustand, der zur Rege­ne­ra­ti­on und für die geis­ti­ge Sta­bi­li­tät drin­gend benö­tigt wer­de.

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Für jede eine Arbeitsunfähigkeit verursachende Krankheit ist eine eigene Blockfrist zu bilden. Hierfür ist es unerheblich, ob dieselbe Krankheit zwischen den Arbeitsunfähigkeitszeiten in der Blockfrist fortlaufend behandlungsbedürftig war.

Bildung der Blockfrist bei hinzugetretener Krankheit

Eine „hinzugetretene Krankheit“ i. S. des § 48 SGB V tritt während der Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer anderen Krankheit ein. Wenn die zuerst eingetretene Krankheit nicht mehr die Ursache der Arbeitsunfähigkeit ist, wird die hinzugetretene Krankheit für die Arbeitsunfähigkeit ursächlich.

Eine Krankheit ist nicht hinzugetreten i. S. v. § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB V, wenn am Tag nach der Beendigung einer Arbeitsunfähigkeit oder noch später eine neue Krankheit eintritt und Arbeitsunfähigkeit verursacht. Die neue Krankheit ist dann in ihren Rechtsfolgen eigenständig zu beurteilen.

Für die „hinzugetretene Krankheit“ wird eine Blockfrist von dem Zeitpunkt an gebildet, von dem an die „hinzugetretene Krankheit“ alleine Arbeitsunfähigkeit verursacht. Wurde für die „hinzugetretene Krankheit“ bereits früher eine Blockfrist ausgelöst, so bleibt diese maßgebend.

Verursachen mehrere Krankheiten gleichzeitig Arbeitsunfähigkeit (vom selben Zeitpunkt an), so beginnen mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit für jede dieser Krankheiten eigene Blockfristen. Wenn wegen beider Krankheiten schon Blockfristen laufen, hat für jede Krankheit deren eigene Blockfrist weiterhin Bestand.

Auf die Leistungsdauer sind die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, für die dieselbe Krankheit ursächlich war, anzurechnen. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzu, wird die Leistungsdauer nicht verlängert.

Wird die Arbeitsunfähigkeit nur noch von einer hinzugetretenen Krankheit verursacht, ist – ausgehend von diesem Zeitpunkt – festzustellen, ob wegen der hinzugetretenen Krankheit bereits früher ein Krankengeldanspruch bestanden hat und evtl. schon die Leistungsdauer von 78 Wochen innerhalb der für diese Krankheit geltenden Blockfrist erreicht wurde.

Ist der Krankengeldanspruch noch nicht erschöpft, besteht er noch für so viele Tage, wie an 78 Wochen Leistungsbezug entweder

  • zusammenhängend unter Berücksichtigung der Arbeitsunfähigkeit wegen der zuerst eingetretenen Krankheit während des laufenden Leistungsfalls oder
  • unter Anrechnung von Vorerkrankungszeiten wegen der hinzugetretenen Krankheit fehlen.

Der verbleibende kürzere Krankengeldanspruch ist zu erfüllen.

Die Leistungsdauer im laufenden Leistungsfall wird unabhängig von Vorerkrankungszeiten wegen der zuerst eingetretenen Krankheit ermittelt. Bei fortdauernder Arbeitsunfähigkeit kann zusammenhängend für max. 78 Wochen Krankengeld gezahlt werden. Lediglich in den Fällen, in denen für die zuerst eingetretene Krankheit eine neue Blockfrist vor dem Zeitpunkt beginnt, von dem an die hinzugetretene Krankheit allein die Arbeitsunfähigkeit verursacht, kann im zusammenhängenden laufenden Leistungsfall ein längerer Krankengeldanspruch bestehen.

Ist der Höchstanspruch auf Krankengeld erreicht, kann aufgrund einer während des Krankengeldbezugs oder während der darüber hinaus fortbestehenden Arbeitsunfähigkeit eingetretenen weiteren Krankheit während des laufenden Leistungsfalls ein Krankengeldanspruch grundsätzlich nicht mehr begründet werden.

Haben mehrere Krankheiten zum selben Zeitpunkt miteinander Arbeitsunfähigkeit verursacht, sind sie rechtlich nicht als „hinzugetretene Krankheiten“ zu bewerten. Verursacht später eine dieser Krankheiten für sich allein erneut Arbeitsunfähigkeit, so kann für die Leistungsdauer jeweils der Zeitraum der durch die betreffende Krankheit verursachten Arbeitsunfähigkeit angerechnet werden.

Kam es während dieses Zeitraums zum Leistungsablauf, so kann während der laufenden Blockfrist für keine dieser Krankheiten mehr Krankengeld gezahlt werden. Haben mehrere Krankheiten zum gleichen Zeitpunkt miteinander Arbeitsunfähigkeit verursacht und begründeten diese Krankheiten in der Vergangenheit für sich allein bereits Arbeitsunfähigkeit, werden auf die Höchstbezugsdauer für den laufenden Leistungsfall die Arbeitsunfähigkeitszeiten der Krankheit mit den längeren Vorerkrankungszeiten angerechnet.

Auf die Leistungsdauer sind nur solche Zeiten anzurechnen, für die ein Anspruch auf Krankengeld besteht. Dazu gehören auch Zeiten,

  • in denen der Anspruch auf Krankengeld ruht oder
  • für die das Krankengeld versagt wird

(vgl. § 48 Abs. 3 Satz 1 SGB V).Eine anzurechnende Zeit in diesem Sinne ist auch die Zeit des Bezugs von Arbeitsentgelt (vgl. § 3 Abs. 1 EFZG).

  • Wartetage im Sinne des § 46 Satz 1 Nr. 2 SGB V (auch wenn hierfür Entgeltfortzahlung geleistet wurde) sowie
  • Zeiten ohne Anspruch auf Krankengeld bei selbstständigen Künstlern und Publizisten (vgl. § 46 Satz 2 und 3 SGB V)

bleiben bei der Ermittlung der Leistungsdauer ebenso außer Betracht, wie Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld aufgrund von Wartezeiten noch nicht entstanden ist.

Zeiten im Sinne von § 50 Abs. 1 Satz 1 SGB V werden ebenfalls nicht berücksichtigt, weil ein Anspruch auf Krankengeld nicht besteht. Der Anspruch auf Krankengeld ist in den entsprechenden Fällen wegen einer konkurrierenden Sozialleistung rückwirkend weggefallen.

Mithin sind Zeiten, für die das Krankengeld während bestehender Arbeitsunfähigkeit ruht oder versagt wird, auf die Leistungsdauer des Krankengeldes anzurechnen. Dazu gehören Zeiten

  • der Entgeltfortzahlung (nach dem Wartetag bzw. den Wartetagen im Sinne des § 46 Satz 1 Nr. 2 SGB V) sowohl aufgrund gesetzlicher Vorschriften als auch weitergehender tarifvertraglicher Ansprüche (z. B. für 26 Wochen),
  • der Leistungsbeschränkung bei Selbstverschulden nach § 52 SGB V,
  • des Bezugs von Mutterschaftsgeld nach § 200 RVO,
  • des Bezugs von Versorgungskrankengeld und Übergangsgeld,
  • des Bezugs von Arbeitslosengeld, Unterhaltsgeld, Kurzarbeitergeld und
  • in denen der Anspruch auf eine dieser Leistungen wegen einer Sperrzeit nach dem SGB III ruht.

Der Anspruch auf Krankengeld für Versicherte, die den Höchstanspruch erreicht haben, kann mit dem Beginn einer neuen Blockfrist erneut entstehen (§ 48 Abs. 2 SGB V). Ausdrücklich greift diese Regelung also nur dann, wenn

  • im vorhergehenden 3-Jahres-Zeitraum für 78 Wochen Krankengeld wegen derselben Krankheit bezogen wurde und
  • diese Krankheit erneut zur Arbeitsunfähigkeit führt.

Die Regelung greift nicht, wenn der Anspruch in der vorhergehenden Blockfrist durch den Hinzutritt einer Krankheit ausgeschöpft und die erneute Arbeitsunfähigkeit durch die hinzugetretene Krankheit verursacht wurde.

Ein Neuanspruch auf Krankengeld besteht nur dann, wenn

  • beim Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit eine Versicherung mit Anspruch auf Krankengeld besteht,
  • zwischen dem Ablauf des Krankengeldanspruchs nach 78 Wochen in einer vorhergehenden Blockfrist und dem erneuten Eintritt von Arbeitsunfähigkeit ein Zeitraum von mindestens 6 Monaten liegt, in dem der Versicherte
  • nicht wegen der bisherigen Krankheit arbeitsunfähig und außerdem
  • entweder erwerbstätig war oder
  • den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stand (Verfügbarkeit i. S. v. § 119 Abs. 1 Nr. 3 SGB III).

Der Zeitraum von 6 Monaten (180 Kalendertage) muss nicht ununterbrochen verlaufen sein. Er kann sich auch aus mehreren Teilabschnitten zusammensetzen. Jede Erwerbstätigkeit begründet grundsätzlich einen neuen Krankengeldanspruch. Hierzu gehören auch selbstständige Tätigkeiten und geringfügige Beschäftigungen nach den §§ 7, 8 SGB IV. War der Versicherte im Zeitraum von 6 Monaten zeitweise wegen einer anderen Krankheit arbeitsunfähig, so ist diese Arbeitsunfähigkeit einer Erwerbstätigkeit im Sinne des § 48 Abs. 2 Nr. 2 SGB V gleichzusetzen.

Das eigenständige Bildungswerk des AGA Unternehmensverbandes

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AGA – Leading Partner in Corporate and Personnel Management in Northern Germany

As the leading employers’ association in the business sector, AGA’s opinions carry weight, ensuring a fast track into negotiations between authorities. AGA maintains close and regular contact with political leaders, government bodies and agencies at national level and keeps track of European affairs.
The wholesale and foreign trade sector as well as company related services are an integral element in the successful progress of Northern Germany’s economic power. For nearly 60 years the AGA has kept pace with developments and is an effective force for creating a favourable political and economic environment for its members.

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For more than 60 years AGA has been providing a wide range of services and support for its members in the maritime regions. Located in Hamburg with further offices and representatives in Bremen, Niedersachsen (Lower Saxony), Schleswig-Holstein, and Mecklenburg-Vorpommern (Mecklenburg-West Pomerania), it is ideally placed to represent the views of the wholesale and foreign trade and all company related services in Northern Germany. The AGA represents 3,500 mostly small and medium-sized businesses with more than 120,000 employees.


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The wholesale and foreign trade sector as well as company related services are an integral element in the successful progress of Northern Germany’s economic power. In 2014 AGA celebrated the 60th anniversary of its 1954 founding. For more than 60 years the AGA has kept pace with developments and is an effective force for creating a favourable political and economic environment for its members.


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AGA offers employers an expert and practised hand to guide them through the ever changing employment law maze. Our staff are committed to providing our members with the most effective practical solution in an efficient and fast manner. AGA’s fully qualified lawyers advise you on employment law questions regarding e. g. the employment contract, policies and procedures, maternity and paternity rights, data protection, compromise agreements, pensions, taxes etc. Our lawyers also plead our members’ cases in local labour courts.


The best-networked and consulted companies are the most successful. Members highly value the opportunity to meet and exchange views and expert knowledge with both the AGA-staff and peers. There is no doubt that contacts made within the AGA lead to business development opportunities. Members can widen their contacts, share experience and facilitate further business development both in expert talk and the manifold AGA-workshops (Praxis [Forum]). The topics range from employment law to consultancy.


The AGA offers members a broad range of products and services such as business reports with the latest economic trends and short-term prospects, free of charge, designed to benefit your business.
The AGA has an extensive network of contacts with political leaders, Government bodies and agencies at national and regional level, and the media. A wide range of networking events with knowledgeable speakers allows you to discover contacts.


Our members receive the “ChefBrief” (AGA’s weekly newsletter). It is an essential digest for those seeking access to news concerning e. g. business and personnel management, e-commerce, labour & fiscal law, social insurance, training or CSR. Members report that the weekly newsletter and bulletins are an effective way to be briefed on a wide range of developments relevant for everyday work life. AGA’s bulletin is targeted to executives and personnel managers.

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