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- Wenn es psychosoziale Beeinträchtigungen gibt, wie sieht das für Beruf und Partnerschaft aus? Bei der Mehrzahl der Patienten gibt es keine beruflichen Beeinträchtigungen, die meisten üben ihre bisherige Tätigkeit weiter aus. Jeder vierte muss allerdings seinen Beruf vorzeitig aufgeben, was aber noch nicht heißt, dass er nicht weiter arbeitsfähig wäre.

Noch günstiger sieht es für die Partnerschaft aus (im Gegensatz zu reinen schizophrenen Erkrankungen). Selbst langjährig schizoaffektiv Erkrankte haben partnerschaftliche Beziehungen und nur etwa 15 % müssen ihre Krankheit auch noch mit einer Zerstörung von Ehe oder Partnerschaft bezahlen.

- Wenn aber dauerhafte Beeinträchtigungen drohen, wie sehen die aus? Die Mehrzahl der Patienten mit einer schizoaffektiven Störung hat überhaupt keine bleibenden Beeinträchtigungen, selbst nach langjährigem Krankheitsverlauf. Dort, wo sich so etwas nicht vermeiden lässt (Fachausdrücke: persistierende Alterationen bzw. Residualsymptome) sind sie in der Regel leicht bis mittelgradig und deshalb weniger folgenschwer. Aber wenn, dann sind es vor allem folgende Restzustände:

Bei etwa jedem Fünften kann sich ein leichtes asthenisches Insuffizienzsyndrom einstellen. Der Allgemeinheit fällt dies kaum auf, der geschulte Beobachter hingegen registriert schon gelegentlich bestimmte Einbußen von Energie, Frische, Spannkraft, Aktivität, Dynamik, bisweilen auch leichtere Merk- und Konzentrationsstörungen, eine etwas weniger ausdrucksstarke Mimik und Gestik u. a. Das sind aber alles Phänomene, die als befindens-abhängige Alltags-Beeinträchtigungen interpretiert werden können und vielen Menschen nicht unbekannt sind - auch ohne schizoaffektive Störung.

Natürlich ist auch eine etwas schwerere Form dieser Entwicklung nicht auszuschließen. Das nennt man dann ein adynam-defizitäres Syndrom. Es betrifft etwas mehr als jeden zehnten Erkrankten. Hier finden sich schon deutlichere Einbußen von Interesse, gemütsmäßiger Ansprechbarkeit, Stimmungslabilität, ein etwas ausgeprägterer Initiative-, Aktivitäts- und Leistungsrückgang und eine reduzierte Kontaktfähigkeit. Letzteres ist aber nicht Rückzug, Isolation oder gar abweisendes Verhalten (wie das bei leider nicht wenigen rein schizophren Erkrankten gesehen wird), sondern das, was die Fachleute mit "reduzierter kommunikativer Funktionsfähigkeit" bezeichnen, d. h. die zwischenmenschliche Kontaktfähigkeit ist zwar spürbar eingeschränkt, aber nicht aufgehoben.

Und schließlich ist in wenigen Prozent der Fälle auch mit leichteren, aber dauerhaften Gemütsstörungen zu rechnen. Beim sogenannten chronifizierten subdepressiven Syndrom handelt es sich nicht um eine Depression im herkömmlichen Sinne, wohl aber um eine leichte depressive Dauerverstimmung (herabgestimmt, resigniert, missgestimmt, freudlos u. a.). Noch seltener ist der stimmungsmässige Gegenpol, das chronifizierte hyperthyme Snydrom. Hier erscheinen die Patienten irgendwie dauernd "über dem Strich". Allerdings nicht so positiv wie eine "geborene Frohnatur" bzw. zeitlich begrenzt bei einer leichten manischen Hochstimmung.

Was kann die Zahl der Krankheitsepisoden beeinflussen?

Natürlich werden die Fachleute, nämlich Nervenärzte und Psychiater immer wieder gefragt, mit was in Zukunft zu rechnen ist: Wie lange wird der Betroffene gesund bleiben dürfen, wann und wie oft und wie schwer ist mit Rückfällen zu rechnen. Dazu folgende Erkenntnisse in Stichworten (die aber natürlich nur statistische Mittelwerte sind und nicht auf den Einzelfall zutreffen müssen):

Am häufigsten treffen schizoaffektive Krankheitsepisoden jene Patienten, bei denen

- manische, d. h. krankhaft hochgestimmte Symptome auftreten,
- sich belastende Lebensereignisse ("life events" - siehe später) häufen,
- produktiv-psychotische Symptome, also Wahn, Sinnestäuschungen oder psychotische Ich-Störungen zu finden sind und
- der Betroffene relativ jung war, als er erstmals erkrankte.

Es scheint aber, als ob die Zyklen einer schizoaffektiven Störung (also die Zeitperiode zwischen dem Beginn der einen und der nächsten Krankheitsepisode) am Anfang des Leidens länger sind und damit die Häufigkeit der Rückfälle im Laufe des Lebens zunimmt (was aber nicht nötig ist - siehe später).

Wie lange muss man in seinem Leben mit Rückfällen rechnen?

Eine schizoaffektive Störung kann lebenslang dauern, da gibt es nichts zu beschönigen. Nur wenige, glücklicher gestellte Fälle haben lediglich eine einzige Krankheitsepisode und dann ihr ganzes Leben lang nichts mehr zu ertragen. Ansonsten muss man in den folgenden Jahrzehnten auf alles gefasst sein. Erst im höheren Lebensalter, etwa nach dem 70. Lebensjahr, nimmt die Rückfall-Gefahr so ab, dass man sich halbwegs sicher wähnen darf.

Diese Erkenntnis könnte nun - theoretisch - eine niederschmetternde Wirkung auf die Betroffenen und ihre Angehörigen haben - zu Unrecht. Bei früheren Generationen, d. h. noch vor wenigen Jahrzehnten, war diese Resignation berechtigt. Jetzt nicht mehr. Kein Mensch mit schizoaffektiver Störung muss diesem Leiden ausgeliefert bleiben, wenn er sich nur rechtzeitig untersuchen und behandeln lässt (siehe später).

Belastende Lebensereignisse und Suizidgefahr bei schizoaffektiven Störungen

Zwei Aspekte gilt es noch zu besprechen, die vor allem bei den schizoaffektiven Störungen eine Rolle spielen: belastende Lebensereignisse, die eine solche Krankheitsepisode (immer wieder) auslösen können und schließlich der schlimmst-mögliche Ausgang, die Suizidgefahr (Selbsttötung). Im einzelnen:

Belastende Lebensereignisse (englischer Fachausdruck, der auch im deutschen gerne gebraucht wird: life events) sind auch bei schizoaffektiven Störungen für den erstmaligen Krankheitsausbruch sowie alle weiteren Rückfälle von großer Bedeutung.

Die Frage, in welchem zeitlichen Zusammenhang ein belastendes Ereignis mit dem Ausbruch einer solchen seelischen Störung in Zusammenhang gebracht werden darf, wird unterschiedlich beantwortet. In der Regel sind es zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Ein unmittelbarer Zusammenhang ist nicht die Regel, eher selten.

Auch muss es nicht nur ein negatives Ereignis sein, wie die auslösenden life events Heirat, Schwangerschaft, größere Reisen usw. zeigen. Entscheidend ist vielmehr der Stresscharakter oder die große emotionale Bedeutung, über deren Ausmaß einzig und allein der Betroffene entscheidet, und nicht das Urteil seines Umfelds ("aber das ist doch nicht so schlimm. ").

Auch bei der Frage, wie häufig belastende Lebensereignisse eine Rolle spielen, gilt es zu differenzieren: Sicher haben drei Viertel aller Patienten mit einer schizoaffektiven Störung schon einmal ein einschneidendes Lebensereignis durchmachen müssen. Auf die Gesamtzahl der Krankheitsepisoden umgerechnet lässt sich aber nicht einmal bei einem Drittel ein mehr oder weniger direkter Zusammenhang konstruieren. Oder kurz:

Einschneidende Lebensereignisse sind von großer Bedeutung, aber nicht in jedem Falle an der Auslösung einer Krankheitsepisode beteiligt.

Dabei scheinen Patienten, bei denen depressive oder manische Zustände dominieren, häufiger betroffen als solche, die unter einem rein schizophrenen Beschwerdebild zu leiden haben.

Unbestritten ist aber die Erkenntnis, dass gehäufte Belastungen auch mit schnellerer Rückfallgefahr, d.h. kürzeren gesunden Zwischenzeiten und mit einem ausgeprägteren Beschwerdebild bezahlt werden müssen.

· Suizidgefahr bei schizoaffektiven Störungen

Ein besonderes, erschütterndes, gerade bei schizoaffektiven Störungen ernstzunehmendes Problem ist die Gefahr der Selbsttötung (Fachausdruck: Suizid, aus dem lateinischen: sua manu cadere = von eigener Hand fallen, gleichsam sich selbst fällen).

Eine Suizidgefahr ist bei praktisch allen seelischen Leiden gegeben, besonders aber bei Depressionen, Schizophrenien und schizoaffektiven Störungen. Fast drei Viertel aller Patienten berichten im Laufe ihrer schizoaffektiven Krankheitsepisode von Suizidgedanken, Selbsttötungsplänen oder gar -versuchen. Dies droht vor allem bei langjährig Beeinträchtigten, denen die Hoffnung langsam abhanden kommt (und die vor allem nicht die richtige Therapie bzw. Langzeit-Prophylaxe erhalten). Dabei sind insbesondere jene Patienten gefährdet, die gerade ein schizodepressives Beschwerdebild durchmachen müssen, d. h. schizophrene und depressive Krankheitszeichen erleiden. Haben schon depressive Patienten überdurchschnittlich mit "dunklen Gedanken" zu kämpfen, ist es bei jenen mit schizophrenen und zusätzlich depressiven Symptomen noch bedrängender.

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Geisteskrankheit ( § 51 EheG):

Die Scheidung kann begehrt werden, wenn der andere Ehegatte an einer Geisteskrankheit leidet und die Krankheit einen solchen Grad erreicht hat, dass die geistige Gemeinschaft zwischen den Ehegatten aufgehoben ist und deren Wiederherstellung nicht mehr erwartet werden kann.

Ansteckende oder ekelerregende Krankheit ( § 52 EheG):

Nach dem Ehegesetz kann ein Ehegatte die Scheidung begehren, wenn der andere an einer schweren ansteckenden oder ekelerregenden Krankheit leidet und ihre Heilung oder Beseitigung der Ansteckungsgefahr in absehbarer Zeit nicht erwartet werden kann.

Härteklausel:

Eine Scheidung wegen geistiger Störung, Geisteskrankheit (§ 51 EheG) oder einer ansteckenden oder ekelerregenden Krankheit (§ 52 EheG) ist dann nicht möglich, wenn anzunehmen ist, dass die Auflösung der Ehe den anderen Ehegatten außergewöhnlich hart treffen würde. Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalls (Dauer der Ehe, Lebensalter der Ehegatten, Anlass der Erkrankung etc.).

Auflösung der ehelichen Gemeinschaft ( § 55 EheG):

Ist die Ehe unheilbar zerrüttet und die häusliche Gemeinschaft der Ehegatten seit 3 Jahren aufgehoben, kann jeder der Ehegatten die Scheidung begehren.

Unter häuslicher Gemeinschaft ist eine Wohnungs-, Wirtschafts – und Geschlechtsgemeinschaft zu verstehen.

Eine Aufhebung der häuslichen Gemeinschaft ist aber auch bei Verbleib beider Ehegatten in derselben Wohnung möglich, wenn die persönlichen Beziehungen der Ehegatten weitestgehend ausgeschaltet sind.

Dem Scheidungsbegehren ist nicht stattzugeben, wenn das Gericht die Ansicht vertritt, dass die Wiederherstellung einer dem Wesen der Ehe entsprechenden Lebensgemeinschaft zu erwarten ist oder wenn der Ehegatte, der die Scheidung begehrt, die Zerrüttung allein oder überwiegend verschuldet hat und den beklagten Ehegatten die Scheidung härter trifft, als den klagenden Ehegatten die Abweisung des Scheidungsbegehrens.

Dem Scheidungsbegehren ist auf jeden Fall stattzugeben, wenn die häusliche Gemeinschaft der Ehegatten seit 6 Jahren aufgehoben ist.

All you need is love - so lautet ein Song der Beatles. Reicht Liebe alleine wirklich, um eine Partnerschaft am Leben zu erhalten? Was ist wahre Liebe? Wie die Liebe in einer Partnerschaft am Leben erhalten? Bild © snyggg.de - Fotolia

In der Regel haben wir von der Liebe eine verklärte und romantische Vorstellung.

Kein Wunder. In den Texten der Liedermacher und Schriftsteller, in Filmen und Romanen wird die Liebe verklärt und als das höchste der Gefühle dargestellt.

Da ist die Rede von Glück, Schmetterlingen im Bauch, inniger Zuneigung und jeder Menge Romantik.

Diese schöne Seite von Liebesbeziehungen und die damit verbunden Gefühle erleben wir meist nur sehr kurz.

Die mit der verklärten Liebe verbundenen positiven Gefühle sind nämlich meist nur in der Phase des Verliebtseins da und diese dauert in der Regel höchstens ein Jahr - in vielen Fällen nur einige Monate.

Danach tritt an die Stelle der Liebesgefühle eine Routine, die die meisten Beziehungen mit der Zeit erstickt.

Das einstige Liebespaar lebt dann wie auf Eisenbahnschienen nebeneinander her, ohne jemals wieder die Gefühle zu erleben, die es in der Verliebtheitsphase verspürt hat.

Mit Ausnahme der Phase der Verliebtheit empfinden wir in aller Regel das Gefühl der Liebe für einen anderen nur, wenn dieser uns das gibt, was wir möchten.

In dem folgenden PDF lernen Sie, sich wieder mehr auf die positiven Seiten Ihres Partners zu konzentrieren und so die Liebe zu ihm aufzufrischen.

Wir lieben einen Menschen nicht um seiner selbst willen, sondern immer nur, weil er uns gewisse Bedürfnisse und Wünsche erfüllt.

Wenn der Partner unsere Wünsche nicht mehr erfüllt, beispielsweise den Wunsch nach Anerkennung, Sex, Zärtlichkeit, Verständnis, Zuwendung, etc., verwandelt sich unsere Liebe in Enttäuschung, Hass, Gleichgültigkeit.

Mit anderen Worten: fast niemand ist zur bedingungslosen Liebe fähig, mal abgesehen von einigen Mönchen oder Buddhisten.

Wir Normalsterblichen erwarten immer etwas, stellen Bedingungen an unsere Zuneigung zum anderen.

Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, werden die Erwartungen enttäuscht, gibt uns der andere nicht (mehr), was wir uns von ihm erhofft haben, dann erlischt die Liebe und wir denken über eine Trennung nach.

Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen.

Das ist ein realistisches Modell der Partnerschaft, das nichts mit romantischer Liebe oder schwärmerischer Verliebtheit zu tun hat. Aber es funktioniert.

Bei wahrer Liebe geht es um das Geben und nicht um das Nehmen. Wahre Liebe ist selbstlos.

Wahre Liebe fragt nicht, was kann der andere für mich tun, sondern: was kann ich für den anderen tun?

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Des Weiteren trägt eine Psychotherapie dazu bei, beänstigende Erlebnisse während einer Krankheitsphase zu verarbeiten und Bewältigungsansätze aufzuzeigen, vgl. u.a. die Infos bei der BundesPsychotherapeutenKammer. Auch Angehörige sollten sich genauestens über die Krankheit informieren, um eventuelle Rückfälle rechtzeitig erkennen zu können und um eine Behandlung einzuleiten. Schwierige Situationen stellen aber natürlich auch eine erhebliche Belastung für die Angehörigen dar, daher ist es wichtig, dass auch sie in die Therapie miteinbezogen werden. Eine weitere Möglichkeit sind Selbsthilfegruppen, in denen sich Angehörige gegenseitig unterstützen und von den Erfahrungen anderer Betroffener profitieren können.

Bei jedem fünften Patienten kann die Schizophrenie vollständig ausheilen, bei den restlichen 80 Prozent tritt die Erkrankung in unterschiedlichsten Zeitabständen wieder auf, ein chronischer Verlauf der Krankheit ist ebenfalls möglich. Durch die modernen Behandlungsmethoden sind die Krankheitsverläufe heutzutage aber wesentlich besser als früher und beim Großteil der Patienten ist eine berufliche bzw. soziale Wiedereingliederung möglich.

Auch eine bipolare Störung wird medikamentös sowie mit einer begleitenden Psychotherapie behandelt. Zum einen werden so genannte Stimmungsstabilisierer eingesetzt, zum anderen erhalten die Betroffenen Interventionsmedikamente, die die Symptome der jeweiligen Episode (Depression oder Manie) mildern. Des Weiteren kann eine Psychotherapie (zum Beispiel kognitive Verhaltenstherapie) helfen, mit der Krankheit besser zurechtzukommen und eine neu auftretende Episode zu erkennen. Außerdem gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass sich ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus sehr positiv auf eine manisch-depressive Erkrankung auswirkt. Auch Sport ist wünschenswert und kann eine durchaus stimmungsstabilisierende Wirkung haben.

Ein großes Problem bei bipolaren Patienten ist, dass ihnen sehr häufig die Einsicht der Erkrankung fehlt. Sie wehren sich gegen eine Behandlung, was auch eine große Belastung für die Angehörigen darstellt, siehe auch psychiatrie.uni-bonn.de. Aus diesem Grund kann es sehr hilfreich sein, dass die Patienten in symptomfreien Phasen eine Vereinbarung mit den Angehörigen treffen, wie sie sich am besten verhalten, wenn eine neue Krankheitsepisode erkennbar wird. Angehörige und Patienten sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass eine bipolare Erkrankung sehr häufig ein Leben lang behandelt werden muss.

Statistik: Häufigste psychisch Erkrankungen in Deutschland nach Geschlecht 2011 (Quelle: Statista / Robert Koch-Institut)

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Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des Betroffenen deutlich gestört sind. Diese Störung besteht einmal in gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und Aktivität (Depression). Wiederholte hypomanische oder manische Episoden sind ebenfalls als bipolar zu klassifizieren.

Der betroffene Patient ist gegenwärtig hypomanisch (siehe F30.0) und hatte wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese.

Der betroffene Patient ist gegenwärtig manisch, ohne psychotische Symptome (siehe F30.1) und hatte wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese.

Der betroffene Patient ist gegenwärtig manisch, mit psychotischen Symptomen (F30.2) und hatte wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese.

Der betroffene Patient ist gegenwärtig depressiv, wie bei einer leichten oder mittelgradigen depressiven Episode (siehe F32.0 oder F32.1) und hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte Episode in der Anamnese.

Der betroffene Patient ist gegenwärtig depressiv, wie bei einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (siehe F32.2) und hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte Episode in der Anamnese.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen leiden geschätzt 1,5 bis 5% der Menschen, Männer und Frauen gleichermaßen, in unserer heutigen Gesellschaft unter der Bipolaren Störung, einer Affektstörungen, die erfolgreich mit Medikamenten und Therapie behandelt werden kann. Diese bipolare Störung ist nicht nur für den darunter leidenden ein schwieriges Schicksal, sondern auch für Menschen, die sich für eine Beziehung mit einer bipolaren Person entscheiden. Das Leben mit Bipolarer Störung (auch manchmal „manisch-depressive Erkrankung“ genannt) kann verletzend oder/und sogar gefährlich sein, aber eine gute Zusammenarbeit, die sich dieser Herausforderung annimmt, kann zu einer lohnenden Aufgabe und starken Beziehung werden.

Wer eine Beziehung mit einem bipolaren Menschen glücklich und erfolgreich führen will, der braucht viel Geduld, Verständnis und vor allem Liebe. Es ist keine leichte Entscheidung zu treffen, aber dennoch auch nicht unmöglich. Die zwei Extreme der intensiven Launenhaftigkeit während der Manie- und Depressionsphasen sind eine besondere Herausforderung, aber das Lernen der Erkennungszeichen und der notwendigen Schritte, hilft Betroffenen und ihren Partnern damit umzugehen.

Frühwarnzeichen erkennen zu können, kann lebenswichtig sein. Besonders in Phasen von Depressionen, wenn suizidale Gedanken auftreten, welche häufig bei bipolarer Störung vorkommen, kann das Erkennen von Frühwarnzeichen das Leben deines Partners retten. Besonders nach oder in schwierigen Situationen, die Stress oder tiefe Trauer auslösen, hilft das rechtzeitige Erkennen vom Warnzeichen dabei, den Betroffenen die benötigte Aufmerksamkeit zu geben, mit einer Steigerung der Unterstützung und auch der Kenntnis, wann professionelle Hilfe notwendig ist und hinzugezogen werden sollte.

Je mehr man über diese Krankheit weiß, umso besser und vorbereiteter kann man damit umgehen. Regelmäßiger Kontakt mit professionellen und trainierten Therapeuten und Beratern aus dem Gesundheitswesen kann Informationen, Unterstützung und Beratung nicht nur für den Erkrankten, sondern auch für Partner und Familienmitglieder anbieten, und euch auch durch schwierige Zeiten begleiten. Vertiefende Informationen zur bipolaren Störung findet man auch auf dieser Seite.

Der Überwachung des täglichen Lebensstils spielt eine wichtige Rolle und hilft den Betroffenen stabil zu halten. Regelmäßige Schlaf- und Arbeitsroutinen sind sehr wichtig, um die bipolare Störung unter Kontrolle zu halten. Zusammen ist es möglich diese Regelmäßigkeiten einzuhalten, zwei Köpfe sind hier besser als einer, mit einem Partner an der Seite wird es auch für Betroffene leichter. Auch bei der Einnahme der notwendigen Medikamente kann eine unterstützende Einstellung gefragt sein, ebenso wie bei der Bereitschaft zu kommunizieren und vor allem zuzuhören.

Unterstützende Therapie hilft Betroffenen und Partner

Auf eine professionelle Therapie kann bei einer bipolaren Störung nicht verzichtet werden. Aber nicht nur für die Betroffenen. Auch der Partner braucht hier Unterstützung, sodass er sich besser mit der Situation verständigen kann und die Möglichkeiten der Kommunikationen auch für ihn offen bleiben. Manchmal ist es auch notwendig, dass der Partner alleine eine individuelle Therapie nimmt, als zusätzlicher Unterstützung, um mit den Belastungen fertig werden zu können.

Der große Wert von Selbsthilfegruppen sollte niemals unterschätzt werden. Hier findet und trifft man Menschen, die ähnliche Erlebnisse und Probleme haben und ihre Erfahrung weitergeben können. Problemen können in einer Selbsthilfegruppe offen und ehrlich ausdiskutiert werden, da hier alle vom gleichen oder einem sehr ähnlichen Schicksal betroffen sind und sozusagen alle im gleichen Boot sitzen. Auch hier ist es wünschenswert, dass der Partner Begleitung anbietet und man dies Erfahrungen zusammen erlebt. Dies hilft nicht nur, dass beide die Krankheit besser verstehen, es bereitet auch Nähe und Kommunikationspunkte, die bei einer bipolaren Störung sehr wichtig sind.

Die bipolare Störung ist eine sehr komplizierte Krankheit, die unbedingt Hilfe von trainierten und erfahrenen Menschen benötigt. Allein die Komplexität der Medikamente, um Depressionen bis hin zu Manie zu kontrollieren, bringt viele Probleme mit sich. Aber mit professioneller Betreuung und einem Partner an der Seite, der zu einem steht, kann dem Betroffenen dennoch ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden, auch wenn bei der bipolaren Störung oft eine lebenslange Kontrolle und Begleitung notwendig ist.

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Erhalten Sie Arbeitslosengeld I, zahlt es Ihnen die Agentur für Arbeit bei einer Erkrankung bis zu sechs Wochen weiter. Danach können Sie Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes erhalten.

Bei der AOK ist die persönliche Beratung zum Krankengeld ganz selbstverständlich Teil unseres Services. Inzwischen ist dieser Service sogar für alle gesetzlichen Krankenkassen Pflicht, bedarf aber Ihrer Zustimmung. Die Beratung hat für Sie viele Vorteile, denn Ihr persönlicher Berater

  • betreut Sie während Ihrer Arbeitsunfähigkeit individuell und umfassend,
  • erklärt Ihnen, worauf Sie bei der Beantragung von Krankengeld achten müssen, und unterstützt Sie bei den Formalitäten,
  • hilft Ihnen bei der Vereinbarung erforderlicher Behandlungstermine,
  • unterstützt Sie bei der stufenweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag,
  • berät Sie beim Ausfüllen notwendiger Anträge, beispielsweise für Reha-Maßnahmen und
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Beziehen Sie während Ihrer Erkrankung bestimmte andere Geldleistungen, ruht Ihr Anspruch auf Krankengeld. Dazu zählen unter anderem:

  • Entgeltfortzahlung Ihres Arbeitgebers
  • Arbeitslosengeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Übergangsgeld
  • Kurzarbeitergeld und
  • Versorgungskrankengeld.

Der Krankengeldanspruch ruht außerdem,

  • wenn Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit der Krankenkasse nicht spätestens innerhalb einer Woche gemeldet haben oder
  • wenn Sie während Ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Urlaubsreise ins Ausland ohne vorherige Zustimmung der Krankenkasse antreten.

Achten Sie bitte darauf, uns Ihre Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig zu melden. Auch wenn Sie eine Reise antreten möchten oder sich Ihre persönliche Situation ändert, sprechen Sie uns an.

Die AOK unterstützt Sie bei einer stufenweisen Wiedereingliederung in Ihren Beruf und arbeitet dabei eng mit Ihnen, Ihrem Arzt und Ihrem Arbeitgeber zusammen.
So könnten Sie beispielsweise statt wie bisher acht Stunden zunächst nur vier Stunden täglich arbeiten. In dieser Zeit zahlen wir Ihr Krankengeld weiter. Soweit Ihr Arbeitgeber Ihnen Gehalt zahlt, verringert sich das Krankengeld.

Ziel einer medizinischen Rehabilitation ist die dauerhafte Wiedereingliederung ins Arbeitsleben nach einer schweren Erkrankung oder Operation. Die Rehabilitation kann ambulant oder auch stationär erfolgen. Für Arbeitnehmer bietet sich in vielen Fällen ergänzend eine stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf an.

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Manische Episoden werden normalerweise mit Lithium behandelt, das möglicherweise eine neuroprotektive Wirkung hat [10].

Einige Veränderungen im Lebensstil des Patienten können zu einer besseren Prognose führen. Patienten mit einer bipolaren depressiven Erkrankung wird geraten eine adäquate Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren über ihre Ernährung zu gewährleisten [11]. Die Salzzufuhr sollte vermindert werden. Die Erstellung und Einhaltung eines passenden Trainingsplans kann sich ebenfalls positiv auswirken.

Eine bipolare Störung ist mit starken Einschränkungen verbunden und hat einen starken Einfluss auf viele Lebensbereiche des Patienten [7]. Ein typischer Patient mit einer bipolaren Störung durchläuft durchschnittlich acht bis zehn depressive Episoden in seinem Leben. Es ist nicht klar wie oft eine Erkrankung im Kindesalter bis ins Erwachsenenalter andauert oder eine zukünftige Erkrankung begünstigt.

Patienten mit einer bipolaren Störung haben auch ein erhöhtes Risiko für Atemwegs- oder Kreislauferkrankungen [8]. Aufgrund dieser Komorbiditäten sterben Patienten mit einer bipolaren Störung durchschnittlich neun Jahre früher als statistisch erwartet [9].

Eine genetische Prädisposition spielt bei der Entwicklung einer bipolaren Störung eine herausragende Rolle. Markante Stressfaktoren im Lebenslauf und externe Faktoren können sowohl den Ausbruch als auch weitere Episoden auslösen.

Genetische Faktoren

Eine bipolare Störung wird über gut erforschte genetische Prädispositionen verursacht. Bei eineiigen Zwillingen tritt eine bipolare Störung in 40-70% der Fälle bei beiden Zwillingen auf, bei zweieiigen Zwillingen nur in 5-25%. 50% der Patienten mit einer bipolaren Störung haben zumindest ein Elternteil mit einer psychischen Erkrankung.

Die wichtigsten bisher gefundenen Gene für die Ausprägung einer bipolaren Störung sind das ANK3-, CACNA1C-, und CLOCK-Gen [1] [2].

Biochemische Faktoren

Medikamente oder Drogen, die zu erhöhten Werten von Monoamin-Neurotransmittern führen (z.B. Serotonin, Norepinephrin, Dopamin), können eine bipolare Störung verursachen. Erhöhte Glutamatwerte wurden auch mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht. Calciumkanalinhibitoren und ein hormonelles Ungleichgewicht können zur Ausbildung einer bipolaren Störung beitragen.

Umweltfaktoren

Psychischer Druck und eine hohe Arbeitsbelastung können bei Patienten mit einer bipolaren Störung zu einer verstärkten Stressreaktion führen. Beispielsweise stellt eine Schwangerschaft für Frauen mit einer Vergangenheit mit manisch-depressiven Episoden eine besondere Stresssituation dar.

Die bipolare Störung ist eine der am häufigsten diagnostizierten psychischen Erkrankungen. Normalerweise manifestiert diese Erkrankung im Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Die Inzidenz ist in gehobenen sozioökonomischen Schichten größer.

In den Vereinigten Staaten variiert die Prävalenz der bipolaren Störung zwischen 1 und 1.6%. Studien weisen darauf hin, dass Unterschiede zwischen der Prävalenz der bipolaren Störung bestehen und bei 1% für Typ 1 (BP-I) bzw. bei 1.1% für Typ 2 (BP-II) liegen [3].

Weltweit betrachtet liegt die Prävalenz bei 0.3-1.5%. Die Lebenszeitprävalenz beträgt 0.6% für BP-I, 0.4% für BP-II; für die subklinische Ausprägung der bipolaren Störung wurde eine Lebensprävalenz von 1.4% ermittelt [4].

Patienten mit einer bipolaren Störung leiden häufig auch an anderen Erkrankungen. Typisch sind kardiovaskuläre Krankheitsbilder, Diabetes mellitus, Adipositas und weitere psychische Störungen [5]. Diese sekundären Erkrankungen sind der Hauptgrund für die beobachtete verringerte Lebenserwartung bei Patienten mit einer bipolaren Störung.

Die Pathophysiologie der bipolaren Störung ist noch nicht vollständig erforscht.

Die genetische Rolle bei der Prädisposition der Patienten ist für diese Krankheit gut beschrieben. Die zugrundeliegende Regulationsstörung biogener Amine oder Neurotransmitter - speziell bezogen auf Serotonin, Norepinephrin und Dopamin - ist ebenfalls bekannt.

Magnetresonanztomografien deuten auf Anomalien im Bereich des präfrontalen kortikalen Bereichs, des Striatums und der Amygdala hin.

Funktionelles Neuroimaging hat gezeigt, dass in bestimmten Gehirnregionen bei einer bipolaren Störung Hyper- bzw. Hypoaktivitäten bestehen [6].

Eine bipolare Störung kann nicht verhindert werden, eine geeignete Medikation kann jedoch die Stimmungsschwankungen eindämmen und kontrollieren.

Bipolare Störungen sind psychische Störungen, welche zu den affektiven Störungen gehören. Sie sind gekennzeichnet vom Wechsel zwischen depressiven, manischen und hypomanischen Zuständen oder gemischten Episoden. Dauer und Frequenz der Stimmungswechsel bei bipolaren Störungen variieren.

Die Ätiologie der bipolaren Störung ist durch ein Zusammenwirken verschiedener biochemischer, psychischer, genetischer und umweltbedingter Faktoren charakterisiert.

Die bipolare Störung ist eine häufige, ernste und anhaltende psychische Erkrankung, die durch wechselnde Episoden mit Depressionen und erhöhter Reizbarkeit gekennzeichnet sind. Diese Krankheit wird normalerweise bei Patienten diagnostiziert, die jünger als 21 Jahre sind. Der Ausprägungsgrad der Erkrankung ist patientenabhängig. Geeignete Medikamente können die Depressionen und Stimmungsschwankungen erfolgreich kontrollieren.

  1. Sklar P, Smoller JW, Fan J, et al. Whole-genome association study of bipolar disorder. Molecular Psychiatry. 2008;13(6):558-569.
  2. Baum AE, Akula N, Cabanero M, et al. A genome-wide association study implicates diacylglycerol kinase eta (DGKH) and several other genes in the etiology of bipolar disorder. Molecular Psychiatry. 2008;13(2):197-207.
  3. Calabrese JR. Overview of patient care issues and treatment in bipolar spectrum and bipolar II disorder. The Journal of Clinical Psychiatry. 2008;69(6):e18.
  4. Merikangas KR, Jin R, He JP, et al. Prevalence and correlates of bipolar spectrum disorder in the world mental health survey initiative. Archives of General Psychiatry. 2011;68(3):241-251.
  5. Price AL, Marzani-Nissen GR. Bipolar disorders: a review. American Family Physician. 2012;85(5):483-493.
  6. Houenou J, Frommberger J, Carde S, et al. Neuroimaging-based markers of bipolar disorder: evidence from two meta-analyses. Journal of Affective Disorders. 2011;132(3):344-355.
  7. Ketter TA. Diagnostic features, prevalence, and impact of bipolar disorder. The Journal of Clinical Psychiatry. 2010;71(6):e14.
  8. Hoang U, Stewart R, Goldacre MJ. Mortality after hospital discharge for people with schizophrenia or bipolar disorder: retrospective study of linked English hospital episode statistics, 1999-2006. BMJ. 2011;343:d5422.
  9. Crump C, Sundquist K, Winkleby MA, Sundquist J. Comorbidities and mortality in bipolar disorder: a Swedish national cohort study. JAMA Psychiatry. 2013;70(9):931-939.
  10. Bauer M, Alda M, Priller J, Young LT, International Group For The Study Of Lithium Treated P. Implications of the neuroprotective effects of lithium for the treatment of bipolar and neurodegenerative disorders. Pharmacopsychiatry. 2003;36 Suppl 3:S250-254.
  11. Sarris J, Mischoulon D, Schweitzer I. Omega-3 for bipolar disorder: meta-analyses of use in mania and bipolar depression. The Journal of Clinical Psychiatry. 2012;73(1):81-86.

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Was ist eine bipolare Störung oder manische Depression?

Die bipolare Störung oder manische Depression wird den affektiven psychischen Störungen zugeordnet. Affektiv bedeutet sinngemäß: Von der aktuellen Stimmung geleitet. Eine bipolare Störung beinhaltet sowohl manische als auch depressive Phasen. Die jeweiligen Phasen sind nicht mit dem Willen beeinflussbar, können aber mit den richtigen Maßnahmen und den passenden Psychopharmaka mitunter abgeschwächt werden. Auf die medikamentöse Unterstützung kann bei dieser psychischen Erkrankung in der Regel nicht verzichtet werden. Manchmal ist eine Anpassung der Medikamentenzusammenstellung und -dosis erforderlich. Ist der Patient medikamentös wieder richtig eingestellt, kann er bis zum nächsten Ausbruch einer Phase wieder ein relativ normales Leben führen.

Bei der bipolaren Störung sind auch Mischphasen möglich. So gibt es eine Art Zwischenphase auf dem Weg zur Manie, die hypomanische Phase, in der die Veränderungen im Verhalten noch nicht sehr auffällig sind und schnell als hoher Antrieb, gesteigertes soziales Bedürfnis oder schlicht gute Laune missgedeutet werden. Als Angehöriger freut man sich dann möglicherweise, dass der Betroffene aus der Depression heraus ist und es scheinbar wieder aufwärts geht. Daher übersieht man eventuell die feinen Anzeichen dafür, dass sich auch wieder eine Manie anbahnen könnte. Eine weitere Mischphase ist die, in der manische Aspekte mit einer eher depressiven Grundstimmung vermengt ist.

Die einzelnen manischen und depressiven Phasen sind auf der Internetseite von Falk Richter noch näher beschrieben. Auch mögliche Maßnahmen zur Prophylaxe von Depressionen können Sie dort nachlesen.

Die Dauer der Phasen kann – ebenso wie der gesamte Krankheitsverlauf – ganz unterschiedlich sein. Über mehrere Wochen kann sich die manische Phase hinziehen. Die Depression kann noch länger dauern. Nicht immer kann ein konkreter Auslöser für die Phasen von außen festgestellt werden. Im späteren Verlauf genügen immer geringere Auslöser für den Ausbruch einer manischen oder depressiven Phase, und die Frequenz zwischen den Phasen kann sich verringern. Allerdings kann es auch sein, dass die depressiven Phasen mit steigendem Alter häufiger werden und länger anhalten.

Eine genetische Veranlagung ist möglich. Ob diese psychische Krankheit jedoch tatsächlich auftaucht, hängt auch mit anderen Faktoren wie den biografischen Erfahrungen, der Persönlichkeit des Betroffenen und wie er etwa mit Schicksalsschlägen umgeht zusammen. Meist sind Betroffene eher dünnhäutig und schnell durch belastende Ereignisse aus der Bahn geworfen. Wenn sie dann nicht einen gesunden Umgang damit finden, kann sich die Gefahr einer bipolaren Erkrankung möglicherweise vergrößern.

Auch ein hormoneller Einfluss kann die beiden Phasen einer bipolaren Störung begünstigen. So wird bei einer Manie im Körper deutlich mehr Dopamin und Noradrenalin ausgeschüttet, was den gesteigerten Antrieb erklärt. Bei der Depression hingegen ist zu wenig Serotonin und Noradrenalin vorhanden, so dass der Antrieb stark vermindert ist und sich der Betroffene kaum mehr an etwas erfreuen kann.

Zu Beginn der Erkrankung gibt es meist einen konkreten Auslöser. Das kann ein schicksalhaftes oder gar traumatisches Ereignis oder der Verlust / Tod eines geliebten Menschen sein. Ist die bipolare Störung dann einmal ausgebrochen, verselbstständigt sich diese psychische Krankheit praktisch.

Bipolare Störung - Symptome der Manie und der Depression

Wodurch äußert sich eine manische Phase?

  • Der Betroffene wirkt überdreht, redet fast ununterbrochen und sprunghaft mit abrupten Themenwechseln. Für den Zuhörer ist es meist sehr schwer, den rasend schnellen Gedankengängen der bipolaren Person zu folgen. Auf dem Höhepunkt der Manie dichtet diese auch Aspekte hinzu.
  • Sein Drang zu handeln ist in der manischen Phase stark erhöht. Dabei muss die Handlung nicht immer Sinn ergeben. Eine Prioritätensetzung erfolgt nicht. Seine Aufmerksamkeit kann sich auf im Augenblick unwichtige Dinge richten und im nächsten Moment schon einen anderen Anreiz finden.
  • Er kann sich offenbar nicht längere Zeit auf eine Sache konzentrieren. Alles, was ihm gerade wild durcheinander im Kopf herumwirbelt, hat für ihn in dieser Situation subjektiv die gleiche Wichtigkeit.
  • Es findet kein vollständiger Realitätsverlust statt. Seine Handlungen und geäußerten Gedanken beziehen sich meist auf eine reale Begebenheit oder Ereignisse aus seinem Leben (auch vergangene Erlebnisse werden angesprochen). Lediglich auf dem Höhepunkt der Manie treten Wahnvorstellungen jeweils kurzfristig und sehr abrupt auf. Fakten kann er meist auf Nachfrage abrufen. Das Gedächtnis wird durch die Erkrankung an sich grundsätzlich nicht beeinträchtigt.
  • In der Manie ist ein Bipolarer generell sehr unruhig. Da er keine Ruhe findet, kann er oft nicht schlafen und verspürt auch nicht das Bedürfnis danach. Er bemerkt nicht, wenn er erschöpft ist, und nimmt die Anzeichen von Erschöpfung oder von gesundheitlichen Beschwerden nicht ernst. Mitunter hält er sich für unbesiegbar.
  • Auch kann es sein, dass er in der manischen Phase übermäßig viel Geld ausgibt oder sich in sozialen Situationen taktlos verhält. Ein Risikobewusstsein ist in der manischen Phase nicht vorhanden.

Was kennzeichnet die depressive Phase?

  • In der depressiven Phase ist der bipolare Mensch eher antriebslos und verspürt keine Freude mehr an den Aktivitäten, die ihm sonst angenehm waren.
  • Alles erscheint ihm sinnlos, seine Lage hoffnungslos, sein Selbstwertgefühl ist im Keller. Im schlimmsten Fall sehnt er sich nach dem Tod. Der suizidale Anteil muss nicht zwangsläufig Teil der Depression sein, kann aber auftreten.
  • Er grübelt ständig über Dinge, die ihm Sorgen bereiten. Negative Gedankenschleifen bilden sich, aus denen er letztendlich ohne Hilfe von außen nicht mehr herauskommt. Er gibt sich selbst die Schuld an allem (auch unbegründet) und macht sich Vorwürfe.
  • Seine Energiekapazität ist sehr eingeschränkt. Selbst einfache Alltagsverrichtungen fallen ihm schwer und er kann sich oft nicht dazu überwinden. Dafür ist er in der Depression viel schneller erschöpft als sonst.
  • Als Nebenerscheinung kann er an Gewicht verlieren, weil er keinen Appetit hat. Oder er nimmt in der depressiven Phase zu, weil er mehr isst (Frustessen, Genuss von Süßigkeiten zur kurzfristigen Stimmungsaufhellung).
  • Die Depression kann auch von Unruhe begleitet sein.

Tipps für Angehörige von einer bipolaren Störung Betroffener

Allgemeine Ratschläge bei einer manischen Depression

  • Halten Sie denKontakt zum Betroffenen aufrecht. Gehen Sie aufmerksam mit ihm um und beobachten Sie seinen Zustand auf etwaige Auffälligkeiten und Symptome. Nehmen Sie ihn als Person, seine Wünsche und Bedürfnisse ernst und gehen Sie auf diese ein.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ansprechpartner – insbesondere die Fachärzte und der behandelnde Psychiater und / oder Psychotherapeut – für akute Fälle zur Verfügung stehen.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nicht alleine dastehen. Da die Belastung und Verantwortung für eine Person alleine zu groß ist, manchmal sogar die Hilfe mehrerer Leute notwendig ist, sollten sich mehrere Vertrauenspersonen bei der Betreuung des Bipolaren gegenseitig unterstützen. Idealerweise wechseln Sie sich im akuten Fall mit der Begleitung ab.
  • Wägen Sie größere Veränderungen gemeinsam mit dem Betroffenen gründlich ab und bereiten Sie diese, falls diese umgesetzt werden sollen, mit ihm vor. Dies gilt nicht nur für objektiv notwendige Veränderungen (wie einem Umzug wegen Jobwechsel), sondern auch für Veränderungen, die aus Eigenantrieb geschehen. Zur Prophylaxe bei unvorhersehbaren Veränderungen, etwa einem persönlichen Schicksalsschlag oder dem Verlust eines nahestehenden Menschen, hilft eventuell, mit dem Betroffenen offen über seine diesbezüglichen Ängste zu reden.
  • Generell sollten Sie ihm in ernsthaften Gesprächen zugewandt sein, bei Bedarf auch über Tabuthemen mit ihm sprechen können, und ihn auch über möglicherweise Belastendes aus der Vergangenheit sprechen lassen. Bleiben Sie mit dem Bipolaren in Verbindung und hören Sie ihm zu, wenn er sich etwas für ihn Wichtiges von der Seele reden möchte.
  • Tauschen Sie sich mit den anderen Vertrauenspersonen aus. Reden Sie miteinander über Ihre Eindrücke, aber auch Sorgen und Ängste bezüglich des Betroffenen und seiner psychischen Erkrankung.

Vorsicht mit Lichttherapie!

Während bei einer reinen Depression oder einer saisonalen Depression eine Lichttherapie hilfreich sein kann, ist sie bei einer bipolaren Störung eher mit Vorsicht zu genießen. Steckt der Betroffene nicht gerade tief in einer depressiven Phase, kann eine Lichttherapie im Gegenteil kontraproduktiv wirken oder bei einer Überdosis gar eine Manie auslösen! Wenn überhaupt, sollte eine Lichttherapie – falls man sich unter diesen Umständen für eine solche Behandlung entscheidet – bei Bipolaren daher nur im ohnehin lichtarmen Winter im Falle einer akuten Depression, vorsichtig dosiert und in Absprache mit dem behandelnden Facharzt eingesetzt werden.

In der hellen Saison dürfte hingegen ein Spaziergang bei Tageslicht zur Stimmungsaufhellung genügen. Auf jeden Fall ist diese sanfte Maßnahme risikofrei, zumal das Tageslicht natürlich vorhanden und der Betroffene ihm daher ohnehin ausgesetzt ist. Ein weiterer Vorteil des Tageslichts ist es, dass der Biorhythmus sich danach richtet. Somit fördert es wohl einen geregelteren Schlaf-Wach-Rhythmus und kann vielleicht in einer nicht allzu akuten Phase Schlafprobleme lindern.

Manische Phase – wie Angehörige am besten vorgehen

  • Erstellen Sie am besten bereits vorher einen Notfallplan, wie im akuten Fall vorgegangen werden muss. Schreiben Sie auch die Telefonnummern aller wichtigen Ansprechpartner (Fachärzte, Notdienste sowie alle Dienste, die bei der Betreuung des von der bipolaren Störung Betroffenen beteiligt sind) auf einen Zettel und bewahren diesen gut auf.
  • Umgang mit dem Betroffenen: Lassen Sie ihn einfach reden. Geben Sie Acht, aber geben Sie ihm nach Möglichkeit nicht zu sehr das Gefühl, dass er kontrolliert wird. Ungefährliche Dinge können Sie ihn einfach tun lassen. Schreiten Sie nur bei wirklich heiklen Aktivitäten ein. Das entstandene Chaos können Sie auch später noch beseitigen. So lange Sie alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben, kann nicht allzu viel Schlimmes passieren. Provozieren Sie ihn nicht zusätzlich, versuchen Sie ihn möglichst zumindest etwas zu beruhigen. Lassen Sie sich auch nicht auf denselben Rhythmus ein, sondern versuchen Sie, so gut es geht, Ruhe zu bewahren und auszustrahlen.
  • Grenzen Sie sich so gut es geht ab. Nutzen Sie bei der Betreuung die Ruhephasen des Betroffenen, um sich selber zu erholen. Sorgen Sie für Entlastung, indem Sie sich bei der Betreuung mit den anderen Angehörigen und sonstigen Vertrauenspersonen abwechseln.
  • Weihen Sie vertrauenswürdige Nachbarn des Betroffenen in seine psychische Erkrankung ein, damit diese im Fall der Fälle besser helfen können. Aufmerksame und hilfsbereite Nachbarn merken zwar auch so, wenn etwas nicht stimmt, und unterstützen Sie und den Bipolaren im Notfall ohnehin. Wenn Sie oder der Betroffene die bipolare Störung nicht direkt erwähnen möchten, sollten Sie wenigstens sicherstellen, dass im Akutfall die Nachbarn mit aufpassen und bei Bedarf auch jemand zum Helfen da ist.
  • Warten Sie lieber nicht zu lange, um dieFachärzte über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Mit der richtigen Anpassung der Medikamente kann vielleicht das Schlimmste verhindert werden. Wenn eine manische Phase bereits merklich fortgeschritten ist, sollten Sie besser nicht bis zum Wochenende mit den weiteren Schritten warten. Am Wochenende sind viele Notdienste nicht erreichbar oder nur notdürftig besetzt, und auch die Einweisung in die Psychiatrie könnte sich dann schwieriger gestalten.
  • Ist die Manie noch nicht allzu sehr fortgeschritten, etwa in der Anfangsphase oder beim Abklingen im Rahmen der Behandlung, sind moderate Ausgänge in Begleitung, möglichst nur in reizarmer Umgebung (etwa für Spaziergänge), möglich.
  • In einer akuten Manie sollten Sie den Betroffenen niemals alleine in der Wohnung lassen.

Wenn die Manie bereits ihren Höhepunkt erreicht hat:

  • Es mussrund um die Uhr jemand zur Betreuung da sein, idealerweise im Wechsel. Auf jeden Fall sollten mehrere Vertrauenspersonen sich gegenseitig so gut es geht entlasten.
  • An seine Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, grundsätzliche Hygiene) muss der Betroffene in dieser Phase nicht nur erinnert werden, sondern benötigt dabei ggf. konkrete Unterstützung. Sonst werden diese vergessen. Auch auf die Medikamentengabe müssen Sie und alle anderen ihn betreuenden Angehörigen verstärkt achten und dass diese auch tatsächlich (mit ausreichend Flüssigkeit) hinuntergeschluckt werden. Erschwert wird dies in der Manie dadurch, dass sich der von einer bipolaren Störung Betroffene mitunter vehement dagegen wehren kann, wenn er gerade aufgedreht ist und Hunderte anderer durcheinander wirbelnder Ideen im Kopf hat. Hier ist behutsames, ruhig bestimmtes Vorgehen gefragt.
  • Schließen Sie wichtige Papiere und Wertgegenstände weg, damit der Betroffene sie nicht verlegen kann. In der manischen Phase kann es nämlich sein, dass er alles durcheinander bringt, etwas vernichtet oder wegschmeißt.
  • Halten Sie alle spitzen Gegenstände sowie alkoholische Getränke(falls vorhanden)außer Reichweite des Betroffenen. Es besteht sonst Verletzungsgefahr. Alkoholische Getränke, egal wie hochprozentig sie auch sein mögen, könnten einfach gekippt werden. Generell würden sich auch geringere Mengen Alkohol bei einer Manie fatal auswirken. Auch auf Kaffee und andere Aufputschmittel sollte in der manischen Phase verzichtet werden.
  • Schließen Sie die Wohnung des Bipolaren ab und nehmen Sie die Schlüssel in Verwahrung. Der Betroffene wird sich natürlich gegen die Einschränkung seiner Freiheit wehren, womöglich laut schimpfen und vielleicht auch Aggressionen äußern. In diesem Zustand bestünde bei einem unbeaufsichtigten Ausgang allerdings eine sehr große Gefahr für einen Unfall. Alles, was ihm zurzeit im Kopf herumschwirrt, hat dann für ihn eine größere Priorität wie zum Beispiel der Straßenverkehr. Ein Sicherheitsbewusstsein ist dann praktisch nicht vorhanden, ebenso wenig wie er für vernünftige Argumente empfänglich wäre.
  • In dieser Phase ist die Einweisung in eine Psychiatrie meist unumgänglich. Da die manischen Phasen besonders am Anfang insgesamt über mehrere Wochen gehen können, wäre die Belastung und Verantwortung für Angehörige andernfalls irgendwann nicht mehr tragbar.

Handlungsempfehlungen und Hinweise für die depressive Phase

  • Auch in der Depression sollte die Stimmung des Betroffenen beobachtet werden.
  • Kommunizieren Sie mit dem Betroffenen. Wichtig ist, wieder einen Zugang zu ihm zu finden. (In der Manie hingegen ist der Zugang noch da, aber eben sehr flüchtig und durch den ständigen Stimmungs- und Themenwechsel erschwert.)
  • Animieren Sie ihn behutsam zu angenehmen Aktivitäten. Ermuntern Sie ihn, seinen Hobbies nachzugehen, die ihm früher Spaß gemacht haben.
  • Achten Sie auch hier darauf, dass er seine Grundbedürfnisse erfüllt, und unterstützen Sie den Depressiven bei Bedarf dabei. In dieser Phase wird er sich nicht wehren, sondern braucht eher Anleitung. Fordern Sie ihn aber nicht zu sehr. Auch kleine Schritte sind in der Depression viel wert. Größere Schritte und vor allem zu viel auf einmal überfordern den Betroffenen in dieser Situation.
  • Grundsätzlich ist die depressive Phase für Angehörige längst nicht so schwer zu handhaben wie die manische Phase. Da der Antrieb des Betroffenen in der Depression ohnehin reduziert ist, ist die Gefahr, dass etwas Ernsthaftes passiert, in diesem Fall deutlich geringer. Dennoch sollten Sie auch hier den Zustand beobachten und die nötige Unterstützung geben. Auch wird es Sie als Angehöriger beruhigen, wenn alle wichtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen sind.
  • Aufpassen sollten Sie insbesondere dann, wenn Sie konkrete Anzeichen einer Suizidgefahr sehen oder der Betroffene anfängt, davon zu reden, dass er sich umbringen will. Dann ist Obacht angesagt, und der behandelnde Psychiater oder Therapeut sollte schnellstmöglich informiert werden, damit weitere Schritte eingeleitet werden können.

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Entgeltfortzahlung – Kein Anspruch, wenn die Krankheit selbst verschuldet ist

9. Februar 2013 von NF | 1 Kommentar

Der Anspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltfortzahlung besteht grundsätzlich unabhängig von der Ursache der Krankheit. Der Anspruch ist allerdings dann ausgeschlossen, wenn die Krankheit selbst verschuldet ist (vgl. § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG).

Bei der Beurteilung des Verschuldens sind die von der Rechtsprechung zu vergleichbaren arbeitsrechtlichen Vorschriften entwickelten Grundsätze zu berücksichtigen. Danach liegt ein Verschulden vor, wenn ein grober Verstoß gegen das von einem verständigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhalten gegeben ist und das Abwälzen dessen Folgen auf den Arbeitgeber unbillig wäre.

Selbst verschuldet in diesem Sinne ist eine Arbeitsunfähigkeit, wenn der Arbeitnehmer die Sorgfalt verletzt hat, die ein verständiger Mensch normalerweise im eigenen Interesse anzuwenden pflegt, er sich also die zur Arbeitsunfähigkeit führende Krankheit durch unverständiges, leichtfertiges oder gegen die guten Sitten im Rechtssinne verstoßendes Verhalten zugezogen hat. Selbstverschulden liegt auch vor, wenn der Arbeitnehmer den Wiedereintritt von Arbeitsfähigkeit hinauszögert oder verhindert.

  • Ein Arbeitnehmer, der als Kraftfahrer die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte nicht anlegt, handelt schuldhaft, soweit die bei einem Unfall erlittenen Verletzungen auf das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes zurückzuführen sind.
  • Eine suchtbedingte Erkrankung als Folge eines Drogen- oder Nikotinkonsums ist keine selbst verschuldete Krankheit.
  • Hat sich ein an Alkoholismus erkrankter Arbeitnehmer einer stationären Entwöhnungsmaßnahme unterzogen, bei der er eingehend über die Gefahren des Alkohols für sich und seine Gesundheit aufgeklärt worden ist und ist es ihm anschließend gelungen, für eine längere Zeit abstinent zu bleiben, liegt Selbstverschulden vor, wenn sich der Arbeitnehmer wiederum dem Alkohol zuwendet und damit erneut arbeitsunfähig krank wird.
  • Ein Arbeitnehmer, der im Zustand der Trunkenheit einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem er verletzt wird, hat die Krankheit selbst verschuldet.
  • Eine Krankheit, die auf einer schuldhaften Beteiligung an einer tätlichen Auseinandersetzung beruht, die der Arbeitnehmer begonnen oder provoziert hat, ist selbst verschuldet.

Ist der Anspruch ausgeschlossen, wenn eine Nebentätigkeit ausgeübt wird?

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung kann auch ausgeschlossen werden, wenn der Arbeitnehmer sich die Arbeitsunfähigkeit bei der Ausübung einer verbotenen oder besonders gefährlichen oder seine Kräfte übersteigenden Nebentätigkeit zugezogen hat. Dieses gilt ebenfalls, wenn die Arbeitsunfähigkeit durch einen Unfall bei einer besonders risikohaften Tätigkeit in der eigenen gewinnorientierten Landwirtschaft eingetreten ist.

Tarifvertragliche Regelungen, die Entgeltfortzahlungsansprüche generell für den Fall ausschließen, dass sich der Arbeitnehmer einen Unfall bei einer nicht genehmigten Nebentätigkeit zugezogen hat, sind nichtig.

  • wer sich in einer seine Kräfte und Fähigkeiten deutlich übersteigenden Weise sportlich betätigt,
  • in besonders grober Weise und leichtsinnig gegen anerkannte Regeln der jeweiligen Sportart verstößt oder
  • eine besonders gefährliche Sportart betreibt.

Dem Arbeitnehmer ist nur dann ein Verschulden gegen sich selbst anzulasten, wenn er durch den Sport in nicht mehr sozialadäquater Weise und in einem erheblichen Umfang Verletzungsrisiken auf sich nimmt.

Keine gefährlichen Sportarten sind

  • Amateurboxen,
  • Drachenfliegen,
  • Moto-Cross-Rennen oder
  • Fußball im Amateurverein.

Einem Organspender stand nach der bisherigen Rechtsprechung der Arbeitsgerichte für die Zeit, in der er aufgrund der Organspende seine Arbeitspflicht nicht wahrnehmen konnte, kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung zu. Im Zuge der Reform des Transplantationsgesetzes steht dem Spender von Organen oder Geweben, die nach den §§ 8 und 8a des Transplantationsgesetzes erfolgt, während der dadurch bedingten Arbeitsunfähigkeit ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber bis zur Dauer von sechs Wochen zu (vgl. § 3a EFZG).

Der Arbeitgeber muss beweisen, dass die Krankheit selbstverschuldet ist

Die Darlegungs- und Beweislast zum Verschulden des Arbeitnehmers trägt der Arbeitgeber. Dieser hat einen Anspruch darauf, dass der Arbeitnehmer an der Aufklärung der Krankheitsursachen mitwirkt und die erforderlichen Auskünfte erteilt.

Im Ausnahmefall muss sich der Arbeitnehmer entlasten

Es kommt zur Beweislastumkehr, wenn Umstände vorliegen, die nach der Lebenserfahrung von vornherein auf ein schuldhaftes Verhalten des Arbeitnehmers schließen lassen (z. B. bei einer Beteiligung an einer tätlichen Auseinandersetzung oder einem Verkehrsunfall infolge Trunkenheit). In diesen Fällen greift der Beweis des ersten Anscheins für ein Verschulden des Arbeitnehmers. Dann hat der Arbeitnehmer zu beweisen, dass ihn an der Arbeitsunfähigkeit kein Verschulden trifft. Dieser hat die Behauptung des Arbeitgebers zu widerlegen und im Einzelnen darzulegen, aus welchen Gründen sein Verhalten nicht als schuldhaft anzusehen ist.

Ohne Entgeltfortzahlung besteht ein Anspruch auf Krankengeld

Wenn der Arbeitgeber zu Recht oder zu Unrecht die Fortzahlung des Entgelts während einer Arbeitsunfähigkeit verweigert, dann hat der bei einer Krankenkasse versicherte Arbeitnehmer einen Anspruch auf Krankengeld (vgl. §§ 44 ff. SGB V). Die Krankenkasse kann das Krankengeld für die Dauer einer Krankheit allerdings ganz oder teilweise versagen oder zurückfordern, wenn sich der Versicherte die Krankheit

  • vorsätzlich oder
  • bei einem von ihm begangenen Verbrechen oder vorsätzlichen Vergehen

zugezogen hat (vgl. § 52 Abs. 1 SGB V). Die Krankenkasse hat zunächst Ermessen dahin gehend auszuüben, ob sie die Vorschrift anwenden will. Wenn sie sich dazu entschlossen hat, ist eine weitere Ermessensentscheidung darüber zu treffen, ob das Krankengeld ganz oder teilweise versagt oder zurückgefordert werden soll. Dabei ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu berücksichtigen. Aufgrund des Amtsermittlungsgrundsatzes hat die Krankenkasse den Sachverhalt zu ermitteln (vgl. § 20 Abs. 1 Satz 1 SGB X).

Das Gleiche gilt, wenn sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte Maßnahme (z. B. eine ästhetische Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing) zugezogen haben (vgl. § 52 Abs. 2 SGB V). Das Krankengeld wird für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise versagt oder zurückgefordert. Die Krankenkasse übt kein Ermessen hinsichtlich der Anwendung der Rechtsnorm aus, sondern wird von Amts wegen tätig. Ermessen ist lediglich hinsichtlich der Entscheidung eingeräumt, ob das Krankengeld ganz oder teilweise versagt oder zurückgefordert wird. Dabei kann in Anlehnung an § 54 Abs. 4 SGB I das Krankengeld oberhalb der Pfändungsfreigrenze versagt bzw. zurückgefordert werden.

Die Krankenkasse fordert das Krankengeld vom Arbeitgeber zurück

Dem Arbeitnehmer steht neben dem Anspruch auf Entgeltfortzahlung aufgrund der Arbeitsunfähigkeit ein Anspruch auf Krankengeld zu. Dieser Anspruch ruht, soweit und solange der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung leistet (vgl. § 49 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Erfüllt der Arbeitgeber den Anspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltfortzahlung berechtigt oder unberechtigt nicht, fehlt es am entsprechenden Ruhenstatbestand für das Krankengeld. Krankengeld ist in diesem Fall auszuzahlen.

Der Anspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltfortzahlung geht in Höhe des gezahlten Krankengeldes auf die Krankenkasse über (vgl. § 115 Abs. 1 SGB X). Die Krankenkasse tritt in die Rechtsposition des Arbeitnehmers ein und hat die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen des Anspruchs auf Arbeitsentgelt zu beachten. Der Anspruch muss insbesondere innerhalb tarifvertraglich geregelter Ausschlussfristen angemeldet bzw. klageweise geltend gemacht werden.

Panik-Planet: Das Sommerloch nähert sich in Riesenschritten und somit natürlich auch die nächste Pandemie, die alsbald einen Großteil der Menschheit planmäßig dahinraffen soll. Vermutlich ist die „Krankheit X“ noch gar nicht aus dem Laborstadium heraus. Wir haben aber erste exklusive Bilder von den Erregern. Ofensichtlich, so die Absicht, möchte man uns auf die anstehenden Freilandversuche mit den kleinen Bösewichten vorbereiten. Vielleicht klappt es ja tatsächlich einmal. Peinlich wird es, sobald man die armen Viecher freisetzt, die dann aber jämmerlich in der freien Natur zugrunde gehen, ohne den avisierten Schaden angerichtet zu haben.

Wo immer der Fehler auch liegen mag, das Massensterben also einfach nicht einsetzt, die WHO lässt in ihrem Bemühen darum nicht nach. Es gehört zu ihrem Standard-Handwerk zu diesem Komplex immer wieder den mahnednen Zeigefinger zu heben, um nicht selbst der bakteriellen Bedeutungslosigkeit zu erliegen. Immerhin konsumiert diese Behörde eine Menge Steuerknete aus aller Herren Ländern. Da muss man sich gelegentlich in Erinnerung rufen. Was wäre da besser geeignet als echte Horrormeldungen. Allein dass die Menschheit noch nicht ausgestorben ist, ist ein Verdienst, den sich diese Behörde gerne auf die Fahne schreibt.

Wie wir wissen, sind die letztjährigen Pandemien, trotz intensivster Ankündigung, ausnahmslos alle vor ihrem Erscheinen verreckt. Das soll sich jetzt irgendwie ändern. Im Blätterwald da rauscht es heftig. Hier ein Beispiel: Mysteriöse Krankheit: WHO warnt vor Massensterben durch neue Pandemie[Sputnik]. Ganz entscheidend dabei ist, dass es sich um etwas richtig mysteriöses handelt. Das macht natürlich jegliche Vorsorge ausgesprochen schwierig bis unmöglich. Und neben der Angst soll es dann tatsächlich einen tödlichen Effekt der unbekannten Krankheit geben.

Aber es gibt natürlich noch besser: Krankheit X: Tödliche Unbekannte könnte für „weltweiten Notfall“ sorgen[LOCUS]. Diese Postille hat immerhin bis zu 300 Millionen Tote im Angebot. Das soll dann angeblich eine Grippe-Mutation alles leisten. Wie viele von dieser Beachtlichen Zahl an Menschen allein der Panik erliegen, lässt sich zur Stunde noch nicht so gut vorhersagen. Hier ein Zitat aus dem vorerwähnten Artikel:

„Die Geschichte lehrt uns, dass der nächste große Ausbruch wahrscheinlich etwas sein wird, dass wir vorher noch nicht gesehen haben“, zitiert der „Telegraph“ den Wissenschaftler John-Arne Rottingen, der die WHO berät. Es wirke zwar merkwürdig, eine Krankheit X in die Liste aufzunehmen, es gehe jedoch darum im Ernstfall gewappnet zu sein und flexibel reagieren zu können. Man brauche Plattformen und Systeme, die es ermöglichen bei einer großen Bandbreite an Krankheiten schnelle Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Beruhigend ist es, wenn die Medien zum Schluss der Lesung wieder etwas bescheidener daherkommen: „Krankheit X“ könnte 30 Millionen Menschen töten, warnt die WHO[Huffington Post]. Naja, immerhin haben wir die Focus-Opfer nunmehr auf ein Zehntel reduzieren können. Das ist die positive Botschaft des Tages. Aber ganz auf Tod und Elend kann man einfach nicht verzichten. Nur die richtig schlechte Botschaft ist eine Nachricht die sich auskömmlich vermarkten lässt.

Und mit allerhand Glück kann die „Krankheit X“ oder auch die „Pandemie X“ den Pharmabuden wieder exorbitante Profite bescheren. Den Medien bringt sie großartige „Sommerlochstopfer“ und dem vor Schmerzen geneigten Leser die gebotene Panik, die das Sterben im Ernstfall etwas schneller macht. Man kann es kaum glauben, aber es soll tatsächlich so etwas ähnliches wie „sich selbst erfüllende Prophezeiungen“ geben. Genau dafür ist die massenhafte mediale Panik allzeit eine gute Grundlage, so die geistigen Kräfte auch ja in die gewünschte Richtung zu lenken. Wo kämen wir hin, wenn wir tagtäglich nur noch läsen, wie gesund und widerstandsfähig wir alle sind. Unser Gesundbunnen wäre das größte Siechtum für die Pharmafia, wenn nicht gar deren Tod. Wer könnte sowas schreckliches schon wollen? Lieber nehmen wir doch völlig selbst- und willenlos unseren Tod in Kauf, gelle.

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Für einige Menschen bleibt es nicht bei einer sozial verträglichen Form der
Eifersucht. Verselbstständigt sich der Argwohn, kann er Beziehungen zerstören und den Alltag mit Zweifeln vergiften. „Medizinisch unterscheiden wir drei Formen der Eifersucht“, sagt Harald Oberbauer, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, „die normale Eifersucht, die krankhafte Eifersucht und den Eifersuchtswahn.“

Oberbauer leitet an der Medizinischen Universitätsklinik Innsbruck die erste Eifersuchtsambulanz im deutschsprachigen Raum. „Die Alarmglocken läuten bei mir, wenn sich Betroffene nicht mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können, wenn es immer die gleichen Gedanken sind, die in ihren Köpfen kreisen.“ Eines der Hauptmerkmale für krankhafte Eifersucht ist das Checking, das dem Partner Hinterherspionieren, das ständige Kontrollieren. Männer durchsuchen die Handtaschen ihrer Frauen nach Beweisen für ihren Verdacht. Frauen folgen ihren Männern zum angeblichen Pokerabend. E-​Mail-​Accounts werden durchforstet, SMS gelesen.

Was lässt Menschen so sehr an ihrem Partner zweifeln? „Pathologische Eifersucht kann Ausdruck von ganz unterschiedlichen Störungen sein“, sagt Oberbauer. Suchterkrankungen, etwa Alkoholismus, Depressionen, Angststörungen und Psychosen können einen Menschen extrem eifersüchtig werden lassen. Aber auch eine gestörte Kommunikation in der Beziehung oder ein gemindertes Selbstwertgefühl können das Misstrauen ins Krankhafte steigern. Männer mit Potenzproblemen haben manchmal Angst, ihrer Frau nicht mehr zu genügen. Auch große Altersunterschiede können diese hilflose Unsicherheit auslösen, die Eifersucht heraufbeschwört.

Am Ende steht der Wahn. „Die Patienten sind fest davon überzeugt, betrogen zu werden. Gegenargumente werden nicht zugelassen, selbst wenn ihre Anschuldigen absurd sind.“ Eine häufige Ursache für solch einen Wahn ist eine hirnorganische Störung. Als Alois Alzheimer im Jahr 1901 auf Auguste D. traf (die erste Patientin, an der er die später nach ihm benannte Demenz diagnostizierte), fiel ihm zuerst ihre wahnhafte Eifersucht auf. Auch manche Parkinsonpatienten oder Unfallopfer, deren Gehirn geschädigt wurde, entwickeln die wahnhafte Vorstellung, dass sie hintergangen werden. Den Schlüssel zur Eifersucht vermuten Wissenschaftler daher genau hier: in unseren Köpfen.

Um besser zu verstehen, welche Rolle unser Gehirn spielt, schauen Wissenschaftler sich das Gehirn mit bildgebenden Verfahren wie MRT– oder PET-​Scans genauer an. Zeigen die Versuchspersonen Anzeichen von Eifersucht, sehen die Wissenschaftler häufig Aktivitäten in visuellen Bereichen und im limbischen System, das an der Verarbeitung von Emotionen, Gelerntem und Erinnerungen beteiligt ist. Aber auch kognitive Teile des Gehirns – Areale, mit denen wir grübeln – leuchten auf. Das gleiche gilt für die Insula, die mitspielt bei der Verarbeitung von Gerüchen, bei Empathie oder der Bewertung von Schmerz. Wenn der Stachel der Eifersucht in das Herz bohrt, feuern ihre Neuronen los. Wird aus Eifersucht eine Obsession, könnte nach Ergebnissen von Forschern aus Pisa noch ein anderer Teil des Gehirn beteiligt sein: der ventromediale präfrontale Cortex, er gehört zum vorderen Bereich des Gehirns. Auch hier werden Emotionen verarbeitet wie auch Reflexionen über sich und andere.

Demenz

Demenz ist ein erworbenes Defizit kognitiver, aber auch sozialer, motorischer und emotionaler Fähigkeiten. Die bekannteste Form ist Alzheimer. „De mentia“ bedeutet auf Deutsch „ohne Geist“.

Empathie

Der Begriff „Empathie“ geht auf das altgriechische Wort für „Leidenschaft“ zurück. Heute versteht man unter Empathie das Vermögen, sich in andere hineinzuversetzen und deren Gefühle, Gedanken und Handlungsweisen nachzuvollziehen. Die physiologische Basis dafür sehen viele Neurowissenschaftler in den Spiegelneuronen: Nervenzellen, die beim Beobachten einer Handlung ebenso aktiv sind wie bei deren Ausführung.

Neuron

Das Neuron ist eine Zelle des Körpers, die auf Signalübertragung spezialisiert ist. Sie wird charakterisiert durch den Empfang und die Weiterleitung elektrischer oder chemischer Signale.

Emotionen

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Emotionen entstehen im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

„Unsere Hauptaufgabe“, sagt Harald Oberbauer, „besteht darin, zu schauen: Was steckt wirklich hinter der Eifersucht?“ Erst dann kann er die Patienten in die spezifische Behandlung schicken: einen Entzug oder eine Therapie ihrer Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühle. Auch Medikamente, die in den Hirnstoffwechsel eingreifen, kommen zum Einsatz. Denn bei den Störungen, die Eifersucht auslösen, sind meist Neurotransmitter beteiligt. In Untersuchungen konnten Forscher die Symptome ihrer Patienten lindern, indem sie ihnen Medikamente verabreichten, die eine Wiederaufnahme von Serotonin in die Nervenzellen hemmten.

Auch an der Innsbrucker Klinik haben mittlerweile über 900 Menschen nach Wegen gesucht, ihre Eifersucht in den Griff zu bekommen. „Den meisten können wir helfen“, sagt Psychiater Oberbauer.

Depression

Phasenhaft auftretende psychische Erkrankung, deren Hauptsymptome die traurige Verstimmung sowie der Verlust von Freude, Antrieb und Interesse sind.

Neurotransmitter

Ein Neurotransmitter ist ein chemischer Botenstoff, eine Mittlersubstanz. An den Orten der Zell-​Zellkommunikation wird er vom Senderneuron ausgeschüttet und wirkt auf das Empfängerneuron erregend oder hemmend.

Serotonin

Ein Neurotransmitter, der bei der Informationsübertragung zwischen Neuronen an deren Synapsen als Botenstoff dient. Er wird primär in den Raphé-​Kernen des Mesencephalons produziert und spielt eine maßgebliche Rolle bei Schlaf und Wachsamkeit, sowie der emotionalen Befindlichkeit.

Neuron

Das Neuron ist eine Zelle des Körpers, die auf Signalübertragung spezialisiert ist. Sie wird charakterisiert durch den Empfang und die Weiterleitung elektrischer oder chemischer Signale.

zum Weiterlesen:

  • Marneros, Andreas: Intimizid. Die Tötung des Intimpartners: Ursachen, Tatsituationen und forensische Beurteilung, Stuttgart 2007
  • David M. Buss, The Dangerous Passion. Why Jealousy Is as Necessary as Love and Sex, New York 2000
  • Barelds et al.: Relations between Different Types of Jealousy and Self and Partner Perceptions of Relationship Quality. Clinical Psychology and Psychotherapy 2007;14:176 – 188
  • Hart, S. et al.: When Infants Lose Exclusive Maternal Attention: Is It Jealousy? Infancy 2004;6(1):57 – 78
  • Penke et al.: Evidence for Conditional Sex Differences in Emotional but Not in Sexual Jealousy at the Automatic Level of Cognitive Processing. European Journal of Personality 2008;22:3 – 30
  • Rydell, RJ, Bringle, RG: Differentiating Reactive and Suspicious Jealousy. In: Social Behavior and Personality 2007;35:1099 – 1114
  • Levy KN, Kelly KM.: Sex Differences in Jealousy. A Contribution From Attachment Theory. Psychological Science, 2010 Feb;21(2):168 – 73 (zum Abstract).
  • Felson, RB: Anger, aggression, and violence in love triangles. Violence and Victims 1997 Winter; 12(4):345 – 362 (zum Abstract).

Emotionen

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Emotionen entstehen im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

Anspruch auf ALG II haben alle erwerbsfähigen, hilfebedürftigen Personen im Alter zwischen 15 und 65-67 Jahren (je nach Renteneintrittsalter), wenn sie sich gewöhnlich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.

Leistungsberechtigt sind auch die Personen, die mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem Haushalt zusammenleben und eine gemeinschaftliche Haushaltsführung betreiben. Sie bilden gemeinsam mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen eine Bedarfsgemeinschaft.

Im folgenden Ratgeber erhalten Sie eine Übersicht, wann ein Hartz IV Anspruch gegeben ist sowie welche Leistungen Ihnen neben dem Arbeitslosengeld II zustehen oder alternativ geleistet werden.

Personen, die Altersrente beziehen, sind nicht anspruchsberechtigt, ggfls. kommt hier die Grundsicherung im Alter und bei Ewerbsminderung in Betracht. Ebenfalls ausgeschlossen sind auch Personen, die in stationären Einrichtungen untergebracht sind, es sei denn,

  • sie sind für voraussichtlich weniger als sechs Monate in einem Krankenhaus untergebracht
  • sie sind in einer stationären Einrichtung untergebracht, aber mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig

ALG II-Leistungen werden im Regelfall auch nicht erbracht an Auszubildende, Studenten und Teilnehmer an einer berufsvorbereitenden Maßnahme. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz kommt nur bei Vorliegen einer besonderen Härte in Betracht.

Anspruch auf Hartz 4 haben nur erwerbsfähige Personen im Alter zwischen 15 und 65-67 Jahren. Besteht keine Erwerbsfähigkeit, kann gegebenenfalls ein Anspruch auf Sozialgeld infrage kommen, wenn die Zugehörigkeit zu einer Bedarfsgemeinschaft gegeben ist.

Die Erwerbsfähigkeit ist gesetzlich definiert (§ 8 SGB II). Sie wird bejaht, wenn die Person mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig sein kann, ohne daran aufgrund Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit gehindert zu sein. Als absehbar in diesem Sinne gilt dabei ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Alle sonstigen Tatbestände, die zur Beeinträchtigung der Erwerbstätigkeit führen können, bleiben daneben außer Betracht. Deshalb gilt grundsätzlich auch als erwerbsfähig, wem eine Erwerbstätigkeit aufgrund der Erziehung eines Kindes unter drei Jahren oder der Pflege eines Angehörigen nur vorübergehend nicht zuzumuten ist.

Art und Ausmaß der Krankheit oder Behinderung, die zum Ausschluss der Erwerbsfähigkeit führen können, werden von den Sozialleistungsträger festgestellt (§ 44a SGB II). Hierzu kann sich der Leistungsträger der Hilfe der medizinischen Dienste der Gesundheitsämter bedienen. Dabei gilt zudem, dass allein das Vorliegen einer Behinderung die Erwerbsfähigkeit im Sinne des § 8 SGB II nicht ausschließt. Grundsätzlich wird daher auch bei behinderten Personen die Erwerbsfähigkeit in jedem Einzelfall geprüft.

Ursprünglich war die Erwerbsfähigkeit bis zu einem Alter von 65 Jahren festgelegt, was auch das Alter für den Eintritt der Regelaltersrente gewesen ist. Vor ein paar Jahren hat die Regierung jedoch die Rente mit 67 eingeführt, was das Renteneintrittsalter je nach Geburtsjahr, stufenweise von 65 Jahren bis auf 67 Jahre anhebt. Welches Ihr Renteneintrittsalter ist, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Das Gesetz regelt in § 12a SGB II, dass ab dem Alter von 63 Jahren Leistungsbezieher verpflichtet werden können, einen vorzeitigen Antrag auf die Altersrente. Weigert sich der Leistungsbezieher, so eröffnet das Gesetz auch dem Jobcenter die Möglichkeit, den Antrag auf Rente zu stellen. Durch diese „Zwangsverrentung“ entstehen Hartz IV Beziehern für den späteren Bezug der Rente Nachteile, da für jeden Monat, der vor dem regulären Renteneintrittsalter beginnt, die Rente um 0,3% gekürzt wird. Weitere Informationen in einem gesonderten Artikel unter ZWANGSVERRENTUNG – Wenn Jobcenter Hartz IV Bezieher zur Frührente zwingen

Hilfebedürftig nach § 9 SGB II ist danach derjenige, der seinen und den Lebensunterhalt der übrigen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft nicht oder nicht ausreichend bestreiten kann und keine erforderliche Hilfe von dritter Seite erhält.

Das bedeutet insbesondere, dass der Lebensunterhalt nicht sichergestellt werden kann durch

  • Aufnahme einer zumutbaren Arbeit
  • Einsatz von Einkommen und Vermögen
  • Unterstützung von Angehörigen oder anderen Sozialleistungsträgern

Eigenes als auch Einkommen und Vermögen der übrigen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft sind daher bei der Bestimmung der Hilfebedürftigkeit zu berücksichtigen. Das gleiche gilt für mögliche anderweitige Ansprüche auf Sozialleistungen. Bestehen solche Ansprüche, sind sie geltend zu machen, wenn dadurch die Hilfebedürftigkeit und ein grundsätzlich nachrangiger Anspruch auf Bezug von ALG II abgewendet werden kann, z.B. durch Wohngeld. Diese Verpflichtung ist gesetzlich festgeschrieben (§ 12a SGB II). Kommen Hilfebedürftige ihr nicht nach, können Anträge auf Leistungsbezug von ALG II abgelehnt werden. Leistungsträger sind zudem berechtigt, selbst die erforderlichen Anträge zu stellen (§ 5 Abs. 3 SGB II).

Insbesondere liegt keine Hilfebedürftigkeit vor, wenn der Lebensunterhalt durch Aufnahme einer zumutbaren Arbeit gesichert werden kann. Grundsätzlich gilt, dass dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen jede Arbeit zumutbar ist, es sei denn,

  • er ist zu der Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage
  • die Arbeit erschwert ihm wesentlich die künftige Ausübung seiner bisherigen Arbeit, weil die bisherige Arbeit besondere körperliche Anforderungen stellt
  • die Ausübung der Arbeit gefährdet die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners
  • die Ausübung der Arbeit ist mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar, und die Pflege kann auf andere Weise nicht sichergestellt werden
  • der Ausübung der Arbeit steht sonst ein wichtiger Grund entgegen

Das Gesetz listet zudem eine Reihe von Gründen auf, deren Vorliegen allein die Aufnahme der Arbeit nicht unzumutbar macht. Eine Arbeit ist danach nicht schon deshalb unzumutbar, weil

  • sie nicht einer früheren Berufstätigkeit entspricht, für die der Hilfebedürftige ausgebildet worden ist oder die er ausgeübt hat
  • sie hinsichtlich der Ausbildung des Hilfebedürftigen als geringwertig anzusehen ist
  • der Beschäftigungsort vom Wohnort weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort
  • die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen
  • sie mit der Beendigung einer Erwerbstätigkeit verbunden ist (es sei denn, durch die bisherige Tätigkeit kann die Hilfebedürftigkeit beendet werden)

Es besteht demzufolge die generelle Verpflichtung zur Arbeitsaufnahme zur Vermeidung der Hilfebedürftigkeit, und die Ablehnung von Arbeit ist nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich. Beruft sich der erwerbsfähige Hilfebedürftige auf einen Ausnahmetatbestand, ist er verpflichtet, im Einzelnen darzulegen und nachzuweisen, dass die Arbeit ihm nicht zumutbar ist.

Ergänzende Leistungen bei Erwerbstätigkeit (Aufstocker)

Grundsätzlich stellt der jeweils aktuelle Regelsatz in der Grundsicherung für Arbeitsuchende den sozialstaatlich garantierten Minimalbetrag zur privaten Existenzsicherung dar. Das heißt, dass Arbeitslosigkeit keine Anspruchsvoraussetzung für den Bezug von ALG II-Leistungen ist. Diese Sozialleistung kann deshalb auch dann in Anspruch genommen werden, wenn die erzielten Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit nicht ausreichen, um den Grundbedarf einer Einzelperson oder einer Bedarfsgemeinschaft zu decken.

Entsprechende Ansprüche auf die Erbringung ergänzender ALG II-Leistungen bestehen dabei nicht nur bei Geringverdienern, sondern auch bei dem Bezug von Arbeitslosengeld I (so genannte Aufstocker).

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