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Um Sonden zu Nachbarsternen und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu schicken, entwickeln Wissenschaftler exotische Antriebsmethoden – vom Lasersegel bis zum EmDrive.

Cixin Liu hat den wichtigsten Science-Fiction-Preis Chinas gleich neun Mal gewonnen. Nun erscheint der zweite Band seiner Trilogie auch bei uns.

Ende 2017 wurde die Ärztin Kristina Hänel aufgrund verbotener Werbung für Abtreibungen zu einer Geldstrafe verurteilt. Nun geht es darum, ob der umstrittene Strafrechtsparagraf 219a reformiert wird.

Forscher haben gezeigt, dass die Kommunikation bei dem Kurznachrichtendienst bipolare Personen verraten kann.

Wer an einer bipolaren affektiven Störung leidet, hat kein leichtes Leben: Schwer depressive Phasen wechseln sich mit Phasen sehr guter Laune oder gar manischen Episoden ab. Erkrankte verhalten sich extrem, erleben extreme Hochs und Hyperaktivität, gefolgt von extremen Krisen und einer alles lähmenden Lethargie. Es gibt Schätzungen, wonach 30 Prozent der Betroffenen ihr Leben durch Selbstmord beenden.

Eine Möglichkeit, das extremste Verhalten zu verhindern, ist es, Symptome frühzeitig zu erkennen, während sie sich noch entwickeln – und bevor sie vollends ausbrechen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Behandlung. Entsprechend wäre es hilfreich, wenn man die Warnzeichen automatisch erkennen könnte. Menschen mit bipolarer Störung und ihren Familien ließe sich so besser helfen – von den möglichen Einsparungen im Gesundheitswesen ganz abgesehen.

Ein Forscherteam um Yen-Hao Huang von der National Tsing Hua University in Taiwan hat nun eine Methode entwickelt, mit der sich Anzeichen für eine bipolare Störung über soziale Medien erkennen lassen. Sie glauben, dass ihre Methode große Auswirkungen auf bisherige Diagnosemodelle haben könnte.

Der Beginn einer bipolaren Erkrankung beginnt meist ähnlich. Betroffene reden viel und über andere Personen hinweg, haben Schlafstörungen und starke Stimmungsschwankungen. Und wie sich zeigt, teilen viele Betroffene Details über ihren Zustand, darunter auch zu Diagnostikterminen, auf Plattformen wie Twitter.

Dies führte bei den Forschern zu der Frage, ob sich bereits zuvor aus Tweets Betroffener erkennen lassen könnte, dass sie später als bipolar diagnostiziert werden. Dazu analysierten sie rund 10.000 Tweets, die zwischen 2006 und 2016 von mehr als 400 Personen kamen, die mit einer bipolaren Störung diagnostiziert wurden. Diese Tweets wurden dann mit einer ähnlichen Anzahl von Personen verglichen, die zufällig ausgesucht als Kontrollgruppe dienten.

Das Team überprüfte unter anderem, wann Tweets abgesetzt werden und korrelierte dies mit normalen Schlafmustern. Zudem wurde die Tweet-Frequenz analysiert, um zu sehen, wie redselig jeder Nutzer war. Zudem wurden die Wortarten in jedem Tweet auf Stimmung und Gefühlsinhalt gecheckt. Ein weiteres Kriterium war der Explosivlautinhalt jedes geäußerten Worts – ein neuartiger phonologischer Ansatz. Die Idee dahinter: Menschen mit frühen Anzeichen einer bipolaren Störung neigen dazu, energiegeladenere Begriffe zu verwenden. Ein weiteres Kriterium war die Veränderung der Inhalte des Twitter-Streams insbesondere kurz vor der eigentlichen Diagnose.

All diese Daten wurden dann zum Trainieren eines Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens verwendet, der zwischen Menschen mit und ohne früher bipolarer Störung unterscheiden lernen sollte. Das Ergebnis war ordentlich: Die Treffgenauigkeit lag schließlich bei mehr als 90 Prozent. Besonders gut funktionierte dabei das phonologische Kriterium. Hier erreichte der Classifier eine Quote von mehr als 91 Prozent.

Das Forscherteam nennt seinen Ansatz auch "unterbewusstes Crowdsourcing". Gemeint ist damit, dass ein Satz von Tweets einer Person, die unter einer bipolaren Störung leidet, einen reichhaltigen Datensatz über den mentalen Zustand liefern kann. Entsprechend liefert dieser Personenkreis Informationen, die sich dann mittels Data Mining hervorragend auswerten lassen.

Wie viele Informationen sich daraus ableiten lassen, ist noch nicht ganz klar. Doch bipolare Störungen dürften nicht die einzige Erkrankung sein, die identifiziert werden kann. "Unsere Experimente zeigen, dass die vorgeschlagenen Modelle sehr hilfreich sein könnten, um Menschen mit bipolaren Störungen regulär zu erfassen. Das könnte in der Erstversorgung wichtig sein", schreiben die Forscher. Und eine Früherkennung hilft wiederum, Selbstmorde zu vermeiden.

[Update 18.01.18 11:50 Uhr:] Bipolare Störungen sind eine sogenannte affektive Störung und gehören nicht zu den Persönlichkeitsstörungen, da sie sich auf die Stimmung des Betroffenen auswirken. Der Beitrag wurde entsprechend angepasst.

Schizophrenie / Bipolare Störung – Arbeitsgedächtnis-Netzwerke: Aktivitätsmuster im Vergleich

Bei der Schizophrenie und bipolaren Störung handelt es sich um schwere mentale Störungen, die vergleichbare klinische Symptome zeigen und auch überlappende genetische Faktoren aufweisen. So gehen beide Erkrankungen bspw. mit einer Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses einher. C. L. Brandt et al. haben die Aktivitätsmuster der Netzwerke verglichen, die mit dem Arbeitsgedächtnis in Zusammenhang stehen.
Br J Psychiatry 2014; 204: 290–298

An der Studie nahmen je 100 Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung sowie gesunde Kontrollpersonen teil. Die Patienten wurden an den psychiatrischen Abteilungen von 4 großen Krankenhäusern in Oslo / Norwegen rekrutiert. Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer Arbeitsgedächnisaufgabe (n-Back-Test, Faktor 2) während gleichzeitig Daten mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) erhoben wurden. Die Analyse der Bilddaten erfolgte auf Basis einer Unabhängigkeitsanalyse. Zudem berücksichtigten die Autoren im Rahmen einer Sekundäranalyse kognitive, demografische und Substanzkonsum-Faktoren sowie klinische Variablen und ermittelten deren Einfluss auf die Ergebnisse.

Die Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen waren im Durchschnitt 31,9, 35,4 und 34,8 Jahre alt. In Bezug auf die Antwortgenauigkeit und die Antwortzeit waren deutliche Unterschiede zwischen den 3 Gruppen zu verzeichnen. Die gesunden Kontrollen erzielten jeweils die besten Ergebnisse, gefolgt von Patienten mit einer bipolaren Störung und solchen mit Schizophrenie. Bei allen Patientengruppen waren die gleichen Arbeitsgedächtnis-Netzwerke aktiv. Bei 3 von 9 Netzwerken, die mit der Arbeitsgedächtnisaufgabe in Zusammenhang standen, stellten die Autoren abgestufte Unterschiede der fMRT-Signalamplituden fest, wobei Schizophrenie-Patienten die höchste Aktivierung aufwiesen, gefolgt von Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen. Weder der Bildungsstand, der Intelligenzquotient, der Alkohol- oder Drogenkonsum noch das Rauchen hatten einen Effekt auf die Amplitudenwerte. Die Sekundäranalyse zeigte ebenfalls, dass die Aktivitätsmuster im Fall der bipolaren Störung mit einer Vorgeschichte von Psychosen und einer aktuell gehobenen Stimmung assoziiert waren.

Fazit

Bei Patienten, die unter einer Schizophrenie oder bipolaren Störung litten, sowie bei den gesunden Kontrollen waren während der Durchführung der Arbeitsgedächtnisaufgabe die gleichen Gehirn-Netzwerke aktiviert. Im Fall von 3 Schlüsselnetzwerken wiesen Schizophrenie-Patienten und Patienten mit einer bipolaren Störung allerdings einen höheren Aktivierungsgrad auf als die Kontrollen. Nach Meinung der Autoren stellen die Ergebnisse in Frage, ob es sich bei den beiden Erkrankungen wirklich um kategorisch unterschiedliche Entitäten handelt. Um dies zu prüfen, seien jedoch weitere Untersuchungen notwendig.

Aus: Fortschritte Neurologie Psychiatrie 2014; 82(10): 552

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Betroffene: Mo Gleinser
Jahrgang: 1971
Diagnose: Bipolar-II-Störung
Therapien: Medikamente, Ergotherapie, Gesprächstherapie, Klinikaufenthalt
Ressourcen: Kreativität, Neugier, handwerkliches Arbeiten, mein Garten und die Katzen

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Wie reagieren Kinder, wenn Vater oder Mutter ernsthaft erkranken?

Kinder reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in der Familie. Sie spüren sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt.

Weiß das Kind nichts über Krankheiten, kann die Unwissenheit Schuldgefühle auslösen. Mitunter malen sich Kinder Szenarien aus, die die Wirklichkeit weit übertreffen. Es kommt vielleicht auf den Gedanken, es sei schuld an der Erkrankung. Die Krankheit sei die Strafe dafür, dass es unartig war oder böse Dinge gedacht hat, oder dass nun alle Familienmitglieder sterben müssten. Darum ist es sehr wichtig, dem Kind deutlich zu machen, dass es keinerlei Anteil am Entstehen der Krankheit hat.
Die Wahrheit kann da nur entlasten.

Eltern zögern oft, ihrem Kind von der schweren Krankheit zu erzählen. Sie wissen nicht, wie sehr sie ihr Kind mit diesem schwerwiegenden Problem belasten können und sollen. Sie möchten ihrem Kind nur ungern Sorgen bereiten.

Trotzdem muss über die neue Situation gesprochen werden. Auf Dauer kann man ohnehin nicht vor den Kindern verbergen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sprechen Sie mit Ihrem Kind, denken Sie daran, dass Sie ihm nicht zu viel zumuten. Kinder schützen sich selbst. Sie stellen erst dann die nächste weiter gehende Frage, wenn sie die ersten Informationen verarbeitet haben.

Kinder können auch in schweren Zeiten spielen oder fröhlich sein. Das bedeutet nicht, dass sie nicht in Sorge wären. Wichtig bleibt für das Kind Nähe, Geborgenheit und Sicherheit.

Manche Kinder stellen weniger Fragen: Sie reagieren auf die schwere Erkrankung von Vater oder Mutter mit Rückzug. Sie zeigen ihre Probleme mit der Krankheit in Verhaltensweisen wie Nägel kauen, Aggression, Weinen oder Bauchschmerzen.

Viel Zuwendung und ein vorsichtiges Herantasten an das Problem helfen dem Kind. Manchmal sprechen Kinder lieber mit einer nahe stehenden Person.

Eltern sollten sich nicht scheuen, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen.

Schwer erkrankte Kinder und Jugendliche müssen zunächst die Diagnose bewältigen. Sie müssen sich auf eine längere, oft schmerzhafte Behandlung einstellen. Sie werden aus ihrer alltäglichen vertrauten Welt plötzlich herausgerissen und begegnen einer beängstigenden fremden Welt: dem Krankenhaus. Sie sind gezwungen, sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen.

Kinder spüren sehr genau, was vorgeht. Sind sie beispielsweise auf einer Krebsstation, begegnen sie täglich anderen Kindern, denen es besser oder schlechter geht als ihnen. Sie erfahren, was die schwere Krankheit, die belastende Therapie und auch der Tod bedeuten.

Auch die Eltern und Geschwister müssen die Diagnose verarbeiten. Der ganze Lebensplan der Familie wird infrage gestellt. Ängste um das Kind und vor einer ungewissen Zukunft, nicht selten Schuldgefühle erfordern zur Bewältigung ungeheure psychische Kräfte. Wochen-, oft monatelange Klinikaufenthalte, Operationen, Chemotherapie werden zumeist von der Mutter begleitet, während der Rest der Familie allein zurechtkommen muss.

Nicht alle Kinder besiegen die Krankheit. Müssen sie sterben, ist die Familie in einer ganz besonderen, belastenden Situation.

Familien mit schwer kranken Kindern dürfen sich nicht scheuen, Unterstützung zu suchen. Gespräche mit Therapeuten oder in Selbsthilfegruppen entlasten und helfen, die Krise zu überwinden. Hilfe kann beispielsweise in einem Kinderhospiz gefunden werden.

Leben Geschwister in der Familie, werden deren Probleme nicht selten übersehen. Die Sorgen der Eltern konzentrieren sich auf das kranke Kind. Es braucht viel Zuwendung. Jede freie Minute wird mit dem erkrankten Kind verbracht. Die Eltern sind oft am Rande der Erschöpfung. Die Familie muss manchmal mit wochenlangen Trennungen fertig werden. Die Geschwister bleiben zurück. Sie werden zwar meist von anderen Personen liebevoll betreut, müssen aber auf ihr gewohntes Familienleben verzichten.

Geschwister müssen mit einer Flut von Gefühlen fertig werden: Angst und Mitgefühl, Wut und Eifersucht, Bangen und Hoffen. Auch sie benötigen jemanden, dem sie sich anvertrauen können.

Übrigens: Berufstätige Mütter und Väter von kranken Kindern (unter zwölf Jahren), die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit. So können Eltern pro Jahr, Kind und Elternteil zehn Tage (bei mehreren Kindern höchstens 25 Tage) freigestellt werden.

Allein Erziehende können pro Jahr und Kind 20 Tage (bei mehreren Kindern höchstens 50 Tage) zur Pflege ihres kranken Kindes freigestellt werden.

Grundsätzlich ist wichtig, dem Kind zu erklären, dass es leichte und schwere Krankheiten gibt. An einer Erkältung kann man nicht sterben. Kleinere Kinder meinen sonst, jede Krankheit ist lebensbedrohlich.

Immer wieder werden Fragen auftauchen. Warten Sie ab, was Ihr Kind wissen möchte. Denn Kinder schützen sich, indem sie nur so viel fragen, wie sie verkraften können. Darum brauchen Kinder Zeit.

Antworten Sie so, dass es Ihr Kind verstehen kann. Geben Sie Ihrem Kind immer ehrliche Antworten. Offenheit – auch wenn sie weh tut – schafft Vertrauen.

Kinder denken über ihre Krankheit entsprechend ihres Alters und ihrer Entwicklung.

Kleine Kinder spüren, dass etwas Schlimmes mit ihnen geschieht. Sie haben Angst vor medizinischen Eingriffen wie Spritzen, Operationen und so weiter. Sie leiden außerordentlich unter der Trennung von der Familie. Sie haben noch keine Vorstellung vom Tod. Oft zeigen sie in Spiel oder Malereien, was sie über die Krankheit wissen.

Eltern können durch Geschichten oder Märchen über Krankheit und Tod ihrem Kind helfen, mit diesem Thema zurechtzukommen. Auch Bilderbücher oder Bücher zum Vorlesen sind geeignet, dem Kind ein Bild davon zu vermitteln, was mit ihm geschieht. Offenheit ist sehr wichtig.

Ältere Kinder verstehen, was eine lebensbedrohliche Krankheit bedeutet. Sie fürchten sich vor dem Tod, einer Behinderung oder einer schmerzhaften Therapie. Durch die langen und wiederkehrenden Klinikaufenthalte verlieren sie ihre Freunde. Dies ist für sie zusätzlich belastend. Darum ist es wichtig, dass sie Besuch bekommen und so wenigstens ein bisschen Kontakt halten können.

Ältere Kinder wissen über den Tod meist sehr genau Bescheid. Oft schweigen sie darüber, um ihre Eltern nicht zu erschrecken. Um sie zu entlasten, ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, mit den Eltern oder einer vertrauten Person über ihre Befürchtungen zu sprechen.

Bunter Kreis (Betreuung von Familien mit chronisch, krebs- und schwerstkranken Kindern in Schwaben)

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Ansteckende Krankheit: Was muss der Arbeitnehmer mitteilen?

Haufe Online Redaktion

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Die Organisatoren von Olympia 2012 hatten Angst vor einer Epidemie, sie trafen passende organisatorische Vorkehrungen. Wie können sich Arbeitgeber vorbereiten, um betriebliche Schäden durch ansteckende Krankheiten zu vermeiden? Muss ein Mitarbeiter eine ansteckende Erkrankung melden?

Den erkrankten Mitarbeiter treffen nach § 5 EGFZG zwei Pflichten: Die Anzeige- und die Nachweispflicht. Zum einen muss die Arbeitsunfähigkeit unverzüglich mitgeteilt (angezeigt) werden. Dabei ist der Arbeitgeber auch - soweit bekannt oder einschätzbar - über die voraussichtliche Dauer zu informieren. Zum anderen muss die Arbeitsunfähigkeit spätestens nach Ablauf von 3 Werktagen ärztlich bescheinigt werden. Die auf gelben Formblättern erteilten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sehen im Durchschlag für den Arbeitgeber keine Diagnosemitteilung vor.

Grundsatz: Keine Mitteilungspflicht über Art und Ursache der Erkrankung

Der Arbeitnehmer ist gesetzlich nicht verpflichtet, über Art und Ursache seiner Erkrankung Auskunft zu geben. Grundsätzlich geht hier das individuelle Persönlichkeitsrecht den Arbeitgeberinteressen vor. Dies gilt auch, wenn es für den Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen von Interesse ist zu wissen, wie lange der Arbeit-nehmer voraussichtlich noch ausfallen wird. Erst im Rahmen eines Prozesses um eine krankheitsbedingte Kündigung muss der Arbeitnehmer gegebenenfalls seine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden.

Gefahren für Dritte

Der Arbeitnehmer ist als Vertragspartner des Arbeitgebers jedoch auch zu Schutz und Rücksichtnahme verpflichtet. Besteht die Gefahr, dass die Erkrankung ernsthafte Auswirkungen auf Dritte im Arbeitsverhältnis haben kann (z. B. Ansteckung von Kollegen oder Kunden mit Rotaviren), muss der Arbeitnehmer deshalb hierauf hinweisen. Nur dann können notwendige Schutzmaßnahmen oder erforderliche Untersuchungen eingeleitet werden. Bei üblicherweise nicht schwerwiegend verlaufenden Infektionskrankheiten wie z. B. Scharlach dürfte aber keine Hinweispflicht bestehen, solange sich der Arbeitnehmer während der Genesung vom Betrieb fern hält. Beschränkt sich die Ansteckungsgefahr nur auf das private Umfeld des Arbeitnehmers (z.B. HIV-Infektion eines Büroangestellten), muss ebenfalls keine Information erfolgen.

Weitergehende arbeitsvertragliche Meldepflichten können dagegen bestehen, wenn der Arbeitsplatz des Mitarbeiters mit besonderen Ansteckungsgefahren verbunden ist (z. B. Klinik, Pharmaproduktion, Gastronomie). Entscheidend ist stets, ob in der Vergangenheit oder Zukunft Dritte gefährdet wurden/werden. Die ausschließlich im privaten Bereich ausgebrochene und kurierte Krankheit ist gegenüber dem Arbeitgeber nicht meldepflichtig. Betriebliche Regelungen über derartige Mitteilungen im Zusammenhang mit der Krankmeldung sind mitbestimmungspflichtig, § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG.

Ist die Erkrankung Folge betrieblicher Abläufe (z. B. Gesundheitsgefahr am Arbeitsplatz), ist der Arbeitnehmer zum Schutz der übrigen Belegschaft verpflichtet auch darauf hinzuweisen, wenn ihm diese Zusammenhänge bekannt sind.

Andere legitime Interessen des Arbeitgebers

Handelt es sich um eine Fortsetzungserkrankung, muss der Arbeitnehmer zwar nicht die Diagnose mitteilen, aber den Arbeitgeber informieren, dass ein Zusammenhang mit einer Vorerkrankung besteht, wenn dies Einfluss auf die Entgeltfortzahlungspflicht hat (§ 3 Abs. 1 S. 2 EGFZG).

Wurde die Arbeitsunfähigkeit von einem Dritten verschuldet, gegen den nach § 6 EGFZG übergegangene Schadenersatzansprüche des Arbeitgebers bestehen (z. B. Verkehrsunfall, Schlägerei), muss der Arbeitnehmer unverzüglich die hierfür notwendigen Angaben machen. Dazu gehören zwar regelmäßig nicht Details der Diagnose, aber Angaben über die Person des Schädigers, den Hergang und die medizinischen Auswirkungen. Verhindert der Arbeitnehmer durch fehlende Informationen den Anspruchsübergang, muss keine Entgeltfortzahlung geleistet werden, § 7 Abs. 1 Nr. 1 EGFZG.

Nicht mitteilen muss der Arbeitnehmer nach überwiegender Ansicht jedoch eigenes Verschulden an der Arbeitsunfähigkeit. Ist eine Verletzung z.B. durch eine eigene Alkoholfahrt des Arbeitnehmers entstanden, ist der Arbeitgeber regelmäßig darauf angewiesen, auf anderen Wegen von seinem Leistungsverweigerungsrecht nach § 3 Abs. 1 EGFZG zu erfahren.

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"Normal", "Anders", "Fehler", "Gestört", "Krank", "Verrückt"

Der Begriff der Norm und seine Definition

In der Psychologie, Psychopathologie und in der Psychotherapie wird der Normbegriff nicht eindeutig verwendet. Er hat viele Bedeutungen und der Sprachgebrauch ist völlig chaotisch und verwirrend. Wir werden daher eine grundlegende GIPT-Definition vornehmen, um das Durcheinander - zumindest innerhalb der GIPT - zu beenden.

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Ha­ben Sie kei­ne Möglich­keit ei­ner Kos­ten­er­stat­tung durch ei­ne Rechts­schutz­ver­si­che­rung oder durch die Ge­werk­schaft, ste­hen Sie vor der Ent­schei­dung, ent­we­der nichts zu un­ter­neh­men oder selbst zu kla­gen oder sich auf ei­ge­ne Kos­ten von ei­nem Rechts­an­walt ver­tre­ten zu las­sen. We­gen der Schwie­rig­kei­ten des Kündi­gungs­schutz­rechts soll­ten Sie sich zu­min­dest an­walt­lich über die Er­folgs­aus­sich­ten ei­ner Kla­ge be­ra­ten las­sen. Außer­dem be­steht in je nach Ih­rer fi­nan­zi­el­len La­ge die Möglich­keit, daß der Staat die Kos­ten für Ih­ren Rechts­an­walt im We­ge der Pro­zeßkos­ten­hil­fe über­nimmt.

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Kom­men­ta­re un­se­res An­walts­teams zu ak­tu­el­len Fra­gen rund um das The­ma Kündi­gung we­gen Krank­heit fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Februar 2018

Dr. med. Fabian Sinowatz ist freier Mitarbeiter der NetDoktor-Medizinredaktion.

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für NetDoktor.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Bei Morbus Parkinson sterben bestimmte Nervenzellen im Gehirn ab. Patienten können sich nur noch verlangsamt bewegen, die Muskeln werden steif. Arme und Beine beginnen in Ruhe zu zittern. Viele Patienten bekommen auch Probleme beim Denken und werden dement. Lesen Sie hier: Was ist Parkinson genau? Wer ist betroffen? Wie äußert er sich? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

  • Typische Symptome: Verlangsamte Bewegungen, Bewegungsarmut, Muskelsteife, Zittern in Ruhe, mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung, starre Mimik
  • Ursachen:Bei Morbus Parkinson: Absterben Dopamin-produzierender Zellen im Gehirn; beim sekundären Parkinson-Syndrom: andere Erkrankungen, Medikamente oder Vergiftungen; bei genetisch bedingtem Parkinson-Syndrom: genetische Veränderungen
  • Wichtige Untersuchungen: Körperliche und neurologische Untersuchung, L-Dopa-Test, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Behandlungsmöglichkeiten: Medikamente (wie Levo-Dopa), Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Tiefe Hirnstimulation (THS)

Steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen und zitternde Hände sind typische Merkmale bei Morbus Parkinson.

Anzeichen der fortschreitenden Hirnerkrankung können schon Jahre vor den Hauptsymptomen auftreten. Solche Parkinson-Frühsymptome sind:

  • REM-Schlaf-Verhaltensstörung: Normalerweise ist ein Mensch im Traumschlaf „wie gelähmt“. Bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung werden die geträumten Bewegungen zum Teil ausgeführt (Sprechen, Lachen, Gestikulieren etc.). Das kann für den Betroffenen und den Schlafpartner gefährlich werden.
  • Geruchssinn ist vermindert oder fällt komplett aus (Hyposmie/Anosmie)
  • Schmerzen in Muskeln und Gelenken (Dysästhesien), häufig im Bereich von Schulter und Arm
  • die Arme schwingen vermindert beim Gehen mit
  • Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen etc. dauern länger als früher
  • Verstopfung
  • Sehstörungen (wie gestörtes Farbensehen)
  • die Handschrift wirkt verkrampft und wird besonders am Ende einer Zeile oder Seite kleiner
  • Depressionen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • steifes, unsicheres Gefühl, Zittrigkeit
  • der Patient zieht sich zurück und vernachlässigt seine Hobbies

Viele dieser Parkinson-Frühsymptome sind sehr unspezifisch. Sie können also auch viele andere Ursachen haben (etwa das fortgeschrittene Alter). Deshalb werden sie oft nicht als frühe Anzeichen für Parkinson erkannt.

Als wichtigstes Frühzeichen gilt die REM-Schlaf-Verhaltensstörung: Wer diese Form von Schlafstörung zeigt, hat generell ein erhöhtes Risiko für sogenannte neurodegenerative Erkrankungen. Das sind fortschreitende Erkrankungen, die mit dem Verlust von Nervenzellen einhergehen. Die meisten Menschen mit einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung entwickeln später Morbus Parkinson. Andere erkranken an einer bestimmten Form von Demenz (Lewy-Body-Demenz).

Die Morbus-Parkinson-Symptome entwickeln sich meist schleichend. Angehörigen und Freunden fallen sie oft früher auf als dem Patienten selbst.

Meist beginnen die Parkinson-Anzeichen einseitig, also auf nur einer Seite des Körpers. Später breiten sie sich auch auf die andere Seite aus. Im Verlauf der Erkrankung werden sie zudem immer ausgeprägter.

Die typischen Parkinson-Symptome sind:

  • verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) bis hin zu Bewegungsarmut (Hypokinese) bzw. Bewegungslosigkeit (Akinese)
  • steife Muskeln (Rigor)
  • Muskelzittern in Ruhe (Parkinson-Tremor)
  • mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung (posturale Instabilität)

Verlangsamte Bewegungen (Bradykinese): Alle Körperbewegungen laufen unnatürlich langsam ab. Das heißt zum Beispiel, dass Menschen mit Morbus Parkinson auffällig langsam und in kleinen Schritten gehen. Mit der Zeit wird der Gang schlurfend, und die Patienten gehen nach vorne gebeugt. Das ist eines der auffälligsten Symptome. Parkinson-Patienten können sich außerdem nur langsam und mit Mühe hinsetzen und wieder aufstehen. Manchmal werden die Betroffenen in ihren Bewegungen auch plötzlich blockiert - sie scheinen zu erstarren. Das bezeichnen Mediziner als „Freezing“ (engl. für "einfrieren").

Die Morbus-Parkinson-Symptome betreffen auch die Gestik und Mimik: Das Gesicht wirkt zunehmend wie eine starre Maske. Die Betroffenen sprechen meist leise und monoton, sodass man sie schwerer versteht. Oft bereitet ihnen auch das Schlucken Probleme, etwa beim Trinken oder Essen. Ein weiteres Parkinson-Anzeichen ist eine gestörte Feinmotorik: Die Betroffenen tun sich zum Beispiel schwer, etwas zu schreiben, ihren Mantel zuzuknöpfen oder ihre Zähne zu putzen.

Wenn die Körperbewegungen besonders verlangsamt sind oder der Patient teilweise völlig bewegungslos ist, sprechen Mediziner von einer Akinesie (Akinese).

Steife Muskeln (Rigor):Bei Parkinson treten keine Lähmungen auf, sondern die Muskelkraft bleibt weitgehend erhalten. Die Muskeln sind aber dauerhaft angespannt, auch in Ruhe. Das ist schmerzhaft für die Betroffenen. Besonders der Schulter- und Nackenbereich kann schmerzen.

Nachweisen lässt sich die Muskelsteifheit durch das sogenannte Zahnradphänomen: Wenn der Arzt versucht, den Arm des Patienten zu bewegen, wird das von den steifen Muskeln verhindert. Deshalb lässt sich der Arm jeweils nur ein kleines bisschen und ruckartig bewegen. Es fühlt sich fast so an, als wäre ein Zahnrad im Gelenk, das die Bewegung jeweils nur bis zur nächsten Einkerbung erlaubt und dann einrastet. Getestet wird das Zahnradphänomen meist im Ellenbogen- oder Handgelenk. Es ist ein typisches Parkinson-Anzeichen, kann aber auch bei anderen Erkrankungen auftreten.

Muskelzittern in Ruhe (Ruhe-Tremor): Bei der Parkinson-Krankheit beginnen typischerweise Arme und Beine in Ruhesituationen zu zittern. Deshalb nennt man die Erkrankung auch "Schüttellähmung". Eine Körperseite ist davon meist stärker betroffen als die andere. Außerdem zittert der Arm gewöhnlich stärker als das Bein.

Der Parkinson-Tremor tritt charakteristischerweise in Ruhe auf. Dadurch kann man Parkinson von anderen Erkrankungen mit Zittern (Tremor) unterscheiden. Wenn zum Beispiel die Hand nicht in Ruhe zittert, sondern sobald man eine gezielte Bewegung ausführen möchte, sprechen Mediziner vom sogenannten Intentionstremor. Seine Ursache ist eine Schädigung oder Störung im Kleinhirn.

Übrigens: Die meisten Menschen, die zittern, haben weder Parkinson noch eine andere erkennbare neurologische Erkrankung. Die Ursache dieses "essentiellen Tremors" ist unbekannt.

Mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung: Unbewusst korrigiert jeder Mensch beim aufrechten Gehen und Stehen zu jeder Zeit seine Haltung. Gesteuert wird das Ganze durch sogenannte Stell- und Haltereflexe. Reflexe sind automatische Bewegungen, die durch bestimmte Reize ausgelöst werden. Dabei handelt es sich um unbewusste, unwillkürliche Bewegungen oder Muskelanspannungen. Die Halte- und Stellreflexe des Menschen sind dafür verantwortlich, dass man auch in Bewegung den Körper automatisch ausbalancieren kann und nicht stürzt.

Bei Morbus Parkinson sind die Stell- und Haltereflexe typischerweise gestört. Betroffene haben daher Mühe, sich stabil aufrecht zu halten. Das nennt man posturale Instabilität. Sie ist der Grund, warum Parkinson-Patienten plötzliche, unvorhergesehene Bewegungen nicht mehr problemlos "auffangen" können, zum Beispiel beim Stolpern oder bei einem plötzlichen Windstoß. Deshalb sind sie unsicher beim Gehen und stürzen leicht.

Die Parkinson-Hauptsymptome werden manchmal von weiteren Beschwerden begleitet:

Parkinson-Patienten haben häufiger eine Depression als Gesunde und als Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen. Manchmal entwickelt sich die Depression erst im Laufe der Parkinson-Erkrankung. Bei anderen Patienten geht sie den motorischen Symptomen (Bewegungsverlangsamung etc.) voraus.

Zudem kann bei Parkinson dieintellektuelle Leistungsfähigkeit abnehmen und eine Demenz entstehen (siehe unten). Die Betroffenen haben zunehmend Schwierigkeiten beim Denken. Man darf aber nicht vergessen, dass auch die meisten gesunden Menschen im Alter langsamer denken und sich Dinge schwerer merken können. Das muss also nicht unbedingt ein Anzeichen für Parkinson sein.

Bei vielen Parkinson-Patienten produziert die Gesichtshaut übermäßig viel Talg. Sie wirkt dadurch fettig und glänzend. Mediziner sprechen vom sogenannten „Salbengesicht“: Das Gesicht der Patienten sieht nämlich aus, als hätte der Betroffene eine dicke Schicht Salbe oder Gesichtscreme aufgetragen.

Mögliche Parkinson-Symptome sind auch Störungen der Blasenfunktion: Viele Patienten können ihre Blase nicht mehr richtig kontrollieren. So kann es passieren, dass unwillkürlich Harn abgeht (Inkontinenz) und die Patienten sich nachts einnässen (Enuresis). Aber auch das Gegenteil ist möglich: Manche Patienten haben Probleme, Wasser zu lassen (Harnverhalt).

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Letzte Überarbeitung: 5. Februar 2018

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Karl C. Mayer , Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Bei der ALS erkranken die Vorderhornzellen im Rückenmark und die motorischen Hirnnervenkerne im unteren Teil des Hirnstamms. Nervenimpulse die vom Gehirn ausgehen können so nicht mehr zur Muskulatur weitergeleitet werden. Die Kontrolle über die Muskulatur geht verloren. Da die entsprechenden Muskelzellen nicht mehr benutzt werden können, schrumpfen sie. Der Name beschreibt die Degeneration von motorischen Nervenfasern, die vom Gehirn ins Rückenmark ziehen mit Verlust von myelinisierten Nervenfasern und einer Gliose. Die Schädigung ist meist am ausgeprägtesten im unteren Rückenmark betrifft aber auch den Hirnstamm und sogar die Capsula interna. Die Veränderungen zeigen sich deutlich in den motorischen Vorderwurzeln des Rückenmarkes, wären die hinteren für die Sensibilität zuständigen Wurzeln intakt bleiben.
Auch nicht mit den Lähmungen zusammenhängende Hirngebiete werden geschädigt. Bei vielen Verstorbenen finden sich Ubiquitinpositive Einschlusskörperchen im Gehirn dort besonders in Nervenellen des Hippocampus und frontotemporalen Nervenzellen. Letztere können für die manchmal vorkommenden kognitiven Defizite verantwortlich sein.

Der bekannte Baseballspieler, Lou Gehrig’s der Physiker Stephen Hawking, Mao Tsetung, David Niven haben darunter gelitten In Deutschland besonders bekannt ist der Maler Jörg Immendorff, der offen über seine Erkrankung und die diversen unternommenen unkonventionellen Heilversuche spricht.

Symptome: Schwäche und Atrophie der Muskeln, Faszikulationen und Muskelkrämpfe, Spastik, Dysarthrie, Dysphagie, Dyspnoe, emotionale Labilität. Wenn 30-50 % der Nervenzellen geschädigt sind, kommt es zu Muskelschwäche und Muskelschwund. Die gelähmten Muskeln scheinen dabei manchmal recht lebendig, da es bei dieser Erkrankung häufig zu unwillkürlichen Muskelzuckungen (Faszikulationen) oder wenn es die Zunge betrifft zu Fibrillationen kommt. You Tube Video mit Faszikulationen und Muskelatrophien. Eine Betroffene berichtet (engl.) Faszikulationen Die obersten motorischen Nervenzellen die Vorderhornzellen entsprechen liegen im Hirnstamm wenn dieser betroffen ist, ist die Augen (sehr selten)-,Sprach-, Kau- und Schluckmuskulatur geschwächt. Diese Form der ALS nennt man progressive Bulbärparalyse. Da auch darüber liegende zentrale motorische Nervenzellen der Hirnrinde und ihrer Verbindungen zum Rückenmark betroffen sein können kommt es bei vorhandener Schwäche auch zu einer Erhöhung der Muskelanspannung im Sinne einer Spastik. Die ALS betrifft nur das motorische Nervensystem (das für die Steuerung der Muskeln zuständig ist). Die Empfindung für Berührung, Schmerz und Temperatur, das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken, die Funktionen von Blase und Darm sind nicht betroffen. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen ist auch die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. 2-5% der Patienten mit ALS leiden zusätzlich an einer frontotemporalen Demenz. Neuropsychologische Untersuchungen und die funktionelle Bildgebung zeigen, dass auch Patienten mit klassischer ALS neuropsychologische Defizite aufweisen können. Zu Lebzeiten nur motorisch betroffene Patienten zeigen neuropathologisch oft Atrophien des frontotemporalen Kortex. Umgekehrt finden sich bei Patienten mit frontotemporaler Demenz, die klinisch keine motorischen Einschränkungen aufweisen, neuropathologisch Atrophien der spinalen und bulbären Motoneurone. Ungeklärt ist, ob es sich bei der ALS mit neuropsychologischen Störungen um eine distinkte nosologische Entität handelt oder um einen Teil eines kontinuierlichen Spektrums, das von rein motorischen zu rein neuropsychologischen Symptomen verläuft. Im Verlauf droht den Patienten der langsame Erstickungstod, da die Atemmuskulatur regelmäßig betroffen wird. (A. Flöel, H. Lohmann, S. KnechtDer Nervenarzt 12/2002). Etwa 4% der Patienten leben länger als 10 Jahre mit der Erkrankung. Sekundär zu den Krankheitssymptomen kommt es bei vielen Patienten zu psychischen Störungen, Schlafstörungen, Verstopfung, Speichelfluss, verdicktem Bronchialsekret, Symptomen der chronischen Atemnot und Hypoventilation, Schmerzen M R Turner, et al., Prolonged survival in motor neuron disease: a descriptive study of the King’s database 1990–2002 J Neurol Neurosurg Psychiatry 2003; 74: 995-997. [Abstract] [Full text] [PDF] J D Mitchell, G D Borasio Amyotrophic lateral sclerosis Lancet 2007; 369: 2031–41

  • Schädigungs-Zeichen des oberen oder 1. Motoneurons: pathologische Reflexe oder gesteigerte Eigenreflexe, Kloni, spastische Tonuserhöhung, erhaltene Reflexe trotz Atrophie der Gliedmaße,
  • Schädigungs-Zeichen des unteren oder 2. Motoneurons: Schwäche, Atrophie, Faszikulationen

Häufigkeit: 1-3 Fälle / 100000 Einwohner / Jahr oder etwa 6/100 000 Einwohner die derzeit mit der Erkrankung leben. Weltweit schätzungsweise 150000 ALS-Fälle, in Deutschland gibt es etwa 6000 Patienten mit einer ALS. An der sporadischen (nicht erblichen) Form leiden 90-95%, an der familiären Variante 5- 10%. Männer > Frauen (3:2). Bei etwa 5% der ALS-Patienten kommen weitere Krankheitsfälle in der Familie vor. Bei der sporadischen Form scheint häufig eine Mutation eines einzelnen Nukleotides im FLJ10986- Gen eine Rolle zu spielen. (N Engl J Med 2007;357:775-88). Das potentielle Substrat für FLJ10986 ist bisher nicht bekannt, damit ist auch nicht bekannt, wie es zur Auslösung der sporadischen Form der ALS beiträgt. ALS beginnt meist zwischen 50 und 70 Jahren, kann aber auch jüngere Menschen treffen. Die ALS tritt als sporadische (spontane) Form, familiäre Form (seltener, ca. 5-10% der Fälle), endemische (nur in einer bestimmten Region vorkommende, z.B. Guam, Kii Halbinsel) Form auf. ALS scheint bei Weißen häufiger zu sein als bei Afroamerikanern, Lateinamerikanern oder Asiaten. Die Ursache der ALS ist weiter unklar. Manche Studien weisen darauf hin, dass ein vererbtes Retrovirus verantwortlich sein könnte. Im Blut von ALS- Patienten und deren Blutsverwandten wurde eine im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant höhere Prävalenz der reversen Serumtranskriptase- Aktivität gefunden.

Vesikel-assoziiertes Membranprotein/Synaptobrevin-assoziiertes Membranprotein B ( VAPB ) Gen

CHMP2B (charged multivesicular body protein 2B),

Die Diagnose wird oft erst sehr spät im Verlauf gestellt. Interessant ist dabei die Feststellung, dass der Hausarzt 3x schneller auf die Idee kommt und seine Patienten zum Neurologen zur Abklärung schickt als dies andere Fachärzte wie Rheumatologen tun. (Vorläufige Ergebnisse der „From First Symptoms to Diagnosis Study" Rh�ne-Poulenc Rorer GmbH. Es handelt sich um eine Ausschlußdiagnose. Die Diagnosekriterien der ALS sind als "El Escorial-Kriterien" international standardisiert und werden momentan überarbeitet ("erweiterte El Escorial-Kriterien"). Dies bedeutet, dass die Erkrankung erst diagnostiziert wird, wenn andere (besser behandelbare) Ursachen der Symptome ausgeschlossen sind. Insbesondere eine cervicale Myelopathie, motorische Neuropathien, Autoimmunerkrankungen (MS, Motorische Neuropathie mit multiplen Leitungsblöcken, Myasthenie, Einschlußkörperchen-Myositis, paraneoplastische Syndrome), toxisch infektiös oder durch Stoffwechselerkrankungen bedingte Polyneuropathien. Für diese Ausschlussdiagnostik sind entsprechende laborchemische Untersuchungen und eventuell auch radiologische Untersuchungen wie Kernspintomographien der Halswirbelsäule oder manchmal auch des Kopfes oder ein SSEP erforderlich. Eine Kernspintomographie der Halswirbelsäule oder des Kopfes dient also nicht dem Nachweis der Erkrankung sondern nur dem Ausschluss anderer Ursachen der Lähmungen. Manchmal ist auch eine Untersuchung des Nervenwassers im Rahmen der Ausschlussdiagnostik sinnvoll. Die Bestimmung der Blutgase und eine Lungenfunktionsprüfung kann im Verlauf sinnvoll sein um das Ausmaß der vorhandenen Beeinträchtigung der Atmung besser beurteilen zu können.

Letztlich entscheidend für die Diagnose ist der neurologische Befund und der EMG- Befund. Bei der neurologischen Untersuchung finden sich Zeichen einer Spastik mit gesteigerten Muskeleigenreflexen und einem erhöhten Muskeltonus bei gleichzeitiger Muskelatrophie. Dabei Fehlen in der Regel sensible Ausfallserscheinungen. Der EMG- Befund ist, wenn man einen befallenen Muskel untersucht meistens typisch für die Erkrankung. Kein einzelner Befund alleine kann jedoch die Diagnose wirklich sichern. Genauso nachteilhaft wie zu späte Diagnosen, sind verfrühte und besonders nicht wirklich gesicherte Diagnosen. Ich selbst habe vor ein paar Jahren eine Patientin gesehen, bei der in einer renommierten neurologischen Klinik 12 Jahre zuvor die Diagnose ALS mitgeteilt worden war, und die außer einem leichten Restbefund einer Polyneuropathie beschwerdefrei war. Dabei aber wartete sie immer noch auf das Fortschreiten dieser schrecklichen Krankheit. Die Diagnose sollte deshalb nie von einem Neurologen alleine gestellt werden. Hier ist immer auch eine stationäre Einweisung um eine 2. und 3. Meinung einzuholen sinnvoll. Klinisch und neuropathologisch wird die ALS eingeteilt in die klassische ALS/PBP, bei der neben den Motoneuronen in Rückenmark und Hirnstamm ("zweite Motoneurone") auch die übergeordneten Motoneurone (sog. "erste Motoneurone" oder Betz´schen Riesenzellen) des präzentralen Großhirns zugrunde gehen, die progressive muskuläre Atrophie (PMA), bei der nur die Motoneurone des Vorderhorns zugrunde gehen. Die PMA betrifft dabei mehr als 10% aller ALS-Patienten. Sie führt ebenso zu fortschreitenden Lähmungen an Armen und Beinen, und zu Atemlähmung, seltener oder später aber zur Bulbärsymptomatik (was günstiger ist als bei der ALS). Reflexsteigerungen bzw. Zeichen einer begleitenden Spastik fehlen hier, da das 1. motorische Neuron nicht betroffen ist. Der Verlauf der PMA ist ansonsten dem Verlauf der ALS ähnlich, wobei die Überlebenszeit hauptsächlich wegen der später eintretenden Bulbärsymptomatik länger ist und bei bis zu 2/3 der Patienten bei mehr als 5 Jahren liegen soll. Eine Abgrenzung zu den Erwachsenenformen der spinalen Muskelatrophie ist meist erst durch den bei letzterer Erkrankung gutartigeren Verlauf möglich. Daneben gibt es die primäre Lateralsklerose (PLS), bei der die übergeordneten Motoneurone, nicht jedoch die Motoneurone des Vorderhorns zugrunde gehen.

Häufigste Fehldiagnosen nach Chio J Neurol 1999 246 suppl 3

Die Prognose ist nach wie vor schlecht. Alter, bulbäre Symptome beim Beginn, fehlen eines Partners, weibliches Geschlecht bedingen eine schlechtere Prognose, allgemein gute Gesundheit verbessert die Prognose hinsichtlich der Überlebenszeit. M.A. del Aguila, PhD, W.T. Longstreth, Jr, MD MPH, V. McGuire, PhD, T.D. Koepsell, MD MPH and G. van Belle, PhDPrognosis in amyotrophic lateral sclerosis A population-based study Neurology 2003;60:813-819

Ein für die Behandlung der MS zugelassenes Medikament könnte nach den Ergebnissen von Tierversuchen an Mäusen eine Behandlung der ALS ermöglichen. Glatirameracetat (Copaxone ®), Eiweiß mit Ähnlichkeiten zu Eiweißen in der Nervenscheidewand muss bei MS- Kranken täglich gespritzt werden. Bei Mäusen führt eine Impfung mit Copaxone ® zu einer Lebensverlängerung, Nervenzellen am Gesichtsnerven der Mäuse überlebten doppelt so lange, wenn die Mäuse mit der Substanz geimpft wurden. Akute wie chronische Abbauprozesse von Nerven wurden durch die Substanz verzögert. Die Autoren der Studie vermuten, dass die Substanz über einen Schutz vor dem Autoimmunprozess wirkt, der für die vorzeitige Zerstörung der Vorderhornzellen im Rückenmark und motorischer Nervenzellen verantwortlich ist. Möglicherweise könnte das Medikament auch bei anderen Verletzungen von Nerven den Heilungsprozess beschleunigen.

Tierversuche sind nicht immer auf den Menschen übertragbar. Bis Studien an Menschen überprüft haben, ob eine Wirkung der Substanz auch bei ALS vorhanden ist, wird es noch ein paar Jahre dauern. Das Medikament ist sehr teuer und wird die nächsten Jahre für die Behandlung der ALS nicht zugelassen sein. Bis jetzt gibt es für ALS- Patienten auch noch keinen Grund sich Copaxone ® zu besorgen. Angesichts des bisherigen Mangels an gut wirksamen Behandlungen für diese schreckliche Erkrankung wird es mit Sicherheit bald Studien geben. Diese zu beobachten lohnt sich auf jeden Fall. Die Injektion von Copaxone ® wird meist gut vertragen. Kurzdauernde Reaktion mit Beklemmungsgefühl und Flush-Symptomen wurden berichtet. Juckreiz und Schwellungen an der Injektionsstelle kommen ebenfalls vor. Eine laufende Nase, Tremor; ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche sowie Gewichtszunahmen wurden berichtet. D. N. Angelov et al. PNAS 2003 100: 4790-4795;

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"Wann ist man wegen Krankheit von seiner Erwerbsobliegenheit befreit?"

Aus dem Gebot der Eigenverantwortlichkeit und gegenseitigen Rücksichtnahme folgt, sowohl für den Unterhaltsgläubiger, als auch für den Unterhaltsschuldner grundsätzlich die Obliegenheit einer -> Vollzeittätigkeit nachzugehen (-> Erwerbsobliegenheiten nach deutschem Unterhaltsrecht). Wer gegen diese Erwerbsobliegenheit verstößt, dem werden in -> Höhe des erzielbaren Einkommens fiktive Einkünfte zugerechnet (-> Erwerbsobliegenheiten & fiktive Einkünfte). Gründe, die gegen eine zumutbare -> Vollzeittätigkeit sprechen können, sind vielschichtig (-> Voraussetzungen für Erwerbsobliegenheit). Ein Grund gegen die Erwerbsobliegenheit ist die erwerbsmindernde Krankheit. Wie muss die Krankheit -> dargelegt und beweisen werden, damit sie als anerkannter Grund für eine fehlende oder verminderte Erwerbsobliegenheit ins Feld geführt werden kann? Dieses Thema greift der -> Wegweiser zur "Erwerbsobliegenheit bei Krankheit" auf.

Autor: Dr. Schröck - Kanzlei für Familienrecht


Wegweiser zur "Erwerbsobliegenheit bei Krankheit"


I. Situation: Krankheit als Einwand gegen die Erwerbsobliegenheit

Erwerbsobliegenheit oder erwerbsmindernde Krankheit?

Dem von Krankheit Betroffenen obliegt es, seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Einzelnen darzulegen und genau vorzutragen, welche Auswirkungen diese auf seine Erwerbsfähigkeit haben. Nur dann kommt eine Entlastung von der Erwerbsobliegenheit zum tragen (BGH FamRZ 2OO7,2OO). Derjenige, der sich auf krankheitsbedingt geminderte Erwerbsfähigkeit beruft, muss diese im Streifall auch beweisen. Wer sich auf seine Krankheit berufen möchte, um diese einer möglichen -> Erwerbsobliegenheit entgegenzuhalten, sollte sich bereits im Vorfeld eines -> Unterhaltsverfahrens stets um ein ausführliches medizinisches Privatgutachten bemühen und dieses im Prozess vorlegen. Denn die Erkrankungen, aus denen sich eine Erwerbsminderung ergeben sollen, müssen mit einem schriftlich Vortrag dem Gericht im Detail angegeben und dargelegt werden, dass die Krankheit kausal dafür sei, dass sich eine angemessene Erwerbstätigkeit nicht finden lässt und Bewerbungsbemühungen obsolet sind. Dafür muss im Schriftsatz für den Bestreitensfall ein Beweisantrag zur Einholung eines gerichtlich bestellten Sachverständigengutachtens enthalten sein. Einem solchen Beweisantrag braucht jedoch ein Gericht nicht zu folgen, wenn der dazu entsprechende Vortrag schon nicht hinreichend substantiiert, d.h. ausreichend -> dargelegt ist. Erst ein schlüssiger Vortrag von ernsthafter gesundheitlicher Einschränkungen, der die Kausalität zwischen Erkrankung und Erwerbsfähigkeit, veranlasst das Gericht zur die Einholung eines beantragten Sachverständigengutachtens (BVerfG, Beschluss vom 15.02. 2010 - 1 BvR 2236/09). Hierzu muss nicht exakt angeggeben werden zu welchem Grad eine Erwerbsminderung vorliegt. Ungefähre Schätzungen genügen.

(Zitat, Rn 15) "Der Unterhalt begehrende Ehegatte muss (. ) im Einzelnen die Krankheiten, an denen er leidet, angeben und vortragen, inwiefern sich diese auf seine Erwerbsfähigkeit auswirken. Er darf sich nicht generell auf eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne des § 1572 BGB berufen, sondern von ihm ist, insbesondere im Hinblick darauf, dass (. ) nur eine teilweise Erwerbsunfähigkeit vorliegen kann, zu verlangen, dass er Art und Umfang der gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Leiden darlegt (Senatsurteil vom 27. Juni 2001 - XII ZR 135/99 - FamRZ 2001, 1291, 1292)."

(Zitat, Rn 13) "Wer sich gegenüber seiner Erwerbsobliegenheit auf eine krankheitsbedingte Einschränkung seiner Erwerbsfähigkeit berufen will, muss grundsätzlich Art und Umfang der behaupteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Leiden angeben, und er hat ferner darzulegen, inwieweit die behaupteten gesundheitlichen Störungen sich auf die Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. Senatsurteile vom 25. Oktober 2006 - XII ZR 190/03 - FamRZ 2007, 200, 201 f. und vom 27. Juni 2001 - XII ZR 135/99 - FamRZ 2001, 1291, 1292).

(Zitat, Rn 14) "Inwieweit die tatsächliche nachhaltige Ausübung einer vollschichtigen Tätigkeit mit dem Vorbringen einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit in Einklang gebracht werden kann, ist eine der Beweiswürdigung vorzubehaltende Frage."


♦ Darlegungslast für zumutbare Heilbehandlung (Therapiemaßnahmen)

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In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Medikamenten indiziert und auch zwingend notwendig, weil alleine durch Gespräche die krankhafte Veränderung des Botenstoffhaushaltes nicht ausreichend beeinflusst werden kann. [9] Die medikamentöse Behandlung wird durch regelmäßige Kontrollen und Gespräche unterstützt beziehungsweise überwacht. In Abhängigkeit von Krankheitsverlauf und -schwere kann bei leichten Fällen auch alleine mit einer regelmäßigen Gesprächstherapie eine Stabilisierung erzielt werden. Hierbei ist das frühzeitige Erkennen der Erkrankung ein wichtiger Faktor. Eine bipolare Störung tritt nicht urplötzlich bei einem vorher völlig gesunden Menschen auf, sondern entwickelt sich schleichend. Auf Grund von mangelnden Kenntnissen in der Öffentlichkeit und mitunter auch bei Ärzten sowie auch der Scheu vor dem Umgang mit psychischen Erkrankungen, wird bei vergleichsweise milden Krankheitssymptomen oftmals über Jahre hinweg nicht eingegriffen – möglicherweise auch aus Angst vor Medikamenten. Dabei kann der Verlauf durch das frühzeitige Stellen einer Diagnose und mit regelmäßigen Gesprächen stark positiv beeinflusst werden.

In den verschiedenen Episoden wird unterschiedliche Medikation verwendet. Man unterscheidet ferner zwischen Akuttherapie, Erhaltungstherapie und Prophylaxe. Dabei ist die Stimmungsstabilisierung durch Phasenprophylaktika das Grundgerüst jeder medikamentösen Therapie.

Bei akuten Manien oder starken Manien werden üblicherweise Neuroleptika verabreicht. Typische Neuroleptika (z. B. Haloperidol) wirken normalerweise recht zuverlässig, haben aber den Nachteil extrapyramidaler Störungen als Nebenwirkung. Atypische Neuroleptika wie Risperidon, Quetiapin, Olanzapin haben ein geringeres Risiko hinsichtlich extrapyramidaler Störungen und können darüber hinaus auch längerfristig zur Phasenprophylaxe eingesetzt werden. Die Gefahr von Nebenwirkungen bezieht sich hier eher auf Stoffwechselerkrankungen bis hin zum Diabetes.

Neuroleptika können auch verwendet werden, wenn sich eine manische Episode anbahnt, was den vollständigen Ausbruch oft verhindert.

Antiepileptika (z. B. Valproinsäure) kommen eher zur Phasenprophylaxe als zur Akutbehandlung der Manie zum Einsatz.

Benzodiazepine sind als Begleitmedikation bei einer Manie üblicherweise nicht indiziert (ebenso wenig, wie bei Depression): Sie haben eher einen angstlösenden Effekt, der der Symptomatik einer Manie meist nicht entspricht, sie können außerdem zu einer Abhängigkeit führen. Sofern eine Beruhigung durch Medikamente erreicht werden soll, sind niederpotente Neuroleptika (z. B. Levomepromazin) sinnvoll.

Mischzustände sind kompliziert zu behandeln. Meist müssen mehrere Medikamente kombiniert werden. Sie können einerseits mit neueren atypischen Neuroleptika behandelt werden, andererseits muss auch die depressive Symptomatik behandelt werden. Es kann vorkommen, dass die Einnahme über einen längeren Zeitraum notwendig ist, falls psychotische Symptome beim Absetzen wiederkehren.

Antidepressiva, insbesondere Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), die die Konzentration des Dopamin nicht erhöhen, werden bei akuten Depressionen oder bei rasch wiederkehrendem (rezidivierendem) Erscheinen vieler Depressionen empfohlen. Durch viele Antidepressiva kann es bei Betroffenen zu einem Umschlagen in die Manie oder Hypomanie kommen („Switch“, „Switch-Risiko“), weswegen insbesondere bei einer Erstbehandlung eine Beziehungsebene zu dem zu Behandelnden gewährleistet sein muss, da durch den sog. "Switch"-Effekt eine erhöhte Handlungsbereitschaft zu einer evtl. vorliegenden Absicht der Selbsttötung vorhanden sein kann; deswegen sind nicht alle Antidepressiva bei bipolar Erkrankten gleichermaßen geeignet. Oftmals wird in Deutschland die Kombinationstherapie mit atypischen Neuroleptika empfohlen, obwohl belegt ist, dass bei einer Kombination mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) das Risiko eines Serotonin-Syndroms sehr hoch ist. [10] Am naheliegendsten ist die Kombination von SNRI bzw. SSRI mit Stimmungsstabilisierern, siehe Phasenprophylaxe. Aufgrund der Tatsache, dass Antidepressiva Stimmungsschwankungen bzw. manische Phasen auslösen können, sollten Antidepressiva bei Wirkungseintritt der Phasenphrophylaktika (etwa vier bis acht Wochen nach begonnener Einnahme) langsam abgesetzt werden.

Eine vorbeugende Behandlung der bipolaren Störung geschieht mit Stimmungsstabilisierern wie Lithium oder Antiepileptika wie Valproinsäure, Lamotrigin oder Carbamazepin. Die genauen Wirkungsweisen, insbesondere die des Lithiums, in Form von Lithiumcarbonat eingenommen, sind bisher noch ungeklärt. Auch heute noch gilt Lithium als das wirksamste Mittel gegen langfristige Stimmungsschwankungen. Durch M. Schou wurde nachgewiesen, dass die Einnahme von Lithium zu einem Rückgang der Suizidrate führt. Allerdings ersetzt Lithium kein Antidepressivum bei bereits eingetretener depressiver Phase. Unter den Antiepileptika gilt Lamotrigin als sehr wirksam gegen bipolare Depressionen, hat aber keine belegten Effekte gegen Manien. Carbamazepin und Valproinsäure wirken hingegen fast ausschließlich gegen Manien. Der Abbruch einer erfolgreichen Behandlung mit Phasenprophylaktika sollte gut überlegt werden, da ein erneutes Auftreten von depressiven und manischen Phasen den Krankheitsverlauf insgesamt negativ beeinflussen und eine erneute Behandlung erheblich erschweren kann.

Typische Neuroleptika sind generell wenig zur Phasenprophylaxe geeignet, da sie extrapyramidal-motorische Störungen auslösen können und im Gegensatz zu den Stimmungsstabilisierern nicht phasenprophylaktisch wirken. Sie sollten deshalb eher in manischen Phasen oder Mischzuständen angewendet werden. Wenn Mischzustände länger andauern und deshalb eine längere Gabe von dopaminsenkenden Mitteln notwendig wird, ist dies nicht als Phasenprophylaxe zu betrachten, sondern als Behandlung einer lang andauernden Phase. Es gibt jedoch inzwischen einige atypische Neuroleptika, die zur Kombinationsbehandlung mit Antiepileptika oder Lithium zugelassen sind. Olanzapin kann z. B. bei Ansprechen einer akuten manischen Phase auch als Phasenprophylaktikum gegeben werden. Auch andere atypische Neuroleptika werden aktuell für diesen Einsatz geprüft.

Neben Stress und Schlafmangel wirken sich auch Koffein, Alkohol, Tabakrauch und andere Drogen bei bipolaren affektiven Störungen ungünstig aus. Oftmals sind zudem Wechselwirkungen mit den verordneten Medikamenten zu erwarten, weswegen ein vollständiger Verzicht darauf meist von Vorteil sein kann.

  • Koffein wirkt sich ungünstig auf die Schlafdauer aus und fördert Nervosität und Unruhe; Bipolare können in besonderer Weise dafür anfällig sein und könnten eine Manie dadurch auslösen.
  • Alkohol wirkt sich – neben der Gefahr einer Abhängigkeit – entgegen populärer Ansichten negativ auf Schlaftiefe und Schlafdauer aus und wirkt enthemmend, was einer antimanischen Prophylaxe entgegensteht. Auf der anderen Seite verstärkt Alkohol Depressivität.
  • Cannabis wird von einigen Betroffenen als Eigenmedikation angewandt. Trotz der womöglich positiven Effekte darf nicht vergessen werden, dass gerade Zurückgezogenheit und Trägheit (depressive Merkmale), sowie Paranoia und Verfolgungswahn (manische Merkmale), durch Marihuana um ein Vielfaches gesteigert werden können, was der Gesundung wiederum entgegenwirkt.
  • Kokain steht ebenfalls im Verdacht, Manien auszulösen, und in der Tat gibt es Verhaltensähnlichkeiten zwischen einem Maniker und einer Person, die Kokain als Rauschdroge missbraucht.
  • Amphetamin (Speed) kann in seinem Wirkungsverlauf sowohl manische Symptome auf dem Höhepunkt des Tripps, sowie depressive Muster beim Nachlassen der Euphorie auslösen. Amphetamine begünstigen extreme Stimmungsschwankungen, wobei u. a. Ruhelosigkeit, Schlafmangel und eintretende Unsicherheit die wohl langfristigsten Auswirkungen auf die Psyche haben können.

Sinnvoll ist eine auf die Krankheit abgestimmte kognitive Verhaltenstherapie und/oder Gesprächspsychotherapie und/oder Soziotherapie und/oder Psychoedukation. Empfehlenswert sind außerdem Selbsthilfegruppen wie sie sich etwa im „Bipolar-Selbsthilfe-Netzwerk“ zusammengeschlossen haben.

Sinnvoll für Betroffene ist es, eigene Warnsysteme zu entwickeln, um nicht wieder in extreme Phasen zu geraten, mit Selbststeuerungskonzepten, Stress-Management-Training, Selbstbeobachtung, Selbstregulation und Selbstmanagement. Das Erkennen der persönlichen Frühwarnzeichen der depressiven, manischen oder gemischten Phasen und ein rechtzeitiges Gegensteuern durch entsprechendes Verhalten (z. B. antidepressive Tätigkeiten bei Gefahr einer Depression; antimanisches Verhalten wie genügend Schlaf, Beschränkung, Reizabschirmung bei der Gefahr einer Manie sowie die richtige Medikation zum richtigen Zeitpunkt) kann den Ausbruch einer neuen Episode verhindern. Ein geregeltes, stressfreies, erfülltes Leben mit ausreichend Schlaf, Bewegung (Sport) und Meditation oder Yoga kann neue Episoden verzögern, oder seltener auch ganz verhindern. Voraussetzung dafür ist, dass sich Betroffene von den Folgen der letzten Episode erholt haben.

Die Wahrscheinlichkeit, in seinem Leben an einer bipolaren affektiven Störung zu erkranken (Lebenszeitrisiko), liegt in den unterschiedlichsten Ländern bei 1,0 bis 1,6 %. Es besteht kein Unterschied des Erkrankungsrisikos zwischen Männern und Frauen.

Das Risiko, eine hohe Phasenfrequenz (schneller Wechsel zwischen gehobener und gedrückter Stimmung) zu entwickeln, steigt mit der Dauer der Erkrankung. Etwa 10 % der Betroffenen entwickeln Krankheitsformen mit vier und mehr Episoden pro Jahr. Dies geht mit einer ernsteren Prognose einher. Ersten Untersuchungen zufolge scheinen 80 % der so genannten Rapid Cycler Frauen zu sein. Etwa ein Drittel der Patienten erreichen im Rahmen ihrer Erkrankung keine Vollremission (symptomfreies Intervall).

75 % der Patienten erleiden ihre erste Krankheitsepisode bis zum 25. Lebensjahr. 10 % bis 15 % der Betroffenen durchleben mehr als 10 Episoden in ihrem Leben. 39 % der Patienten haben eine weitere psychiatrische Diagnose.

Die sozioökonomischen Auswirkungen von affektiven Störungen auf die Volkswirtschaft belaufen sich allein in den USA auf 45 Milliarden Dollar (Studie von 1991). Bipolare Störungen gehören laut WHO zu den 10 Krankheiten, die weltweit am meisten zu dauernder Behinderung führen.

Ungefähr 25 % bis 50 % aller bipolar Erkrankten unternehmen mindestens einen Suizidversuch. Etwa 15 % bis 30 % der Patienten töten sich.

Bis jetzt wird die Häufigkeit des Auftretens einer manisch-depressiven Episode im Kindheits- und Jugendalter mit einem Wert von unter 0,1 % als relativ gering eingeschätzt. Es spricht allerdings einiges dafür, dass dieser Wert die tatsächliche Auftretens-Häufigkeit unterschätzt, da nach Vermutung einiger Psychiater in der kinderpsychiatrischen und psychologischen Praxis Fehlinterpretationen des Beschwerdebildes bei Hypomanie und Manie in Richtung ADHS und Verhaltensstörungen vorkommen. Häufige Komorbiditäten sind Angststörungen und aggressive Verhaltensstörungen.

Besonders jugendliche männliche Erkrankte weisen in 30 % der Fälle stimmungsinkongruente psychotische Merkmale auf. In Bezug auf ADHS überlappen sich viele Symptome. Hinweise auf die bipolare Störung ergeben sich vor allem: aus einem episodenhaften Verlauf, einer signifikant höheren Beeinträchtigung, und – im Fall einer Manie – durch Größenideen und Selbstüberschätzung sowie rücksichtslosem Verhalten. Eine genaue Anamnese ist somit unerlässlich.

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  • Die Selbstlüge
    Die Selbstlüge wird benutzt, um unliebsame Wahrheiten zu verdrängen. Wenn Menschen sichbetrunken ans Steuer setzen und sich einreden, sie hätten nach wie vor alles unter Kontrolle. Man sagt: "Das ist die letzte Zigarette!", obwohl man genau weiß, dass man der Sucht nicht widerstehen kann. Mithilfe dieser Art Kontroll-Illusion kann man es aber auch schaffen, erfolgreich gegen Lebensängste anzukämpfen.
  • Die Notlüge aus Freundschaft
    Viele Schwindeleien entspringen vornehmlich dem Wunsch, seinen Mitmenschen eine Freude zu machen, sie nicht bloßzustellen oder gar zu verletzen. Man denke nur an die "nette" todlangweilige Party oder an die völlig missratene Frisur, die der Nachbarin "wirklich gut steht".
  • Die Geltungslüge
    Diese betrifft vor allem um Übertreibungen, mit denen andere Menschen beeindruckt werden und die das Bedürfnis nach Anerkennung stillen. Da wird der kleine Hügel, den man im Urlaub bestiegen hat, schnell zu einem Dreitausender.
  • Die Angstlüge
    Der Schutzfaktor bei der Angstlüge ist meist gering, da sich diese meist leicht überprüfen lässt. Statt ehrlich einen Fehler zuzugeben, will man den anderen etwas vormachen, etwa aus Angst vor unangenehmen Konsequenzen oder Bestrafungen.
  • Die skrupellose Lüge
    Lügen, die gezielt eingesetzt werden, um andere zu täuschen und zu benachteiligen, zu desinformieren oder in die Irre zu führen, haben den eigenen Vorteil zum Zweck und werden oft von karrieresüchtigen Menschen verwendet. Um sich selbst ins rechte Licht zu rücken, werden Kollegen oder Familienmitglieder beschuldigt, anstatt die eigenen Fehler einzugestehen.

Pseudologen - so bezeichnet man krankhafte LügnerInnen - suchen durch ihr Lügen in der Regel kindliche Entbehrungen mit Hilfe von Lügengeschichten zu kompensierten bzw. dient die Lüge einer seelischen Entlastung in Situationen, die ein Pseudologe anders nicht bewältigen könne. Der Pseudologe lügt, weil ihm die Lüge Anerkennung und Zuwendung sichert, wobei die Anerkennung dabei auf das Umfeld des Pseudologen abstrahlt, das daher oft nicht die Lügengeschichten hinterfragt. Die Pseudologia Fantastica setzt immer zweierlei voraus: Den Lügner und den, der sich belügen lässt. Über die Anzahl der Pseudologen gibt es keine verlässlichen Zahlen, unter anderem auch deshalb, da die Pseudologia Fantastica in der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) nicht als Einzelphänomen verzeichnet ist. Die Pseudologia Fantastica zeigt dennoch ein charakteristisches Muster abnormen Verhaltens, eben dranghaftes Lügen, und ist eine charakteristische Störung der Impulskontrolle, wobei den Pseudologen Schuld- und Schamgefühle fehlen. Die Pseudologia Fantastica ist daher ein Syndrom, das unter die narzisstische Persönlichkeitsstörung fällt, das in der ICD aufgeführt ist, und ist somit nur Teil verschiedener Störungen wie etwa des Münchhausen-Syndroms, bei dem Menschen mit dem Ziel ärztlicher Behandlung Krankheiten erfinden oder selbst hervorrufen. Allerdings ist nicht jeder, der lügt, ist schon ein Pseudologe, denn Selbstwertkrisen kennt jeder und neigt daher auch mal dazu, sein Leben ein wenig schöner und spannender zu sehen, als es wirklich ist.

Nach Ansicht von Experten (Fetchenhaue & Goebbels, 2012, Kliche & Thiel, 2012) ist die Art, wie Menschen zur Aufrichtigkeit erzogen werden, wie sie die Regeln von Fairness und Solidarität befolgen, tief in der kulturellen Historie des Landes verwurzelt. Unterschiede dürften in der autoritaristischen Tradition eines Landes liegen, sodass Regulierungen und Kontrollen etwa zur Vermeidung von Korruption fragwürdige Therapiemöglichkeiten sind, denn eine korrupte Raubgesellschaft kann eine hermetische, perfekt rechtsstaatliche Fassade entwickeln, also ein seinerseits selbst von Korruption gesteuertes Justizwesen, das die Aufdeckung und Verfolgung einzelner Fälle aussichtslos macht und zugleich zu einer Art selbstverständlicher Öffentlichkeit der Korruption führt.

So zeigt der Corruption Perceptions Index 2012 von Transparency International, dass alle europäischen Staaten mit hoher Korruption sich in ökonomischen Schwierigkeiten befinden, während Staaten mit geringer Korruption prosperieren, d. h., je höher das Niveau an finanzieller Ehrlichkeit in einem Land ist, desto stärker wächst das Bruttosozialprodukt. Hinzu kommt, dass die Mehrheit der ehrlicheren Gesellschaften überwiegend protestantisch geprägt ist, meist verbunden mit einer demokratischen Tradition, während katholisch geprägte Gesellschaften bzw. ohne längere demokratische Geschichte es eher wenger mit der Ehrlichkeit halten.

In der alltäglichen Kommunikation kann man verschiedene Formen der Lüge finden:

  • Beim Weglassen werden Informationen in einer Aussage in so hohem Maße weggelassen, dass beim Gesprächspartner ein falscher Eindruck entsteht. Die extremste Variante ist dabei das völlige Verschweigen, wobei durch die Abwesenheit einer Teilinformation dem Empfänger verborgen wird, dass es etwas zu erfahren gäbe.

Ein wichtiges Modell der Sozialpsychologie besagt, dass alle Menschen im Lauf ihres Lebens zahlreiche verschiedene soziale Identitäten durch die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen entwickeln, wobei diese Identitäten auch mit unterschiedlichen sozialen Normen zusammenhängen, die immer dann zum Vorschein kommen, wenn eine Gruppenmitgliedschaft in einer gegebenen Situation besonders bedeutsam ist. Unter dieser Prämisse haben Cohn et al. (2014) untersucht, wie die Wertegeflechte und die ungeschriebenen Regeln innerhalb der Banken-Branche die Moral der Mitarbeiter prägt. Dazu ließ man 128 Angestellte einer großen internationalen Bank eine kurze Onlinebefragung absolvieren, wobei ein Teil der Probanden dabei nur ganz allgemeine Fragen zu ihren Lebensumständen beantworten musste, während man den anderen Probanden mit ganz gezielten Fragen ihren beruflichen Hintergrund in Erinnerung rief. Anschließend sollten alle Versuchspersonen zehnmal eine Münze werfen und das Ergebnis nennen, wobei sie in jedem Durchgang eine Belohnung von 20 US-Dollar gewinnen konnten, je nachdem ob sie "Kopf" oder "Zahl" nannten. Bei welchem Resultat das Geld winkte, war vorher stets bekannt, denn es ging auf diese Weise darum, die Ehrlichkeit der Probanden zu testen. Unter normalen Bedingungen zeigte sich, dass die Bankangestellten meist die Wahrheit sagten, denn im Durchschnitt nannten sie bei rund 51 Prozent aller Münzwürfe das Gewinn bringende Ergebnis. Waren die Teilnehmer aber zuvor an ihren beruflichen Hintergrund erinnert worden, kassierten sie stattdessen in 58 Prozent aller Fälle Geld. Aus statistischen Gesetzmäßigkeiten lässt sich eindeutig ableiten, dass die Probanden der zweiten Gruppe häufiger das tatsächliche Ergebnis zu ihren Gunsten abänderten. Zur Kontrolle führte man den gleichen Versuch mit Angestellten aus anderen Sektoren durch, bei denen sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen zeigte, wenn den Probanden zuvor ihr Beruf ins Gedächtnis gerufen wurde. Man kann daher annehmen, dass es vor allem die Bankenkultur ist, die die Ehrlichkeit der Bankangestellten grundsätzlich senkt.

Friedrich Nietzsche stellt übrigens Sprache unter den Generalverdacht der Lüge, denn Sprache ist für ihn ein Gespinst aus Bildern und Metaphern, von denen man nur vergessen hat, dass sie nur Metaphern und Bilder sind. Wenn man wie häufig in der Wissenschaft den Anspruch hat, Wahrheit als Übereinstimmung von Sprache und Sachverhalt zu definieren, dann findet man letztlich als Wahrheit über die Dinge nur das heraus, was schon längst unerkannt in der verwendeten Sprache steckt, sodass die Befangenheit als Gefangenheit in der Sprache zu einer nicht mehr zu durchschauenden (Selbst)Lüge geworden ist.

Die "Will"-Hypothese besagt, dass Ehrlichkeit die Fähigkeit ist, der Versuchung zum Lügen zu widerstehen, und steht im Gegensatz zur "Grace"-Hypothese, die davon ausgeht, dass bei vielen ehrlichen Menschen überhaupt keine Versuchung zum Lügen besteht und sie folglich auch gar nicht dagegen ankämpfen müssen. Joshua Greene und Joseph Paxton (Harvard-Universität, Cambridge) ließen in einer Studie ProbandInnen den Ausgang eines Münzwurfs vorhersagen. Lagen diese mit ihrer Vorhersage richtig, erhielten sie einen kleinen Geldpreis, wobei man jedoch auch die Möglichkeit hatte, zu schwindeln und zu behaupten, den Ausgang des Wurfs richtig vorhergesagt zu haben. Die Gehirnaktivität der ProbandInnen war eindeutig: Bei ehrlichen Menschen gilt die "Grace"-Hypothese, denn es zeigte sich bei ihnen keinerlei Hirnaktivität im präfrontalen Cortex (Kontrollzentrum für die Steuerung von Handlungen), die auf einen inneren Zwiespalt oder auf ein aktives Ankämpfen gegen die Versuchung hinwies. Bei ProbandInnen, die in den Versuchen auch einmal logen, zeigte sich eine Hirnaktivität, die auf einen solchen Widerstreit schließen ließ, allerdings sowohl wenn sie die Wahrheit sagten, als auch wenn sie betrogen.

Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/305266.html (09-07-14)

Charles Naquin et al. (University of South Carolina) haben in zwei Experimenten die Ehrlichkeit ihrer Probanden (48 Studenten) getestet, die in einem Versuch eine imaginäre Kasse mit dem Inhalt von 89 Dollar geschenkt bekamen und einem unbekannten Versuchspartner entweder per E-Mail oder per Brief mitteilen sollten, wie viel Geld in der Kasse war und wie viel davon sie zu teilen bereit wären. Von den Studenten, die per E-Mail kommuniziert hatten, logen 92 Prozent und änderten den Wert der Kasse zu ihren eigenen Gunsten. Von den Briefschreibern logen hingegen nur 63 Prozent. In einem anderen Experiment sollten 177 Manager in Dreiergruppen gegeneinander antreten, wobei jeder von ihnen als Leiter einer Forschungsgruppe mit den anderen um Forschungsgelder wetteifern musste. Obwohl sich die Teilnehmer untereinander kannten und jede Lüge am Schluss aufgedeckt werden sollte, logen und betrogen wieder die Emailer öfter.
Quelle: http://www.psychologie-heute.de/news_kommunikation_gesellschaft/in_emails_wird_mehr_gelogen__100423.html (10-04-29)

Auch in Computerspielen wird gelogen, wobei die Geschichte dieser Spiele auch eine Geschichte des Schwindelns ist, denn schon bei den ersten Spielen gab es Cheat-Codes, mit denen Spieler Unbesiegbarkeit erlangen oder schwierige Passagen überspringen konnten. Heute ist Cheating ein weit verbreitetes Phänomen, wobei etwa im Online-Shooter Counter-Strike oft eine Software nutzen, um den Gegner durch Wände hindurch sehen zu können, oder man verwendet Zielautomaten, um die Treffergenauigkeit zu steigern. Cheaten beruht vermutlich auf einem Verhalten, das auch im realen Leben benutzt wird, wo es mehr oder weniger toleriert, zum Teil sogar belohnt wird. Es sind die selben Denk- und Verhaltensstrukturen wie beim beschönigenden Lebenslauf, beim Versicherungsbetrug, der Steuerhinterziehung, in der Werbung und der Produktverpackung oder auch bei Kontaktanzeigen.

Quelle: Zeit online vom 29.11.2010

Amerikanischer Forscher der California State University haben in einem Experiment herausgefunden, dass bei der Kontrolle der Blase jene Gehirnareale aktiv sind, die auch beim Lügen und Täuschen eine wichtige Rolle spielen. Ihre Folgerung: Mit voller Blase lügt es sich besser.

Frauen lügen übrigens eher aus prosozialen Gründen, etwa wenn es um ihre Gefühle geht, während Männer dagegen eher für sich selbst lügen, etwa um sich in einem besseren Licht darzustellen. Peter Stiegnitz, Begründer der Mentiologie (lat. "mentiri" = "lügen"), der Lehre vom Lügen, hat Hitlisten männlicher und weiblicher Lügen aufgestellt. Nummer eins bei Männern: das Auto; Nummer eins bei den Frauen: das Gewicht. Frauen lügen auch häufig, um die Gefühle und das Selbstwertgefühl anderer nicht zu verletzen. Forschungen belegen auch, dass Frauen sich beim Lügen in der Regel unwohler fühlen als Männer, sie sind daher nervöser, fühlen sich nachher schuldbewusster und zeigen Angst vor der Aufdeckung. Übrigens zeigte sich bei unverheirateten Partnern, dass 85 Prozent ihre Partner in Bezug auf frühere Beziehungen und Verfehlungen belügen.

Menschen ganz unterschiedlicher ethnischer Herkunft lügen auch verschieden, denn so verwenden in einem Experiment Europäer beim Lügen das Wort "ich" seltener, um sich selbst von einem Vorfall zu distanzieren, auch sind die ausgedachten Geschichten bei den Europäern weniger detailreich. Afrikanische und asiatische Testpersonen hingegen benutzen häufiger das Wort "ich" und erwähnen auch weniger andere Menschen in ihren Lügengeschichten, so als würden sie versuchen, andere herauszuhalten und die Lüge vor allem auf sich beziehen.

Dana Samson et al. (Universität Birmingham) haben im im temporoparietalen Übergangskortex eine Hirnregion entdeckt, die beim Einschätzen eines Gesprächspartners eine entscheidende Rolle spielt. Schlaganfallpatienten mit Hirnschäden in diesem Bereich können nicht mehr beurteilen, ob das Gegenüber lügt oder einen Witz erzählt. Die Probanden scheiterten in einem Experiment, die Gedanken einer Person in einem Video oder einer Erzählung nachzuvollziehen, obwohl sie in anderen Wahrnehmungstests gute Ergebnisse erzielten. Bisher wusste man nur, dass die Hirnregion hinter dem Ohr eine Rolle spielt, um Hinweise wie zum Beispiel die Blickrichtung eines Gegenübers zu verarbeiten

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