hyzaar 50mg 12 preisvergleich

Dem entspricht erstaunlicherweise die Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Gesundheit als einen Zustand definiert, frei von körperlichem, seelischem und sozialem Leid. Demnach gibt es gesunde Menschen höchstens in Anatomie-Lehr­bü­chern, aber nicht in unserer modernen Welt. Was einem Menschen auf dem Weg der Selbstverwirklichung selbstverständliche Basis seines Weltbildes ist, wird letztlich – wenn auch zähneknirschend – von Schulmedizin und Naturheilkunde bestätigt. Der Mensch ist krank. Die Gesundheitsstatistiken sind in Wahrheit Krankheitsstatistiken und zeigen, dass ein durchschnittlicher Bürger in 25 Jahren 2 lebensbedrohliche, 20 schwere und noch 200 mittelschwere bis leichte „Krankheiten“ durch­macht.

Mit ihren immer raffinierter werdenden Unter­su­chungs­methoden findet die Schulmedizin heute gar keinen wirklich ganz Gesunden mehr. Befragt man 1000 sogenannte Gesunde findet sich darunter prak­tisch keiner, der nicht doch irgendwelche Beschwerden hätte. Die Naturheilkunde mit ihren noch sensibleren Unter­su­chungs­me­tho­den etwa im Rahmen der Elektroakupunktur hat heute bereits Probleme, noch einen Menschen mit ganz normalen Leberwerten zu finden, von Gesundheit ganz zu schweigen. Das Fazit ist überraschend einfach und letztlich sind sich alle: Der Mensch ist krank. Ob man die Hoffnung der Schulmedizin, alle „Krankheiten“ irgendwann auszurotten, teilt oder nicht: im Augenblick ist absolute Gesundheit nicht von dieser Welt. Zu dieser Tatsache kann man in kämpferischer Opposition stehen oder sie akzeptieren, in jedem Fall wird Krank­heit den Menschen zur Aufgabe.

Aus dem ersten kämpferischen Ansatz[1] wird sich der Arzt mit dem Patienten gegen das Symptom verbünden und versuchen, dieses so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Aus dem spirituellen Ansatz, den ich hier im weiteren Verlauf darstellen will, folgt eher das Gegenteil: Der Arzt verbündet sich mit dem Symptom und schaut, was dem Patienten fehlt, so dass diese Symptomatik notwendig wurde. Dem Krankheitsbild wird Bedeutung zugemessen, indem es gedeutet wird. Aus seiner Symbolik lässt sich dann auf die konkrete darin zum Ausdruck kommende Lebensaufgabe schließen.

Das ist eigentlich kein ungewöhnlicher Schritt und im normalen Leben weit verbreitet. Wir sind es gewohnt, alles Mögliche zu deuten und sind sogar verstimmt, falls es einmal unterbleibt. Nehmen wir an, jemand antwortet auf die Frage nach dem neuesten Theaterstück: die Bühne hatte die Maße vier mal sechs Meter und war 2 Meter hoch, es waren 8 Schauspieler beteiligt, davon zwei Männer und sechs Frauen, ihre Kostüme bestanden aus x m Seidenstoff und y m Leinen, die Bühne wurde mit soundso viel Lux beleuchtet usw. Wir wären ungehalten, hätten wie doch eigentlich eine inhaltliche Deutung erwartet und nicht eine Be­schrei­bung des rein Formalen.

Was uns beim Theater so selbstverständlich erscheint, ist es in der Medizin plötzlich nicht mehr. Wenn sich ein Patient drei Tage nach der Erstun­ter­su­chung wieder beim Internisten einfindet, bekommt er zu hören, seine Blutuntersuchungen hätten diese, die Urinprobe jene Werte ergeben, sein Blutdruck habe den Wert x und die Temperatur den Wert y. Im Röntgenbild sei eine Verschattung aufgefallen und das EKG habe folgende Befunde ergeben. Nun ist der Patient erstaun­li­cher Weise nicht ungehalten, sondern zollt einem wissenschaftlich arbeitenden Mediziner Respekt, obwohl auch jetzt nur von der Form und nie vom Inhalt die Rede war. Erst wenn der Internist all seine Befunde deutet und die erlösenden Worte spricht: „Das nennt man Lungenentzündung“, kommt mit dieser Deutung auch wieder Sinn ins Geschehen. Die Frage ist allerdings, warum man ausge­rech­net an diesem Punkt, wo es für den Patienten erstmals interessant und sinnvoll wird, aufhören soll.

Natürlich ließe sich nach der Bedeutung der Lunge und jener der Entzündung weiterforschen. Das Thema der Lunge ist ganz offenbar Kontakt und Kommunikation, ist sie doch für den Gas­aus­tausch und unsere Sprache verantwortlich, die auf der Modulation des Ausatemstromes beruht. Mit der Entzündung ist das Thema Kon­flikt angesprochen. Erreger kämpfen gegen Antikörper und ihre Mittel sind eindeutig kriegerisch und aggressiv. Es wird belagert und gestorben, angegriffen, blockiert und getötet. Die Makrophagen, wörtlich Großfresser, geben auf Seiten des Körpers genauso wenig Pardon wie die Antikörper, die sich in Kamikaze-Manier auf die Erreger stür­zen, um mit ihnen zugrunde zu gehen. Insofern haben wir es bei der Lugenentzündung mit einem Konflikt im Kommunikationsbereich zu tun. Die häufigen Lungenentzündungen auf Intensivstationen sind dafür Beleg. An den Erregern kann es wohl nicht primär liegen, denn nirgendwo gibt es weniger als gerade hier. Wenn aber die ganze verbliebene Kommunikation mit der Welt über ein paar Plastik­schläuche läuft, bekommen viele Menschen ein Kontakt­pro­blem, und das kann sich mangels anderer Ausdrucksformen u.a. in ei­ner Lungenentzündung verkörpern.

Die deutende Medizin geht davon aus, dass alles körperliche Geschehen Ausdruck eines dahinterliegenden seelischen Inhalts ist. Wenn wir nur das körperliche Geschehen zudecken, verstärken wir folglich die seelische Problematik. Mit dem Beseitigen von Symptomen landen diese, wie das Wort so ehrlich sagt, auf der Seite, bzw. im Unbewussten oder Schatten.

Diese Art von Symptomverschiebung würde uns in anderen Bereichen, etwa der Technik, nicht im Traum einfallen. Wenn an einer Maschine das Alarmlicht aufleuchtet, würden wir nicht daran denken, das Birnchen lose zu drehen, um unsere Ruhe zu haben. Bei Kopf- und anderen Schmerzen finden wir dagegen nichts dabei, durch Schmerz­mit­tel einfach das Warnsignal zu blockieren.

Da wir aus der Physik – wie oben beschrieben – wissen, dass grundsätzlich nichts aus der Welt geschafft, sondern alles nur ineinander umgewandelt werden kann, hat natürlich auch mein Ansatz nur Symptom­verschiebung zu bieten. Allerdings hat eine Verschiebung in der Senkrechten, also zwischen körperlicher und geistig-seelischer Ebene durchaus Heilungschancen im Gegensatz zu jener Symptom­verschiebung, die sich auf die körperliche Ebene beschränkt.

Bei der Entstehung von Krankheitsbildern sinken inhaltliche Themen, deren bewusste Bearbeitung die Betroffenen verweigern, in den Körper und somatisieren sich hier. Will man das Problem lösen, hat es wenig Sinn, seine Verkörperung mit chemischer (z.B. Korti­son) oder gedanklicher (z.B. Affirmationen, Verhaltenstherapie) Hilfe zu unterdrücken. Es wäre im Gegenteil notwendig, sich den Inhalt hinter der körperlichen Symptomatik wieder bewusst zu ma­chen. Wird das Thema ins Bewusstsein zurückgeholt, besteht zumindest die Chance, es zu lösen. Damit aber wäre der Körper von seiner Darstellungsarbeit entlastet. Tatsächlich stellt der Körper lediglich eine Ausweichbühne für das Bewusstsein dar. Nur Stücke, deren bewusste Aufführung abgelehnt wurde, verkörpern sich auf der Kör­per­bühne.

Von daher ist deutlich, dass auch Krankheit ein Weg ist, um zu lernen. Wesentlich eleganter und zielführender, allerdings auch nicht angenehmer ist der Weg direkt über das Bewusstsein zu lernen oh­ne vorher auf die Körperbühne auszuweichen. Hier eröffnet sich die Chance echter Vorbeugung. Heute sprechen wir z.B. von Krebsprophylaxe, wenn wir eigentlich Früherkennung meinen. Früh­er­ken­nung ist natürlich besser als Späterkennung, hat aber mit Vorbeugung gar nichts zu tun. Ein Krankheitsbild durch Bewusst­seins­arbeit überflüssig zu machen, weil man das betreffende Thema schon freiwillig auf geistig-seelischer Ebene bearbeitet, ist da­ge­gen echte Prophylaxe.

Wer Krankheit als Symbol versteht, erlebt am eigenen Leib, wie Form und Inhalt immer zusammengehören, oder wie es Goethe formulierte: Alles Vergängliche ist ein Gleichnis. Krankheit ist der formale Aspekt eines geistig-seelischen Inhalts oder an­ders ausgedrückt: Symptome sind Verkörperungen seelischer Themen.

Symptomsprache ist eigentlich nur ein Sonderfall der Körpersprache, der mit Sicherheit am weitesten verbreiteten Sprache auf Erden. Obwohl sie die universellste Sprache ist, wird sie allerdings nur noch von wenigen Menschen unserer Kultur bewusst verstanden. Dabei wäre es gar nicht so schwer, sie wieder zu erlernen. Denn unser Körper spricht nicht nur, unsere Sprache ist auch körperlich. Ob wir etwas begreifen oder verstehen, bestimmte Dinge uns an die Nieren gehen oder andere zu Kopf steigen, ab wir uns etwas zu Herzen nehmen, oder es uns auf den Magen schlägt, ob Läuse über unsere Leber laufen oder der Atem vor Schreck stockt, immer ist die Sprache psychosomatisch und zeigt uns eine Verbindung zwischen Körper und Seele, die diese Gesellschaft erst langsam wieder entdeckt.

Neben der Körpersprache, die sich in der einfachen Beschreibung der Symptomatik ausdrückt und durch umgangssprachliche Wendungen, Sprichworte und Sprachbilder wirksam ergänzt wird, stehen auch die von der Medizin erhobenen Befunde für die Deutung zur Verfügung. Denn tatsächlich ist ja die formale Beschreibung des Krank­heits­geschehens keineswegs falsch oder auch nur überflüssig. Ohne Bühne könnte man kein Theaterstück verfolgen, ohne Beleuchtung bliebe alles im Dunkeln und ohne Kostüme wäre es viel weniger aussage­kräf­tig und eher peinlich. Insofern richtet sich dieser deutende Ansatz nicht gegen die etablierte Medizin, sondern ergänzt sie. So erübrigt es sich, Front gegen die Schulmedizin zu machen. Sie beschäftigt sich nun einmal fast ausschließlich mit der körperlichen Ebene. Reparaturen in diesem Bereich beherrscht sie unvergleichlich gut. Wer ihr Vorwürfe macht, sich nicht um den ganzen Menschen zu kümmern, gleicht dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über mangelnden Meeresblick beklagt. Dieser war ihm gar nicht versprochen worden, und es steht ihm jederzeit frei, ans Meer zu fahren. Wer Heilung wünscht, muss sich um eine ganz­heit­liche Medizin bemühen, die, ohne die Schulmedizin zu entwerten, doch weit über diese hinaus geht wie der Ansatz der Integralen Medizin.

Die am eigenen Leibe erlebten Symptome und die erhobenen Befunde sollten gleichermaßen gedeutet werden und Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen zum umfassenden Muster des Krankheitsbildes zu­sammengesetzt werden. Die betroffene Region, bzw. das Organ gibt dabei jeweils die Ebene an, auf der das Problem abläuft, im Fall der Lungenentzündung also den Kontakt- und Kommunikationsbe­reich. Das spezielle Geschehen beleuchtet die Art des Problems, im Fall der Lungenentzündung das Thema Konflikt.

Natürlich ist jedes Krankheitsbild vollkommen individuell und nur in der persönlichen Situation ganz stimmig zu deuten. Wenn so umfassende Krankheitsbilder wie Krebs oder Aids gedeutet werden, ist das besonders zu bedenken. Wirklich erschöpfend werden auch Deutungen erst, wenn sowohl die persönlichen Umstände mit in Betracht gezogen werden wie natürlich auch die betroffenen Organebenen.

Bei aller Wichtigkeit des Seelenbezuges, der sich in der auf die Zukunft zielenden Causa finalis ausdrückt, ist natürlich auch die Causa effiziens in Gestalt von Erregern oder Schadstoffen nicht zu übersehen. Und auch die Causa materialis ist mit zu bedenken, der ich mein Buch „Peace-Food – wie Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“ gewidmet habe. Tatsächlich wissen wir durch große Studien und harte Fakten, dass die gefährlichsten Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft, die zu den meisten Todesfällen führen, Herzerkrankungen wie Infarkt und Schlaganfall und Krebs durch den Verzehr von Tierprotein dramatisch gefördert werden. Dass Milch(produkte) genau jene Osteoporose fördern, die sie laut Schulmedizin verhindern sollten, ist dabei besonders makaber und schwer anzunehmen. Die wissenschaftlichen Studienergebnisse – wie in „Peace-Food“ dargestellt – lassen daran allerdings leider keinen Zweifel.

So gehört zur ganzen Medizin beziehungsweise zur „Integralen Medizin“ immer alles und natürlich auch die Schulmedizin. Diese aber braucht dringend Ergänzung im Sinne von Komplementär-Medizin.

[1] Diese kämpferische Antihaltung der Schulmedizinn ergibt sich schon aus den Bezeichnungen ihres Waffenarsenals, mit dem sie die Krankheitsbilder besiegen will: Antihypertonika und Antikonvulsiva, Antikoagulantien und Antbiotika, Antipyretica und Antihistaminika. Was nicht Anti ist, erweist sich oft noch als Blocker (Säure- und Betablocker) oder wenigstens Hemmer (ACE-Hemmer).

Krankheit als Weg: Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder (Gebundene Ausgabe)
von Thorwald Dethlefsen, Ruediger Dahlke

Preis: EUR 9,99
47 gebraucht & neu verfügbar ab EUR 4,97

Preis: EUR 11,99
64 gebraucht & neu verfügbar ab EUR 3,77

Preis: EUR 28,00
53 gebraucht & neu verfügbar ab EUR 19,00

Arzt, Seminarleiter und Trainer
Buchautor – Bestseller in 25 Sprachen

– Seit 1979 Arzt und Psychotherapeut
– Weiterbildung zum Arzt für Naturheilweisen
– 1989 Gründung Heilkunde-Zentrum Johanniskirchen in Niederbayern
– 2012 Gründung Zentrum TamanGa in der Südsteiermark

Wir bitten um Verständnis, dass die Blogautoren sich nicht innerhalb der Kommentare beteiligen können und dass wir in Bezug auf ausfällige Kommentare einen noch strengeren Massstab anwenden als im Forum.

hyzaar 50mg preis

Umschreibungen wie jene, von Laien ebenso geäußert wie von Experten, legen nahe, dass sich der Mensch mit dem Verlust seines Gedächtnisses abhanden kommt. Denn traditionell wurde der Begriff der Person ja mit Vernunft und dessen Möglichkeit zum selbstbestimmten Handeln verbunden. Doch Philosophen und Psychiater weisen darauf hin, dass zu einer Person mehr gehört als seine kognitiven Fähigkeiten. Und dass es die philosophischen Schlüsselbegriffe deshalb zu erweitern gilt.

Seit einigen Wochen lebt Maria B., 88, in einem Seniorenzentrum in der Nähe von Köln. Sie kann sich kaum noch orientieren. Traut sich ohne Begleitung nicht einmal aus ihrem Zimmer, weil sie Angst hat, sich zu verlaufen. Wenn ihr ihre Hilflosigkeit bewusst wird, fängt sie an, zu weinen.

"Wenn man die über 80-Jährigen betrachtet, muss man bei jedem Dritten damit rechnen, dass er kognitive Defizite hat und irgendwie eine Entwicklung in Richtung einer Demenz sich entwickeln kann."

Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein

"In der Menge gesehen sind es 1,2, bis 1,4 Millionen."

Margot F., 87 hat kein Problem, über den Gang des Altenheims zu laufen. Aber spricht man mit ihr, erzählt sie eigentlich immer dieselbe Geschichte. Erzählt, wie sie im evangelischen Pfarrhaus ihres Vaters aufgewachsen ist.

"Sie können nicht mehr so selbstverständlich auf ihre Biografie, ihre Erfahrungen zurückgreifen wie das früher der Fall war."

Prof. Wolfgang Maier, Psychiater Uni Bonn:

"Sie erleben einen Identitätsbruch. Gleichwohl sind das Menschen, sie fühlen, sie freuen sich, ärgern sich."

Christa G, 75, läuft den ganzen Tag auf dem Gang der Demenzstation des Pflegeheims hin und her. Geht auf Menschen zu, die sie dort trifft. Schaut sie an, murmelt allenfalls "Ja" und läuft weiter.

"Es ist nach wie vor eine Person, die sich in ihren Eigenschaften verändert hat."

Prof. Dieter Sturma, Philosoph Uni Bonn:

"Dass sie jetzt über den Flur läuft und hinter einem steht oder jedes Mal im falschen Zimmer ist, das ist aus ihrer Situation sicher rekonstruierbar, bloß wir haben keinen Zugang mehr."

Erst sind es nur wenige Nervenzellen, die absterben, dann immer mehr. Der Prozess des Vergessens vollzieht sich langsam, aber unaufhaltsam. Bis zum Jahr 2050, so Schätzungen, sollen in Deutschland bis zu drei Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein. Eine große medizinische und pflegerische, aber vor allem auch eine ethische Herausforderung. Denn - was ist ein Mensch ohne Gedächtnis? Der zunehmend "von seinem Geist" verlassen wird - denn nichts anderes bedeutet ja "De-mens"? Ist er ein "auseinanderfallendes Selbst", wie Gedächtnisforscher Hans Markowitsch es nennt? Eine sich auflösende Persönlichkeit? Ist jemand, der am Ende niemanden mehr erkennt, wie es der später selbst an Demenz erkrankte Walter Jens in gesunden Jahren formulierte, "im Sinne des Humanen" kein Mensch mehr?

"Das Wort Person bezeichnet "ein denkendes verständiges Wesen, das Vernunft und Überlegungen besitzt und sich selbst betrachten kann."

So definierte es der englische Philosoph John Locke im 17. Jahrhundert. Vernunft und die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln sind in der Tradition der Aufklärung zentrale Kennzeichen des Menschen. Für Immanuel Kant zum Beispiel dürfen nur vernünftige Wesen Personen genannt werden. Und sind sie vernünftig, dann sind sie zugleich in der Lage, selbstbestimmt moralisch zu handeln. Diese Fähigkeit zu Vernunft und Moral begründet für Kant die Würde des Menschen.

"Also Autonomie und vernünftiges Handeln, das sind Konzepte, die sich aus dem Leben ohne Demenz, aus dem Leben in Gründen, wie das Philosophen sagen, herleiten."

Wolfgang Maier ist der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uni Bonn:

"In der Demenz ist es ab einem gewissen Grad immer schwerer möglich, zum Beispiel bei einer Entscheidung die Konsequenzen zu betrachten, also zu betrachten, wie verhält sich das zu meinen früheren Handlungen, also die Beziehungssetzung, das Zurückdenken und das Vorausdenken."

Sind Demente also am Ende keine Personen mehr, weil sie nicht mehr vernünftig und autonom handeln können? Der US-Philosoph Jeff McMahan bezeichnet schwer Demenzkranke als "Post-Personen". Ähnlich der australische Philosoph Peter Singer. Er spricht von "ehemaligen Personen". Und Menschen, die viel Wert darauf legen, ihr Leben frei und selbstbestimmt zu gestalten, werden den Zustand der Demenz möglicherweise als unakzeptabel, ja als würdelos empfinden. Prof. Dieter Sturma, Philosoph an der Universität Bonn und Direktor mehrerer Ethik-Institute:

"Wer jetzt natürlich sagt, für mich ist ganz entscheidend vor allem aus der Perspektive eines autonomen Lebens, der wird den Zustand in einer Demenz als nicht akzeptabel auffassen und wird entsprechend auch Vorkehrungen treffen wollen, dass er den Zuständen nicht zu lange ausgesetzt ist."

Die Auseinandersetzung mit der Demenz wirft die Frage nach unserem Menschenbild auf. Wird der Mensch mit seiner geistigen Leistung gleichgesetzt, erscheint Demenz als Zerstörung dieses Menschen. Wird er auch als empfindendes, soziales, emotionales Wesen verstanden, kann sich der Blick leichter auf dessen noch vorhandene Fähigkeiten richten.

"Wenn jemand sagt, personales Leben ist nicht durchgängig an kognitive Fähigkeiten gebunden, der kriegt einen viel umfassenderen Blick darauf und wird sagen, ich kann mit dem Zustand, nicht mehr autonom zu sein am Ende meines Lebens, anders umgehen. Der sagt, ich akzeptiere das als eine Form des Lebens oder der Existenz."

Dieter Sturma war Leiter des Forschungsverbunds "Person und Demenz" am Institut für Neurowissenschaften und Medizin in Jülich. Er hält einen Begriff von Person, der vor allem, an deren kognitive Kompetenzen gebunden ist, für verkürzt:

"Wir haben im Rahmen unseres Forschungsprojekts 'Person und Demenz' mal ein großes umfassendes Bild gezeichnet von Eigenschaften der humanen Lebensform, wie wir das genannt haben. Und da stand nicht mehr nur Autonomie oder personale Identität, sondern noch 60 andere Begriffe drauf, wie Kontemplation, wie Ausdruck, wie ästhetische Komponenten und moralische Komponenten, die noch lange intakt bleiben.. Übrigens auch emotionale Nähe."

Es gelte also, den Personenbegriff der Aufklärung zu erweitern, meint Dieter Sturma. Und damit, so Dr. Michael Wunder, Mitglied des Deutschen Ethikrates, müsse man auch die zentralen Attribute dieses Personenbegriffs neu denken:

"Erstens stellt sich die Frage, was wir unter Vernunft eigentlich verstehen? Verstehen wir eine objektiv messbare Handlung, einen Outcome einer Handlung oder würden wir es eher in das Handeln hinein verlegen, was er für vernünftig und damit für sich für erklärbar hält, für plausibel machbar. Und ich neige dem Zweiten zu."

Dann, so Michael Wunder, könnte man vielleicht auch Handlungsweisen verstehen, die auf den ersten Blick unvernünftig erscheinen.

"Zum Beispiel wenig bekleidet in der kalten Jahreszeit rauszugehen, ist unvernünftig. Es kann aber vernünftig sein, weil dicke Sachen drum herum unangenehm empfunden werden, dann ist es auf eine andere Art und Weise vernünftig, nämlich erklärlich für den Betroffenen. Also die genaue Beobachtung von Dementen und Mitgehen mit ihren Empfindungen lehrt uns, bescheiden zu sein mit den großen Überzeugungen, das ist Vernunft, das ist Selbstbestimmung."

Und auch wenn Selbstbestimmung und Demenz wie zwei weit auseinanderliegende Pole des menschlichen Daseins erscheinen, gelte es, den dementiell Erkrankten in die Gestaltung seines Lebens mit einzubeziehen.

"Natürlich ist es so, dass wir nicht sagen, es ist die volle Selbstbestimmung, sondern es ist eine Teilselbstbestimmung und die gilt es ernst zu nehmen. Und natürlich ändert sich der Rahmen, in dem die Selbstbestimmung möglich ist."

hyzaar 50mg 12 preisvergleich

Aber auch freudige Ereignisse wie die Geburt eines Kindes oder die Heirat können zu Depressionen führen.

Psychologische Faktoren wie mangelndes Selbstwertgefühl, eine ängstliche oder übermässig, pflichtbewusste Persönlichkeitsstruktur sowie Angst- und Zwangszustände können ebenfalls das Auftreten von Depressionen begünstigen.

Eine Depression entwickelt sich aufgrund eines Ungleichgewichtes im Bereich von Nervenübertragungen im Gehirn. Der Nervenstoffwechsel produziert zu wenig Botenstoffe wie Serotonin und/oder Noradrenalin. Durch die veränderte Konzentration im Nervenspalt ist die Reizleitung unterbrochen.

Besonders das limbische System ist betroffen, das für die meisten Regulationsvorgänge im Körper verantwortlich ist und einen Teil des vegetativen Nervensystems bildet. Dadurch sind auch weitere Hirnleistungen wie das Gedächtnis (Hipocampusbereich) und die Organisation und Planung von Handlungen (Stirnhirn) eingeschränkt.

  • Ausführliches Anamnesegespräch durch Arzt / Psychologen
  • Erhebung des Psychostatus
  • Psychologische Testuntersuchungen (Fragebogen, Persönlichkeitsmerkmale)
  • Laboruntersuchungen (Blutbild, Schilddrüsenhormon, Eisen, Vitamine etc.)

Depressionen sind gut zu behandeln und heilbar. Zur Verfügung stehen Medikamente, sogenannte Antidepressiva, die kognitive Verhaltenstherapie, die interpersonelle Therapie, die psychoanalytisch orientierte Therapie, Lichttherapie, transkranielle Elektrostimulation und Elektrokrampftherapien.

Bei den Medikamenten werden ältere, „klassische“ Antidepressiva wie zum Beispiel Anafranil, Tofranil, Saroten eingesetzt. Die neueren Antidepressiva wirken spezifisch, entweder auf den Serotonin- oder Noradrenalin-Stoffwechsel oder auf beide.

Im Allgemeinen sind Antidepressiva gut verträglich und machen nicht süchtig. Die Behandlung muss nach individueller Dosis erfolgen, in genügend hoher Dosierung und mindestens sechs Monate lang nach Normalisierung der Stimmung. Dann erfolgt eine langsame Reduktion der Medikamente. Bei einigen Betroffenen ist auch eine Langzeitbehandlung zur Rückfallverhütung notwendig.

Sie als Angehöriger sind durch die Krise oder psychische Erkrankung eines nahestehenden Menschen mit betroffen und belastet. Informationen, Vernetzung und der Kontakt mit anderen Betroffenen helfen, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Wir bieten in Psychoedukationsgruppen für Angehörige von erkrankten Patienten einen Austausch mit unseren Fachpersonen an.

19. September 2018 18.00 - 19.00 Uhr Ärzterapportzimmer – Klinik Beverin Cazis [mehr]

26. September 2018 18.00 - 19.30 Uhr Ärzterapportzimmer – Klinik Waldhaus Chur [mehr]

Mittwoch, 10. Oktober 2018 18.00 - 19.30 Uhr Ärzterapportzimmer – Klinik Waldhaus Chur [mehr]

Wir bieten unterschiedliche Angebote in Form von ambulanten Sprechstunden, Tageskliniken oder stationären Behandlungen in der Klinik Beverin Cazis, Klinik Waldhaus Chur oder der Privatklinik MENTALVA an.

Telefon +41 58 225 25 25

team selbsthilfe graubünden

Telefon +41 81 353 65 15 (Dienstag und Donnerstag 8.30 - 11.30 Uhr)

Welcome to the Yahoo Search forum! We’d love to hear your ideas on how to improve Yahoo Search.

The Yahoo product feedback forum now requires a valid Yahoo ID and password to participate.

You are now required to sign-in using your Yahoo email account in order to provide us with feedback and to submit votes and comments to existing ideas. If you do not have a Yahoo ID or the password to your Yahoo ID, please sign-up for a new account.

female hyzaar kaufen

Denn du bist mein Vater

Mein Vater,
ich überlasse mich dir,
mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt
Und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hände lege ich meine Seele.
Ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganze Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe,
und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen,
ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen;
denn du bist mein Vater.

Ich bin erschöpft und habe keine Kraft mehr

Lieber Gott,
du weiß wie ich mich heute fühle;
mutlos, traurig, ängstlich und niedergeschlagen.
Ich bin erschöpft und habe keine Kraft mehr.
Ich bin unruhig, denn ich weiß nicht genau,
was auf mich wartet.

(übersandt von Pater Joshy)

Um eine gute Heimkehr

Werft all eure Sorgen auf ihn!

Herr, ich übergebe dir all meine Sorgen, die ich mit mir und
meinen Angehörigen habe,
mit meinen seelischen und körperlichen Schmerzen.
Du hast mir durch den heiligen Petrus gesagt:
"Werft all eure Sorgen auf den Herrn, denn er kümmert sich um euch"
(1. Petrusbrief 5,7).
Ich nehme dich beim Wort und lege all meine Sorgen in deine Hand.
Mach du damit, was du willst.
Von nun an gehören sie dir.

Laß mich zur Ruhe kommen

Vater im Himmel,
es will mir noch nicht gelingen,
diese Krankheit anzunehmen.
Ungeduldig warte ich darauf,
wieder gesund zu werden.
Hilf mir, daß ich zur Ruhe komme
und erkenne, daß du es so willst.
Vielleicht ist diese Zeit
ganz heilsam für mich.
Gib mir deinen Frieden.
Laß mich wieder Hoffnung haben
und anderen Mut machen.
Amen.

Herr Jesus Christus,
du hast die Not des Leidens und Sterbens durchlitten
und zum Weg der Erlösung gemacht.
Laß auch mein Leiden gesegnet sein
und allen zugute kommen, für die ich bitte.

Laß mich versöhnt mir dir sterben

Herr, ich weiß, daß du mich liebst,
daß mein Sterben genauso in
deinen Händen liegt wie mein Leben.
Hilf mir, deinen Willen zu verstehen
und anzunehmen.
Hilf mir, täglich bereit zu sein,
wenn du mich rufst.
Laß mich versöhnt mir dir sterben,
in der Hoffnung, daß du mir
alles zum Guten wendest,
Herr, dein Wille geschehe.
Amen.

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Schenke mir Trost und Hoffnung

Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Ich komme, um von dir Trost zu erfahren und neue Hoffnung zu schöpfen.
Ich brauche deine Nähe und Hilfe, denn auf mich selbst verwiesen
finde ich nicht die Kraft, die Bitterkeit des Leidens, die Not der Krankheit,
die Armut in meiner Schuld, die Angst vor der
Unausweichlichkeit des Todes zu bestehen.

Nichts soll mich von dir trennen

Herr Jesus Christus,
weder Not noch Bedrängnis noch Leiden noch Krankheit
soll mich von deiner Liebe trennen.

Gebet des hl. Franz von Assisi

Gott,
mache mich zu einem Werkzeug des Friedens,
daß ich Liebe bringe, wo Haß ist,
daß ich verzeihe, wo Schuld ist,
daß ich vereine, wo Zwietracht herrscht,
daß ich die Wahrheit bringe, wo Irrtum ist,
daß ich den Glauben bringe, wo Finsternis ist,
daß ich Freude bringe, wo Leid ist.

Du liebst mich auch im Leid

Herr, ich glaube an deine Güte und Liebe zu mir.
Du sorgst für mich, das weiß ich ganz gewiß.
Sicher gibt es in unserem Leben viele Härten.
Aber mit all ihren natürlichen Ursachen ist die Welt doch
einer höheren Macht unterworfen.
Und du bist der Herr und Schöpfer dieser Welt.
Alles ist in deiner Hand. Jeder Mensch, auch ich.
Du bist der Vater und liebst uns alle.
Ich danke dafür, daß du mich trägst und
meine Zukunft nicht dem Zufall überlassen ist.
Laß mich immer daran denken,
besonders wenn ich Schweres zu ertragen habe,
und bleibe mir immer nahe,
damit ich mich in deiner Liebe geborgen weiß. Amen.

Uns rettet nur deine Liebe

Die Weisheit deines Lebens, o Herr,
steht hoch über der Torheit unseres Treibens.
Ich glaube an den Sinn des Leidens und
daß es zu dir führen kann.
Nicht Macht und Reichtum können uns retten.
Uns rettet nur die Liebe, die du uns geschenkt hast.
Nur mit ihr können wir alles ertragen.
Nach allem irdischen Schmerz und Leid
schenkst du mir Glück und Freude
und nimmst mich auf in die Seligkeit.
Dafür danke ich dir von ganzem Herzen.

Barmherziger Gott, hilf uns

Barmherziger Gott,
hilf uns, dir zu begegnen in aller Not und Freude,
in jedem Elend deine Nähe zu erfahren,
in deinen Kranken dein Angesicht zu betrachten,
in der Stille deine Stimme zu hören
und deine Liebe weiterschenken zu können.
Heile unsere Begegnungen,
schenke uns die Gnade der Bekehrung.
Unser hl. Vater Kamillus,
hilf uns, nach deinem Beispiel
Jünger und Jüngerinnen Christi zu sein.

hyzaar dolo 50mg preisvergleich

Für einige Menschen bleibt es nicht bei einer sozial verträglichen Form der
Eifersucht. Verselbstständigt sich der Argwohn, kann er Beziehungen zerstören und den Alltag mit Zweifeln vergiften. „Medizinisch unterscheiden wir drei Formen der Eifersucht“, sagt Harald Oberbauer, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, „die normale Eifersucht, die krankhafte Eifersucht und den Eifersuchtswahn.“

Oberbauer leitet an der Medizinischen Universitätsklinik Innsbruck die erste Eifersuchtsambulanz im deutschsprachigen Raum. „Die Alarmglocken läuten bei mir, wenn sich Betroffene nicht mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können, wenn es immer die gleichen Gedanken sind, die in ihren Köpfen kreisen.“ Eines der Hauptmerkmale für krankhafte Eifersucht ist das Checking, das dem Partner Hinterherspionieren, das ständige Kontrollieren. Männer durchsuchen die Handtaschen ihrer Frauen nach Beweisen für ihren Verdacht. Frauen folgen ihren Männern zum angeblichen Pokerabend. E-​Mail-​Accounts werden durchforstet, SMS gelesen.

Was lässt Menschen so sehr an ihrem Partner zweifeln? „Pathologische Eifersucht kann Ausdruck von ganz unterschiedlichen Störungen sein“, sagt Oberbauer. Suchterkrankungen, etwa Alkoholismus, Depressionen, Angststörungen und Psychosen können einen Menschen extrem eifersüchtig werden lassen. Aber auch eine gestörte Kommunikation in der Beziehung oder ein gemindertes Selbstwertgefühl können das Misstrauen ins Krankhafte steigern. Männer mit Potenzproblemen haben manchmal Angst, ihrer Frau nicht mehr zu genügen. Auch große Altersunterschiede können diese hilflose Unsicherheit auslösen, die Eifersucht heraufbeschwört.

Am Ende steht der Wahn. „Die Patienten sind fest davon überzeugt, betrogen zu werden. Gegenargumente werden nicht zugelassen, selbst wenn ihre Anschuldigen absurd sind.“ Eine häufige Ursache für solch einen Wahn ist eine hirnorganische Störung. Als Alois Alzheimer im Jahr 1901 auf Auguste D. traf (die erste Patientin, an der er die später nach ihm benannte Demenz diagnostizierte), fiel ihm zuerst ihre wahnhafte Eifersucht auf. Auch manche Parkinsonpatienten oder Unfallopfer, deren Gehirn geschädigt wurde, entwickeln die wahnhafte Vorstellung, dass sie hintergangen werden. Den Schlüssel zur Eifersucht vermuten Wissenschaftler daher genau hier: in unseren Köpfen.

Um besser zu verstehen, welche Rolle unser Gehirn spielt, schauen Wissenschaftler sich das Gehirn mit bildgebenden Verfahren wie MRT– oder PET-​Scans genauer an. Zeigen die Versuchspersonen Anzeichen von Eifersucht, sehen die Wissenschaftler häufig Aktivitäten in visuellen Bereichen und im limbischen System, das an der Verarbeitung von Emotionen, Gelerntem und Erinnerungen beteiligt ist. Aber auch kognitive Teile des Gehirns – Areale, mit denen wir grübeln – leuchten auf. Das gleiche gilt für die Insula, die mitspielt bei der Verarbeitung von Gerüchen, bei Empathie oder der Bewertung von Schmerz. Wenn der Stachel der Eifersucht in das Herz bohrt, feuern ihre Neuronen los. Wird aus Eifersucht eine Obsession, könnte nach Ergebnissen von Forschern aus Pisa noch ein anderer Teil des Gehirn beteiligt sein: der ventromediale präfrontale Cortex, er gehört zum vorderen Bereich des Gehirns. Auch hier werden Emotionen verarbeitet wie auch Reflexionen über sich und andere.

Demenz

Demenz ist ein erworbenes Defizit kognitiver, aber auch sozialer, motorischer und emotionaler Fähigkeiten. Die bekannteste Form ist Alzheimer. „De mentia“ bedeutet auf Deutsch „ohne Geist“.

Empathie

Der Begriff „Empathie“ geht auf das altgriechische Wort für „Leidenschaft“ zurück. Heute versteht man unter Empathie das Vermögen, sich in andere hineinzuversetzen und deren Gefühle, Gedanken und Handlungsweisen nachzuvollziehen. Die physiologische Basis dafür sehen viele Neurowissenschaftler in den Spiegelneuronen: Nervenzellen, die beim Beobachten einer Handlung ebenso aktiv sind wie bei deren Ausführung.

Neuron

Das Neuron ist eine Zelle des Körpers, die auf Signalübertragung spezialisiert ist. Sie wird charakterisiert durch den Empfang und die Weiterleitung elektrischer oder chemischer Signale.

Emotionen

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Emotionen entstehen im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

„Unsere Hauptaufgabe“, sagt Harald Oberbauer, „besteht darin, zu schauen: Was steckt wirklich hinter der Eifersucht?“ Erst dann kann er die Patienten in die spezifische Behandlung schicken: einen Entzug oder eine Therapie ihrer Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühle. Auch Medikamente, die in den Hirnstoffwechsel eingreifen, kommen zum Einsatz. Denn bei den Störungen, die Eifersucht auslösen, sind meist Neurotransmitter beteiligt. In Untersuchungen konnten Forscher die Symptome ihrer Patienten lindern, indem sie ihnen Medikamente verabreichten, die eine Wiederaufnahme von Serotonin in die Nervenzellen hemmten.

Auch an der Innsbrucker Klinik haben mittlerweile über 900 Menschen nach Wegen gesucht, ihre Eifersucht in den Griff zu bekommen. „Den meisten können wir helfen“, sagt Psychiater Oberbauer.

Depression

Phasenhaft auftretende psychische Erkrankung, deren Hauptsymptome die traurige Verstimmung sowie der Verlust von Freude, Antrieb und Interesse sind.

Neurotransmitter

Ein Neurotransmitter ist ein chemischer Botenstoff, eine Mittlersubstanz. An den Orten der Zell-​Zellkommunikation wird er vom Senderneuron ausgeschüttet und wirkt auf das Empfängerneuron erregend oder hemmend.

Serotonin

Ein Neurotransmitter, der bei der Informationsübertragung zwischen Neuronen an deren Synapsen als Botenstoff dient. Er wird primär in den Raphé-​Kernen des Mesencephalons produziert und spielt eine maßgebliche Rolle bei Schlaf und Wachsamkeit, sowie der emotionalen Befindlichkeit.

Neuron

Das Neuron ist eine Zelle des Körpers, die auf Signalübertragung spezialisiert ist. Sie wird charakterisiert durch den Empfang und die Weiterleitung elektrischer oder chemischer Signale.

zum Weiterlesen:

  • Marneros, Andreas: Intimizid. Die Tötung des Intimpartners: Ursachen, Tatsituationen und forensische Beurteilung, Stuttgart 2007
  • David M. Buss, The Dangerous Passion. Why Jealousy Is as Necessary as Love and Sex, New York 2000
  • Barelds et al.: Relations between Different Types of Jealousy and Self and Partner Perceptions of Relationship Quality. Clinical Psychology and Psychotherapy 2007;14:176 – 188
  • Hart, S. et al.: When Infants Lose Exclusive Maternal Attention: Is It Jealousy? Infancy 2004;6(1):57 – 78
  • Penke et al.: Evidence for Conditional Sex Differences in Emotional but Not in Sexual Jealousy at the Automatic Level of Cognitive Processing. European Journal of Personality 2008;22:3 – 30
  • Rydell, RJ, Bringle, RG: Differentiating Reactive and Suspicious Jealousy. In: Social Behavior and Personality 2007;35:1099 – 1114
  • Levy KN, Kelly KM.: Sex Differences in Jealousy. A Contribution From Attachment Theory. Psychological Science, 2010 Feb;21(2):168 – 73 (zum Abstract).
  • Felson, RB: Anger, aggression, and violence in love triangles. Violence and Victims 1997 Winter; 12(4):345 – 362 (zum Abstract).

Emotionen

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Emotionen entstehen im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

Anspruch auf ALG II haben alle erwerbsfähigen, hilfebedürftigen Personen im Alter zwischen 15 und 65-67 Jahren (je nach Renteneintrittsalter), wenn sie sich gewöhnlich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.

Leistungsberechtigt sind auch die Personen, die mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem Haushalt zusammenleben und eine gemeinschaftliche Haushaltsführung betreiben. Sie bilden gemeinsam mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen eine Bedarfsgemeinschaft.

Im folgenden Ratgeber erhalten Sie eine Übersicht, wann ein Hartz IV Anspruch gegeben ist sowie welche Leistungen Ihnen neben dem Arbeitslosengeld II zustehen oder alternativ geleistet werden.

Personen, die Altersrente beziehen, sind nicht anspruchsberechtigt, ggfls. kommt hier die Grundsicherung im Alter und bei Ewerbsminderung in Betracht. Ebenfalls ausgeschlossen sind auch Personen, die in stationären Einrichtungen untergebracht sind, es sei denn,

  • sie sind für voraussichtlich weniger als sechs Monate in einem Krankenhaus untergebracht
  • sie sind in einer stationären Einrichtung untergebracht, aber mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig

ALG II-Leistungen werden im Regelfall auch nicht erbracht an Auszubildende, Studenten und Teilnehmer an einer berufsvorbereitenden Maßnahme. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz kommt nur bei Vorliegen einer besonderen Härte in Betracht.

Anspruch auf Hartz 4 haben nur erwerbsfähige Personen im Alter zwischen 15 und 65-67 Jahren. Besteht keine Erwerbsfähigkeit, kann gegebenenfalls ein Anspruch auf Sozialgeld infrage kommen, wenn die Zugehörigkeit zu einer Bedarfsgemeinschaft gegeben ist.

Die Erwerbsfähigkeit ist gesetzlich definiert (§ 8 SGB II). Sie wird bejaht, wenn die Person mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig sein kann, ohne daran aufgrund Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit gehindert zu sein. Als absehbar in diesem Sinne gilt dabei ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Alle sonstigen Tatbestände, die zur Beeinträchtigung der Erwerbstätigkeit führen können, bleiben daneben außer Betracht. Deshalb gilt grundsätzlich auch als erwerbsfähig, wem eine Erwerbstätigkeit aufgrund der Erziehung eines Kindes unter drei Jahren oder der Pflege eines Angehörigen nur vorübergehend nicht zuzumuten ist.

Art und Ausmaß der Krankheit oder Behinderung, die zum Ausschluss der Erwerbsfähigkeit führen können, werden von den Sozialleistungsträger festgestellt (§ 44a SGB II). Hierzu kann sich der Leistungsträger der Hilfe der medizinischen Dienste der Gesundheitsämter bedienen. Dabei gilt zudem, dass allein das Vorliegen einer Behinderung die Erwerbsfähigkeit im Sinne des § 8 SGB II nicht ausschließt. Grundsätzlich wird daher auch bei behinderten Personen die Erwerbsfähigkeit in jedem Einzelfall geprüft.

Ursprünglich war die Erwerbsfähigkeit bis zu einem Alter von 65 Jahren festgelegt, was auch das Alter für den Eintritt der Regelaltersrente gewesen ist. Vor ein paar Jahren hat die Regierung jedoch die Rente mit 67 eingeführt, was das Renteneintrittsalter je nach Geburtsjahr, stufenweise von 65 Jahren bis auf 67 Jahre anhebt. Welches Ihr Renteneintrittsalter ist, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Das Gesetz regelt in § 12a SGB II, dass ab dem Alter von 63 Jahren Leistungsbezieher verpflichtet werden können, einen vorzeitigen Antrag auf die Altersrente. Weigert sich der Leistungsbezieher, so eröffnet das Gesetz auch dem Jobcenter die Möglichkeit, den Antrag auf Rente zu stellen. Durch diese „Zwangsverrentung“ entstehen Hartz IV Beziehern für den späteren Bezug der Rente Nachteile, da für jeden Monat, der vor dem regulären Renteneintrittsalter beginnt, die Rente um 0,3% gekürzt wird. Weitere Informationen in einem gesonderten Artikel unter ZWANGSVERRENTUNG – Wenn Jobcenter Hartz IV Bezieher zur Frührente zwingen

Hilfebedürftig nach § 9 SGB II ist danach derjenige, der seinen und den Lebensunterhalt der übrigen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft nicht oder nicht ausreichend bestreiten kann und keine erforderliche Hilfe von dritter Seite erhält.

Das bedeutet insbesondere, dass der Lebensunterhalt nicht sichergestellt werden kann durch

  • Aufnahme einer zumutbaren Arbeit
  • Einsatz von Einkommen und Vermögen
  • Unterstützung von Angehörigen oder anderen Sozialleistungsträgern

Eigenes als auch Einkommen und Vermögen der übrigen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft sind daher bei der Bestimmung der Hilfebedürftigkeit zu berücksichtigen. Das gleiche gilt für mögliche anderweitige Ansprüche auf Sozialleistungen. Bestehen solche Ansprüche, sind sie geltend zu machen, wenn dadurch die Hilfebedürftigkeit und ein grundsätzlich nachrangiger Anspruch auf Bezug von ALG II abgewendet werden kann, z.B. durch Wohngeld. Diese Verpflichtung ist gesetzlich festgeschrieben (§ 12a SGB II). Kommen Hilfebedürftige ihr nicht nach, können Anträge auf Leistungsbezug von ALG II abgelehnt werden. Leistungsträger sind zudem berechtigt, selbst die erforderlichen Anträge zu stellen (§ 5 Abs. 3 SGB II).

Insbesondere liegt keine Hilfebedürftigkeit vor, wenn der Lebensunterhalt durch Aufnahme einer zumutbaren Arbeit gesichert werden kann. Grundsätzlich gilt, dass dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen jede Arbeit zumutbar ist, es sei denn,

  • er ist zu der Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage
  • die Arbeit erschwert ihm wesentlich die künftige Ausübung seiner bisherigen Arbeit, weil die bisherige Arbeit besondere körperliche Anforderungen stellt
  • die Ausübung der Arbeit gefährdet die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners
  • die Ausübung der Arbeit ist mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar, und die Pflege kann auf andere Weise nicht sichergestellt werden
  • der Ausübung der Arbeit steht sonst ein wichtiger Grund entgegen

Das Gesetz listet zudem eine Reihe von Gründen auf, deren Vorliegen allein die Aufnahme der Arbeit nicht unzumutbar macht. Eine Arbeit ist danach nicht schon deshalb unzumutbar, weil

  • sie nicht einer früheren Berufstätigkeit entspricht, für die der Hilfebedürftige ausgebildet worden ist oder die er ausgeübt hat
  • sie hinsichtlich der Ausbildung des Hilfebedürftigen als geringwertig anzusehen ist
  • der Beschäftigungsort vom Wohnort weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort
  • die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen
  • sie mit der Beendigung einer Erwerbstätigkeit verbunden ist (es sei denn, durch die bisherige Tätigkeit kann die Hilfebedürftigkeit beendet werden)

Es besteht demzufolge die generelle Verpflichtung zur Arbeitsaufnahme zur Vermeidung der Hilfebedürftigkeit, und die Ablehnung von Arbeit ist nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich. Beruft sich der erwerbsfähige Hilfebedürftige auf einen Ausnahmetatbestand, ist er verpflichtet, im Einzelnen darzulegen und nachzuweisen, dass die Arbeit ihm nicht zumutbar ist.

Ergänzende Leistungen bei Erwerbstätigkeit (Aufstocker)

Grundsätzlich stellt der jeweils aktuelle Regelsatz in der Grundsicherung für Arbeitsuchende den sozialstaatlich garantierten Minimalbetrag zur privaten Existenzsicherung dar. Das heißt, dass Arbeitslosigkeit keine Anspruchsvoraussetzung für den Bezug von ALG II-Leistungen ist. Diese Sozialleistung kann deshalb auch dann in Anspruch genommen werden, wenn die erzielten Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit nicht ausreichen, um den Grundbedarf einer Einzelperson oder einer Bedarfsgemeinschaft zu decken.

Entsprechende Ansprüche auf die Erbringung ergänzender ALG II-Leistungen bestehen dabei nicht nur bei Geringverdienern, sondern auch bei dem Bezug von Arbeitslosengeld I (so genannte Aufstocker).

hyzaar 50mg preis

Was soll ich tun? Wie lange habe ich noch? Was hat in meinem Leben Bedeutung? Werde ich alles noch schaffen, was ich mir vorgenommen habe? Wie wird sich der Tod anfühlen?

Eine mir in den letzten Jahren vertraut gewordene Stimme sagt: „Soja, Du schaffst es, Du schaffst diese Probleme zu lösen, egal wohin der Weg Dich führt!“ Plötzlich weiß ich, was zu tun ist – endlich werde ich das Blog schreiben, das ich bereits 2012 mit einer FB-Seite begann. Struktur, Disziplin und die Möglichkeit der Selbstreflektion werden für mich Halt sein. Öffentlich geschriebene Worte sind wie gesprochene Worte, nicht wie ein lärmender, nicht festzuhaltender Gedankenstrom. Vielleicht sind andere Menschen in einer ähnlichen Situation und es wirkt wie ein Impuls für sie. Der Entschluss steht und plötzlich bin ich ganz ruhig. Ich stehe auf, gehe zum Auto und weiß jetzt kann ich mit allen sprechen …

Über die Geduld
(von Rainer Maria Rilke)

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

P.S. Gern führe ich mit meinen Lesern einen Austausch. Tretet gern mit mir über E-Mail (siehe Impressum) in Kontakt oder hinterlasst einen Kommentar. In jedem Fall werde ich eine Antwort geben. Vielen Dank!

ich habe schon so lange nichts mehr von Dir gehört, das macht mich nicht gerade froh. Ich denke ziemlich oft daran, dass es hier in Berlin so starke Persönlichkeiten wie Dich gibt, die sich nicht unterkriegen lassen, die sich nicht der Krankenhausmaschinerie ergeben, die für sich einen Therapieweg suchen, welcher mit Würde und kräftigem Rückgrat begangen werden kann. Ich finde es wirklich bewegend, dass Du Dich an der Gersontherapie versuchst. Schade, dass ich mich darüber nicht mit Dir austauschen kann. Ich würde gern einen engeren Kontakt darüber pflegen. Also, ich drück Dir die Daumen.
Henning

Hallo Sonja,
die gedankliche Beschäftigung mit Krebs und allen seinen Begleitproblemen kann sehr belastend sein. Ich hoffe, du konntest hierzu ein wenig mehr Abstand und Frieden finden. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Krebstherapie-Begleitsystem gemacht (www.krebstherapie-media.de). Es heilt natürlich nicht den Krebs, aber es kann für eine mentale Einstimmung sorgen, die vieles u.U. einfacher macht.

Hallo liebe Sonja!
Über das Gerson-forum fand ich deinen blog!
Wie geht es dir inzwischen? Ich hoffe gut.

Ich schreibe dir, weil meine Freundin sehr schlecht dran ist, bekommt gerade wieder chemo und wird punktiert und hat noch sehr wenig power.
Nächste Woche werde ich zu ihr nach Hamburg fahren(ich wohne in der Nähe von Köln)

Habe erst vor ein par tagen von der gerson-methode gehört,…. Hört sich vielversprechend an!

Kannst du mir weiterhelfen,… Bzw Tipps geben wo und wie wir das angehen können, falls Hella nicht schon zu schwach ist,….

Vielen lieben Dank!

Liebe Bärbel,
ich kann Dich sehr gut verstehen. Es ist schwer einen Menschen der einem nahe steht in solch einer Situation zu begleiten. Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken machst wie Du ihr helfen kannst.
Die Gerson-Therapie ist gerade für Menschen, die sehr schwach sind sehr gut. Wenn Du im Internet recherchierst wirst Du sehr viele Informationen dazu finden. Doch das Wichtigste ist, dass Deine Freundin sich dieser Thematik auch öffnet. Sie selbst kann nur entscheiden was sie machen möchte. Denn gerade bei der Gerson-Therapie, die sehr umfangreich und anstrengend ist, ist es wichtig, dass der Patient es auch selbst will. Trage Informationen zusammen und gib sie Deiner Freundin, ohne Erwartungen von Deiner Seite. Sie kann sich dann damit beschäftigen und wenn sie dafür offen ist, wirst Du es merken und kannst sie dabei unterstützen diesen Weg zu gehen. Dann kann ich Dir zur Gerson-Therapie Bücher empfehlen oder Du kannst der Gruppe „Gerson Therapie Deutschland“ bei Facebook beitreten. Damit ist man sehr gut für die Durchführung der Therapie ausgerüstet. Falls die finanziellen Mittel vorhanden sind kann ich die Gerson Klinik in Budapest empfehlen. Das ist in jedem Fall der beste Einstieg in die Gerson-Therapie!
Ja, es ist nicht einfach es auszuhalten. Ich wünsche Deiner Freundin dass sie ihren Weg findet und sich von ihrem Herzen leiten lässt und Dir wünsche ich die Kraft und den Mut Deine Freundin auf ihrem Weg, egal welcher es ist, zu begleiten.
Liebe Grüße Soja

ich bin auf Deinen Blog gestoßen über das Gerson Forum. Und gleich das schöne Gedicht von Rilke…das tut gut. Und wie freue ich mich jemanden aus Berlin mit anscheinend gleichem Gedankengut zu haben. Gern können wir Gedanken austauschen. Ich bin nicht selbst erkrankt, jedoch hat mein Bruder grad mit dem K Thema zu tun. Das macht mich betroffen und ich suche nach Wahrhaftigkeiten (funktioniert Gerson oder nicht). Ich habe schon viele Bücher gelesen zum Thema Ernährung. Zur Zeit habe ich die China Study angefangen, komme von Konz, Walker usw. Mal sehen, wohin die Reise noch gehen wird. Auf alle Fälle wünsche ich Dir Kraft auf dem schweren Weg. Herzliche Grüße aus dem hohen Norden Berlins (Hermsdorf).
Henning

ich habe mich schon von Anfang an meiner Therapie mit dem Thema „Stärkung des Immunsystems“ beschäftigt. Über GERSON bin ich immer wieder „gestolpert“. Es ist jedoch eine sehr aufwendige Selbsttherapie und das ließ mich bisher zögern. Inzwischen denke ich, dass es für mich die einzige Möglichkeit ist meine Gesundheit zu stärken, eine sehr gute Lebensqualität auch mit meiner Diagnose zu erhalten und sogar schließlich vollkommen gesund zu werden.
Mit sehr viel Respekt vor dieser Herausforderung bereite ich alles vor um Mitte Dezember 2014 zu starten. Mein Onkologe wird mich unterstützen und darüber bin ich sehr froh.
Ich weiß wie schwer es ist ein Familienmitglied mit dieser Diagnose zu unterstützen. Auch in unserer Familie bin ich nicht die einzige. Alle gehen ganz unterschiedlich mit dem Thema Krebs um.
Ich werde auch regelmäßig hier mit Blog und auch im Gerson-Forum zu meiner Selbsttherapie berichten. Gern tausche ich mich mit Dir aus.

Liebe Grüße und Danke für Deinen Kommentar
Soja

vielen Dank für Deine Zeilen. Schön, dass es Dir den Umständen gut geht. Und einen Onkologen mit Verständnis, mit Kompetenzen Richtung Gerson, diese sind wohl nicht so häufig anzutreffen. Meinem Verwandten wurde nichts erzählt/vermittelt hierzu. Auf meine Frage, welche Ernährung denn vorgeschlagen wurde hinsichtlich weiterem Vorgehen…..nur ein Kopfschütteln war zu vernehmen. Ich überlege zur Zeit, ob ich quasi als Selbstversuch mich einer Gersondiät annähern sollte. Das Thema Einläufe schreckt mich nicht ab, jeoch die Einnahme von Mitteln (Kalium u.a.). Das muss sich noch entwickeln, ich behalte es aber sehr stark im Hinterkopf.
Bis dahin mal wieder
H.

ich hatte Dich noch einmal angeschrieben über Email. Ich hoffe nicht, dass Du mich in den Spamordner verschoben hast. Wie sieht es denn aus bei Dir: hast Du Muße mir noch weitere Fragen zu beantworten? Ich würde mich jedenfalls über einen Austausch sehr freuen. Bis dahin mal wieder
H.G.

Liebe Soja,natürlich kannst du meine Zeilen im Blog verwenden wie du es vorschlägst.

Übrigens gefällt mir das Gedicht“Über die Geduld“ so gut. Anfangs guckte ich täglich nach, ob eine Antwort von dir kam. Dann dachte ich schon, Schlimmes sei passiert.Nun heute die angenehme und ganz umfangreiche Antwort von dir. Hab herzlichen Dank!
Klar weiß ich, dass du an unsere Krankheit dachtest bei dem Gedicht.
Deine Gedanken zum Kampf gegen den Krebs teile ich auch voll und ganz. Ich glaube er hat eine Aufgabe die aber nicht leicht zu erkennen ist.
Meine sechste Chemo wurde vorige Woche ganz und gar gestrichen, weil mein Blut so schlecht war. Ich bin darüber sehr froh und halte die Entscheidung für richtig, weil ich schon nach der fünften das Gefühl hatte, eine weitere nicht zu überleben.
Ich arbeite mit Affirmationen für meine Heilung.Dafür habe ich Hilfe. Aber wie man am besten eine Meditation realisiert weiß ich nicht und kenne auch keine unterstützende Person. Vielleicht finde ich sie durch dich. Bei meinem Arztgespräch heute kamen wir auf den positiven Einfluß des Sports zu sprechen. Da sehe ich für mich noch Handlungsbedarf. Ich hoffe, während meiner baldigen Kur dafür Anregung zu erhalten.
Übrigens kann ich auch ein gutes Buch empfehlen: von Heinrich Grill:“Krebskrankheit“ aus ganzheitlicher medizinischer und spiritueller Sicht, Erklärung, Prophylaxe, Therapie
Auch ich grüße dich herzlich und in Verbundenheit
H.

Anm.: 1.Kommentar auf der Impressum-Seite

gibt es hyzaar frei zu kaufen

E. Die Symptome werden nicht besser durch Trauer erklärt, z. B. über den Verlust einer geliebten Person. Oder: Die Symptome dauern länger als zwei Monate an oder sind gekennzeichnet durch eine ausgeprägte funktionale Beeinträchtigung, krankhafte Beschäftigung mit Wertlosigkeit, Suizidgedanken, psychotische Symptome oder psychomotorische Verlangsamung.

A. Eine mindestens vier Tage andauernde, ausgeprägte Periode ständig gehobener, überschwänglicher oder gereizter Stimmung, die eindeutig verschieden von der üblichen nichtdepressiven Stimmung ist.

B. Während der Phase der Stimmungsstörung sind drei (oder mehr) der folgenden Symptome (vier, wenn die Stimmung nur gereizt ist) bis zu einem gewissen Grad ständig vorhanden:

  1. überhöhtes Selbstwertgefühl oder Größenwahn
  2. vermindertes Schlafbedürfnis (z. B. Erholungsgefühl nach nur drei oder weniger Stunden Schlaf)
  3. gesprächiger als üblich oder Rededrang
  4. Ideenflucht oder subjektive Erfahrung des Gedankenrasens
  5. Zerstreutheit (das bedeutet Fokussierung auf unwichtige oder unerhebliche externe Reize)
  6. Zunahme zielgerichteter Aktivitäten (entweder sozial, beruflich oder in der Schule, oder sexuelle oder psychomotorische Unruhe)
  7. übertriebenes Engagement bei Vergnügungen, die in einem hohen Maße schmerzhafte Konsequenzen nach sich ziehen (z. B. hemmungsloser Kaufrausch, sexuelle Indiskretionen oder leichtsinnige geschäftliche Investitionen)

C. Die Episode wird begleitet von Veränderungen der Leistungsfähigkeit oder des Verhaltens, die für die Person in symptomfreien Phasen uncharakteristisch ist.

D. Die Stimmungsstörung und der Wechsel des Auftretens werden durch Andere beobachtet.

E. Die Episode ist nicht schwer genug, um eine ausgeprägte Beeinträchtigung in sozialen oder beruflichen Aufgabenbereichen zu verursachen oder einen Krankenhausaufenthalt zu erfordern, und es gibt keine psychotischen Merkmale.

F. Die Symptome sind nicht durch direkte physiologische Effekte einer Substanz (z. B. Drogenmissbrauch, Medikamente oder andere Behandlungen) oder eine generelle medizinische Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse) verursacht.

Anmerkung: Hypomaniegleiche Episoden, die eindeutig durch somatische antidepressive Behandlung verursacht sind (Medikamente, Elektroschocktherapie, Lichttherapie), sollten nicht einer Diagnose „Bipolare II Störung“ zugerechnet werden.

A. Für mindestens eine Woche werden fast jeden Tag sowohl die Kriterien für eine Manische Phase als auch für eine Depressive Phase erfüllt (abgesehen vom Kriterium der Dauer).

B. Die Störung der Stimmung ist schwer genug um eine ausgeprägte Beeinträchtigung in beruflichen Aufgabengebieten oder unübliche soziale Aktivitäten oder Beziehungen mit anderen zu bewirken oder sie erfordern einen Krankenhausaufenthalt, um Selbst- oder Fremdschädigung zu verhindern, oder es gibt andere psychotische Merkmale.

C. Die Symptome sind nicht durch direkte physiologische Effekte einer Substanz (z. B. Drogenmissbrauch, Medikamente oder andere Behandlungen) oder eine generelle medizinische Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse) verursacht. Anmerkung: Der gemischten Phase vergleichbare Episoden, die eindeutig durch somatische antidepressive Behandlung verursacht sind (Medikamente, Elektroschocktherapie, Lichttherapie), sollten nicht einer Diagnose: „Bipolare I Störung“ zugerechnet werden.

  • Bei Erwachsenen ist Alkohol- und sonstiger Drogenmissbrauch mit 2/3 die häufigste Komorbidität.
  • Medikamentenmissbrauch tritt vor allem in postmanischen Mischzuständen und den darauf folgenden schweren Depressionen auf. Tägliche Medikamentenzuteilung und Einnahmeüberwachung sollte in diesen Episoden selbstverständlich sein.
  • Panikstörungen und Persönlichkeitsstörungen.

Während einer Manie konzentriert der Betroffene oft seine volle Kapazität auf meist angenehme Teilaspekte seines Lebens, wobei andere Aspekte vernachlässigt oder völlig ignoriert werden. So kann es vorkommen, dass der Erkrankte seine gesamte Energie auf sein berufliches oder freiwilliges Engagement, für einen neuen Partner oder auf Sexualität fokussiert, gleichzeitig aber wichtige oder wichtigere Dinge wie z. B. seinen Haushalt oder seinen Beruf oder seine Familie völlig vernachlässigt. Die vermehrte Leistungsbereitschaft kann zunächst auch zu Erfolgen führen. So kann der Erkrankte während einer Manie, mehr noch aber bei einer Hypomanie, bei vorhandener Begabung sehr respektable Leistungen vollbringen. Auch die übersteigerte Geselligkeit und Schlagfertigkeit kann gut ankommen. Der Schlaf reduziert sich jedoch extrem und der Körper wird entsprechend überanstrengt.

Bei stärkeren Ausprägungen kann es zu Realitätsverlust und Wahn kommen. Dies ist in postmanischen Mischzuständen häufig der Fall. Die Selbstüberschätzung und die Grandiositätsgefühle während der Manie können in einen Größenwahn (Megalomanie und/oder Cäsarenwahnsinn) umschlagen. Dabei kann ein religiöser Wahn, auch religiöser Größenwahn auftreten. Auch wegen des durch die Manie hervorgerufenen teils extremen Schlafmangels können Halluzinationen hervorgerufen werden.

hyzaar 50mg preis

Man darf nicht ver­ges­sen, dass Fol­säu­re der begren­zen­de Fak­tor beim Auf­bau der Neu­ro­trans­mit­ter Dopa­min und Sero­to­nin ist. Die für den Auf­bau die­ser Boten­stof­fe benö­tig­ten Enzy­me Tyro­sin- und Tryp­tophan-Hydroxy­la­se benö­ti­gen Fol­säu­re. Glei­ches gilt für die Bil­dung von Katecho­lami­nen wie Nor­ad­re­na­lin und Dopa­min (20). Ein Fol­säu­re­man­gel ist daher mit Depres­sio­nen asso­zi­iert und führt dar­über hin­aus zu einer schlech­te­ren Wir­kung von Anti­de­pres­si­va.

Gehirn-Bio­che­mie: Signal­über­tra­gung in der Neu­ro­psych­ia­trie

Täg­lich emp­fängt unser Orga­nis­mus in sei­ner Wech­sel­wir­kung zwi­schen Umwelt und Indi­vi­du­um phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche und bio­lo­gi­sche Signa­le. Signal­über­tra­gung bedeu­tet die Über­tra­gung von exter­nen Rei­zen in mole­ku­la­re Ant­wor­ten. Dies geschieht ins­be­son­de­re an den End­knöpf­chen der Ner­ven­bah­nen, den Syn­ap­sen. Die­se bestehen aus zwei gegen­über­lie­gen­den Knöpf­chen. Die End­knöpf­chen an den Ner­ven­fa­sern wer­den auch als prä­syn­ap­ti­scher Bereich bezeich­net. Hier sind Boten­stof­fe (Neu­ro­trans­mit­ter) wie Nor­ad­re­na­lin, Dopa­min, Sero­to­nin gespei­chert. Die­se Boten­stof­fe sol­len, nach­dem ein Signal über die Ner­ven­bah­nen her­ein­kommt, aus­ge­schüt­tet wer­den und am benach­bar­ten Knöpf­chen, dem post­syn­ap­ti­schen Bereich, nach dem Schlüs­sel-Schloß-Prin­zip ando­cken und hier­durch wei­te­re – oft auch lebens- bzw. über­le­bens­wich­ti­ge – Reak­tio­nen bewir­ken.

Der initia­le Schritt der Signal­über­tra­gung in die­ser bio­che­mi­schen Kas­ka­de ist also die Bin­dung der Neu­ro­trans­mit­ter, am post­syn­ap­ti­schen Rezep­tor. Beein­träch­ti­gun­gen die­ser che­mi­schen Signal­über­tra­gung füh­ren zu Stö­run­gen der Gehirn-Bio­che­mie und ver­ur­sa­chen zahl­rei­che Erkran­kun­gen. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis die­ser kom­pli­zier­ten Vor­gän­ge müs­sen wir uns zunächst den che­mi­schen Auf­bau der Rezep­to­ren anse­hen. Die Rezep­to­ren bestehen aus Fett-Eiweiß-Ver­bin­dun­gen, den Lipo­pro­te­inen. Die­se umhül­len die Zell­struk­tu­ren in Form einer Lipid-Dop­pel­mem­bran. Die­se Mem­bran­li­pi­de stel­len 50 % der Gehirn­mas­se dar.

Von den Mem­bran­li­pi­den stel­len die Phos­pho­li­pi­de die ele­men­tars­ten Bau­stei­ne dar:

  • Phos­pha­t­idyl­cho­lin,
  • Phos­pha­t­idyl­se­rin,
  • Phos­pha­t­idy­lino­si­tol,
  • Phos­pha­t­idyl­e­tha­nola­min.

Ent­zün­dun­gen und Umwelt­gif­te kön­nen oxi­da­ti­ven Stress und somit eine Lipid­per­oxi­da­ti­on ver­ur­sa­chen. Hier­bei wer­den Mem­bran­struk­tu­ren zer­stört – die Mem­bran­fet­te wer­den sozu­sa­gen ran­zig und die Zel­le altert schnel­ler. Wenn nun die für die Signal­über­tra­gung wich­ti­gen Schlüs­sel-Schloss-Regio­nen, die Rezep­to­ren, „ran­zig“ und in ihrer räum­li­chen Struk­tur defor­miert wer­den, kön­nen die aus dem prä­syn­ap­ti­schen Bereich aus­ge­schüt­te­ten Boten­stof­fe nicht mehr an den „Schlös­sern“ ando­cken. Die Signal­über­tra­gung ist unter­bro­chen und Hirn­funk­tio­nen wer­den gestört.

Moder­ne umwelt­me­di­zi­ni­sche Ana­ly­se­me­tho­den ermit­teln alle jene Fak­to­ren, die oxi­da­ti­ven Stress bzw. Lipid­per­oxi­da­tio­nen ver­ur­sa­chen und wel­che Anti­oxi­dan­ti­en, natür­li­che Fett­säu­ren, Mine­ral­stof­fe und Vit­ami­ne an die­sen zen­tra­len Wirk­prin­zi­pi­en regu­lie­rend und somit hei­lend ein­grei­fen.

Eine wich­ti­ge anti­ent­zünd­li­che Wir­kung an den Mem­bran­re­zep­to­ren ent­fal­ten die Ome­ga-3-Fett­säu­ren aus Fisch­öl. Eine ran­do­mi­sier­te Dop­pelb­lind­stu­die an 35 ambu­lan­ten Pati­en­ten mit Depres­sio­nen zeig­te eine gute Wir­kung eines Ome­ga-3-Fisch­öl Bestand­tei­les, der Doco­sa­he­xa­en­säu­re ( DHA ) (2).

Durch den Ver­zehr gro­ßer Men­gen an tie­ri­schen Fet­ten mit einem hohen Anteil an Ara­chi­don­säu­re (z. B. Schwei­ne­schmalz) kommt es zu einer Hoch­re­gu­la­ti­on von Ent­zün­dun­gen und somit zu einem ver­stärk­ten Depres­si­ons­ri­si­ko. Ara­chi­don­säu­re kann direkt neu­ro­to­xisch wir­ken. Als natür­li­cher Gegen­spie­ler zur Ara­chi­don­säu­re kom­men Fisch­öle mit einem hohen Anteil an Ome­ga-3-Fett­säu­ren in Betracht. Die­se redu­zie­ren die mit einer Depres­si­on asso­zi­ier­ten ent­zün­dungs­för­dern­den Inter­leu­ki­ne 1 und 6 und erhö­hen die Bin­dungs­ka­pa­zi­tät von Dopa­min- und Sero­to­n­in­re­zep­to­ren. Da DHA auch beim Auf­bau der Glia­zel­len im Gehirn betei­ligt ist, gilt es als hilf­rei­che „Repa­ra­tur- und Wachs­tums­sub­stanz“ für das Gehirn. DHA akti­viert den BDNF (Brain-Deri­ved-Ner­ve-Growth-Fac­tor) und ist auch an der mito­chon­dria­len Kom­mu­ni­ka­ti­on betei­ligt.

Vie­le Krank­hei­ten gehen ein­her mit ent­zünd­li­chen Reak­tio­nen, die wie­der­um ande­re Orga­ne des Orga­nis­mus, auch das Gehirn, beein­träch­ti­gen kön­nen. Dies kommt durch zir­ku­lie­ren­de Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren zustan­de, die über den Blut­kreis­lauf an alle Orga­ne trans­por­tiert wer­den und dort zu Schä­di­gun­gen füh­ren kön­nen. Man nennt die­se Vor­gän­ge auch Komor­bi­di­tä­ten oder Begleit­krank­hei­ten. Die Schup­pen­flech­te (Pso­ria­sis) wird als Haut­krank­heit ein­ge­stuft, weil sie offen­sicht­lich pri­mär die Haut­struk­tur zer­stört. Bei nähe­rer Betrach­tung der Begleit­sym­pto­me wird deut­lich, dass es zukünf­tig immer schwie­ri­ger wer­den dürf­te, chro­ni­sche Krank­hei­ten in eine „Schub­la­de“ (hier nach ICD-Code eine Haut­krank­heit) ein­zu­ord­nen. Zu den Komor­bi­di­tä­ten bei der Schup­pen­flech­te zäh­len auch Gelenk­ent­zün­dun­gen, eine erhöh­te Herz­in­farkt­ra­te und auch Depres­sio­nen (5).

Als Haupt­ur­sa­che für die­se Haut­krank­heit mit den genann­ten Beglei­ter­kran­kun­gen kann die Ent­zün­dung gese­hen wer­den. Bei einer Ent­zün­dung signa­li­siert das Immun­sys­tem durch die Frei­set­zung von bestimm­ten Signal­stof­fen dem Gehirn, dass „Krieg“ abläuft. Die­se Signal­stof­fe wer­den Zyto­ki­ne genannt. Bei einem grip­pa­len Infekt wer­den auch Zyto­ki­ne frei­ge­setzt. Nicht das Fie­ber ist die Ursa­che des Krank­heits­ge­fühls, son­dern die Zyto­kin­pro­duk­ti­on. Zyto­ki­ne kön­nen wie Hor­mo­ne Gehirn­funk­tio­nen akti­vie­ren – sie über­win­den die Blut-Hirn-Schran­ke. Die „Stress-Ant­wort“ des Gehirns ist: Fie­ber, Krank­heits­ge­fühl, Müdig­keit, Schlaf. Bei Pati­en­ten mit Schup­pen­flech­te, die Medi­ka­men­te bekom­men, die das Immun­sys­tem unter­drü­cken, ver­min­dern sich die Depres­sio­nen (6).

Bei Über­ge­wicht bzw. Fett­sucht stei­gen im Blut Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter an. Über­ge­wicht kann daher als sys­te­mi­sche Ent­zün­dung betrach­tet wer­den, die auch das Risi­ko für Depres­sio­nen erhöht. Im Juni 2009 berich­tet die medi­zi­ni­sche Fach­zeit­schrift „MMW-Fort­schrit­te der Medi­zin“, dass schon bei über­ge­wich­ti­gen Kin­dern eine deut­li­che Erhö­hung von „pro­in­flamma­to­ri­schen und prothrom­bo­ti­schen Mar­kern“ wie Zyto­ki­ne (Inter­leu­kin 6), CRP und Fibri­o­no­gen fest­zu­stel­len ist. Somit dro­he in den nächs­ten Jah­ren eine dra­ma­ti­sche Zunah­me von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen (14) und – aus den o. g. Grün­den – auch eine dra­ma­ti­sche Zunah­me bei den Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen, wie Depres­sio­nen.

Die Ärz­te Zei­tung berich­tet im April 2011 über For­schungs­er­geb­nis­se der Uni­ver­si­tät Leip­zig, dass Fett­lei­big­keit (Body Mass Index über 30) offen­bar mit einer mess­ba­ren Ver­rin­ge­rung des Gehirn­vo­lu­mens asso­zi­iert sei (15).

Im Gehirn gibt es ganz beson­de­re Zel­len, die Glia­zel­len, die lan­ge Zeit ledig­lich als pas­si­ve Stütz­zel­len der eigent­li­chen Ner­ven­zel­len (Neu­ro­nen) betrach­tet wor­den sind (6). Glia kann man als Kle­be­mas­se über­set­zen. In den letz­ten Jah­ren sind immer mehr span­nen­de Ein­zel­hei­ten zu den Glia­zel­len bekannt gewor­den, die zei­gen, dass Glia­zel­len weit mehr Funk­tio­nen haben als nur zu „stüt­zen“. Es han­delt sich hier­bei um die Immun­zel­len des Gehirns. Da sie die Ner­ven­fort­sät­ze und Blut­ge­fä­ße im Gehirn umman­teln, sind sie bekannt unter dem Begriff „Blut-Hirn-Schran­ke“. Sie schüt­zen das Gehirn vor dem Ein­strom von aggres­si­ven Sub­stan­zen, die im Blut­kreis­lauf zir­ku­lie­ren. Sie sind betei­ligt an Ent­gif­tungs­vor­gän­gen und auch an der Rege­ne­ra­ti­on der Neu­ro­nen. Und das Span­nen­de ist, dass sie mit den Immun­zel­len des Dar­mes asso­zi­iert sind. Wenn also im Darm Ent­zün­dungs­pro­zes­se durch All­er­gi­en, Bak­te­ri­en oder Pil­ze aus­ge­löst wor­den sind, gelan­gen Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren oder Zyto­ki­ne (z. B. Inter­leu­kin 6, Inter­fe­ron) über den Blut­kreis­lauf in das Gehirn, wo sie die Glia­zel­len akti­vie­ren. Hier­durch kommt es zu Schä­di­gun­gen der Ner­ven­zel­len mit der Fol­ge von Depres­sio­nen und ande­re Stö­run­gen der Gehirn­funk­tio­nen. Akti­vier­te Glia­zel­len kön­nen in Ein­zel­fäl­len noch über zehn Mona­te eben­falls Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren in die Umge­bung abge­ben und loka­le – aber auch sys­te­mi­sche – Ent­zün­dun­gen unter­hal­ten.

Auch Medi­ka­men­te mit immun­sti­mu­lie­ren­der Wir­kung kön­nen über eine Akti­vie­rung der Glia­zel­len Depres­sio­nen aus­lö­sen. Pati­en­ten mit Hepa­ti­tis oder Mul­ti­pler Skle­ro­se, die mit Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren wie z. B. Inter­fe­ron behan­delt wer­den, ent­wi­ckeln häu­fig Depres­sio­nen.

Die­se Erkennt­nis­se füh­ren zu der Über­le­gung, dass bei allen Gehirn­er­kran­kun­gen nach ent­zünd­li­chen Ursa­chen bzw. Krank­heits­pro­zes­sen – u. a. im Darm – gefahn­det wer­den muß. Eine Stuhl- und Ver­dau­ungs­ana­ly­se sowie der Aus­schluss von Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten soll­ten daher zum Rou­ti­ne­un­ter­su­chungs­pro­fil gehö­ren.

Stress ist eine nicht­spe­zi­fi­sche Ant­wort auf alle Rei­ze, mit denen sich unser Orga­nis­mus aus­ein­an­der­set­zen muß. Wenn Tech­ni­ken zur Ver­ar­bei­tung von Stress (Stress-Respon­se) ver­lo­ren gegan­gen sind, kön­nen Depres­sio­nen ent­ste­hen. Stress akti­viert Cor­ti­sol, wel­ches wie­der­um zu einer Immun­sup­pres­si­on führt. Auf die bekann­ten psy­cho­the­ra­peu­ti­schen und phar­ma­ko­lo­gi­schen The­ra­pie­ver­fah­ren soll an die­ser Stel­le nicht ein­ge­gan­gen wer­den. Ich möch­te in der Tabel­le 2 eini­ge patho­phy­sio­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen von nicht ver­ar­bei­te­tem Stress hin­wei­sen.

„ Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank“ schreibt Bar­ba­ra Dreis­sen am 21. Novem­ber 2009 in der Tages­zei­tung DIE WELT: „Frau­en erkran­ken häu­fi­ger als Män­ner an Depres­sio­nen und den Fol­gen von sozia­lem Stress, was häu­fig mit Schlaf­pro­ble­men ein­her­geht.“ (11) Sie­ben Stun­den Schlaf sind opti­mal – weni­ger Schlaf ist schäd­lich. Obwohl Depres­sio­nen bei Frau­en offen­bar häu­fi­ger vor­kom­men, ist die Selbst­mord­ra­te bei Män­nern drei­mal höher als bei Frau­en. In Bezug auf den Sui­zid des Natio­nal­tor­warts Robert Enke schreibt Frau Dr. Möl­ler-Leim­küh­ler zum The­ma „Depres­sio­nen beim Mann“ in der medi­zi­ni­schen Fach­zeit­schrift MMW: „Er jam­mert nicht, aber er bringt sich um.“ Depres­sio­nen kön­nen sich bei Män­nern anders als mit den klas­sisch „weib­li­chen“ Sym­pto­men wie Trau­rig­keit oder Antriebs­min­de­rung äußern. Sie kön­nen durch exter­na­li­sie­ren­de Stress­ver­ar­bei­tungs­mus­ter mas­kiert oder kom­pen­siert wer­den. Hier­zu gehö­ren: Aggres­si­vi­tät, Ärger­at­ta­cken, erhöh­te Reiz­bar­keit, anti­so­zia­les und/oder süch­ti­ges Ver­hal­ten (Alko­hol, Arbeit, Sport, Fern­se­hen, Inter­net, Sex …) und Risi­ko­ver­hal­ten, zum Bei­spiel im Stra­ßen­ver­kehr – was auch als „männ­li­che Depres­si­on“ bezeich­net wird.

Die­se Sym­pto­me sind nicht in den übli­chen Depres­si­ons­in­ven­ta­ri­en ent­hal­ten, so dass Män­ner ein grö­ße­res Risi­ko haben, durch das dia­gnos­ti­sche Ras­ter zu fal­len (13).

Wir­kung einer ver­stärk­ten Cor­tisol­frei­set­zung durch Stress (1):

benadryl zäpfchen oder tabletten