indocin 50mg schmelztabletten ohne rezept

  • Intensives Hochgefühl
  • Gesteigerte Leistungsfähigkeit und Kreativität
  • Deutlich vermindertes Schlafbedürfnis
  • Schnelles Umschlagen der Hochstimmung in Gereiztheit, vor allem, wenn der Patient Widerspruch erfährt.
  • Distanzlosigkeit und Rededrang im Umgang mit anderen Menschen
  • Gedankensprünge, die Betroffenen springen im Gespräch von einem Thema zum anderen. Außenstehende können dem Inhalt des Gespräches nicht mehr folgen.
  • Sprunghaftigkeit im Handeln: Es werden viele Dinge begonnen, aber nicht zu Ende geführt. Es ist für Maniker praktisch unmöglich, auch nur kurze Zeit still zu sitzen und nichts zu tun.
  • Eine Enthemmung in verschiedenen Bereichen, angefangen von sexuellen Handlungen bis hin zum exzessivem Kaufrausch, wobei dabei die finanziellen Möglichkeiten völlig überschritten werden; gerade diese Enthemmungen stehen oft im krassen Widerspruch zu den eigentlichen moralischen Grundsätzen des Betroffenen und führen nach dem Abklingen der Manie zu Scham- und Schuldgefühlen.

Depressive Menschen sind nicht einfach nur traurig. Sie können nicht fühlen. Geschieht etwas Schönes, können sie nicht lachen. Ist etwas traurig, können sie nicht weinen. Alles ist gleichermaßen grau. Eine Depression ist deshalb mehr, als einfach „nur" ein Gemütszustand der Traurigkeit. Depression ist eine Krankheit, bei der das seelische und psychische Gleichgewicht verloren geht, das Denken, Handeln und der Körper sind ebenso betroffen wie der Gemütszustand. Deshalb leiden Betroffene nicht nur unter Traurigkeit und niedergedrückter Stimmung, es kommt auch zu körperlichen Symptomen, etwa Erschöpfung, Schlafstörungen, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme. Das schwerwiegendste Zeichen einer Depression sind Suizidgedanken. Das sollte immer ein Alarmzeichen sein und dazu führen, dass sofort ein Arzt aufgesucht wird.

Folgende Symptome sind typisch für eine depressive Episode

  • Gesteigertes Gefühl der Traurigkeit, Antriebslosigkeit; Interesselosigkeit an Dingen, die dem Erkrankten normalerweise Freude machen würden
  • Verlust sexuellen Interesses
  • Neigung zum ständigem Grübeln und pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen oder gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Appetitverlust oder gesteigerte Nahrungsaufnahme
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  • Gefühle der Wertlosigkeit, Schuldgefühle, mangelndes Selbstbewusstsein
  • Suizidgedanken
  • Verschiedene körperliche Missempfindungen, wie Enge im Brustbereich, Durchfall oder Verstopfung

Eine Hypomanie ist eine abgeschwächte Form der Manie. Es treten dieselben Symptome auf wie bei einer Manie, allerdings wesentlich schwächer ausgeprägt. Der Betroffene ist noch in der Lage, die Realität und seine persönliche Situation zu erfassen. Es geht ihm gut, aber er ist nicht überschwänglich. Eine Hypomanie ist in ihrer Entwicklung unberechenbar. Sie kann als kurze und vorübergehende Steigerung der normalen Stimmungslage auftreten, sie kann aber auch Vorbote einer ausgeprägten Manie sein. Reicht im ersten Fall eine ambulante Therapie bzw. eine Anpassung der Medikation aus, muss im zweiten Fall sofort konsequent behandelt werden. Jede neue Krankheitsepisode verschlechtert den Krankheitsverlauf insgesamt und die Abstände zwischen den einzelnen Episoden werden immer kürzer. Diese beiden Gründe machen es erforderlich, auch bei einer Hypomanie so schnell wie möglich therapeutisch einzugreifen.

Während der gemischten Episode können manische und depressive Phasen entweder im kurzen Wechsel oder sogar gleichzeitig auftreten. Die Betroffenen sind in gleichem Maße erregt oder getrieben, fühlen sich mutlos und deprimiert. Gerade wegen der Kombination von gesteigerter Aktivität und Depression ist bei dieser Form das Suizidrisiko besonders hoch.

Im Altersvergleich muss die mathematische Leistung in den unteren 10% liegen,

indocin 50mg schmelztabletten ohne rezept

indocin 50mg preise österreich

"Ich und eine Reihe anderer Wissenschaftler halten das für verfrüht, weil die Evidenz noch nicht stark genug ist."

Ihrer Meinung nach gibt es noch nicht genügend qualitativ hochwertige Studien, die eine Klassifizierung der Videospielsucht als eigenständige Krankheit rechtfertigt. Außerdem sei derzeit noch unklar, inwiefern die Videospielsucht möglicherweise mit anderen Krankheiten wie der Depression zusammen hängt:

"Einige glauben, dass die Videospielsucht besser als ein Bewältigungsmechanismus für andere Krankheiten beschrieben werden kann, anstatt als eigenständige Störung. Das könnte sollte untersuchen, aber bisher gibt es noch viele Unklarheiten auf diesem Gebiet."

Antonius van Rooij und andere Kritiker sprechen sich daher eher für eine weiter gefasste Definition von Verhaltenssüchten aus:

"Damit wir nicht ständig eine neue Definition brauchen, wenn es ein neues auffälliges Verhalten gibt. Zurzeit ist Video-Streaming populär und schon sprechen manche von einer Streaming-Sucht. Wir können nicht ständig psychiatrische Standards ändern, nur weil etwas Neues im Internet auftaucht."

Für Matthias Brand wiederum sind die existierenden Belege ausreichend, auch wenn es in Einzelheiten noch Lücken bei der Evidenz gebe:

"Sie mag noch nicht in allen kleinen Bereichen den Goldstandard erfüllen aber die überwiegende Zahl der Studien spricht ganz klar dafür, dass es das Problem gibt, dass das Krankheitswert hat für die Betroffenen. Und deswegen spricht nach meinem Dafürhalten nichts dagegen die Störung aufzunehmen."

Ein weiteres Schlagwort, das in der Debatte immer wieder genannt wird, ist Pathologisierung. Also die Frage ob eine offiziell anerkannte Videospielsucht nicht plötzlich auch Spieler stigmatisiert, die nur zeitweise kaum vom Bildschirm wegkommen.

Antonius van Rooij: "Wir sorgen uns um Panikmache in den Medien. In einigen Ländern werden Videospiele schon jetzt eher kritisch gesehen. Wir glauben, es könnte als generelles Argument gegen Video- und Computer spiele eingesetzt werden. 'Schau, das ist eine Sucht, eine Störung, das kann nicht gut für dich sein'."

Für Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität Lübeck ist das ein vorgeschobenes Argument. Er war mit an dem Vorschlag beteiligt, Videospielsucht in den ICD-11 Katalog aufzunehmen und gibt zu bedenken:

"Es gibt zum Beispiel, wenn wir uns anschauen, die Esssüchte und natürlich kann das auch Menschen stigmatisieren, nämlich Menschen die gerne essen oder einen größeren Körperumfang haben. Deswegen würden wir nicht die Esstörungen aus den ICD-11 Kategorien herausnehmen."

Vollmacht zur Vermeidung einer Betreuung - Allgemeine Hinweise -

Eine rechtliche Betreuung kann durch eine Vorsorgevollmacht vermieden werden. In einer solchen Erklärung gibt die betroffene Person in gesunden Tagen für den Fall einer später eintretenden Geschäftsunfähigkeit (z.B. durch altersbedingten Abbau von geistigen Fähigkeiten) jemand anderem die Vollmacht, im Namen der betroffenen Person zu handeln. Die Vorsorgevollmacht darf nicht mit einer Patientenverfügung verwechselt werden, in der eine gewünschte Heilbehandlung für den Bevollmächtigten (oder Betreuer) nach § 1901a BGB verbindlich festgelegt werden kann.

Eine Vorsorgevollmacht ist eine Willenserklärung, die einem anderen Menschen die rechtsgeschäftliche Vertretung erlaubt. Nach § 1896 Abs. 2 BGB ist dann die Bestellung eines rechtlichen Betreuers auch bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen (§ 1896 Abs. 1 BGB) entbehrlich, wenn die Angelegenheiten des Betroffenen durch eine Vollmacht ebenso gut erledigt werden können. Der Bevollmächtigte ist, wenn auch nur in bestimmten Angelegenheiten, an das Betreuungsrecht gebunden. So muss er z.B. eine freiheitsentziehende Unterbringung und weiter freiheitsentziehende Maßnahmen (auch stark beruhigende Medikamente gehören eigentlich hierzu) vom Betreuungsgericht genehmigen lassen. Gleiches gilt für gefährliche ärztliche Behandlungen. Hingegen wird der Bevollmächtigte in finanziellen Angelegenheiten nicht durch das Betreuungsgericht kontrolliert.

Es sollte daher bei größerem Vermögen ein Kontrollbevollmächtigter eingesetzt werden, also ein weiterer Bevollmächtigter, gegenüber dem der eigentliche Bevollmächtigte auskunfts- und rechenschaftspflichtig ist.

Die Vollmacht ist also als selbst gewählte Hilfe für den Fall der krankheits- oder behinderungsbedingten Unfähigkeit, sich um eigene Angelegenheiten zu kümmern, vorrangig vor der staatlich angeordneten Betreuerbestellung (§ 1896 Abs. 2 BGB). Dies ist auch Ausfluss des grundgesetzlich verbürgten Rechtes auf freie Persönlichkeitsentfaltung. Die Vollmacht muss, um gegenüber der Betreuung gleich geeignet und somit vorrangig zu sein, rechtswirksam zustande gekommen sein.

Hierzu ist zunächst erforderlich, dass der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Vollmachtserteilung geschäftsfähig gewesen ist. Grundsätzlich ist das bei allen Volljährigen der Fall, wenn diese nicht auf Grund krankheitsbedingter Gesundheitsbeeinträchtigung unfähig sind, Folgen und Tragweite ihres Handelns zu erkennen.

§ 104 Nr. 2 BGB bestimmt hierzu: „Geschäftsunfähig ist, wer sich in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit befindet, sofern nicht der Zustand seiner Natur nach ein vorübergehender ist.“ Diese Feststellung kann im Streitfall nur durch einen Richter festgestellt werden. Als Normalfall ist von bestehender Geschäftsfähigkeit auszugeben. Wird der Vollmachtgeber zu einem späteren Zeitpunkt geschäftsunfähig, bleibt die Vollmacht wirksam bestehen (§ 672 i. V. m. § 168 BGB).

Rechtsprechung zur Wirksamkeit einer Vollmacht

Zweifeln an der Geschäftsfähigkeit des Betroffenen zum Zeitpunkt der Erteilung einer Vorsorgevollmacht muss das Gericht im Wege der Amtsermittlung (§ 26 FamFG) nachgehen. Erweist sich ein eingeholtes Sachverständigengutachten, das eine Geschäftsunfähigkeit des Betroffenen angenommen hat, bei kritischer Würdigung als lückenhaft, muss das Gericht ergänzende Maßnahmen der Sachverhaltsaufklärung treffen. Der Vorrang der Vorsorgevollmacht (§ 1896 Abs. 2 S. 2 BGB) darf nicht dadurch überspielt werden, dass das Gericht bereits aus einem lückenhaften Gutachten die abschließende Schlussfolgerung zieht, Zweifel an der Wirksamkeit der Vollmacht könnte nicht ausgeräumt werden, so dass eine Betreuerbestellung erforderlich sei.

Stand die Geschäftsunfähigkeit des Betroffenen nicht bereits zum Zeitpunkt der Beurkundung sicher fest, so steht eine diagnostizierte fortgeschrittene Demenz einer früher erteilten notariellen Vorsorgevollmacht nicht entgegen. Wurde durch den Betroffenen bewusst und in freier Willensentschließung eine Vertrauensperson bevollmächtigt, so kann eine hierauf bezogene partielle Geschäftsfähigkeit selbst dann zu bejahen sein, wenn nicht auszuschließende leichtere kognitive Defizite zu Bedenken gegen die Wirksamkeit anderweitiger Willenserklärungen Anlass geben können.

Sind zum Zeitpunkt der Erteilung einer Vorsorgevollmacht für die soziale Umgebung des Vollmachtgebers einschließlich seiner Hausärztin keine geistigen Beeinträchtigungen bei ihm erkennbar, unterliegt die rückschauende Diagnose der Geschäftsunfähigkeit durch einen Sachverständigen, der den Betroffenen erstmals nach mehr als vier Monaten seit der Vollmachterteilung untersucht, strengen Anforderungen. Eine "graduell fortschreitende dementielle Erkrankung" nach Einlieferung in eine psychiatrische Klinik wegen akut aufgetretener Verwirrtheit und Orientierungsstörungen lässt für sich genommen keinen hinreichenden Schluss auf den Zustand zum Zeitpunkt der Vollmachterteilung zu.

Der Vollmacht liegt eine Vereinbarung zwischen Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer zugrunde. Bei dieser Vereinbarung, dem sog. Grundgeschäft, handelt es sich üblicherweise um einen Auftrag, wenn die Vollmachtstätigkeit unentgeltlich erfolgen soll, was meist bei einer Tätigkeit für einen Angehörigen üblich ist (§§ 662 ff. BGB).

Soll der Vollmachtnehmer (Bevollmächtigter) vergütet werden, handelt es sich um einen Geschäftsbesorgungsvertrag (§ 675 BGB). Im letzteren Fall ist zusätzlich zu beachten, dass bei einer geschäftsmäßigen Rechtsbesorgung der Bevollmächtigte eine Zulassung als Rechtsanwalt oder Notar benötigt.

Das Grundgeschäft kann formlos, auch mündlich vereinbart werden. Es empfiehlt sich aber, vor allem bei entgeltlicher Vollmachtstätigkeit, eine schriftliche Vereinbarung.

indocin 50mg schmelztabletten ohne rezept

Wie lange erhalten Sie Entgeltfortzahlung bei Krankheit?

Wenn die oben ge­nann­ten vier Be­din­gun­gen erfüllt sind, muß der Ar­beit­ge­ber sechs Wo­chen oder 42 Ka­len­der­ta­ge Ent­gelt­fort­zah­lung leis­ten. Wenn Sie am Ta­ge Ih­rer Er­kran­kung noch teil­wei­se ge­ar­bei­tet ha­ben, be­ginnt die Sechs­wo­chen­frist erst am nächs­ten Tag.

Nach Ab­lauf der sechswöchi­gen Ent­gelt­fort­zah­lung durch Ih­ren Ar­beit­ge­ber können Sie von der Kran­ken­kas­se Kran­ken­geld be­an­spru­chen.

Wenn Sie nach ei­ner sechswöchi­gen Krank­heit wie­der ge­sund sind und zur Ar­beit ge­hen, und wenn Sie dann er­neut, dies­mal aber we­gen ei­ner an­de­ren Krank­heit ar­beits­unfähig wer­den, ha­ben Sie er­neut ei­nen An­spruch auf sechs Wo­chen Ent­gelt­fort­zah­lung.

BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist sechs Wo­chen we­gen ei­ner ope­ra­ti­ven Ent­fer­nung sei­nes Blind­darms ar­beits­unfähig krank, ar­bei­tet da­nach wie­der zwei Wo­chen und ist im An­schluss dar­an für wei­te­re sechs Wo­chen ar­beits­unfähig krank, dies­mal aber we­gen ei­nes Band­schei­ben­vor­falls. Der Ar­beit­neh­mer kann für zwei­mal sechs Wo­chen Ent­gelt­fort­zah­lung ver­lan­gen.

Ein sol­cher mehr­fa­cher An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung, je­weils für ma­xi­mal sechs Wo­chen, be­steht nach der Recht­spre­chung so­gar dann, wenn der Ar­beit­neh­mer zwi­schen sei­nen bei­den Er­kran­kun­gen nicht ge­ar­bei­tet hat. Vor­aus­set­zung ist nur, dass zu Be­ginn der zwei­ten Er­kran­kung die ers­te Er­kran­kung aus­ge­heilt war, und dass es sich um ver­schie­de­ne Krank­hei­ten han­delt.

BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist we­gen Rücken­be­schwer­den sechs Wo­chen ar­beits­unfähig krank, wo­bei der letz­te Tag des Sechs­wo­chen­zeit­raums auf ei­nen Frei­tag fällt. Am Mon­tag er­krankt er er­neut, dies­mal we­gen ei­ner Grip­pe. Der Ar­beit­neh­mer kann für die Zeit der grip­pe­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit er­neut Ent­gelt­fort­zah­lung ver­lan­gen, und zwar bis zu sechs Wo­chen.

Wann gibt es bei einer weiteren Erkrankung keine Entgeltfortzahlung?

An­ders ist es aber dann, wenn ei­ne zwei­te (an­de­re) Er­kran­kung während ei­ner be­reits lau­fen­den Ar­beits­unfähig­keit auf­tritt. Dann en­det der An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung nach sechs Wo­chen. Das be­sagt der Rechts­grund­satz der "Ein­heit des Ver­hin­de­rungs­falls".

BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist sechs Wo­chen we­gen ei­ner Er­kran­kung der Bron­chi­en ar­beits­unfähig krank. Im Lau­fe der letz­ten Wo­che die­ser Zeit, d.h. noch während der ers­ten Er­kran­kung, kommt ei­ne an­de­re Er­kran­kung hin­zu, nämlich rheu­ma­ti­sche Be­schwer­den. Das Rheu­ma führt eben­falls zu ei­ner Ar­beits­unfähig­keit von sechs Wo­chen. Hier en­det der An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung nach dem Ab­lauf der ers­ten sechs Wo­chen. Denn die­se sechs Wo­chen bil­den ei­nen ein­heit­li­chen Ver­hin­de­rungs­fall, ob­wohl während der letz­ten Wo­che ei­ne wei­te­re Krank­heit da­zu­ge­kom­men ist. Für die Zeit der Ar­beits­unfähig­keit nach Ab­lauf des Sechs­wo­chen­zeit­traums muss sich der Ar­beit­neh­mer an die Kran­ken­kas­se wen­den und Kran­ken­geld be­an­tra­gen.

Außer­dem be­grenzt das EZFG den An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung, wenn man we­gen der­sel­ben Krank­heit mehr­fach hin­ter­ein­an­der ar­beits­unfähig ist. "Die­sel­be" Krank­heit liegt auch dann vor, wenn die ärzt­li­chen Dia­gno­sen zwar auf den ers­ten Blick un­ter­schied­lich sind, aber auf dem­sel­ben "Grund­lei­den" be­ru­hen. Da­zu heißt es in § 3 Abs.1 Satz 2 EFZG:

"Wird der Ar­beit­neh­mer in­fol­ge der­sel­ben Krank­heit er­neut ar­beits­unfähig, so ver­liert er we­gen der er­neu­ten Ar­beits­unfähig­keit den An­spruch nach Satz 1 für ei­nen wei­te­ren Zeit­raum von höchs­tens sechs Wo­chen nicht, wenn

1. er vor der er­neu­ten Ar­beits­unfähig­keit min­des­tens sechs Mo­na­te nicht in­fol­ge der­sel­ben Krank­heit ar­beits­unfähig war oder

2. seit Be­ginn der ers­ten Ar­beits­unfähig­keit in­fol­ge der­sel­ben Krank­heit ei­ne Frist von zwölf Mo­na­ten ab­ge­lau­fen ist."

BEISPIEL: Ein Ar­beit­neh­mer mit ei­nem chro­ni­schen Band­schei­ben­lei­den kann im­mer wie­der ein­mal für ei­ni­ge Wo­chen nicht ar­bei­ten, weil er sich we­gen sei­ner Be­schwer­den kaum be­we­gen kann. Im lau­fen­den Jahr war er des­halb be­reits sechs Wo­chen von Mit­te April bis En­de Mai ar­beits­unfähig. Im Ok­to­ber kann er we­gen sei­nes Rücken­lei­dens er­neut zwei Wo­chen nicht ar­bei­ten. Da hier kei­ne sechs Mo­na­te seit der letz­ten rücken­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit im Mai ver­gan­gen sind, be­kommt er gemäß § 3 Abs.1 Satz 2 Nr.1 EFZG für die Krank­heit im Ok­to­ber kei­ne Ent­gelt­fort­zah­lung.

Bei im­mer wie­der auf­tre­ten­den aku­ten Er­kran­kun­gen we­gen ei­nes ein­heit­li­chen Grund­lei­dens kann sich für den Ar­beit­neh­mer die Si­tua­ti­on er­ge­ben, daß er die Sechs­mo­nats­frist, die zwi­schen den ein­zel­nen Fehl­zei­ten lie­gen muß, nicht ein­hal­ten kann, da er al­le vier oder fünf Mo­na­te we­gen sei­nes Grund­lei­dens er­neut ar­beits­unfähig wird.

Er würde dann nach der Sechs­mo­nats­re­ge­lung we­gen die­ser Fehl­zei­ten nur ein ein­zi­ges Mal Ent­gelt­fort­zah­lung be­kom­men, nämlich für die ers­te Ar­beits­unfähig­keit, die auf das Grund­lei­den zurück­zuführen ist. Das ver­hin­dert aber § 3 Abs.1 Satz 2 Nr.2 EFZG.

BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist erst­mals vom 1. bis zum 30. Ja­nu­ar 2016 we­gen Be­schwer­den, die auf ei­ne De­pres­si­on zurück­zuführen sind, ar­beits­unfähig krank. In der Fol­ge­zeit ist er dann we­gen an­de­rer Be­schwer­den, die eben­falls durch die De­pres­si­on (= Grund­lei­den) be­dingt sind, mehr­fach er­neut ar­beits­unfähig, nämlich im Ju­ni und im Ok­to­ber 2016 und dann noch ein­mal im Fe­bru­ar 2017. Da zwi­schen die­sen Fehl­zei­ten kei­ne sechs Mo­na­te lie­gen, würde der Ar­beit­neh­mer nach der Sechs­mo­nats­re­gel nur für die Ar­beits­unfähig­keit im Ja­nu­ar 2016 Ent­gelt­fort­zah­lung er­hal­ten. Da aber außer­dem bei sei­ner letz­ten Ar­beits­unfähig­keit im Fe­bru­ar 2017 mitt­ler­wei­le ei­ne Frist von zwölf Mo­na­ten seit dem Be­ginn der ers­ten Ar­beits­unfähig­keit am 1. Ja­nu­ar 2016 ab­ge­lau­fen ist, be­kommt der Ar­beit­neh­mer für letz­te Fehl­zeit im Fe­bru­ar 2017 im Er­geb­nis doch Ent­gelt­fort­zah­lung.

Als "ers­te" Ar­beits­unfähig­keit gilt da­bei ei­ne Ar­beits­unfähig­keit, für die man ei­nen "neu­en" An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung hat, bei der al­so kei­ne frühe­ren Fehl­zei­ten an­zu­rech­nen sind.

Wenn Sie An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung ha­ben, dann steht Ih­nen die Be­zah­lung zu (Lohn, Ge­halt), die Sie bei der für Sie maßgeb­li­chen Ar­beits­zeit be­kom­men hätten, wenn Sie ge­sund ge­we­sen wären und ge­ar­bei­tet hätten.

Da­von aus­ge­nom­men ist al­ler­dings die Vergütung für Über­stun­den (§ 4 Abs.1a Satz 1 EFZG). Je nach­dem, was in Ih­rem Ar­beits­ver­trag oder in ei­nem für Sie gel­ten­den Ta­rif­ver­trag ge­re­gelt ist, kann die Rechts­la­ge aber auch für Sie güns­ti­ger sein, d.h. Sie können dann mögli­cher­wei­se die vol­len 100 Pro­zent Ih­res nor­ma­len Ar­beits­ver­diens­tes be­an­spru­chen.

Da Ar­beit­neh­mer im Krank­heits­fall we­der schlech­ter noch bes­ser ste­hen sol­len als bei Ar­beitsfähig­keit, gehören auch Auf­wands­entschädi­gun­gen meist nicht zum An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung: Hängen sol­che Zah­lungs­ansprüche da­von ab, dass Auf­wen­dun­gen tatsächlich ent­stan­den sind, wer­den sie bei der Be­mes­sung der Ent­gelt­fort­zah­lung nicht berück­sich­tigt, wenn sie in­fol­ge der Krank­heit gar nicht ent­ste­hen (§ 4 Abs.1a Satz 1 EFZG).

Als Ar­beit­neh­mer sind Sie ge­setz­lich da­zu ver­pflich­tet, Ih­rem Ar­beit­ge­ber

  1. die Tat­sa­che ih­rer Ar­beits­unfähig­keit, und
  2. de­ren vor­aus­sicht­li­che Dau­er

Prak­tisch müssen Sie da­her am ers­ten Tag der Ar­beits­unfähig­keit im Be­trieb an­ru­fen und dem Ar­beit­ge­ber Be­scheid ge­ben, dass und wie lan­ge Sie vor­aus­sicht­lich krank sind (§ 5 Abs.1 Satz 1 EFZG). Auch wenn Sie kein Arzt sind und auch nicht da­zu ver­pflich­tet sind, dem Ar­beit­ge­ber die Art der Krank­heit mit­zu­tei­len, müssen Sie doch zu­min­dest ei­ne un­gefähre Einschätzung der vor­aus­sicht­li­chen Länge Ih­rer Krank­heit ab­ge­ben.

indocin 50mg schmelztabletten ohne rezept

Mutationen sind wichtige Faktoren der Evolution, denn durch sie verändert sich das Genom der Organismen. Vergleichen wir die Aminosäresequenz der b -Kette des Hämoglobins bei verschiedenen Tieren (siehe oben), stellen wir Unterschiede fest, je nach Verwandschaftsgrad. Je näher die Verwandschaft, desto identischer die Sequenz. Bei allen Tieren erfüllt das Molekül seine Funktion. Die Umweltverhältnisse entscheiden, welche der spontanen Mutationen sich positiv oder negativ für den Merkmalsträger auswirkt (=Selektion). (siehe Sichelzellanämie oder HIV-Resistenz)

Beispiele für Genmutationen

Viele Krankheiten bei Mensch, Tier und Pflanze beruhen auf Genmutationen:

Sichelzellanämie, Phenylketonurie, Alkaptonurie, Albinismus, Zellweger Syndrom, Marfan Syndrom usw.

Doch nicht immer wirkt sich eine Genmutation negativ aus.

1. HIV-Resistenz
Ca.1% der Menschen in Europa sind immun gegen eine Infektion des HIV-Virus. Untersuchungen ergaben, daß diese Personen auf Chromosom 3 zwei defekte (mutierte) Gene des T-Zell und Makrophagen-Rezeptors CCR5 (= Chemokiner (C-C) Rezeptor 5) besitzen. Dieser ist als Korezeptor mit dem CD4-Rezeptor für die Injektion der HIV-Nukleinsäure in die Wirtszelle notwendig. Diese Menschen besitzen also eine homozygote Mutation, d.h. auf beiden Chromosomen sitzt das mutierte Gen.

Der CCR5-Rezeptor gehört zu den G-Protein gesteuerten 7-Helix-Transmembran-Rezeptoren, die bei Immunreaktionen für die Signalübertragung mit Chemokinen (z.B. Interleukine) notwendig sind. Die Stimulation über diesen Rezeptor lösen bei Neutrophilen, Basophilen, Eosinophilens, Lymphocyten und Makrophagen eine Wanderung zum Infektionsort aus.

Nachfolgend ist die Situation dargestellt.

Das HIV-Virus benötigt zu seiner Infektion neben dem CD4-Rezeptor u.a. den CCR5 Korezeptor. Normalerweise besitzt der Mensch homozygot 2 Kopien des CCR5-Gens, das für den CCR5-Rezeptor verantwortlich ist. Er ermöglicht mit dem CD4 zusammen die Adsorption und Infektion (a). Nun gibt es einige Individuen, die bezüglich diese Gens einen homozygoten Defekt zeigen, d.h. beide Gene sind defekt und führen zu einem defekten Protein (b), das keine Infektion ermöglicht (c).

Aus der Gendatenbank können wird die Sequenz des CCR5-Gens entnehmen (komplementäre DNA-Sequenz; entspricht der mRNA des Gens mit T statt U)

Nukleotidsequenz des CCR5 Gens:

ATG GATTATCAAGTGTCAAGTCCAATCTATGACATCAATTATTATACATCGGAGCCCTGC
CAAAAAATCAATGTGAAGCAAATCGCAGCCCGCCTCCTGCCTCCGCTCTACTCACTGGTG
TTCATCTTTGGTTTTGTGGGCAACATGCTGGTCATCCTCATCCTGATAAACTGCAAAAGG
CTGAAGAGCATGACTGACATCTACCTGCTCAACCTGGCCATCTCTGACCTGTTTTTCCTT
CTTACTGTCCCCTTCTGGGCTCACTATGCTGCCGCCCAGTGGGACTTTGGAAATACAATG
TGTCAACTCTTGACAGGGCTCTATTTTATAGGCTTCTTCTCTGGAATCTTCTTCATCATC
CTCCTGACAATCGATAGGTACCTGGCTGTCGTCCATGCTGTGTTTGCTTTAAAAGCCAGG
ACGGTCACCTTTGGGGTGGTGACAAGTGTGATCACTTGGGTGGTGGCTGTGTTTGCGTCT
CTCCCAGGAATCATCTTTACCAGATCTCAAAAAGAAGGTCTTCATTACACCTGCAGCTCT
CATTTTCCATA CAGTCAGTATCAATTCTGGAAGAATTTCCAGACATTAAAGATAGTCAT
CTTGGGGCTGGTCCTGCCGCTGCTTGTCATGGTCATCTGCTACTCGGGAATCCTAAAAACT
CTGCTTCGGTGTCGAAATGAGAAGAAGAGGCACAGGGCTGTGAGGCTTATCTTCACCATC
ATGATTGTTTATTTTCTCTTCTGGGCTCCCTACAACATTGTCCTTCTCCTGAACACCTTC
CAGGAATTCTTTGGCCTGAATAATTGCAGTAGCTCTAACAGGTTGGACCAAGCTATGCAG
GTGACAGAGACTCTTGGGATGACGCACTGCTGCATCAACCCCATCATCTATGCCTTTGTC
GGGGAGAAGTTCAGAAACTACCTCTTAGTCTTCTTCCAAAAGCACATTGCCAAACGCTTC
TGCAAATGCTGTTCTATTTTCCAGCAAGAGGCTCCCGAGCGAGCAAGCTCAGTTTACACCC
GATCCACTGGGGAGCAGGAAATATCTGTGGGCTTGTGA

schwarz:
Normales Gen ist mit mutiertem Gen identisch

rot:
zum mutierten Gen unterschiedliche Nukleotidsequenzen


Das mutierte Gen CCR5 Mutant hat folgende Sequenz:

ATG GATTATCAAGTGTCAAGTCCAATCTATGACATCAATTATTATACATCGGAGCCCTGC
CAAAAAATCAATGTGAAGCAAATCGCAGCCCGCCTCCTGCCTCCGCTCTACTCACTGGTG
TTCATCTTTGGTTTTGTGGGCAACATGCTGGTCATCCTCATCCTGATAAACTGCAAAAG
GCTGAAGAGCATGACTGACATCTACCTGCTCAACCTGGCCATCTCTGACCTGTTTTTCCTT
CTTACTGTCCCCTTCTGGGCTCACTATGCTGCCGCCCAGTGGGACTTTGGAAATACAATG
TGTCAACTCTTGACAGGGCTCTATTTTATAGGCTTCTTCTCTGGAATCTTCTTCATCATC
CTCCTGACAATCGATAGGTACCTGGCTGTCGTCCATGCTGTGTTTGCTTTAAAAGCCAGG
ACGGTCACCTTTGGGGTGGTGACAAGTGTGATCACTTGGGTGGTGGCTGTGTTTGCGTCT
CTCCCAGGAATCATCTTTACCAGATCTCAAAAAGAAGGTCTTCATTACACCTGCAGCTCT
CATTTTCCATA CATTAAAGATAGTCATCTTGGGGCTGGTCCTGCCGCTGCTTGTCATGGT
CATCTGCTACTCGGGAATCCTAAAAACTCTGCTTCGGTGTCGAAATGA

Der Nukleotidvergleich zeigt, daß ungefähr ab der Mitte des Gens die Sequenz verändert ist und dann ganz fehlt. Man nennt solche Löschungen von Teilen von Genen oder Chromosomen Deletion.

Neben der Deletion gibt es noch andere Genmutationstypen. Wir wollen uns deshalb einmal das menschliche Hämoglobingen genauer betrachten. Hier treten u.a. in der Beta-Kette verschiedene Mutationen auf.

2. Mutationen im Hämoglobin-Gen

Bei der Sichelzellanämie ist in der b -Kette in Position 6 die Base A (GAG = Glutaminsäure) gegen T (GTG = Valin) ausgetauscht. Das Hämoglobin besitzt deshalb eine andere Konformation. Man bezeichnet eine solche Änderung nur einer Base als Punktmutation. Man spricht ebenfalls von einer Fehlsinn-Mutation, da die genetische Information. geändert wurde. Dies liegt auch beim Hb C vor. (siehe oben)

Es gibt jedoch eine Krankheit, bei der noch eine andere Mutation im Gen der b -Kette des Hämoglobins vorliegt, die Thalassämie. Sie kann entweder durch eine Nonsens-Mutation oder eine Rastermutation verursacht werden.

Bei der Nonsens-Mutation entsteht ein Stop-Codon, was zu einem Abbruch der Proteinsynthese und einem unvollständigen und nicht-funktionierenden Hämoglobin führt. Bei der Rastermutation fehlen zwei Basen (AA), was das Triplett-Raster so verschiebt, daß total andere Codogene entstehen und damit falsche Aminosäuren eingebaut werden, was ebenfalls zu einem defekten Hämoglobin führt.

Die Thalassämie kann die a -Kette ( a -Thalassämie) oder die b -Kette ( b -Thalassämie) des Hämoglobins betreffen.

Das Hämoglobin besitzt bekanntlich 2 a -Ketten und 2 b -Ketten (siehe oben). Das Gen für die b -Kette sitzt auf dem Chromosom 11. Das Chromosom 16 besitzt 2 Gene für die a -Ketten. Thalassämie entsteht, wenn ein Hämoglobingen defekt ist.

Eine leichte Anämie und verkleinerte Erythrozyten treten erst auf, wenn 2 Gene defekt sind. Der Ausfall aller 4 Globin-Gene führt zum embryonalen Tod.

a -Thalassämie tritt vornehmlich in Asien und Afrika auf.

indocin 50mg filmtabletten 28 stück preis

Mein Umfeld reagiert überwiegend positiv, in sehr schlechten Zeiten unterstützt mich meine Familie auch. Ich habe auch schon negative Reaktionen erlebt und Unverständnis. Auch totalen Kontaktabbruch, nachdem ich meine Erkrankung erklärt hatte. Leider musste ich auch erleben, dass ich an meinem Arbeitsplatz aufgrund meiner Erkrankung als nicht verlässlich abgestempelt wurde. Aber das sind eher Ausnahmen.

Welche Dinge haben dir am meisten geholfen, die Krankheit zu akzeptieren?

Information, Information, Information.

Ich bin ein Informationsjunkie! Themen, die mich betreffen, versuche ich so gut ich kann zu recherchieren. Dabei wurde mir klar, dass diese Diagnose gut zu mir passt. Das Wissen über diese Erkrankung kann mir helfen, besser damit umzugehen.

Da ich derzeit aufgrund meiner Erkrankung nicht arbeiten gehen kann, versuche ich so gut es geht, mich mit meinen Hobbies zu beschäftigen (Garten, kreatives Werken, Lesen etc.). Es ist wichtig, Kopf und Körper zu fordern, um nicht im Sumpf depressiver Gedanken unterzugehen.

In hypomanischen Zeiten muss ich allerdings meinen Schaffensdrang etwas einschränken und für viel Ruhe sorgen, um die Hypomanie nicht noch zusätzlich anzufeuern. Es ist nicht ganz einfach, in depressiven Phasen aktiv zu bleiben und in hypomanischen Phasen die Aktivität zu reduzieren, da ich zu diesen Zeiten ja immer zum Gegenteil tendiere. Es gelingt mir nicht immer, aber immer wieder.

Was möchtest du anderen Betroffenen mit auf den Weg geben?

Eine psychische Erkrankung ist keine Charakterschwäche, akzeptiert sie.
Werdet selbst zum Experten für eure Gesundheit und betrachtet die Ärzte als Partner.
Nehmt Hilfe an bzw. sucht nach Hilfe, wenn ihr nicht weiter wisst.

Was möchtest du anderen Angehörigen mit auf den Weg geben? Wie können sie dir (einerseits) und sich selbst (andererseits) am besten helfen?

Angehörige sollten nicht nur die Krankheit sehen, sondern den gesamten Menschen dahinter. Nicht jede Eigenheit ist krankheitsbedingt. Wir sind auch nur Menschen. Manchmal reicht es, nur zuzuhören, nicht jedes Problem müsst ihr für uns lösen. Auch in depressiven Zeiten kann man manchmal lachen. Akzeptiert dies: Depressive Menschen sind nicht immer gleich depressiv. Lacht einfach mit!

Was macht deinen Charakter aus und welche Eigenschaft schätzt du an dir am meisten?

Grundsätzlich bin ich ein eher ruhiger Mensch und wirke auf andere sehr ausgeglichen. Ich bin neugierig, wissbegierig und skeptisch im positiven Sinn. Handwerklich bin ich geschickt und in Verbindung mit Kreativität hilft mir das oft, für manches Problem eine preisgünstige Lösung zu finden.

Früherkennungs- & Therapiezentrum für beginnende Psychosen (FeTZ)

Das FeTZ, angebunden an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Charité-Universitätsmedizin Berlin, bietet Unterstützung bei der Früherkennung von Psychose und bipolare Störungen.

Früherkennung von Psychosen und bipolaren Störungen

Psychosen sind psychische Erkrankungen, bei denen Denken, Fühlen, Sprache, Wahrnehmung, Emotionen, Verhalten und soziale Kontakte verändert sind. Kennzeichnend ist eine veränderte Wahrnehmung der Realität. Betroffene können zum Beispiel Stimmen hören oder sich beobachtet fühlen.

Betroffene mit einer bipolaren Störung, auch manisch-depressive Störung genannt, haben Stimmungsschwankungen über das normale Maß hinaus. Sie leiden häufig unter abwechselnden Phasen mit gedrückter (depressiver) und gehobener oder gereizter (manischer) Stimmung. Die Stimmungsschwankungen treten oft unabhängig von äußeren Lebensumständen auf und führen bei den Betroffenen selbst und den Menschen in ihrer Umgebung zu Leid. Menschen mit einer bipolaren Störung können während einer starken depressiven oder manischen Phase auch zusätzlich Zeichen einer Psychose aufweisen.

Wie erkennt man eine beginnende Psychose oder bipolare Erkrankung?

Bereits lange vor einer akuten Psychose oder bipolaren Erkrankung können erste Frühsymptome (‚Prodromalsymptome‘) auftreten. Menschen, die unter solchen Frühsymptomen leiden, stehen unter einem erhöhten Risiko, eine Psychose oder bipolare Erkrankung zu entwickeln. Wenn solche frühen Symptome entdeckt werden, kann man versuchen, den Ausbruch der vollen Erkrankung zu verhindern.

  • Gefühle von sozialer Unsicherheit, Rückzug vor Freunden und Familie
  • Über Wochen gedrückte Stimmung
  • Schlafstörungen, lebhafte Träume
  • Gefühle von Lustlosigkeit, Antriebsstörungen
  • Anspannung, Nervosität, innere Unruhe
  • Gedanken geraten durcheinander, werden von anderen Gedanken unterbrochen
  • Konzentrationsstörungen
  • Erhöhtes Misstrauen, Reizbarkeit, vermehrte Konflikte
  • Gefühle von Unwirklichkeit ("alles wie im Film")
  • Erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Das Gefühl, bedroht, beobachtet oder verfolgt zu werden
  • Entfremdungserleben, Gefühl etwas stimmt nicht
  • Tendenz, belanglose und zufällige Gegebenheiten auf sich zu beziehen
  • Ungewöhnliche Wahrnehmungserlebnisse, wie zum Beispiel Hören von Geräuschen oder von Stimmen im eigenen Kopf, oder Sehen von Schatten, Objekten oder Menschen
  • Eigentümliche Vorstellungen oder magisches Denken
  • Eigenartige Denk- und Sprechweise


Häufige frühe Symptome einer bipolaren Erkrankung sind:
Manische Stimmung:

  • intensives Hochgefühl ohne passenden Anlass
  • Gereiztheit ohne passenden Anlass
  • überhöhtes Gefühl, etwas Besonderes und Einzigartiges zu sein
  • vermindertes Schlafbedürfnis mit hoher Aktivität
  • vermehrter Redefluss
  • beschleunigte Gedanken
  • erhöhte Ablenkbarkeit
  • erhöhte Energie

  • gedrückte Stimmung
  • Niedergeschlagenheit
  • Interessen- und Freudverlust
  • Antriebslosigkeit
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Gefühle der Wertlosigkeit
  • Schuldgefühle
  • Neigung zum ständigen Grübeln und Beschäftigtsein mit pessimistischen Zukunftsgedanken

Wenn Du oder Sie erste Anzeichen einer Psychose oder bipolaren Störung bei Dir/sich oder bei einer Dir/Ihnen nahestehenden Person wiedererkennen, sollten Sie unsere Unterstützung in Anspruch nehmen.

  • Psychologische und psychiatrische Beratung für Betroffene, sowie Familien- und Angehörigenberatung
  • Systematische und standardisierte psychologische und psychiatrische und ggf. körperliche Diagnostik
  • Empfehlung einer dem Schweregrad der Problematik angemessene, spezifische Behandlung (u.a. Psychotherapie, psychosoziale Maßnahmen, eventuell Medikamente)

    Betroffene mit fraglicher beginnender oder erster Psychose oder bipolarer Erkrankung, Angehörige und Freunde, Lehrer, schulpsychologische Dienste, niedergelassene Nervenärzte, Therapeuten, Hausärzte, Kinderärzte oder andere ärztliche Kollegen, Mitarbeiter von therapeutischen Einrichtungen, Jugendhilfe, Suchtberatungsstellen.

    Vor ein paar Tagen habe ich von einem Freund einen Artikel geschickt bekommen über eine junge Frau, die Selbstmord begeht, und ihre Mutter, die gegen die Klinik, in der sie untergebracht war, klagt.

    Mir geht es jetzt gar nicht um die Frage, ob eine ärztliche Fehlbehandlung zu dem Suizid geführt hat, ihr könnt meinen Beitrag also lesen, ohne dem Link zu folgen. Aber es ist sehr berührend, wenn ihr also zwölf Minuten erübrigen könnt, schaut euch das Video an.

    Was mich hier beschäftigt, ist, dass ich bei solchen Vorfällen immer danach suche, welcher Missbrauch demjenigen zugestoßen ist, der die psychischen Problemen ausgelöst hat, dass ich also die Schuldfrage stelle. Aber Melissa hatte offensichtlich eine glückliche Kindheit und Jugend. Da sie durch einen Vater mit bipolarer Störung genetisch vorbelastet war, hat bei ihr anscheinend Druck im Studium als Auslöser gereicht. Etwas, das viele andere gut wegstecken können, hat sie in eine tiefe Depression gestürzt, an deren Ende der Selbstmord stand. Melissas Eltern haben keine Schuld an ihrer Erkrankung und Melissa hat keine Schuld, weil sie sich nicht zusammenreißen konnte, sondern so wie ein Allergiker im Gegensatz zu anderen auf Pollen oder Tierhaaren reagiert oder ein Querschnittsgelähmter keinen Marathon laufen kann, reagieren andere Menschen sensibler auf belastende Situationen. Die Betroffenen können nichts dafür, genausowenig wie der Allergiker oder der Querschnittsgelähmte. Und ich wünsche mir, diese Auslöser hätten von Melissa ferngehalten werden können, sie hätte ein Leben führen können, in dem sie solchen Belastungen nicht ausgesetzt ist. Ich bin traurig über dieses wertvolle Leben, das nicht mehr ist.

    Was mir schwer fällt, ist, den Schritt zu machen und mein Leben als genauso wertvoll und schützenswert zu betrachten, mir genauso zuzugestehen, dass ich nicht so viel leisten muss wie andere, um wertvoll zu sein, weil auch ich sensibler auf Belastungen reagiere. Dass ich von meinem Umfeld genauso geliebt werde, auch wenn ich weniger leiste, so wie ich es ganz natürlich finde, dass Melissas Mutter sie weiterhin genauso geliebt hat. Ich muss mich auch nicht dafür schämen, dass Situationen, mit denen andere gut umgehen können, für mich kaum auszuhalten sind. Der Allergiker schämt sich ja auch nicht.

    Ich möchte mich einmal von dem Vorurteil lösen, dass in fast allen Fällen andere (im Normalfall die Eltern) Schuld an der Erkrankung sind, weil sie der Person so traumatische Dinge angetan haben. Und ich möchte mich wieder und wieder darin üben, dass das, was ich anderen ganz selbstverständlich zugestehe, auch für mich gilt.

    Unser Behandlungsschwerpunkt für Patienten, die an einer bipolaren Erkrankung leiden, umfasst eine Schwerpunktstation mit einer angegliederten Spezialambulanz.

    Die Station III-West ist eine Schwerpunktstation für bipolar-affektive Erkrankungen, bislang die einzige im nordbayrischen Raum. Für Patienten, die an einer bipolaren Erkrankung leiden, wird ein umfassendes und integriertes Therapiekonzept angeboten. Dieses besteht aus einer Psychoedukations-Gruppe, in der grundlegendes Wissen über die Erkrankung vermittelt wird, einer darauf speziell abgestimmten Gruppen-Psychotherapie sowie individualisierter Einzel-Psychotherapie. Auch die Angehörigen werden sowohl in den Arztgesprächen, aber auch mit einer eigenen Psychoedukationsgruppe auf Wunsch eng in die Behandlung der bipolaren Störung einbezogen. Die stationäre Behandlung wird im ambulanten Bereich durch eine angegliederte Spezialambulanz ergänzt, die mit den Ärzten der Station besetzt ist. Die Patienten haben hier also sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich denselben Ansprechpartner, so dass eine enge Vernetzung der Akut- und der prophylaktischen Therapie gegeben ist.

    Die speziellen Probleme, die sich bei Kindern von Betroffenen ergeben können, werden in der Familiensprechstunde thematisiert, die durch die Diakonie angeboten wird.

    Um für die Betroffenen niederschwellig Hilfe anbieten zu können, bieten wir Di 16-18 Uhr eine Telefonsprechstunde an. Ein besonderes Augenmerk unserer Station liegt auch auf der Diagnostik bzw. Abgrenzung eines eventuell co-morbid vorhandenen adulten ADHS, das wir standardisiert und wissenschaftlich valide diagnostizieren und dann ggf. eine Behandlung einleiten.

    Die medikamentöse Behandlung der bipolaren Störung erfolgt nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Empfehlungen und den aktuellen Leitlinien (S3-Leitlinie der DGPPN) und beinhaltet neben einer standardisierten psychometrischen Befunderhebung auch die regelmäßige Kontrolle der Blutspiegel (Therapeutisches Drug Monitoring, TDM). Weitere biologische Therapieverfahren umfassen EKT (Elektrokonvulsionstherapie), Lichttherapie und Wachtherapie sowie in Einzelfällen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Psychophysiologie die transkranielle Magnetstimulation (TMS). Psychoedukative Gruppen zum Thema Schlaf und Ernährung vervollständigen unser Angebot. Natürlich stehen den Patienten auch alle allgemeinen Therapieangebote des Hauses, wie Training von sozialen Kompetenzen, Genussgruppe, Stressbewältigungsgruppe, Konzentrationstraining, Entspannungstherapie (Muskelentspannung nach Jacobsen), Musiktherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, und Physiotherapie offen. Sie werden in einen individuellen Therapieplan mit speziellen Angeboten für bipolare Patienten integriert [Stationsstundenplan, Wochenplan].

    Unser motiviertes und erfahrenes Behandlungsteam ist multiprofessionell und umfasst einen Oberarzt, zwei Ärzte/innen, zwei Psychologinnen, einen Sozialarbeiter und zwölf Pflegekräfte, darunter eine Mentorin und eine Kraft in der Fachweiterbildung zur Fachkraft für Psychiatrie. Alle Mitarbeiter der Station werden kontinuierlich über die bipolare Störung weitergebildet, unter anderem auch in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e. V. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Selbsthilfegruppe für Menschen mit bipolaren Störungen im Raum Würzburg zusammen.

    Laut der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen leiden geschätzt 1,5 bis 5% der Menschen, Männer und Frauen gleichermaßen, in unserer heutigen Gesellschaft unter der Bipolaren Störung, einer Affektstörungen, die erfolgreich mit Medikamenten und Therapie behandelt werden kann. Diese bipolare Störung ist nicht nur für den darunter leidenden ein schwieriges Schicksal, sondern auch für Menschen, die sich für eine Beziehung mit einer bipolaren Person entscheiden. Das Leben mit Bipolarer Störung (auch manchmal „manisch-depressive Erkrankung“ genannt) kann verletzend oder/und sogar gefährlich sein, aber eine gute Zusammenarbeit, die sich dieser Herausforderung annimmt, kann zu einer lohnenden Aufgabe und starken Beziehung werden.

    Wer eine Beziehung mit einem bipolaren Menschen glücklich und erfolgreich führen will, der braucht viel Geduld, Verständnis und vor allem Liebe. Es ist keine leichte Entscheidung zu treffen, aber dennoch auch nicht unmöglich. Die zwei Extreme der intensiven Launenhaftigkeit während der Manie- und Depressionsphasen sind eine besondere Herausforderung, aber das Lernen der Erkennungszeichen und der notwendigen Schritte, hilft Betroffenen und ihren Partnern damit umzugehen.

    Frühwarnzeichen erkennen zu können, kann lebenswichtig sein. Besonders in Phasen von Depressionen, wenn suizidale Gedanken auftreten, welche häufig bei bipolarer Störung vorkommen, kann das Erkennen von Frühwarnzeichen das Leben deines Partners retten. Besonders nach oder in schwierigen Situationen, die Stress oder tiefe Trauer auslösen, hilft das rechtzeitige Erkennen vom Warnzeichen dabei, den Betroffenen die benötigte Aufmerksamkeit zu geben, mit einer Steigerung der Unterstützung und auch der Kenntnis, wann professionelle Hilfe notwendig ist und hinzugezogen werden sollte.

    Je mehr man über diese Krankheit weiß, umso besser und vorbereiteter kann man damit umgehen. Regelmäßiger Kontakt mit professionellen und trainierten Therapeuten und Beratern aus dem Gesundheitswesen kann Informationen, Unterstützung und Beratung nicht nur für den Erkrankten, sondern auch für Partner und Familienmitglieder anbieten, und euch auch durch schwierige Zeiten begleiten. Vertiefende Informationen zur bipolaren Störung findet man auch auf dieser Seite.

    Der Überwachung des täglichen Lebensstils spielt eine wichtige Rolle und hilft den Betroffenen stabil zu halten. Regelmäßige Schlaf- und Arbeitsroutinen sind sehr wichtig, um die bipolare Störung unter Kontrolle zu halten. Zusammen ist es möglich diese Regelmäßigkeiten einzuhalten, zwei Köpfe sind hier besser als einer, mit einem Partner an der Seite wird es auch für Betroffene leichter. Auch bei der Einnahme der notwendigen Medikamente kann eine unterstützende Einstellung gefragt sein, ebenso wie bei der Bereitschaft zu kommunizieren und vor allem zuzuhören.

    Unterstützende Therapie hilft Betroffenen und Partner

    Auf eine professionelle Therapie kann bei einer bipolaren Störung nicht verzichtet werden. Aber nicht nur für die Betroffenen. Auch der Partner braucht hier Unterstützung, sodass er sich besser mit der Situation verständigen kann und die Möglichkeiten der Kommunikationen auch für ihn offen bleiben. Manchmal ist es auch notwendig, dass der Partner alleine eine individuelle Therapie nimmt, als zusätzlicher Unterstützung, um mit den Belastungen fertig werden zu können.

    Der große Wert von Selbsthilfegruppen sollte niemals unterschätzt werden. Hier findet und trifft man Menschen, die ähnliche Erlebnisse und Probleme haben und ihre Erfahrung weitergeben können. Problemen können in einer Selbsthilfegruppe offen und ehrlich ausdiskutiert werden, da hier alle vom gleichen oder einem sehr ähnlichen Schicksal betroffen sind und sozusagen alle im gleichen Boot sitzen. Auch hier ist es wünschenswert, dass der Partner Begleitung anbietet und man dies Erfahrungen zusammen erlebt. Dies hilft nicht nur, dass beide die Krankheit besser verstehen, es bereitet auch Nähe und Kommunikationspunkte, die bei einer bipolaren Störung sehr wichtig sind.

    Die bipolare Störung ist eine sehr komplizierte Krankheit, die unbedingt Hilfe von trainierten und erfahrenen Menschen benötigt. Allein die Komplexität der Medikamente, um Depressionen bis hin zu Manie zu kontrollieren, bringt viele Probleme mit sich. Aber mit professioneller Betreuung und einem Partner an der Seite, der zu einem steht, kann dem Betroffenen dennoch ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden, auch wenn bei der bipolaren Störung oft eine lebenslange Kontrolle und Begleitung notwendig ist.

    Fabrik der Zukunft

    Industrie 4.0 verändert, wie wir Produkte flexibel und energieeffizient herstellen. Zu den großen Themen der Hannover Messe 2018 gehören dabei 3D-Druck und Predictive Maintenance. Lesen Sie mehr zur Fabrik der Zukunft im Technology Review extra.

    Mit der Eigeninjektion einer Herpes-Therapie hatte er für Aufsehen gesorgt, jetzt wurde Aaron Traywick tot gefunden. Offenbar wollte er eine Studie mit einer Gen-Therapie gegen Lungenkrebs beginnen.

  • indocin 50mg filmtabletten 28 stück preis

    Hilfebedürftige, die im Leistungsbezug stehen, können zur Abwendung einer akuten Notsituation Sonderbedarf geltend machen (§ 23 SGB II). Handelt es sich bei diesem Sonderbedarf um wiederkehrende Bedarfssituationen, können sie den Anspruch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar dieses Jahres unmittelbar auf das Grundgesetz stützen, weil es derzeit für diese besonderen Bedarfslagen an einer gesetzlichen Regelung fehlt. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, Ansprüche in dieser Übergangszeit einstweilen auf die Auffangvorschrift des § 73 SGB XII zu gründen. Die Sozialleistungsträger haben in der Vergangenheit häufig mit Hilfe dieser Vorschrift Leistungen in besonderen Lebenslagen gewährt, wenn andere Hilfemöglichkeiten nicht gegeben waren.

    Ein Bundesgerichtsurteil vom 06. September 2010 hielt fest, dass Krankheiten von Arbeitnehmern im Arbeitszeugnis zu erwähnen sind, sofern diese für die Gesamtbeurteilung der Arbeitsleistung notwendig sind. Dies ist der Fall, wenn eine Krankheit erheblichen Einfluss auf die Leistung und/oder das Verhalten eines Arbeitnehmers hat, oder wenn eine Krankheit die Eignung zum Job in Frage stellt (und deshalb einen sachlichen Grund für eine Kündigung bilden würde).

    Ebenfalls zu erwähnen sind längere krankheitsbedingte Unterbrüche der Arbeitstätigkeit, die im Verhältnis zur Anstellungsdauer beachtlich sind (d.h. nicht die Länge der Krankheit an sich ist entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen Ausfall und Anstellungsdauer). Grund dafür ist, dass ohne den Hinweis auf diesen Ausfall beim neuen Arbeitgeber ein falscher Eindruck über die Dauer der Berufserfahrung des Arbeitnehmers entstehen könnte.

    Im Fall des erwähnte Bundesgerichtsurteils war der Angestellte gut drei Jahre im betreffenden Unternehmen tätig, davon jedoch etwa eineinhalb Jahre wegen Krankheit arbeitsunfähig, also verhältnismässig lange. Dagegen hätte bei einem langjährigen Angestellten ein ähnlicher krankheitsbedingter Ausfall kaum Einfluss auf die Berufserfahrung – eine Erwähnung im Arbeitszeugnis wäre dann kaum gerechtfertigt.

    Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid fest:
    „Der Beschwerdeführer war während mehr als einem Jahr krankheitshalber unfähig, seine bisherige Tätigkeit auszuüben. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses war nicht absehbar, ob und wann er dazu wieder in der Lage sein wird, weshalb die Krankheit seine weitere Eignung zur Ausübung der bisherigen Tätigkeit erheblich in Frage stellte. Unter diesen Umständen bildete die Krankheit einen berechtigten Kündigungsgrund. Demnach war die Beschwerdegegnerin unabhängig davon, ob sie die Kündigung auf Grund der Krankheit aussprach, gehalten, diese in einem qualifizierten Arbeitszeugnis zu erwähnen. Damit ist eine Verletzung von Art. 330a OR zu verneinen, ohne dass der subjektive Kündigungsgrund bzw. die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers geprüft werden müsste. Nicht entscheiderheblich ist auch, ob die Erwähnung der Krankheit sich allenfalls hätte rechtfertigen können, weil sonst bezüglich der Berufserfahrung ein falsches Bild entstanden wäre.“

    Im Arbeitszeugnis nicht zu erwähnen sind dagegen geheilte Krankheiten, welche am Ende eines Arbeitsverhältnisses nicht mehr bestehen und damit die Beurteilung von Leistung und/oder Verhalten des Arbeitnehmers nicht mehr betreffen.

    Welcome to the Yahoo Search forum! We’d love to hear your ideas on how to improve Yahoo Search.

    The Yahoo product feedback forum now requires a valid Yahoo ID and password to participate.

    You are now required to sign-in using your Yahoo email account in order to provide us with feedback and to submit votes and comments to existing ideas. If you do not have a Yahoo ID or the password to your Yahoo ID, please sign-up for a new account.

    If you have a valid Yahoo ID and password, follow these steps if you would like to remove your posts, comments, votes, and/or profile from the Yahoo product feedback forum.

    Your search engine does not find any satisfactory results for searches. It is too weak. Also, the server of bing is often off

    I created a yahoo/email account long ago but I lost access to it; can y'all delete all my yahoo/yahoo account except for my newest YaAccount

    I want all my lost access yahoo account 'delete'; Requesting supporter for these old account deletion; 'except' my Newest yahoo account this Account don't delete! Because I don't want it interfering my online 'gamble' /games/business/data/ Activity, because the computer/security program might 'scure' my Information and detect theres other account; then secure online activities/ business securing from my suspicion because of my other account existing will make the security program be 'Suspicious' until I'm 'secure'; and if I'm gambling online 'Depositing' then I need those account 'delete' because the insecurity 'Suspicioun' will program the casino game 'Programs' securities' to be 'secure' then it'll be 'unfair' gaming and I'll lose because of the insecurity can be a 'Excuse'. Hope y'all understand my explanation!

    I want all my lost access yahoo account 'delete'; Requesting supporter for these old account deletion; 'except' my Newest yahoo account this Account don't delete! Because I don't want it interfering my online 'gamble' /games/business/data/ Activity, because the computer/security program might 'scure' my Information and detect theres other account; then secure online activities/ business securing from my suspicion because of my other account existing will make the security program be 'Suspicious' until I'm 'secure'; and if I'm gambling online 'Depositing' then I need those account 'delete' because the insecurity 'Suspicioun' will program the casino game 'Programs' securities' to be… more

    Werde Teil des Rudels

    Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

    Was ist ALS?
    Die ALS ist eine sehr ernste Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Das Wort "amyotrophe" steht für einen Krankheitsprozess, der zum Verlust der Muskelsubstanz führt, hervorgerufen durch die Zerstörung von wichtigen Nervenzellen und ihren Fortsätzen.

    Der Verlust von zentralen Nervenzellen in der motorischen Hirnrinde (Verbindung zwischen Gehirn und Rückenmark) wird als "Lateralsklerose" bezeichnet.

    Die Krankheit beginnt in der Regel mit einer unerklärlichen Schwächung der Arm-, Hand- oder Beinmuskulatur mit Ausdauerschwächen und größerer Ermüdbarkeit. Später greift die Erkrankung auf die Kontrolle der gesamten Muskulatur über. Für die Erkrankten bedeutet das, dass sie in späteren Krankheitsstadien nicht mehr in der Lage sind zu greifen, zu laufen oder zu schlucken.

    Die ALS ist eine weitgehend unbekannte Erkrankung, die für die Wissenschaft lange Zeit ein scheinbar unlösbares Rätsel darstellte.

    Wer erkrankt an ALS?
    ALS kommt weltweit vor. Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an der Krankheit. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen (1,6: 1). Das Durchschnittsalter des Krankheitsbeginns liegt bei 53 - 54 Jahren. Etwa 80 % der Fälle beginnen zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr. 10 % der Patienten sind jünger, etwas mehr als 10 % älter. Die ALS ist nicht ansteckend.

    Dabei sind Kranken- und Atemgymnastik, logopädische Übungen und eine individuell angepasste Speisezubereitung sehr wesentliche und notwendige Hilfsmittel für die Patienten.

    Weltweit wird die Ursachenforschung zum Thema ALS bereits seit längerem intensiviert. Es gibt daher durchaus Hoffnung, dass in absehbarer Zeit wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, die die Krankheitsursache oder die Symptome aufgreifen. Wichtig hierfür sind jedoch breit angelegte Therapiestudien bei denen Betroffene den Forschern und Ärzten helfen den Krankheitsursachen auf die Spur zu kommen und erfolgreiche Behandlungsmethoden zu entwickeln.

    Die Ursachen einer Depression - Was kann Depressionen auslösen?

    Bis heute weiß man nicht genau, warum eine Depression wirklich entsteht. Es wird angenommen, daß viele verschiedene Faktoren bei der Entstehung der Krankheit beteiligt sind.

    Die Depression gehört zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. Man geht davon aus, daß 15 % aller Männer und 24 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken. 10-15 % der Erkrankten versuchen Schätzungen zufolge einen Selbstmordversuch, wenn die Krankheit nicht behandelt wird. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Depression sogar als schwerwiegendere Krankheit ein als zum Beispiel Diabetes oder eine Herzerkrankung, woran man erkennen kann, wie schwer eine Depression tatsächlich für den Betroffenen ist.

    Vieles spricht dafür, daß die Depression eine Krankheit der Neuzeit ist. Die Belastung in unserer modernen Gesellschaft wird immer höher, hinzu kommen Sorgen vor Arbeitslosigkeit, Stress im Beruf, ein verändertes Familienleben oder sogar Stress in der Freizeit sind sicher Faktoren, die eine Depression auslösen können. Hinzu kommt der immer weiter steigende Konsum von Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder anderen Suchtmitteln, die die Psyche verändern können.

    Ein weiterer Punkt, der den meisten nicht bekannt sein dürfte, ist die Missachtung des inneren Rhythmus, man nennt ihn auch biologischen Rhythmus. Die moderne Technik, vor allem die Erfindung des elektrischen Lichtes, hat die Verschiebung des Lebensrhythmus möglich gemacht. Früher stand man auf, wenn der Hahn krähte und ging zu Bett, als die Sonne unterging. Heutzutage steht man mitten in der Nacht auf und geht ebenso mitten in der Nacht zu Bett. Dies bewirkt eine Verstellung der inneren Uhr, was ebenfalls als ein Faktor zur Entstehung einer Depression angesehen wird. Allerdings muss man noch anmerken, daß es durchaus schon aus der Antike Berichte über Depressionen gibt. Es gab also schon zu allen Zeiten depressive Menschen, nicht nur in unserer Zeit.

    Verlust und Verlustängste
    Fast jeder Mensch hat an sich und seine Umwelt bestimmte Erwartungen und Wünsche. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, entsteht Wut und man kämpft dagegen an, oder man ist enttäuscht und fällt vielleicht in eine tiefe Krise. Wie der einzelne reagiert, hängt von seiner Lebenseinstellung und seiner Lebenserfahrung ab. Depressionen werden von negativen Lebenseinstellungen zu sich selbst, der Situation und der Zukunft gefördert. Man bewertet die eigene Situation als ausweglos, man fühlt sich als Versager. Wenn man zum Beispiel seine Arbeit verliert, glaubt man, nie mehr eine Arbeit zu finden. Wenn man seinen Partner verliert, glaubt man, nicht liebenswert zu sein und nie mehr einen Partner zu finden. Man zieht sich so immer weiter aus der Umwelt zurück, weil man glaubt, wertlos zu sein.

    Störungen in der Kindheit

    indocin 50mg filmtabletten 28 stück preis

    Wie lange erhalten Sie Entgeltfortzahlung bei Krankheit?

    Wenn die oben ge­nann­ten vier Be­din­gun­gen erfüllt sind, muß der Ar­beit­ge­ber sechs Wo­chen oder 42 Ka­len­der­ta­ge Ent­gelt­fort­zah­lung leis­ten. Wenn Sie am Ta­ge Ih­rer Er­kran­kung noch teil­wei­se ge­ar­bei­tet ha­ben, be­ginnt die Sechs­wo­chen­frist erst am nächs­ten Tag.

    Nach Ab­lauf der sechswöchi­gen Ent­gelt­fort­zah­lung durch Ih­ren Ar­beit­ge­ber können Sie von der Kran­ken­kas­se Kran­ken­geld be­an­spru­chen.

    Wenn Sie nach ei­ner sechswöchi­gen Krank­heit wie­der ge­sund sind und zur Ar­beit ge­hen, und wenn Sie dann er­neut, dies­mal aber we­gen ei­ner an­de­ren Krank­heit ar­beits­unfähig wer­den, ha­ben Sie er­neut ei­nen An­spruch auf sechs Wo­chen Ent­gelt­fort­zah­lung.

    BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist sechs Wo­chen we­gen ei­ner ope­ra­ti­ven Ent­fer­nung sei­nes Blind­darms ar­beits­unfähig krank, ar­bei­tet da­nach wie­der zwei Wo­chen und ist im An­schluss dar­an für wei­te­re sechs Wo­chen ar­beits­unfähig krank, dies­mal aber we­gen ei­nes Band­schei­ben­vor­falls. Der Ar­beit­neh­mer kann für zwei­mal sechs Wo­chen Ent­gelt­fort­zah­lung ver­lan­gen.

    Ein sol­cher mehr­fa­cher An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung, je­weils für ma­xi­mal sechs Wo­chen, be­steht nach der Recht­spre­chung so­gar dann, wenn der Ar­beit­neh­mer zwi­schen sei­nen bei­den Er­kran­kun­gen nicht ge­ar­bei­tet hat. Vor­aus­set­zung ist nur, dass zu Be­ginn der zwei­ten Er­kran­kung die ers­te Er­kran­kung aus­ge­heilt war, und dass es sich um ver­schie­de­ne Krank­hei­ten han­delt.

    BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist we­gen Rücken­be­schwer­den sechs Wo­chen ar­beits­unfähig krank, wo­bei der letz­te Tag des Sechs­wo­chen­zeit­raums auf ei­nen Frei­tag fällt. Am Mon­tag er­krankt er er­neut, dies­mal we­gen ei­ner Grip­pe. Der Ar­beit­neh­mer kann für die Zeit der grip­pe­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit er­neut Ent­gelt­fort­zah­lung ver­lan­gen, und zwar bis zu sechs Wo­chen.

    Wann gibt es bei einer weiteren Erkrankung keine Entgeltfortzahlung?

    An­ders ist es aber dann, wenn ei­ne zwei­te (an­de­re) Er­kran­kung während ei­ner be­reits lau­fen­den Ar­beits­unfähig­keit auf­tritt. Dann en­det der An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung nach sechs Wo­chen. Das be­sagt der Rechts­grund­satz der "Ein­heit des Ver­hin­de­rungs­falls".

    BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist sechs Wo­chen we­gen ei­ner Er­kran­kung der Bron­chi­en ar­beits­unfähig krank. Im Lau­fe der letz­ten Wo­che die­ser Zeit, d.h. noch während der ers­ten Er­kran­kung, kommt ei­ne an­de­re Er­kran­kung hin­zu, nämlich rheu­ma­ti­sche Be­schwer­den. Das Rheu­ma führt eben­falls zu ei­ner Ar­beits­unfähig­keit von sechs Wo­chen. Hier en­det der An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung nach dem Ab­lauf der ers­ten sechs Wo­chen. Denn die­se sechs Wo­chen bil­den ei­nen ein­heit­li­chen Ver­hin­de­rungs­fall, ob­wohl während der letz­ten Wo­che ei­ne wei­te­re Krank­heit da­zu­ge­kom­men ist. Für die Zeit der Ar­beits­unfähig­keit nach Ab­lauf des Sechs­wo­chen­zeit­traums muss sich der Ar­beit­neh­mer an die Kran­ken­kas­se wen­den und Kran­ken­geld be­an­tra­gen.

    Außer­dem be­grenzt das EZFG den An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung, wenn man we­gen der­sel­ben Krank­heit mehr­fach hin­ter­ein­an­der ar­beits­unfähig ist. "Die­sel­be" Krank­heit liegt auch dann vor, wenn die ärzt­li­chen Dia­gno­sen zwar auf den ers­ten Blick un­ter­schied­lich sind, aber auf dem­sel­ben "Grund­lei­den" be­ru­hen. Da­zu heißt es in § 3 Abs.1 Satz 2 EFZG:

    "Wird der Ar­beit­neh­mer in­fol­ge der­sel­ben Krank­heit er­neut ar­beits­unfähig, so ver­liert er we­gen der er­neu­ten Ar­beits­unfähig­keit den An­spruch nach Satz 1 für ei­nen wei­te­ren Zeit­raum von höchs­tens sechs Wo­chen nicht, wenn

    1. er vor der er­neu­ten Ar­beits­unfähig­keit min­des­tens sechs Mo­na­te nicht in­fol­ge der­sel­ben Krank­heit ar­beits­unfähig war oder

    2. seit Be­ginn der ers­ten Ar­beits­unfähig­keit in­fol­ge der­sel­ben Krank­heit ei­ne Frist von zwölf Mo­na­ten ab­ge­lau­fen ist."

    BEISPIEL: Ein Ar­beit­neh­mer mit ei­nem chro­ni­schen Band­schei­ben­lei­den kann im­mer wie­der ein­mal für ei­ni­ge Wo­chen nicht ar­bei­ten, weil er sich we­gen sei­ner Be­schwer­den kaum be­we­gen kann. Im lau­fen­den Jahr war er des­halb be­reits sechs Wo­chen von Mit­te April bis En­de Mai ar­beits­unfähig. Im Ok­to­ber kann er we­gen sei­nes Rücken­lei­dens er­neut zwei Wo­chen nicht ar­bei­ten. Da hier kei­ne sechs Mo­na­te seit der letz­ten rücken­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit im Mai ver­gan­gen sind, be­kommt er gemäß § 3 Abs.1 Satz 2 Nr.1 EFZG für die Krank­heit im Ok­to­ber kei­ne Ent­gelt­fort­zah­lung.

    Bei im­mer wie­der auf­tre­ten­den aku­ten Er­kran­kun­gen we­gen ei­nes ein­heit­li­chen Grund­lei­dens kann sich für den Ar­beit­neh­mer die Si­tua­ti­on er­ge­ben, daß er die Sechs­mo­nats­frist, die zwi­schen den ein­zel­nen Fehl­zei­ten lie­gen muß, nicht ein­hal­ten kann, da er al­le vier oder fünf Mo­na­te we­gen sei­nes Grund­lei­dens er­neut ar­beits­unfähig wird.

    Er würde dann nach der Sechs­mo­nats­re­ge­lung we­gen die­ser Fehl­zei­ten nur ein ein­zi­ges Mal Ent­gelt­fort­zah­lung be­kom­men, nämlich für die ers­te Ar­beits­unfähig­keit, die auf das Grund­lei­den zurück­zuführen ist. Das ver­hin­dert aber § 3 Abs.1 Satz 2 Nr.2 EFZG.

    BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer ist erst­mals vom 1. bis zum 30. Ja­nu­ar 2016 we­gen Be­schwer­den, die auf ei­ne De­pres­si­on zurück­zuführen sind, ar­beits­unfähig krank. In der Fol­ge­zeit ist er dann we­gen an­de­rer Be­schwer­den, die eben­falls durch die De­pres­si­on (= Grund­lei­den) be­dingt sind, mehr­fach er­neut ar­beits­unfähig, nämlich im Ju­ni und im Ok­to­ber 2016 und dann noch ein­mal im Fe­bru­ar 2017. Da zwi­schen die­sen Fehl­zei­ten kei­ne sechs Mo­na­te lie­gen, würde der Ar­beit­neh­mer nach der Sechs­mo­nats­re­gel nur für die Ar­beits­unfähig­keit im Ja­nu­ar 2016 Ent­gelt­fort­zah­lung er­hal­ten. Da aber außer­dem bei sei­ner letz­ten Ar­beits­unfähig­keit im Fe­bru­ar 2017 mitt­ler­wei­le ei­ne Frist von zwölf Mo­na­ten seit dem Be­ginn der ers­ten Ar­beits­unfähig­keit am 1. Ja­nu­ar 2016 ab­ge­lau­fen ist, be­kommt der Ar­beit­neh­mer für letz­te Fehl­zeit im Fe­bru­ar 2017 im Er­geb­nis doch Ent­gelt­fort­zah­lung.

    Als "ers­te" Ar­beits­unfähig­keit gilt da­bei ei­ne Ar­beits­unfähig­keit, für die man ei­nen "neu­en" An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung hat, bei der al­so kei­ne frühe­ren Fehl­zei­ten an­zu­rech­nen sind.

    Wenn Sie An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung ha­ben, dann steht Ih­nen die Be­zah­lung zu (Lohn, Ge­halt), die Sie bei der für Sie maßgeb­li­chen Ar­beits­zeit be­kom­men hätten, wenn Sie ge­sund ge­we­sen wären und ge­ar­bei­tet hätten.

    Da­von aus­ge­nom­men ist al­ler­dings die Vergütung für Über­stun­den (§ 4 Abs.1a Satz 1 EFZG). Je nach­dem, was in Ih­rem Ar­beits­ver­trag oder in ei­nem für Sie gel­ten­den Ta­rif­ver­trag ge­re­gelt ist, kann die Rechts­la­ge aber auch für Sie güns­ti­ger sein, d.h. Sie können dann mögli­cher­wei­se die vol­len 100 Pro­zent Ih­res nor­ma­len Ar­beits­ver­diens­tes be­an­spru­chen.

    Da Ar­beit­neh­mer im Krank­heits­fall we­der schlech­ter noch bes­ser ste­hen sol­len als bei Ar­beitsfähig­keit, gehören auch Auf­wands­entschädi­gun­gen meist nicht zum An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung: Hängen sol­che Zah­lungs­ansprüche da­von ab, dass Auf­wen­dun­gen tatsächlich ent­stan­den sind, wer­den sie bei der Be­mes­sung der Ent­gelt­fort­zah­lung nicht berück­sich­tigt, wenn sie in­fol­ge der Krank­heit gar nicht ent­ste­hen (§ 4 Abs.1a Satz 1 EFZG).

    Als Ar­beit­neh­mer sind Sie ge­setz­lich da­zu ver­pflich­tet, Ih­rem Ar­beit­ge­ber

    1. die Tat­sa­che ih­rer Ar­beits­unfähig­keit, und
    2. de­ren vor­aus­sicht­li­che Dau­er

    Prak­tisch müssen Sie da­her am ers­ten Tag der Ar­beits­unfähig­keit im Be­trieb an­ru­fen und dem Ar­beit­ge­ber Be­scheid ge­ben, dass und wie lan­ge Sie vor­aus­sicht­lich krank sind (§ 5 Abs.1 Satz 1 EFZG). Auch wenn Sie kein Arzt sind und auch nicht da­zu ver­pflich­tet sind, dem Ar­beit­ge­ber die Art der Krank­heit mit­zu­tei­len, müssen Sie doch zu­min­dest ei­ne un­gefähre Einschätzung der vor­aus­sicht­li­chen Länge Ih­rer Krank­heit ab­ge­ben.