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Umgekehrt kann man in der Regel auch nicht auf Neuroleptika verzichten, denn schließlich handelt es sich hier auch um schizophrene Symptome. Und die wiederum lassen sich nicht nur allein durch Antidepressiva ausreichend behandeln, im Gegenteil: Manchmal können (bestimmte) Antidepressiva sogar schizophrene Symptome verstärken oder auslösen. Kurz: Die Kombination ist der sicherste Weg. Und wenn zusätzlich noch ausgeprägte, vor allem unruhig-gespannte Ängste belasten, kann zumindest vorübergehend ein Benzodiazepin-Tranquilizer hilfreich sein (den man aber bald wieder ausschleicht, weil er ja bekanntlich abhängig machen kann). Und was die zusätzliche Gabe von Lithiumsalzen oder anderen Phasenprophylaktika anbelangt, so liegt deren Schwerpunkt vor allem im langfristigen Rückfallschutz, weniger in der Therapie akuter schizodepressiver Episoden.

Was die erwähnte Elektrokrampfbehandlung (Durchflutungstherapie) betrifft, so war sie früher in der Tat hilfreich und wird auch heute noch gelegentlich bei schizodepressiven Patienten eingesetzt. Allerdings ist die Erfolgsrate durch die vor allem neuen Antidepressiva in Kombination mit den (ebenfalls vor allem neuen, atypischen) antischizophrenen Neuroleptika so erfreulich gewachsen, dass man im allgemeinen auf eine Elektrokrampfbehandlung verzichten kann. Es gilt aber der Satz: Man soll sie vermeiden, wo es geht, aber nie verlernen. Denn gerade bei therapieresistenten und damit chronischen Psychosen jeglicher Art (also auch schizoaffektiven Störungen) erinnert man sich in der Not ganz gerne daran, dass es noch diese Möglichkeit gibt.

Auch der Schlafentzug hat durchaus seine Erfolge und Verdienste, wird aber bei schizoaffektiven Störungen kaum eingesetzt. Das gleiche gilt für die Lichttherapie (Phototherapie). Handelt es sich jedoch um ständig wiederkehrende schizodepressive Phasen in der dunklen Jahreszeit (die ohnehin zunehmend von einer sogenannten Winter- oder Lichtmangel-Depression heimgesucht wird), kann eine zusätzliche Lichttherapie nicht schaden, wenn alle anderen therapeutischen Bedingungen erfüllt sind.

Was aber tut man, wenn das akute Krankheitsbild abgeklungen ist, spätere Rückfälle jedoch nicht auszuschliessen sind? Man nutzt die sogenannte Rezidiv-Prophylaxe, den Rückfall-Schutz. So etwas empfiehlt sich bei schizophrenen Psychosen und bei sogenannten rezidivierenden (immer wieder drohenden) Depressionen (früher vor allem phasische, d. h. endogene Depressionen genannt). Und ganz besonders dringlich bei schizoaffektiven Störungen, denn hier ist die Rückfallgefahr noch größer.

Was steht zur Verfügung? Im wesentlichen das gleiche, wie für die Akut-Therapie, nur eben nicht zeitlich begrenzt, sondern mittel-, ja langfristig, ggf. "lebens-begleitend".

Im allgemeinen beginnt man nach der 3. Krankheitsepisode, vor allem wenn die Abstände immer kürzer zu werden drohen. Dafür stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

- Die Lithium-Prophylaxe ist am wirkungsvollsten bei schizoaffektiven Störungen, bei denen manische oder depressive Zustände dominieren, vor allem wenn sich diese beiden Gemüts-Pole ständig, wenngleich unregelmäßig abwechseln. Überwiegt hingegen das schizophrene Krankheitsbild, dann haben Lithiumsalze weniger gute Aussichten.

Allerdings ist eine Lithium-Langzeitbehandlung nicht ohne Risiko. Das muss man in Rechnung stellen. Einzelheiten siehe das ausführliche Kapitel über die Phasen-Prophylaktika und dort über Lithiumsalze.

- Carbamazepin und Valproinsäure als Langzeit-Prophylaktikum schieben sich immer mehr in den Vordergrund, und zwar nicht nur dann, wenn sich die Lithiumsalze durch ihre Nebenwirkungen als unverträglich erweisen. In schwierigen Fällen kombiniert man ohnehin zwei oder gar drei dieser Phasen-Prophylaktika miteinander. Einzelheiten dazu siehe das entsprechende Kapitel über Phasen-Prophylaktika und hier besonders Carbamazepin und Valproinsäure.

- Auch Neuroleptika können mittel- bis langfristig zum Rückfallschutz genutzt werden. Das ist allerdings nicht unumstritten. Am wirkungsvollsten sind sie naturgemäß dann, wenn schizophrene Symptome überwiegen. Nicht selten kombiniert man deshalb bei einer Phasen-Prophylaxe Neuroleptika mit Lithium oder Carbamazepin bzw. Valproinsäure. Dies besonders dann, wenn sich durch eine Mono-Therapie (durch ein einiges Langzeit-Medikament) kein dauerhafter Erfolg erzwingen lässt. Allerdings gilt es dann auch die Nebenwirkungen mehrerer Arzneimittel zu ertragen.

- Früher entschloss man sich häufiger zur Langzeit-Prophylaxe mit Antidepressiva, besonders bei reinen Depressionen, wenn sie immer wieder auftraten. Das selbe galt auch für schizoaffektive Störungen, wenn die depressiven Zustände dominierten. Der alleinige Einsatz von Antidepressiva bei schizoaffektiven Störungen ist allerdings nach wie vor umstritten. Nicht viel positiver wird die zusätzliche Gabe von Antidepressiva zu den eigentlichen Phasen-Prophylaktika Lithium, Carbamazepin oder Valproinsäure gesehen. Antidepressiva sollten deshalb anlässlich der heutigen Rückfallschutz-Bedingungen nur dann gegeben werden, wenn alles andere versagt. Für die Akut-Behandlung schizodepressiver Krankheitsepisoden sind sie ohnehin unersetzlich.

Wann soll man die Arzneimittel zur Phasen-Prophylaxe austauschen?

Wenn man sich einmal zu einem mittel- bis langfristigen Rückfall-Schutz durch Phasen-Prophylaktika, vor allem Lithiumsalze, Carbamazepin und Valproinsäure entschlossen hat, dann muss man sich auch in Geduld üben. Es braucht nämlich lange, mindestens aber ein halbes Jahr, bis man sich über die definitive Wirkung ein Bild machen kann. Wer zuvor in Ungeduld oder Resignation verfällt und die Medikamente absetzt, tut sich keinen guten Dienst. Denn was immer er dafür eintauscht, er muss von vorne anfangen und seine Geduld wird erneut strapaziert - nur dass er jetzt schon eine Chance vertan hat. Und oftmals steht es auch um die sogenannte Therapietreue im allgemeinen (Fachausdruck: Compliance) und insbesondere um die Einnahmezuverlässigkeit der Arzneimittel nicht zum besten.

Patienten mit einer schizoaffektiven Störung gehören ohnehin nicht zu den geduldigsten, sagt man. Und auch die Aussichten, das halbe oder gar ganze Leben täglich Arzneimittel schlucken zu müssen, kann in eine "verzweifelte Missstimmung" mit verhängnisvollen "Kurzschlussreaktionen" münden. Und die bestehen meist darin, das Arzneimittel unregelmäßig einzunehmen und schließlich ganz wegzulassen - oft ohne den Arzt und sogar die Angehörigen zu informieren.

Das tragischste aber ist der Umstand, dass der Rückfall nicht nur durch das Weglassen der zuständigen Arzneimittel ausgelöst wird, er scheint durch dieses plötzliche Absetzen oder zumindest rasche "Ausschleichen" geradezu programmiert zu sein. Dann ist der Jammer groß, zumal sich manche Patienten nicht einmal jetzt dazu entschließen können, die selbstverantwortliche Ursache zu bekennen.

Kurz: Wenn ein Wechsel des Phasen-Prophylaktikums notwendig wird, dann nur in enger Zusammenarbeit mit Hausarzt sowie Nervenarzt/Psychiater. Es könnte ja auch sein, dass der Betreffende diese Mittel "zu rasch verstoffwechselt", so dass der dafür notwendige Serumspiegel zu sehr schwankt oder insgesamt so niedrig ist, dass das Medikament nicht ausreichend greifen kann. Dann muss man einfach etwas höher dosieren, ohne dass dadurch zwangsläufig mit mehr Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Schließlich ist auch zu unterscheiden zwischen einem totalen Rückfall sowie einer abgeschwächten und vor allem kürzeren Symptomatik (Fachausdruck: Non-Response für keinerlei Wirkung bzw. Teil-Response für abgeschwächten und verkürzten Rückfall). Wer also wenigstens teilweise auf das Arzneimittel reagiert, sollte sich einen Wechsel zweimal überlegen. Hier gibt es noch andere Möglichkeiten, bevor man auf volles Risiko mit Weglassen aller Arzneimittel geht (z. B. Medikamenten-Kombinationen).

Nun gibt es nicht nur Medikamente, die allseits kritisch beurteilt werden, es gibt auch nicht-medikamentöse Behandlungsmaßnahmen, denen alle Sympathien gelten - obgleich nur wenige über deren Möglichkeiten und Grenzen genug wissen. Besonders das Stichwort "Psychotherapie" fasziniert nicht nur Patienten, sondern auch Angehörige, Freunde und andere "Berater" mit gutem Willen aber leider auch ohne ausreichende Fachkenntnisse.

Deshalb muss man sich folgenden Grundsatz merken, selbst wenn er verdriest:

Bei einer schizophrenen Psychose, bei einer (mittelschweren, oft aber auch schon leichten) Depression sowie bei einer manischen Hochstimmung mit psychosozialen Konsequenzen ist die Basis der Behandlung grundsätzlich das zuständige Medikament, also Neuroleptika und Antidepressiva bzw. zum Rückfallschutz die erwähnten Phasen-Prophylaktika. Wer das nicht akzeptieren kann, muss die Folgen tragen. Und die pflegen umso schwerwiegender auszufallen, je unnötiger sie bei den heutigen Behandlungsmöglichkeiten sind.

Das heißt aber nicht, dass es keine nicht-medikamentöse Zusatztherapien gibt, die durchaus ihren Wert haben und deshalb auch genutzt werden sollen. Dazu gehören:

- psychotherapeutische Verfahren, insbesondere verhaltenstherapeutisch oder kognitiv orientiert, ggf. auch familientherapeutisch

- soziotherapeutische Maßnahmen, z. B. Ergotherapie, berufliche Anpassungs- oder Umschulungsmaßnahmen

- u. U. Angehörigengruppen

- ggf. spezifische Trainingsprogramme

Psychotherapeutische sowie soziotherapeutische Aspekte sind in praktisch jeder Therapie enthalten, selbst wenn sie zuerst einen medikamentösen Schwerpunkt hat.

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In welchen Fällen eine Abmahnung wegen einer Krankheit gültig ist, erklärt dieser Ratgeber

Es kann zudem auch eine Abmahnung während der Krankheit ausgesprochen werden, wenn der Arbeitnehmer in dieser Zeit einer Beschäftigung nachgeht und eine Arbeit ausübt, für die er eigentlich als arbeitsunfähig krankgeschrieben ist. In solch einem Fall kann es unter Umständen sogar zu einer verhaltensbedingten fristlosen Kündigung kommen, da in diesem Fall ein Betrugsversuch vorliegt.

Bei einer Abmahnung bei Krankheit sind sowohl von Arbeitnehmer als auch von Arbeitgeber die rechtlichen Möglichkeiten und Wege sehr genau einzuhalten. Der Arbeitgeber muss in seiner Abmahnung sehr genau aufführen, auf welchem konkreten Vorfall die Abmanhnung beruht.

Im Abmahnschreiben muss auch beschrieben sein, ob es sich um eine Abmahnung wegen verspäteter Krankmeldung, um eine Abmahnung wegen fehlender Krankmeldung oder um eine Verletzung anderer arbeitsrechtlicher Pflichten handelt.

Außerdem ist im Abmahnschreiben die genaue Anschrift des Betroffenen zu nennen sowie Ort, Datum und Uhrzeit des Vorfalls. Darüberhinaus ist das Schreiben deutlich mit dem Wort “Abmahnung” als solche zu kennzeichnen. Eine Abmahnung muss nicht immer schriftlich erfolgen. Eine mündliche Abmahnung ist ebenso möglich, jedoch ist eine schriftliche Ausführung zur besseren Dokumentation ratsam. Denn, kommt es zu einem Verfahren, kann eine schriftliche Abmahnung als Beweis hinzugezogen werden.

Muster: Abmahnung wegen verspäteter/fehlender Krankmeldung

Sehr geehrte(r) Frau/Herr…

zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass Sie Ihre ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung anlässlich Ihrer Krankheit vom (Datum) bis (Datum) verspätet am (Datum)/bis jetzt noch nicht vorgelegt haben.Sie sind vom (Datum) bis einschließlich (Datum) krankheitsbedingt nicht zur Arbeit erschienen.

Laut der in unserem Unternehmen angewandten Betriebsvereinbarung hätten Sie Ihre ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von … Tagen vorlegen müssen. Das ärztliche Attest hätte somit am (Datum) vorgelegen haben müssen.

Indem Sie Ihr ärztliches Attest erst am (Datum)/bis jetzt noch nicht vorgelegt haben, haben Sie gegen Ihre arbeitsrechtlichen Pflichten verstoßen.

Wir fordern Sie hiermit ausdrücklich auf, Ihre arbeitsrechtlichen Pflichten ordnungsgemäß zu erfüllen und die Vorgaben zur Vorlage des ärztlichen Attests zu beachten.

Im Falle einer Wiederholung des oben geschilderten Vorfalls, behalten wir uns vor eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses auszusprechen.

Eine Durchschrift der Abmahnung legen wir Ihrer Personalakte bei.

Mit freundlichen Grüßen

Ort, Datum, Unterschrift Arbeitgeber

Bestätigung Arbeitnehmers:

Die Abmahnung habe ich erhalten.

Ort, Datum, Unterschrift Arbeitnehmer

Jetzt die Muster-Abmahnung kostenlos herunterladen!

Bei der Übergabe der Abmahnung wegen Krankheit sollten keine spontanen Stellungnahmen oder Rechtfertigungen aufgeführt werden. Kommt es zu einer schriftlichen Stellungnahme, ist diese nicht übereilt zu fertigen und im Zweifel ist ein Anwalt hinzuzuziehen. Eine Bestätigung der Vorwürfe ist nicht durchzuführen und auch nicht verlangbar, selbst wenn diese gerechtfertigt sind. Der Betroffene sollte genau überprüfen, welche Anschuldigungen rechtens sind und welche nicht.

Sollten die Anschuldigungen nicht korrekt sein oder die Kündigung drohen, ist auf jeden Fall ein Anwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen. Der Rechtsanwalt kann die Abmahnung auf Fehler überprüfen und im Falle einer Klage, den abgemahnten Mitarbeiter vor Gericht vertreten.

(46 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)

Ein Bundesgerichtsurteil vom 06. September 2010 hielt fest, dass Krankheiten von Arbeitnehmern im Arbeitszeugnis zu erwähnen sind, sofern diese für die Gesamtbeurteilung der Arbeitsleistung notwendig sind. Dies ist der Fall, wenn eine Krankheit erheblichen Einfluss auf die Leistung und/oder das Verhalten eines Arbeitnehmers hat, oder wenn eine Krankheit die Eignung zum Job in Frage stellt (und deshalb einen sachlichen Grund für eine Kündigung bilden würde).

Ebenfalls zu erwähnen sind längere krankheitsbedingte Unterbrüche der Arbeitstätigkeit, die im Verhältnis zur Anstellungsdauer beachtlich sind (d.h. nicht die Länge der Krankheit an sich ist entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen Ausfall und Anstellungsdauer). Grund dafür ist, dass ohne den Hinweis auf diesen Ausfall beim neuen Arbeitgeber ein falscher Eindruck über die Dauer der Berufserfahrung des Arbeitnehmers entstehen könnte.

Im Fall des erwähnte Bundesgerichtsurteils war der Angestellte gut drei Jahre im betreffenden Unternehmen tätig, davon jedoch etwa eineinhalb Jahre wegen Krankheit arbeitsunfähig, also verhältnismässig lange. Dagegen hätte bei einem langjährigen Angestellten ein ähnlicher krankheitsbedingter Ausfall kaum Einfluss auf die Berufserfahrung – eine Erwähnung im Arbeitszeugnis wäre dann kaum gerechtfertigt.

Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid fest:
„Der Beschwerdeführer war während mehr als einem Jahr krankheitshalber unfähig, seine bisherige Tätigkeit auszuüben. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses war nicht absehbar, ob und wann er dazu wieder in der Lage sein wird, weshalb die Krankheit seine weitere Eignung zur Ausübung der bisherigen Tätigkeit erheblich in Frage stellte. Unter diesen Umständen bildete die Krankheit einen berechtigten Kündigungsgrund. Demnach war die Beschwerdegegnerin unabhängig davon, ob sie die Kündigung auf Grund der Krankheit aussprach, gehalten, diese in einem qualifizierten Arbeitszeugnis zu erwähnen. Damit ist eine Verletzung von Art. 330a OR zu verneinen, ohne dass der subjektive Kündigungsgrund bzw. die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers geprüft werden müsste. Nicht entscheiderheblich ist auch, ob die Erwähnung der Krankheit sich allenfalls hätte rechtfertigen können, weil sonst bezüglich der Berufserfahrung ein falsches Bild entstanden wäre.“

Im Arbeitszeugnis nicht zu erwähnen sind dagegen geheilte Krankheiten, welche am Ende eines Arbeitsverhältnisses nicht mehr bestehen und damit die Beurteilung von Leistung und/oder Verhalten des Arbeitnehmers nicht mehr betreffen.

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Sobh -- Dohr -- Asr -- Maghrib -- Ischa

welche aus Rumpfbeugungen und Prosternationen bestehen, die Rakaa ( ركعة ‎) genannt werden. Jedes Gebet besteht aus einer bestimmten Zahl von Rakaas:

  1. Sobh besteht aus zwei Rakaas
  2. Dohr besteht aus vier Rakaas
  3. Asr Dohr besteht aus vier Rakaas
  4. Maghrib besteht aus drei Rakaas
  5. Ischa besteht aus vier Rakaas."

  • Du musst dich nach Mekka, dem Heiligen Land, zuwenden, wo Gottes Haus Al Kaaba steht.
  • dein Gesicht
  • einen Teil deines Kopfes
    • Dohr (ظهر): Dieses Gebet beginnt wenn die Sonne sich von der Mitte des Himmels senkt und wenn Schatten beginnen sich auszudehnen. Seine Zeit endet, wenn ein Ding und sein Schatten gleich sind.
    • Asr (عصر): wird in der Zeit verrichtet, in der die Zeit des Dohr beendet ist. Oder, genauer gesagt, nachdem die Sonne am Meridian vorbeigeht und bis zur Zeit des Maghrib.
    • Ischa (عشاء): wird verrichtet nachdem das Tageslicht vom Himmel verschwindet, ca. anderthalb Stundem nach dem Ende der Maghribzeit. Seine Zeit endet mit dem Beginn des Fagrgebets. Der letzte Teil des Gebets muss vor der Erscheinung der Sonnenstrahlen verrichtet werden.

    (1) In der islamischen Religion darf der Mensch das Gebet weder im Moment der Sonnenerscheinung verrichten, noch wenn sie im Zenit steht, noch im Moment ihres Untergangs, damit es deutlich gemacht wird, dass der Mensch Gott und nicht die Sonne anbetet."

    ألإقامة- Al-Iqama:

    حي على الصلاة - Hayyi ala ssalah -- Komme zu beten
    حي على الفلاح - Hayyi ala lfalah -- Das Gebet ist verrichtet

    بِسْمِ اللّهِ الرَّحْمـَنِ الرَّحِيم - Bismi llahi rrahmani rrahiem -- Im Namen GOTTES, des Erbarmers, des Barmherzigen

    الْحَمْدُ للّهِ رَبِّ الْعَالَمِين - Alhamdu lillahi rabbi laalamien -- Lob sei GOTT, dem Weltenherrn,

    الرَّحمـنِ الرَّحِيم - Arrahmani rrahiem -- dem Erbarmer, dem Barmherzigen,

    إِيَّاك نَعْبُدُ وإِيَّاكَ نَسْتَعِين - Iyyaka naґbudu wa iyyaka nastaґien -- Dir dienen wir und zu dir rufen um Hilfe wir.

    اهدِنَــــا الصِّرَاطَ المُستَقِيمَ - Ihdina ssirata lmustaqiem -- Leite uns den rechten Pfad,

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    Mein Kommentar: Es gibt keine Liebe, sondern das Verlangen, durch den anderen zu genießen, und wenn es andere Verlangen unterdrückt, dann ist es eine reale psychische Störung. Liebe bedeutet nicht, dass du durch jemanden genießen möchtest oder genießt, sondern dass du den anderen genießen lassen möchtest, außerhalb der Verbindung mit dir selbst.

    In Deutschland wird von immer mehr Ärzten die Diagnose ADHS gestellt. Diese „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ ist eine psychische Störung, die bereits im Kindesalter auftritt und dabei zu Impulsivität, häufig auch Hyperaktivität, und zu Problemen bei der Aufmerksamkeit führt. Inzwischen weist bereits ein alarmierend großer Anteil an Kindern Symptome von ADHS auf, wobei meist Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen. Die Ursachen für ADHS sind dabei noch nicht vollständig geklärt und bedürfen weiterer Untersuchungen. Des Weiteren erweist sich sogar schon eine Diagnose von ADHS als äußerst schwierig und erfordert eine genaue Beobachtung der Symptome.

    Heute ist ADHS als wirkliche Krankheit anerkannt und in verschiedenen Stufen klassifiziert, bei der die Erkrankung je nach Grad der Aufmerksamkeitsdefizite und Aktivitätsdrang eingegliedert wird. Nach der Diagnose ADHS können zur Behandlung Medikamente verordnet werden, wobei ADHS in leichten Schweregraden nicht medikamentös behandelt wird. Die Kosten für die Medikamente werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, was auch zeigt, dass diese psychische Störung heute als eine „echte“ Krankheit anerkannt wird. Bei Erwachsenen kann es zu Problemen bei der Übernahme der Kosten für die Medikamente kommen, da die Wirksamkeit einer Therapie mit Ritalin hier nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte – deswegen weigern sich einige Krankenkassen, zu zahlen.

    Neben der Therapie mit Ritalin gibt es bei einer Erkrankung an ADHS auch die Möglichkeit anderer therapeutischen Maßnahmen. Von Aggressionstraining über Familientherapie bis hin zu motorischen und logopädischen Therapien können bei ärztlichen Gutachten die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Auch die private Krankenversicherung erkennt ADHS als Krankheit an und übernimmt daher ebenfalls die Kosten für die Medikamente, solange diese zugelassen sind. Ob weitere Therapien übernommen werden, wird wie immer in den vertraglichen Bedingungen der privaten Krankenversicherung geregelt.

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    Arno Gruen
    Der Wahnsinn der Normalität – Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität

    Taschenbuch, 216 Seiten, 12,5 x 19 cm, ISBN 978-3-423-35002-0. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 20. Auflage 2015. € 9.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular Über den Autor | home

    Gruen über seine Reaktion auf die »beruflichen Erlebnisse mit dem Wahnsinn der Realität, der im Namen der Liebe Tod und Zerstörung bringt«. Original 1989

    Über das Böse in der Welt ist viel nachgedacht worden, und die Psychologie hat verschiedene Thesen zur Destruktivität des Menschen entwickelt. Selten wurden aber mit solcher Konsequenz die Ursachen aufgespürt wie von Arno Gruen, wenn er zeigt, wie Gewalt und Unmenschlichkeit im Inneren des Menschen entstehen und wie sich unser soziales Leben darauf eingerichtet hat, dass der herrschende Wahnsinn lebensfeindlichen Handelns den Mantel realitätsgerechten Verhaltens trägt. Er öffnet den Blick dafür, dass menschliche Destruktivität nicht einfach eine Fähigkeit zum Bösen ist, sondern vielmehr die Folge eines Mangels, der als solcher nicht erkannt wird: Wo das Vermögen abhanden gekommen ist, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, und Selbsthass an deren Stelle getreten ist, ist auch die Fähigkeit zu wirklichem Mitgefühl und echtem Mitfühlen verlorengegangen.

    Im »Wahnsinn der Normalität« legt er die Wurzeln der Destruktivität frei, die sich viel öfter, als es uns klar ist, hinter vermeintlicher Menschenfreundlichkeit oder ordnungsstiftender Vernunft verbergen. Arno Gruen besticht durch die Vielzahl der Beispiele, zu denen auch die unfasslichen Ereignisse im Dritten Reich oder im Vietnamkrieg gehören, und schafft die überzeugende Beweislage, dass dort, wo Innenwelt und Außenwelt keine Einheit bilden, verantwortungsvolles Handeln und echte Menschlichkeit ausbleiben.

    Arno Gruen, am 26. Mai 1923 in Berlin geboren, emigrierte 1936 in die USA, wo er 1961 als Psychoanalytiker bei Theodor Reik promovierte. Tätigkeiten an verschiedenen Universitäten und Kliniken, zuletzt Professor an der Rutgers Universität, New Jersey. Daneben seit 1958 psychotherapeutische Privatpraxis. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften und Zeitungen. Arno Gruen lebt seit 1979 in der Schweiz.

    Esstörungen sind häufig auf tieferliegende seelische Ursachen zurückzuführen. Eine Behandlung, die nur auf die Beseitigung der körperlichen Symptome und Verhaltensweisen abzielt, kann keinen dauerhaften Erfolg versprechen.

    Notmaßnahmen
    Bei starkem Untergewicht und fortschreitender Verschlechterung des Gesundhei Lebensgefahr kann nicht nur durch die Abmagerung entstehen, sondern auch durch den Mißbrauch von abführenden und harntreibenden Mitteln. Der Mißbrauch führt zu starken Störungen des Elektrolythaushaltes.

    Auch bei Magersüchtigen, deren Gewichtsabnahme nicht lebensbedrohlich ist, kann es sein, daß der chronische Hungerzustand erst beseitigt werden muß, bevor eine geeignete Therapie beginnen kann. Hunger beeinflußt das Denken und Handeln und kann es soweit verstellen, daß eine sinnvolle Therapie unmöglich ist.

    Magersüchtige dürfen hierbei allerdings nicht gezwungen werden bis zum Normalgewicht zuzunehmen. Diese erzwungene Gewichtszunahme kann schlimmstenfalls zu Depressionen und Suizidgefährdung führen. Oftmals kann erst nach diesen Notmaßnahmen eine Behandlung im eigentlichen Sinne beginnen.

    Ambulante Psychotherapie
    Psychotherapie ist ein Weg der Bewältigung von Magersucht. Es gibt die Möglichkeit an einer Einzel- oder Gruppentherapie teilzunehmen. Ob eine Einzeltherapie oder eine Gruppentherapie durchgeführt wird, hängt davon ab, welche Form der Therapie für den Einzelfall als geeignet beurteilt wird.

    Einzeltherapie findet meist 1 bis 2 mal wöchentlich statt. Hier hat man die Möglichkeit, gemeinsam mit TherapeutenInnen Probleme zu besprechen und aufzuarbeiten.

    In den Gruppensitzungen sind neben den TherapeutenInnen noch andere Gruppenmitglieder anwesend. Meist trifft sich die Gruppe einmal pro Woche für 2 Stunden. Die TherapeutenInnen greifen während der Sitzungen regulierend in das Geschehen ein, geben Denkanstöße und helfen die richtigen Fragen zu stellen. Die Gruppe kann aus Mitgliedern bestehen, die alle an einer Essstörung leiden oder aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Problematiken.

    Listen über PsychotherapeutInnen kannst Du bei Deiner Krankenkasse, der kassenärztlichen Vereinigung in Stuttgart (Tel. 0711-7 87 50) oder den Psychologischen Informationsdienst in Berlin (Tel. 030.209166330 - persönl. Beratungszeiten: Mo und Di 10-13 Uhr und 16-19 Uhr; Mi und Do 13-16 Uhr) erhalten.

    Die vorherrschenden Therapieformen sind die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie und die Systemische Therapie. Welche Therapierichtung für Dich geeignet wäre kannst Du mit einer Beraterin in einer Beratungsstelle klären. Sie ist Dir bei der Entscheidungsfindung gerne behilflich.

    (Der BKK Landesverband Hessen informiert auch auf unseren Seiten über Sozialversicherungsaspekte der ambulanten Psychotherapie.)

    Stationärer Klinikaufenthalt
    Ein stationärer Klinikaufenthalt wird dann erforderlich, wenn eine akute Gesundheitsgefährdung besteht. Weitere Gründe für einen Klinikaufenthalt bei Magersucht sind zusätzliche Medikamentenabhängigkeit oder ähnliches. In den Krankenhäusern findet Psychotherapie i.d.R. als Einzel- und Gruppentherapie statt. Meist in konzentrierterer Form als dies ambulant möglich ist. Durch den Klinikaufenthalt wird der Alltag zu Hause gelassen, was für eine Gesundung förderlich sein kann.

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    Viele Betroffene erhalten daher über lange Jahre keine adäquate Behandlung. Der Leidensdruck, den die ausufernden Gefühlszustände hervorrufen können, ist enorm - gerade wenn die bipolare Störung unerkannt und unbehandelt bleibt. „Die Suizidrate bei Menschen mit bipolaren Störungen ist 10 bis 15 Mal höher als in der Normalbevölkerung“, sagt Schäfer. Ohne Medikamente verläuft die manisch depressive Erkrankung wesentlich schwerer. Stress und Belastung, vor allem verbunden mit Schlafmangel, stellen ein besonderes Risiko dar. Selbstbeobachtung und Selbstkontrolle sind sehr wichtig, um sich vor dem Abgleiten in Extremphasen zu schützen.

    „Meine Erfahrung ist, dass Menschen mit bipolarer Störung eher überangepasste Menschen sind, die es anderen rechtmachen wollen, die nicht gelernt haben, sich genügend abzugrenzen. Und dann werden sie erschlagen von allen Ansprüchen, den fremden und den eigenen“, sagt Prof. Bock. Mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, sei entscheidend bei der Erkrankung und dies zu vermitteln, eine wichtige Aufgabe der Psychotherapie. Gesprächs- und Verhaltenstherapien können Betroffenen helfen, sich besser kennenzulernen und auch frühe Warnsignale zu erkennen. Es gibt wenige Störungen, bei denen die Information so wichtig ist, bei denen man so viel erreichen kann, indem man sich schult und schulen lässt, ergänzt Prof. Schäfer.

    „Man braucht mit dieser Krankheit enorm viel Disziplin“, sagt Thomas Stein. Doch es lohne sich zu kämpfen, denn das Leben sei mehr als die Krankheit. „Ich möchte anderen Menschen ebenso wie mir selbst zeigen, dass sich das 'Abenteuer Dasein' lohnt.“ Thomas Stein hat in dieser Hinsicht viel geschafft. Die Arbeit ist ein für ihn sehr wichtiger Lebensaspekt. Privat hat die Krankheit vieles kaputt gemacht. (dpa/tmn)

    Im Hoch und Tief der Gefühle gefangen –
    die Bipolare Störung ist eine Erkrankung mit zwei Gesichtern


    Rund zwei Millionen Deutsche leiden unter einer bipolaren Störung. Dabei sind neben depressiven Phasen auch sogenannte manische Phasen charakteristisch: Euphorie und Depression zeigen sich in Wechselwirkung bei Betroffenen in den verschiedensten Gesichtern, Schweregraden und Abfolgen. Da es gerade manisch-depressiven Menschen schwerfällt, sich ihr Leiden einzugestehen, ist es dem Team der Limes Schlossklinik besonders wichtig betroffene Menschen sehr einfühlsam und adäquat zu behandeln.

    Personen die an einer bipolaren Störung erkrankt sind, kennen extreme Schwankungen ihrer Stimmungslage, welche das seelische Gleichgewicht und die psychische Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. In den meisten Fällen beginnt die Störung mit einer manischen Episode, gefolgt von einer Depression.

    Durch ihr krankhaft erhöhtes Selbstbewusstsein zeigen Betroffene besonders in der manischen Phase keine Einsicht an einer seelischen Störung zu leiden. Häufig bleiben sie auch nach Diagnose und Therapie uneinsichtig. Bei schweren akuten Krankheitszuständen kann es zusätzlich zu ausgeprägten, psychomotorischen Störungen kommen – den sogenannten katatonen Symptomen. Zu den Häufigsten zählen:

    • Gesteigerte Aktivität
    • Ruhelosigkeit
    • Rededrang
    • Ideenflucht oder Gedankenrasen
    • Vermindertes Schlafbedürfnis
    • Gesteigerte Libido
    • Eingeschränktes Urteilsvermögen
    • Neigung zu aggressivem Verhalten
    • Ungewöhnliche Bewegungsabläufe

    Die Anlage an einer bipolaren Störung zu erkranken, ist prinzipiell bei jedem Menschen vorhanden – die Ursachen sind multifaktoriell. Man geht von unterschiedlichen Faktoren aus, die in verschiedenen Kombinationen als Ursache zum Entstehen der Erkrankung beitragen können.

    Als ursächliche Faktoren gelten die folgenden:

    • Genetische Ursachen
    • Neurotransmitterveränderungen und Nervenzellenveränderung
    • Stress und besondere Lebensereignisse
    • Medikamente wie Cortisol, Beta-Blocker oder Antibiotika

    Das Expertenteam der Limes Schlossklinik Rostocker Land bietet Betroffenen eine Vielzahl an Methoden und Therapien an, um – getreu nach unseren Leitlinien – die Förderung und den Erhalt der Gesundheit der Patienten zu gewährleisten.
    Nicht selten leiden Menschen mit bipolaren Störungen an weiteren behandlungsbedürftigen psychischen Störungen, insbesondere an Angst-oder Suchterkrankungen. Ein ganzheitlicher und individualisierter Therapieplan setzt daher eine Differentialdiagnostik voraus, um Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen und zu einer klaren Diagnose zu gelangen.

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    • Veränderungen in Gehirnkonnektivität schützen
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    • Blut von Patienten mit bipolarer Störung: toxisch für Gehirnzellen
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    • Bipolare affektive Störung und das Striatum
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    • Geringere Konnektivität in den emotionalen Hirnarealen
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    Die bipolare Störung ist eine psychische Störung und auch unter der manisch-depressiven Erkrankung bekannt. Der Patient hat keine körperlichen Leiden, sondern bei der kann seinen täglichen Ablauf nicht mehr willentlich kontrollieren. Er verfällt in ein Verhaltensmuster was die Mitmenschen für nicht normal halten. Das geht mit den unterschiedlichsten Manien daher, wie zum Beispiel Hochgefühl und Kaufzwang.

    Unter bipolar versteht man entgegengesetzt, das beschreibt den Wechsel aus manischen und hypomanischen Phasen. Die Depression tritt bei den Betroffenen in verschieden langen Zeitabschnitten auf, es kann 4 x im Jahr auftreten aber auch wöchentlich. Der Patient fällt in ein schwarzes Loch möchte sich verkriechen und von niemanden etwas hören. Je nachdem wie häufig und stark die Störungen auftreten, muss die Behandlung entsprechend ausgerichtet werden. Es ist sehr schwer, eine vollständige Heilung zu erlangen. Der behandelnde Arzt wird verschiedene Medikamente verschreiben und den Patienten in besonders schweren Fällen in eine Klinik einweisen. Die Selbstmordrate ist bei der bipolaren Störung sehr hoch, man spricht von ca 20 % der Betroffenen. Man hat inzwischen festgestellt, dass eine der Ursachen für den Ausbruch der Krankheit teils genetisch bedingt ist; es handelt sich hierbei um ca 10 % der Erkrankten. Die vielfältigen anderen Gründe für die bipolare Störung ist das Umfeld des Patienten. So kann Mobbing am Arbeitsplatz, unregelmäßige Schichtarbeit, zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf ein Grund sein. Schicksalsschläge wie der Tod eines geliebten Menschen, Vertreibung aus der Heimat, Krieg und viele andere extreme Situationen können den Ausbruch verursachen.

    Aber auch ein Überfall oder eine Vergewaltigung und ein schwerer Unfall kann zu der Störung führen. Je schneller in diesen Fällen eine psychologische Betreuung erfolgt, desto besser ist die Heilungschance.

    Da gesunde Mitmenschen den krankhaften Zustand nicht nachvollziehen können und daher auch nicht damit umgehen können, wird ein solcher Patient ausgegrenzt. Er verliert häufig seinen Arbeitsplatz, seine Freunde oder manchmal auch seine Familie. Dies wiederum verschlimmert den Zustand in der Regel und es wird noch problematischer eine Heilung zu erlangen. Die Möglichkeit hier zu helfen ist für die Personen im Umfeld des Patienten sehr begrenzt. In manchen Fällen kann aber eine Ruhephase im Leben und eine Änderung der Störfaktoren zu einer Besserung führen, wobei dies aber nicht von heute auf morgen erfolgt, sondern man muss Geduld haben.

    „Die Struktur aber ist auch gefährlich: Wann wird sie zum Stress, wann die beamtische Pflicht zum deprimierenden Übel? Ausschlafen aus gesundheitlichen Gründen ist immer wieder angezeigt, bloß nicht dem Stress das Steuer überlassen; doch auch nicht zu viel schlafen, denn sonst ist die depressive Verstimmung da, und die Abwehrreaktion dagegen könnte eine Manie auslösen. Schläft man wiederum zu wenig, droht die Manie gleich unvermittelt. Oh boy.

    (Die Welt im Rücken von Thomas Melle, S. 213)

    „Wir müssen keine Übermenschen sein, um schlechte Zeiten zu überstehen, und niemand kann immer gut drauf sein. Aber auch wenn die Dinge ganz schlecht aussehen, können wir immer noch positiv in die Zukunft blicken. Optimismus ist eine Wahlmöglichkeit, die wir haben, wenn wir kreativ sind und selbst die Initiative ergreifen.“

    Und manchmal gilt es abzuwarten und durchzuhalten, bis man wieder frei genug ist zu erkennen, dass es diese Wahlmöglichkeit tatsächlich gibt.

    „…Dabei gibt es zwei wichtige Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten: bei der Kompensation darauf zu achten, dass andere Menschen bzw. die Umgebung (die Umwelt) so wenig wie möglich belastet werden, und bei der notwendigen Ablenkung, das tendenzielle Suchtpotential auf mehrere ‚Objekte der Begierde‘ zu verteilen. Die grundlegende Kompensation besteht bei Größenselbst-Narzissten in der übermäßigen Leistungsbereitschaft und bei Größenklein-Narzissten in der Versorgungsmentalität. So lässt sich beispielsweise das Leistungsbedürfnis auch durch Fähigkeiten und Handlungen befriedigen, die der Entspannung dienen und physiologisches Regulationspotential gegen inneren Stress ermöglichen, ohne dass Frühbedrohung und früher Liebesmangel reaktiviert werden. Entspannungstechniken (Autogenes Training, konzentrative Entspannung, Jacobson’sche Muskelrelaxation, Tai-Chi, Qigong, Yoga u. a.), Meditationstechniken und Bewegungsübungen, Gymnastik und Muskeltraining, aber auch ganz gewöhnliches Wandern, Schwimmen und Radfahren lassen sich wohl mit narzisstischem Ehrgeiz betreiben, fordern aber nicht ständig mehr Leistung, sondern bringen Freude durch Regelmäßigkeit, Abwechslung und verfeinerte Technik…“

    „…Er ermüdete bald, hatte immer eine Neigung zu liegen und einzuschlafen und sah fast fortwährend allerlei andere Dinge, als die ihn wirklich umgaben. Was es eigentlich für Dinge waren, wusste er selbst nicht, und er besann sich nicht darüber. Es waren helle, zarte, ungewöhnliche Träume, die ihn wie Bildnisse oder wie Alleen fremdartiger Bäume umstanden, ohne dass etwas in ihnen geschah. Reine Bilder, nur zum Anschauen, aber das Anschauen derselben war doch auch ein Erleben. Es war ein Weggenommensein in andere Gegenden und zu anderen Menschen. Es war ein Wandeln auf fremder Erde, auf einem weichen, angenehm zu betretenden Boden, und es war ein Atmen fremder Luft, einer Luft voll Leichtigkeit und feiner, träumerischer Würze. An Stelle dieser Bilder kam zuweilen auch ein Gefühl, dunkel, warm und erregend, als glitte ihm eine leichte Hand mit weicher Berührung über den Körper…“

    Zwischen ausufernder Euphorie und Todeswunsch: Menschen mit bipolarer Störung erleben ein gefährliches Wechselbad der Gefühle. Die manisch-depressive Erkrankung bleibt oft unerkannt - das kann die Betroffenen das Leben kosten.

    Sonnenseite und Schatten: Menschen mit bipolaren Störungen schwanken zwischen Extremen

    Eine einfache Angestellte shoppt für einen fünfstelligen Betrag online - aus Spaß. Ein Familienvater prescht mit 200 Kilometern pro Stunde im Auto über Landstraßen, weil er sich für unverwundbar hält. Der beliebte Kollege streitet plötzlich mit dem Chef und kündigt. All diese Beispiele beschreiben Auswüchse einer Manie, eines extremen und krankhaften Überschwangs. Die gleichen Menschen kennen auch das Gegenteil: depressive Phasen, in denen sie sich zurückziehen, grübeln, düsteren Gedanken nachhängen, und in ihnen der Wunsch zu sterben wächst.

    In Deutschland leben etwa 800.000 Menschen mit einer bipolaren Störung. Ihr Leben gleicht einer Achterbahn, die - einmal angeschoben - nur schwer zum Stehen kommt. Dennoch werden ihre Probleme oft übersehen oder falsch therapiert. Von der ersten Episode bis zu einer angemessenen Behandlung vergehen bei der Krankheit im Durchschnitt fünf bis zehn Jahre. Vor allem die euphorischen Phasen sind häufig nicht so stark ausgeprägt, dass sie auffallen.

    Zwar seien die Betroffenen in den sogenannten hypomanen Phasen äußerst arbeitswütig, besonders kreativ oder sehr selbstbewusst und exzentrisch. "Aber sie fallen nicht aus dem gesellschaftlichen Rahmen. Für manche sind es subjektiv sogar die besten, kreativsten Phasen ihres Lebens", sagt Wolfgang Maier, der die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bonn leitet. Ernest Hemingway, Virginia Woolf und Robert Schumann schufen in gemäßigten Hochs der Krankheit Weltliteratur und Musikklassiker. Doch dann flaute die Euphorie wieder ab. Unauffällige Zeiten folgten, bis die Depression übernahm.

    Viele Betroffenen gehen erst in schwermütigen Zeiten zum Arzt, bei drei von vieren beginnt die Erkrankung gar mit einer Depression. Gewöhnlich behandeln Psychiater dann ausschließlich diese, der andere Pol der Erkrankung bleibt ihnen verborgen. "Auch wenn die Patienten vorher schon leicht manische Phasen erlebt haben, werden sie entweder nicht danach gefragt oder erinnern sich nicht unbedingt daran", sagt Psychiater Michael Bauer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden.

    Einige Betroffene verheimlichen auch, dass sie bereits ausgeprägte manische Phasen erlebt haben. "Das veraltete Bild vom durchgedrehten, manisch-depressiven Irren ist in der Gesellschaft noch stark verankert. Viele wollen da lieber nicht dazu zählen", sagt Bauer, der seit 25 Jahren Betroffene behandelt und sich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen engagiert.

    Ohne angemessene Behandlung erleben die Erkrankten immer wieder Episoden mit manischen oder depressiven Symptomen. Die Abstände zwischen den Krankheitsschüben verkürzen sich, das Auf und Ab setzt vielen zu. Suizidgedanken beginnen, sie zu plagen. Im Unterschied zu Menschen mit Depressionen sind sie jedoch auch in ihren depressiven Phasen recht agil, haben eher Wut im Bauch und setzen den Todeswunsch deshalb öfter um. Jeder dritte Betroffene versucht, sich das Leben zu nehmen; etwa einer von fünf Todesfällen unter Bipolar-Patienten geht auf einen Suizid zurück. So auch die von Hemingway, Woolf und Schumann.

    Ein fast normales Leben

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    Im 17. Jahrhundert beschreibt der Schweizer Arzt Johann Conrad Brunner den Zusammenhang zwischen Diabetes und der Bauchspeicheldrüse; er gilt somit als Entdecker des pankreopriven „Diabetes mellitus“. 1780 entdeckt der englische Arzt Francis Home eine Methode zum Nachweis von Zucker: Durch Zusatz von Hefe wird der im Urin von Diabetikern enthaltene Zucker zur Gärung gebracht. Home stellte nach beendeter Gärung fest, dass der süße Geschmack des Urins verschwunden war.

    1893 gelingt der Nachweis des Zusammenhangs zwischen Diabetes und der Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüse am Hund. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchen deutsche Forscher, Insulin, das ein wichtiges Hormon für den Stoffwechsel im menschlichen Körper ist, zu produzieren.

    1921 isolieren der kanadische Wissenschaftler Frederick Banting und der US-amerikanische Wissenschaftler Charles Herbert Best aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden eine Substanz, die sie diabetischen Hunden spritzten und so deren Blutzuckerwerte senkten. Einige Zeit später wird dieses Experiment auf den Menschen übertragen. Nach zehnjähriger Forschungsarbeit kann der Brite Frederick Sanger 1955 den chemischen Aufbau des Insulins klären. Aufgrund dieser Forschungsarbeit wird es möglich, Insulin synthetisch herzustellen. Die gentechnische Herstellung von Insulin gelingt erstmals 1978.

    Der Geburtstag von Frederick Banting wird 1991 von der „International Diabetes Federation“ und der Weltgesundheitsorganiation zum Weltdiabetestag bestimmt.

    Novo Nordisk, Sanofi-Aventis, Eli Lilly: Das sind die drei größten Insulin-Hersteller weltweit, wobei der dänische Konzern Novo Nordisk einen Marktanteil von fast 50 Prozent besitzt.

    An einem Markt, der in den kommenden Jahren weltweit wachsen wird. Laut Zion Market Research verdienen die Produzenten von Humaninsulin derzeit mehr als 32 Milliarden Dollar jährlich, 2021 sollen es bereits um die 44 Milliarden Dollar sein.

    Aber woher bezieht Luxemburg das Insulin für die Diabetes-Patienten hierzulande? Auf Nachfrage beim Gesundheitsministerium ist zu erfahren, dass Insulin-Präparate, wie andere Medikamente auch, größtenteils aus Belgien und in kleineren Mengen aus Frankreich und Deutschland importiert werden.

    Großhändler kaufen es ein und versorgen dann die Apotheken mit den Präparaten, die natürlich wie jedes Medikament für den luxemburgischen Markt vom Gesundheitsministerium genehmigt sein müssen.

    Die Verantwortlichen für die Versorgung des Großherzogtums müssen eine Reihe von Verpflichtungen erfüllen, darunter die Gewährleistung ausreichender Reserven.

    Sollte das aus irgend einem Grund nicht möglich sein, müssen sie die Gesundheitsbehörden umgehend informieren. In solchen Fällen könnten dann verstärkt Insulin-Präparate aus anderen Ländern importiert werden, in denen genügend Vorräte sind. Oder für die vorhandenen Vorräte wird eine Kontingentierung eingeführt.

    Engpässe gebe es nie wirklich, heißt es aus der „Maison du Diabète“, wenn ein Patient mal in einer Apotheke eine „rupture de stock“ mitgeteilt bekommt, dann handele es sich in der Regel um logistische Probleme oder Rangeleien zwischen Großhändlern und Erzeugern. In Europa sei es immer möglich, an genügend Insulin zu kommen.

    Schwierige Versorgung in Entwicklungsländern und Krisengebieten

    Das sei in weniger entwickelten Ländern der Welt ganz anders, schreibt Sylvie Paquet, Direktionsbeauftragte der „Maison du Diabète“. Dort würden immer noch viele Menschen und besonders Kinder am Typ 1 Diabetes sterben, weil sie nicht an Insulin gelangen oder es sich nicht leisten können. Auch in den USA etwa sei der Preis übrigens ein Problem, denn nicht jeder ist dort gesundheitsversichert.

    Paquet weist in diesem Rahmen auf die Ini-tiative „Insulin for All“ hin, an dem auch die „Association Luxembourgeoise du Diabète“ teilnimmt. Zusammen mit dem „Comptoir pharmaceutique“ werden Präparate, die in den Apotheken nicht verkauft werden, eingesammelt und über das Projekt „Insulin for Life“ an Partner in der Welt geschickt, die sie brauchen. Partner der ALD sei hier eine NGO im Mali.

    Problematisch für die Versorgung von Entwicklungsländern oder Krisengebieten mit Insulin sei die Kühlung. Zwischen zwei bis acht Grad ist ideal. Was die Umgebungstemperatur steigt, was das Insulin schneller aufgebraucht werden muss.

    Wie Ent­zün­dun­gen, Umwelt­gif­te, Stö­run­gen der Ver­dau­ung und des Immun­sys­tems, Nah­rungs­mit­tel und Nähr­stoff­man­gel den Gehirn­stoff­wech­sel beein­flus­sen

    Im Zusam­men­spiel der wich­tigs­ten chro­ni­schen Zivi­li­sa­ti­ons­er­kran­kun­gen spielt die Depres­si­on eine ganz ent­schei­den­de Rol­le. Jün­ge­re For­schun­gen haben gezeigt, dass Depres­sio­nen ein signi­fi­kan­ter und unab­hän­gi­ger Risi­ko­fak­tor für Dia­be­tes und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen sind (18). Die­se neh­men bei uns den trau­ri­gen Spit­zen­platz als Todes­ur­sa­che Nr. 1 noch vor den Krebs­er­kran­kun­gen ein. Im Hin­blick auf die Herz­krank­hei­ten sind Depres­sio­nen ein grö­ße­rer Risi­ko­fak­tor als Rau­chen (21).

    In unse­rer Beschleu­ni­gungs­ge­sell­schaft gera­ten immer mehr Men­schen an die Gren­zen ihrer kör­per­li­chen und psy­chi­schen Leis­tungs­fä­hig­keit. Wir beob­ach­ten eine star­ke Zunah­me von Depres­sio­nen, All­er­gi­en und auch neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen wie Par­kin­son, Alz­hei­mer und MS. Das Trom­mel­feu­er der Dau­er­kom­mu­ni­ka­ti­on (Com­pu­ter, Tele­fon, E-mail) stört die Gehirn­bio­che­mie in unge­ahn­ter Wei­se. Hin­zu kommt der Drang zur Erleb­nis­ma­xi­mie­rung. Anstel­le die Pau­sen und Urlau­be für Lang­sam­keit und Muße zu nut­zen, wählt der moder­ne Mensch Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Hob­bys, die wie­der­um den Stress­hor­mon­spie­gel in die Höhe trei­ben. Kei­ne Atem­pau­se.

    Nichts­tun, der nicht zweck­ori­en­tier­te Müßig­gang, gilt als unpro­duk­tiv und öde, schreibt Ulrich Schna­bel in der ZEIT (16). Was nach ver­schwen­de­ri­schem Luxus klin­ge, betrach­te­ten Hirn­for­scher als Zustand, der zur Rege­ne­ra­ti­on und für die geis­ti­ge Sta­bi­li­tät drin­gend benö­tigt wer­de.

    Obwohl Anti-Stress-Pro­gram­me selbst­ver­ständ­lich ein wich­ti­ger Bestand­teil mei­nes the­ra­peu­ti­schen Kon­zep­tes sind, möch­te ich hier vor­ran­gig umwelt­me­di­zi­ni­sche Aspek­te der Depres­si­on ver­tie­fen.

    Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen sind zur Epi­de­mie gewor­den: welt­weit sei­en 1 Mil­li­ar­de Men­schen betrof­fen, schreibt Mark Hymann im Janu­ar 2009 (1,2). Die Zahl der Alz­hei­mer-Erkrank­ten wird in den nächs­ten Jah­ren um 300 % anstei­gen. Zehn Pro­zent der Kin­der neh­men regel­mä­ßig Arz­nei­mit­tel gegen Hyper­ak­ti­vi­tät und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen ( ADHS ) und 10 % der Erwach­se­nen neh­men Medi­ka­men­te gegen Depres­sio­nen. In den USA und Kana­da sind Gehirn­er­kran­kun­gen in der Alters­grup­pe von 15 – 44 der häu­figs­te Krank­heits­grund. Bei einem von vier Erwach­se­nen, geschätz­te 26,2 % der Ame­ri­ka­ner über 18 Jah­ren (57,7 Mil­lio­nen), wird pro Jahr eine men­ta­le Erkran­kung dia­gnos­ti­ziert. Einer von sie­ben (ca. 6 %) lei­den an einer schwe­ren men­ta­len Erkran­kung (1, 3). Psy­cho­phar­ma­ka wer­den auf Platz 2 der Ver­kaufs­lis­te der Phar­ma­in­dus­trie gelan­gen.

    Die Hirn­for­schung ist seit Jahr­zehn­ten an dem Dog­ma fixiert, dass bei Depres­sio­nen und ande­ren Erkran­kun­gen des Ner­ven­sys­tems eine Stö­rung des Gleich­ge­wich­tes von Boten­stof­fen im Gehirn (Neu­ro­trans­mit­tern) wie Sero­to­nin, Dopa­min und Nor­ad­re­na­lin zugrun­de liegt – und in die­ses sen­si­ble bio­che­mi­sche Gefü­ge grei­fen die Psy­cho­phar­ma­ka (z.B. Anti­de­pres­si­va) ein. Ohne den Stel­len­wert die­ser – zum Teil segens­rei­chen Sub­stan­zen – zu schmä­lern, soll­ten mei­nes Erach­tens vor deren Ein­satz umwelt­me­di­zi­ni­sche Aspek­te beach­tet und Vit­amin­de­fi­zi­te aus­ge­schlos­sen wer­den, zumal ohne­hin nur 30 % der depres­si­ven Pati­en­ten dau­er­haft von einer medi­ka­men­tö­sen The­ra­pie mit Anti­de­pres­si­va pro­fi­tie­ren (21).

    Man darf nicht ver­ges­sen, dass Fol­säu­re der begren­zen­de Fak­tor beim Auf­bau der Neu­ro­trans­mit­ter Dopa­min und Sero­to­nin ist. Die für den Auf­bau die­ser Boten­stof­fe benö­tig­ten Enzy­me Tyro­sin- und Tryp­tophan-Hydroxy­la­se benö­ti­gen Fol­säu­re. Glei­ches gilt für die Bil­dung von Katecho­lami­nen wie Nor­ad­re­na­lin und Dopa­min (20). Ein Fol­säu­re­man­gel ist daher mit Depres­sio­nen asso­zi­iert und führt dar­über hin­aus zu einer schlech­te­ren Wir­kung von Anti­de­pres­si­va.

    Gehirn-Bio­che­mie: Signal­über­tra­gung in der Neu­ro­psych­ia­trie

    Täg­lich emp­fängt unser Orga­nis­mus in sei­ner Wech­sel­wir­kung zwi­schen Umwelt und Indi­vi­du­um phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche und bio­lo­gi­sche Signa­le. Signal­über­tra­gung bedeu­tet die Über­tra­gung von exter­nen Rei­zen in mole­ku­la­re Ant­wor­ten. Dies geschieht ins­be­son­de­re an den End­knöpf­chen der Ner­ven­bah­nen, den Syn­ap­sen. Die­se bestehen aus zwei gegen­über­lie­gen­den Knöpf­chen. Die End­knöpf­chen an den Ner­ven­fa­sern wer­den auch als prä­syn­ap­ti­scher Bereich bezeich­net. Hier sind Boten­stof­fe (Neu­ro­trans­mit­ter) wie Nor­ad­re­na­lin, Dopa­min, Sero­to­nin gespei­chert. Die­se Boten­stof­fe sol­len, nach­dem ein Signal über die Ner­ven­bah­nen her­ein­kommt, aus­ge­schüt­tet wer­den und am benach­bar­ten Knöpf­chen, dem post­syn­ap­ti­schen Bereich, nach dem Schlüs­sel-Schloß-Prin­zip ando­cken und hier­durch wei­te­re – oft auch lebens- bzw. über­le­bens­wich­ti­ge – Reak­tio­nen bewir­ken.

    Der initia­le Schritt der Signal­über­tra­gung in die­ser bio­che­mi­schen Kas­ka­de ist also die Bin­dung der Neu­ro­trans­mit­ter, am post­syn­ap­ti­schen Rezep­tor. Beein­träch­ti­gun­gen die­ser che­mi­schen Signal­über­tra­gung füh­ren zu Stö­run­gen der Gehirn-Bio­che­mie und ver­ur­sa­chen zahl­rei­che Erkran­kun­gen. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis die­ser kom­pli­zier­ten Vor­gän­ge müs­sen wir uns zunächst den che­mi­schen Auf­bau der Rezep­to­ren anse­hen. Die Rezep­to­ren bestehen aus Fett-Eiweiß-Ver­bin­dun­gen, den Lipo­pro­te­inen. Die­se umhül­len die Zell­struk­tu­ren in Form einer Lipid-Dop­pel­mem­bran. Die­se Mem­bran­li­pi­de stel­len 50 % der Gehirn­mas­se dar.

    Von den Mem­bran­li­pi­den stel­len die Phos­pho­li­pi­de die ele­men­tars­ten Bau­stei­ne dar:

    • Phos­pha­t­idyl­cho­lin,
    • Phos­pha­t­idyl­se­rin,
    • Phos­pha­t­idy­lino­si­tol,
    • Phos­pha­t­idyl­e­tha­nola­min.

    Ent­zün­dun­gen und Umwelt­gif­te kön­nen oxi­da­ti­ven Stress und somit eine Lipid­per­oxi­da­ti­on ver­ur­sa­chen. Hier­bei wer­den Mem­bran­struk­tu­ren zer­stört – die Mem­bran­fet­te wer­den sozu­sa­gen ran­zig und die Zel­le altert schnel­ler. Wenn nun die für die Signal­über­tra­gung wich­ti­gen Schlüs­sel-Schloss-Regio­nen, die Rezep­to­ren, „ran­zig“ und in ihrer räum­li­chen Struk­tur defor­miert wer­den, kön­nen die aus dem prä­syn­ap­ti­schen Bereich aus­ge­schüt­te­ten Boten­stof­fe nicht mehr an den „Schlös­sern“ ando­cken. Die Signal­über­tra­gung ist unter­bro­chen und Hirn­funk­tio­nen wer­den gestört.

    Moder­ne umwelt­me­di­zi­ni­sche Ana­ly­se­me­tho­den ermit­teln alle jene Fak­to­ren, die oxi­da­ti­ven Stress bzw. Lipid­per­oxi­da­tio­nen ver­ur­sa­chen und wel­che Anti­oxi­dan­ti­en, natür­li­che Fett­säu­ren, Mine­ral­stof­fe und Vit­ami­ne an die­sen zen­tra­len Wirk­prin­zi­pi­en regu­lie­rend und somit hei­lend ein­grei­fen.

    Eine wich­ti­ge anti­ent­zünd­li­che Wir­kung an den Mem­bran­re­zep­to­ren ent­fal­ten die Ome­ga-3-Fett­säu­ren aus Fisch­öl. Eine ran­do­mi­sier­te Dop­pelb­lind­stu­die an 35 ambu­lan­ten Pati­en­ten mit Depres­sio­nen zeig­te eine gute Wir­kung eines Ome­ga-3-Fisch­öl Bestand­tei­les, der Doco­sa­he­xa­en­säu­re ( DHA ) (2).

    Durch den Ver­zehr gro­ßer Men­gen an tie­ri­schen Fet­ten mit einem hohen Anteil an Ara­chi­don­säu­re (z. B. Schwei­ne­schmalz) kommt es zu einer Hoch­re­gu­la­ti­on von Ent­zün­dun­gen und somit zu einem ver­stärk­ten Depres­si­ons­ri­si­ko. Ara­chi­don­säu­re kann direkt neu­ro­to­xisch wir­ken. Als natür­li­cher Gegen­spie­ler zur Ara­chi­don­säu­re kom­men Fisch­öle mit einem hohen Anteil an Ome­ga-3-Fett­säu­ren in Betracht. Die­se redu­zie­ren die mit einer Depres­si­on asso­zi­ier­ten ent­zün­dungs­för­dern­den Inter­leu­ki­ne 1 und 6 und erhö­hen die Bin­dungs­ka­pa­zi­tät von Dopa­min- und Sero­to­n­in­re­zep­to­ren. Da DHA auch beim Auf­bau der Glia­zel­len im Gehirn betei­ligt ist, gilt es als hilf­rei­che „Repa­ra­tur- und Wachs­tums­sub­stanz“ für das Gehirn. DHA akti­viert den BDNF (Brain-Deri­ved-Ner­ve-Growth-Fac­tor) und ist auch an der mito­chon­dria­len Kom­mu­ni­ka­ti­on betei­ligt.

    Vie­le Krank­hei­ten gehen ein­her mit ent­zünd­li­chen Reak­tio­nen, die wie­der­um ande­re Orga­ne des Orga­nis­mus, auch das Gehirn, beein­träch­ti­gen kön­nen. Dies kommt durch zir­ku­lie­ren­de Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren zustan­de, die über den Blut­kreis­lauf an alle Orga­ne trans­por­tiert wer­den und dort zu Schä­di­gun­gen füh­ren kön­nen. Man nennt die­se Vor­gän­ge auch Komor­bi­di­tä­ten oder Begleit­krank­hei­ten. Die Schup­pen­flech­te (Pso­ria­sis) wird als Haut­krank­heit ein­ge­stuft, weil sie offen­sicht­lich pri­mär die Haut­struk­tur zer­stört. Bei nähe­rer Betrach­tung der Begleit­sym­pto­me wird deut­lich, dass es zukünf­tig immer schwie­ri­ger wer­den dürf­te, chro­ni­sche Krank­hei­ten in eine „Schub­la­de“ (hier nach ICD-Code eine Haut­krank­heit) ein­zu­ord­nen. Zu den Komor­bi­di­tä­ten bei der Schup­pen­flech­te zäh­len auch Gelenk­ent­zün­dun­gen, eine erhöh­te Herz­in­farkt­ra­te und auch Depres­sio­nen (5).

    Als Haupt­ur­sa­che für die­se Haut­krank­heit mit den genann­ten Beglei­ter­kran­kun­gen kann die Ent­zün­dung gese­hen wer­den. Bei einer Ent­zün­dung signa­li­siert das Immun­sys­tem durch die Frei­set­zung von bestimm­ten Signal­stof­fen dem Gehirn, dass „Krieg“ abläuft. Die­se Signal­stof­fe wer­den Zyto­ki­ne genannt. Bei einem grip­pa­len Infekt wer­den auch Zyto­ki­ne frei­ge­setzt. Nicht das Fie­ber ist die Ursa­che des Krank­heits­ge­fühls, son­dern die Zyto­kin­pro­duk­ti­on. Zyto­ki­ne kön­nen wie Hor­mo­ne Gehirn­funk­tio­nen akti­vie­ren – sie über­win­den die Blut-Hirn-Schran­ke. Die „Stress-Ant­wort“ des Gehirns ist: Fie­ber, Krank­heits­ge­fühl, Müdig­keit, Schlaf. Bei Pati­en­ten mit Schup­pen­flech­te, die Medi­ka­men­te bekom­men, die das Immun­sys­tem unter­drü­cken, ver­min­dern sich die Depres­sio­nen (6).

    Bei Über­ge­wicht bzw. Fett­sucht stei­gen im Blut Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter an. Über­ge­wicht kann daher als sys­te­mi­sche Ent­zün­dung betrach­tet wer­den, die auch das Risi­ko für Depres­sio­nen erhöht. Im Juni 2009 berich­tet die medi­zi­ni­sche Fach­zeit­schrift „MMW-Fort­schrit­te der Medi­zin“, dass schon bei über­ge­wich­ti­gen Kin­dern eine deut­li­che Erhö­hung von „pro­in­flamma­to­ri­schen und prothrom­bo­ti­schen Mar­kern“ wie Zyto­ki­ne (Inter­leu­kin 6), CRP und Fibri­o­no­gen fest­zu­stel­len ist. Somit dro­he in den nächs­ten Jah­ren eine dra­ma­ti­sche Zunah­me von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen (14) und – aus den o. g. Grün­den – auch eine dra­ma­ti­sche Zunah­me bei den Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen, wie Depres­sio­nen.

    Die Ärz­te Zei­tung berich­tet im April 2011 über For­schungs­er­geb­nis­se der Uni­ver­si­tät Leip­zig, dass Fett­lei­big­keit (Body Mass Index über 30) offen­bar mit einer mess­ba­ren Ver­rin­ge­rung des Gehirn­vo­lu­mens asso­zi­iert sei (15).

    Im Gehirn gibt es ganz beson­de­re Zel­len, die Glia­zel­len, die lan­ge Zeit ledig­lich als pas­si­ve Stütz­zel­len der eigent­li­chen Ner­ven­zel­len (Neu­ro­nen) betrach­tet wor­den sind (6). Glia kann man als Kle­be­mas­se über­set­zen. In den letz­ten Jah­ren sind immer mehr span­nen­de Ein­zel­hei­ten zu den Glia­zel­len bekannt gewor­den, die zei­gen, dass Glia­zel­len weit mehr Funk­tio­nen haben als nur zu „stüt­zen“. Es han­delt sich hier­bei um die Immun­zel­len des Gehirns. Da sie die Ner­ven­fort­sät­ze und Blut­ge­fä­ße im Gehirn umman­teln, sind sie bekannt unter dem Begriff „Blut-Hirn-Schran­ke“. Sie schüt­zen das Gehirn vor dem Ein­strom von aggres­si­ven Sub­stan­zen, die im Blut­kreis­lauf zir­ku­lie­ren. Sie sind betei­ligt an Ent­gif­tungs­vor­gän­gen und auch an der Rege­ne­ra­ti­on der Neu­ro­nen. Und das Span­nen­de ist, dass sie mit den Immun­zel­len des Dar­mes asso­zi­iert sind. Wenn also im Darm Ent­zün­dungs­pro­zes­se durch All­er­gi­en, Bak­te­ri­en oder Pil­ze aus­ge­löst wor­den sind, gelan­gen Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren oder Zyto­ki­ne (z. B. Inter­leu­kin 6, Inter­fe­ron) über den Blut­kreis­lauf in das Gehirn, wo sie die Glia­zel­len akti­vie­ren. Hier­durch kommt es zu Schä­di­gun­gen der Ner­ven­zel­len mit der Fol­ge von Depres­sio­nen und ande­re Stö­run­gen der Gehirn­funk­tio­nen. Akti­vier­te Glia­zel­len kön­nen in Ein­zel­fäl­len noch über zehn Mona­te eben­falls Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren in die Umge­bung abge­ben und loka­le – aber auch sys­te­mi­sche – Ent­zün­dun­gen unter­hal­ten.

    Auch Medi­ka­men­te mit immun­sti­mu­lie­ren­der Wir­kung kön­nen über eine Akti­vie­rung der Glia­zel­len Depres­sio­nen aus­lö­sen. Pati­en­ten mit Hepa­ti­tis oder Mul­ti­pler Skle­ro­se, die mit Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren wie z. B. Inter­fe­ron behan­delt wer­den, ent­wi­ckeln häu­fig Depres­sio­nen.

    Die­se Erkennt­nis­se füh­ren zu der Über­le­gung, dass bei allen Gehirn­er­kran­kun­gen nach ent­zünd­li­chen Ursa­chen bzw. Krank­heits­pro­zes­sen – u. a. im Darm – gefahn­det wer­den muß. Eine Stuhl- und Ver­dau­ungs­ana­ly­se sowie der Aus­schluss von Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten soll­ten daher zum Rou­ti­ne­un­ter­su­chungs­pro­fil gehö­ren.

    Stress ist eine nicht­spe­zi­fi­sche Ant­wort auf alle Rei­ze, mit denen sich unser Orga­nis­mus aus­ein­an­der­set­zen muß. Wenn Tech­ni­ken zur Ver­ar­bei­tung von Stress (Stress-Respon­se) ver­lo­ren gegan­gen sind, kön­nen Depres­sio­nen ent­ste­hen. Stress akti­viert Cor­ti­sol, wel­ches wie­der­um zu einer Immun­sup­pres­si­on führt. Auf die bekann­ten psy­cho­the­ra­peu­ti­schen und phar­ma­ko­lo­gi­schen The­ra­pie­ver­fah­ren soll an die­ser Stel­le nicht ein­ge­gan­gen wer­den. Ich möch­te in der Tabel­le 2 eini­ge patho­phy­sio­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen von nicht ver­ar­bei­te­tem Stress hin­wei­sen.

    „ Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank“ schreibt Bar­ba­ra Dreis­sen am 21. Novem­ber 2009 in der Tages­zei­tung DIE WELT: „Frau­en erkran­ken häu­fi­ger als Män­ner an Depres­sio­nen und den Fol­gen von sozia­lem Stress, was häu­fig mit Schlaf­pro­ble­men ein­her­geht.“ (11) Sie­ben Stun­den Schlaf sind opti­mal – weni­ger Schlaf ist schäd­lich. Obwohl Depres­sio­nen bei Frau­en offen­bar häu­fi­ger vor­kom­men, ist die Selbst­mord­ra­te bei Män­nern drei­mal höher als bei Frau­en. In Bezug auf den Sui­zid des Natio­nal­tor­warts Robert Enke schreibt Frau Dr. Möl­ler-Leim­küh­ler zum The­ma „Depres­sio­nen beim Mann“ in der medi­zi­ni­schen Fach­zeit­schrift MMW: „Er jam­mert nicht, aber er bringt sich um.“ Depres­sio­nen kön­nen sich bei Män­nern anders als mit den klas­sisch „weib­li­chen“ Sym­pto­men wie Trau­rig­keit oder Antriebs­min­de­rung äußern. Sie kön­nen durch exter­na­li­sie­ren­de Stress­ver­ar­bei­tungs­mus­ter mas­kiert oder kom­pen­siert wer­den. Hier­zu gehö­ren: Aggres­si­vi­tät, Ärger­at­ta­cken, erhöh­te Reiz­bar­keit, anti­so­zia­les und/oder süch­ti­ges Ver­hal­ten (Alko­hol, Arbeit, Sport, Fern­se­hen, Inter­net, Sex …) und Risi­ko­ver­hal­ten, zum Bei­spiel im Stra­ßen­ver­kehr – was auch als „männ­li­che Depres­si­on“ bezeich­net wird.

    Die­se Sym­pto­me sind nicht in den übli­chen Depres­si­ons­in­ven­ta­ri­en ent­hal­ten, so dass Män­ner ein grö­ße­res Risi­ko haben, durch das dia­gnos­ti­sche Ras­ter zu fal­len (13).

    Wir­kung einer ver­stärk­ten Cor­tisol­frei­set­zung durch Stress (1):

    • ver­län­ger­te vira­le Infek­tio­nen.
    • ver­län­ger­te Wund­hei­lung.
    • ver­min­dert Anti­kör­per­pro­duk­ti­on nach Imp­fun­gen.
    • Alte­rungs­pro­zes­se wer­den durch eine Ver­kür­zung der Telo­me­ren beschleu­nigt, d.h. schnel­le­re Chro­mo­so­men-Alte­rung (1,9), wäh­rend die Ände­rung des Life­styles im Sin­ne einer opti­mier­ten „Stress- Respon­se“ die Telo­me­ra­sen-Repair-Enzy­me ver­bes­sert.
    • Bei ver­min­der­ter Stress­be­wäl­ti­gung kommt es zu Ent­zün­dun­gen und Autoimmunerkrankungen:Arthritis,Thyreoiditis, SLE, Der­ma­ti­tis, Fibro­my­al­gie, Chro­ni­sches Erschöp­fungs­syn­drom ( CFS ).

    Depres­sio­nen durch Licht­ver­schmut­zung und Mela­to­n­in­man­gel