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Außerordentlich starke Bevölkerungsdezimierungen gab es im 14. Jahrhundert durch die großen Pestschübe, die durch die Brut- und Übertragungszentren dicht bewohnter Städte und eine ausgedehnte Mobilität der Bevölkerung gefördert wurden. Sprach man im Mittelalter von der Pest, so meinte man damit nicht allein die asiatische Beulenpest, die erst im 14. Jh. über Europa hereinbrach, sondern jegliche Form von ansteckenden Krankheiten, wie auch Typhus oder Milzbrand. Von der Pest abgesehen zählte im gesamten Mittelalter neben Malaria, Pocken und Ruhr vor allem die schwer zu diagnostizierende Lungentuberkulose zu den hauptsächlichen Todesursachen. Nicht wenige Opfer forderten auch die Lepra und vor allem das den Roggen befallende Mutterkorn, das das sogenannte „Heilige Feuer“ auslöste, gegen das man die Hilfe des Eremiten Antonius anflehte (daher der Name „Antoniusfeuer“).

Wegen mangelnder Hygiene verbreiteten sich Krankheiten im Mittelalter schnell. In den Städten gab es keine Kanalisation und es wimmelte von Ratten. Das Wasser kam aus Brunnen oder Quellen, die leicht verseucht wurden. Der mittelalterliche Umgang mit Krankheiten war geprägt von Glaube, Aberglaube und medizinischer Tradition. Krankheiten wurden im Mittelalter als Strafe Gottes oder als Werk des Teufels empfunden. Anhand einiger „typischer“ mittelalterlicher Krankheiten werde ich versuchen den Umgang der Menschen mit den Krankheiten herauszustellen.

Beim Aussatz oder der Lepra ist eines der Symptome, dass die Nerven absterben, was zu einer Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen führt. Wenn sich ein Leprakranker verletzt, aber diese Wunde nicht spürt und sie deshalb unbehandelt lässt, erhöht sich das Risiko, sich über die Wunde lebensgefährliche Infektionen einzufangen, wie z. B. Tetanus. Aber auch Hitze oder Kälte spürt der Leprakranke nicht mehr, so dass er sich verbrennen kann oder sich mit unzureichender Kleidung in der Kälte aufhält.

Ein zweites Symptom ist, dass sich das Blut verdickt, so dass die Venen und Arterien verstopfen. Unbehandelt endet diese Krankheit tödlich.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass durch die Krankheit „Lepra“ diverse Körperteile abfallen. Wenn ein Leprakranker Körperteile verliert, so wird das nicht durch die Krankheit Lepra selbst ausgelöst, sondern durch die Infektionen, die nicht behandelt werden und zum Absterben des Körperteils führen. Da der Leprakranke die Infektion nicht spürt, kann sie sich immer weiter ausbreiten, bis die Körperteile absterben.

Die Schmerzunempfindlichkeit von Leprakranken wurde von manchen Kriegsherren in der Weise benutzt, dass sie Leprakranke in die Schlacht zum Kämpfen schickten, um den Feind einzuschüchtern – einerseits durch scheinbar gefühlslose Wesen, andererseits durch die Angst vor einer Ansteckung.

Die Ansteckung von Lepra erfolgte durch intimen Körperkontakt, durch die so genannte „Tröpfcheninfektion“. In Deutschland kam der Aussatz (Lepra) zur Zeit der Kreuzzüge auf. Diese neue, arabische Lepra trat mit erschreckender Heftigkeit auf und wurde für viele eine Warnung, sich nicht mit Arabern und anderen Orientalen einzulassen.

Zu früheren Gründen trat nun noch ein neuer Grund für die Kirche hinzu, den Christen zu verbieten, dass sie sich durch jüdische oder sarazenische Ärzte behandeln ließen; denn sie trachteten, sagten die Bischöfe, nur danach, sie zu verderben, sei es durch sündhafte Ratschläge oder durch verderbliche Gifte. Später entstanden deshalb förmliche Verfolgungen, weil die Juden im Verdacht einer geheimen Verschwörung mit den Aussätzigen standen.

Dem Aussatz gegenüber waren die Ärzte hilflos und empfahlen die unglaublichsten Mittel. („Cum sibi sentiret leprae periculum imminere, de consilio medici virilia sibi fecit abscindi, ut posset a tam gravis infirmitatis vitio liberari; Innocent. III. ep. 151.“).

Aussätzige wurden hart behandelt. Sie waren lebendige Tote. Der Pfarrer las über die Angesteckten die Krankenmesse, dass das Totenoffizium wie über Hinzurichtende, hörte ihre Beichte, spendete ihnen das Abendmahl, reichte ihnen eigene Kleider, Handschuhe, ein Trinkgefäß und einen Brotsack und führte sie in das außerhalb der Tore gelegene Nothaus. Sie durften aus keinem öffentlichen Brunnen trinken und mussten durch Klappern Warnungszeichen geben, bevor sie in menschliche Nähe kamen.

Im 15. Jahrhundert ließ der Aussatz etwas nach, weil die Leute sich öfter badeten.

Die Syphilis (oder auch Franzosenkrankheit) macht sich durch Geschwüre an Schleimhäuten und Lymphknoten bemerkbar. Im fortgeschrittenen Stadium werden auch Organe, die Haut und das zentrale Nervensystem befallen. Ist das Auftreten der Geschwüre oberflächlich, also an Haut und Schleimhaut, sieht man rote, offene oder geschwollene Veränderungen in der erkrankten Region.

Die Syphilis tritt erst am Ausgang des Mittelalters auf und wird auch „Franzosenkrankheit“ genannt. Der Name rührt daher, dass nach der „Kolumbus-Theorie“ der Erreger der Syphilis durch die Entdeckungsreisen Kolumbus‘ nach Europa eingeschleppt worden ist. Von Spanien verbreitete sich der Erreger der Syphilis nach Frankreich und von dort nach Deutschland. Die Deutschen im Mittelalter sahen die Krankheit zuerst bei ihren Nachbarn, den Franzosen, deshalb der Name „Franzosenkrankheit“.

Die Syphilis wütete anscheinend schlimmer als Lepra, sie war schwer zu erkennen und schwer zu behandeln. Die Übertragung der Seuche geschah durch Geschlechtsverkehr oder Ähnliches. Es ist eine venerische Krankheit, die den ganzen Körper vergiftete. Das Heer Karls VIII. von Frankreich steckte sich 1495 in Neapel mit Syphilis an und trug die Krankheit in der Folge über ganz Europa.

„Sie verschonte weder hoch noch nieder, weder reich noch arm und bereitete der bisher ungebundenen Fleischeslust bittere Sorgen. Die Frauenhäuser gingen zum großen Teil ein und die Badestuben verschwanden, weil sie Hauptherde der Ansteckung waren, ohne dass aber die Menschen gesitteter wurden. Hatten sie nun in den Badestuben nicht mehr die Möglichkeit zum Geschlechtsakt, so sank die Sittlichkeit infolge verschiedener Umstände noch viel tiefer, bis eine lange Leidenszeit den Menschen wieder zur Gesinnung brachte.“ (Grupp, G. Kulturgesch. des Mittelalters, Paderborn: 1925)

Das Antoniusfeuer wird durch das Mutterkorn ausgelöst. Das Mutterkorn ist ein dunkler Pilz an Getreide. Aßen die Menschen das Mutterkorn, oder aus Getreide hergestellte Lebensmittel, die ein Mutterkorn enthielten, mit den giftigen Inhaltsstoffen, so verengen sich die Gefäße und es kommt zu Durchblutungsstörungen in Herz, Niere und Gliedmaßen. Die Gliedmaßen werden schwach und blass und der Puls ist kaum noch zu spüren. Außerdem wird von einem Kribbeln auf der Haut und anderen Empfindungsstörungen berichtet.

Im weiteren Krankheitsverlauf können, durch die Blutknappheit, die Extremitäten, wie Finger und Zehen, absterben. Allgemeine Begleiterscheinungen sind Erbrechen, Kopfschmerzen, Durchfall und Wahnvorstellungen. Die Krankheit verlief oft tödlich.

Die Menschen wussten nicht, dass die Erkrankung durch den Mutterkornpilz hervorgerufen wurde. Deshalb half auch alles Waschen, Reinigen und Alkoholtrinken nichts. Erst im 17. Jahrhundert erkannte man den Zusammenhang mit dem Heiligen Feuer (Antoniusfeuer) und dem Mutterkorn und konnte somit die Häufigkeit der Erkrankung eindämmen.

Im Mittelalter kam das Mutterkorn meist durch den Roggen zum Menschen. Im 14. Jahrhundert machte es sich der Antoniter-Orden zur Aufgabe, an Antoniusfeuer erkrankte Menschen zu behandeln. „Die Antoniter unterhielten im 15. Jahrhundert in ganz Europa etwa 370 Spitale, in denen rund 4.000 Erkrankte versorgt wurden.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Antoniusfeuer)

Der Typhus ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien übertragen wird. Die Übertragung geschieht durch verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel. Im Verlauf der Krankheit bekommt der Erkrankte Fieber, das über ca. 2 Wochen hinweg gleichbleibend hoch bei bis zu 41 Grad liegt. Der Erkrankte hat Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Frösteln. Der Puls ist langsam, manchmal wird der Erkrankte auch bewusstlos. Äußerlich bemerkbar macht sich der Typhus durch kleine, hellrote Flecken auf der Vorderseite des Körper, besonders am Bauch.

Im weiteren Verlauf dann bekommt man schrecklichen Durchfall im Wechsel mit Verstopfung. Der Darm ist angeschlagen und es kann zum Darmdurchbruch kommen. Wenn man sich die hygienischen Verhältnisse des Mittelalters vor Augen führt, wird bewusst, dass diese Krankheit in vielen Lebensmitteln auf den Menschen lauerte. Die Krankheit verlief oft tödlich. Überstand man die Krankheit jedoch, so war man meist ein Leben lang immun dagegen.

Der Milzbrand (oder auch Anthrax) ist eine Infektionskrankheit, die meist Paarhufer befällt. Bei Einatmung hoher Dosen des Milzbranderregers kann sich auch der Mensch infizieren. Im Mittelalter wurde der Milzbrand zur „biologischen Kriegsführung“ angewandt, indem man Tierkadaver, die an Milzbrand verendet waren, mit einem Katapult über die Mauer einer belagerten Stadt katapultierte. So hoffte man, die Seuche würde sich in der Stadt ausbreiten und die Bevölkerung vernichten, bis die Tore der Stadt geöffnet wurden.

Milzbrand wird über die Haut, über die Luft oder über Lebensmittel übertragen. So teilt sich der Milzbrand in Hautmilzbrand, Lungenmilzbrand und Darmmilzbrand. Während beim Hautmilzbrand nur etwa 15% der Erkrankten sterben, ist die Sterblichkeit bei Lungenmilzbrand und Darmmilzbrand sehr hoch.

Der Name „Malaria“ kommt von „schlechter Luft“. Man dachte früher, dass die Übertragung der Krankheit durch schlechte Luft, insbesondere aus den Dämpfen von Sümpfen, entstammt. Tatsächlich aber wird Malaria durch eine Stechmücke übertragen, die im Mittelalter vorwiegend in Sümpfen vorkam. Erst mit der Trockenlegung der Sümpfe in der neuesten Zeit konnte die Malaria in Deutschland ausgerottet werden.

Die Symptome von Malaria sind hohes Fieber, Krämpfe, Schüttelfrost und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes. Besonders Kinder fielen der Malaria im Mittelalter zum Opfer. Bei Erwachsenen verlief sie nicht so oft tödlich.

Die Pocken oder Blattern sind eine große Seuche der Menschheitsgeschichte. Ähnlich wie die Pest, forderten auch die Pocken in verheerenden Epidemien zahllose Todesopfer. Im 18. Jahrhundert lösten die Pocken sogar die Pest als schlimmste Krankheit ab.

Der Krankheitsverlauf beginnt am Nasen- und Rachenbereich, wo die Pockenviren die Schleimhäute befallen. Von dort werden sie über die Blutbahn in den gesamten Körper geschwemmt. Es treten Fieber und Schüttelfrost auf. Dann entstehen die bekannten Bläschen auf der Haut, und zwar am ganzen Körper. Die Pocken sind nicht zu verwechseln mit den Windpocken.

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Verdient ein Arbeitnehmer jedoch deutlich mehr als 4 000 Euro brutto im Monat, kann sich eine private Kranken­tagegeld­versicherung als Ergän­zung lohnen. Die Höhe des gesetzlichen Krankengeldes ist auf derzeit maximal 2 756,25 Euro im Monat begrenzt. Davon geht noch der Arbeitnehmer­anteil zur gesetzlichen Pflege-, Renten- und Arbeits­losen­versicherung ab. Am Ende bleiben rund 2 426 Euro. Bei hohen laufenden Verpflichtungen reicht dieses reduzierte Einkommen möglicher­weise nicht aus.

Erst­mals im Test: Private Kranken­tagegeld­versicherungen

Finanztest hat erst­mals private Kranken­tagegeld-Angebote für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und Selbst­ständige getestet:

  • 30 Tarife für gutverdienende Arbeit­nehmer.
  • 16 Tarife für gutverdienende Freiberufler, die kein gesetzliches Krankengeld wünschen.
  • 17 Tarife für gutverdienende Freiberufler, die das gesetzliche Krankengeld ergänzen.
  • Zusätzlich auf test.de: 25 Tarife für Selbst­ständige mit nied­rigem Einkommen, die kein gesetzliches Krankengeld wünschen.

Eine große Über­sicht­stabelle zeigt außerdem die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlichem Krankengeld und privaten Kranken­tagegeld­versicherungen.

Für Arbeitnehmer – güns­tige Angebote zum Aufstocken

Der Modell-Arbeitnehmer im Test, ein 32-Jähriger mit monatlichem Brutto­einkommen von 5 000 Euro, zahlt für die besten Angebote nicht mehr als 10 Euro im Monat. Damit sichert er sich ein zusätzliches privates Kranken­tagegeld von 30 Euro pro Tag (900 Euro im Monat) ab dem 43. Krank­heits­tag. Das Kranken­tagegeld füllt die Lücke zu seinem gewohnten Netto­verdienst voll­ständig auf.

Auch gesetzlich versicherte Selbst­ständige können ab dem 43. Krank­heits­tag das gesetzliche Krankengeld bekommen. Sie geben dafür eine schriftliche Wahl­erklärung bei ihrer Kasse ab und zahlen dann 15,5 Prozent Beitrags­satz statt des ermäßigten Satzes von 14,9 Prozent auf ihr Einkommen bis zur Beitrags­bemessungs­grenze. Zurzeit kostet sie das Krankengeld maximal 23,63 Euro im Monat.

Finanztest hat für den gutverdienenden selbst­ständigen – ebenfalls 32-jährigen – Modell­kunden zwei Varianten geprüft:

  • Aufstocken: In einem Fall ergänzt er das Krankengeld durch ein privates Tagegeld von 40 Euro pro Tag ab dem 15. Arbeits­unfähigkeits­tag und hat so eine gestaffelte Leistung. Denn zur privaten Leistung kommt ab dem 43. Tag das gesetzliche Krankengeld hinzu. Für den privaten Vertrag liegt der Monats­beitrag der sehr guten und guten Angebote zwischen 26 und 39 Euro.
  • Ersetzen: Im anderen Fall braucht er schon vor dem 43. Krank­heits­tag ein Tagegeld, das seinen Verdienst­ausfall voll ausgleicht. Mit gesetzlichem Krankengeld und einem privaten Zusatz­baustein ist das nicht möglich. Deshalb verzichtet er auf das gesetzliche Krankengeld und vereinbart gleich einen privaten Vertrag über 130 Euro ab dem 22. Krank­heits­tag. Dafür zahlt er in sehr guten oder guten Tarifen zwischen 57 und 85 Euro Beitrag im Monat.

Wie Ent­zün­dun­gen, Umwelt­gif­te, Stö­run­gen der Ver­dau­ung und des Immun­sys­tems, Nah­rungs­mit­tel und Nähr­stoff­man­gel den Gehirn­stoff­wech­sel beein­flus­sen

Im Zusam­men­spiel der wich­tigs­ten chro­ni­schen Zivi­li­sa­ti­ons­er­kran­kun­gen spielt die Depres­si­on eine ganz ent­schei­den­de Rol­le. Jün­ge­re For­schun­gen haben gezeigt, dass Depres­sio­nen ein signi­fi­kan­ter und unab­hän­gi­ger Risi­ko­fak­tor für Dia­be­tes und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen sind (18). Die­se neh­men bei uns den trau­ri­gen Spit­zen­platz als Todes­ur­sa­che Nr. 1 noch vor den Krebs­er­kran­kun­gen ein. Im Hin­blick auf die Herz­krank­hei­ten sind Depres­sio­nen ein grö­ße­rer Risi­ko­fak­tor als Rau­chen (21).

In unse­rer Beschleu­ni­gungs­ge­sell­schaft gera­ten immer mehr Men­schen an die Gren­zen ihrer kör­per­li­chen und psy­chi­schen Leis­tungs­fä­hig­keit. Wir beob­ach­ten eine star­ke Zunah­me von Depres­sio­nen, All­er­gi­en und auch neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen wie Par­kin­son, Alz­hei­mer und MS. Das Trom­mel­feu­er der Dau­er­kom­mu­ni­ka­ti­on (Com­pu­ter, Tele­fon, E-mail) stört die Gehirn­bio­che­mie in unge­ahn­ter Wei­se. Hin­zu kommt der Drang zur Erleb­nis­ma­xi­mie­rung. Anstel­le die Pau­sen und Urlau­be für Lang­sam­keit und Muße zu nut­zen, wählt der moder­ne Mensch Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Hob­bys, die wie­der­um den Stress­hor­mon­spie­gel in die Höhe trei­ben. Kei­ne Atem­pau­se.

Nichts­tun, der nicht zweck­ori­en­tier­te Müßig­gang, gilt als unpro­duk­tiv und öde, schreibt Ulrich Schna­bel in der ZEIT (16). Was nach ver­schwen­de­ri­schem Luxus klin­ge, betrach­te­ten Hirn­for­scher als Zustand, der zur Rege­ne­ra­ti­on und für die geis­ti­ge Sta­bi­li­tät drin­gend benö­tigt wer­de.

Obwohl Anti-Stress-Pro­gram­me selbst­ver­ständ­lich ein wich­ti­ger Bestand­teil mei­nes the­ra­peu­ti­schen Kon­zep­tes sind, möch­te ich hier vor­ran­gig umwelt­me­di­zi­ni­sche Aspek­te der Depres­si­on ver­tie­fen.

Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen sind zur Epi­de­mie gewor­den: welt­weit sei­en 1 Mil­li­ar­de Men­schen betrof­fen, schreibt Mark Hymann im Janu­ar 2009 (1,2). Die Zahl der Alz­hei­mer-Erkrank­ten wird in den nächs­ten Jah­ren um 300 % anstei­gen. Zehn Pro­zent der Kin­der neh­men regel­mä­ßig Arz­nei­mit­tel gegen Hyper­ak­ti­vi­tät und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen ( ADHS ) und 10 % der Erwach­se­nen neh­men Medi­ka­men­te gegen Depres­sio­nen. In den USA und Kana­da sind Gehirn­er­kran­kun­gen in der Alters­grup­pe von 15 – 44 der häu­figs­te Krank­heits­grund. Bei einem von vier Erwach­se­nen, geschätz­te 26,2 % der Ame­ri­ka­ner über 18 Jah­ren (57,7 Mil­lio­nen), wird pro Jahr eine men­ta­le Erkran­kung dia­gnos­ti­ziert. Einer von sie­ben (ca. 6 %) lei­den an einer schwe­ren men­ta­len Erkran­kung (1, 3). Psy­cho­phar­ma­ka wer­den auf Platz 2 der Ver­kaufs­lis­te der Phar­ma­in­dus­trie gelan­gen.

Die Hirn­for­schung ist seit Jahr­zehn­ten an dem Dog­ma fixiert, dass bei Depres­sio­nen und ande­ren Erkran­kun­gen des Ner­ven­sys­tems eine Stö­rung des Gleich­ge­wich­tes von Boten­stof­fen im Gehirn (Neu­ro­trans­mit­tern) wie Sero­to­nin, Dopa­min und Nor­ad­re­na­lin zugrun­de liegt – und in die­ses sen­si­ble bio­che­mi­sche Gefü­ge grei­fen die Psy­cho­phar­ma­ka (z.B. Anti­de­pres­si­va) ein. Ohne den Stel­len­wert die­ser – zum Teil segens­rei­chen Sub­stan­zen – zu schmä­lern, soll­ten mei­nes Erach­tens vor deren Ein­satz umwelt­me­di­zi­ni­sche Aspek­te beach­tet und Vit­amin­de­fi­zi­te aus­ge­schlos­sen wer­den, zumal ohne­hin nur 30 % der depres­si­ven Pati­en­ten dau­er­haft von einer medi­ka­men­tö­sen The­ra­pie mit Anti­de­pres­si­va pro­fi­tie­ren (21).

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Cixin Liu hat den wichtigsten Science-Fiction-Preis Chinas gleich neun Mal gewonnen. Nun erscheint der zweite Band seiner Trilogie auch bei uns.

Ende 2017 wurde die Ärztin Kristina Hänel aufgrund verbotener Werbung für Abtreibungen zu einer Geldstrafe verurteilt. Nun geht es darum, ob der umstrittene Strafrechtsparagraf 219a reformiert wird.

Forscher haben gezeigt, dass die Kommunikation bei dem Kurznachrichtendienst bipolare Personen verraten kann.

Wer an einer bipolaren affektiven Störung leidet, hat kein leichtes Leben: Schwer depressive Phasen wechseln sich mit Phasen sehr guter Laune oder gar manischen Episoden ab. Erkrankte verhalten sich extrem, erleben extreme Hochs und Hyperaktivität, gefolgt von extremen Krisen und einer alles lähmenden Lethargie. Es gibt Schätzungen, wonach 30 Prozent der Betroffenen ihr Leben durch Selbstmord beenden.

Eine Möglichkeit, das extremste Verhalten zu verhindern, ist es, Symptome frühzeitig zu erkennen, während sie sich noch entwickeln – und bevor sie vollends ausbrechen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Behandlung. Entsprechend wäre es hilfreich, wenn man die Warnzeichen automatisch erkennen könnte. Menschen mit bipolarer Störung und ihren Familien ließe sich so besser helfen – von den möglichen Einsparungen im Gesundheitswesen ganz abgesehen.

Ein Forscherteam um Yen-Hao Huang von der National Tsing Hua University in Taiwan hat nun eine Methode entwickelt, mit der sich Anzeichen für eine bipolare Störung über soziale Medien erkennen lassen. Sie glauben, dass ihre Methode große Auswirkungen auf bisherige Diagnosemodelle haben könnte.

Der Beginn einer bipolaren Erkrankung beginnt meist ähnlich. Betroffene reden viel und über andere Personen hinweg, haben Schlafstörungen und starke Stimmungsschwankungen. Und wie sich zeigt, teilen viele Betroffene Details über ihren Zustand, darunter auch zu Diagnostikterminen, auf Plattformen wie Twitter.

Dies führte bei den Forschern zu der Frage, ob sich bereits zuvor aus Tweets Betroffener erkennen lassen könnte, dass sie später als bipolar diagnostiziert werden. Dazu analysierten sie rund 10.000 Tweets, die zwischen 2006 und 2016 von mehr als 400 Personen kamen, die mit einer bipolaren Störung diagnostiziert wurden. Diese Tweets wurden dann mit einer ähnlichen Anzahl von Personen verglichen, die zufällig ausgesucht als Kontrollgruppe dienten.

Das Team überprüfte unter anderem, wann Tweets abgesetzt werden und korrelierte dies mit normalen Schlafmustern. Zudem wurde die Tweet-Frequenz analysiert, um zu sehen, wie redselig jeder Nutzer war. Zudem wurden die Wortarten in jedem Tweet auf Stimmung und Gefühlsinhalt gecheckt. Ein weiteres Kriterium war der Explosivlautinhalt jedes geäußerten Worts – ein neuartiger phonologischer Ansatz. Die Idee dahinter: Menschen mit frühen Anzeichen einer bipolaren Störung neigen dazu, energiegeladenere Begriffe zu verwenden. Ein weiteres Kriterium war die Veränderung der Inhalte des Twitter-Streams insbesondere kurz vor der eigentlichen Diagnose.

All diese Daten wurden dann zum Trainieren eines Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens verwendet, der zwischen Menschen mit und ohne früher bipolarer Störung unterscheiden lernen sollte. Das Ergebnis war ordentlich: Die Treffgenauigkeit lag schließlich bei mehr als 90 Prozent. Besonders gut funktionierte dabei das phonologische Kriterium. Hier erreichte der Classifier eine Quote von mehr als 91 Prozent.

Das Forscherteam nennt seinen Ansatz auch "unterbewusstes Crowdsourcing". Gemeint ist damit, dass ein Satz von Tweets einer Person, die unter einer bipolaren Störung leidet, einen reichhaltigen Datensatz über den mentalen Zustand liefern kann. Entsprechend liefert dieser Personenkreis Informationen, die sich dann mittels Data Mining hervorragend auswerten lassen.

Wie viele Informationen sich daraus ableiten lassen, ist noch nicht ganz klar. Doch bipolare Störungen dürften nicht die einzige Erkrankung sein, die identifiziert werden kann. "Unsere Experimente zeigen, dass die vorgeschlagenen Modelle sehr hilfreich sein könnten, um Menschen mit bipolaren Störungen regulär zu erfassen. Das könnte in der Erstversorgung wichtig sein", schreiben die Forscher. Und eine Früherkennung hilft wiederum, Selbstmorde zu vermeiden.

[Update 18.01.18 11:50 Uhr:] Bipolare Störungen sind eine sogenannte affektive Störung und gehören nicht zu den Persönlichkeitsstörungen, da sie sich auf die Stimmung des Betroffenen auswirken. Der Beitrag wurde entsprechend angepasst.

Schizophrenie / Bipolare Störung – Arbeitsgedächtnis-Netzwerke: Aktivitätsmuster im Vergleich

Bei der Schizophrenie und bipolaren Störung handelt es sich um schwere mentale Störungen, die vergleichbare klinische Symptome zeigen und auch überlappende genetische Faktoren aufweisen. So gehen beide Erkrankungen bspw. mit einer Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses einher. C. L. Brandt et al. haben die Aktivitätsmuster der Netzwerke verglichen, die mit dem Arbeitsgedächtnis in Zusammenhang stehen.
Br J Psychiatry 2014; 204: 290–298

An der Studie nahmen je 100 Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung sowie gesunde Kontrollpersonen teil. Die Patienten wurden an den psychiatrischen Abteilungen von 4 großen Krankenhäusern in Oslo / Norwegen rekrutiert. Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer Arbeitsgedächnisaufgabe (n-Back-Test, Faktor 2) während gleichzeitig Daten mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) erhoben wurden. Die Analyse der Bilddaten erfolgte auf Basis einer Unabhängigkeitsanalyse. Zudem berücksichtigten die Autoren im Rahmen einer Sekundäranalyse kognitive, demografische und Substanzkonsum-Faktoren sowie klinische Variablen und ermittelten deren Einfluss auf die Ergebnisse.

Die Schizophrenie-Patienten, Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen waren im Durchschnitt 31,9, 35,4 und 34,8 Jahre alt. In Bezug auf die Antwortgenauigkeit und die Antwortzeit waren deutliche Unterschiede zwischen den 3 Gruppen zu verzeichnen. Die gesunden Kontrollen erzielten jeweils die besten Ergebnisse, gefolgt von Patienten mit einer bipolaren Störung und solchen mit Schizophrenie. Bei allen Patientengruppen waren die gleichen Arbeitsgedächtnis-Netzwerke aktiv. Bei 3 von 9 Netzwerken, die mit der Arbeitsgedächtnisaufgabe in Zusammenhang standen, stellten die Autoren abgestufte Unterschiede der fMRT-Signalamplituden fest, wobei Schizophrenie-Patienten die höchste Aktivierung aufwiesen, gefolgt von Patienten mit bipolarer Störung und gesunden Kontrollen. Weder der Bildungsstand, der Intelligenzquotient, der Alkohol- oder Drogenkonsum noch das Rauchen hatten einen Effekt auf die Amplitudenwerte. Die Sekundäranalyse zeigte ebenfalls, dass die Aktivitätsmuster im Fall der bipolaren Störung mit einer Vorgeschichte von Psychosen und einer aktuell gehobenen Stimmung assoziiert waren.

Fazit

Bei Patienten, die unter einer Schizophrenie oder bipolaren Störung litten, sowie bei den gesunden Kontrollen waren während der Durchführung der Arbeitsgedächtnisaufgabe die gleichen Gehirn-Netzwerke aktiviert. Im Fall von 3 Schlüsselnetzwerken wiesen Schizophrenie-Patienten und Patienten mit einer bipolaren Störung allerdings einen höheren Aktivierungsgrad auf als die Kontrollen. Nach Meinung der Autoren stellen die Ergebnisse in Frage, ob es sich bei den beiden Erkrankungen wirklich um kategorisch unterschiedliche Entitäten handelt. Um dies zu prüfen, seien jedoch weitere Untersuchungen notwendig.

Aus: Fortschritte Neurologie Psychiatrie 2014; 82(10): 552

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Betroffene: Mo Gleinser
Jahrgang: 1971
Diagnose: Bipolar-II-Störung
Therapien: Medikamente, Ergotherapie, Gesprächstherapie, Klinikaufenthalt
Ressourcen: Kreativität, Neugier, handwerkliches Arbeiten, mein Garten und die Katzen

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Schizo affektive Störung

Schizo affektive Störung ist eine "Gedanken" und "affektive Störung". Es hat bipolaren affektiven Zuständen (Manie und Depression) sowie Gedanken Staaten von Psychosen (Halluzinationen, Paranoia, Wahnvorstellungen). Es wird mit zwei Störungen, die sich in der gleichen Zeit manifestieren. Das macht so das Leben beeinträchtigende Schizophrenie.

Es gibt 5 Subtypen der Schizophrenie.

Diese Titel werden verwendet, um die hervorstechendes Merkmal der Krankheit zu markieren.

Paranoid ist, wo Verschwörung oder Strafverfolgung ist dominant und in der wahnhaften Gedanken oder Gehör in der Natur. Verschwörungen sind in der Regel die gleichen in der Natur und haben nicht viel variieren.

Disorganized Gedanken sind dominant und Wahnvorstellungen oder Halluzinationen sind weniger häufig. Disorganized Gedanken können so zu beeinträchtigen, dass Zähneputzen diejenigen Zähne oder tun normalen Alltag zu einer großen Herausforderung werden, wenn überhaupt möglich.

Catatonic ist, wo Bewegung Ungleichgewichte sind dominant. Es kann Hyperaktivität, Benommenheit, repetitive Bewegungen, Immobilität (mit Widerstand gegen Veränderungen) oder anhaltende Bewegung mit einem bestimmten Teil des Körpers (ähnlich Toilette-Syndrom) oder imitiert Bewegungen oder Geräusche (wie ein Papagei) betragen.

Undifferenzierte ist jedes Symptom, die nicht in diese Kategorien fällt.

Rest Bedeutung einige Spuren früherer Symptome, die weniger geworden sind.


Wesentliche Unterschiede zwischen den Bipolare Störung und Schizophrenie

Bipolar ist ein "Stimmungsstörung". Schizophrenie ist eine "Denkstörung". Bipolare Störung ist eine extreme Wechsel zwischen Depression und Manie manchmal mit Psychose (bipolar I). Schizophrenie ist eine ständigen Zustand der Psychose (Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Paranoia) mit einer "affektiven Störung" überlagert. Depression ist in der Regel das erste Symptom oder Zustand bei bipolaren Störungen und Halluzinationen oder Wahnvorstellungen sind die ersten Symptome oder den Zustand der Schizophrenie. Menschen, die bipolare Störung auskommen sozial ziemlich gut für den größten Teil, während Menschen, die Schizophrenie beziehen sich auf Menschen in einer "seltsame Weise" oder können selbst extreme Isolation zu unterwerfen und wollen Rückzug aus der Gesellschaft. Akzeptieren ihrer Krankheit ist wegen der ständigen Zustand der Psychose sehr schwer in einer Person mit Schizophrenie. Dies macht die Behandlung der Krankheit komplex. Menschen mit einer bipolaren Störung neigen dazu, ihre Krankheit zu akzeptieren und mit Zeiten der Normalität machen die Behandlung einfacher.

Obwohl beide als Leben lang Krankheiten können alle Formen der bipolaren Störung und Schizophrenie behandelt werden. Anti psychotische Medikamente werden verwendet, um beide Arten von Störungen zu behandeln. Sie helfen normalisieren biochemische Ungleichgewichte. Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depression) und Anti-Angst-Medikamente werden auch verwendet, um mehrere Symptome der Krankheit zu bekämpfen. Psychotherapie und verschiedene Formen der Beratung sind auch sehr hilfreich.

Vor ein paar Tagen habe ich von einem Freund einen Artikel geschickt bekommen über eine junge Frau, die Selbstmord begeht, und ihre Mutter, die gegen die Klinik, in der sie untergebracht war, klagt.

Mir geht es jetzt gar nicht um die Frage, ob eine ärztliche Fehlbehandlung zu dem Suizid geführt hat, ihr könnt meinen Beitrag also lesen, ohne dem Link zu folgen. Aber es ist sehr berührend, wenn ihr also zwölf Minuten erübrigen könnt, schaut euch das Video an.

Was mich hier beschäftigt, ist, dass ich bei solchen Vorfällen immer danach suche, welcher Missbrauch demjenigen zugestoßen ist, der die psychischen Problemen ausgelöst hat, dass ich also die Schuldfrage stelle. Aber Melissa hatte offensichtlich eine glückliche Kindheit und Jugend. Da sie durch einen Vater mit bipolarer Störung genetisch vorbelastet war, hat bei ihr anscheinend Druck im Studium als Auslöser gereicht. Etwas, das viele andere gut wegstecken können, hat sie in eine tiefe Depression gestürzt, an deren Ende der Selbstmord stand. Melissas Eltern haben keine Schuld an ihrer Erkrankung und Melissa hat keine Schuld, weil sie sich nicht zusammenreißen konnte, sondern so wie ein Allergiker im Gegensatz zu anderen auf Pollen oder Tierhaaren reagiert oder ein Querschnittsgelähmter keinen Marathon laufen kann, reagieren andere Menschen sensibler auf belastende Situationen. Die Betroffenen können nichts dafür, genausowenig wie der Allergiker oder der Querschnittsgelähmte. Und ich wünsche mir, diese Auslöser hätten von Melissa ferngehalten werden können, sie hätte ein Leben führen können, in dem sie solchen Belastungen nicht ausgesetzt ist. Ich bin traurig über dieses wertvolle Leben, das nicht mehr ist.

Was mir schwer fällt, ist, den Schritt zu machen und mein Leben als genauso wertvoll und schützenswert zu betrachten, mir genauso zuzugestehen, dass ich nicht so viel leisten muss wie andere, um wertvoll zu sein, weil auch ich sensibler auf Belastungen reagiere. Dass ich von meinem Umfeld genauso geliebt werde, auch wenn ich weniger leiste, so wie ich es ganz natürlich finde, dass Melissas Mutter sie weiterhin genauso geliebt hat. Ich muss mich auch nicht dafür schämen, dass Situationen, mit denen andere gut umgehen können, für mich kaum auszuhalten sind. Der Allergiker schämt sich ja auch nicht.

Ich möchte mich einmal von dem Vorurteil lösen, dass in fast allen Fällen andere (im Normalfall die Eltern) Schuld an der Erkrankung sind, weil sie der Person so traumatische Dinge angetan haben. Und ich möchte mich wieder und wieder darin üben, dass das, was ich anderen ganz selbstverständlich zugestehe, auch für mich gilt.

Die bipolare Störung gehört zu den affektiven Erkrankungen.
Das bedeutet, dass die Stimmungslage während einer Erkrankungsphase gegenüber dem Normalzustand verändert ist. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Der Beginn der Erkrankung liegt zumeist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

Für die Erkrankung ist die Auslenkung der Stimmung in verschiedene Richtungen hin typisch.
Es gibt einerseits Zeiten mit einer gehobenen Stimmungslage und andererseits Zeiten mit einer tieftraurigen Stimmungslage. Die Redensart „Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“ beschreibt die Extreme dieser Auslenkung. Es kann zu einem Wechsel von manischen und depressiven Erkrankungsphasen kommen.

Eine stark gehobene Stimmungslage bezeichnet die Medizin als Manie.
Der Betroffene hat meist kein Krankheitsgefühl, da er sich energiegeladen und tatkräftig fühlt. Der Antrieb ist gesteigert, das Schlafbedürfnis nimmt ab. Manche Betroffene entwickeln Größenideen, eine gereizte Stimmungslage oder geben viel Geld aus.

Der Gegenpol der Manie ist die Depression.
Die Betroffenen sind tieftraurig, der Antrieb ist vermindert, es besteht Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit.

Die Betroffenen können sowohl in depressiven als auch in manischen Phasen lebensmüde Gedanken entwickeln. Dann ist es erforderlich die Notwendigkeit einer stationären Aufnahme zu prüfen.

Eine Behandlung mit Medikamenten oder eine Psychotherapie können weitere Krankheitsphasen verhüten.

Eine bipolare Störung kann sowohl ambulant aus auch (teil-)stationär behandelt werden.
Die Indikation zur stationären Behandlung wird in der Regel durch einen niedergelassenen Psychiater gestellt, der die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus veranlassen kann. Bei einer akuten Eigen- und Fremdgefährdung (etwa bei Selbsttötungsversuchen oder riskantem Verhalten) ist eine Krankenhausbehandlung oft unumgänglich.

In unserer Allgemeinpsychiatrie behandeln wir Patienten mit bipolarer Störung.

Mannisch depressive Menschen leiden unter extremem Stimmungsschwankungen – von Depression, über Mannie bis hin zur überschwänglichen Euphorie. Eine groß angelegte internationale Studie ist nun den Ursachen der bipolaren Störung auf den Grund gegangen.

Etwa einer von hundert Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an einer bipolaren Störung, die auch als manisch-depressive Krankheit bekannt ist. Die psychische Störung gehört zu den Affektstörungen und zeichnet sich durch episodische, unkontrollierte extrem gegensätzliche Auslenkungen der Motivation und der Stimmung aus. Betroffene durchlaufen eine Achterbahn der Emotionen – mit Größenwahn, gesteigertem Antrieb und vermindertem Schlafbedürfnis sowie depressive Episoden mit negativer Stimmung bis hin zu Suizidgedanken.

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollständig geklärt, Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass neben psychosozialen auch genetische Faktoren einen Anteil an der Entstehung der psychischen Erkrankung haben. „Für die Ausprägung einer bipolaren Störung hat aber nicht ein einzelnes Gen einen starken Effekt. Es sind offenbar sehr viele verschiedene Gene beteiligt, die mit Umweltfaktoren auf komplexe Weise zusammenwirken“, meint Markus Nöthen vom Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn.

Ein internationales Forscherteam hat sich nun auf die Suche nach der genetischen Komponente für die Erkrankung gemacht. Die Wissenschaftler untersuchten das Erbgut von mehr als 9.800 erkrankten Menschen und von mehr als 14.000 gesunden Vergleichspersonen. Eine derartig umfassende Studie hat es zur Erforschung der bipolaren Studie bisher noch nicht gegeben. Sven Cichon vom Universitätsspital Basel erklärt, dass „die Beiträge einzelner Gene so gering sind, dass sie normalerweise im ‚Grundrauschen‘ genetischer Unterschiede nicht zu erkennen sind.“ Erst durch die Analyse des Erbguts vieler tausender Patienten lassen sich statistisch gesicherte Unterschiede eruieren.

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Neben genetischen Faktoren tragen auch verschiedene Umwelteinflüsse dazu bei, dass sich eine bipolare Störung entwickelt. Vor allem Stress oder besondere emotionale Ereignisse können die Krankheit auslösen oder den Beginn einer neuen Krankheitsepisode begünstigen. Hierzu zählen zum Beispiel finanzielle oder familiäre Probleme wie Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder der Tod eines Angehörigen. Was als Stress empfunden wird, kann allerdings von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Während der eine zum Beispiel eine anstehende Geburtstagsfeier oder eine Hochzeit als positiv empfindet, können die gleichen Ereignisse bei einem anderen Menschen ein Gefühl von Stress und Überforderung auslösen. Für Menschen, die an einer bipolaren Erkrankung leiden ist es deshalb besonders wichtig, die eigenen Stressfaktoren zu erkennen und diese so weit wie möglich zu vermeiden.

Wir sind in mehr als 57 Ländern vertreten. Falls Ihr Land nicht dabei ist, wenden Sie sich bitte an unsere weltweit zuständigen Kontaktpersonen.

1. Was sind bipolare Störungen?

Bipolare Störungen wurden früher häufig als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Für bipolare Störungen typisch sind extreme Stimmungsschwankungen zwischen „himmelhoch jauchzend“ und „zum Tode betrübt“. Die Betroffenen wechseln zwischen Phasen der Hochstimmung ( Manie, Hypomanie ) und ausgeprägter Niedergeschlagenheit ( Depression ). Zwischen den Krankheitsepisoden bestehen immer wieder mehr oder weniger lange Zeitintervalle mit ausgeglichener Stimmung, in denen die Betroffenen sich gesund fühlen und nur wenige oder keine Symptome der Erkrankung zeigen.

Die starken Stimmungsschwankungen haben großen Einfluss auf die Lebensführung der Betroffenen. Sie führen oft zu Problemen im zwischenmenschlichen Bereich, in Beruf und Alltag. Selbstmordgedanken oder -versuche sind bei Menschen mit bipolaren Störungen häufig. Auch für Familienangehörige und Lebenspartner kann die Erkrankung eine große Herausforderung sein.

Bipolare Störungen zeigen kein einheitliches Krankheitsbild: Dauer, Ausprägung und Häufigkeit der Phasen unterscheiden sich von Patient zu Patient.

2. Wie häufig sind bipolare Störungen?

In Deutschland sind schätzungsweise bis zu zwei Millionen Menschen von bipolaren Störungen betroffen. Häufig treten erste Symptome der Erkrankung im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter auf. Bis zur richtigen Diagnosestellung vergehen nicht selten mehrere Jahre.

3. Was sind mögliche Ursachen für bipolare Störungen?

Die genaue Ursache der bipolaren Störungen ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass es mehrere Auslöser für die Erkrankung gibt. Grundsätzlich kann jeder unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Zugehörigkeit an bipolaren Störungen erkranken. Bipolare Störungen können familiär gehäuft auftreten. Da es jedoch kein „Bipolar-Gen“ gibt, handelt es sich nicht um eine „klassische Erbkrankheit“. Die genetische Veranlagung führt aber dazu, dass andere Faktoren wie positive oder negative Ereignisse oder Lebensumstände leichter eine Krankheitsepisode auslösen können.

Man geht heute davon aus, dass bei bipolaren Störungen eine Stoffwechselstörung im Gehirn vorliegt, die zu einem Ungleichgewicht von Botenstoffen, den sog. Neurotransmittern Serotonin, Noradrenalin und Dopamin führt. Dies hat Einfluss auf das Verhalten und Fühlen des Patienten und führt zu den für bipolare Störungen charakteristischen extremen Stimmungslagen.

4. Welche Symptome zeigen sich bei bipolaren Störungen?

Bipolare Störungen verlaufen in Phasen mit Stimmungsschwankungen. Man unterscheidet die Phasen „ Manie “, „Hypomanie“ und „ Depression “. Es kommt aber auch vor, dass manische und depressive Symptome in kurzen Wechseln oder gleichzeitig auftreten. Der Betroffene kann sich dann lustlos und erschöpft fühlen, gleichzeitig aber auch getrieben und rastlos. Diese Form der bipolaren Störung wird als gemischte Episode bezeichnet.

4.1. Was kennzeichnet eine Manie oder manische Phase?

In der Manie ist eine gehobene, oft überdrehte Stimmungslage typisch, aber auch eine erhöhte Reizbarkeit und Streitsucht kann beobachtet werden. Während einer manischen Phase sind die Betroffenen voller Tatendrang und haben ständig neue Ideen. Sie zeigen ein gesteigertes Selbstbewusstsein sowie Kontakt- und Redebedürfnis. Die gehobene Stimmung führt nicht selten zu risikoreichem Verhalten, darunter leichtsinnige Geldausgaben und sexuelle Abenteuer. Die Symptome der Manie machen es dem Betroffenen schwer, sich krank zu fühlen (sog. mangelnde Krankheitseinsicht).

Typische Symptome der Manie:

  • Unbegründete gehobene oder gereizte Stimmung
  • Rastlose Unruhe und Aktivität
  • Gesteigerte Gesprächigkeit, Rededrang
  • Erhöhte Kreativität und Gedankenflut
  • Wenig Schlaf- und Ruhebedürfnis
  • Selbstüberschätzung, Realitätsverlust, Enthemmung
  • Psychotische Symptome (z.B. Größenwahn und Halluzinationen)

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Erblindung allein rechtfertigt nicht die Einrichtung einer Betreuung

OLG Köln, Beschluss vom 05.11.2001, 16 Wx 220/01; FamRB 2002, 143 = EzFamRB aktuell 2002, 227 ( LS ) = OLGR 2002, 45:

Die Erblindung des Betroffenen alleine rechtfertigt, auch wenn der Betroffene sie selbst beantragt, noch nicht die Einrichtung einer Betreuung. Erst dann, wenn nach Ausschöpfung aller dem Betroffenen nach den gesetzlichen Bestimmungen zustehenden sozialen Hilfen immer noch Hilfs- bedürftigkeit besteht, kommt die Einrichtung einer Betreuung für bestimmte Aufgaben in Betracht:

Wer selbst für sich sorgen kann, muss den Staat schonen

Auch wenn ein Mann an einer psychischen Erkrankung leidet, aber seine "eigenen Angelegenheiten" (hier die Abwicklung einer Rechtsanwaltskanzlei) noch selbst erledigen kann, steht ihm kein auf Staatskosten zu finanzierender Betreuer zu. "Unnötige Betreuungen" sind im öffentlichen Interesse zu vermeiden. (Hier empfahl das OLG München dem Mann, sich einer von ihm zu bezahlenden Hilfe zu bedienen, etwa einem Anwalt oder einem Steuerberater. Das Gericht vermutete, dass der Antragsteller nur darauf aus gewesen sei, "die kostenlose Abwicklung seiner Rechtsanwaltsgeschäfte und die Erledigung der ihn betreffenden Prozesse zu erreichen".)

Nur "mit Geld nicht umgehen können" reicht nicht aus

OLG Köln, Beschluss vom 02.02.2005; 16 Wx 17/05; JMBl NW 2006, 24 = MDR 2005, 1114 = OLGR 2005, 234:

Kann eine alte Frau lediglich "nicht mit Geld umgehen", so dass sie stark verschuldet ist, rechtfertigt dies nicht die Bestellung eines amtlichen Betreuers (hier unter anderem angeordnet für den Aufgabenkreis "Vermögenssorge") auf Staatskosten. Dies wäre nur gerechtfertigt, wenn die Person wegen einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung unfähig wäre, ihre Vermögensangelegenheiten "sinnvoll und realitätsbezogen" zu regeln. (Hier vom Oberlandesgericht Köln verneint, weil die alte Dame durchaus noch in der Lage sei, für sich selbst zu sorgen, was zum Beispiel dadurch bewiesen sei, dass sie - mit Hilfe des diakonischen Werkes - ein Verbraucherinsolvenzverfahren eingeleitet habe.)

§ 1896 BGB kann auf Analphabeten nicht analog angewendet werden, da es sich bei Analphabetismus nicht um eine Behinderung handelt. Da alle Menschen als Analphabeten geboren werden, liegt kein angeborenes Intelligenzdefizit vor. Auch ein später erworbenes Intelligenzdefizit scheidet aus, es handelt sich schlichtweg um eine nicht erlernte Fähigkeit, die auch nicht den Schluss auf eine geistige Behinderung zulässt – schließlich sind fast die Hälfte der Weltbevölkerung Analphabeten.

Betreuerbestellung zur Verhinderung einer (weiteren) Verschuldung des Betroffenen

BayObLG, Beschluss vom 04.02.1997, 3Z BR 8/97; BayObLGR 1997, 60 =BtE 1996/97, 57 = BtPrax 1997, 160 = FamRZ 1997, 902 = FuR 1998, 89 = Rpfleger 1997, 307:

  1. Die Bestellung eines Betreuers für den Aufgabenkreis Vermögenssorge kann auch erforderlich sein, um eine (weitere) Verschuldung eines Betroffenen zu verhindern, selbst wenn er vermögenslos ist.
  2. In einem solchen Fall ist in der Regel auch die Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts erforderlich.

Keine Betreuung, soweit der Betroffene selbst handeln kann

BayObLG, Beschluss vom 13.12.2000, 3Z BR 353/00; BayObLGR 2001,19 (LS) = BtPrax 2001, 79 = FamRZ 2001, 1249 (LS) = NJWE-FER 2001, 151:

Die Betreuung darf Aufgabenkreise nicht umfassen, die der Betreute noch selbst besorgen kann.

Ein Aufgabenkreis kann auch eine einzige oder wenige einzelne Angelegenheiten umfassen. Ein Betreuungsbebürfnis besteht nicht, wenn der Betreute psychisch in der Lage ist, zur Regelung seiner Angelegenheiten Hilfe eines anderen, z.B. eines Rechtsanwalts oder Steuerberaters in Anspruch zu nehmen und ein Gesunder dies auch tun würde.

Es ist nicht erforderlich, den Aufgabenkreis eines Betreuers zu erweitern, wenn der Betroffene geistig behindert ist, seine Angelegenheiten in dem fraglichen Bereich aber gleichwohl selbst besorgen kann. Die hierfür erforderlichen tatsächlichen Feststellungen hat das Vormundschaftsgericht zu treffen, sie dürfen nicht allein einem medizinischen Gutachter überlassen werden.

Eine psychische Erkrankung allein rechtfertigt noch nicht die Anordnung der Betreuung, wenn nicht gleichzeitig konkret festgestellt wird, dass der Betroffene nicht in der Lage ist, seine Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu besorgen. Pauschale Befürchtungen ohne konkrete Anhaltspunkte insoweit reichen nicht aus.

Erforderlichkeit der Betreuerbestellung bei Zeugen Jehovas - Ablehnung einer Bluttransfusion. Zur Verfassungsmäßigkeit der amtsgerichtlichen Anordnung einer befristeten vorläufigen Betreuung (gemeint ist wohl die Bestellung eines vorläufigen Betreuers) im Zusammenhang mit der Bluttransfusion auf eine bewusstlose Patientin, die sich aus Glaubensgründen (Zeugen Jehovas) zuvor gegen eine solcheTransfusionausgesprochen hat.

BayObLG, Beschluss vom 03.08.1995, 3Z BR 190/95, EzFamR aktuell 1995,354 = =BtPrax 1995, 218 = FamRZ 1996, 250 (LS)

Das Vormundschaftsgericht hatte für eine psychisch kranke Frau einen Betreuer mit den Aufgabenkreisen Sorge für die Gesundheit, Aufenthaltsbestimmung und Entscheidung über die Unterbringung bestellt. Die dagegen erhobene Beschwerde, mit der die Frau geltend machte, sie sei nicht krank und brauche keinen Betreuer, wurde vom Landgericht zurückgewiesen mit der Begründung, sie erlebe ihre Symptome nicht als krankheitswertig, weshalb bei ihr keine Krankheitseinsicht bestehe.

Das BayObLG hat die weitere Beschwerde der Betroffenen für begründet erachtet. Nach § 1896 Abs. 2 BGB dürfe ein Betreuer nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist. Das Prinzip der Erforderlichkeit durchziehe das gesamte Betreuungsrecht; soweit die Betreuung oder weitere mit ihr verbundene Anordnungen sich, wie hier, als Eingriffe in die Freiheitssphäre der Person darstellten, habe der Erforderlichgkeitsgrundsatz Verfassungsrang. Dieser sich aus dem Rechtsstaatsprinzip ergebende Grundsatz verlange für die Bestellung eines Betreuers die konkrete Feststellung, dass sie auch unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit notwendig ist, weil die Betroffene auf entsprechende Hilfen angewiesen ist und weniger einschneidende Maßnahmen nicht in Betracht kommen. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze könne die angefochtene Entscheidung keinen Bestand haben. Das LG habe sich zwar mit der Frage befaßt, ob die Betroffene trotz ihrer psychischen Erkrankung noch imstande ist, ihre Angelegenheiten zu besorgen. Den getroffenen Feststellungen lasse sich jedoch nicht entnehmen, ob und inwieweit sie ihren Willen frei bestimmen kann. Das Sachverständigengutachten gehe auf diese Frage nicht ein, lasse aber Zweifel aufkommen, ob sie bejaht werden kann.

Nach Auffassung des BayObLG tragen die Feststellungen des LG auch nicht den Umfang der Aufgabenkreise des Betreuers. Für den Aufgabenkreis ”Aufenthaltsbestimmung” sei nach dem Sachverständigengutachten die Betreuung für den Fall erforderlich, dass die Betroffene trotz der Betreuung nicht ambulant behandelt werden kann. Das LG habe nicht festgestellt, ob diese Voraussetzung erfüllt oder ihre Erfüllung durch die Erkrankung bereits als unmittelbar bevorstehend anzusehen ist. Der Aufgabenkreis ”Sorge für die Gesundheit” umfasse die Gesundheitsfürsorge in allen Bereichen der Medizin. Dem Gutachten lasse sich jedoch allenfalls entnehmen, dass die Betreute im nervenärztlichen Bereich einer Betreuung bedarf.

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