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  • Auch in der Depression sollte die Stimmung des Betroffenen beobachtet werden.
  • Kommunizieren Sie mit dem Betroffenen. Wichtig ist, wieder einen Zugang zu ihm zu finden. (In der Manie hingegen ist der Zugang noch da, aber eben sehr flüchtig und durch den ständigen Stimmungs- und Themenwechsel erschwert.)
  • Animieren Sie ihn behutsam zu angenehmen Aktivitäten. Ermuntern Sie ihn, seinen Hobbies nachzugehen, die ihm früher Spaß gemacht haben.
  • Achten Sie auch hier darauf, dass er seine Grundbedürfnisse erfüllt, und unterstützen Sie den Depressiven bei Bedarf dabei. In dieser Phase wird er sich nicht wehren, sondern braucht eher Anleitung. Fordern Sie ihn aber nicht zu sehr. Auch kleine Schritte sind in der Depression viel wert. Größere Schritte und vor allem zu viel auf einmal überfordern den Betroffenen in dieser Situation.
  • Grundsätzlich ist die depressive Phase für Angehörige längst nicht so schwer zu handhaben wie die manische Phase. Da der Antrieb des Betroffenen in der Depression ohnehin reduziert ist, ist die Gefahr, dass etwas Ernsthaftes passiert, in diesem Fall deutlich geringer. Dennoch sollten Sie auch hier den Zustand beobachten und die nötige Unterstützung geben. Auch wird es Sie als Angehöriger beruhigen, wenn alle wichtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen sind.
  • Aufpassen sollten Sie insbesondere dann, wenn Sie konkrete Anzeichen einer Suizidgefahr sehen oder der Betroffene anfängt, davon zu reden, dass er sich umbringen will. Dann ist Obacht angesagt, und der behandelnde Psychiater oder Therapeut sollte schnellstmöglich informiert werden, damit weitere Schritte eingeleitet werden können.

Einweisung in die Psychiatrie – Problematik der aktuellen Rechtsgrundlage

Bei einer akuten Selbst- oder Fremdgefährdung kann eine Einweisung in die Psychiatrie auch gegen den Willen des psychisch Erkrankten veranlasst werden. Ist diese nicht gegeben beziehungsweise können Sie keine konkreten Argumente für eine drohende Selbst- oder Fremdgefährdung vorbringen, muss der Betroffene damit einverstanden sein. In der Depression ist die Wahrscheinlichkeit der Einsicht bei dem Betroffenen oft noch recht groß.

Problematisch kann die aktuelle Rechtslage sich im Falle einer Manie auswirken. Denn so lange die manische Phase noch nicht den akut gefährdenden Punkt (der zwangsläufig irgendwann kommt) erreicht hat, müssen Angehörige selber und mit der ärztlichen Hilfe des Betroffenen inklusive Medikamentenanpassung damit klarkommen. Der Betroffene selbst weigert sich in der Manie meist, da er meint, es ginge ihm gut, und alles andere inklusive vorhandener gesundheitlicher Beschwerden in der manischen Phase für ihn unwichtig ist. Gegen alles, was ihn in seiner Freiheit einschränkt, wehrt er sich vehement. Für die Angehörigen stellt diese Situation eine sehr große Belastung dar, da in dieser Phase praktisch in jeder Minute etwas geschehen kann.

Die Kontrollmöglichkeiten sind in der manischen Phase hingegen auch, wenn alle wichtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, sehr eingeschränkt. Es wäre daher wünschenswert, wenn der Gesetzgeber die Gefahr, der alle Beteiligten in so einer Situation ausgesetzt sind, erkennt, und eine Zwangseinweisung bereits vor der Eskalation möglich macht. Damit nicht erst ein Unfall passieren muss, bevor eine stationäre Behandlung des von dieser psychischen Erkrankung Betroffenen erfolgt.

Nach der Krise eines Bipolaren sollten sich Angehörige erholen

Sobald Sie wieder etwas Ruhe haben oder die Verantwortung in den Händen der Fachkräfte liegt, sollten Sie unbedingt eine (wenn möglich mehrtägige) Ruhepause für sich einlegen. Holen Sie in den kommenden Tagen den fehlenden Schlaf nach, nehmen Sie sich in dieser Zeit der Erholung keine größeren Dinge vor, erledigen Sie nur das Nötigste und schonen Sie Ihre Kräfte.

Die körperliche und seelische Erschöpfung werden Sie normalerweise ohnehin spüren. Aber selbst wenn Sie meinen, Sie könnten wieder mit dem Alltag weitermachen wie bisher: Gönnen Sie sich eine Phase der Erholung und Entschleunigung!

Vielleicht können Sie einen Wellnesstag einlegen. Machen Sie etwas Schönes, das nicht körperlich anstrengend ist und Sie nicht zu vielen Reizen aussetzt. Sie haben momentan genug zu verarbeiten, da braucht Ihr Geist nicht unbedingt gleich wieder etwas Neues. Möglicherweise ist Ihre Aufnahmekapazität im Moment aus diesem Grund sowieso eingeschränkt. Das ist okay. Es ist lediglich ein Zeichen dafür, dass Sie nach der Belastung eine Pause brauchen.

Erleben Personen scheinbar unerklärliche Wechsel zwischen euphorischen und depressiven Gemütszuständen, sollten sie diese Schwankungen der Stimmung fachärztlich abklären lassen, denn sie können auf eine Bipolare Störung hinweisen. Bei Menschen, die an Bipolaren Störungen leiden, kommt es zu Krankheitsepisoden mit völlig übersteigerten Stimmungsschwankungen. Diese werden zwar oft durch äussere Umstände wie Prüfungsstress oder ein Hochzeitsfest ausgelöst, doch erklären diese Umstände das Ausmass und vor allem die Dauer der Stimmungsveränderung nicht.

Fast alle Betroffene, die eine Manie erleben, in der sie überaktiv, euphorisch oder gereizt sind, erleiden auch depressive Phasen mit Lustlosigkeit, gedrückter Stimmung und pessimistischen Gedanken. Zwischen diesen Phasen treten oft weniger stark ausgeprägte Stimmungsschwankungen auf. Bipolare Erkrankungen können individuell recht unterschiedliche Formen und Verläufe haben. Besonders ausgeprägt und schwerwiegend sind Bipolare Erkrankungen, wenn psychotische Symptome auftreten. Dies bedeutet, dass die Realitätswahrnehmung und –verarbeitung gestört ist, was zu verzerrten Sinneseindrücke und Wahnvorstellungen führt. Psychotische Symptome kommen dabei häufiger bei Manien als bei Depressionen vor. Über zwei Drittel aller Patienten mit Manien zeigen einzelne psychotische Symptome, am häufigsten grenzenlose Selbstüberschätzung. Leichtsinnige Geldausgaben und der Verlust sozialer Hemmungen sind häufige Folgen der gestörten Realitätswahrnehmung.

Man schätzt, dass etwa 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung von einer Bipolaren Erkrankung betroffen ist. Frauen und Männer erkranken jeweils gleich häufig. Als Ursache wird ein multifaktorielles Geschehen angenommen, bei dem biologische Faktoren wie Störungen im Neurotransmitterhaushalt oder hormonelle Störungen sowie auch psychosoziale Einflüsse eine Rolle spielen könnten.

Personen, die an manischen Episoden (bzw. einer bipolaren Störung oder einer zyklothymen Störung) leiden, zeigen innerhalb von mindestens einer Woche an fast allen Tagen eine auffällige und dauerhafte euphorische, ungewöhnlich gute bzw. fröhliche Stimmung. Sie lassen sich äußerst leicht für zwischenmenschliche, sexuelle und berufliche Interaktionen begeistern, ohne diese kritisch zu hinterfragen. So unterhalten sich manische Personen langanhaltend mit ihnen fremden Menschen oder bringen spontane Einfälle sofort und unreflektiert vor. Zu einer gereizten Stimmung kommt es bei einer Manie eher seltener, jedoch vor allem dann, wenn auf die Wünsche der Betroffenen nicht eingegangen wird. Es kann auch ein reger Wechsel zwischen Euphorie und Reizbarkeit stattfinden (Affektlabilität). Zusätzlich zur gehobenen Stimmung sind noch eine Reihe weiterer Symptome für eine manische Episode charakteristisch, die jedoch nicht alle auftreten müssen.

So neigen Personen mit einer Manie zu einem übersteigerten Selbstvertrauen bis hin zu ausgeprägten Größenideen, welche auch ein wahnhaftes Ausmaß annehmen können. Zum Beispiel geben sie Ratschläge ohne entsprechendes Fachwissen, versuchen trotz fehlender Begabung oder Erfahrung ein Buch zu schreiben oder ein Musikstück zu komponieren. In der Regel zeigt sich zudem ein reduziertes Bedürfnis an Schlaf. Betroffene erwachen oft mehrere Stunden vor ihrer normalen Aufwachzeit oder sie können tagelang ohne Schlaf auskommen und fühlen sich trotzdem energiegeladen und nicht müde.

Darüberhinaus haben manische Personen einen gesteigerten Rededrang – sie reden laut, schnell, gehetzt und lassen sich nur schwer von anderen unterbrechen. Ohne andere zu Wort kommen zu lassen, können sie stundenlang reden. Selten hat das Gesagte einen zusammenhängenden Sinn und wird häufig mit Witzen und Wortspielen gespickt. Während sie reden, haben manche manischen Personen das Gefühl, als würden ihre Gedanken rasen, d.h. sie denken schneller als sie reden können. So kann es zu abrupten Gedankensprüngen kommen, denen Außenstehende nicht mehr folgen können.

Betroffene lassen sich außerdem leicht von irrelevanten äußeren Reizen, wie z.B. Hintergrundgeräuschen oder herumliegenden Gegenständen ablenken. Sie scheinen ständig beschäftigt zu sein und nehmen z.B. gleichzeitig mehrere Projekte auf sich, ohne die Risiken zu bedenken oder sich im Klaren darüber zu sein, unmöglich mehreren Tätigkeiten gleichzeitig gerecht werden zu können. Ihre gesellige Art wird schnell als aufdringlich, fordernd und äußerst dominant wahrgenommen. Durch den unbegründeten Optimismus, die Größenideen und das mangelnde Urteilsvermögen begeben sich Personen mit einer Manie immer wieder in Situationen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit unangenehme Folgen nach sich ziehen. So gehen sie exzessiv einkaufen, fahren rücksichtslos Auto, gehen verschwenderisch mit ihrem Geld um und sind ihrem Partner häufig untreu oder haben (ungeschützten) sexuellen Kontakt mit einer Vielzahl von fremden Menschen.

Um von einer manischen Episode sprechen zu können, dürfen die Symptome nicht durch die Einnahme einer Droge oder eines Medikaments oder eine körperliche Krankheit ausgelöst worden sein und sollten den Betroffenen deutlich in sozialen oder beruflichen Angelegenheiten behindern. Des Weiteren kann es vorkommen, dass Personen in einer manischen Episode plötzlich ihren Aufenthaltsort wechseln und den Kontakt zu ihnen nahestehenden Personen verlieren. Sie kleiden oder schminken sich auffällig lasziv oder grell, wirken durcheinander oder verhalten sich seltsam, indem sie Fremden Ratschläge geben oder Geld und Süßigkeiten schenken. Darüberhinaus kann es in der Zeit einer Manie zu einem erhöhten Konsum von Alkohol oder Aufputschmitteln kommen. Nach den manischen Episoden schämen sich die meisten Betroffenen für ihr Verhalten. Dann kann die gehobene Stimmung schnell in Ärger oder Niedergeschlagenheit umschlagen.

Treten mehrere manische Episoden oder zusätzlich auch depressive Episoden auf, dann spricht man von einer bipolaren oder einer manisch-depressiven Störung. Betroffene mit ausschließlich manischen Episoden sind vergleichsweise selten. Ungefähr 10 bis 15% nehmen sich das Leben, meist wenn sie gerade depressiv sind. In der Zeit einer Manie kann es dazu kommen, dass Betroffene ihre Kinder oder Ehepartner misshandeln oder sich anderweitig gewalttätig verhalten.

Sind die depressiven und die manischen Symptome nur leicht ausgeprägt und wechseln sich diese häufig in einem Zeitraum von mindestens zwei Jahren ab bzw. zeigen sie einen chronischen Verlauf, dann liegt eine zyklothyme Störung vor.

Psychische Störungen die im Zusammenhang mit einer bipolaren Störung auftreten können sind die Anorexia Nervosa, die Bulimia Nervosa, die Panikstörung und die soziale Phobie.

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Die Abmahnung ist die erste offizielle arbeitsrechtliche Maßnahme, die der Arbeitgeber ergreifen kann, wenn der Angestellte einmal oder mehrfach gegen Arbeitsanweisungen oder Regeln verstößt. Doch sollte eine Abmahnung nicht leichtfertig ausgesprochen werden, da sie das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch verschlechtern kann.

Das Arbeitsrecht gibt dem Verantwortlichen die Möglichkeit, auf ein unangemessenes Verhalten zu reagieren. Doch manche Situationen entschuldigen den Angestellten, dann ist eine Abmahnung nicht rechtens und verfehlt ihren Zweck.

Eine Abmahnung soll den Arbeitnehmer auf sein Fehlverhalten hinweisen und ihm die Chance geben, sein Verhalten zu ändern. Krankheit ist jedoch laut Arbeitsrecht kein Fehlverhalten, weshalb es auch kein Grund für eine Abmahnung ist. Schließlich sind Erkrankungen nicht steuerbar und Mitarbeiter können somit nichts dafür, wenn sie krank werden. Eine Abmahnung wegen Krankmeldung ist daher grundsätzlich ausgeschlossen.

Eine Abmahnung wegen fehlender Krankmeldung oder eine Abmahnung wegen verspäteter Krankmeldung ist hingegen zulässig, denn der Arbeitnehmer ist verpflichtet sich in einem engen Zeitfenster beim Arbeitgeber krank zu melden.

In welchen Fällen eine Abmahnung wegen einer Krankheit gültig ist, erklärt dieser Ratgeber

Es kann zudem auch eine Abmahnung während der Krankheit ausgesprochen werden, wenn der Arbeitnehmer in dieser Zeit einer Beschäftigung nachgeht und eine Arbeit ausübt, für die er eigentlich als arbeitsunfähig krankgeschrieben ist. In solch einem Fall kann es unter Umständen sogar zu einer verhaltensbedingten fristlosen Kündigung kommen, da in diesem Fall ein Betrugsversuch vorliegt.

Bei einer Abmahnung bei Krankheit sind sowohl von Arbeitnehmer als auch von Arbeitgeber die rechtlichen Möglichkeiten und Wege sehr genau einzuhalten. Der Arbeitgeber muss in seiner Abmahnung sehr genau aufführen, auf welchem konkreten Vorfall die Abmanhnung beruht.

Im Abmahnschreiben muss auch beschrieben sein, ob es sich um eine Abmahnung wegen verspäteter Krankmeldung, um eine Abmahnung wegen fehlender Krankmeldung oder um eine Verletzung anderer arbeitsrechtlicher Pflichten handelt.

Außerdem ist im Abmahnschreiben die genaue Anschrift des Betroffenen zu nennen sowie Ort, Datum und Uhrzeit des Vorfalls. Darüberhinaus ist das Schreiben deutlich mit dem Wort “Abmahnung” als solche zu kennzeichnen. Eine Abmahnung muss nicht immer schriftlich erfolgen. Eine mündliche Abmahnung ist ebenso möglich, jedoch ist eine schriftliche Ausführung zur besseren Dokumentation ratsam. Denn, kommt es zu einem Verfahren, kann eine schriftliche Abmahnung als Beweis hinzugezogen werden.

Muster: Abmahnung wegen verspäteter/fehlender Krankmeldung

Sehr geehrte(r) Frau/Herr…

zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass Sie Ihre ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung anlässlich Ihrer Krankheit vom (Datum) bis (Datum) verspätet am (Datum)/bis jetzt noch nicht vorgelegt haben.Sie sind vom (Datum) bis einschließlich (Datum) krankheitsbedingt nicht zur Arbeit erschienen.

Laut der in unserem Unternehmen angewandten Betriebsvereinbarung hätten Sie Ihre ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von … Tagen vorlegen müssen. Das ärztliche Attest hätte somit am (Datum) vorgelegen haben müssen.

Indem Sie Ihr ärztliches Attest erst am (Datum)/bis jetzt noch nicht vorgelegt haben, haben Sie gegen Ihre arbeitsrechtlichen Pflichten verstoßen.

Wir fordern Sie hiermit ausdrücklich auf, Ihre arbeitsrechtlichen Pflichten ordnungsgemäß zu erfüllen und die Vorgaben zur Vorlage des ärztlichen Attests zu beachten.

Im Falle einer Wiederholung des oben geschilderten Vorfalls, behalten wir uns vor eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses auszusprechen.

Eine Durchschrift der Abmahnung legen wir Ihrer Personalakte bei.

Mit freundlichen Grüßen

Ort, Datum, Unterschrift Arbeitgeber

Bestätigung Arbeitnehmers:

Die Abmahnung habe ich erhalten.

Ort, Datum, Unterschrift Arbeitnehmer

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Behinderung, Krankheit und Euthanasie im Nationalsozialismus

Die folgenden Texte und Übungen thematisieren die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als krank oder behindert galten. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Jahrzehnte vor dem Beginn des Nationalsozialismus: Bereits zu dieser Zeit wurden diese Menschen ausgegrenzt und in der Propaganda negativ dargestellt. Behauptet wurde beispielsweise, dass sie für die Gesellschaft eine wirtschaftliche Belastung darstellten, weil sie aufgrund ihrer Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten konnten.

Darüber hinaus waren um 1900 durch die Erkenntnisse der Genetik Utopien der Menschenzüchtung entstanden. Das heißt, einzelne Wissenschaftler, zum Beispiel Mediziner, Biologen und Anthropologen, hofften, sie könnten Einfluss auf das Fortpflanzungsverhalten der Menschen und damit auf das Bevölkerungswachstum nehmen. Dies bedeutete für sie, dass Menschen, die sie als "hochwertig" einstuften, möglichst viele Kinder bekommen sollten. Menschen, die von ihnen als "minderwertig" bezeichnet wurden, sollten möglichst ohne Nachkommen bleiben. Diese Lehre nennt man Eugenik. Das Ziel dieser Wissenschaftler war eine Gesellschaft ohne kranke oder behinderte Menschen. Dabei gingen sie davon aus, dass Behinderungen, Krankheiten und auch soziale Verhaltensweisen vererbt werden. Zur Umsetzung der Idee einer krankheits- und behindertenfreien Gesellschaft waren ihnen auch Zwangsmaßnahmen recht. Im Visier waren dabei besonders Menschen, die als unheilbar und nicht arbeitsfähig galten. Bereits 1920 schlägt sich dieses Gedankengut in der öffentlichen Diskussion nieder, wie im folgenden Text deutlich wird. Die Autoren waren der Jurist Karl Binding und der Psychiater Alfred Hoche.

Arno Gruen
Der Wahnsinn der Normalität – Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität

Taschenbuch, 216 Seiten, 12,5 x 19 cm, ISBN 978-3-423-35002-0. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 20. Auflage 2015. € 9.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular Über den Autor | home

Gruen über seine Reaktion auf die »beruflichen Erlebnisse mit dem Wahnsinn der Realität, der im Namen der Liebe Tod und Zerstörung bringt«. Original 1989

Über das Böse in der Welt ist viel nachgedacht worden, und die Psychologie hat verschiedene Thesen zur Destruktivität des Menschen entwickelt. Selten wurden aber mit solcher Konsequenz die Ursachen aufgespürt wie von Arno Gruen, wenn er zeigt, wie Gewalt und Unmenschlichkeit im Inneren des Menschen entstehen und wie sich unser soziales Leben darauf eingerichtet hat, dass der herrschende Wahnsinn lebensfeindlichen Handelns den Mantel realitätsgerechten Verhaltens trägt. Er öffnet den Blick dafür, dass menschliche Destruktivität nicht einfach eine Fähigkeit zum Bösen ist, sondern vielmehr die Folge eines Mangels, der als solcher nicht erkannt wird: Wo das Vermögen abhanden gekommen ist, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, und Selbsthass an deren Stelle getreten ist, ist auch die Fähigkeit zu wirklichem Mitgefühl und echtem Mitfühlen verlorengegangen.

Im »Wahnsinn der Normalität« legt er die Wurzeln der Destruktivität frei, die sich viel öfter, als es uns klar ist, hinter vermeintlicher Menschenfreundlichkeit oder ordnungsstiftender Vernunft verbergen. Arno Gruen besticht durch die Vielzahl der Beispiele, zu denen auch die unfasslichen Ereignisse im Dritten Reich oder im Vietnamkrieg gehören, und schafft die überzeugende Beweislage, dass dort, wo Innenwelt und Außenwelt keine Einheit bilden, verantwortungsvolles Handeln und echte Menschlichkeit ausbleiben.

Arno Gruen, am 26. Mai 1923 in Berlin geboren, emigrierte 1936 in die USA, wo er 1961 als Psychoanalytiker bei Theodor Reik promovierte. Tätigkeiten an verschiedenen Universitäten und Kliniken, zuletzt Professor an der Rutgers Universität, New Jersey. Daneben seit 1958 psychotherapeutische Privatpraxis. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften und Zeitungen. Arno Gruen lebt seit 1979 in der Schweiz.

Die Gründe für eine anhaltende Arbeitslosigkeit sind unterschiedlich und reichen von der schlechten wirtschaftlichen Lage mancher Betriebe bis hin zur mangelnden Ausbildung des Betroffenen. Doch auch wenn sich Arbeitslose oft mit Vorurteilen konfrontiert sehen, ist der Großteil stets um eine neue Anstellung bemüht.

Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung des Sozialstaates, die dem Arbeitslosen trotz seiner momentanen Situation eine angemessene Lebenshaltung erlauben soll. In der Regel stammt das Arbeitslosengeld aus einer Arbeitslosenversicherung, in die zuvor eingezahlt wurde. Ist das nicht der Fall, wird es über Steuern finanziert. Durch die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe, wird nun zwischen Arbeitslosengeld I und II entschieden. Das Arbeitslosengeld II ist das Ergebnis einer Gesetzesänderung und wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt. Es richtet sich auch an diejenigen, die zwar nicht arbeitslos sind, aber deren Einkommen sowie andere Vermögensverhältnisse nicht ausreichen, um die Grundsicherung zu gewährleisten.
Um sich besser zu qualifizieren zu können, bietet das Jobcenter verschiedene Möglichkeiten an. Ob Umschulungsangebote, Weiterbildung oder Vermittlungsgutscheine – Hilfe kann von jedem Betroffenen in Anspruch genommen werden.

Eine Umschulung ist im Grunde ähnlich wie eine Ausbildung. Allerdings wird die Ausbildungszeit hier um ein halbes bis ein Jahr verkürzt. Sie ist für diejenigen geeignet, die entweder schon über eine Ausbildung verfügen oder bereits entsprechende Berufserfahrungen haben. Oftmals kommt eine Umschulung in Betracht, wenn gesundheitliche Gründe die weitere Ausübung des bisherigen Jobs unmöglich machen (zum Beispiel bei Allergien). Auch viele Mütter sind bei einem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach der Eltern- bzw. Erziehungszeit mit einer Umschulung gut beraten. Häufig lässt die Nachfrage in einem bestimmten Beruf über die Jahre nach – tatsächlich unterliegt der Arbeitsmarkt einem ständigen Strukturwandel.
Wie bei einer Ausbildung wird die Umschulung mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer abgeschlossen. Der Umschüler bekommt einen anerkannten IHK-Berufsabschluss oder etwas Gleichwertiges wie zum Beispiel einen Gesellenbrief.

Dauer

Die Dauer der Umschulung hängt vom jeweiligen Beruf ab. So haben kaufmännische Ausbildungen in der Regel eine Umschulungszeit von 24 Monaten, bei technischen Berufen sind es sogar 30 Monate.

Arten der Umschulung

a) betriebliche Umschulung

Die Übernahme der Kosten für eine Umschulung durch die Agentur für Arbeit oder andere Leistungsträger wie zum Beispiel die Landesversicherungsanstalt hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab.

Kursnet ist ein Portal für die berufliche Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Unter dem Link http://www.kursnet.arbeitsagentur.de/kurs/index.html findet man Deutschlands größte Aus- und Weiterbildungsdatenbank. Aktuell sind mehr als 600.000 Bildungsangebote in der beruflichen Aus- und Weiterbildung verfügbar, mehr als 438.000 davon können mit einem Bildungsgutschein genutzt werden. Zudem gibt es rund 18.000 Studienangebote.
Etwa 18.000 Bildungsanbieter sind hier registriert, die über eine individuelle Such- und Filterfunktion gefunden werden können. Eine Qualitätssicherung der Kursnet-Umschulung im Vorfeld sorgt insgesamt für ein hohes Niveau.
Bei Fragen steht eine Servicehotline zur Verfügung, die nicht nur über die Umschulungsberufe, sondern auch über die Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten berät.
Aber die Agentur für Arbeit hält in der Regel auch noch Informationsmaterialen von örtlichen Bildungseinrichtungen für Interessenten bereit. Zudem finden sich in vielen Tageszeitungen entsprechende Angebote wie zum Beispiel die des Berufsförderungswerkes (BFW).

Arbeitslose mit einem Anspruch auf Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe können von der Agentur für Arbeit einen Vermittlungsgutschein anfordern. Ein solcher Gutschein ermöglicht es dem Arbeitssuchenden, sogenannte private Vermittler mit der Jobsuche zu beauftragen. Dieser schließt mit dem Gutscheinbesitzer einen schriftlichen Vermittlungsvertrag ab. Die Vermittlungsgebühr darf dabei nicht höher als der im Gutschein genannte Betrag sein. Für Arbeitslose, die bis zu sechs Monate ohne Anstellung waren, bekommt ein Vermittler 1.500 Euro. 2.000 Euro sind es nach einer Arbeitslosigkeit zwischen sechs und neun Monaten. Wer länger als neun Monate arbeitslos ist, bekommt einen Vermittlungsgutschein in Höhe von 2.500 Euro. Die Dauer der Arbeitslosigkeit wird anhand der letzten zehn Monate vor der Beantragung des Gutscheines berechnet.

Als erfolgreich gilt die Vermittlung, wenn es zu einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis innerhalb Deutschlands mit einer Dauer von mindestens drei Monaten kommt. Die Mindestarbeitszeit pro Woche sollte dabei 15 Stunden betragen. Sind diese Bedingungen erfüllt, bekommt der private Vermittler den Gutschein ausbezahlt. Um sich so gut wie möglich vor Betrug zu schützen, zahlt die Agentur für Arbeit den Vermittlungsgutschein in zwei Beträgen aus. Die erste Rate in Höhe von 1.000 Euro wird bei Beginn des Beschäftigungsverhältnisses ausgezahlt, der Rest erst nach sechs Monaten. Wird der Vertrag während dieser Dauer aufgelöst, entfällt die zweite Rate für den Vermittler und er erhält insgesamt nur 1.000 Euro.
Arbeitssuchende können mehrere Vermittler ihrer Wahl gleichzeitig beauftragen. Die Bezahlung bei erfolgreicher Vermittlung erfolgt ausschließlich durch die Agentur für Arbeit, der Arbeitssuchende muss zu keiner Zeit in Vorkasse treten. Anspruch auf den Vermittlungsgutschein haben übrigens auch diejenigen, die sich gerade in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) oder in einer Strukturanpassungsmaßnahme (SAM) befinden.
Um den Gutschein zu erhalten, genügt ein formloser Antrag. Ob per Brief, Fax, E-Mail, telefonisch oder persönlich, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Die berufliche Weiterbildung bzw. Fortbildung soll die berufliche Handlungsfähigkeit erhalten, anpassen oder erweitern und einen Aufstieg ermöglichen.
Vor allem der technologische Fortschritt sorgt für die Notwendigkeit, die beruflichen Fähigkeiten sowie das bereits erworbene Fachwissen immer wieder den neuesten Entwicklungen anzupassen. In einigen Branchen ist es zwingend erforderlich, sich den neuen Bedingungen zu stellen, da man ansonsten nicht mehr konkurrenzfähig ist. Aber auch Mütter nach der Erziehungszeit sehen sich häufig ganz neuen Aspekten ihres eigentlichen Berufsbildes gegenübergestellt und erhöhen Dank der Weiterbildung die Wiedereinstiegschancen.

Ich bin völlig unverdächtig, katholisch zu sein, aber diese Weihnachten habe ich mich von Herzen über den Papst gefreut. Seine Diagnose der Krankheiten der römischen Kurie trifft auch auf jeder andere Institution, jede Firma, ja jede soziale Gruppe zu. Lesen Sie - und achten Sie den „Geist der Freude, voll Humor und Selbstironie; er macht uns liebenswert, auch in schwierigen Situationen.“

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Links finden Sie alle Informationen zur Bipolaren Störung, Kapitel für Kapitel "verdaubar" aufbereitet. Klicken und lesen Sie sich Step by Step von oben nach unten durch die Symptome, die Möglichkeiten zur Selbsthilfe, mögliche Therapieformen und die Chancen für Kinder von bipolar Erkrankten. Wenn Sie sich vorher einen Account anlegen (Pseudonym und Email genügt), können Sie die bereits gelesenen Kapitel markieren - damit Sie morgen wissen, wo Sie heute waren und so bequem weiterlesen können.

Von psychischen Erkrankungen sind viele – auch junge – Menschen betroffen. Trotzdem sind Depression und bipolare Störung noch immer ein Tabu-Thema. Woran das liegt? An der Tatsache, dass Kopfschmerzen und Bandscheibenvorfälle nicht das Freak-Dasein mit sich bringen.

In unserer vorletzten Ausgabe hat eine Freundin von „Futter“ offen und ehrlich über ihre Depression geschrieben. Viele haben sich in dem Text vielleicht wiedererkannt oder haben Freunde und Bekannte mit ähnlichen Erfahrungen. Depression und bipolare Störung sind im österreichischen Krankheitsbild keine Seltenheit mehr. Man hat sogar den Eindruck, dass immer mehr Menschen davon betroffen sind. „Das kann man so nicht sagen“, meint Eva Reininghaus, Leiterin der „Spezialambulanz für Patient/innen mit bipolar affektiver Erkrankung“ an der Medizinischen Universität Graz. „Diese Erkrankungen hat es immer schon gegeben“. Sie werden nicht häufiger, sondern sichtbarer. Einer besseren medizinische Behandlung und einer veränderten gesellschaftlichen Wahrnehmung sei Dank. Unschöne Assoziationen wie Klapse oder Irrenanstalt werden immer seltener. Trotzdem ist diese Krankheit noch immer ein Tabu-Thema. Ich hatte eine Depression kommt den meisten noch eher über die Lippen als ich habe eine Depression. Aber beginnen wir ganz von vorne...

Was ist eine Depression?
Was ist eine bipolare Störung?

Depressionen und bipolare Störungen zählen zu den affektiven Erkrankungen, die sich durch eine Veränderung der Stimmung und des Gefühlslebens auszeichnen. Eine gedrückte Stimmungslage, reduzierter Antrieb und Anhedonie, also die Freud- und Interessenslosigkeit, gelten laut den Diagnosekriterien der ICD-10 (International Classification of Diseases) als typische Anzeichen für eine Depression. Zumindest zwei von diesen drei Symptomen müssen für einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen durchgehend vorhanden sein. Dazu kommen Zusatzsymptome wie Appetitlosigleit, Schlafstörungen, Pessimismus, Suizidgedanken etc., von denen wiederum mindestens drei erfüllt sein müssen. Je nach Anzahl und Schwere der Symptome wird zwischen einer leichten, mittelgradigen oder schweren Depression unterschieden.

Von einer bipolaren Störung spricht man, wenn sich depressive Episoden und manische Episoden abwechseln. Typische Symptome einer Manie sind gesteigerter Antrieb, gehobene oder gereizte Stimmungslage, gesteigerte Aktivität, Steigerung der Libido, hohe Kontaktfreudigkeit, extrem reduzierter Schlaf und Enthemmung des Verhaltens. Ähnlich wie bei der Depression wird auch bei der Manie zwischen verschiedenen Phasen unterschieden. Bei einem schweren Verlauf kann es zu einer Verzerrung der Realität, Wahnideen und Sinnestäuschungen kommen.

Eine Depression oder eine bipolare Störung entwickelt sich in den meisten Fällen schleichend. Ein Auslöser ist nicht immer sofort erkennbar. Viele Betroffene stellen sich dann die Frage: Warum trifft es mich? Antwort darauf gibt es keine – zumindest keine einfache. Die Erkrankung hängt nämlich von vielen Faktoren ab. „Es gibt eine genetische Komponente. Die muss allerdings nicht zum Ausbruch der Krankheit führen“, erklärt Reininghaus. Die Anfälligkeit eines Menschen, an einer psychischen Krankheit zu erkranken, kann mit dem Vulnerabilitäs-Stress-Konzept beschrieben werden: „Jeder Mensch hat eine persönliche genetische Verletzbarkeit, die man bei seiner Geburt sozusagen mitbekommen hat. Ob es zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt, hängt davon ab, wie viele Stressoren darauf treffen. Wenn jemand eine hohe genetische Wahrscheinlichkeit hat, an einer Depression zu erkranken, und ein extrem stressiges Leben hinzukommt, ist das Risiko höher.“ Auslöser können dann überdauernde Stressoren wie z.B. chronische Konflikte in der Familie, andauernde Belastungen oder akute Krisen oder Traumata sein.

Depression und bipolare Störung sind grundsätzlich gut behandelbar. Je nach Krankheitsverlauf und Schweregrad bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung an – von einer Psychotherapie bis hin zu einer medikamentösen Unterstützung. Auch eine vollständige Genesung ist möglich. Sich selbst einzugestehen, dass man Hilfe braucht, an Depression oder bipolarer Störung leidet, ist allerdings ein erster wichtiger Schritt. „Man muss bereit sein, sich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen, denn ohne die Mitarbeit der Betroffenen geht es nicht. Das ist eine Grenze der Behandlungsmöglichkeit.“ Die Anbindung an eine Vertrauensperson – Arzt, Therapeut, Freunde –, kann dabei erfahrungsgemäß sehr hilfreich sein, sagt Reininghaus.

Eine wertvolle Maßnahme ist auch die Aufklärung über die Krankheit, sodass Betroffene zum Spezialisten der eigenen Erkrankung werden. Psychoedukation lautet der Fachbegriff. Das Ziel: Frühwarnsymptome selbst erkennen. „Ich muss mich so gut kennen, um zu sehen, wann die Krankheitsepisode wieder beginnt, ohne dass ich noch wirklich depressiv oder manisch bin.“

Obwohl man mittlerweile das Gefühl hat, dass jeder jemanden kennt, der psychisch krank ist, gelten Depression und bipolare Störung immer noch als Tabu-Themen – besonders am Arbeitsplatz. In der heutigen Gesellschaft muss man permanent funktionieren – oder hat zumindest das Gefühl zu müssen. Da wollen diese Krankheitsbilder nicht so recht hineinpassen. Nur wenige trauen sich, offen zu sagen: Ja, ich bin psychisch krank. Aus Scham und Angst als Freak oder Sozialfall abgestempelt zu werden, schweigen sie lieber. Das Wort Depression möchte man nicht über sich schweben haben. Aber warum ist das so?

Eva Reininghaus glaubt, dass das Problem in der Unwissenheit bei einer Mehrheit der Bevölkerung liegt: „Viele Menschen wissen gar nicht, um was es bei diesen Erkrankungen genau geht. Den meisten ist nicht bekannt, dass Depressive und Bipolare auch Phasen haben, in denen sie vollkommen normal sind. Besonders die bipolare Störung wird oft als ein ewiges Hin und Her der Episoden dargestellt. In Wirklichkeit gibt es oft Phasen, die über Jahre andauern können, wo der Patient nichts hat und auch leistungsfähig ist.“ Gerade deshalb sind Vorträge und Aufklärungsarbeit bei Jugendlichen so wichtig.

Was würde sich ändern, wenn Depression und bipolare Störung in einem Atemzug mit Migräne oder Bandscheibenvorfall genannt werden? „Man würde die Erkrankung vermutlich viel leichter und viel früher erkennen. Dann würde der Arbeitskollege vielleicht sagen: Ich glaube, du bist depressiv. Genauso wie man sagen würde: Ich glaube, du kriegst eine Grippe, geh nach Hause und ruh dich aus.“

Aber genau darin liegt die Schwierigkeit. Noch. Viele Leute trauen sich oft nicht, eine Person direkt darauf anzusprechen. Weil sie eben auch nicht wissen wie. Den Verdacht zu äußern ist trotzdem sehr wichtig. „Die Motivation, sich profesionelle Hilfe zu holen, kommt oft aus dem persönlichen Umfeld“, weiß Reininghaus. Man muss dabei nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, aber hilfreich sind Fragen wie „Ich habe den Eindruck, dass du dich nicht gut fühlst, stimmt das? Kann ich etwas für dich tun?“

Von heute auf morgen wird ein komplettes Umdenken nicht stattfinden – aber es geht voran. Immer mehr junge Leute interessieren sich für psychische Erkrankungen und informieren sich auch darüber – durch Vorträge oder im Internet. Aber auch die Betroffenen selbst wollen nicht mehr länger schweigen und gehen mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit. Beispielsweise auf Twitter, wo Tausende unter dem Hashtag #notjustsad von ihrem Leben und ihrem Alltag mit Depression berichten. Die Tweets sollen aufklären und anderen Mut machen – denn sie sind mit ihrer Krankheit nicht alleine. Ein bisschen wird es noch dauern, aber irgendwann ist es eine ernstzunehmende Sache, aber kein großes Ding mehr, wenn einem die Welt da draußen einfach zu viel wird.

Angehörige – die andere Seite der psychischen Erkrankungen

Eine psychische Erkrankung ist nicht nur für die betroffene Person eine Herausforderung. Familie, Partner und Freunde leiden darunter ebenso. Dass der Partner seit Wochen kaum aus dem Bett hochkommt, ist manchmal nur schwer nachvollziehbar. Oder wenn die beste Freundin beim gemeinsamen Kaffeetrinken nur schweigt. Gut zureden hilft dann auch nichts. Aus Unwissenheit über die Krankheit und den richtigen Umgang damit interpretieren Angehörige dieses Verhalten oft falsch – und reagieren gereizt und frustriert. Wenn Aufmunterungsversuche kläglich scheitern, kommen Gefühle wie Machtlosigkeit und Überforderung dazu. Man will helfen.

In einer akuten Krankheitsphase ist es vor allem wichtig, den Betroffenen zu motivieren und zu aktivieren. Die Spezialistin rät, gezielt Aktivitäten zu planen: „Zweimal am Tag gemeinsam Spazierengehen zum Beispiel reicht oft schon. Den Rest des Tages kann sich die Person dann ausruhen.“ Unter Druck setzten, bringt allerdings nichts. Geduld und Verständnis sind gefragt. Auch Suizidgedanken können bei einer Depression ein Thema werden. Dabei gilt: Immer sofort ansprechen und bei Andeutungen Hilfe holen. „Es ist nicht die Aufgabe der Angehörigen zu entscheiden, ob jemand suizidgefährdet ist oder nicht. Dafür gibt es Spezialeinrichtungen.“ Nach einer überstandenen Depression ist es dann wichtig, wieder einen normalen Alltag einkehren lassen. Sinnvoll ist dann auch, gemeinsam zu überlegen, wie der Alltag anders gestaltet werden kann, um eine neue Episode zu verhindern.

Aber: Als Angehöriger muss man auch seine eigenen Grenzen der Belastbarkeit kennen. Nur wenn es einem selbst gut geht, kann man auch den anderen unterstützen.

TERMIN:
Depression, Burnout, Bipolare Störung – Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung.
Vortrags- und Gesprächsabend mit Priv.-Doz.in Dr.in Eva Reininghaus.

Wann: Donnerstag, 26. November
Wo: Quartier Leech, Leechgasse 24, 8010 Graz
Beginn: 19:30 Uhr

Autorin: Kerstin Hatzi

Bipolare Störung: Die typischen Merkmale in der Übersicht

Dieser Text dient lediglich dazu, dass Sie sich oder einen Betroffenen besser einschätzen können und bei einem Gespräch mit einem Psychologen oder Psychiater die richtigen Worte finden. Sie können eine bipolare Störung oder Depression auf keinen Fall selbst diagnostizieren. Suchen Sie bei Verdacht einen Psychologen oder Psychiater auf!

Die hier aufgeführten diagnostischen Kriterien für eine bipolare Störung oder Depression sind nach dem Klassifikationssystem DSM-IV für psychische Krankheiten zusammengestellt. Bei der Diagnose muss der Psychologe oder Arzt Drogenkonsum (vor allem Alkohol, Kokain/Amphetamine, Cannabis, Ecstasy) oder auch bestimmte organische Störungen ausschließen können, da auch sie zu Symptomen einer bipolaren Störung führen können.

Bipolare Störung: Diagnose einer Manie ohne psychotische Symptome

Wenn drei bis vier der folgenden Symptome in ausgeprägtem Maß vorhanden sind, kann eine Manie ohne psychotische Symptome als bipolare Störung vorliegen:

  • gesteigertes Selbstwertgefühl oder Größenideen
  • vermindertes Schlafbedürfnis (z. B. nur noch drei Stunden)
  • ungewöhnlich redselig bis unaufhörlich plappernd
  • Ideenflucht oder die subjektive Erfahrung des Gedankenjagens
  • Ablenkbarkeit durch alle Dinge der Umgebung
  • Steigerung zielgerichteter Aktivität oder psychomotorische Unruhe
  • exzessive Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten, die mit großer Wahrscheinlichkeit unangenehme Konsequenzen haben werden.

Wenn die abnorm veränderte Stimmungslage so schwer ausgeprägt ist, dass sie die berufliche Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt, ist das ein weiterer Hinweis auf eine manische Episode.

Bipolare Störung: Diagnose einer Manie mit psychotischen Symptomen

Wenn drei der folgenden Merkmale vorliegen (oder vier, wenn die Stimmung nur gereizt ist) und die persönliche Lebensführung dadurch stark gestört ist, kann eine als bipolare Störung Manie mit psychotischen Symptomen vorliegen:

  • gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  • gesteigerte Gesprächigkeit („Rededrang")
  • Ideenflucht oder subjektives Gefühl von Gedankenrasen
  • Verlust normaler sozialer Hemmungen, was zu einem den Umständen unangemessenen Verhalten führt
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • überhöhte Selbsteinschätzung oder Größenwahn
  • Ablenkbarkeit oder andauernder Wechsel von Aktivitäten oder Plänen
  • tollkühnes oder leichtsinniges Verhalten, dessen Risiken die Betroffenen nicht erkennen, z. B. rücksichtsloses Autofahren, verrückte Geschäftsinvestitionen, weit übertriebenen Ausgaben für Großeinkäufe
  • gesteigerte Libido oder sexuelle Praktiken, die für diese Person ungewöhnlich sind.

Ein weiterer Hinweis auf diese Form der Manie liegt vor, wenn die Episode wenigstens eine Woche dauert und schwer genug ist, um die berufliche und soziale Funktionsfähigkeit mehr oder weniger vollständig zu unterbrechen.

Mindestens drei der folgenden Merkmale müssen vorhanden sein und die persönliche Lebensführung beeinträchtigen:

  • gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  • gesteigerte Gesprächigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten oder Ablenkbarkeit
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • gesteigerte Libido
  • übertriebene Einkäufe oder andere Arten von leichtsinnigem oder verantwortungslosem Verhalten
  • gesteigerte Geselligkeit oder übermäßige Vertraulichkeit.

Einige der genannten Merkmale sollen an mindestens zwei bis vier aufeinanderfolgenden Tagen deutlich und durchgehend vorhanden sein. Außerdem müssen die gesteigerte Aktivität, Ruhelosigkeit und der häufige Gewichtsverlust als bipolare Störung von ähnlichen Symptomen bei einer Schilddrüsenüberfunktion und Magersucht unterschieden werden.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2008
Quellen: Literatur beim Verfasser

Genetische und neurobiologische Befunde besitzen für die aktuelle Forschung einen besonderen Stellenwert für das Verständnis der bipolaren (manisch-depressiven) Störung. Einige epidemiologische Daten (gleiche Prävalenz in verschiedenen Kulturen, familiäre Häufung, früher durchschnittlicher Krankheitsbeginn) führen zu der Annahme, dass die bipolare Störung stärker als die Depression von genetischen Faktoren bestimmt wird und der Einfluss äusserer Faktoren entsprechend geringer ist. Man vermutet einen komplexen Erbgang mit Veränderungen mehrerer verschiedener Gene bei ein und derselben Person. Erst die Wechselwirkung zwischen ihnen führen dazu, dass ein Mensch für die bipolare Erkrankung prädisponiert ist. Damit es tatsächlich zum Ausbruch kommt, müssen wahrscheinlich nicht-genetische, äussere Faktoren hinzukommen.

Familienstudien, Zwillingsstudien und Adoptivstudien

Es fanden sich wiederholt

  • familiäre Häufungen bipolarer Störungen mit eindeutigen manischen Phasen. Die Bedeutung genetischer Faktoren bei der bipolaren Störung ist dabei höher als bei der Depressionen.
  • Für bipolare Störungen fand sich eine Konkordanzrate von 72% bei eineiigen Zwillingen und von 14% bei zweieiigen Zwillingen
  • Für unipolare manische Störungen betragen die Konkordanzraten 40% (eineiige) und 14% (zweieiige)
  • Kinder, deren einer Elternteil an einer bipolaren Störung leidet, erkranken mit 24% Wahrscheinlichkeit an derselben oder einer anderen affektiven Störung
  • Wenn beide Eltern erkrankt sind, beträgt die Erkrankungswahrscheinlichkeit für die Kinder > 55%
  • Biologische Verwandte von Adoptivkindern, die an einer affektiven Störung leiden, haben ein deutlich höheres Risiko, ebenfalls an einer uni- oder bipolaren Störung zu erkranken/erkrankt zu sein als die Mitglieder der Gastfamilie

Auch bei den monopolar manischen und bipolaren Störungen ließ sich bislang keine direkte Verantwortlichkeit bestimmter Gene nachweisen. In sogenannten genetischen „Kopplungsanalysen“ konnten jedoch inzwischen einzelne Gene lokalisiert werden, die mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit für die Disposition zur Krankheit mitverantwortlich sind. Es handelt sich um folgende „Dispositionsgene“:

  • das G72-Gen auf Chromosom 13, wichtig für die glutamaterge Transmission an den Synapsen
  • das BDNF (brain-derived neurotrophic factor) – Gen auf Chromosom 11, beteiligt an der Neubildung und am Wachstum von Nervenzellen
  • das GRK 3 (G-Protein-Rezeptorkinase) – Gen auf Chromosom 22, beteiligt an dem wichtigen Prozess der Signaltransduktion und v. a. auch im limbischen System verbreitet, welches für das Gefühlserleben und Stimmungen eine besondere Bedeutung hat

Im Verlauf affektiver Störungen kommt es auch zu funktionellen und strukturellen Veränderungen des Gehirns. Dabei finden sich bei bipolaren Störungen Auffälligkeiten in der gesamten Kette der neuronalen Transmission von der Genexpression bis zum Neurotransmitter (Baumann et al, 2003). Bei den verfügbaren Befunden handelt es sich bislang jedoch erst um einzelne Nachweise signifikanter Veränderungen, die in bestimmte Richtungen weisen. Von einer zusammenhängenden neurobiologischen Theorie der bipolaren Störung scheint die Forschung noch weit entfernt. Es verdichten sich aber die Hinweise, dass die gemeinsame Grundstörung bei affektiven Erkrankungen in einer fehlerhaften postsynaptischen Signaltransduktion zu suchen ist.

  • Nachweis funktioneller metabolischer Abweichungen in bildgebenden Verfahren:
    • PET- und SPECT-Untersuchungen zeigen inkonsistent aber signifikant eine verringerte (v. a. frontale) kortikale Aktivität des Glucosestoffwechsels während (bipolar oder unipolar) depressiver Phasen (im Vergleich zu gesunden Probanden oder Phasen euthymer oder manischer Stimmung). Die Stimmung scheint also mit der Glucoseaktivität bzw. metabolischen Veränderungen im Gehirn assoziiert zu sein.
  • Stukturelle hirnmorphologische Befunde:
    • Die in PET- und SPECT-Untersuchungen gefundene Verringerung des Glucosestoffwechsels im präfrontalen Kortex in monopolar oder bipolare depressiven Phasen scheint auch strukturell bedingt zu sein. Im MRT fand sich im Vergleich zu Gesunden in dieser Hirnregion eine Volumenreduktion von 39% bei bipolaren Patienten und von 48% bei monopolar depressiven Patienten.
    • Die beobachteten Störungen der chonobiologischen Rhythmen bei affektiven Störungen und insbesondere der bipolaren Störung scheinen auf Störungen im Nucleus suprachiasmaticus („Zeitgeber“), Gewebsuntergänge im Nucleus paraventricularis des Thalamus (PVN) und eine Verminderung der Melatonin-Sekretion zurückzuführen zu sein.
    • Relativ spazifisch für bipolare Störungen scheinen zu sein eine Vergrößerung des 3. Ventrikels, Veränderungen der Basalganglien und eine Verkleinerung des Temporallappens.
    • Wie unipolare manische oder depressive Störungen gehen auch bipolare Störungen oft mit einer Verkleinerung des Cerebellums (Kleinhirns) einher.
    • Nach Verletzungen der rechten Hirnhemisphäre treten häufiger manische Symptome auf.
  • neurochemische und neuroendokrine Befunde:
    • Es konnte in einigen Studien bei manischen Episoden gleichzeitig erniedrigte Serotoninspiegel und erhöhte Noradrenalinspiegel gefunden werden. Es fand sich bei bipolaren Störungen auch eine Verminderung von MHPG (Noradreanlinmetabolit) im Urin
    • Es finden sich Hinweise auf eine erhöhte zentrale cholinerge Aktivität bei bipolaren Störungen
    • Depressive Störungen, auch solche bei bipolaren Störungen, gehen mit einem Hyperkortisolismus einher (erhöhtes 24-Stunden-Kortisol und pathologischer Dexamethason-Test)

Detailliertere Informationen über Transmittersysteme und Modellvorstellungen zur Entstehung affektiver Störungen inkl. einer zusammenfassenden Bewertung der Erkenntnislage finden Sie bei den Informationen zur Depression

Bipolare Störung: Manische Depression als Wechselbad der Gefühle Mittwoch, 02. August 2017

Leben zwischen den Extremen: Bei einer manisch depressiven Erkrankung schwankt der Gemütszustand von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Die bipolare Störung ist aufgrund der symptomfreien Zeit nur sehr schwer zu erkennen – die Diagnose wird meist erst nach zehn bis 15 Jahren gestellt. Wir erklären, was die Erkrankung bedeutet und wie Betroffene und Angehörige am besten damit umgehen.

Die manisch depressive Erkrankung gehört zu den affektiven Störungen – sie wirkt sich erheblich auf die Stimmungslage des Erkrankten aus. Er durchlebt mehrere Tage, Wochen oder gar Jahre lang eine absolute Hochphase (Manie), auf die ein tiefes Loch (Depression) folgen kann. Zwischen den krankhaften Phasen liegen beschwerdefreie Zeiträume. Sind die Symptome dieser bipolaren Erkrankung nicht so stark ausgeprägt, spricht man auch von einer Hypomanie.

Während einer manischen Phase ist dem Betroffenen nicht bewusst, dass es sich um eine Krankheit handelt. Er fühlt sich extrem leistungsfähig, belastbar und fit. Das Schlafbedürfnis ist sehr gering, die eigenen Fähigkeiten, die finanziellen Mittel und die Attraktivität werden zum Teil enorm überschätzt. Die Manie ist von Aktionismus geprägt: Der Erkrankte kann kaum einen Moment still sitzen, die Sprechgeschwindigkeit nimmt zu und es kommt zu schnellen Gedankensprüngen.

Handlungen im Affekt können den Betroffenen in die Bredouille bringen. So kann es zu spontanen Autokäufen, der Aufnahme eines Kredits oder rauschartigen Shoppingerlebnissen kommen. Nicht selten überschreiten Erkrankte dabei ihre finanziellen Mittel. Durch das gesteigerte Selbstbewusstsein und eine Steigerung des sexuellen Verlangens kann es während der Manie zu exzessiven Ausschweifungen kommen. Nicht selten schämen sich Betroffene im Nachhinein für ihr Verhalten. Ist eine Manie extrem ausgeprägt und kommt es zu gefährlichen Situationen für den Patienten oder sein Umfeld, kann eine Zwangseinweisung in eine Klinik erforderlich sein.

Symptomfreie Zeit: Langeweile und Unzufriedenheit

Wenn die Manie nach einigen Tagen oder Wochen wieder abklingt, kann eine Zeit ohne körperliche und geistige Beschwerden folgen. Hier kann sich der Betroffene gelangweilt und unausgefüllt fühlen. Die emotionale Hochphase während der Manie wird als erstrebenswertes Ziel erachtet – das „normale“ Leben und die „normalen“ Empfindungen reichen nicht mehr aus.

Liegt eine bipolare Störung vor, kann der Betroffene nach einer Hochphase auch in ein tiefes Loch fallen. Auf die Manie folgt die Depression. Hier treten für Depressionen typische Symptome wie Antriebslosigkeit, Bedrücktheit, Traurigkeit und Suizidgedanken auf. Der Betroffene ist abgeschlagen, müde und nicht in der Lage seinen Alltag zu bewältigen. Meist wird während der ersten depressiven Phase ein Arzt aufgesucht. Es kommt häufig zur Fehldiagnose Depression, da der Patient die manische Phase nicht als krankhaft erachtet und im Anamnesegespräch nicht weiter beschreibt. Fälschlicherweise werden deshalb viele Betroffene unipolar gegen Depressionen behandelt.

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Neurodermitis & Psyche: die Haut als Spiegel der Seele

Viele Neurodermitiker wissen: Am Zustand ihrer Haut lässt sich auch ihre seelische Verfassung ablesen. Denn psychische Strapazen beeinflussen den Krankheitsprozess. Die Hautsymptome wiederum verursachen Turbulenzen im Gemüt. Ein Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt. Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sondern auch eine von Geburt an wichtige Struktur zur Kontaktaufnahme mit der Außenwelt….

Eine Hälfte der Menschheit ist weiblich, die andere männlich. Aber nur fast. Denn es kommen auch zahlreiche Babys zur Welt, die sich nicht eindeutig einem der beiden Geschlechter zuordnen lassen. Sie sind Intersexuelle (Hermaphroditen, Zwitter). Ein schwieriges Erbe. Der Intersexualität (“teilweise männlich, teilweise weiblich“) mit ihren rund 100 Erscheinungsformen liegen Besonderheiten in der Geschlechtsentwicklung (differences/disorders…

Melisse: Melissengeist & Co. bringen Entspannung und Schlaf

Wenn Stress und Hektik regieren, kennt Mutter Natur ein Heilkraut, das im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Beruhigungsmitteln nicht abhängig macht: die Melisse. Sie beseitigt Unruhe und Schlafstörungen. Und noch manch andere unangenehmen Zustände. Die Melisse stammt aus dem Mittelmeerraum, war aber bereits im Mittelalter in jedem Klostergarten zu finden, für so unentbehrlich wurden ihre Heilkräfte…

Posttraumatische Belastungsstörung: grausames Relikt von Gewalt, Krieg und Co.

Extrembelastungen wie schwere Krankheiten, Unfälle oder Gewalterfahrungen können ein schlimmes Erbe hinterlassen: eine Posttraumatische Belastungsstörung. Das komplexe Krankheitsbild mit zahlreichen seelischen, körperlichen und psychosozialen Folgen bedarf einer ehebaldigen, einfühlsamen und fachkundigen Therapie, um überhaupt die Chance auf Bewältigung zu wahren. Naturkatastrophen, Unfälle, Gewalterlebnisse, aber auch scheinbar weniger dramatische Ereignisse können fast jeden Menschen in tiefe…

Dienststunden absitzen, sich dabei privaten Angelegenheiten widmen, dabei so tun, als sei man beschäftigt – was paradiesisch klingen mag, macht vielen im Job unterforderten Menschen zu schaffen. Sie entwickeln ein Bore Out Syndrom. Statt Aktenberge wälzen oder Bilanzen erstellen privat im Internet surfen, mit Freunden telefonieren oder den nächsten Urlaub planen – diesen scheinbar beneidenswerten…

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Stachelbeeren: Süße Früchtchen belohnen die stachelige Ernte

Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) gehören, wie der Name schon sagt, zu der Familie der Stachelbeergewächse. Stachelbeeren sind nicht nur sommergrüne Sträucher, sondern auch mit einer Vielzahl lästiger Dornen besetzt. Auch wenn dieser Strauch im Garten sehr anspruchslos ist, ist er dennoch seltener anzutreffen als die verwandten Johannisbeeren. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Tatsache mit der mühsameren Ernte zusammenhängt und nicht mit dem Geschmack der Stachelbeeren. Denn die reifen Früchte sind nicht nur süß und lecker, sondern auch noch richtig gesund. Pflanzen Sie zu Ihrem Stachelbeerstrauch doch auch gleich Johannisbeeren. Abgesehen davon, dass diese sich gut miteinander vertragen, können Sie abwechselnd von beiden Sträuchern naschen.

Besonders lecker sind die gesunden Stachelbeeren direkt vom Strauch. Ob nun frisch geerntet oder verarbeitet: das Früchtchen gibt was her – als Stachelbeerkuchen, eingemacht oder als Marmelade.

Abwechslung durch verschiedene Sorten der Stachelbeeren

Nicht nur bei der Farbwahl der Früchtchen haben Sie eine kleine Auswahl, sondern auch bei den Stachelbeersträuchern selbst. Sie können die Stachelbeeren als buschigen Strauch anbauen, der auch gerne mal ein wenig ausufert, wenn er nicht regelmäßig beschnitten wird, oder auch als Hochstamm. Fällt die Entscheidung auf einen Hochstamm, pflanzen Sie auch direkt einen Stützpfahl mit ein. So ist nicht nur der Stamm besser vor einem möglichen Abknicken bei starken Winden geschützt, sondern auch die Krone, falls der Strauch reichlich Stachelbeeren trägt und somit sehr schwer ist. Zusätzlich können Sie auch eine dreieckige Stütze bauen, auf der die Krone aufliegt – drei Pfähle werden ganz einfach mit Latten oben verbunden.

Bezüglich der Fruchtfarbe stehen nicht nur die bekannten grünen Stachelbeeren zur Auswahl, sondern auch rote und gelbe. Zudem haben manche Sorten größere Beeren, süßere Früchte, weniger Borsten an der Schale oder gar Zweige ohne die lästigen Dornen. Schauen Sie doch mal, was Ihre Nachbarn so an Stachelbeeren haben oder fragen Sie in Gartencentern oder Baumschulen nach, welche Sorten diese gerade anbieten.

Stachelbeeren mögen es gerne hell und auch windgeschützt. Eine dunkle Ecke an einer nach Norden ausgerichteten Hauswand ist ganz und gar nichts für diesen Strauch. Lichten Halbschatten müssen Sie den Stachelbeeren schon bieten. An einem solchen Platz fühlen sie sich noch wohl. In der ganztägig prallen Sonne hingegen nicht. Denn dann besteht die Gefahr, dass die Früchte einfach verbrennen und lediglich die inneren Stachelbeeren geerntet werden können.

Auch wenn der Strauch recht frostresistent ist – die Blüten sind es nicht. Aus dem Grunde ist ein windgeschütztes Plätzchen geeigneter. An sonnigen und wärmenden Tagen im frühen Frühjahr beginnen die Stachelbeeren schon mal mit dem Ausbilden von Blättern und Blüten. Aber bis zu den Eisheiligen kann es schon mal Nachtfröste geben und die Blüten an den äußeren Zweigen erfrieren dann.

Wohl fühlen sich die Stachelbeeren in einem nährstoffreichen, lehm- und kalkhaltigen sowie feuchten Boden. Sorgen Sie dafür, dass der Untergrund nicht austrocknet – in trockenen Zeiten wird regelmäßig gewässert. Ideal ist eine dicke Mulchschicht, beispielsweise aus Beinwell, der sehr närstoff- und kaliumreich ist. Eine Mulchschicht aus organischem Material schützt den Boden nicht nur vor einer starken Erwärmung und somit einem Austrocknen, sondern auch vor Erosion.

Die anspruchslosen Stachelbeeren brauchen Sie nicht übermäßig düngen. Es reicht aus, wenn Sie im Frühjahr, so etwa Anfang März, und auch nach der Blüte, den Strauch mit organischem Dünger versorgen. Eine gute Gabe Kompost eignet sich für das Frühjahr und nach der Blüte können Sie auch Hornspäne oder Brennnesseljauche als „Nahrungsergänzung“ verwenden.

Aber nicht nur Wasser, Mulch und Dünger sind die ausschlaggebenden Kriterien für eine reiche Ernte. Damit die Stachelbeeren gut wachsen und auch viele Früchte tragen, müssen Sie Ihren Strauch regelmäßig auslichten und schneiden. Wie und wann die Stachelbeeren am besten geschnitten und ausgelichtet werden, erfahren Sie in einem gesonderten Artikel.

Und etwa im Juli werden die Stachelbeeren dann geerntet. Eine in den Mund, eine für den Stachelbeerkuchen…

Die Stachelbeeren können Sie im Frühjahr oder im Herbst pflanzen. Geeigneter ist allerdings die Herbstpflanzung im Oktober bis November. Zwei Gründe sprechen für die Herbstpflanzung: An- oder ausgetriebene Gehölze wachsen schlechter an und der Strauch hat ausreichend Zeit, um bis zur nächsten Wachstumsphase mehr Wurzeln auszubilden.

Ob nun als Solitärpflanze oder zu mehreren gepflanzt: Zwischen der nächsten Pflanze und der Stachelbeere sollten Sie ausreichend Platz lassen. Je nach Sorte können das gut und gerne zwei Meter sein. Das erleichtert die Ernte und Pflege der Stachelbeeren ungemein. Manch einer sah nach der Ernte aus, als ob er den Kampf gegen einen Stubentiger verloren hat.

Auch wenn die Stachelbeeren, gerade durch ihre Dornen, sehr robust wirken, sind sie je nach Sorte dennoch recht anfällig gegenüber dem Amerikanischen Stachelbeermehltau. Inzwischen gibt es widerstandsfähige Neuzüchtungen, auf die Sie zurückgreifen sollten, wenn Sie sich nicht mit dem Mehltau-Pilz rumärgern möchten. Aber auch die Blattfallkrankheit kann bei den Stachelbeeren auftreten, insbesondere bei den alten Sorten wie beispielsweise die „Grüne Kugel“.

Auch Schädlinge, wie die Stachelbeerblattwespe, schrecken nicht vor den Dornen zurück. Im Gegenteil: Ihre Larven können binnen kurzer Zeit einen ganzen Strauch kahl fressen. Aber nicht nur die Stachelbeerblattwespe kann einen Schaden an den Stachelbeeren anrichten, sondern auch der Stachelbeerspanner, die Kleine Stachelbeertrieblaus und die Bleiche Stachelbeerblattlaus. Bevor Sie zur chemischen Keule greifen, sollten Sie grundsätzlich erst einmal alles andere ausprobieren. Sie können beispielsweise schon im Vorfeld, bevor der Schaden zu groß wird, die Raupen an den Stachelbeeren absammeln.

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