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Wer kennt sich da aus kann mir jemand lösung nennen. Vielen Dank

Hallo! Ich habe vor einiger Zeit die Anerkennung der Schwerbehinderung beantragt aufgrund extremer Kurzsichtigkeit (rund 20 Dioptrien beidseitig) sowie einer psychischen Erkrankung. Nachdem zunächst abgelehnt wurde hat man mir heute den Widerspruchsbescheid zugestellt. Anerkannt ist GdB 30. Laut Begründung 10 wegen der Augen. Es ist vermerkt, dass jedoch keine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit vorläge. Ich kann das nicht nachvollziehen, da meine Sehbehinderung weiter voran schreitet (bin inzwischen 30 jahre alt). Das psychische Problem wird mir auch erhalten bleiben. Meine Frage bevor ich mit denen debattiere (möchte nicht klagen, muss ich nämlich selbst zahlen), bestünde die theoretische Möglichkeit doch die dauerhafte körperliche Einschränkung bestätigt zu bekommen? Es entstehen mir immerhin enorme Kosten für Sehhilfen im Jahr und ich würde es nur fair finden wenigstens ein bisschen Steuerausgleich zu erhalten.

Ist dies ein Grund vom Amtsarzt abgelehnt zu werden?

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Teil 1: Krankheit als Botschaft der Seele – Der Körper als Spiegelbild

Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Gefriertruhe wäre defekt und all die Nahrungsmittel darin würden bald anfangen schlecht zu werden. Das Betriebslämpchen an der Außenseite Ihrer Gefriertruhe ist erloschen und zeigt dadurch die Fehlfunktion an. Im Normalfall würden Sie die Truhe öffnen, sehen dass sie nicht mehr kühlt und ihr kostbares Innenleben versuchen zu retten, während Sie anschließend die Truhe reparieren lassen.
Und jetzt stellen Sie sich bitte einfach einmal vor, Sie sehen das erloschene Licht an der Außenseite, tauschen es so aus, dass es wieder brennt und gehen Ihrem Alltag nach. Das Essen vergammelt langsam… Unvorstellbar? – Nein! Denn leider gehen die meisten Menschen mit Gesundheitsproblemen in Ihrem Körper so um, wie wir im zweiten Gedankenspiel mit den Lebensmitteln in der Truhe.

Die unerschöpfliche Kraft der Seele
Gesundheitsprobleme sind mehr als nur rein körperliche Aspekte. Ein Gesundheitsproblem zeigt uns an, dass wir in einer Weise von uns denken, die uns schadet. Werden wir krank, so zeigt uns unser Körper unsere physische, geistige und emotionale Grenze. Der Körper ist nicht die eigentliche Krankheitsursache. Wir bekommen unsere Kraft aus der Seele und dem Geist. Diese Kraft nährt unseren physischen Körper. Wir alle kennen positive Erlebnisse, z.B. Frischverliebtsein, wir haben Power ohne Ende. Sind wir aber seelisch aus dem Gleichgewicht geraten, ist unsere Seelenenergie blockiert und damit unsere Körperenergie. Die Folge sind körperliche Symptome der verschiedensten Arten und wir öffnen Krankheiten die Tür.

Der Körper als Spiegelbild der Seele
Man sagt, der Körper ist das Spiegelbild unserer Seele. Von den körperlichen Symptomen der Krankheit können wir auf unser eigenes Fehlverhalten gegenüber unserer Seele rückschließen. Dies ist nicht einfach und erfordert in hohem Maße Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Unsere Seele ist metaphysisch betrachtet, unser eigentlicher Schatz, die Quelle unerschöpflicher Energie. Sie ist das, was von den Religionen als das „Göttliche in unserem Innern“ und von den Physikern als Energie bezeichnet wird. Eine glückliche Seele liebt, bedingungslos, sich selbst und andere und ohne wenn und aber. Leider haben wir uns im Laufe der Jahre immer mehr von dieser Urenergie entfernt. Wir müssen den Einfluss neu verstehen lernen, den unsere Gedanken auf unsere Lebensenergie nehmen und welcher Einfluss dadurch auf unseren Körper und unsere Gesundheit entsteht. Schon Freud wusste, dass man zu der Quelle, zur Kindheit und der Beziehung zu den Eltern vorstoßen muss. Denn hier ist die Quelle von Ursache und Wirkung unserer gegenwärtigen Lebenssituation zu finden. Wir speichern oft in sehr tiefen, unbewussten Schichten schwierige Ereignisse und seelische Verletzungen ab. Bereits im frühesten Kindesalter entwickeln wir Strategien und Verhaltensmuster um uns dagegen zu schützen. Bei schweren seelischen Verletzungen wird die Lebensenergie oft zu einem energetischen Abwehrsystem umfunktioniert. Dabei werden Teile der Energie in Abwehrmechanismen kanalisiert, die uns an anderer Stelle im Leben fehlt. Als Folge fühlen wir uns zum Beispiel schlapp, müde, ausgelaugt, angespannt oder kränklich.

Wie das EGO unsere Wünsche blockiert
Viele Jahre, vielleicht sogar ein Leben lang schleppen wir diesen Ballast mit uns herum. Wir haben damals Überzeugungen gebildet, die uns heute daran hindern, wir selbst zu sein mit all unseren Wünschen und Bedürfnissen. Oft machen wir eher das, was andere von uns wollen, als NEIN zu sagen. Unsere alten Überzeugungen, unser sogenanntes EGO verbaut unsere tatsächlichen Wünsche. Der Körper drückt durch Symptome und die Stellen an denen diese auftreten aus, welche Denkweisen oder Wünsche unser EGO „manipuliert“ hat. Aber unser Körper ist nicht von unserem Geist und seinen Gefühlen zu trennen. Verdrängungen ins Unterbewusstsein stauen lediglich Probleme auf und führen irgendwann zu einer umso heftigeren Entladung. Krankheitssymptome treten auf und blockieren den Körperteil, der analog für unseren ureigentlichen Wunsch oder unser Bedürfnis steht. Nicht umsonst sagt der Volksmund, dass ein gesunder Geist auch in einem gesunden Körper wohnt.

Wer gerne isst, hat eine Essstörung. Wer schüchtern ist, braucht psychiatrische Betreuung. Wer gelegentlich einen Wutanfall bekommt, sollte dringend Pillen schlucken und wer Zukunftsängste hat, ist längst überfällig. Das zumindest ist die Meinung mancher Psychiater. Wenn deren aktuellen Wünsche in Erfüllung gehen sollten, gibt es ausserdem bald das sog. Psychosen-Risiko-Syndrom. Jeder, der keine Symptome zeigt, aber – nach Ansicht der Psychiater – irgendwann einmal Symptome einer psychischen Störung bekommen könnte, kann in diese Kategorie fallen und ist somit aus prophylaktischen Gründen behandlungsbedürftig.

Neue Krankheitsdefinitionen kurbeln die Umsätze der Pharmakonzerne an

Wie auch immer man sich verhält, die Amerikanische Psychiater-Vereinigung (American Psychiatric Association, APA) scheint der Meinung zu sein, man sei mental gestört und brauche dringend eine medikamentöse Therapie.

Zu den neuen Vorschlägen für das amerikanische Psychiatrie-Handbuch DSM (Diagnostic and Statistical Manual), in dem sämtliche mentalen Störungen definiert sind, gehören unter anderem frühkindliche Wutanfälle, Zukunftsängste bei Teenagern und krankhafte Fresssucht. Wenn diese Vorschläge angenommen werden, dann gelten diese drei Erscheinungen als psychische Erkrankungen, können medikamentös behandelt werden und würden den Pharmakonzernen Profite in Milliardenhöhe bescheren.

Das DSM wird oft als die Bibel der Psychiatrie bezeichnet. Dieses Handbuch übt einen enormen Einfluss auf die Gesundheitssysteme dieser Welt aus. Ja, es hat Auswirkungen auf so ziemlich jedes Rädchen der Gesundheitssysteme – von den Versicherungsgesellschaften und den Herstellern medizinischer Produkte bis zu den Universitäten und sogar bis in die Gefängnisse hinein. Auch die Gerichte und Staatsanwälte messen dem Inhalt des DSM grosse Bedeutsamkeit bei.

Im DSM findet man wohl annähernd jede menschliche Emotion, jeden Charakterzug und jeden Gefühlsausdruck, zu dem Menschen fähig sein könnten, als psychische Krankheit beschrieben. Als Krankheit, die – nach Meinung der Psychiater – unbedingt eine psychiatrische Betreuung und vor allem auch eine medikamentöse Behandlung erfordere. Von den gefährlichen Nebenwirkungen der eingesetzten Psychopharmaka spricht – natürlich – keiner.

Normale Kinder und Teenager werden zu Psycho-Patienten

Christopher Lane, Professor an der Northwestern University und Autor eines kritischen Buches über das DSM (Shyness: How Normal Behavior Became a Sickness, zu deutsch: Schüchternheit: Wie ein normales Verhalten zu einer Krankheit wurde) meinte zu den neuen Vorhaben der APA:

„Die APA öffnet dadurch ganz klar eine weitere Pandorabüchse mit dem Ziel, noch mehr Kinder und Teenager medikamentös behandeln zu können. Dabei handelt es sich um Kinder und Teenager, die im Rahmen einer ganz natürlichen Entwicklung auch einmal Phasen emotionaler Aufgewühltheit durchmachen.“

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Zum Beispiel können Medikamente die Anzahl manischer bzw. depressiver Episoden einschränken, was sich nun als wichtiger Faktor erweist, betrachtet man den im Gehirn entstehenden Schaden.

"Dieses Ergebnis legt nahe, dass wir uns verstärkt bemühen sollten, manische und depressive Episoden zu verhindern", stimmt Kessing zu.

Die Gruppe um McIntosh wird nun eingehender Faktoren untersuchen, die zum Verlust grauer Hirnmasse beitragen könnten. In diesem Zusammenhang könnten Stresshormone ebenso infrage kommen wie genetische Faktoren.

Forscher weisen darauf hin, dass gelegentlich schlecht gelaunt oder aufgebracht zu sein nicht ausreicht, um das Gehirn zu zerstören. "Es geht nicht darum, einfach launisch zu sein", erklärt Kessing, "diese Patienten leiden an ziemlich schwerwiegenden bipolaren Störungen."

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Bipolare Störung: Verlauf: Vom Licht ins Dunkel und zurück

Einige Monate hält dieser Zustand der „Hypomanie“ – des Hochgefühls – in der Regel an. Die Betroffenen sind zunehmend ausgelassen, kommunikativ, oft auf dem Gipfel ihres Leistungsniveaus, aber auch sprunghaft oder übertrieben selbstbewusst. Unbemerkt und unumgänglich rutschen sie schließlich eine letzte Stufe hinauf, in den Zustand der „Manie“.

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Bin Mitte 30, habe nach 4 Versuchen endlich einen kompetenten Psychiater gefunden, 350km von meinem Wohnort entfernt. Seroquel Quilonum Venlafaxin haben mich stabilisiert und ich kann endlich wieder langfristig planen. Denn die Leistungseinbrüche haben ein normales Leben, trotz abgeschlossenem Ingenieursstudium unmöglich gemacht. Kann auf 10 Jahre Fehldiagnosen zurückblicken.

Seit über 30 Jahren der Überflieger mit vielen Bruchlandungen und schweren Burn-outs. Erst mit den Medikamenten Litium und Citralopram und einem spitzen Psychiater bin ich seit 3 Jahren auf guten Wegen. Der Artikel könnte auf mich zutreffen. Habe mich sofort wiedererkannt. Stimmungstagebuch ist sehr zu empfehlen. Mittlerweile rieche ich meine Schübe und steuere dagegen.

Das hab ich doch auch seit 20 Jahren.

Es ist immer noch ein Tabu. Darüber spricht man nicht. Bzw. man kann jemanden sagen, dass man depressiv ist. Sagt man jedoch, man ist bipolar, haben die Leute keine Ahnung, was das bedeutet. Sagt man dann, ich bin manisch-depressiv, ist oft die Antwort: Aber Du machst mir aber nichts! Was für ein Mist! Das tut echt weh. Die Leute lachen über einen. Deshalb ist Öffentlichkeitsarbeit wichtig.

06.07.2010 | bald Psychologin

vielen Dank für diesen interessanten Artikel! Bin bald eine Diplompsychlogin und lese sehr gerne ähliche Artikel

ich seit 25 Jahren bipolar undkann aus eigener Erfahrung sagen: der Artikel ist sachlich richtig aber untertrieben. Ohne richtige ärztliche Behandlung ist dieseKrankheit die schiere Hölle. Die richtige Diagnose und Behandlung sind nicht nur für den Patienten sondern auch für sein Umfeld von Bedeutung.

Nach Lesen dieses Artikels könnte ich denken das ich selbst und fast jeder den ich kenne an dieser Krankheit leidet. Für mich gilt eine einfache Regel: Solange man es nicht übertreibt soll man so bipolar sein wie man will. Ich habe lieber emotionsgeladene Menschen um mich als ein Haufen gefühlsloser Roboter zu denen wir ja gerade alle erzogen werden.

Tückische Krankheit: Was ist eine Bipolare Störung?

10.02.2018, 08:25 Uhr | hm, az, dpa, t-online.de

Für Menschen mit einer Bipolaren Störung ist das Leben eine ständiges Auf und Ab. (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/Thinkstock by Getty-Images)

Im einen Moment noch glücklich, doch im nächsten scheint der Weltuntergang nah? Wer sich so einen heftigen, aber anhaltenden Emotionswechsel nicht erklären kann, sollte sich wegen einer bipolaren Störung untersuchen lassen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nervenärzte hin. Wir erklären, was es mit der Erkrankung zwischen Depression und Manie auf sich hat.

Bipolare Störungen verlaufen in depressiven und manischen Phasen. Während der Depressionen sind Betroffene bedrückt, antriebslos und sehen keine Perspektive.

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Umgekehrt kann man in der Regel auch nicht auf Neuroleptika verzichten, denn schließlich handelt es sich hier auch um schizophrene Symptome. Und die wiederum lassen sich nicht nur allein durch Antidepressiva ausreichend behandeln, im Gegenteil: Manchmal können (bestimmte) Antidepressiva sogar schizophrene Symptome verstärken oder auslösen. Kurz: Die Kombination ist der sicherste Weg. Und wenn zusätzlich noch ausgeprägte, vor allem unruhig-gespannte Ängste belasten, kann zumindest vorübergehend ein Benzodiazepin-Tranquilizer hilfreich sein (den man aber bald wieder ausschleicht, weil er ja bekanntlich abhängig machen kann). Und was die zusätzliche Gabe von Lithiumsalzen oder anderen Phasenprophylaktika anbelangt, so liegt deren Schwerpunkt vor allem im langfristigen Rückfallschutz, weniger in der Therapie akuter schizodepressiver Episoden.

Was die erwähnte Elektrokrampfbehandlung (Durchflutungstherapie) betrifft, so war sie früher in der Tat hilfreich und wird auch heute noch gelegentlich bei schizodepressiven Patienten eingesetzt. Allerdings ist die Erfolgsrate durch die vor allem neuen Antidepressiva in Kombination mit den (ebenfalls vor allem neuen, atypischen) antischizophrenen Neuroleptika so erfreulich gewachsen, dass man im allgemeinen auf eine Elektrokrampfbehandlung verzichten kann. Es gilt aber der Satz: Man soll sie vermeiden, wo es geht, aber nie verlernen. Denn gerade bei therapieresistenten und damit chronischen Psychosen jeglicher Art (also auch schizoaffektiven Störungen) erinnert man sich in der Not ganz gerne daran, dass es noch diese Möglichkeit gibt.

Auch der Schlafentzug hat durchaus seine Erfolge und Verdienste, wird aber bei schizoaffektiven Störungen kaum eingesetzt. Das gleiche gilt für die Lichttherapie (Phototherapie). Handelt es sich jedoch um ständig wiederkehrende schizodepressive Phasen in der dunklen Jahreszeit (die ohnehin zunehmend von einer sogenannten Winter- oder Lichtmangel-Depression heimgesucht wird), kann eine zusätzliche Lichttherapie nicht schaden, wenn alle anderen therapeutischen Bedingungen erfüllt sind.

Was aber tut man, wenn das akute Krankheitsbild abgeklungen ist, spätere Rückfälle jedoch nicht auszuschliessen sind? Man nutzt die sogenannte Rezidiv-Prophylaxe, den Rückfall-Schutz. So etwas empfiehlt sich bei schizophrenen Psychosen und bei sogenannten rezidivierenden (immer wieder drohenden) Depressionen (früher vor allem phasische, d. h. endogene Depressionen genannt). Und ganz besonders dringlich bei schizoaffektiven Störungen, denn hier ist die Rückfallgefahr noch größer.

Was steht zur Verfügung? Im wesentlichen das gleiche, wie für die Akut-Therapie, nur eben nicht zeitlich begrenzt, sondern mittel-, ja langfristig, ggf. "lebens-begleitend".

Im allgemeinen beginnt man nach der 3. Krankheitsepisode, vor allem wenn die Abstände immer kürzer zu werden drohen. Dafür stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

- Die Lithium-Prophylaxe ist am wirkungsvollsten bei schizoaffektiven Störungen, bei denen manische oder depressive Zustände dominieren, vor allem wenn sich diese beiden Gemüts-Pole ständig, wenngleich unregelmäßig abwechseln. Überwiegt hingegen das schizophrene Krankheitsbild, dann haben Lithiumsalze weniger gute Aussichten.

Allerdings ist eine Lithium-Langzeitbehandlung nicht ohne Risiko. Das muss man in Rechnung stellen. Einzelheiten siehe das ausführliche Kapitel über die Phasen-Prophylaktika und dort über Lithiumsalze.

- Carbamazepin und Valproinsäure als Langzeit-Prophylaktikum schieben sich immer mehr in den Vordergrund, und zwar nicht nur dann, wenn sich die Lithiumsalze durch ihre Nebenwirkungen als unverträglich erweisen. In schwierigen Fällen kombiniert man ohnehin zwei oder gar drei dieser Phasen-Prophylaktika miteinander. Einzelheiten dazu siehe das entsprechende Kapitel über Phasen-Prophylaktika und hier besonders Carbamazepin und Valproinsäure.

- Auch Neuroleptika können mittel- bis langfristig zum Rückfallschutz genutzt werden. Das ist allerdings nicht unumstritten. Am wirkungsvollsten sind sie naturgemäß dann, wenn schizophrene Symptome überwiegen. Nicht selten kombiniert man deshalb bei einer Phasen-Prophylaxe Neuroleptika mit Lithium oder Carbamazepin bzw. Valproinsäure. Dies besonders dann, wenn sich durch eine Mono-Therapie (durch ein einiges Langzeit-Medikament) kein dauerhafter Erfolg erzwingen lässt. Allerdings gilt es dann auch die Nebenwirkungen mehrerer Arzneimittel zu ertragen.

- Früher entschloss man sich häufiger zur Langzeit-Prophylaxe mit Antidepressiva, besonders bei reinen Depressionen, wenn sie immer wieder auftraten. Das selbe galt auch für schizoaffektive Störungen, wenn die depressiven Zustände dominierten. Der alleinige Einsatz von Antidepressiva bei schizoaffektiven Störungen ist allerdings nach wie vor umstritten. Nicht viel positiver wird die zusätzliche Gabe von Antidepressiva zu den eigentlichen Phasen-Prophylaktika Lithium, Carbamazepin oder Valproinsäure gesehen. Antidepressiva sollten deshalb anlässlich der heutigen Rückfallschutz-Bedingungen nur dann gegeben werden, wenn alles andere versagt. Für die Akut-Behandlung schizodepressiver Krankheitsepisoden sind sie ohnehin unersetzlich.

Wann soll man die Arzneimittel zur Phasen-Prophylaxe austauschen?

Wenn man sich einmal zu einem mittel- bis langfristigen Rückfall-Schutz durch Phasen-Prophylaktika, vor allem Lithiumsalze, Carbamazepin und Valproinsäure entschlossen hat, dann muss man sich auch in Geduld üben. Es braucht nämlich lange, mindestens aber ein halbes Jahr, bis man sich über die definitive Wirkung ein Bild machen kann. Wer zuvor in Ungeduld oder Resignation verfällt und die Medikamente absetzt, tut sich keinen guten Dienst. Denn was immer er dafür eintauscht, er muss von vorne anfangen und seine Geduld wird erneut strapaziert - nur dass er jetzt schon eine Chance vertan hat. Und oftmals steht es auch um die sogenannte Therapietreue im allgemeinen (Fachausdruck: Compliance) und insbesondere um die Einnahmezuverlässigkeit der Arzneimittel nicht zum besten.

Patienten mit einer schizoaffektiven Störung gehören ohnehin nicht zu den geduldigsten, sagt man. Und auch die Aussichten, das halbe oder gar ganze Leben täglich Arzneimittel schlucken zu müssen, kann in eine "verzweifelte Missstimmung" mit verhängnisvollen "Kurzschlussreaktionen" münden. Und die bestehen meist darin, das Arzneimittel unregelmäßig einzunehmen und schließlich ganz wegzulassen - oft ohne den Arzt und sogar die Angehörigen zu informieren.

Das tragischste aber ist der Umstand, dass der Rückfall nicht nur durch das Weglassen der zuständigen Arzneimittel ausgelöst wird, er scheint durch dieses plötzliche Absetzen oder zumindest rasche "Ausschleichen" geradezu programmiert zu sein. Dann ist der Jammer groß, zumal sich manche Patienten nicht einmal jetzt dazu entschließen können, die selbstverantwortliche Ursache zu bekennen.

Kurz: Wenn ein Wechsel des Phasen-Prophylaktikums notwendig wird, dann nur in enger Zusammenarbeit mit Hausarzt sowie Nervenarzt/Psychiater. Es könnte ja auch sein, dass der Betreffende diese Mittel "zu rasch verstoffwechselt", so dass der dafür notwendige Serumspiegel zu sehr schwankt oder insgesamt so niedrig ist, dass das Medikament nicht ausreichend greifen kann. Dann muss man einfach etwas höher dosieren, ohne dass dadurch zwangsläufig mit mehr Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Schließlich ist auch zu unterscheiden zwischen einem totalen Rückfall sowie einer abgeschwächten und vor allem kürzeren Symptomatik (Fachausdruck: Non-Response für keinerlei Wirkung bzw. Teil-Response für abgeschwächten und verkürzten Rückfall). Wer also wenigstens teilweise auf das Arzneimittel reagiert, sollte sich einen Wechsel zweimal überlegen. Hier gibt es noch andere Möglichkeiten, bevor man auf volles Risiko mit Weglassen aller Arzneimittel geht (z. B. Medikamenten-Kombinationen).

Nun gibt es nicht nur Medikamente, die allseits kritisch beurteilt werden, es gibt auch nicht-medikamentöse Behandlungsmaßnahmen, denen alle Sympathien gelten - obgleich nur wenige über deren Möglichkeiten und Grenzen genug wissen. Besonders das Stichwort "Psychotherapie" fasziniert nicht nur Patienten, sondern auch Angehörige, Freunde und andere "Berater" mit gutem Willen aber leider auch ohne ausreichende Fachkenntnisse.

Deshalb muss man sich folgenden Grundsatz merken, selbst wenn er verdriest:

Bei einer schizophrenen Psychose, bei einer (mittelschweren, oft aber auch schon leichten) Depression sowie bei einer manischen Hochstimmung mit psychosozialen Konsequenzen ist die Basis der Behandlung grundsätzlich das zuständige Medikament, also Neuroleptika und Antidepressiva bzw. zum Rückfallschutz die erwähnten Phasen-Prophylaktika. Wer das nicht akzeptieren kann, muss die Folgen tragen. Und die pflegen umso schwerwiegender auszufallen, je unnötiger sie bei den heutigen Behandlungsmöglichkeiten sind.

Das heißt aber nicht, dass es keine nicht-medikamentöse Zusatztherapien gibt, die durchaus ihren Wert haben und deshalb auch genutzt werden sollen. Dazu gehören:

- psychotherapeutische Verfahren, insbesondere verhaltenstherapeutisch oder kognitiv orientiert, ggf. auch familientherapeutisch

- soziotherapeutische Maßnahmen, z. B. Ergotherapie, berufliche Anpassungs- oder Umschulungsmaßnahmen

- u. U. Angehörigengruppen

- ggf. spezifische Trainingsprogramme

Psychotherapeutische sowie soziotherapeutische Aspekte sind in praktisch jeder Therapie enthalten, selbst wenn sie zuerst einen medikamentösen Schwerpunkt hat.

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Der Darm ist bei Parkinson oft träge, so dass sich eine Verstopfung entwickelt. Eine solche Obstipation kann auch schon als Frühzeichen von Parkinson auftreten.

Bei Männern zeigen sich manchmal Potenzprobleme (Erektile Dysfunktion). Diese Impotenz kann sowohl durch die Krankheit selbst als auch durch die Parkinson-Medikamente entstehen.

Achtung: Alle genannten Begleitsymptome können auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden, nicht nur durch Parkinson.

Parkinson-Patienten sind anfälliger für eine Demenz als die Allgemeinbevölkerung: Ungefähr ein Drittel der Patienten entwickelt im Krankheitsverlauf zusätzlich eine Demenz. Einigen Untersuchungen zufolge ist das Demenz-Risiko bei Parkinson sogar noch höher (bis zu 80 Prozent).

Zu den Symptomen der Parkinson-Demenz zählen in erster Linie eine gestörte Aufmerksamkeit und ein verlangsamtes Denken. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Alzheimer - der häufigsten Form von Demenz. Alzheimer-Patienten leiden hauptsächlich unter Gedächtnisstörungen. Solche treten bei der Parkinson-Demenz dagegen erst in späteren Krankheitsstadien auf.

Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag Demenz bei Parkinson.

Mediziner nenen die Parkinson-Erkrankung auch primäres oder idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS). "Idiopathisch" bedeutet, dass keine greifbare Ursache für die Erkrankung gefunden werden kann. Dieser "echte" Parkinson macht etwa 75 Prozent aller Parkinson-Syndrome aus. Er steht im Fokus dieses Textes. Davon zu unterscheiden sind die seltenen genetischen Formen von Parkinson, das "sekundäre Parkinson-Syndrom" und das "Atypische Parkinson-Syndrom". Sie werden weiter unten kurz beschrieben.

Die Parkinson-Erkrankung geht von einer bestimmten Hirnregion aus, die sogenannte "schwarze Substanz" (Substantia nigra) im Mittelhirn. Diese Hirnregion enthält viel Eisen und den Farbstoff Melanin. Beides färbt die "Substantia nigra" auffallend dunkel (im Vergleich zum sonst hellen Hirngewebe).

In der "Substantia nigra" befinden sich spezielle Nervenzellen, die den Nervenbotenstoff (Neurotransmitter) Dopamin produzieren. Dopamin ist sehr wichtig für die Steuerung von Bewegungen. Beim Idiopathischen Parkinson sterben immer mehr Dopamin-produzierende Nervenzellen ab. Warum, weiß man nicht.

Durch diesen fortschreitenden Zelltod sinkt der Dopaminspiegel im Gehirn immer weiter ab – es entwickelt sich ein Dopaminmangel. Der Körper kann ihn eine lange Zeit ausgleichen: Erst wenn etwa 60 Prozent der Dopamin-produzierenden Nervenzellen abgestorben sind, macht sich der Dopaminmangel bemerkbar: Der Patient bewegt sich immer langsamer (Bradykinese) oder teilweise gar nicht mehr (Akinese).

Doch der Dopaminmangel an sich ist nicht die alleinige Parkinson-Ursache: Er bringt zudem das empfindliche Gleichgewicht der Nervenbotenstoffe außer Balance: Weil immer weniger Dopamin vorhanden ist, steigt zum Beispiel die Menge des Botenstoffes Acetylcholin relativ betrachtet an. Experten vermuten, dass dies der Grund für das Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) bei Parkinson ist.

Das Ungleichgewicht der Neurotransmitter bei Parkinson könnte auch schuld daran sein, dass viele Patienten zusätzlich depressiv werden. Denn man weiß, dass generell bei Depressionen das Gleichgewicht der Nervenbotenstoffe gestört ist. Der Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und Depression ist aber noch nicht abschließend geklärt.

Parkinson-Ursachen: Viele Vermutungen, wenige Beweise

Weshalb bei der Parkinson-Krankheit Nervenzellen in der "Substantia nigra" absterben, ist noch unklar. Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass an der Entstehung von Parkinson mehrere Faktoren beteiligt sind.

So haben Wissenschaftler etwa herausgefunden, dass die Nervenzellen bei Parkinson-Patienten schädigende Substanzen nur unzureichend beseitigen können. Zellschädigende Stoffe sind zum Beispiel die sogenannten "freien Radikale". Das sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die bei verschiedenen Stoffwechselprozessen in der Zelle entstehen.

Möglicherweise sind die Nervenzellen bei Parkinson-Patienten nicht fähig, diese gefährlichen Stoffe abzubauen, bevor sie Schaden anrichten. Oder aber die Entgiftungsfähigkeit der Zellen ist normal, aber es werden übermäßig viele "freie Radikale" bei Parkinson produziert. In beiden Fällen könnten sich die zellschädigenden Substanzen in den Nervenzellen anreichern und sie absterben lassen.

Daneben gibt es noch andere mögliche Parkinson-Ursachen, die derzeit diskutiert und erforscht werden.

Wenn ein Familienmitglied an Parkinson erkrankt ist, verunsichert dies viele Angehörige. Sie fragen sich, ob Parkinson vererbbar ist. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei Parkinson aber um den oben beschriebenen idiopathischen Parkinson. Vererbung ist bei dieser sporadisch auftretenden Erkrankungsform kein Thema, glauben Experten.

Anders ist das bei den sogenannten monogenetischen Formen von Parkinson: Jede von ihnen wird durch die Veränderung (Mutation) in einem bestimmten Gen verursacht. Diese Genmutationen können an die Nachkommen weitergegeben werden. Monogenetische Formen von Parkinson sind also vererbbar. Sie werden oft auch als familiäres Parkinson-Syndrom bezeichnet. Zum Glück sind sie aber selten.

Im Unterschied zum idiopathischen Parkinson hat das symptomatische (oder sekundäre) Parkinson-Syndrom eindeutig erkennbare Ursachen. Dazu zählen:

  • Medikamente: Hemmstoffe des Dopamins (Dopaminantagonisten) wie Neuroleptika (zur Behandlung von Psychosen) oder Metoclopramid (gegen Übelkeit und Erbrechen), Lithium (gegen Depressionen), Valproinsäure (gegen Krampfanfälle), Kalziumantagonisten (gegen Bluthochdruck)
  • andere Erkrankungen wie Hirntumoren, Entzündungen des Gehirns (etwa infolge von AIDS), Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus) oder Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit)
  • Vergiftungen, etwa mit Mangan oder Kohlenmonoxid
  • Verletzungen des Gehirns

Das Atypische Parkinson-Syndrom entsteht im Rahmen verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen. Das sind Erkrankungen, bei denen fortschreitend Nervenzellen im Gehirn absterben. Im Unterschied zum idiopathischen Parkinson-Syndrom betrifft dieser Zelluntergang aber nicht nur die "Substantia nigra", sondern auch andere Hirnregionen. Deshalb treten beim Atypischen Parkinson-Syndrom neben Parkinson-ähnlichen Beschwerden noch weitere Symptome auf.

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Letzte Überarbeitung: 5. Februar 2018

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Karl C. Mayer , Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Bei der ALS erkranken die Vorderhornzellen im Rückenmark und die motorischen Hirnnervenkerne im unteren Teil des Hirnstamms. Nervenimpulse die vom Gehirn ausgehen können so nicht mehr zur Muskulatur weitergeleitet werden. Die Kontrolle über die Muskulatur geht verloren. Da die entsprechenden Muskelzellen nicht mehr benutzt werden können, schrumpfen sie. Der Name beschreibt die Degeneration von motorischen Nervenfasern, die vom Gehirn ins Rückenmark ziehen mit Verlust von myelinisierten Nervenfasern und einer Gliose. Die Schädigung ist meist am ausgeprägtesten im unteren Rückenmark betrifft aber auch den Hirnstamm und sogar die Capsula interna. Die Veränderungen zeigen sich deutlich in den motorischen Vorderwurzeln des Rückenmarkes, wären die hinteren für die Sensibilität zuständigen Wurzeln intakt bleiben.
Auch nicht mit den Lähmungen zusammenhängende Hirngebiete werden geschädigt. Bei vielen Verstorbenen finden sich Ubiquitinpositive Einschlusskörperchen im Gehirn dort besonders in Nervenellen des Hippocampus und frontotemporalen Nervenzellen. Letztere können für die manchmal vorkommenden kognitiven Defizite verantwortlich sein.

Der bekannte Baseballspieler, Lou Gehrig’s der Physiker Stephen Hawking, Mao Tsetung, David Niven haben darunter gelitten In Deutschland besonders bekannt ist der Maler Jörg Immendorff, der offen über seine Erkrankung und die diversen unternommenen unkonventionellen Heilversuche spricht.

Symptome: Schwäche und Atrophie der Muskeln, Faszikulationen und Muskelkrämpfe, Spastik, Dysarthrie, Dysphagie, Dyspnoe, emotionale Labilität. Wenn 30-50 % der Nervenzellen geschädigt sind, kommt es zu Muskelschwäche und Muskelschwund. Die gelähmten Muskeln scheinen dabei manchmal recht lebendig, da es bei dieser Erkrankung häufig zu unwillkürlichen Muskelzuckungen (Faszikulationen) oder wenn es die Zunge betrifft zu Fibrillationen kommt. You Tube Video mit Faszikulationen und Muskelatrophien. Eine Betroffene berichtet (engl.) Faszikulationen Die obersten motorischen Nervenzellen die Vorderhornzellen entsprechen liegen im Hirnstamm wenn dieser betroffen ist, ist die Augen (sehr selten)-,Sprach-, Kau- und Schluckmuskulatur geschwächt. Diese Form der ALS nennt man progressive Bulbärparalyse. Da auch darüber liegende zentrale motorische Nervenzellen der Hirnrinde und ihrer Verbindungen zum Rückenmark betroffen sein können kommt es bei vorhandener Schwäche auch zu einer Erhöhung der Muskelanspannung im Sinne einer Spastik. Die ALS betrifft nur das motorische Nervensystem (das für die Steuerung der Muskeln zuständig ist). Die Empfindung für Berührung, Schmerz und Temperatur, das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken, die Funktionen von Blase und Darm sind nicht betroffen. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen ist auch die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. 2-5% der Patienten mit ALS leiden zusätzlich an einer frontotemporalen Demenz. Neuropsychologische Untersuchungen und die funktionelle Bildgebung zeigen, dass auch Patienten mit klassischer ALS neuropsychologische Defizite aufweisen können. Zu Lebzeiten nur motorisch betroffene Patienten zeigen neuropathologisch oft Atrophien des frontotemporalen Kortex. Umgekehrt finden sich bei Patienten mit frontotemporaler Demenz, die klinisch keine motorischen Einschränkungen aufweisen, neuropathologisch Atrophien der spinalen und bulbären Motoneurone. Ungeklärt ist, ob es sich bei der ALS mit neuropsychologischen Störungen um eine distinkte nosologische Entität handelt oder um einen Teil eines kontinuierlichen Spektrums, das von rein motorischen zu rein neuropsychologischen Symptomen verläuft. Im Verlauf droht den Patienten der langsame Erstickungstod, da die Atemmuskulatur regelmäßig betroffen wird. (A. Flöel, H. Lohmann, S. KnechtDer Nervenarzt 12/2002). Etwa 4% der Patienten leben länger als 10 Jahre mit der Erkrankung. Sekundär zu den Krankheitssymptomen kommt es bei vielen Patienten zu psychischen Störungen, Schlafstörungen, Verstopfung, Speichelfluss, verdicktem Bronchialsekret, Symptomen der chronischen Atemnot und Hypoventilation, Schmerzen M R Turner, et al., Prolonged survival in motor neuron disease: a descriptive study of the King’s database 1990–2002 J Neurol Neurosurg Psychiatry 2003; 74: 995-997. [Abstract] [Full text] [PDF] J D Mitchell, G D Borasio Amyotrophic lateral sclerosis Lancet 2007; 369: 2031–41

  • Schädigungs-Zeichen des oberen oder 1. Motoneurons: pathologische Reflexe oder gesteigerte Eigenreflexe, Kloni, spastische Tonuserhöhung, erhaltene Reflexe trotz Atrophie der Gliedmaße,
  • Schädigungs-Zeichen des unteren oder 2. Motoneurons: Schwäche, Atrophie, Faszikulationen

Häufigkeit: 1-3 Fälle / 100000 Einwohner / Jahr oder etwa 6/100 000 Einwohner die derzeit mit der Erkrankung leben. Weltweit schätzungsweise 150000 ALS-Fälle, in Deutschland gibt es etwa 6000 Patienten mit einer ALS. An der sporadischen (nicht erblichen) Form leiden 90-95%, an der familiären Variante 5- 10%. Männer > Frauen (3:2). Bei etwa 5% der ALS-Patienten kommen weitere Krankheitsfälle in der Familie vor. Bei der sporadischen Form scheint häufig eine Mutation eines einzelnen Nukleotides im FLJ10986- Gen eine Rolle zu spielen. (N Engl J Med 2007;357:775-88). Das potentielle Substrat für FLJ10986 ist bisher nicht bekannt, damit ist auch nicht bekannt, wie es zur Auslösung der sporadischen Form der ALS beiträgt. ALS beginnt meist zwischen 50 und 70 Jahren, kann aber auch jüngere Menschen treffen. Die ALS tritt als sporadische (spontane) Form, familiäre Form (seltener, ca. 5-10% der Fälle), endemische (nur in einer bestimmten Region vorkommende, z.B. Guam, Kii Halbinsel) Form auf. ALS scheint bei Weißen häufiger zu sein als bei Afroamerikanern, Lateinamerikanern oder Asiaten. Die Ursache der ALS ist weiter unklar. Manche Studien weisen darauf hin, dass ein vererbtes Retrovirus verantwortlich sein könnte. Im Blut von ALS- Patienten und deren Blutsverwandten wurde eine im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant höhere Prävalenz der reversen Serumtranskriptase- Aktivität gefunden.

Vesikel-assoziiertes Membranprotein/Synaptobrevin-assoziiertes Membranprotein B ( VAPB ) Gen

CHMP2B (charged multivesicular body protein 2B),

Die Diagnose wird oft erst sehr spät im Verlauf gestellt. Interessant ist dabei die Feststellung, dass der Hausarzt 3x schneller auf die Idee kommt und seine Patienten zum Neurologen zur Abklärung schickt als dies andere Fachärzte wie Rheumatologen tun. (Vorläufige Ergebnisse der „From First Symptoms to Diagnosis Study" Rh�ne-Poulenc Rorer GmbH. Es handelt sich um eine Ausschlußdiagnose. Die Diagnosekriterien der ALS sind als "El Escorial-Kriterien" international standardisiert und werden momentan überarbeitet ("erweiterte El Escorial-Kriterien"). Dies bedeutet, dass die Erkrankung erst diagnostiziert wird, wenn andere (besser behandelbare) Ursachen der Symptome ausgeschlossen sind. Insbesondere eine cervicale Myelopathie, motorische Neuropathien, Autoimmunerkrankungen (MS, Motorische Neuropathie mit multiplen Leitungsblöcken, Myasthenie, Einschlußkörperchen-Myositis, paraneoplastische Syndrome), toxisch infektiös oder durch Stoffwechselerkrankungen bedingte Polyneuropathien. Für diese Ausschlussdiagnostik sind entsprechende laborchemische Untersuchungen und eventuell auch radiologische Untersuchungen wie Kernspintomographien der Halswirbelsäule oder manchmal auch des Kopfes oder ein SSEP erforderlich. Eine Kernspintomographie der Halswirbelsäule oder des Kopfes dient also nicht dem Nachweis der Erkrankung sondern nur dem Ausschluss anderer Ursachen der Lähmungen. Manchmal ist auch eine Untersuchung des Nervenwassers im Rahmen der Ausschlussdiagnostik sinnvoll. Die Bestimmung der Blutgase und eine Lungenfunktionsprüfung kann im Verlauf sinnvoll sein um das Ausmaß der vorhandenen Beeinträchtigung der Atmung besser beurteilen zu können.

Letztlich entscheidend für die Diagnose ist der neurologische Befund und der EMG- Befund. Bei der neurologischen Untersuchung finden sich Zeichen einer Spastik mit gesteigerten Muskeleigenreflexen und einem erhöhten Muskeltonus bei gleichzeitiger Muskelatrophie. Dabei Fehlen in der Regel sensible Ausfallserscheinungen. Der EMG- Befund ist, wenn man einen befallenen Muskel untersucht meistens typisch für die Erkrankung. Kein einzelner Befund alleine kann jedoch die Diagnose wirklich sichern. Genauso nachteilhaft wie zu späte Diagnosen, sind verfrühte und besonders nicht wirklich gesicherte Diagnosen. Ich selbst habe vor ein paar Jahren eine Patientin gesehen, bei der in einer renommierten neurologischen Klinik 12 Jahre zuvor die Diagnose ALS mitgeteilt worden war, und die außer einem leichten Restbefund einer Polyneuropathie beschwerdefrei war. Dabei aber wartete sie immer noch auf das Fortschreiten dieser schrecklichen Krankheit. Die Diagnose sollte deshalb nie von einem Neurologen alleine gestellt werden. Hier ist immer auch eine stationäre Einweisung um eine 2. und 3. Meinung einzuholen sinnvoll. Klinisch und neuropathologisch wird die ALS eingeteilt in die klassische ALS/PBP, bei der neben den Motoneuronen in Rückenmark und Hirnstamm ("zweite Motoneurone") auch die übergeordneten Motoneurone (sog. "erste Motoneurone" oder Betz´schen Riesenzellen) des präzentralen Großhirns zugrunde gehen, die progressive muskuläre Atrophie (PMA), bei der nur die Motoneurone des Vorderhorns zugrunde gehen. Die PMA betrifft dabei mehr als 10% aller ALS-Patienten. Sie führt ebenso zu fortschreitenden Lähmungen an Armen und Beinen, und zu Atemlähmung, seltener oder später aber zur Bulbärsymptomatik (was günstiger ist als bei der ALS). Reflexsteigerungen bzw. Zeichen einer begleitenden Spastik fehlen hier, da das 1. motorische Neuron nicht betroffen ist. Der Verlauf der PMA ist ansonsten dem Verlauf der ALS ähnlich, wobei die Überlebenszeit hauptsächlich wegen der später eintretenden Bulbärsymptomatik länger ist und bei bis zu 2/3 der Patienten bei mehr als 5 Jahren liegen soll. Eine Abgrenzung zu den Erwachsenenformen der spinalen Muskelatrophie ist meist erst durch den bei letzterer Erkrankung gutartigeren Verlauf möglich. Daneben gibt es die primäre Lateralsklerose (PLS), bei der die übergeordneten Motoneurone, nicht jedoch die Motoneurone des Vorderhorns zugrunde gehen.

Häufigste Fehldiagnosen nach Chio J Neurol 1999 246 suppl 3

Die Prognose ist nach wie vor schlecht. Alter, bulbäre Symptome beim Beginn, fehlen eines Partners, weibliches Geschlecht bedingen eine schlechtere Prognose, allgemein gute Gesundheit verbessert die Prognose hinsichtlich der Überlebenszeit. M.A. del Aguila, PhD, W.T. Longstreth, Jr, MD MPH, V. McGuire, PhD, T.D. Koepsell, MD MPH and G. van Belle, PhDPrognosis in amyotrophic lateral sclerosis A population-based study Neurology 2003;60:813-819

Ein für die Behandlung der MS zugelassenes Medikament könnte nach den Ergebnissen von Tierversuchen an Mäusen eine Behandlung der ALS ermöglichen. Glatirameracetat (Copaxone ®), Eiweiß mit Ähnlichkeiten zu Eiweißen in der Nervenscheidewand muss bei MS- Kranken täglich gespritzt werden. Bei Mäusen führt eine Impfung mit Copaxone ® zu einer Lebensverlängerung, Nervenzellen am Gesichtsnerven der Mäuse überlebten doppelt so lange, wenn die Mäuse mit der Substanz geimpft wurden. Akute wie chronische Abbauprozesse von Nerven wurden durch die Substanz verzögert. Die Autoren der Studie vermuten, dass die Substanz über einen Schutz vor dem Autoimmunprozess wirkt, der für die vorzeitige Zerstörung der Vorderhornzellen im Rückenmark und motorischer Nervenzellen verantwortlich ist. Möglicherweise könnte das Medikament auch bei anderen Verletzungen von Nerven den Heilungsprozess beschleunigen.

Tierversuche sind nicht immer auf den Menschen übertragbar. Bis Studien an Menschen überprüft haben, ob eine Wirkung der Substanz auch bei ALS vorhanden ist, wird es noch ein paar Jahre dauern. Das Medikament ist sehr teuer und wird die nächsten Jahre für die Behandlung der ALS nicht zugelassen sein. Bis jetzt gibt es für ALS- Patienten auch noch keinen Grund sich Copaxone ® zu besorgen. Angesichts des bisherigen Mangels an gut wirksamen Behandlungen für diese schreckliche Erkrankung wird es mit Sicherheit bald Studien geben. Diese zu beobachten lohnt sich auf jeden Fall. Die Injektion von Copaxone ® wird meist gut vertragen. Kurzdauernde Reaktion mit Beklemmungsgefühl und Flush-Symptomen wurden berichtet. Juckreiz und Schwellungen an der Injektionsstelle kommen ebenfalls vor. Eine laufende Nase, Tremor; ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche sowie Gewichtszunahmen wurden berichtet. D. N. Angelov et al. PNAS 2003 100: 4790-4795;

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  2. Filme YouTube Wings Over Wall Street 07Motor Neuron DiseaseWhen every moment becomes precious.. English subtitles
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Empfehlung der bayerischen Muskelzentren in der DGM zur Heimbeatmung bei neuromuskulären Erkrankungen Erwachsener M. Winterholler Der Nervenarzt 68/1997, S. 351

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"Wann ist man wegen Krankheit von seiner Erwerbsobliegenheit befreit?"

Aus dem Gebot der Eigenverantwortlichkeit und gegenseitigen Rücksichtnahme folgt, sowohl für den Unterhaltsgläubiger, als auch für den Unterhaltsschuldner grundsätzlich die Obliegenheit einer -> Vollzeittätigkeit nachzugehen (-> Erwerbsobliegenheiten nach deutschem Unterhaltsrecht). Wer gegen diese Erwerbsobliegenheit verstößt, dem werden in -> Höhe des erzielbaren Einkommens fiktive Einkünfte zugerechnet (-> Erwerbsobliegenheiten & fiktive Einkünfte). Gründe, die gegen eine zumutbare -> Vollzeittätigkeit sprechen können, sind vielschichtig (-> Voraussetzungen für Erwerbsobliegenheit). Ein Grund gegen die Erwerbsobliegenheit ist die erwerbsmindernde Krankheit. Wie muss die Krankheit -> dargelegt und beweisen werden, damit sie als anerkannter Grund für eine fehlende oder verminderte Erwerbsobliegenheit ins Feld geführt werden kann? Dieses Thema greift der -> Wegweiser zur "Erwerbsobliegenheit bei Krankheit" auf.

Autor: Dr. Schröck - Kanzlei für Familienrecht


Wegweiser zur "Erwerbsobliegenheit bei Krankheit"


I. Situation: Krankheit als Einwand gegen die Erwerbsobliegenheit

Erwerbsobliegenheit oder erwerbsmindernde Krankheit?

Dem von Krankheit Betroffenen obliegt es, seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Einzelnen darzulegen und genau vorzutragen, welche Auswirkungen diese auf seine Erwerbsfähigkeit haben. Nur dann kommt eine Entlastung von der Erwerbsobliegenheit zum tragen (BGH FamRZ 2OO7,2OO). Derjenige, der sich auf krankheitsbedingt geminderte Erwerbsfähigkeit beruft, muss diese im Streifall auch beweisen. Wer sich auf seine Krankheit berufen möchte, um diese einer möglichen -> Erwerbsobliegenheit entgegenzuhalten, sollte sich bereits im Vorfeld eines -> Unterhaltsverfahrens stets um ein ausführliches medizinisches Privatgutachten bemühen und dieses im Prozess vorlegen. Denn die Erkrankungen, aus denen sich eine Erwerbsminderung ergeben sollen, müssen mit einem schriftlich Vortrag dem Gericht im Detail angegeben und dargelegt werden, dass die Krankheit kausal dafür sei, dass sich eine angemessene Erwerbstätigkeit nicht finden lässt und Bewerbungsbemühungen obsolet sind. Dafür muss im Schriftsatz für den Bestreitensfall ein Beweisantrag zur Einholung eines gerichtlich bestellten Sachverständigengutachtens enthalten sein. Einem solchen Beweisantrag braucht jedoch ein Gericht nicht zu folgen, wenn der dazu entsprechende Vortrag schon nicht hinreichend substantiiert, d.h. ausreichend -> dargelegt ist. Erst ein schlüssiger Vortrag von ernsthafter gesundheitlicher Einschränkungen, der die Kausalität zwischen Erkrankung und Erwerbsfähigkeit, veranlasst das Gericht zur die Einholung eines beantragten Sachverständigengutachtens (BVerfG, Beschluss vom 15.02. 2010 - 1 BvR 2236/09). Hierzu muss nicht exakt angeggeben werden zu welchem Grad eine Erwerbsminderung vorliegt. Ungefähre Schätzungen genügen.

(Zitat, Rn 15) "Der Unterhalt begehrende Ehegatte muss (. ) im Einzelnen die Krankheiten, an denen er leidet, angeben und vortragen, inwiefern sich diese auf seine Erwerbsfähigkeit auswirken. Er darf sich nicht generell auf eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne des § 1572 BGB berufen, sondern von ihm ist, insbesondere im Hinblick darauf, dass (. ) nur eine teilweise Erwerbsunfähigkeit vorliegen kann, zu verlangen, dass er Art und Umfang der gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Leiden darlegt (Senatsurteil vom 27. Juni 2001 - XII ZR 135/99 - FamRZ 2001, 1291, 1292)."

(Zitat, Rn 13) "Wer sich gegenüber seiner Erwerbsobliegenheit auf eine krankheitsbedingte Einschränkung seiner Erwerbsfähigkeit berufen will, muss grundsätzlich Art und Umfang der behaupteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Leiden angeben, und er hat ferner darzulegen, inwieweit die behaupteten gesundheitlichen Störungen sich auf die Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. Senatsurteile vom 25. Oktober 2006 - XII ZR 190/03 - FamRZ 2007, 200, 201 f. und vom 27. Juni 2001 - XII ZR 135/99 - FamRZ 2001, 1291, 1292).

(Zitat, Rn 14) "Inwieweit die tatsächliche nachhaltige Ausübung einer vollschichtigen Tätigkeit mit dem Vorbringen einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit in Einklang gebracht werden kann, ist eine der Beweiswürdigung vorzubehaltende Frage."


♦ Darlegungslast für zumutbare Heilbehandlung (Therapiemaßnahmen)

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Transkranialer magnetischer Stimulation
Diese Behandlung gilt schnellen Pulsen eines Magnetfeldes auf den Kopf. Es ist nicht klar, wie genau das hilft, aber es scheint eine antidepressive Wirkung haben. Allerdings ist nicht jeder durch diese Therapie geholfen, und es ist noch nicht klar, wer ist ein guter Kandidat für diese Art der Behandlung. Mehr Forschung ist notwendig. Der gravierendste mögliche Nebenwirkung ist ein Anfall.

Elektrokrampftherapie (ECT)
Elektrokrampftherapie wirksam sein kann für Menschen, die Folgen von schweren Depressionen oder fühlen Selbstmordgedanken oder Menschen, die keine Verbesserungen ihrer Symptome haben trotz anderer Behandlung gesehen. Mit ECT werden elektrische Ströme durch das Gehirn geleitet. Forscher nicht vollständig verstehen, wie ECT funktioniert. Aber es wird vermutet, dass der elektrische Schlag Veränderungen im Gehirn Chemie, die zur Verbesserung Ihrer Stimmung führt verursacht. ECT kann eine Option, wenn Sie Manie oder schweren Depressionen haben, wenn Sie schwanger sind und können nicht Ihre regelmäßigen Medikamente sein. ECT kann zu vorübergehenden Gedächtnisverlust und Verwirrung.

Hospitalisierung
In einigen Fällen Menschen mit bipolarer Störung profitieren von Krankenhausaufenthalt. Erste psychiatrische Behandlung in einem Krankenhaus kann helfen Sie ruhig und sicher und stabilisieren Ihre Stimmung, egal ob Sie eine manische Episode oder eine tiefe Depression. Teilweise Hospitalisierung oder Tages-Therapie-Programme sind auch Optionen zu prüfen. Diese Programme bieten die Unterstützung und Beratung benötigen Sie, wenn Sie Symptome unter Kontrolle zu bekommen.

Behandlung bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche mit einer bipolaren Störung sind die gleichen Arten von Medikamenten wie bei Erwachsenen vorgeschrieben. Allerdings sind es wenig Forschung über die Sicherheit und Wirksamkeit von bipolaren Medikamente bei Kindern, so Therapieentscheidungen an adulten Forschung. Behandlungen sind in der Regel auf einer Fall-zu-Fall-Basis entschieden, je nach genauen Symptome, Medikamente Nebenwirkungen und anderen Faktoren. Wie bei Erwachsenen kann ECT eine Option für Jugendliche mit schweren Bipolar-I-Symptomen oder bei denen Medikamente nicht arbeiten.

Die meisten Kinder mit einer bipolaren Störung diagnostiziert erfordern als Teil der anfänglichen Behandlung Beratung und die Symptome von der Rückkehr zu halten. Psychotherapie – zusammen mit der Arbeit mit Lehrern und Schulberater – kann helfen, Kinder zu entwickeln Bewältigungsstrategien, Adresse Lernschwierigkeiten und lösen soziale Probleme. Es kann auch dazu beitragen, familiäre Bindungen und Kommunikation. Psychotherapie kann auch erforderlich sein, um Suchtprobleme, häufiger bei älteren Kindern mit einer bipolaren Störung zu beheben.

Du wirst wahrscheinlich benötigen, um Änderungen des Lebensstils zu machen Zyklen Verhalten Ihrer bipolaren Störung verschlimmern, und um sicherzustellen, erhalten Sie die Unterstützung, die Sie brauchen, von Menschen in Ihrem Leben zu beenden. Hier sind einige Schritte zu ergreifen:

  • Beenden Sie trinken oder mit illegalen Drogen. Eines der größten Bedenken mit einer bipolaren Störung sind die negativen Folgen von Risikoverhalten und Drogen-oder Alkoholmissbrauch. Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie Probleme verlassen auf eigene Faust.
  • Hände weg von ungesunden Beziehungen. Umgeben Sie sich mit Menschen, die einen positiven Einfluss sind und nicht zu fördern ungesundes Verhalten oder Einstellungen, die Ihre bipolaren Störung verschlechtern kann.
  • Holen Sie sich regelmäßige Bewegung. Moderate, regelmäßige Bewegung können helfen stetigen Ihre Stimmung. Working out freigibt Chemikalien im Gehirn, die Ihnen ein gutes Gefühl (Endorphine) zu machen, kann Ihnen helfen, schlafen und hat eine Reihe weiterer Vorteile. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, bevor Sie ein Trainingsprogramm beginnen, besonders wenn Sie Lithium einnehmen, um sicherzustellen Übung wird nicht mit Ihrem Medikamente stören.
  • Holen Sie sich viel Schlaf. Schlafen genug ist ein wichtiger Teil der Verwaltung Ihrer Stimmung. Wenn Sie Probleme mit dem Schlafen haben, mit Ihrem Arzt oder psychische Gesundheit Provider darüber reden, was Sie tun können.

Einige alternative Behandlungen können helfen, aber es ist nicht viel Forschung an ihnen. Die meisten Studien, die es gibt sind auf Depressionen haben, so ist es nicht klar, wie gut die meisten von ihnen arbeiten für die bipolare Störung.

  • Omega-3-Fettsäuren. Diese Öle können dazu beitragen, die Gehirnfunktion und Depression mit bipolarer Störung assoziiert. Bipolare Störung zu sein scheint weniger häufig in Gebieten der Welt, wo die Menschen regelmäßig essen Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren scheinen eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen, aber weitere Studien erforderlich sind, um festzustellen, wie viel sie mit einer bipolaren Störung helfen.
  • Magnesium. Mehrere kleine Studien haben vorgeschlagen, dass Magnesium-Präparate können Manie und die rapid cycling von bipolaren Symptome zu verringern. Mehr Forschung ist notwendig, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
  • St. JohnsWürze. Dieses Kraut kann hilfreich sein, mit Depressionen. Sie kann aber auch mit anderen Antidepressiva und Medikamente zu kommunizieren, und es hat das Potential, Manie bei manchen Menschen auslösen.
  • S-Adenosyl-L-methionin (SAMe). Diese Aminosäuresupplement scheint Gehirnfunktion bezogen auf Depressionen. Es ist noch nicht klar, ob es hilfreich bei Menschen mit einer bipolaren Störung ist. Wie bei Johanniskraut kann SAMe Manie bei manchen Menschen auslösen.
  • Herbal Kombinationen. Pflanzliche Heilmittel, die eine Reihe von verschiedenen Kräutern, wie sie in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, kombinieren sind nicht gut untersucht. Einige scheinen zu helfen, aber die Risiken und Vorteile sind noch nicht klar.
  • Akupunktur. Dieses alte chinesische Praxis des Einsetzens winzigen Nadeln in die Haut kann zu lindern Depressionen, aber weitere Untersuchungen sind nötig, um seine Vorteile zu bestätigen. Allerdings wird es nicht schaden, es für Sie zu versuchen – Akupunktur ist sicher und kann zusammen mit anderen bipolaren Störung Behandlungen durchgeführt werden.
  • Yoga. Yoga kann helfen, lindern Depressionen und Stimmungsschwankungen mit bipolarer Störung assoziiert. Es hat auch eine Anzahl von anderen gesundheitliche Vorteile.
  • Massage-Therapie. Massage kann auch helfen, Angst und Stress, was können bipolare Symptome verschlimmern.

Obwohl einige alternative Medizin Behandlungen eine gute Ergänzung zu Ihrem regelmäßigen Behandlung sein kann, einige Vorkehrungen getroffen werden zuerst:

  • Beenden Sie die Einnahme Ihrer verschriebenen Medikamenteoder überspringen Therapiesitzungen. Alternative Medizin ist kein Ersatz für eine regelmäßige medizinische Betreuung, wenn es um die Behandlung einer bipolaren Störung kommt.
  • Seien Sie ehrlich mit Ihren Ärzten und psychiatrischen Diensten. Sagen Sie ihnen genau, welche ergänzenden Behandlungen, die Sie verwenden oder versuchen möchten.
  • Seien Sie sich bewusst von potentiellen Gefahren. Nur weil es die natürliche bedeutet nicht, es ist sicher. Vor der Verwendung der alternativen Medizin, sollten Sie kennen die Risiken, einschließlich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Der Umgang mit einer bipolaren Störung kann eine Herausforderung sein. Hier sind einige Dinge, die helfen können:

  • Erfahren Sie mehr über bipolaren Störung. Bildung über Ihre Krankheit kann befähigen Sie und motivieren Sie Ihre Behandlung Plan halten. Ebenso helfen erziehen Sie Ihre Familie und Freunde über das, was Sie durchmachen.
  • Schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe. Selbsthilfegruppen für Menschen mit einer bipolaren Störung kann Ihnen helfen, andere vor ähnlichen Herausforderungen und Erfahrungen zu verbinden.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele. Erholung von einer bipolaren Störung kann einige Zeit dauern. Bleiben Sie motiviert, indem Sie Ihre Recovery-Ziele im Auge und erinnert sich, dass Sie arbeiten können, um beschädigte Beziehungen und andere Probleme durch Ihre Stimmungsschwankungen verursachten Schäden zu reparieren.
  • Finden Sie gesunde Verkaufsstellen. Entdecken gesunde Art und Weise, um Ihre Energie, wie Hobbys, Sport-und Freizeitaktivitäten zu kanalisieren.
  • Erfahren Sie Möglichkeiten zum Entspannen und Stress umzugehen. Yoga, Tai Chi, Meditation kann oder andere Entspannungstechniken hilfreich sein.

Es gibt keinen sicheren Weg, um bipolar Störung zu verhindern. Allerdings kann immer Behandlung bei den ersten Anzeichen einer psychischen Erkrankung zu verhindern, bipolare Störung oder anderen psychischen Erkrankungen verschlimmert.

Wenn Sie mit einer bipolaren Störung diagnostiziert wurde haben, können einige Strategien zur Vermeidung kleine Episoden aus immer vollwertigen Episoden von Manie oder Depression:

  • Achten Sie auf Warnsignale. Adressierung Symptome frühzeitig zu Episoden aus immer schlimmer zu verhindern. Sie und Ihre Bezugspersonen kann ein Muster zu Ihrem bipolaren Episoden identifiziert haben und was sie auslöst. Rufen Sie Ihren Arzt, wenn Sie glauben, Sie sind in einer Episode der Depression oder Manie fallen. Beziehen Sie Familienmitglieder oder Freunde in der Beobachtung für Warnschilder.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Drogen. Auch wenn Sie vielleicht zunächst besser fühlen, mit Alkohol oder illegalen Drogen macht Ihre Symptome eher zurück.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente genau nach Anweisung. Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen haben, und Sie fühlen sich unglücklich über eine psychische Erkrankung, die lebenslange Behandlung erfordert. In Zeiten, wenn Sie sich besser fühlen, könnten Sie versucht, die Behandlung zu stoppen. Dies kann unmittelbare Folgen – man kann sehr depressiv, fühlen sich selbstmörderisch, oder gehen Sie in einer manischen oder hypomanische Folge. Wenn Sie denken, Sie brauchen, um eine Änderung vornehmen, rufen Sie Ihren Arzt.
  • Überprüfen Sie zuerst, bevor andere Medikamente einnehmen. Rufen Sie den behandelnden Arzt ist für die bipolare Störung, bevor Sie Medikamente, die von einem anderen Arzt verordnet hat. Manchmal werden auch andere Medikamente Auslöser Episoden einer bipolaren Störung oder mit Medikamenten Sie bereits unter einer bipolaren Störung zu behandeln stören.

Wer unter einer bipolaren Störung leidet, ist psychisch erkrankt und führt eine Art „Leben in der Berg- und Talbahn“, weil sich extrem positive und extrem negative Stimmungen unkontrollierbar abwechseln und den Alltag Betroffener erschweren.

Der überholte Name der bipolaren Störung „manisch depressive Erkrankung“ legt den Verdacht nahe, dass es sich bei der bipolaren Störung um eine Depression handelt.

Doch Depression ist nur die halbe Wahrheit dieser psychischen Erkrankung, denn die Gefühle schwanken zwischen extrem gut und extrem schlecht.

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Im Ein­zel­nen fin­den Sie In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ei­ne Kün­di­gung we­gen Krank­heit im Sin­ne des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes (KSchG) so­zi­al ge­recht­fer­tigt ist und wel­che Fall­kon­stel­la­tio­nen die Recht­spre­chung da­bei un­ter­schei­det.

Au­ßer­dem fin­den Sie Hin­wei­se da­zu, wann ei­ne Kün­di­gung we­gen Krank­heit in je­dem Fall un­wirk­sam ist und wel­che Fol­gen es in ei­nem Kün­di­gungs­schutz­ver­fah­ren hat, wenn der Ar­beit­ge­ber vor Aus­spruch ei­ner krank­heits­be­ding­ten Kün­di­gung kein kor­rek­tes Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM) durch­ge­führt hat.

von Rechts­an­walt Dr. Mar­tin Hen­sche, Fach­an­walt für Ar­beits­recht, Ber­lin

Ei­ne krank­heits­be­ding­te Kündi­gung ist ei­ne Kündi­gung, die der Ar­beit­ge­ber we­gen er­heb­li­cher krank­heits­be­ding­ter Ver­tragsstörun­gen aus­spricht.

Wenn Ihr Ar­beits­verhält­nis un­ter das Kündi­gungs­schutz­ge­setz (KSchG) fällt und Sie da­her all­ge­mei­nen Kündi­gungs­schutz ge­nießen, braucht Ihr Ar­beit­ge­ber nicht nur für ei­ne außer­or­dent­li­che, son­dern auch für ei­ne or­dent­li­che Kündi­gung ei­nen vernünf­ti­gen Grund, da­mit die Kündi­gung wirk­sam ist.

Das KSchG bie­tet dem Ar­beit­ge­ber drei Gründe an, nämlich

Die krank­heits­be­ding­te Kündi­gung ist der wich­tigs­te Un­ter­fall der (or­dent­li­chen) Kündi­gung aus Gründen in der Per­son des Ar­beit­neh­mers (per­so­nen­be­ding­te Kündi­gung).

Als "krank­heits­be­ding­te Kündi­gung" be­zeich­net man da­her ei­ne vom Ar­beit­ge­ber aus­ge­spro­che­ne per­so­nen­be­ding­te Kündi­gung, mit der ei­nem Ar­beit­neh­mer, der durch das KSchG geschützt ist, (trotz­dem) in recht­lich zulässi­ger Wei­se or­dent­lich gekündigt wer­den kann, falls der Ar­beit­neh­mer auf­grund sei­ner Krank­heit den Ar­beits­ver­trag künf­tig nicht mehr erfüllen kann.

Ist die Kündigung während einer Krankheit zulässig?

Nach dem Ar­beits­recht der ehe­ma­li­gen DDR (§ 58d Ar­beits­ge­setz­buch der DDR) war die Kündi­gung ei­nes Ar­beit­neh­mers während ei­ner Krank­heit aus­ge­schlos­sen, d.h. als Ar­beit­neh­mer war man vor dem Aus­spruch ei­ner Kündi­gung während der Dau­er ei­ner Krank­heit si­cher.

Dies war nach bun­des­deut­schem Recht nie­mals so und ist auch heu­te an­ders: Das KSchG schützt den Ar­beit­neh­mer ent­ge­gen ei­ner weit­ver­brei­te­ten An­sicht mit­nich­ten vor ei­ner Kündi­gung, die während ei­ner Krank­heit aus­ge­spro­chen wird.

Um­ge­kehrt gilt: Die Krank­heit des Ar­beit­neh­mers kann un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen so­gar der Grund für ei­ne Kündi­gung durch den Ar­beit­ge­ber sein.

Wann kann Ihr Arbeitgeber wegen Krankheit kündigen?

Nach der Recht­spre­chung müssen die fol­gen­den drei Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, da­mit ei­ne krank­heits­be­ding­te Kündi­gung wirk­sam ist (fehlt auch nur ei­ne die­ser Vor­aus­set­zun­gen, ist die Kündi­gung un­wirk­sam):

  1. Es müssen zum Zeit­punkt der Kündi­gung Tat­sa­chen vor­lie­gen, die die Pro­gno­se wei­te­rer Er­kran­kun­gen des Ar­beit­neh­mers in dem bis­he­ri­gen Um­fang recht­fer­ti­gen. Die­se Vor­aus­set­zung heißt "ne­ga­ti­ve Ge­sund­heits­pro­gno­se".
  2. Es muß fest­ste­hen, daß die zu er­war­ten­den Fehl­zei­ten des Ar­beit­neh­mers zu ei­ner er­heb­li­chen Be­ein­träch­ti­gung der be­trieb­li­chen oder wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers führen. Ei­ne sol­che In­ter­es­sen­be­ein­träch­ti­gung liegt vor al­lem dann vor, wenn es auf­grund der Fehl­zei­ten des Ar­beit­neh­mers zu Störun­gen des Be­triebs­ab­laufs oder zu er­heb­li­chen Be­las­tun­gen des Ar­beit­ge­bers mit Lohn­fort­zah­lungs­kos­ten kommt.
  3. Sch­ließlich muß ei­ne In­ter­es­sen­abwägung vor­ge­nom­men wer­den. Sie muß zu­guns­ten des Ar­beit­ge­bers aus­ge­hen, d.h. sie muß er­ge­ben, daß ihm bei ei­ner um­fas­sen­den Abwägung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen un­ter Berück­sich­ti­gung der Dau­er des Ar­beits­verhält­nis­ses, der Krank­heits­ur­sa­chen, der Fehl­zei­ten ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer und des Le­bens­al­ter des Ar­beit­neh­mers die oben fest­ge­stell­te Be­ein­träch­ti­gung sei­ner In­ter­es­sen (sie­he Punkt 2.) nicht mehr wei­ter zu­ge­mu­tet wer­den kann.

Wie ge­sagt müssen die­se drei Vor­aus­set­zun­gen al­le­samt vor­lie­gen. Fehlt auch nur ei­ne, ist die Kündi­gung un­wirk­sam.

Muss der Arbeitgeber vor der Kündigung eine Abmahnung aussprechen?

Nein. An­ders als bei der Kündi­gung aus ver­hal­tens­be­ding­ten Gründen wird dem Ar­beit­neh­mer bei ei­ner krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung kei­ne Ver­let­zung des Ar­beits­ver­tra­ges zum Vor­wurf ge­macht. Für Krank­hei­ten kann man nichts.

Da­her ist vor Aus­spruch ei­ner Kündi­gung aus krank­heits­be­ding­ten Gründen kei­ne Ab­mah­nung des Ar­beit­neh­mers er­for­der­lich.

Welche Fallkonstellationen gibt es bei der Kündigung wegen Krankheit?

Die Recht­spre­chung der Ar­beits­ge­rich­te un­ter­schei­det bei der krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung vier ty­pi­sche Fall­kon­stel­la­tio­nen oder Fall­grup­pen, bei de­nen die oben ge­nann­ten drei Vor­aus­set­zun­gen in je­weils et­was an­de­rer Wei­se zu prüfen sind. Hier­bei han­delt es sich um die fol­gen­den Fall­kon­stel­la­tio­nen:

1. Fall­kon­stel­la­ti­on - häufi­ge Kurz­er­kran­kun­gen: Der Ar­beit­neh­mer ist vor Aus­spruch der Kündi­gung im­mer wie­der für kürze­re Zeit, d.h. für ei­ni­ge Ta­ge oder Wo­chen ar­beits­unfähig krank, so daß die Fehl­zei­ten auf Dau­er ein Aus­maß er­rei­chen, das der Ar­beit­ge­ber nicht mehr hin­neh­men muss.

2. Fall­kon­stel­la­ti­on - dau­ern­de Ar­beits­unfähig­keit: Bei Aus­spruch der Kündi­gung steht fest, dass der Ar­beit­neh­mer auf Dau­er ar­beits­unfähig krank blei­ben wird, d.h. daß ei­ne Wie­der­her­stel­lung der Ar­beitsfähig­keit aus­zu­sch­ließen ist.

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