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Im 17. Jahrhundert beschreibt der Schweizer Arzt Johann Conrad Brunner den Zusammenhang zwischen Diabetes und der Bauchspeicheldrüse; er gilt somit als Entdecker des pankreopriven „Diabetes mellitus“. 1780 entdeckt der englische Arzt Francis Home eine Methode zum Nachweis von Zucker: Durch Zusatz von Hefe wird der im Urin von Diabetikern enthaltene Zucker zur Gärung gebracht. Home stellte nach beendeter Gärung fest, dass der süße Geschmack des Urins verschwunden war.

1893 gelingt der Nachweis des Zusammenhangs zwischen Diabetes und der Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüse am Hund. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchen deutsche Forscher, Insulin, das ein wichtiges Hormon für den Stoffwechsel im menschlichen Körper ist, zu produzieren.

1921 isolieren der kanadische Wissenschaftler Frederick Banting und der US-amerikanische Wissenschaftler Charles Herbert Best aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden eine Substanz, die sie diabetischen Hunden spritzten und so deren Blutzuckerwerte senkten. Einige Zeit später wird dieses Experiment auf den Menschen übertragen. Nach zehnjähriger Forschungsarbeit kann der Brite Frederick Sanger 1955 den chemischen Aufbau des Insulins klären. Aufgrund dieser Forschungsarbeit wird es möglich, Insulin synthetisch herzustellen. Die gentechnische Herstellung von Insulin gelingt erstmals 1978.

Der Geburtstag von Frederick Banting wird 1991 von der „International Diabetes Federation“ und der Weltgesundheitsorganiation zum Weltdiabetestag bestimmt.

Novo Nordisk, Sanofi-Aventis, Eli Lilly: Das sind die drei größten Insulin-Hersteller weltweit, wobei der dänische Konzern Novo Nordisk einen Marktanteil von fast 50 Prozent besitzt.

An einem Markt, der in den kommenden Jahren weltweit wachsen wird. Laut Zion Market Research verdienen die Produzenten von Humaninsulin derzeit mehr als 32 Milliarden Dollar jährlich, 2021 sollen es bereits um die 44 Milliarden Dollar sein.

Aber woher bezieht Luxemburg das Insulin für die Diabetes-Patienten hierzulande? Auf Nachfrage beim Gesundheitsministerium ist zu erfahren, dass Insulin-Präparate, wie andere Medikamente auch, größtenteils aus Belgien und in kleineren Mengen aus Frankreich und Deutschland importiert werden.

Großhändler kaufen es ein und versorgen dann die Apotheken mit den Präparaten, die natürlich wie jedes Medikament für den luxemburgischen Markt vom Gesundheitsministerium genehmigt sein müssen.

Die Verantwortlichen für die Versorgung des Großherzogtums müssen eine Reihe von Verpflichtungen erfüllen, darunter die Gewährleistung ausreichender Reserven.

Sollte das aus irgend einem Grund nicht möglich sein, müssen sie die Gesundheitsbehörden umgehend informieren. In solchen Fällen könnten dann verstärkt Insulin-Präparate aus anderen Ländern importiert werden, in denen genügend Vorräte sind. Oder für die vorhandenen Vorräte wird eine Kontingentierung eingeführt.

Engpässe gebe es nie wirklich, heißt es aus der „Maison du Diabète“, wenn ein Patient mal in einer Apotheke eine „rupture de stock“ mitgeteilt bekommt, dann handele es sich in der Regel um logistische Probleme oder Rangeleien zwischen Großhändlern und Erzeugern. In Europa sei es immer möglich, an genügend Insulin zu kommen.

Schwierige Versorgung in Entwicklungsländern und Krisengebieten

Das sei in weniger entwickelten Ländern der Welt ganz anders, schreibt Sylvie Paquet, Direktionsbeauftragte der „Maison du Diabète“. Dort würden immer noch viele Menschen und besonders Kinder am Typ 1 Diabetes sterben, weil sie nicht an Insulin gelangen oder es sich nicht leisten können. Auch in den USA etwa sei der Preis übrigens ein Problem, denn nicht jeder ist dort gesundheitsversichert.

Paquet weist in diesem Rahmen auf die Ini-tiative „Insulin for All“ hin, an dem auch die „Association Luxembourgeoise du Diabète“ teilnimmt. Zusammen mit dem „Comptoir pharmaceutique“ werden Präparate, die in den Apotheken nicht verkauft werden, eingesammelt und über das Projekt „Insulin for Life“ an Partner in der Welt geschickt, die sie brauchen. Partner der ALD sei hier eine NGO im Mali.

Problematisch für die Versorgung von Entwicklungsländern oder Krisengebieten mit Insulin sei die Kühlung. Zwischen zwei bis acht Grad ist ideal. Was die Umgebungstemperatur steigt, was das Insulin schneller aufgebraucht werden muss.

Wie Ent­zün­dun­gen, Umwelt­gif­te, Stö­run­gen der Ver­dau­ung und des Immun­sys­tems, Nah­rungs­mit­tel und Nähr­stoff­man­gel den Gehirn­stoff­wech­sel beein­flus­sen

Im Zusam­men­spiel der wich­tigs­ten chro­ni­schen Zivi­li­sa­ti­ons­er­kran­kun­gen spielt die Depres­si­on eine ganz ent­schei­den­de Rol­le. Jün­ge­re For­schun­gen haben gezeigt, dass Depres­sio­nen ein signi­fi­kan­ter und unab­hän­gi­ger Risi­ko­fak­tor für Dia­be­tes und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen sind (18). Die­se neh­men bei uns den trau­ri­gen Spit­zen­platz als Todes­ur­sa­che Nr. 1 noch vor den Krebs­er­kran­kun­gen ein. Im Hin­blick auf die Herz­krank­hei­ten sind Depres­sio­nen ein grö­ße­rer Risi­ko­fak­tor als Rau­chen (21).

In unse­rer Beschleu­ni­gungs­ge­sell­schaft gera­ten immer mehr Men­schen an die Gren­zen ihrer kör­per­li­chen und psy­chi­schen Leis­tungs­fä­hig­keit. Wir beob­ach­ten eine star­ke Zunah­me von Depres­sio­nen, All­er­gi­en und auch neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen wie Par­kin­son, Alz­hei­mer und MS. Das Trom­mel­feu­er der Dau­er­kom­mu­ni­ka­ti­on (Com­pu­ter, Tele­fon, E-mail) stört die Gehirn­bio­che­mie in unge­ahn­ter Wei­se. Hin­zu kommt der Drang zur Erleb­nis­ma­xi­mie­rung. Anstel­le die Pau­sen und Urlau­be für Lang­sam­keit und Muße zu nut­zen, wählt der moder­ne Mensch Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Hob­bys, die wie­der­um den Stress­hor­mon­spie­gel in die Höhe trei­ben. Kei­ne Atem­pau­se.

Nichts­tun, der nicht zweck­ori­en­tier­te Müßig­gang, gilt als unpro­duk­tiv und öde, schreibt Ulrich Schna­bel in der ZEIT (16). Was nach ver­schwen­de­ri­schem Luxus klin­ge, betrach­te­ten Hirn­for­scher als Zustand, der zur Rege­ne­ra­ti­on und für die geis­ti­ge Sta­bi­li­tät drin­gend benö­tigt wer­de.

Obwohl Anti-Stress-Pro­gram­me selbst­ver­ständ­lich ein wich­ti­ger Bestand­teil mei­nes the­ra­peu­ti­schen Kon­zep­tes sind, möch­te ich hier vor­ran­gig umwelt­me­di­zi­ni­sche Aspek­te der Depres­si­on ver­tie­fen.

Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen sind zur Epi­de­mie gewor­den: welt­weit sei­en 1 Mil­li­ar­de Men­schen betrof­fen, schreibt Mark Hymann im Janu­ar 2009 (1,2). Die Zahl der Alz­hei­mer-Erkrank­ten wird in den nächs­ten Jah­ren um 300 % anstei­gen. Zehn Pro­zent der Kin­der neh­men regel­mä­ßig Arz­nei­mit­tel gegen Hyper­ak­ti­vi­tät und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen ( ADHS ) und 10 % der Erwach­se­nen neh­men Medi­ka­men­te gegen Depres­sio­nen. In den USA und Kana­da sind Gehirn­er­kran­kun­gen in der Alters­grup­pe von 15 – 44 der häu­figs­te Krank­heits­grund. Bei einem von vier Erwach­se­nen, geschätz­te 26,2 % der Ame­ri­ka­ner über 18 Jah­ren (57,7 Mil­lio­nen), wird pro Jahr eine men­ta­le Erkran­kung dia­gnos­ti­ziert. Einer von sie­ben (ca. 6 %) lei­den an einer schwe­ren men­ta­len Erkran­kung (1, 3). Psy­cho­phar­ma­ka wer­den auf Platz 2 der Ver­kaufs­lis­te der Phar­ma­in­dus­trie gelan­gen.

Die Hirn­for­schung ist seit Jahr­zehn­ten an dem Dog­ma fixiert, dass bei Depres­sio­nen und ande­ren Erkran­kun­gen des Ner­ven­sys­tems eine Stö­rung des Gleich­ge­wich­tes von Boten­stof­fen im Gehirn (Neu­ro­trans­mit­tern) wie Sero­to­nin, Dopa­min und Nor­ad­re­na­lin zugrun­de liegt – und in die­ses sen­si­ble bio­che­mi­sche Gefü­ge grei­fen die Psy­cho­phar­ma­ka (z.B. Anti­de­pres­si­va) ein. Ohne den Stel­len­wert die­ser – zum Teil segens­rei­chen Sub­stan­zen – zu schmä­lern, soll­ten mei­nes Erach­tens vor deren Ein­satz umwelt­me­di­zi­ni­sche Aspek­te beach­tet und Vit­amin­de­fi­zi­te aus­ge­schlos­sen wer­den, zumal ohne­hin nur 30 % der depres­si­ven Pati­en­ten dau­er­haft von einer medi­ka­men­tö­sen The­ra­pie mit Anti­de­pres­si­va pro­fi­tie­ren (21).

Man darf nicht ver­ges­sen, dass Fol­säu­re der begren­zen­de Fak­tor beim Auf­bau der Neu­ro­trans­mit­ter Dopa­min und Sero­to­nin ist. Die für den Auf­bau die­ser Boten­stof­fe benö­tig­ten Enzy­me Tyro­sin- und Tryp­tophan-Hydroxy­la­se benö­ti­gen Fol­säu­re. Glei­ches gilt für die Bil­dung von Katecho­lami­nen wie Nor­ad­re­na­lin und Dopa­min (20). Ein Fol­säu­re­man­gel ist daher mit Depres­sio­nen asso­zi­iert und führt dar­über hin­aus zu einer schlech­te­ren Wir­kung von Anti­de­pres­si­va.

Gehirn-Bio­che­mie: Signal­über­tra­gung in der Neu­ro­psych­ia­trie

Täg­lich emp­fängt unser Orga­nis­mus in sei­ner Wech­sel­wir­kung zwi­schen Umwelt und Indi­vi­du­um phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche und bio­lo­gi­sche Signa­le. Signal­über­tra­gung bedeu­tet die Über­tra­gung von exter­nen Rei­zen in mole­ku­la­re Ant­wor­ten. Dies geschieht ins­be­son­de­re an den End­knöpf­chen der Ner­ven­bah­nen, den Syn­ap­sen. Die­se bestehen aus zwei gegen­über­lie­gen­den Knöpf­chen. Die End­knöpf­chen an den Ner­ven­fa­sern wer­den auch als prä­syn­ap­ti­scher Bereich bezeich­net. Hier sind Boten­stof­fe (Neu­ro­trans­mit­ter) wie Nor­ad­re­na­lin, Dopa­min, Sero­to­nin gespei­chert. Die­se Boten­stof­fe sol­len, nach­dem ein Signal über die Ner­ven­bah­nen her­ein­kommt, aus­ge­schüt­tet wer­den und am benach­bar­ten Knöpf­chen, dem post­syn­ap­ti­schen Bereich, nach dem Schlüs­sel-Schloß-Prin­zip ando­cken und hier­durch wei­te­re – oft auch lebens- bzw. über­le­bens­wich­ti­ge – Reak­tio­nen bewir­ken.

Der initia­le Schritt der Signal­über­tra­gung in die­ser bio­che­mi­schen Kas­ka­de ist also die Bin­dung der Neu­ro­trans­mit­ter, am post­syn­ap­ti­schen Rezep­tor. Beein­träch­ti­gun­gen die­ser che­mi­schen Signal­über­tra­gung füh­ren zu Stö­run­gen der Gehirn-Bio­che­mie und ver­ur­sa­chen zahl­rei­che Erkran­kun­gen. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis die­ser kom­pli­zier­ten Vor­gän­ge müs­sen wir uns zunächst den che­mi­schen Auf­bau der Rezep­to­ren anse­hen. Die Rezep­to­ren bestehen aus Fett-Eiweiß-Ver­bin­dun­gen, den Lipo­pro­te­inen. Die­se umhül­len die Zell­struk­tu­ren in Form einer Lipid-Dop­pel­mem­bran. Die­se Mem­bran­li­pi­de stel­len 50 % der Gehirn­mas­se dar.

Von den Mem­bran­li­pi­den stel­len die Phos­pho­li­pi­de die ele­men­tars­ten Bau­stei­ne dar:

  • Phos­pha­t­idyl­cho­lin,
  • Phos­pha­t­idyl­se­rin,
  • Phos­pha­t­idy­lino­si­tol,
  • Phos­pha­t­idyl­e­tha­nola­min.

Ent­zün­dun­gen und Umwelt­gif­te kön­nen oxi­da­ti­ven Stress und somit eine Lipid­per­oxi­da­ti­on ver­ur­sa­chen. Hier­bei wer­den Mem­bran­struk­tu­ren zer­stört – die Mem­bran­fet­te wer­den sozu­sa­gen ran­zig und die Zel­le altert schnel­ler. Wenn nun die für die Signal­über­tra­gung wich­ti­gen Schlüs­sel-Schloss-Regio­nen, die Rezep­to­ren, „ran­zig“ und in ihrer räum­li­chen Struk­tur defor­miert wer­den, kön­nen die aus dem prä­syn­ap­ti­schen Bereich aus­ge­schüt­te­ten Boten­stof­fe nicht mehr an den „Schlös­sern“ ando­cken. Die Signal­über­tra­gung ist unter­bro­chen und Hirn­funk­tio­nen wer­den gestört.

Moder­ne umwelt­me­di­zi­ni­sche Ana­ly­se­me­tho­den ermit­teln alle jene Fak­to­ren, die oxi­da­ti­ven Stress bzw. Lipid­per­oxi­da­tio­nen ver­ur­sa­chen und wel­che Anti­oxi­dan­ti­en, natür­li­che Fett­säu­ren, Mine­ral­stof­fe und Vit­ami­ne an die­sen zen­tra­len Wirk­prin­zi­pi­en regu­lie­rend und somit hei­lend ein­grei­fen.

Eine wich­ti­ge anti­ent­zünd­li­che Wir­kung an den Mem­bran­re­zep­to­ren ent­fal­ten die Ome­ga-3-Fett­säu­ren aus Fisch­öl. Eine ran­do­mi­sier­te Dop­pelb­lind­stu­die an 35 ambu­lan­ten Pati­en­ten mit Depres­sio­nen zeig­te eine gute Wir­kung eines Ome­ga-3-Fisch­öl Bestand­tei­les, der Doco­sa­he­xa­en­säu­re ( DHA ) (2).

Durch den Ver­zehr gro­ßer Men­gen an tie­ri­schen Fet­ten mit einem hohen Anteil an Ara­chi­don­säu­re (z. B. Schwei­ne­schmalz) kommt es zu einer Hoch­re­gu­la­ti­on von Ent­zün­dun­gen und somit zu einem ver­stärk­ten Depres­si­ons­ri­si­ko. Ara­chi­don­säu­re kann direkt neu­ro­to­xisch wir­ken. Als natür­li­cher Gegen­spie­ler zur Ara­chi­don­säu­re kom­men Fisch­öle mit einem hohen Anteil an Ome­ga-3-Fett­säu­ren in Betracht. Die­se redu­zie­ren die mit einer Depres­si­on asso­zi­ier­ten ent­zün­dungs­för­dern­den Inter­leu­ki­ne 1 und 6 und erhö­hen die Bin­dungs­ka­pa­zi­tät von Dopa­min- und Sero­to­n­in­re­zep­to­ren. Da DHA auch beim Auf­bau der Glia­zel­len im Gehirn betei­ligt ist, gilt es als hilf­rei­che „Repa­ra­tur- und Wachs­tums­sub­stanz“ für das Gehirn. DHA akti­viert den BDNF (Brain-Deri­ved-Ner­ve-Growth-Fac­tor) und ist auch an der mito­chon­dria­len Kom­mu­ni­ka­ti­on betei­ligt.

Vie­le Krank­hei­ten gehen ein­her mit ent­zünd­li­chen Reak­tio­nen, die wie­der­um ande­re Orga­ne des Orga­nis­mus, auch das Gehirn, beein­träch­ti­gen kön­nen. Dies kommt durch zir­ku­lie­ren­de Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren zustan­de, die über den Blut­kreis­lauf an alle Orga­ne trans­por­tiert wer­den und dort zu Schä­di­gun­gen füh­ren kön­nen. Man nennt die­se Vor­gän­ge auch Komor­bi­di­tä­ten oder Begleit­krank­hei­ten. Die Schup­pen­flech­te (Pso­ria­sis) wird als Haut­krank­heit ein­ge­stuft, weil sie offen­sicht­lich pri­mär die Haut­struk­tur zer­stört. Bei nähe­rer Betrach­tung der Begleit­sym­pto­me wird deut­lich, dass es zukünf­tig immer schwie­ri­ger wer­den dürf­te, chro­ni­sche Krank­hei­ten in eine „Schub­la­de“ (hier nach ICD-Code eine Haut­krank­heit) ein­zu­ord­nen. Zu den Komor­bi­di­tä­ten bei der Schup­pen­flech­te zäh­len auch Gelenk­ent­zün­dun­gen, eine erhöh­te Herz­in­farkt­ra­te und auch Depres­sio­nen (5).

Als Haupt­ur­sa­che für die­se Haut­krank­heit mit den genann­ten Beglei­ter­kran­kun­gen kann die Ent­zün­dung gese­hen wer­den. Bei einer Ent­zün­dung signa­li­siert das Immun­sys­tem durch die Frei­set­zung von bestimm­ten Signal­stof­fen dem Gehirn, dass „Krieg“ abläuft. Die­se Signal­stof­fe wer­den Zyto­ki­ne genannt. Bei einem grip­pa­len Infekt wer­den auch Zyto­ki­ne frei­ge­setzt. Nicht das Fie­ber ist die Ursa­che des Krank­heits­ge­fühls, son­dern die Zyto­kin­pro­duk­ti­on. Zyto­ki­ne kön­nen wie Hor­mo­ne Gehirn­funk­tio­nen akti­vie­ren – sie über­win­den die Blut-Hirn-Schran­ke. Die „Stress-Ant­wort“ des Gehirns ist: Fie­ber, Krank­heits­ge­fühl, Müdig­keit, Schlaf. Bei Pati­en­ten mit Schup­pen­flech­te, die Medi­ka­men­te bekom­men, die das Immun­sys­tem unter­drü­cken, ver­min­dern sich die Depres­sio­nen (6).

Bei Über­ge­wicht bzw. Fett­sucht stei­gen im Blut Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter an. Über­ge­wicht kann daher als sys­te­mi­sche Ent­zün­dung betrach­tet wer­den, die auch das Risi­ko für Depres­sio­nen erhöht. Im Juni 2009 berich­tet die medi­zi­ni­sche Fach­zeit­schrift „MMW-Fort­schrit­te der Medi­zin“, dass schon bei über­ge­wich­ti­gen Kin­dern eine deut­li­che Erhö­hung von „pro­in­flamma­to­ri­schen und prothrom­bo­ti­schen Mar­kern“ wie Zyto­ki­ne (Inter­leu­kin 6), CRP und Fibri­o­no­gen fest­zu­stel­len ist. Somit dro­he in den nächs­ten Jah­ren eine dra­ma­ti­sche Zunah­me von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen (14) und – aus den o. g. Grün­den – auch eine dra­ma­ti­sche Zunah­me bei den Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen, wie Depres­sio­nen.

Die Ärz­te Zei­tung berich­tet im April 2011 über For­schungs­er­geb­nis­se der Uni­ver­si­tät Leip­zig, dass Fett­lei­big­keit (Body Mass Index über 30) offen­bar mit einer mess­ba­ren Ver­rin­ge­rung des Gehirn­vo­lu­mens asso­zi­iert sei (15).

Im Gehirn gibt es ganz beson­de­re Zel­len, die Glia­zel­len, die lan­ge Zeit ledig­lich als pas­si­ve Stütz­zel­len der eigent­li­chen Ner­ven­zel­len (Neu­ro­nen) betrach­tet wor­den sind (6). Glia kann man als Kle­be­mas­se über­set­zen. In den letz­ten Jah­ren sind immer mehr span­nen­de Ein­zel­hei­ten zu den Glia­zel­len bekannt gewor­den, die zei­gen, dass Glia­zel­len weit mehr Funk­tio­nen haben als nur zu „stüt­zen“. Es han­delt sich hier­bei um die Immun­zel­len des Gehirns. Da sie die Ner­ven­fort­sät­ze und Blut­ge­fä­ße im Gehirn umman­teln, sind sie bekannt unter dem Begriff „Blut-Hirn-Schran­ke“. Sie schüt­zen das Gehirn vor dem Ein­strom von aggres­si­ven Sub­stan­zen, die im Blut­kreis­lauf zir­ku­lie­ren. Sie sind betei­ligt an Ent­gif­tungs­vor­gän­gen und auch an der Rege­ne­ra­ti­on der Neu­ro­nen. Und das Span­nen­de ist, dass sie mit den Immun­zel­len des Dar­mes asso­zi­iert sind. Wenn also im Darm Ent­zün­dungs­pro­zes­se durch All­er­gi­en, Bak­te­ri­en oder Pil­ze aus­ge­löst wor­den sind, gelan­gen Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren oder Zyto­ki­ne (z. B. Inter­leu­kin 6, Inter­fe­ron) über den Blut­kreis­lauf in das Gehirn, wo sie die Glia­zel­len akti­vie­ren. Hier­durch kommt es zu Schä­di­gun­gen der Ner­ven­zel­len mit der Fol­ge von Depres­sio­nen und ande­re Stö­run­gen der Gehirn­funk­tio­nen. Akti­vier­te Glia­zel­len kön­nen in Ein­zel­fäl­len noch über zehn Mona­te eben­falls Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren in die Umge­bung abge­ben und loka­le – aber auch sys­te­mi­sche – Ent­zün­dun­gen unter­hal­ten.

Auch Medi­ka­men­te mit immun­sti­mu­lie­ren­der Wir­kung kön­nen über eine Akti­vie­rung der Glia­zel­len Depres­sio­nen aus­lö­sen. Pati­en­ten mit Hepa­ti­tis oder Mul­ti­pler Skle­ro­se, die mit Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren wie z. B. Inter­fe­ron behan­delt wer­den, ent­wi­ckeln häu­fig Depres­sio­nen.

Die­se Erkennt­nis­se füh­ren zu der Über­le­gung, dass bei allen Gehirn­er­kran­kun­gen nach ent­zünd­li­chen Ursa­chen bzw. Krank­heits­pro­zes­sen – u. a. im Darm – gefahn­det wer­den muß. Eine Stuhl- und Ver­dau­ungs­ana­ly­se sowie der Aus­schluss von Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten soll­ten daher zum Rou­ti­ne­un­ter­su­chungs­pro­fil gehö­ren.

Stress ist eine nicht­spe­zi­fi­sche Ant­wort auf alle Rei­ze, mit denen sich unser Orga­nis­mus aus­ein­an­der­set­zen muß. Wenn Tech­ni­ken zur Ver­ar­bei­tung von Stress (Stress-Respon­se) ver­lo­ren gegan­gen sind, kön­nen Depres­sio­nen ent­ste­hen. Stress akti­viert Cor­ti­sol, wel­ches wie­der­um zu einer Immun­sup­pres­si­on führt. Auf die bekann­ten psy­cho­the­ra­peu­ti­schen und phar­ma­ko­lo­gi­schen The­ra­pie­ver­fah­ren soll an die­ser Stel­le nicht ein­ge­gan­gen wer­den. Ich möch­te in der Tabel­le 2 eini­ge patho­phy­sio­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen von nicht ver­ar­bei­te­tem Stress hin­wei­sen.

„ Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank“ schreibt Bar­ba­ra Dreis­sen am 21. Novem­ber 2009 in der Tages­zei­tung DIE WELT: „Frau­en erkran­ken häu­fi­ger als Män­ner an Depres­sio­nen und den Fol­gen von sozia­lem Stress, was häu­fig mit Schlaf­pro­ble­men ein­her­geht.“ (11) Sie­ben Stun­den Schlaf sind opti­mal – weni­ger Schlaf ist schäd­lich. Obwohl Depres­sio­nen bei Frau­en offen­bar häu­fi­ger vor­kom­men, ist die Selbst­mord­ra­te bei Män­nern drei­mal höher als bei Frau­en. In Bezug auf den Sui­zid des Natio­nal­tor­warts Robert Enke schreibt Frau Dr. Möl­ler-Leim­küh­ler zum The­ma „Depres­sio­nen beim Mann“ in der medi­zi­ni­schen Fach­zeit­schrift MMW: „Er jam­mert nicht, aber er bringt sich um.“ Depres­sio­nen kön­nen sich bei Män­nern anders als mit den klas­sisch „weib­li­chen“ Sym­pto­men wie Trau­rig­keit oder Antriebs­min­de­rung äußern. Sie kön­nen durch exter­na­li­sie­ren­de Stress­ver­ar­bei­tungs­mus­ter mas­kiert oder kom­pen­siert wer­den. Hier­zu gehö­ren: Aggres­si­vi­tät, Ärger­at­ta­cken, erhöh­te Reiz­bar­keit, anti­so­zia­les und/oder süch­ti­ges Ver­hal­ten (Alko­hol, Arbeit, Sport, Fern­se­hen, Inter­net, Sex …) und Risi­ko­ver­hal­ten, zum Bei­spiel im Stra­ßen­ver­kehr – was auch als „männ­li­che Depres­si­on“ bezeich­net wird.

Die­se Sym­pto­me sind nicht in den übli­chen Depres­si­ons­in­ven­ta­ri­en ent­hal­ten, so dass Män­ner ein grö­ße­res Risi­ko haben, durch das dia­gnos­ti­sche Ras­ter zu fal­len (13).

Wir­kung einer ver­stärk­ten Cor­tisol­frei­set­zung durch Stress (1):

  • ver­län­ger­te vira­le Infek­tio­nen.
  • ver­län­ger­te Wund­hei­lung.
  • ver­min­dert Anti­kör­per­pro­duk­ti­on nach Imp­fun­gen.
  • Alte­rungs­pro­zes­se wer­den durch eine Ver­kür­zung der Telo­me­ren beschleu­nigt, d.h. schnel­le­re Chro­mo­so­men-Alte­rung (1,9), wäh­rend die Ände­rung des Life­styles im Sin­ne einer opti­mier­ten „Stress- Respon­se“ die Telo­me­ra­sen-Repair-Enzy­me ver­bes­sert.
  • Bei ver­min­der­ter Stress­be­wäl­ti­gung kommt es zu Ent­zün­dun­gen und Autoimmunerkrankungen:Arthritis,Thyreoiditis, SLE, Der­ma­ti­tis, Fibro­my­al­gie, Chro­ni­sches Erschöp­fungs­syn­drom ( CFS ).

Depres­sio­nen durch Licht­ver­schmut­zung und Mela­to­n­in­man­gel

cholestoplex rezeptfrei aus deutschland per nachnahme

352 Seiten. 28.90 CHF.

ISBN 978 3 871-34170 0

So ungeschminkt haben wir es noch nicht gelesen. Dieses Buch ist ganz knapp am Deutschen Buchpreis 2016 vorbei geschrammt. Es schreit uns an: Leute, das ist eine Krankheit, eine Krankheit! So ist das, wenn man psychotisch ist, es ist die Innensicht einer Psychose. Thomas Melle schreibt in Die Welt im Rücken über seine Krankheit, die bipolare Störung. Er schreibt über sich, als verzweifelter Mensch, als gefallener Mensch, als kranker Mensch, als schreibender Mensch. Er schreibt rastlos und wütend, traurig und suchend: Krankheit als Teil des Menschseins, Zerfall als Fixpunkt seiner Existenz. Und er schreibt ohne Schuldzuweisung, er schreibt reflektiert und er schildert brillant. Jeder Psychiater sollte dieses Buch gelesen haben, jeder, der in der Psychiatrie arbeitet, aber auch jeder, der mit psychisch kranken Menschen in Kontakt kommt, jeder, der psychisches Kranksein verstehen will oder verstehen sollte. Das sind auch Juristen und Politiker. Denn die bipolare Störung – wie auch die Schizophrenie – sind häufig. Die betroffenen Menschen werden nach wie vor stigmatisiert und ausgegrenzt, die Sterblichkeit ist hoch und die Erkrankungen sind volkswirtschaftlich mit am teuersten.

Die «Scheiss-Krankheit» zerstört und macht ohnmächtig

Thomas Melle schreibt von seinem Ausgeschlossensein aus der Gesellschaft: vom Verlust der Freunde, vom Verlust seiner Arbeit, vom Verlust der Wohnung, vom Verlust jeglicher Verantwortung, von Freiheit und Selbstbestimmung. Wie er zurück bleibt, ein abgemagertes Häuflein Elend, hungrig, vewahrlost, voll Scham und Schuldgefühle. Auch er macht, wie viele Kritiker der Psychiatrie, wie manche Kritiker des angeblich ­repressiven Staates, Schuldzuweisungen an die Gesellschaft, an die von Pharmakonzernen und finanziellen Interessen unterwanderte Medizin – doch er reflektiert diese, verwirft sie und kommt zum Ergebnis: Es ist die «Scheiss-Krankheit», die zerstört und ohnmächtig macht. Er anerkennt das Leiden seiner Freunde, der Partnerin, der Angehörigen, der Menschen, die es ­eigentlich gut mit ihm meinen. Er reflektiert und beschreibt, wie er randaliert, rücksichtslos stört, exzessiv Drogen konsumiert, Sexualität auslebt, Beziehungen sabotiert und Hilfe verunmöglicht, alles im Rausch der Krankheit, um dem grenzenlosen Antrieb, der Selbstüberhöhung Raum zu verschaffen.

Als von der Krankheit Gezeichneter hat er recherchiert, er ist einer jener Patienten, die über ihre Krankheit besser Bescheid wissen als viele Behandler. Wenn er psychotisch ist, dann trickst er Behandler, Richter, Betreuungspersonen aus, entzieht sich. Rein in die Klinik, raus aus der Klinik, Berichtsbeschlüsse angezweifelt, Massnahmen verweigert oder davor geflohen. Wenn er nicht psychotisch ist, dann ernüchtert ihn dies: Das wissen über den Wahn und die verlorenen Jahre, die Unergiebigkeit in der Suche nach Ursachen, die Notwendigkeit einer dauerhaften Behandlung mit all den, teilweise entstellenden Nebenwirkungen der Medikamente, seine zunehmend fragmentierte Iden­tität, die schon durch eine schwierige Kindheit bedroht war.

Das Buch ist chronologisch gegliedert in die mitunter phänomenologische Beschreibung seiner manisch- psychotischen Phasen, die teilweise mehr als ein Jahr bestanden. Auch über depressive Phasen, die auf die Manien folgten, berichtet er. Aber trotz deren langer Dauer eher lapidar, mit wenigen Worten. Vielleicht lässt sich nicht viel berichten, wenn man keinen Antrieb hat, wenn man kaum etwas spürt, wenn die Zeit stillsteht. Ganz anders das exzessive Leben in einer wahngedeuteten Welt mit Grössen-, Beziehungs- und Verfolgungsideen bis hin zu Wahrnehmungsstörungen. Grenzenlos, rücksichtslos, verstörend selbstzerstörend. All das spielt im avantgardistisch-intellektuellen Umfeld von Literatur, Musik und Theater. Ein Umfeld, dem er zugehören will, das ihn feiert, ausstösst und zuletzt doch wieder aufnimmt. Immer wieder verbindet er seine praktischen und existenziellen Erfahrungen mit den wissenschaftlichen und theoretischen Erklärungen über Ursachen, Diagnose, Art der Erkrankung, Behandlungsmöglichkeiten.

Dabei bleibt es eine psychiatrisch-theoretische Frage, ob es sich wirklich um eine manisch depressive Erkrankung, eine schizoaffektive Störung oder eine ­paranoide Schizophrenie handelt; die Übergänge sind fliessend; Krankheitsverlauf und Prognose können nie genau vorhergesagt werden. Doch klar ist, es handelt sich um Krankheit, auch wenn die Schwelle zum Normalen graduell verläuft und schwer erkennbar ist. Und klar ist auch in den meisten Fällen die Behandelbarkeit. Doch einer wirksamen Behandlung stehen viele Widerstände entgegen. Schwierig ist schon das Erkennen der Erkrankung: Der Betroffene kann das Krankhafte wegen seiner Erkrankung nicht erkennen. Das Umfeld sieht darin Haltlosigkeit, Bösartigkeit, Dissozialität, Sucht, Kriminalität. Der Kranke trifft auf die gleichen Vorurteile und Urteile wie vor Jahrhunderten. Auch das Rechtssystem ist davon infiziert. Autonomie und Selbstbestimmung werden missgedeutet und Krankheit negiert oder bagatellisiert. Wo der demente und unheilbar kranke Mensch schnell durch Gerichte seiner Rechte und Pflichten entbun-den und «versorgt» wird, wird der manisch-depressive, bipolare und psychotische Mensch als autonomer Herr seines Willen betrachtet, obwohl gerade er behandelt werden könnte und die Chance hat, gesund oder wenigstens nicht ausgestossen zu werden. Das Zugeständnis einer falsch verstandenen Autonomie führt zur Kehrseite einer ­institutionalisierten Verantwortungslosigkeit den Betroffenen und ihren Angehörigen gegenüber. Thomas Melle beschreibt ohne anzuklagen, wie lange es dauert, zu genesen. Er schildert falsche, würdelose Behandlungen, aufgezwungene bürokratisch-unpersönliche «Hilfeleistungen», viel zu frühe Entlassungen verbunden mit einem erneuten Teufelskreis aus Absturz und Zerstörung. Er weiss sich keinen Rat und fragt «doch wie soll man es anders lösen?». Er betrauert den Verlust von Lebensjahren, den schleichenden Verfall bis hin zu Obdachlosigkeit, Armut, ­Delinquenz und Suizid. Vielleicht hätte eine frühe, ausreichend lange und gute Behandlung nach Behandlungsleitlinien ihm vieles erspart. Doch wie umsetzen, wenn der Betroffene dagegen opponiert. Schliesslich hilft ihm die Liebe – und Lithium. Jenes akzeptiert er, auch weil ein Arzt ihm vermittelt, dass daran die Pharmaindustrie nicht viel verdient und durch diese Erklärung sein Misstrauen gegenüber der Medikation ab­geschwächt wird. Zuletzt bleiben der faszinierende phänomenologische Blick, die Ohnmacht und viele Fragen. Mich als Psych­iater regt das Buch zum Wei­terdenken an. Ich sehe ­darin meine Patienten, die ­vielleicht nicht sprachlich so gewandt, aber oft ebenso so klar und spannend, ­offen und ehrlich mir als Arzt begegnen. Jedes mal neu und anders.

Sie fühlen sich abwechselnd himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt und fragen sich, ob das noch normal sein kann?

In unserem Alltag erleben wir eine ganze Reihe unterschiedlichster Gefühle, die einander abwechseln – Freude über ein Geschenk, Ärger nach einem Streit, Enttäuschung über eine verpasste Chance. Jeder Mensch kennt Stimmungsschwankungen. Bei Menschen mit einer Bipolaren Störung jedoch kommt es zu krankhaft übersteigerten Stimmungsschwankungen, die einen deutlichen Leidensdruck verursachen und nicht selten zu negativen Folgen für den Betroffenen führen. Dabei wechseln manische und depressive Phasen einander ab.

In der akuten Krankheitsphase steht die Behandlung mit Medikamenten im Vordergrund, um das Leid des Patienten zu reduzieren und eine Krankheitseinsicht wiederherzustellen. In der anschließenden Erhaltungstherapie und Rückfallprophylaxe geht es darum, die Stimmung zu stabilisieren. Neben der medikamentösen Behandlung wird dann auch unterstützend mit einer psychotherapeutischen Behandlung begonnen. In dieser Phase geht es darum, den privaten und beruflichen Alltag wieder bewältigen zu können und außerdem zu lernen, mit der Erkrankung umzugehen und Anzeichen einer erneuten Krankheitsepisode möglichst früh zu erkennen.

Die Behandlung kann je nach Einzelfall in unterschiedlichem Rahmen erfolgen:

  • Stationär auf unseren allgemeinpsychiatrischen oder störungsspezifischen Stationen ( Station 1, Station 10, Station 5). Auf Wunsch bietet unser Krankenhaus privat versicherten Patienten sowie gesetzlich versicherten Patienten (hier als zusätzliche Wahlleistung) die Möglichkeit des Aufenthaltes auf unserer Privatstation.
  • Teilstationär in einer unserer Tageskliniken.
  • Ambulant über unsere Psychiatrische Institutsambulanz.

Ihre Behandlung erfolgt durch ein Team bestehend aus Ärzten, Psychologen, Pflegekräften sowie Sozialarbeitern, Ergo- und Physiotherapeuten. Ihr Zusammenarbeiten ermöglicht eine sichere und umfassende Untersuchung und eine gezielte Behandlung.

Die Behandlung beinhaltet in unterschiedlichen Schwerpunkten folgende Elemente:

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  • Depression. Depression bzw. klinische Depression ist eine schwer wiegende medizinische und psychische Diagnose, die mit vielen Faktoren in Zusammenhang steht, beispielsweise. mehr »
  • Genetische Erkrankung. Genetische bzw. genetisch bedingte Krankheiten sind auf Fehler in der DNA in als „Gene“ bezeichneten Sequenzen oder manchmal auch auf Defekte in viel umfangreicheren. mehr »

Seelische Erkrankung, bei der gleichzeitig oder abwechselnd Symptome einer Schizophrenie, einer Depression und/oder einer krankhaften Hochstimmung (Manie) auftreten.

Schizophrenie, Depression und die krankhafte Hochstimmung einer Manie pflegen - schon für sich allein genommen - seelisch, körperlich und psychosozial schwer zu beeinträchtigen. Noch schwieriger wird es, wenn alle drei Krankheitsbilder kurz hintereinander auftreten oder gar zusammenfallen. Das nennt man dann eine schizoaffektive Störung oder Psychose. Die Belastung ist hoch, deshalb auch die Selbsttötungsgefahr. Doch die Heilungsaussichten sind gut, besonders wenn dieses Leiden rechtzeitig erkannt und akzeptiert, d. h. von einem Facharzt diagnostiziert und konsequent behandelt werden kann. Vor allem die neuen Medikamenten-Generationen von Antidepressiva und Neuroleptika können das Leiden erfolgreich abkürzen und mildern. Und die sogenannten phasen-prophylaktischen Arzneimittel können - entsprechend lange genommen - einen Rückfall verhindern.

Schizoaffektive Störungen sind Erkrankungen, bei denen gleichzeitig oder abwechselnd Symptome einer Schizophrenie, einer Depression und/oder einer krankhafte Hochstimmung (Manie) auftreten. Einzelheiten siehe die entsprechenden Kapitel. Nachfolgend eine ausführlichere Übersicht.

- Historische Aspekte: Schizoaffektive Störungen werden seit einigen Jahrzehnten, vor allem aber Jahren wissenschaftlich und im Praxisalltag vermehrt diskutiert und erregen deshalb über die Medien auch immer öfter allgemeines Interesse. Für die Ärzte sind sie aber ein zweischneidiges Phänomen. Zum einen kommt man immer häufiger mit Menschen dieser Krankheit in Berührung und deshalb auch nicht um eine Diagnose und Therapie herum. Zum anderen sind schizoaffektive Störungen eine Art wissenschaftliches Ärgernis, und das schon seit über hundert Jahren. Denn beschrieben wurde diese Krankheit, die im Grunde aus drei verschiedenen seelischen Leiden besteht, bereits Mitte des 19. Jahrhunderts. Und schon damals brachte diese Erkrankung so manches theoretische Gebäude in Gefahr und damit ihre psychiatrische Schule in Verlegenheit. Dies äußert sich schon in den verschiedenen Fachbegriffen, die zwar nicht exakt das gleiche meinen müssen, mit ihrer Wortwahl aber die wissenschaftliche Unsicherheit und wenigstens die Erkenntnis ausdrücken, dass sich hier ein gar nicht so seltenes Krankheitsbild letztlich nirgends exakt einordnen lässt: "Mischpsychose", "Zwischen-Fälle" u. a. Schließlich sprach man im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts von schizoaffektiven Erkrankungen, und dabei ist es bis heute geblieben.

- Begriff: Dieser Fachbegriff: schizoaffektive Störung oder Erkrankung besagt, dass sich hier zwei bzw. gar drei verschiedene Krankheiten und damit drei völlig unterschiedliche Beschwerdebilder in einem einzigen Leiden vereinen. Das sind zum einen Krankheitszeichen der schizophrenen Psychose (z. B. Halluzinationen und Wahn), zum anderen affektive, also Gemütsstörungen. Und die setzen sich zusammen aus Depressionen und manischen Hochstimmungen. Daher der Begriff der schizo(= schizophrenen) - affektiven (= Gemümtsstörungen wie Depression und Manie) Erkrankung, Störung oder Psychose.

- Definition: Bei einem Leiden, das aus zwei bzw. drei verschiedenen Störungen besteht und das seit über hundert Jahren die Psychiatrie schon mehrfach in Erklärungsnot brachte, kann man sich vorstellen, dass eine einzige Definition kaum möglich ist - bis heute. Bei den derzeit tonangebenden internationalen Organisationen und damit Klassifikationen heißt es:

· Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt in ihrer Internationalen Klassifikation psychischer Störungen - ICD-10 eine schizoaffektive Störung an, wenn sowohl eindeutig schizophrene als auch eindeutig affektive Symptome gleichzeitig oder nur durch wenige Tage getrennt und während der gleichen Krankheitsepisode vorhanden sind.

· Die Amerikanische Psychiatrische Vereinigung (APA) diagnostiziert in ihrem Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen - DSM-IV eine schizoaffektive Erkrankung dann, wenn in einer ununterbrochenen Krankheitsperiode eine depressive Krankheitsepisode, eine manische Krankheitsepisode oder eine gemischte bipolare Krankheitsepisode (d. h. manische und depressive Phasen) zusammen mit schizophrenen Symptomen vorhanden sind.

Im Alltag von Klinik und Praxis hat sich ein brauchbarer Kompromiss entwickelt, der besagt:

Bei einer schizoaffektiven Erkrankung handelt es sich um Störungen, die gleichzeitig ein schizophrenes sowie ein depressiv-herabgestimmtes bzw. manisch-hochgestimmtes Krankheitsbild aufweisen. Das kann eines nach dem anderen auftreten, das kann aber auch gemeinsam sein. Das heißt schizophren und depressiv bzw. schizophren und manisch zugleich oder gar ein schizophren und manisch-depressives Beschwerdebild zusammen.

Wie häufig sind schizoaffektive Störungen und wen treffen sie am ehesten?

Wenn auch schizoaffektive Störungen seit fast 1 ½ Jahrhunderten zumindest diskutiert und seit einigen Jahrzehnten bzw. Jahren verstärkt diskutiert werden, so weiß man doch noch immer nicht genug.

Das betrifft sogar die Häufigkeit von schizoaffektiven Erkrankungen. Man vermutet, dass etwa jeder zehnte bis fünfte Patient, der eine schizophrene Erkrankung oder eine affektive Störung, also Depression oder Manie aufweist, irgendwann in seinem Leben auch zwei oder gar drei dieser Leiden durchmachen muss und deshalb eine schizoaffektive Erkrankung hat.

Um sich hierbei ein halbwegs zutreffendes Bild zu machen, eine kurze epidemiologische Übersicht: Von den schizophrenen Erkrankungen nimmt man an, dass es rund 1 % der Bevölkerung erfassen, von den manischen 2 bis 3 Mal und von den Depressiven bis zu 10-mal so viel. Kurz: Genaue Zahlen sind nicht möglich, aber selten sind diese Krankheiten nicht.

- Geschlechtsspezifisch sind Frauen häufiger betroffen als Männer, und zwar möglicherweise fast doppelt so oft. Dies betrifft vor allem jene Erkrankungsformen, die aus Schizophrenie und Depression bestehen. Dagegen scheint die Geschlechtsverteilung dort eher ausgeglichen zu sein, wo Schizophrenie, Depression und manische Hochstimmung gemeinsam auftreten oder abwechseln.

- Das Alter bei Ersterkrankung liegt im statistischen Mittel um die 30er Jahre. Doch können schizoaffektive Störungen in jedem Alter auftreten. Patienten, bei denen schizophrene, depressive und manische Beschwerdebilder vorliegen, scheinen früher zu erkranken (Anfang bis Mitte 20). Patienten, bei denen "nur" schizophrene und depressive Symptome zu finden sind, erkranken eher später (nach dem 35. Lebensjahr).

- Eine typische Persönlichkeitsstruktur bei schizoaffektiven Patienten gibt es nicht. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn zwei oder drei Beschwerdebilder zusammentreffen. Zwar gibt es eindeutige Charakterzüge auch nicht bei jenen Patienten, die ausschließlich schizophren, depressiv oder manisch erkranken. Bestimmte Schwerpunkte in der Wesensart lassen sich allerdings bei jedem dieser Leiden immer wieder registrieren. Dies betrifft vor allem die affektiven, also die Gemütsstörungen. Und die scheinen dann auch eine gewisse Prägung zu besitzen, was den gesamten Erkrankungskreis der schizoaffektiven Störungen anbelangt.

So sollen Patienten mit der Kombination Schizophrenie-Depression vor Ausbruch ihrer Erkrankung eher etwas anankastisch (zwanghaft) und rigide (starr, unflexibel) sein (sogenannter Typus melancholicus), während bei der Kombination Schizophrenie-Depression-manische Hochstimmung eher sogenannte sthenische (energisch-kraftvolle) und selbstsichere Persönlichkeiten dominierten.

- Soziodemographische Aspekte: Bezüglich Ausbildung, Beruf, Familienstand, soziale Schicht u. a. gibt es keine Unterschiede zur allgemeinen Bevölkerung.

DER BIOLOGISCHE HINTERGRUND DER SCHIZOAFFEKTIVEN STÖRUNGEN

Krankheiten wie Schizophrenie, Depression und manische Hochstimmung mit ihrem Vererbungsmuster (siehe unten), mit dem häufig episodischen Auftreten und den relativ typischen Beschwerdebildern legten schon vor hundert Jahren die Vermutung nahe, dass es sich hier zumindest um eine biologische Basis handeln muss, auch wenn dann seelische und psychosoziale Faktoren (z. B. Stress, belastende Lebensereignisse, die Reaktion der Umgebung, Nachteile in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis und Beruf u. a) schließlich eine zusätzlich prägende Auswirkung entwickeln. Vor allem die Schizophrenie, in letzter Zeit vermehrt auch die Depression, in Zukunft sicher auch die manische Hochstimmung haben deshalb im Laufe der Jahrzehnte die biologische Forschung ungeheuer beflügelt. Die Ergebnisse halten sich aber leider in Grenzen. Offenbar sind die Ursachen doch komplexer, als man bisher annahm (siehe auch die speziellen Kapitel über Schizophrenie, Depression und Manie).

Deshalb lässt sich im Grunde auch bei der aus diesen Krankheiten zusammengesetzten schizoaffektiven Störung nur eines mit Sicherheit sagen: Es gibt keine einheitliche biologische Basis, es gibt nur verschiedene Hinweise, die die Wissenschaft in Zukunft beschäftigen werden. Dies besonders zur Klärung der Frage: Was kann man therapeutisch tun (z. B. welche Medikamente)? Hier knüpfen sich die größten Hoffnungen vor allem an die Neurotransmitter-Forschung, also die sogenannten Botenstoffe im Gehirn, deren Defizite in bestimmten Gehirnregionen bestimmte Krankheitszeichen, Syndrome (charakteristische Symptom-Gruppierungen) und Erkrankungen auslösen können.

Was die Vererbung anbelangt, so häufen sich in der Tat affektive (depressive und manische), schizophrene, schizoaffektive sowie andere psychische Erkrankungen in den Familien schizoaffektiver Patienten. Je konkreter und konsequenter man nachfasst, desto öfter wird man fündig.

Das bedeutet aber nicht, dass man Angst um seine Kinder haben muss, wenn ein Elternteil eine schizoaffektive, schizophrene, depressive oder manische Erkrankung durchleiden musste. Natürlich steigt die Möglichkeit dann, wenn beide Eltern betroffen sind. Ein konkret abschätzbares Risiko lässt sich aber damit letztlich nicht verbinden.

Eines aber muss man zugestehen: Wer von einer schizoaffektiven Störung (also schizophren/depressiv/manisch) beeinträchtigt ist, muss schon mit einer höheren familiären Erbbelastung rechnen als jene Kranken, die "nur" gesondert eine Schizophrenie, eine Depression und/oder Manie haben.

Bevor man sich allerdings hier in Kummer und Sorgen verliert, sei noch einmal daran erinnert, dass laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeder vierte, unter bestimmten Bedingungen sogar jeder dritte Bundesbürger (einschließlich westliche Welt) irgendwann in seinem Leben unter einer seelischen Störung litt, gerade leidet oder noch zu leiden haben wird. Das sind allein im deutschen Sprachraum 20 bis 25 Millionen Menschen. Natürlich belasten alle seelische Störungen bis hin zu Einbruch von Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Aber man soll nicht glauben, dass 1. jede seelische Störung eine Geisteskrankheit sei, wie man sich das voller heimlicher Ängste immer wieder einzureden scheint, und 2. dass jede seelische Störung und damit auch jede Geisteskrankheit (Psychose) gleich besonders schwer und folgenreich ausfällt. Das ist ein Irrtum. Die überwiegende Mehrzahl aller Betroffenen sind Erkrankungen leichterer Natur und durchaus gut überstehbar, akut und mittel- bis langfristig.

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Man unterscheidet die Ursache vom Auslöser. Die bipolare Störung selbst kann offenbar nicht vererbt werden, die Anfälligkeit für solch eine Erkrankung möglicherweise schon. Diese Anfälligkeit im Sinne einer besonderen Verwundbarkeit des Gehirnstoffwechsels steht für die Ursache.

Belastende Lebensereignisse, ein Schädelhirntrauma oder Infektionen können dann die Krankheit auslösen. Bei Betroffenen wurde während einer Krankheitsepisode eine veränderte Aktivität des sogenannten limbischen Systems – verantwortlich für das Empfinden und Verarbeiten von Gefühlen – im Gehirn festgestellt. Die veränderte Aktivität bei der Verarbeitung von Gefühlen erklärt, warum gerade Schicksalsschläge eine Erkrankung auslösen können.

Ein Kind mit einem erkrankten Elternteil trägt ein Erkrankungsrisiko von 10 bis 20 %. Sind beide Eltern betroffen, steigt das Risiko für das Kind auf 50 bis 60 %.

Im Vordergrund der bipolaren Erkrankung kann entweder die Manie oder die Depression stehen. Die Diagnose lässt sich erst stellen, wenn beide Stimmungsextreme beobachtet wurden. Es ist wichtig, auch länger zurückliegende Episoden zu hinterfragen.

In der Manie fühlt sich der Betroffene bei gehobener Stimmung voll unbändiger Energie, die Stimmung kann aber auch gereizt sein. Der Schlaf verkürzt sich auf wenige Stunden, ohne zu einem Energieverlust zu führen. Die Betroffenen reden „wie ein Wasserfall“, sind gedanklich sprunghaft und unkonzentriert, überschätzen sich selbst bis hin zum Größenwahn. Alles ist übersteigert: Gesprächigkeit, Geselligkeit, Geldausgaben u.a. – Wesentlich ist in Summe der Kontrollverlust. Häufig ist auch ein allgemeiner Spannungszustand, der verschiedenste Bereich betreffen kann.

Auf die manische Phase kann die Depression entweder direkt als depressive „Nachschwankung“ oder auch später als einzelne Episode folgen. Im Vordergrund stehen dann Energie- und Antriebslosigkeit, Interessensverlust und Lethargie mit genereller Empfindungslosigkeit und Schlafstörungen.

Die umgekehrte Variante mit einem depressiven Beginn ist die häufigere Variante.

Grundlage ist eine Befragung der Betroffenen und der nächsten Angehörigen, vor allem, um zurückliegende Episoden beurteilen zu können. Es soll immer gefragt werden, ob es früher schon ähnliche Phasen oder Episoden gegeben hat, ob es Auslenkungen der Stimmungslage gegeben hat, ob es in der Familie jemanden gibt oder gegeben hat, der Stimmungsschwankungen, Probleme mit Alkohol oder Suizidhandlungen gehabt hat.

Tritt im Krankheitsverlauf zuerst eine Depression auf, kann zunächst nicht entschieden werden, ob es sich um eine unipolare (ohne Stimmungsschwankungen) oder um eine bipolare Depression (mit Stimmungsschwankungen) handelt.

Einige Merkmale weisen aber auf eine bipolare Störung hin: Bei bipolaren Depressionen leiden die Erkrankten häufiger unter Energieverlust, vermehrtem Schlafbedürfnis und gesteigertem Appetit als bei einer unipolaren Depression, vor allem auch natürlich, wenn Familienangehörige die Diagnose einer bipolaren Störung haben. 25 % der bipolaren Erkrankungen beginnen vor dem 20. Lebensjahr.

Andere psychische Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden. Für eine sichere Diagnose muss der Betroffene auch körperlich untersucht werden, um so organische Ursachen (Epilepsie, Hirntumore, Schilddrüsenerkrankungen, die Hormonstörung Cushing-Syndrom u.a.) ausschließen zu können.

Die frühe Diagnose ist sehr wichtig. Je weniger Krankheitsepisoden bis zum Beginn einer entsprechenden Therapie stattgefunden haben, desto besser spricht der Betroffene in der Regel auf die Behandlung an. Außerdem kann durch einen frühen Behandlungsbeginn vermieden werden, dass es zu schweren sozialen Veränderungen kommt.

Die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist einerseits die frühe Diagnose, andererseits die konsequente Weiterführung auch in symptomarmen oder -freien Phasen. Bipolare Störungen sind chronische Erkrankungen, die eine lebenslange Behandlung erfordern.

Die Therapieziele liegen in der Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, kurzen Krankenstandszeiten, Minimierung des Leidensdrucks sowie im Abfangen sozialer Probleme. Nur durch die Kombination von regelmäßiger Medikamenteneinnahme und konsequenter Inanspruchnahme von Therapieangeboten können gute und dauerhafte Behandlungserfolge erzielt werden.

Bei der bipolaren Depression sollten Antidepressiva immer mit Medikamenten zur Stabilisierung der Stimmung gegeben werden. Antidepressiva verbessern die depressive Verstimmung und wirken sich auch auf andere Symptome, wie Antriebs- oder Konzentrationsschwäche aus. Manche Antidepressiva haben auch eine beruhigende oder schlafverbessernde Wirkung, ohne selbst Schlaf- oder Beruhigungsmittel zu sein. Sie machen daher auch nicht abhängig. Antidepressiva sollten bei der bipolaren Depression so kurz wie möglich genommen werden.

Lithiumsalze und bestimmte Antikonvulsiva (Antiepileptika, wie etwa Valproinsäure und Carbamazepin) werden zur Behandlung der Manie eingesetzt und wirken darüber hinaus generell stimmungsstabilisierend. Sie werden daher auch als sogenannte Phasenprophylaxe eingesetzt, d.h., sie dienen der Vorbeugung weiterer manischer bzw. depressiver Episoden. Atypische (neuere) Antipsychotika haben sich in der Akutbehandlung der Manie und deren Rückfallverhütung ebenfalls positiv bewährt. Ein bestimmtes Antiepileptikum hat in der Rückfallverhütung der bipolaren Depression einen wichtigen Stellenwert.

Ergänzend zur medikamentösen Therapie sollten wie bei allen psychischen Erkrankungen unbedingt auch nicht medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten wahrgenommen werden, wie spezifische Psychotherapie, Psychoedukation, Schlafentzug bei Depression, Lichttherapie, Selbsthilfegruppen etc. Wesentlich sind auch ein geregelter Tagesablauf bzw. geregelte Arbeitszeiten. Nachtarbeit oder Schichtdienste sind daher für Personen mit einer bipolaren Erkrankung weniger geeignet. Auch hier liegen mit der mTGT (medizinorientierte tiergestützte Therapie) positive Behandlungserfolge vor, da sie in der Lage ist, die Eigenkontrolle der Patienten und damit ihre Sozialisierungsfähigkeit zu verbessern.

Mit einer guten Struktur und gutem Lifestyle.

Es gibt drei wesentliche Verlaufsformen (siehe oben):

  • Bipolar-I-Störung
  • Bipolar-II-Störung
  • Rapid-Cycling

Wann sollte ich einen Arzt bei einer bipolaren Störung aufsuchen?

Eine bipolare Störung ist eine chronische Erkrankung und bedarf einer kontinuierlichen ärztlichen sowie therapeutischen Betreuung. Insbesondere auch wegen der hohen Selbstmordneigung in den ersten jahren der Erkrankung.

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Die manische Episode ist durch eine nicht den Umständen entsprechende gehobene Stimmung charakterisiert. Diese kann zwischen sorgloser Heiterkeit und unkontrollierbarer Erregung schwanken. Die Betroffenen sind rastlos, überaktiv und verspüren einen ständigen Bewegungsdrang. Sie vermeinen über unbegrenzte körperliche und geistige Energie zu verfügen und fühlen sich in keinster Weise psychisch krank. Der Umgang mit anderen Menschen gestaltet sich oft distanzlos, die Betroffenen sprechen typischerweise viel, schnell und hemmungslos.

Konzentration und Aufmerksamkeit sind beeinträchtigt, es besteht eine erhöhte Ablenkbarkeit, oft jagt ein Gedanke den anderen. Das Ausüben eines Berufs ist in diesem Zustand praktisch nicht möglich. Die Betroffenen beginnen beispielsweise unrealisierbare Projekte oder geben leichtsinnig viel Geld aus. Charakteristisch für die Manie ist ein vermindertes Schlafbedürfnis, auch das sexuelle Verlangen (Libido) kann gesteigert sein. Bei sehr schweren manischen Episoden kommt es mitunter auch zu Wahnvorstellungen (Größenwahn, Verfolgungswahn).

Die Hypomanie zeichnet sich durch ein der Manie ähnliches Krankheitsbild aus, allerdings ist es leichter ausgeprägt und dauert üblicherweise kürzer an. Die Symptome erreichen kein derartiges Ausmaß, dass die Erkrankten in ihrer Lebensführung wesentlich beeinträchtigt sind, also etwa ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können oder auf massive soziale Ablehnung stoßen.

Auch in einer hypomanen Episode nehmen die Betroffenen an sich meist keine krankheitswertigen Veränderungen wahr, im Gegenteil, sie fühlen sich meist besonders gesund, vital, attraktiv, kreativ, gesellig, gesprächig und leistungsfähig. Gerade deshalb sollten Angehörige von Menschen mit einer bipolaren Störung besonders aufmerksam sein und bei ersten Anzeichen von gehobener Stimmung oder Antriebssteigerung ärztliche Hilfe suchen. Denn oftmals geht eine Hypomanie in eine Manie über.

Bipolar Erkrankte zeigen in einer depressiven Episode die gleichen Beschwerden wie Menschen mit einer unipolaren Depression, also gedrückte Stimmung sowie Antriebs-, Freud- und Interessenlosigkeit. Selbstvorwürfe und Schuldgefühle können sich einstellen, diese beziehen sich mitunter auf die Konsequenzen manischer Exzesse (z.B. Verlust von Freunden, Schulden). Die Betroffenen zeigen eine gehemmte Mimik, Gestik und Sprache und ziehen sich sozial zurück. Zudem können Appetit und sexuelle Aktivität abnehmen. Typisch sind auch Schlafstörungen mit frühzeitigem Erwachen. Depressive Episoden dauern in der Regel etwas länger als manische.

In der sogenannten gemischten affektiven Episode wechseln sich manische und depressive Zustände sehr schnell ab, gewöhnlich innerhalb von Stunden, und können sogar zugleich vorkommen, etwa im Sinne von einer aggressiv gefärbten Niedergeschlagenheit. Im Mischzustand ist das Risiko für einen Selbstmord (Suizid) besonders hoch.

Dieser Zustand ist ähnlich dem Mischzustand, äußert sich aber in sich häufig ändernden Phasen: mindestens einmal täglich, oft auch im Stundentakt.

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Autoren:
Dr. med. Peter Mahlknecht, Dr. med. Matthias Thalhammer
Medizinisches Review:
Univ.-Doz. Dr. Margot Schmitz, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr. med. Lisa Demel, Mag.(FH) Silvia Hecher,MSc

Stand der Information: August 2012

Was sind Depressionen? Welche Merkmale deuten auf eine depressive Erkrankung hin? Welche Hilfen gibt es? Die Symptome einer depressiven Störung sind sehr vielschichtig und ernst zu nehmen. Es gibt viele Formen der Erkrankung. Angefangen von der depressiven Verstimmung bis hin zur manischen oder Major Depression. Auch Burn out oder Mobbing durch Arbeitskollegen können zu Depressionen führen. Ein Depressionstest kann Aufschluss darüber geben um welche Depressionsform es sich handelt.

Der Inhalt dieses Blogs dient lediglich der Information und dem Erfahrungsaustausch. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt auch keinen Gang zum Arzt oder Psychologen.

Wir übernehmen keine Haftung für die bereitgestellten Informationen.

Quelle: Wikipedia
Lizenz: Creative Commons

Ich bin neulich mal über einen tollen Artikel gestolpert, als ich diesen Song hörte und mal etwas googeln musste. Man merkt oft, dass man mit dieser Krankheit doch nicht ganz allein ist. Obwohl man als Betroffener manchmal dieses Gefühl hat. Auszug aus jetzt.sueddeutsche.de

Im Stück „Schwarze Wolke“ sprichst du über manische Depression. Hast du selbst damit zu kämpfen? Ja, das liegt bei uns in der Familie, in der sich auch schon einige Leute das Leben genommen haben. Das Bild der schwarzen Wolke stammt übrigens aus dem Videospiel Mario Kart, das ich früher gern gespielt habe. Wenn man da mit dem Auto über einen Stern fährt, erscheint eine Wolke, dann ein Blitz, man wird ganz klein und alle Leute können einen überfahren. Diese Vorstellung ist für mich die Versinnbildlichung einer Depression. Da hängt auch permanent eine schwarze Wolke über dir, und wenn die zu regnen beginnt, schrumpfst du und kannst von jeder Nichtigkeit überrollt werden. Das Gefühl kenne ich gut.

Ganzer Artikel: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/569684 Mal in den Song reinhören? Ich kann übrigens das ganze Album “Kompass ohne Norden” empfehlen.

Mit 16 erschien mir alles noch leichter, der Himmel war irgendwie weiter, Die besten Freunde erreichbar, bei den Problemen, die alle Jungs haben, Mit Eltern und Weibern und Geldsorgen leichter, weil da für sowas noch Zeit war. Jedes Ding löst man mit Gaffer und Schweizer, der gute, alte MacGyver. Heut bin ich schon etwas weiter: Abi gemacht, Uni geschafft, Tochter kann sprechen und nennt mich Papa, doch bleibt eine Wolke, ein dunkler Verdacht. Unter meim Dach. Mein Lebenslauf ein unregelmäßiger Slalom. Eltern nerven mit stetiger Warnung: “Denk mal an später, du hast ja keine Ahnung Junge” Höchste Höhen, tiefste Tiefen. An warmen Tagen glaub ich wirklich, Dass mich alle lieben und fühl mich als könnt ich fliegen. Dann kommt die schwarze Wolke, macht mich klein und ich will mich erschießen. Standardkrisen eines manisch Depressiven! Die schwarze Wolke, meine ganz private schwarze Wolke wartet über mir, Macht mich klein, sie wird mich stets verfolgen selbst in überdachten Räumen. Ob bei Nacht, ob über Bäumen schwebt sie über mir, Und macht mich schnell zu einem kleinen Häufchen. Die schwarze Wolke, meine ganz private schwarze Wolke wartet über mir, Sie wird mich stets verfolgen selbst in überdachten Räumen. Manchmal kommt die Sonne raus, ich renn zu Türen, komm heraus. Doch der Horrizont ist eine hohe Wand von schwarzen Wolken. Höchste Höhen, tiefste Tiefen. An warmen Tagen glaub ich wirklich, Dass mich alle lieben und fühl mich als könnt ich fliegen. Dann kommt die schwarze Wolke, macht mich klein und ich will mich erschießen. Standardkrisen eines manisch Depressiven! Gerade ist alles halbwegs in Ordnung, die Miete bezahlt, schon wieder ‘n Jahr. Doch die Decke der Wohnung bewegt sich, ist’s schon wieder so nah. Die Schatten kommen aus den Ecken, schwarze Gedanken fluten den Raum. Momente von Glück ertrinken, die Lichter verschwinden, in dumpfem, pochendem Grau Wege herraus versprechen Tabletten verschrieben von Männern mit schütterem Haar. Trips wie das Leben sie schrieb, zitternd und nah, bitter und wahr. Manchmal sind mir die Menschen zu viel, ich will nicht mehr reden. Sie fragen wie’s geht, ich denke zu Ende doch sage ok. Ich kann nicht tanzen, kann nicht Smalltalk, kann nicht singen, nur lallen. Kann nicht schleimen, kann nicht lügen. Das ist das Schlimmste von allen da. Am Ende des Tunnels ist Licht, doch es ist nur die kurze Strecke, Straße vor dem Nächsten Tunnel, auf dem Weg in Richtung Nichts. Höchste Höhen, tiefste Tiefen. An warmen Tagen glaub ich wirklich, Dass mich alle lieben und fühl mich als könnt ich fliegen. Dann kommt die schwarze Wolke, macht mich klein und ich will mich erschießen. Standardkrisen eines manisch Depressiven!

Bipolare Störung – manchmal auch als manisch-depressive Erkrankung – mit Stimmungsschwankungen, die von den Tiefen der Depression zu den Höhen der Manie assoziiert. Wenn Sie depressiv sind, werden Sie traurig oder hoffnungslos und verlieren das Interesse oder die Freude an den meisten Aktivitäten. Wenn Ihre Stimmung in die andere Richtung verschiebt, können Sie sich euphorisch und voller Energie. Stimmungsschwankungen auftreten nur ein paar Mal im Jahr, oder so oft wie mehrmals am Tag. In einigen Fällen verursacht bipolaren Störung Symptome von Depression und Manie in der gleichen Zeit.

Obwohl bipolare Störung ist eine disruptive, langfristige Zustand können Sie Ihre Stimmungen in Schach, indem Sie einen Behandlungsplan zu halten. In den meisten Fällen können bipolare Störung mit Medikamenten und psychologischer Beratung (Psychotherapie) gesteuert werden.

Bipolare Störung ist in mehrere Subtypen unterteilt. Jedes ein anderes Muster der Symptome. Typen der bipolaren Störung sind:

  • Bipolar-I-Störung. Stimmungsschwankungen mit Bipolar-I erhebliche Schwierigkeiten bei Ihrer Arbeit, Schule oder Beziehungen. Manische Episoden können schwerwiegend sein und gefährlich.
  • Bipolar-II-Störung. Bipolar II ist weniger schwerwiegend als bipolare I. Sie können eine gehobene Stimmung, Reizbarkeit und einige Veränderungen in Ihrem Betrieb haben, aber in der Regel können Sie weiter mit Ihrem normalen Tagesablauf. Statt vollwertigen Manie, haben Sie Hypomanie – eine weniger strenge Form der Manie. Bei der bipolaren II, Zeiten der Depression in der Regel länger als Zeiten der Hypomanie.
  • Zyklothyme Störung. Zyklothyme Störung, auch als cyclothymia bekannt, ist eine milde Form der bipolaren Störung. Mit cyclothymia können Hypomanie und Depression störend sein, aber die Höhen und Tiefen sind nicht so streng wie sie mit anderen Typen der bipolaren Störung sind.

Die genauen Symptome einer bipolaren Störung variieren von Person zu Person. Für manche Menschen verursacht die Depression die meisten Probleme, für andere Menschen sind manische Symptome im Vordergrund. Symptome der Depression und Symptome der Manie oder Hypomanie können auch zusammen auftreten. Dies wird als eine gemischte Folge bekannt.

Manischen Phase einer bipolaren Störung
Anzeichen und Symptome der manischen oder hypomanische Phase einer bipolaren Störung können gehören:

  • Euphorie
  • Aufgeblasen Selbstwertgefühl
  • Schlechtes Urteilsvermögen
  • Schnelles Sprechen
  • Racing Gedanken
  • Aggressives Verhalten
  • Agitation oder Reizung
  • Erhöhte körperliche Aktivität
  • Riskantes Verhalten
  • Spending sprees oder unklug finanziellen Entscheidungen
  • Erhöhte Laufwerk durchzuführen oder Ziele zu erreichen
  • Erhöhter Sexualtrieb
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Leicht abgelenkt
  • Careless oder falschen Gebrauch von Drogen oder Alkohol
  • Häufige Abwesenheit von der Arbeit oder Schule
  • Wahnvorstellungen oder eine Pause von der Realität (Psychose)
  • Schlechte Leistung bei der Arbeit oder Schule

Depressiven Phase einer bipolaren Störung
Anzeichen und Symptome der depressiven Phase einer bipolaren Störung können gehören:

  • Traurigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbstmordgedanken oder Verhalten
  • Angst
  • Schuld
  • Schlafstörungen
  • Low Appetit oder gesteigerter Appetit
  • Müdigkeit
  • Verlust des Interesses an Aktivitäten einst als Spaß
  • Probleme konzentrieren
  • Reizbarkeit
  • Chronische Schmerzen ohne bekannte Ursache
  • Häufige Abwesenheit von der Arbeit oder Schule
  • Schlechte Leistung bei der Arbeit oder Schule

Andere Anzeichen und Symptome einer bipolaren Störung
Zeichen und Symptome einer bipolaren Störung kann auch gehören:

  • Saisonale Veränderungen in der Stimmung. Wie bei Seasonal Affective Disorder (SAD), haben einige Menschen mit bipolarer Störung Stimmungen, die mit den Jahreszeiten wechseln. Einige Leute werden manischen oder hypomanische im Frühjahr oder Sommer und dann depressiv im Herbst oder Winter. Für andere Menschen, wird dieser Zyklus umgekehrt – sie depressiv im Frühjahr oder Sommer und manischen oder hypomanische im Herbst oder Winter.
  • Rapid cycling bipolarer Störung. Manche Menschen mit einer bipolaren Störung leiden rasche Stimmungsschwankungen. Dies wird als mit vier oder mehr Stimmungsschwankungen innerhalb eines Jahres definiert. Doch in manchen Menschen Stimmungsschwankungen auftreten viel schneller, manchmal innerhalb weniger Stunden.
  • Psychose. Schwere Folgen von beiden Manie oder Depression kann in der Psychose führen, eine Loslösung von der Realität. Symptome der Psychose kann falsch, sondern mit Nachdruck vertretene Überzeugungen (Wahnvorstellungen) und Hören oder Sehen von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen).

Symptome bei Kindern und Jugendlichen
Anstatt klare Depression und Manie oder Hypomanie, können die prominentesten Anzeichen einer bipolaren Störung bei Kindern und Jugendlichen gehören explosives Temperament, schnelle Stimmungsschwankungen, rücksichtsloses Verhalten und Aggression. In einigen Fällen treten diese Veränderungen innerhalb von Stunden oder weniger – zum Beispiel kann ein Kind intensivsten Perioden von Schwindel und Albernheit, lange Anfälle von Weinen und Ausbrüche explosive Wut alles an einem Tag haben.

Wenn einen Arzt aufsuchen
Wenn Sie irgendwelche Anzeichen von Depression oder Manie haben, sehen Sie Ihren Arzt oder psychische Gesundheit Anbieter. Bipolare Störung nicht besser auf seine eigenen. Erste Behandlung von einem psychischen Gesundheit mit Erfahrung in einer bipolaren Störung kann Ihnen helfen, Ihre Symptome unter Kontrolle.

Viele Menschen mit einer bipolaren Störung nicht bekommen, die Behandlung, die sie benötigen. Trotz der Stimmung Extreme, Menschen mit bipolarer Störung, oft nicht erkennen, wie viel ihre emotionale Instabilität ihr Leben und das Leben ihrer Lieben stört. Und wenn Sie wie einige Menschen mit einer bipolaren Störung sind, können Sie genießen Sie die Gefühle der Euphorie und Zyklen des Seins produktiver. Und vielleicht auch in finanzieller, rechtlicher oder Beziehung Probleme – allerdings ist diese Euphorie immer von einem emotionalen Absturz, verlassen Sie depressiv können, abgenutzt gefolgt.

Wenn Sie zögern, Behandlung zu suchen sind, in einem Freund anzuvertrauen oder geliebten Menschen, eine Ärztin, ein Glaube Führer oder jemand anderes Sie vertrauen. Sie können in der Lage sein, um Ihnen die ersten Schritte zu einer erfolgreichen Behandlung.

Wenn Sie Selbstmordgedanken haben
Selbstmordgedanken und Verhalten bei Menschen mit einer bipolaren Störung häufig. Wenn Sie oder jemand Sie wissen, ist mit Selbstmordgedanken, Hilfe sofort. Hier sind einige Schritte, die Sie ergreifen können:

  • Kontakt ein Familienmitglied oder einen Freund.
  • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, eine mentale Gesundheit Anbieter oder andere Ärztin.
  • Rufen Sie einen Selbstmord-Hotline-Nummer – in den Vereinigten Staaten, können Sie die gebührenfreie, 24-Stunden-Hotline der National Suicide Prevention Lifeline bei 800-273-8255 zu erreichen, um einem ausgebildeten Berater sprechen.
  • Kontaktieren Sie einen Minister, spiritueller Führer oder jemand in Ihrer Glaubensgemeinschaft.

Wenn die Nothilfe zu bekommen
Wenn Sie möchten, können Sie selbst oder einen Suizidversuch weh denke, rufen Sie 911 oder Ihre örtliche Notrufnummer sofort. Wenn Sie einen geliebten Menschen, der selbst, oder ernsthaft damit geschadet hat, stellen Sie sicher, dass jemand Aufenthalte mit dieser Person. Nehmen Sie ihn oder sie ins Krankenhaus oder rufen Sie für Nothilfe.

Die genaue Ursache der bipolaren Störung ist unbekannt, aber einige Faktoren zu sein scheinen beteiligt bei der Entstehung und Auslösung bipolaren Episoden:

  • Biologische Unterschiede. Menschen mit einer bipolaren Störung scheinen physikalische Veränderungen in ihrem Gehirn haben. Die Bedeutung dieser Veränderungen ist noch ungewiss, aber kann schließlich helfen, punktgenaue Ursachen.
  • Neurotransmitter. Ein Ungleichgewicht in natürlich vorkommenden Chemikalien im Gehirn als Neurotransmitter scheint eine wichtige Rolle bei der bipolaren Störung und anderen affektiven Störungen spielen.
  • Hormone. Imbalanced Hormone können bei der Entstehung oder Auslösung einer bipolaren Störung beteiligt sein.
  • Vererbte Merkmale. Bipolare Störung ist häufiger bei Menschen, die einen Blutsverwandten (wie ein Geschwister-oder Elternteil) haben mit der Bedingung. Forscher versuchen, Gene, die bei der Entstehung von bipolaren Störung beteiligt sein können zu finden.
  • Umwelt. Stress, Missbrauch, signifikanten Verlust oder andere traumatische Erfahrungen eine Rolle spielen kann bei der bipolaren Störung.

Faktoren, die das Risiko der Entwicklung einer bipolaren Störung erhöhen können umfassen:

  • Mit Blutsverwandten wie Eltern oder Geschwister mit bipolarer Störung
  • Zeiten hoher Belastung
  • Drogen-oder Alkoholmissbrauch
  • Wichtige Veränderungen im Leben, wie der Tod eines geliebten Menschen
  • Being in Ihren frühen 20er Jahren

Bedingungen, die häufig auftreten, mit einer bipolaren Störung
Wenn Sie bipolaren Störung haben, können Sie auch einen anderen Gesundheitszustand, die vor oder nach Ihrem Diagnose einer bipolaren Störung diagnostiziert ist. Solche Bedingungen müssen diagnostiziert und behandelt werden, weil sie bestehende bipolare Störung verschlimmern kann. Dazu gehören:

  • Angststörungen. Beispiele sind post-traumatischen Belastungsstörung (PTSD), soziale Phobie und generalisierte Angststörung.
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). ADHS hat Symptome, die mit einer bipolaren Störung überlappen. Aus diesem Grund kann bipolaren Störung schwer von ADHS unterscheiden. Manchmal ist man für den anderen falsch. In einigen Fällen kann eine Person mit beiden Bedingungen diagnostiziert werden.
  • Sucht oder Drogenmissbrauch. Viele Menschen mit einer bipolaren Störung auch Alkohol, Tabak oder Drogenproblemen. Drogen oder Alkohol mag, um die Symptome zu lindern, aber sie können tatsächlich auslösen, verlängern oder verschlimmern Depression oder Manie.
  • Physikalische gesundheitliche Probleme. Menschen mit einer bipolaren Störung diagnostiziert sind eher auf bestimmte andere gesundheitliche Probleme, darunter Herzerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen und Übergewicht haben.

Unbehandelt kann bipolaren Störung schwerwiegende Probleme, die jeden Bereich Ihres Lebens beeinflussen führen. Diese können sein:

  • Probleme im Zusammenhang mit Substanz und Alkoholmissbrauch
  • Rechtliche Probleme
  • Finanzielle Probleme
  • Relationship Probleme
  • Isolation und Einsamkeit
  • Schlechte Arbeit oder Schulleistungen
  • Häufige Abwesenheit von der Arbeit oder Schule
  • Selbstmord

Du bist wahrscheinlich durch Ihren Hausarzt oder einen Hausarzt zu starten. Allerdings, in einigen Fällen, wenn Sie einen Termin nennen, können Sie sofort zu einem Arzt, der in der Diagnose und Behandlung von psychischen Gesundheitszustand (Psychiater) spezialisiert bezeichnet werden.

Weil Termine können kurz sein, und weil es oft eine Menge Boden zu decken, ist es eine gute Idee, auch für den Termin vorbereitet werden. Hier einige Informationen, die Ihnen helfen bereit für Ihre Bestellung, und wissen, was Sie von Ihrem Arzt erwarten.

Was Sie tun können

  • Schreiben Sie alle Symptome, die Sie hatten, haben auch etwaige scheint nichts mit dem Grund, aus dem Sie geplant, die Ernennung kann.
  • Notieren Sie wichtige persönliche Informationen, einschließlich aller wesentlichen Belastungen oder letzten Veränderungen im Leben.
  • Machen Sie eine Liste aller Medikamente, Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.
  • Nehmen Sie ein Familienmitglied oder einen Freund mit, wenn möglich. Manchmal kann es schwierig sein, alle Informationen, die Sie während eines Termins erinnern. Jemand, der Sie begleitet erinnern sich vielleicht an etwas, was man verpasst oder vergessen.
  • Notieren Sie sich Fragen zu stellen, mit Ihrem Arzt.

Ihre Zeit mit Ihrem Arzt kann begrenzt werden, so bereitet eine Liste von Fragen vor der Zeit wird Ihnen helfen, das Beste aus Ihrer Zeit zusammen. Bei Problemen im Zusammenhang mit einer bipolaren Störung, sind einige grundlegende Fragen Sie Ihren Arzt fragen:

  • Muss ich bipolaren Störung?
  • Gibt es noch andere mögliche Ursachen für meine Symptome?
  • Welche Arten von Tests benötige ich?
  • Welche Behandlungsmethoden gibt es? Welche wollen Sie mir empfehlen?
  • Welche Nebenwirkungen sind möglich mit dieser Behandlung?
  • Was sind die Alternativen zu den primären Ansatz, dass Sie vorschlagen?
  • Ich habe diese anderen gesundheitlichen Bedingungen. Wie kann ich am besten verwalten diese Bedingungen zusammen?
  • Sollte ich einen Psychiater oder anderen psychischen Anbieter?
  • Gibt es eine generische Alternative zu dem Medikament bei Ihnen verschreiben mir bist?
  • Gibt es irgendwelche Broschüren oder anderen gedruckten Unterlagen, die ich mit nach Hause nehmen kann? Welche Websites empfehlen Sie besuchen?

Zusätzlich zu den Fragen, die Sie vorbereitet haben Ihren Arzt fragen, zögern Sie nicht, Fragen während Ihres Termins jederzeit verlangen, dass Sie nicht verstehen, etwas zu fragen.

Was erwarten Sie von Ihrem Arzt
Ihr Arzt wahrscheinlich fragen Sie eine Reihe von Fragen ist. Bereit zu sein, sie zu beantworten reservieren können Zeit zu gehen über alle Punkte, die Sie wollen mehr Zeit zu verbringen. Ihr Arzt kann fragen:

  • Wann haben Sie oder Ihre Lieben erst beginnen zu bemerken, Ihre Symptome von Depression, Manie oder Hypomanie?
  • Wie oft tun Sie Ihre Stimmungen ändern?
  • Hatten Sie jemals Selbstmordgedanken, wenn Sie deprimiert sind?
  • Wie stark sind Ihre Symptome? Haben sie mit Ihrem täglichen Leben oder Beziehungen stören?
  • Haben Sie Blutsverwandten mit einer bipolaren Störung oder eine andere affektive Störung?
  • Welche anderen geistigen oder körperlichen Gesundheitszustand haben Sie?
  • Trinken Sie Alkohol, Zigaretten rauchen oder benutzen Straße Drogen?
  • Wie viel wissen Sie nachts schlafen? Ist es im Laufe der Zeit ändern?
  • Haben Sie durch Zeiten gehen, wenn Sie Risiken, die Sie normalerweise nicht nehmen würde, wie ungeschützten Sex oder unklug, spontane finanzielle Entscheidungen zu treffen?
  • Was, wenn überhaupt, scheint Ihre Symptome verbessern?
  • Was, wenn überhaupt, scheint sich Ihre Symptome verschlimmern?

Wenn Ärzte vermuten, jemand hat bipolare Störung, sie in der Regel tun, eine Reihe von Tests und Prüfungen. Diese können helfen, um andere Probleme, zu lokalisieren, eine Diagnose und auch für alle damit verbundenen Komplikationen zu überprüfen. Diese können sein:

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Die neue „Spitzer-Studie“ [. ], an der 200 hochmotivierte Personen mit dem Wunsch nach Veränderung teilnahmen, zeigt: Vor der therapeutischen Begleitung sehnten sich 78% (Männer) bzw. 81% (Frauen) erotisch-sexuell nach einem Menschen gleichen Geschlechts, nach der Therapie waren dies nur noch 8% [. ] bzw. 4%“.

Die zitierte Studie befasst sich jedoch in Wirklichkeit nicht mit allen Personen, die eine solche Therapie versucht haben, sondern nur solche „die beanspruchen, ihre sexuelle Orientierung von homosexuell nach heterosexuell geändert zu haben“ – also denen, bei denen die Therapie nach eigenen Angaben erfolgreich war. Es konnten in den ganzen USA gerade einmal 200 „Geheilte“ gefunden werden – diejenigen, bei denen eine Therapie nicht erfolgreich war, wurden in der Studie überhaupt nicht erwähnt.

Aktuelles Update: Im April 2012 hat der Verfasser Robert Spitzer sich für derartige Fehlinterpretationen entschuldigt:

Ich entschuldige mich bei allen homosexuellen Menschen, die ihre Zeit und Energie für irgendeine Form der reparativen Therapie verschwendet haben, weil sie glaubten ich habe bewiesen, dass [diese] bei einigen „hochmotivierten“ Personen wirksam sei.

Es werden auch gerne international anerkannte Organisationen zitiert
und dabei die Aussagen verdreht. So wird beispielsweise eine Aussage des Alfred Adler Instituts

wenn ein Klient den Wunsch äußert, seine sexuelle Orientierung zu ändern, dann dient uns diese Äußerung als Leitlinie für den weiteren [. ] therapeutischen Prozeß.

dahingehend interpretiert, dass der „weitere therapeutische Prozeß“ eine Änderung der sexuellen Orientierung zum Ziel habe – dem widerspricht das zitierte Institut entschieden:

„Leider hat [. ] nur zwei Sätze zitiert, nicht unseren ganzen Brief [. ] Dann würde deutlich herauskommen, dass wir gerade keine grundsätzliche Therapiebedürftigkeit annehmen“

„Ich glaube das alles nicht.“

Bis zu 42 Kalendertage hat ein Mitarbeiter gegenüber seinem Arbeitgeber Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Auslöser für diesen Anspruch ist die Arbeitsunfähigkeit, die vom Arzt festgestellt wird. Auf die Art der Tätigkeit im Betrieb kommt es dabei nicht an. Einzige Ausnahme sind Beschäftigte, deren Arbeitsverträge von vornherein auf maximal vier Wochen befristet sind. Mindestens vier Wochen muss auch ein neues Arbeitsverhältnis ununterbrochen bestehen, ehe es im Krankheitsfall zu einem Anspruch auf Entgeltfortzahlung kommt. Erst nach Ablauf dieser Wartezeit setzt die Fortzahlungsverpflichtung des Betriebes ein. Dabei hat die Wartezeit keinen Einfluss auf die maximale Anspruchsdauer von sechs Wochen.

Um zu verhindern, dass kleine Betriebe durch die Entgeltfortzahlung in wirtschaftliche Not geraten, gibt es das so genannte Umlageverfahren U1. In diese Entgeltfortzahlungsversicherung werden Beiträge eingezahlt, die sich nach dem jeweiligen Umlagesatz der Ausgleichskasse sowie den Arbeitnehmerentgelten der Beschäftigten richten. Die Entgeltfortzahlungskosten werden den teilnehmenden Betrieben von der Umlagekasse der zuständigen gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Die Erstattungssätze richten sich dabei auch nach den Umlagesätzen und werden in den Satzungen entsprechend festgelegt. Welche Unternehmen per Gesetz zur Teilnahme verpflichtet sind, richtet sich nach der Zahl ihrer Mitarbeiter. Ob Ihr Betrieb dazugehört, können Sie z.B. mit Hilfe unseres Umlagerechners selbst feststellen.

Wie viel der Betrieb seinem erkrankten Mitarbeiter zahlen muss, richtet sich grundsätzlich nach dem Bruttoentgelt, das er innerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit erzielt hätte. Zum fortzuzahlenden Entgelt gehören deshalb auch Leistungen wie Gefahren-, Nacht-, Sonntags- oder Feiertagszuschläge und eine etwaige betriebliche Vermögensbildung. Auch laufende Sachleistungen, wie zum Beispiel freie Unterkunft und Verpflegung, müssen weiter gewährt werden. Dagegen spielen erwartete Überstunden keine Rolle, es sei denn, es gibt anderslautende einzel- oder tarifvertragliche Regelungen. Leistungen, für die der Mitarbeiter entstandene Kosten nachweisen müsste, fallen durch die Arbeitsunfähigkeit erst gar nicht an: dazu zählen beispielsweise Reisekosten und Spesen. Einmalbezüge, wie etwa Weihnachtsgratifikationen oder Gewinnbeteiligungen werden dagegen in der Regel während einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Dies ist in Tarif- oder Arbeitsverträgen geregelt.

Das fortzuzahlende Gehalt wird in der Regel wie folgt berechnet: Bezieht der erkrankte Mitarbeiter einen Stundenlohn, werden die wegen Arbeitsunfähigkeit ausgefallenen Stunden mit dem Stundenlohn multipliziert.

Bei einem Monatslohn richtet sich das fortzuzahlende Entgelt nach den tatsächlich ausgefallenen Arbeitstagen. Dazu ermitteln Sie zunächst den Tagesbetrag, indem Sie das Monatsgehalt durch die Anzahl der Arbeitstage des betreffenden Monats teilen. Anschließend multiplizieren Sie diesen Betrag mit der Anzahl der ausgefallenen Arbeitstage.

Alternativ wird das Monatsgehalt durch die Anzahl der Kalendertage dieses Monats geteilt und mit der Anzahl der ausgefallenen Kalendertage multipliziert. Aus Tarif- oder Arbeitsverträgen können sich andere Berechnungsweisen ergeben. Bei der Beitragsberechnung zur Sozialversicherung gibt es jedoch keine Besonderheiten, denn genau wie Lohn und Gehalt zählt die Entgeltfortzahlung zum laufenden Arbeitsentgelt.

In manchen Branchen, wie dem Baugewerbe, schwanken die Arbeitszeiten oft traditionell von Monat zu Monat. Um dennoch einen realitätsnahen Betrag zu ermitteln, wird die Entgeltfortzahlung vergangenheitsbezogen berechnet. Als Richtgröße nimmt man dabei den letzten Abrechnungsmonat: Das Entgelt, das in diesem Abrechnungszeitraum erzielt wurde, teilt man durch die Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage des betreffenden Monats. Danach multipliziert man diesen Wert mit der Anzahl der ausgefallenen Arbeitstage. Spiegelt das Ergebnis nicht die tatsächlichen Verhältnisse wieder, so ist zunächst die Arbeitszeit eines gleichartig beschäftigten Arbeitnehmers zugrunde zu legen. Ist das nicht möglich, so ist der Berechnungszeitraum auf drei Monate (zwölf bzw. 13 Wochen) zu erweitern. Das so ermittelte Arbeitsentgelt ist durch die Zahl der für diesen Zeitraum entfallenden Arbeitstage zu dividieren und mit der Anzahl der infolge Arbeitsunfähigkeit ausgefallenen Arbeitstage zu multiplizieren.

Entgeltfortzahlung bei leistungsabhängiger Entlohnung

Wenn Arbeitnehmer nach Leistung bezahlt werden, wie etwa Akkordarbeiter, ermittelt man das fortzuzahlende Entgelt wie bei schwankenden Arbeitszeiten, ggf. ist auch hier das Arbeitsentgelt eines gleichartig beschäftigten Arbeitnehmers heranzuziehen. Führt das zu keinem vertretbaren Ergebnis, ist als Berechnungsgrundlage vom Arbeitsentgelt des letzten abgerechneten Monats auszugehen. Zunächst wird der so genannte Tagesakkordsatz errechnet. Dazu teilt man das Arbeitsentgelt des Vormonats durch die jeweilige Anzahl der Arbeitstage des laufenden Monats. Danach multipliziert man den Tagesakkordsatz mit der Anzahl der ausgefallenen Arbeitstage. Da Akkordlohn jedoch erfahrungsgemäß monatlichen Schwankungen unterliegt, empfiehlt es sich, von vornherein die letzten drei Monate (zwölf bzw. 13 Wochen) als Richtgröße anzusetzen.

Aus Tarif- und Arbeitsverträgen können sich andere Berechnungsweisen ergeben.

Der Arbeitgeber muss das Entgelt nicht unbegrenzt für jede Erkrankung des Beschäftigten fortzahlen: Innerhalb eines Zeitjahres (Zwölf-Monats-Frist) zahlt er grundsätzlich nur für insgesamt sechs Wochen (42 Kalendertage) wegen derselben Krankheit. Selbst dann, wenn sich der Anspruch auf mehrere Krankheitszeiträume verteilt. Ist der Anspruch des Mitarbeiters von maximal sechs Wochen Entgeltfortzahlung aufgebraucht, setzt die Zahlung von Krankengeld durch seine gesetzliche Krankenversicherung ein.

Ob auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes "Erstbescheinigung" oder "Folgebescheinigung" steht, ist kein zuverlässiges Indiz über den Anspruch auf Entgeltfortzahlung: Wird ein Mitarbeiter nämlich nach überstandener Krankheit am ersten Tag seiner Rückkehr an den Arbeitsplatz erneut krankgeschrieben, dann steht auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wiederum "Erstbescheinigung"; auch wenn beide Erkrankungen auf derselben Ursache beruhen. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei mehrfachen Erkrankungen eines Mitarbeiters direkt an die zuständige Krankenkasse wenden. Generell sind Krankenkassen befugt, Arbeitgebern mitzuteilen, ob die erneute Arbeitsunfähigkeit eines Beschäftigten auf derselben Ursache beruht. Die Übermittlung von Diagnosedaten an Arbeitgeber ist jedoch nicht zulässig. Falls der Beschäftigte vor Beginn einer neuen Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht wegen derselben Krankheit fehlte, besteht allerdings in jedem Fall ein neuer Anspruch auf sechs Wochen Entgeltfortzahlung.

So gehen Sie bei mehreren Erkrankungszeiträumen vor:
Ist Ihr Mitarbeiter innerhalb von zwölf Monaten zweimal krankgeschrieben, schauen Sie zunächst, ob seit der letzten Arbeitsunfähigkeit sechs Monate vergangen sind. Ist das der Fall, hat er erneut Anspruch auf volle sechs Wochen Entgeltfortzahlung. Liegen zwischen den Krankschreibungen weniger als sechs Monate, so besteht die Möglichkeit einer Anfrage bei der zuständigen Krankenkasse, ob die neue Arbeitsunfähigkeit auf derselben Krankheit beruht.

Ab dem 1. Januar 2018 sind für die Anfrage von Vorerkrankungszeiten drei Bedingungen zu erfüllen. Eine Anfrage ist nur dann zulässig, wenn für die aktuelle Arbeitsunfähigkeit ein Nachweis vorliegt, in den letzten 6 Monaten vor Beginn der aktuellen Arbeitsunfähigkeit mindestens eine bescheinigte potenzielle Vorerkrankung in Bezug auf die aktuelle Arbeitsunfähigkeit besteht und die Zeiten der anzufragenden Arbeitsunfähigkeiten mit der aktuellen Arbeitsunfähigkeit zum Zeitpunkt der Meldung mindestens 30 Tage umfassen.

Sind danach Vorerkrankungen anzurechnen, dann müssen Sie nur so lange Lohn oder Gehalt fortzahlen, bis der Anspruch auf sechs Wochen, der durch die erste Arbeitsunfähigkeit ausgelöst wurde, insgesamt ausgeschöpft ist.

Entgeltfortzahlung bei Hinzutritt einer weiteren Krankheit

Auch wenn Ihr Mitarbeiter parallel oder versetzt an verschiedenen Krankheiten leidet, müssen Sie grundsätzlich nur sechs Wochen lang am Stück Entgeltfortzahlung leisten. Dabei gilt folgende Ausnahme: Endet Krankheit A bevor sechs Wochen vergangen sind – und ist Krankheit B ab diesem Zeitpunkt alleinige Ursache für die Arbeitsunfähigkeit, so ist zu prüfen, ob für die hinzugetretene und nunmehr allein fortbestehende Arbeitsunfähigkeit bereits eine anrechenbare Vorerkrankung besteht. Sollte dies der Fall sein, besteht noch Anspruch auf Entgeltfortzahlung für den Rest, der für diese Krankheit an sechs Wochen fehlt. Spätestens nach 42 Tagen ununterbrochener Entgeltfortzahlung, endet die Zahlungsverpflichtung des Arbeitgebers.

Die Ansprüche Ihres Mitarbeiters beschränken sich jedoch nicht nur auf dessen Arbeitsunfähigkeit: Auch bei medizinisch notwendigen Vorsorge- und Reha-Maßnahmen sind Arbeitgeber zur Entgeltfortzahlung verpflichtet, selbst wenn der krankhafte Gesundheitszustand noch nicht zur Arbeitsunfähigkeit führt. Voraussetzungen sind, dass die Maßnahme von einem Sozialleistungsträger (gesetzliche Unfall-, Renten- oder Krankenversicherung) bewilligt wurde und stationär erfolgt. Dabei ist unerheblich, ob die Kosten voll übernommen werden; schon die Bezuschussung reicht, um einen sechswöchigen Anspruch auf Entgeltfortzahlung auszulösen. Liegt der medizinischen Maßnahme und einer vorangegangenen Arbeitsunfähigkeit allerdings dieselbe Krankheit zugrunde, kann sich dadurch der Anspruch während der Kurmaßnahme verkürzen.

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Zum Umgang mit der Krankheit

Im Rahmen einer intellektuellen Auseinandersetzung

mit der Krankheit und der Deutung eines bestimmten Symptomes wird der Frage nachgegangen

Die Stufen von Krankheiten

Krankheit als Weg.
(von Rolf-Dietmar Ehrhardt)

Auch hier gilt was eigentlich immer gilt: Erkenne Dich selbst.

Bitte beachten Sie speziell bei diesem Artikel auch die allgemeinen Hinweise!

Kann uns eine Krankheit etwas sagen?

Vitamin A:

Vitamin B 1 :

Vitamin B2:

Vitamin B6:

Unsicherheit beim Gehen; "Ameisenlaufen" und brennende Schmerzen in Armen und Beinen

Vitamin B12:

Niacin:

Vitamin C:

Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Bildung von Nierensteinen

Vitamin E:

Kalzium:

Magnesium:

Eisen:

Ein Lexikon sagt u.a.:

Das vorher zitierte Lexikon sagt zum Begriff " Gesundheit ":

Herz - Magen - Lunge - Kopf - Hals

Nieren - Galle - Leber - Ohren - Augen - Nase - Nerven - Sprache

Sicherlich sind noch viel mehr von diesen Weisheiten im Umlauf. Was wollen alle diese Worte uns sagen? Ganz offensichtlich sagen diese Weisheiten aus, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen geistig/seelischen Konstellationen des Menschen und seinen Organen und damit zu seinem Organismus.

Im Gegenteil, diese Symptome werden als ernst angesehen und haben vermeintlich gar nichts mit einem selbst zu tun.

Was haben viele Patienten gegen die Apparate-Medizin?

Wissen die Patienten vielleicht doch (zum Teil unbewusst), was ihnen gut tut??

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Traumata als Ursache für Schizophrenie

Forscher der Universität von Liverpool haben 2012 festgestellt, dass Kinder, die ein schwerwiegendes Trauma erfahren haben, dreimal so wahrscheinlich Schizophrenie im späteren Leben entwickeln.

Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und Schizophrenie
Die Debatte über die Wichtigkeit von genetischen und Umweltauslösern bei psychotischen Störungen bekam dadurch neuen Auftrieb. Lange Zeit hat sich die Forschung bei psychischen Krankheiten auf die biologischen Faktoren bei Störungen wie Schizophrenie, bipolare Störung und psychotische Depression konzentriert. Inzwischen sprechen jedoch viele Belege dafür, dass diese Störungen nicht erklärt werden können, ohne sich zunächst die Lebensumstände der einzelnen Patienten anzuschauen.

Die Teams der Liverpool und Maastricht Universität in den Niederlanden machten sich nun als erste daran, die Befunde von mehr als 30 Jahren von Forschungsstudien zusammenzubringen und zu analysieren, ob es einen Zusammenhang zwischen Kindheitstraumata und der Entwicklung von Psychosen gibt.

Dazu werteten die Forscher mehr als 27.000 Forschungspapiere aus, um Daten von drei Arten von Studien herauszuziehen; jene, die sich auf die Entwicklung von Kindern konzentrierten, die bekanntermaßen Not erfahren haben; In Betracht gezogen wurden Studien über zufällig ausgewählte Teile der Bevölkerung und Forschungserhebungen über psychotische Patienten, die nach ihrer frühen Kindheit gefragt wurden.

Dreimal so wahrscheinlich im Erwachsenenalter psychotisch
Alle drei Arten der Studien lieferten ähnliche Schlüsse. Kinder, die irgendeine Art von Trauma erfahren hatten, bevor sie 16 Jahre alt geworden waren, waren etwa dreimal so wahrscheinlich im Erwachsenenalter psychotisch im Vergleich zu denen, die zufällig aus der Bevölkerung gewählt wurden.

Dabei steht das Niveau des Traumas in direkter Beziehung zur Entwicklung einer psychischen Krankheit im späteren Leben. Kinder, die schwerwiegend traumatisiert worden sind, hatten ein größeres Risiko, in manchen Fällen ein bis zu 50-mal höheres Risiko, als jene, die ein Trauma in einem geringeren Maß erfuhren.

Das Team aus Liverpool führte zusätzlich eine Studie durch, die sich die Beziehung zwischen bestimmten psychotischen Symptomen und der Art des in der Kindheit erfahrenen Traumas ansah. Im Ergebnis führten verschiedene Traumata zu verschiedenen Symptomen. So war etwa Kindheitsschändung mit Halluzinationen verbunden, während Kinder, die in einem Kinderheim untergebracht waren, zu Paranoia neigten.

Es ergab sich auch eine starke Beziehung zwischen der Umgebung und der Entwicklung der Psychose und die Studie lieferte Hinweise über die Mechanismen, die zu schwerwiegenden psychischen Erkrankungen führen.

Professor Richard Bentall, von der Universität von Liverpool Institut für Psychologie, Gesundheit und Gesellschaft, schreibt: "Die Ursachen für psychotische Störungen, besonders Schizophrenie sind eine Quelle der Kontroverse unter Psychiatern, Psychologen und Ärzten. Es gibt auch Uneinigkeit darüber, wie die Störungen definiert sind. Es ist zum Beispiel nicht ungewöhnlich, dass ein Patient von einem Psychiater mit Schizophrenie von einem anderen Psychiater, aber als bipolar diagnostiziert wird.

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Liegt ei­ne krank­heits­be­ding­te Leis­tungs­min­de­rung vor, ist ei­ne um­fas­sen­de In­ter­es­sen­abwägung wie bei Fall­kon­stel­la­ti­on I. und Fall­kon­stel­la­ti­on III. an­zu­stel­len.

Wann ist eine krankheitsbedingte Kündigung auf jeden Fall unwirksam?

Wie Sie un­ter dem Stich­wort "Kündi­gungs­schutz" nach­le­sen können, kann der Ar­beit­ge­ber bei je­der Kündi­gung - und al­so auch bei je­der krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung - an be­stimm­ten "Stol­per­stei­nen" schei­tern.

So ist zum Bei­spiel ei­ne Kündi­gung ge­ne­rell un­wirk­sam, wenn es in dem Be­trieb, in dem Sie ar­bei­ten, ei­nen Be­triebs­rat gibt und Ihr Ar­beit­ge­ber den Be­triebs­rat vor Aus­spruch der Kündi­gung nicht an­gehört hat. Nähe­re In­for­ma­tio­nen hier­zu fin­den Sie un­ter Hand­buch Ar­beits­recht: Anhörung des Be­triebs­rats.

Un­wirk­sam ist oft auch die Kündi­gung be­stimm­ter Ar­beit­neh­mer­grup­pen (Mit­glie­der des Be­triebs­rats, Schwan­ge­re, schwer­be­hin­der­te Ar­beit­neh­mer), da der Ar­beit­ge­ber hier be­son­de­re Vor­aus­set­zun­gen be­ach­ten muss, al­so zum Bei­spiel vor der Kündi­gung ei­nes schwer­be­hin­der­ten Ar­beit­neh­mers die Zu­stim­mung des In­te­gra­ti­ons­am­tes ein­ho­len muß u.s.w.

Wann ist eine krankheitsbedingte Kündigung unwirksam, weil der Arbeitgeber Fehler beim betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) gemacht hat?

Wenn ein Ar­beit­neh­mer in­ner­halb ei­nes Jah­res länger als sechs Wo­chen un­un­ter­bro­chen oder wie­der­holt ar­beits­unfähig ist, muss der Ar­beit­ge­ber gemäß § 167 Abs.2 Satz 1 Neun­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB IX) un­ter Be­tei­li­gung des be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mers und des Be­triebs­rats bzw. Per­so­nal­rats klären, wie die Ar­beits­unfähig­keit möglichst über­wun­den wer­den und mit wel­chen Leis­tun­gen oder Hil­fen er­neu­ter Ar­beits­unfähig­keit vor­ge­beugt und der Ar­beits­platz er­hal­ten wer­den kann. Die­se Klärung heißt Be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM).

Ein BEM muss der Ar­beit­ge­ber nicht nur dann durchführen, wenn der länger er­krank­te Ar­beit­neh­mer ein be­hin­der­ter Mensch oder ein Schwer­be­hin­der­ter ist, son­dern auch bei nicht be­hin­der­ten Ar­beit­neh­mern, die länger als sechs Wo­chen pro Jahr ar­beits­unfähig sind. Ist der Be­trof­fe­ne al­ler­dings ein Schwer­be­hin­der­ter, ist beim BEM auch die Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung hin­zu­zu­zie­hen.

Un­terlässt der Ar­beit­ge­ber ent­ge­gen sei­ner ge­setz­li­chen Ver­pflich­tung vor Aus­spruch ei­ner krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung das BEM oder macht er da­bei Feh­ler, führt das zwar nicht au­to­ma­tisch bzw. im­mer zu Un­wirk­sam­keit der Kündi­gung. In ei­nem sol­chen Fall hat der gekündig­te Ar­beit­neh­mer aber im Kündi­gungs­schutz­pro­zess bes­se­re Chan­cen, dass das Ge­richt die Kündi­gung als un­wirk­sam be­wer­tet. Nähe­re Ein­zel­hei­ten zu die­sen Fra­gen fin­den Sie un­ter "Hand­buch Ar­beits­recht: Be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM)".

Kann der Arbeitgeber aus krankheitsbedingten Gründen auch außerordentlich kündigen?

Krank­heits­be­ding­te Kündi­gun­gen sind in den meis­ten Fällen or­dent­li­che Kündi­gun­gen, d.h. Kündi­gun­gen un­ter Ein­hal­tung der Kündi­gungs­frist. Für sie gilt § 1 KSchG, falls der Ar­beit­neh­mer Kündi­gungs­schutz nach dem KSchG hat.

Aus­nahms­wei­se kann der Ar­beit­ge­ber aber auch ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung aus krank­heits­be­ding­ten Gründen aus­spre­chen, nämlich dann,

  • wenn der Ar­beit­neh­mer or­dent­lich unkünd­bar ist und
  • wenn dem Ar­beit­ge­ber die dau­er­haf­te Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses in­fol­ge der Krank­heit des Ar­beit­neh­mers nicht zu­zu­mu­ten ist, weil er gar kei­ne nen­nens­wer­te Ge­gen­leis­tung für den Lohn erhält und das Ar­beits­verhält­nis da­her "sinn­ent­leert" ist.

Recht­li­che Grund­la­ge für ei­ne sol­che außer­or­dent­li­che krank­heits­be­ding­te Kündi­gung ist nicht § 1 KSchG, son­dern § 626 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB).

Ei­ne sol­che Kündi­gung ist nur in ex­tre­men Aus­nah­mefällen zulässig. Denn die nach Ta­rif oder Ar­beits­ver­trag be­ste­hen­de Unkünd­bar­keit soll den Schutz des Ar­beit­neh­mers ge­genüber Kündi­gun­gen verstärken. Da­her rei­chen die "nor­ma­len" Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne or­dent­li­che krank­heits­be­ding­te Kündi­gung nicht aus, um ei­ne außer­or­dent­li­che krank­heits­be­ding­te Kündi­gung zu stützen.

Die krank­heits­be­ding­ten Gründe für die Kündi­gung müssen da­her so gra­vie­rend sein, dass der Ar­beit­ge­ber prak­tisch gar kei­ne nen­nens­wer­te Ge­gen­leis­tung mehr erhält ("Sinn­ent­lee­rung" des Ar­beits­verhält­nis­ses). Da­zu reicht es nicht aus, dass der unkünd­ba­re Ar­beit­neh­mer "nur" ein Drit­tel des Jah­res krank­heits­be­dingt fehlt (sie­he da­zu Ar­beits­recht ak­tu­ell: 14/282 BAG zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung aus krank­heits­be­ding­ten Gründen).

Außer­dem kann der Ar­beit­ge­ber in sol­chen Aus­nah­mefällen zwar außer­or­dent­lich kündi­gen, aber nicht frist­los. Er muss dem unkünd­ba­ren Ar­beit­neh­mer viel­mehr bei ei­ner krank­heits­be­ding­ten außer­or­dent­li­chen Kündi­gung ei­ne Aus­lauf­frist zu­ge­ste­hen, die so lan­ge wie die Kündi­gungs­frist sein muss, die der Ar­beit­ge­ber be­ach­ten müss­te, wenn der Ar­beit­neh­mer or­dent­lich künd­bar wäre.

Wenn Sie ei­ne krank­heits­be­ding­te Kündi­gung er­hal­ten ha­ben, müssen Sie sich in­ner­halb von drei Wo­chen nach Zu­gang der Kündi­gung ent­schei­den, ob Sie da­ge­gen Kündi­gungs­schutz­kla­ge er­he­ben wol­len oder nicht. Wenn Sie die­se in § 4 Satz 1 KSchG be­stimm­te Frist für die Er­he­bung der Kla­ge versäum­en, gilt die Kündi­gung als von als von An­fang an rechts­wirk­sam (§ 7 KSchG).

Es ist da­her von al­ler­größter Wich­tig­keit, daß Sie die ge­setz­li­che Drei­wo­chen­frist für die Kündi­gungs­schutz­kla­ge be­ach­ten.

Dies gilt nicht nur dann, wenn Sie mit ei­ner Kla­ge Ih­re wei­te­re Beschäfti­gung durch­set­zen wol­len. Die Ein­hal­tung der Frist ist ge­nau­so wich­tig, wenn Sie das Ziel ver­fol­gen, ei­ne gu­te Ab­fin­dung aus­zu­han­deln. Ist die Kla­ge­frist nämlich ein­mal versäumt, ist ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge prak­tisch aus­sichts­los. In ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on wird sich Ihr Ar­beit­ge­ber nor­ma­ler­wei­se auf kei­ne Ab­fin­dung mehr ein­las­sen.

Wenn Sie ei­ne Rechts­schutz­ver­si­che­rung ha­ben oder recht­li­che Ver­tre­tung durch Ih­re Ge­werk­schaft be­an­spru­chen können, ris­kie­ren Sie durch ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge in der Re­gel nichts. Auf der an­de­ren Sei­te er­hal­ten Sie in vie­len Fällen durch ei­ne Kla­ge die Chan­ce auf ei­ne Ab­fin­dung.

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