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Einweisung in die Psychiatrie – Problematik der aktuellen Rechtsgrundlage

Bei einer akuten Selbst- oder Fremdgefährdung kann eine Einweisung in die Psychiatrie auch gegen den Willen des psychisch Erkrankten veranlasst werden. Ist diese nicht gegeben beziehungsweise können Sie keine konkreten Argumente für eine drohende Selbst- oder Fremdgefährdung vorbringen, muss der Betroffene damit einverstanden sein. In der Depression ist die Wahrscheinlichkeit der Einsicht bei dem Betroffenen oft noch recht groß.

Problematisch kann die aktuelle Rechtslage sich im Falle einer Manie auswirken. Denn so lange die manische Phase noch nicht den akut gefährdenden Punkt (der zwangsläufig irgendwann kommt) erreicht hat, müssen Angehörige selber und mit der ärztlichen Hilfe des Betroffenen inklusive Medikamentenanpassung damit klarkommen. Der Betroffene selbst weigert sich in der Manie meist, da er meint, es ginge ihm gut, und alles andere inklusive vorhandener gesundheitlicher Beschwerden in der manischen Phase für ihn unwichtig ist. Gegen alles, was ihn in seiner Freiheit einschränkt, wehrt er sich vehement. Für die Angehörigen stellt diese Situation eine sehr große Belastung dar, da in dieser Phase praktisch in jeder Minute etwas geschehen kann.

Die Kontrollmöglichkeiten sind in der manischen Phase hingegen auch, wenn alle wichtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, sehr eingeschränkt. Es wäre daher wünschenswert, wenn der Gesetzgeber die Gefahr, der alle Beteiligten in so einer Situation ausgesetzt sind, erkennt, und eine Zwangseinweisung bereits vor der Eskalation möglich macht. Damit nicht erst ein Unfall passieren muss, bevor eine stationäre Behandlung des von dieser psychischen Erkrankung Betroffenen erfolgt.

Nach der Krise eines Bipolaren sollten sich Angehörige erholen

Sobald Sie wieder etwas Ruhe haben oder die Verantwortung in den Händen der Fachkräfte liegt, sollten Sie unbedingt eine (wenn möglich mehrtägige) Ruhepause für sich einlegen. Holen Sie in den kommenden Tagen den fehlenden Schlaf nach, nehmen Sie sich in dieser Zeit der Erholung keine größeren Dinge vor, erledigen Sie nur das Nötigste und schonen Sie Ihre Kräfte.

Die körperliche und seelische Erschöpfung werden Sie normalerweise ohnehin spüren. Aber selbst wenn Sie meinen, Sie könnten wieder mit dem Alltag weitermachen wie bisher: Gönnen Sie sich eine Phase der Erholung und Entschleunigung!

Vielleicht können Sie einen Wellnesstag einlegen. Machen Sie etwas Schönes, das nicht körperlich anstrengend ist und Sie nicht zu vielen Reizen aussetzt. Sie haben momentan genug zu verarbeiten, da braucht Ihr Geist nicht unbedingt gleich wieder etwas Neues. Möglicherweise ist Ihre Aufnahmekapazität im Moment aus diesem Grund sowieso eingeschränkt. Das ist okay. Es ist lediglich ein Zeichen dafür, dass Sie nach der Belastung eine Pause brauchen.

Die sogenannte bipolare Störung und die Schizophrenie sind zwar zwei verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder, dennoch existiert eine gemeinsame Wurzel. Aufgrund der häufig ähnlichen Symptome ist die Differenzialdiagnose auch für Fachärzte nicht immer leicht. Die bipolare Störung wird in Fachkreisen oft auch als manische Depression bezeichnet. Zeitweilige Störungen des Realitätsbezugs im Sinne einer Psychose können bei beiden Krankheitsbildern im Alltag auftreten. In der Therapie sprechen bipolare Störung aber auch die Schizophrenie oft auf die gleichen Gruppen von Psychopharmaka an, was sich in einer Besserung der Symptomatik und einer Stabilisierung im Alltag zeigt. Aufgrund dieser und anderer Ähnlichkeiten wird in psychiatrischen Fachkreisen seit Langem darüber diskutiert, ob bei beiden Krankheiten bestimmte zusammenhängende biologische Mechanismen zugrunde liegen.

Eine Langzeitstudie konnte genetische Dispositionen zweifelsfrei nachweisen

Im Rahmen einer groß angelegten Langzeitstudie konnten Forscher des renommierten Karolinska-Institutes in Stockholm nun herausfinden, dass beiden Krankheitsbildern tatsächlich gemeinsame genetische Wurzeln zugrunde liegen. Insgesamt wurden in der Studie Daten von 9 Millionen Bewohnern aus 2 Millionen schwedischen Familien ausgewertet. Der Zeitraum der Studie umfasste 30 Jahre, unter den Studienteilnehmern waren etwa 40000 Patienten mit bipolarer Störung und etwa 36000 Patienten mit Schizophrenie. Menschen mit einem Verwandten ersten Grades, die entweder unter einer bipolaren Störung oder einer Schizophrenie litten, hatten im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung für beide Krankheiten ein überdurchschnittlich hohes Risiko. Patienten, welche einen Stimmungskalender oder ein Tagebuch führen, haben für das Arztgespräch erhebliche Vorteile. Der Arzt kann sich dadurch beispielsweise ein viel genaueres Bild vom Krankheitsverlauf machen und die Medikation bei abweichender Schlafdauer oder Stimmungsschwankungen zeitnah anpassen. Mit einer Tagebuch-App können jetzt immer und überall Stimmung und Befinden ganz einfach mit dem Handy eingetragen werden.

Bei beiden Krankheitsbildern spielen Umwelteinflüsse eine geringere Rolle

Auch leibliche Eltern, die ihre erkrankten Kinder zur Adoption freigaben, wiesen ein deutlich erhöhtes Risiko für die Gesundheit auf. In Prozentzahlen ausgedrückt lässt das Ergebnis der Studie den Schluss zu, dass ein Schizophrenie-Risiko nur zu etwa 36 Prozent auf Umwelteinflüsse zurückgeführt werden kann, aber zu 64 Prozent genetisch bedingt ist. Für die bipolare Störung spielen Umwelteinflüsse mit 41 Prozent eine etwas größere Rolle. Die gemeinsamen genetischen Wurzeln von bipolarer Störung und Schizophrenie sind bei eineiigen Zwillingen am augenscheinlichsten. Litt ein Zwilling unter bipolarer Störung, so verachtfachte sich das Risiko für den anderen Zwilling. Litt ein Zwilling unter Schizophrenie, so hatte der andere Zwilling sogar ein zehnfach erhöhtes Risiko, ebenfalls daran zu erkranken.

Das Risiko, im Laufe seines Lebens an einer Bipolaren affektiven Störung zu erkranken, liegt bei ca. 1-3%. Die bipolaren Störungen entwickeln sich im Durchschnitt bereits zu einem früheren Lebensalter als die unipolaren Depressiven Störungen. Viele Menschen mit bipolaren Erkrankungen haben bereits um das 15. Lebensjahr herum erste Krankheitssymptome, die voll ausgeprägte bipolare Störung entwickelt sich dann häufig zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr.

© Dr. Sandra Elze & Dr. Michael Elze

Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.com

  • Meyer TD, Hautzinger M (2013). Bipolare Störungen: Kognitiv-verhaltens­therapeutisches Behandlungsmanual. Weinheim, Basel: Beltz.
  • American Psychiatric Association - APA (2002). Practice Guideline for the treatment of patients with bipolar disorder. 2nd edition. Arlington: APPI.
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  • DGBS, DGPPN (Hrsg) (2012). S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen. Dresden: DGBS, DGPPN.
    Full text (pdf) >>
  • Goodwin GM, Haddad PM, Ferrier IN, Aronson JK, Barnes T, et al. (2016). Evidence-based guidelines for treating bipolar disorder: Revised third edition recommendations from the British Association for Psychopharmacology. J Psychopharmacol 30(6): 495-553.
    Full text (pdf) >>
  • National Institute for Health an Clinical Excellence - NICE (2014). Bipolar disorder: The NICE guideline on the assessment and management of bipolar disorder in adults, children an young people in primary and secondary care. National Clinical Practice Guideline 185. London: British Psychological Society, The Royal College of Psychiatrists.
    Full text (pdf) >>
  • National Institute for Health an Clinical Excellence - NICE (2003). Guidance on the use of electroconvulsive therapy. Technology Appraisal Guideline 59. London: NICE.
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  • Royal Australian and New Zealand College of Psychiatrists RANZCP - Clinical Practice Guidelines Team for Bipolar Disorder (2004). Australian and New Zealand clinical practice guidelines for the treatment of bipolar disorder. Australian and New Zealand Journal of Psychiatry 38:280–305.
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Letzte Aktualisierung: 08.10.2017

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Die Bipolare (lateinisch bis = zwei) Störung zeichnet sich durch Stimmungs­schwankungen zwischen dem depressiven und dem maniformen Pol aus. Da die Schwankungen das Gefühl betreffen, wird auch von Bipolarer affektiver Störung gesprochen. Affekt ist von lateinisch afficere = hinzutun abgeleitet. Der Begriff verweist darauf, dass die pathologische Qualität der Stimmung als etwas Gemachtes (facere = machen) erscheint, das dazukommt ohne dazuzugehören.

  • Manisch-depressive Erkrankung (MDE)
  • Zykloide Psychose
  • Bipolare Psychose

Auch die Stimmung Gesunder schwankt. Daher hängt die Abgren­zung zwischen gesund und krank von den individuellen Bewer­tungen sowohl des Untersuchers als auch des Betroffenen ab. Schwankungen, die der eine als Ausdruck lebendiger Reaktivität empfindet, bezeichnet ein Anderer als krank.

  • Je schwerer die depressive Verstimmung ist, desto häufiger wird sie als krankhaft empfunden.
  • Maniforme Symptome werden vom Betroffenen oft nicht als krankhaft, sondern als Ausdruck eigentlicher Gesundheit erlebt. Erst im Nachhinein und wenn er mit den Folgen vernunftwidriger Taten konfrontiert wird, erkennt er die problematische Qualität der Manie.
  • Schwere, wahnhafte Depressionen deutet der Kranke oft nicht als krankhaft, sondern als Strafe Gottes für vermeintliche Sünden oder als folgerichtige Reaktion auf existenzielle Bedrohungen (z.B.: Verarmung, Krankheit, Weltuntergang oder Strafgericht).

Treten im Rahmen der Bipolaren Störung psychotische Symptome auf, wird auch von Bipolarer Psychose gesprochen.

Bipolare affektive Störungen werden in der Internationalen Klassifikation der Krank­heiten (ICD-10) nach drei Kriterien aufgeteilt:

  1. Polarität (depressiv, manisch, gemischt)
  2. Ausprägung (abwesend, leicht-mittelschwer, schwer)
  3. Vorliegen psychotischer Symptome: Wahn, Halluzinationen (ja/nein)

Bipolare Störungen gemäß ICD-10-Klassifikation der WHO

Den gemischten Episoden kann auch die agitierte Depression zugeordnet werden. Die agitierte Depression zeichnet sich durch innere Unruhe und Getriebenheit aus. Sie ist von der gehemmten Depression zu unterscheiden. Bei der gehemmten Depression ist der Antrieb vermindert.

Seelische Erlebnisweisen sind individuell. Deshalb sind sich Psychiater oft uneins, wel­cher diagnostischen Kategorie ein Zustandsbild zugeordnet werden sollte. Das betrifft auch die Bipolare Störung. Sie wird sowohl gegenüber anderen Diagnosen abgegrenzt als auch intern unterschieden.

Als Sonderform der Bipolaren Störung ist das Rapid cycling bekannt. Dabei wechseln sich mindestens vier depressive und / oder maniforme Phasen innerhalb eines Jahres ab. Der Phasenwechsel kann sogar in Tagen oder Stunden erfolgen. Dann spricht man von Ultra-rapid-cycling bzw. Ultra-ultra-rapid-cycling.

Heute werden Bipolare Störungen in zwei Typen unterteilt:

Der Unterschied liegt in der Ausprägung maniformer Symptome. Kommen echte Manien vor, spricht man von Bipolar I. Finden sich lediglich hypomane Zustände, spricht man von Bipolar II.

Hypoman enthält das griechische hypo [υπο] = unterhalb. Hypomanien sind Stimmungsvarianten, die echten Manien qualitativ ähneln, aber weniger ausgeprägt sind; und meistens keine schädlichen Folgen haben. Ihr Intensitätsniveau liegt unterhalb des Grades echter Manien.

Die Häufigkeit der Bipolar-I-Störung wird mit circa 1% ange­geben. Für die Bipolar-II-Störung werden teils deutlich höhere Zahlen genannt.

Hypomane Nachschwankung oder eigenes Krankheitsbild

Die Unterteilung in Bipolar I und II ist eine neue Entwicklung. Hypomane Phasen wurden bis dahin nur wenig beachtet oder man ging man vom Konzept der hypomanen Nachschwankung aus. Nach schweren Depressionen erleben viele Patienten kurze hypomane Phasen. Diese Phasen kann man entweder als psychologisch nachvollziehbare Reaktion auffassen - im Sinne einer euphori­schen Aufbruchsstimmung nach überwundenem Leid - oder man deutet sie als bloße Stoffwechselanomalie und damit als Symptom eines sinnlosen Krank­seins.

Da es keine Messmethoden gibt, um zwischen gut gelaunt, euphorisch und maniform exakt zu unterscheiden, ist verstehbar, warum über die Häufigkeit besonders der Bipolar-II-Störung keine Einigkeit besteht.

Im Grundsatz können alle seelischen Störungen mit lebhafter affektiver Komponente Ausdruck einer Bipolaren Störung sein. oder mit ihr verwechselt werden. Deshalb ist im konkreten Fall oft schwer zu entscheiden, welcher Kategorie man die Symptome zuordnet. Manchmal ist die Abgrenzung gegenüber folgenden Krankheitsbildern besonders schwierig:

  • Wiederkehrende (rezidivierende) Depressionen

Depressionen sind häufiger als maniforme Zustände. Meist beginnt eine Bipolare Störung mit einer oder mehreren depressiven Phasen. Erst wenn im weiteren Verlauf auch ein maniformer Zustand auftritt, erkennt man die Bipolarität der Erkrankung.

Selten kommt es zuerst zur akuten Manie. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass später auch Depressionen auftreten. Tritt eine Manie als Erstsymptom auf, geht man heute von einer Bipolaren Störung aus.

Die Zyklothymie (ICD-10: F34.0) wird als Persönlichkeitsvariante (Zyklothyme bzw. Zykloide Persönlichkeit) aufgefasst, die von Stimmungsschwankungen geprägt ist, welche zwar über das Normalmaß hinausgehen, aber nicht das Ausmaß einer Bipolaren Störung erreichen.

Angst und Depression gehen oft Hand in Hand. Oder es kommen Zeiten vor, in denen ein Patient eher unter Ängstlichkeit leidet und solche, in denen er sich schwermütig erlebt.

Auch die Borderline-Störung ist durch emotionale Instabilität gekennzeichnet. Die beiden Pole, die sich bei der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung zeigen, kommen jedoch deutlicher in den kognitiven Mustern zum Ausdruck, mit denen der Kranke sich und die Welt deutet. Als Auslöser der Gefühlsschwankungen sind dabei regelhaft Spaltungsmechanismen zu erkennen; also Abwehrmechanismen, mit denen der Patient sein Selbst- und Weltbild in ein Schwarz-Weiß-Raster unterteilt.

Bei der Schizoaffektiven Störung mischen sich unter die affektiven auch schizophreniforme Symptome. Man spricht dann von schizodepressiv oder schizomanisch.

4. Ursachen: Biologische und psychologische Erklärungen

Zu den Ursachen der Bipolaren Störungen zählen die gleichen, die für Depressionen und Manien zu nennen sind.

Welche Ursachen als wesentlich anzunehmen sind, ist in der Psychiatrie umstritten. Dabei sind die Sichtweisen der beiden großen psychiatrischen Lager zu unterscheiden.

Das Fehlen eines erkennbaren Auslösers für depressive oder maniforme Phasen wird meist als Hinweis darauf gedeutet, dass es sich um ein reines Stoffwechselgeschehen handelt und psychologische Faktoren zu vernachlässigen sind. Oft ist das zu kurz gedacht. Fühlt man sich in die Individualität des Patienten ein, lassen sich Erlebnisketten entdecken, die die vermeintlich unerklärbare Gefühlsschwankung verständlich machen.

Je weniger jemand von sich selbst erkennt, desto größer ist die Gefahr, dass er psychisch krank wird. Deshalb fehlt es schwer Kranken oft an jenem heilsamen Selbstverständnis, das ihnen ihr Kranksein erklären könnte; und ihnen damit den Weg aus dem Kranksein weist.

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In den manischen Phasen kann die Tendenz zu einem erhöhten Alkoholgebrauch oder zu Substanzmissbrauch bestehen, mit der Gefahr, dass sich hieraus eine Abhängigkeit entwickelt.

Ungefähr jeder Dritte Erkrankte erlebt in den manischen Phasen eine gesteigerte Libido. Bei einzelnen Erkrankten kann diese mit einem promiskuitivem Verhalten einhergehen.

Zusätzlich können psychotische Symptome wie z.B. Wahnideen oder (zumeist akustische) Halluzinationen auftreten.

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  • Hypomanie (ICD-10 F30.0),
  • Manie (ICD-10 F30.1 bzw. F30.2) sowie die
  • Bipolare affektive Störung (ICD-10 F31).

Differentialdiagnostisch kommt unter anderem die Zyklothyme Störung (ICD-10 F34.0) in Betracht.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO plant, 2018 die 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (engl. International Classification of Diseases) zu veröffentlichen.

Die endgültige Version der ICD-11 wird voraussichtlich im Sommer 2018 veröffentlicht. Weitere Informationen werden wir hier im Verlauf entsprechend ergänzen.

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In den DSM-5-Diagnosekriterien der Bipolaren Störungen gab es einige Änderungen im Vergleich zum DSM-IV. Eine ausführliche Übersicht finden Sie im Kapitel Bipolare Störungen: DSM-5.

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Die bipolaren Erkrankungen beginnen in den meisten Fällen nicht mit einer Depression sondern mit einer manischen oder hypomanen Phase.

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Die Therapie der Bipolaren Störungen besteht zumeist in der Kombination aus Psychotherapie und einer medikamentösen Stimmungsstabilisierung.

Die psychotherapeutische Behandlung der Bipolaren Störungen ähnelt in weiten Teilen der Behandlung der Depression, siehe dazu das Kapitel Depressive Störungen: Psychotherapie.

Bei der medikamentösen Behandlung der bipolaren affektiven Störungen wird in die

  • Behandlung der akuten Manie sowie in die
  • Rezidiv- bzw. Phasenprophylaxe

Falls die oben genannten Behandlungsmethoden keinen ausreichenden Effekt zeigen, kann eventuell eine Elektrokonvulsionstherapie (EKT) sinnvoll und erforderlich werden.

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Die Behandlung der Bipolaren Störungen erfordert oftmals ein ausreichendes Grundlagenwissen und ein gut strukturiertes Vorgehen der Therapeuten. In Bipolare Störungen: Kognitiv-verhaltens­therapeutisches Behandlungs­manual stellen Thomas D. Meyer und Martin Hautzinger ein Therapieprogramm vor, welches sich im klinischen Alltag gut bewährt hat.

In Leben mit bipolaren Störungen von Peter Bräunig findet sich eine umfangreiche Sammlung der häufigsten Fragen zum Thema Bipolare Erkrankungen und deren ausführlicher Beantwortung.

  • Meyer TD, Hautzinger M (2013). Bipolare Störungen: Kognitiv-verhaltens­therapeutisches Behandlungsmanual. Weinheim, Basel: Beltz.
  • American Psychiatric Association - APA (2002). Practice Guideline for the treatment of patients with bipolar disorder. 2nd edition. Arlington: APPI.
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  • DGBS, DGPPN (Hrsg) (2012). S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen. Dresden: DGBS, DGPPN.
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  • Goodwin GM, Haddad PM, Ferrier IN, Aronson JK, Barnes T, et al. (2016). Evidence-based guidelines for treating bipolar disorder: Revised third edition recommendations from the British Association for Psychopharmacology. J Psychopharmacol 30(6): 495-553.
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  • National Institute for Health an Clinical Excellence - NICE (2014). Bipolar disorder: The NICE guideline on the assessment and management of bipolar disorder in adults, children an young people in primary and secondary care. National Clinical Practice Guideline 185. London: British Psychological Society, The Royal College of Psychiatrists.
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  • National Institute for Health an Clinical Excellence - NICE (2003). Guidance on the use of electroconvulsive therapy. Technology Appraisal Guideline 59. London: NICE.
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  • Royal Australian and New Zealand College of Psychiatrists RANZCP - Clinical Practice Guidelines Team for Bipolar Disorder (2004). Australian and New Zealand clinical practice guidelines for the treatment of bipolar disorder. Australian and New Zealand Journal of Psychiatry 38:280–305.
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Letzte Aktualisierung: 28.02.2018

Autoren des Artikels: Dr. Sandra Elze & Dr. Michael Elze

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Die Bipolare affektive Störung wird nach dem DSM-5 entsprechend dem Ausprägungsgrad der manischen oder hypomanen Symptomen in die Bipolar-I-Störung und die Bipolar-II-Störung unterteilt.

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Als Bipolar-I-Störung werden diejenigen Bipolaren Störungen bezeichnet, bei denen es zu einem Wechsel zwischen depressiven und manischen Phasen kommt.

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Als Bipolar-II-Störung werden die Bipolaren Störungen bezeichnet, bei denen es zu einem Wechsel zwischen depressiven und hypomanen Phasen kommt.

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Als Manie bezeichnet man eine Phase, in der die Stimmung der Erkrankten situationsinadäquat gehoben ist. Die Stimmungslage kann in der Manie zwischen sorgloser Heiterkeit und fast unkontrollierbarer Erregung schwanken. Die gehobene Stimmung ist mit einem vermehrtem Antrieb verbunden, woraus Überaktivität, Rededrang und ein vermindertes Schlafbedürfnis resultieren.

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Als Hypomanie bezeichnet man Krankheitsphasen, die durch eine anhaltend leicht gehobene Stimmung, gesteigerten Antrieb und verstärkte Aktivität gekennzeichnet sind, sowie zumeist auch durch ein auffallendes Gefühl von Wohlbefinden und körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit, gesteigerte Geselligkeit, Gesprächigkeit, übermäßige Vertraulichkeit, gesteigerte Libido und ein vermindertes Schlafbedürfnis.

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Das Lebenszeitrisiko für das Auftreten einer Bipolaren affektiven Störung liegt bei ca. 1-3%. Die Bipolaren Störungen beginnen oftmals zu einem früheren Lebensalter als die unipolaren Depressiven Störungen.

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Wechsel zwischen depressiven Phasen und manischen bzw. hypomanen Phasen

Das Kennzeichen der bipolaren Erkrankungen ist der Wechsel zwischen manischen bzw. hypomanen Krankheitsphasen und depressiven Phasen. Im folgenden werden vorrangig die Symptome der manischen und hypomane Phasen beschrieben. Zur Symptomatik der depressiven Phasen siehe das Kapitel Depressive Störungen: Symptome.

Die Erkrankten haben in der manischen Phase zumeist eine stark gehobene, euphorischen Stimmung, bisweilen kann jedoch auch eine reizbare Stimmung überwiegen. Die Stimmungslage kann dauerhaft gehoben sein, die meisten Erkrankten erleben aber vielmehr eine Stimmungslabilität.

In der manischen Phase bestehen zumeist eine ausgeprägte Ideenflucht sowie ein großer Rededrang.

In den manischen Phasen kann es zu einer Störung der Impulskontrolle kommen. Dies kann dazu führen, dass die Erkrankten bestimmten Impulsen, wie z.B. dem Drang, bestimmte Dinge einkaufen bzw. besitzen zu müssen, nicht mehr widerstehen können, wodurch es zu überschwenglichen Handlungen, wie z.B. einem vermehrten Einkaufen kommen kann.

Ca. 90% der Erkrankten haben eine verkürzte Schlafdauer, unter der sie aber - im Gegensatz zur Schlaflosigkeit bei Depressionen - nicht unbedingt leiden.

Viele Erkrankte erleben in der manischen Phase Allmachtsgefühle, verbunden mit großen Problemen, die eigenen Grenzen und die Grenzen von Mitmenschnen wahr zu nehmen.

Empfindlichkeit gegenüber Kritik und Zurechtweisungen

Viele Erkrankte reaqieren in der manischen Phase empfindlich auf Kritik oder Zurechtweisungen, oftmals besteht auch eine erhöhte Streitbarkeit.

Auch innerhalb der manischen Phase kann es plötzlich und unvorhersehbar zum Auftreten von Minuten oder Stunden anhaltende depressive Phasen kommen.

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Kann man Riluzol und L-Thyroxin morgens eine gute halbe Stunde zusammen einnehmen?

  • ALS https://fragen.sanego.de/Frage_76473_ALS

    Gibt es in Deutschland einen Arzt der einen ALS erkrankten im Ausland hilft oder bzw. Nach Deutschland bringen und ihn therapieren

    Patienten Berichte über die Anwendung von Rilutek bei ALS

    Sehr teuer - keine Nebenwirkungen festgestellt

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    null wirkung nur verschlechterung der krankheit

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    Patienten Berichte über die Anwendung von Tilidin bei ALS

    Ich nehme Tilidin 100/8 täglich alle 12 stunden meine Schmerzen sind sehr gering. Nebenwirkungen habe fast keine aber bei Regenwetter bin ich sehr Müde und verschlafe den Tag. Sind auch gut verträglich wenn man sie Regelmäsig alle 12 stunden plus minus 10 Minuten einnimmt

    Ich nehme Tilidin 100/8 täglich alle 12 stunden meine Schmerzen sind sehr gering.
    Nebenwirkungen habe fast keine aber bei Regenwetter bin ich sehr Müde und verschlafe den Tag.
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    187 mögliche Ursachen für Diabetische Amyotrophie, Motoneuron-Krankheit

    Amyotrophe Lateralsklerose, ALS (Motoneuron-Krankheit) ari.info ari. www.animalresearch.info/de/medizinischer-fortschritt/krankheiten-und-forschung/amyotrophe-lat. [zapmeta.de] Die bekannteste Form von MND ist die amyotrophe Lateralsklerose (ALS), die zwischen 60-70% aller Fälle ausmacht. In den USA ist sie auch als Lou-Gehrig-Syndrom bekannt.[eurostemcell.org] Du Bist Radio: Motor Neuron Disease (Mnd/Als) Amyotrophe Lateralsklerose (Als) (Gesundheit Video April 2018).[ger.doctorsask.com]

    Alles Wichtige zur Motoneuron Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose Willkommen auf www.als-krankheit.de Das schulmedizinische System behauptet, die ALS Krankheit Amyotrophe[als-krankheit.de]:472-6.[lifeline.de] ALS Allgemein ALS ist die Abkürzung für amyotrophe Lateralsklerose.[e-hausaufgaben.de]

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    Außerordentlich starke Bevölkerungsdezimierungen gab es im 14. Jahrhundert durch die großen Pestschübe, die durch die Brut- und Übertragungszentren dicht bewohnter Städte und eine ausgedehnte Mobilität der Bevölkerung gefördert wurden. Sprach man im Mittelalter von der Pest, so meinte man damit nicht allein die asiatische Beulenpest, die erst im 14. Jh. über Europa hereinbrach, sondern jegliche Form von ansteckenden Krankheiten, wie auch Typhus oder Milzbrand. Von der Pest abgesehen zählte im gesamten Mittelalter neben Malaria, Pocken und Ruhr vor allem die schwer zu diagnostizierende Lungentuberkulose zu den hauptsächlichen Todesursachen. Nicht wenige Opfer forderten auch die Lepra und vor allem das den Roggen befallende Mutterkorn, das das sogenannte „Heilige Feuer“ auslöste, gegen das man die Hilfe des Eremiten Antonius anflehte (daher der Name „Antoniusfeuer“).

    Wegen mangelnder Hygiene verbreiteten sich Krankheiten im Mittelalter schnell. In den Städten gab es keine Kanalisation und es wimmelte von Ratten. Das Wasser kam aus Brunnen oder Quellen, die leicht verseucht wurden. Der mittelalterliche Umgang mit Krankheiten war geprägt von Glaube, Aberglaube und medizinischer Tradition. Krankheiten wurden im Mittelalter als Strafe Gottes oder als Werk des Teufels empfunden. Anhand einiger „typischer“ mittelalterlicher Krankheiten werde ich versuchen den Umgang der Menschen mit den Krankheiten herauszustellen.

    Beim Aussatz oder der Lepra ist eines der Symptome, dass die Nerven absterben, was zu einer Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen führt. Wenn sich ein Leprakranker verletzt, aber diese Wunde nicht spürt und sie deshalb unbehandelt lässt, erhöht sich das Risiko, sich über die Wunde lebensgefährliche Infektionen einzufangen, wie z. B. Tetanus. Aber auch Hitze oder Kälte spürt der Leprakranke nicht mehr, so dass er sich verbrennen kann oder sich mit unzureichender Kleidung in der Kälte aufhält.

    Ein zweites Symptom ist, dass sich das Blut verdickt, so dass die Venen und Arterien verstopfen. Unbehandelt endet diese Krankheit tödlich.

    Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass durch die Krankheit „Lepra“ diverse Körperteile abfallen. Wenn ein Leprakranker Körperteile verliert, so wird das nicht durch die Krankheit Lepra selbst ausgelöst, sondern durch die Infektionen, die nicht behandelt werden und zum Absterben des Körperteils führen. Da der Leprakranke die Infektion nicht spürt, kann sie sich immer weiter ausbreiten, bis die Körperteile absterben.

    Die Schmerzunempfindlichkeit von Leprakranken wurde von manchen Kriegsherren in der Weise benutzt, dass sie Leprakranke in die Schlacht zum Kämpfen schickten, um den Feind einzuschüchtern – einerseits durch scheinbar gefühlslose Wesen, andererseits durch die Angst vor einer Ansteckung.

    Die Ansteckung von Lepra erfolgte durch intimen Körperkontakt, durch die so genannte „Tröpfcheninfektion“. In Deutschland kam der Aussatz (Lepra) zur Zeit der Kreuzzüge auf. Diese neue, arabische Lepra trat mit erschreckender Heftigkeit auf und wurde für viele eine Warnung, sich nicht mit Arabern und anderen Orientalen einzulassen.

    Zu früheren Gründen trat nun noch ein neuer Grund für die Kirche hinzu, den Christen zu verbieten, dass sie sich durch jüdische oder sarazenische Ärzte behandeln ließen; denn sie trachteten, sagten die Bischöfe, nur danach, sie zu verderben, sei es durch sündhafte Ratschläge oder durch verderbliche Gifte. Später entstanden deshalb förmliche Verfolgungen, weil die Juden im Verdacht einer geheimen Verschwörung mit den Aussätzigen standen.

    Dem Aussatz gegenüber waren die Ärzte hilflos und empfahlen die unglaublichsten Mittel. („Cum sibi sentiret leprae periculum imminere, de consilio medici virilia sibi fecit abscindi, ut posset a tam gravis infirmitatis vitio liberari; Innocent. III. ep. 151.“).

    Aussätzige wurden hart behandelt. Sie waren lebendige Tote. Der Pfarrer las über die Angesteckten die Krankenmesse, dass das Totenoffizium wie über Hinzurichtende, hörte ihre Beichte, spendete ihnen das Abendmahl, reichte ihnen eigene Kleider, Handschuhe, ein Trinkgefäß und einen Brotsack und führte sie in das außerhalb der Tore gelegene Nothaus. Sie durften aus keinem öffentlichen Brunnen trinken und mussten durch Klappern Warnungszeichen geben, bevor sie in menschliche Nähe kamen.

    Im 15. Jahrhundert ließ der Aussatz etwas nach, weil die Leute sich öfter badeten.

    Die Syphilis (oder auch Franzosenkrankheit) macht sich durch Geschwüre an Schleimhäuten und Lymphknoten bemerkbar. Im fortgeschrittenen Stadium werden auch Organe, die Haut und das zentrale Nervensystem befallen. Ist das Auftreten der Geschwüre oberflächlich, also an Haut und Schleimhaut, sieht man rote, offene oder geschwollene Veränderungen in der erkrankten Region.

    Die Syphilis tritt erst am Ausgang des Mittelalters auf und wird auch „Franzosenkrankheit“ genannt. Der Name rührt daher, dass nach der „Kolumbus-Theorie“ der Erreger der Syphilis durch die Entdeckungsreisen Kolumbus‘ nach Europa eingeschleppt worden ist. Von Spanien verbreitete sich der Erreger der Syphilis nach Frankreich und von dort nach Deutschland. Die Deutschen im Mittelalter sahen die Krankheit zuerst bei ihren Nachbarn, den Franzosen, deshalb der Name „Franzosenkrankheit“.

    Die Syphilis wütete anscheinend schlimmer als Lepra, sie war schwer zu erkennen und schwer zu behandeln. Die Übertragung der Seuche geschah durch Geschlechtsverkehr oder Ähnliches. Es ist eine venerische Krankheit, die den ganzen Körper vergiftete. Das Heer Karls VIII. von Frankreich steckte sich 1495 in Neapel mit Syphilis an und trug die Krankheit in der Folge über ganz Europa.

    „Sie verschonte weder hoch noch nieder, weder reich noch arm und bereitete der bisher ungebundenen Fleischeslust bittere Sorgen. Die Frauenhäuser gingen zum großen Teil ein und die Badestuben verschwanden, weil sie Hauptherde der Ansteckung waren, ohne dass aber die Menschen gesitteter wurden. Hatten sie nun in den Badestuben nicht mehr die Möglichkeit zum Geschlechtsakt, so sank die Sittlichkeit infolge verschiedener Umstände noch viel tiefer, bis eine lange Leidenszeit den Menschen wieder zur Gesinnung brachte.“ (Grupp, G. Kulturgesch. des Mittelalters, Paderborn: 1925)

    Das Antoniusfeuer wird durch das Mutterkorn ausgelöst. Das Mutterkorn ist ein dunkler Pilz an Getreide. Aßen die Menschen das Mutterkorn, oder aus Getreide hergestellte Lebensmittel, die ein Mutterkorn enthielten, mit den giftigen Inhaltsstoffen, so verengen sich die Gefäße und es kommt zu Durchblutungsstörungen in Herz, Niere und Gliedmaßen. Die Gliedmaßen werden schwach und blass und der Puls ist kaum noch zu spüren. Außerdem wird von einem Kribbeln auf der Haut und anderen Empfindungsstörungen berichtet.

    Im weiteren Krankheitsverlauf können, durch die Blutknappheit, die Extremitäten, wie Finger und Zehen, absterben. Allgemeine Begleiterscheinungen sind Erbrechen, Kopfschmerzen, Durchfall und Wahnvorstellungen. Die Krankheit verlief oft tödlich.

    Die Menschen wussten nicht, dass die Erkrankung durch den Mutterkornpilz hervorgerufen wurde. Deshalb half auch alles Waschen, Reinigen und Alkoholtrinken nichts. Erst im 17. Jahrhundert erkannte man den Zusammenhang mit dem Heiligen Feuer (Antoniusfeuer) und dem Mutterkorn und konnte somit die Häufigkeit der Erkrankung eindämmen.

    Im Mittelalter kam das Mutterkorn meist durch den Roggen zum Menschen. Im 14. Jahrhundert machte es sich der Antoniter-Orden zur Aufgabe, an Antoniusfeuer erkrankte Menschen zu behandeln. „Die Antoniter unterhielten im 15. Jahrhundert in ganz Europa etwa 370 Spitale, in denen rund 4.000 Erkrankte versorgt wurden.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Antoniusfeuer)

    Der Typhus ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien übertragen wird. Die Übertragung geschieht durch verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel. Im Verlauf der Krankheit bekommt der Erkrankte Fieber, das über ca. 2 Wochen hinweg gleichbleibend hoch bei bis zu 41 Grad liegt. Der Erkrankte hat Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Frösteln. Der Puls ist langsam, manchmal wird der Erkrankte auch bewusstlos. Äußerlich bemerkbar macht sich der Typhus durch kleine, hellrote Flecken auf der Vorderseite des Körper, besonders am Bauch.

    Im weiteren Verlauf dann bekommt man schrecklichen Durchfall im Wechsel mit Verstopfung. Der Darm ist angeschlagen und es kann zum Darmdurchbruch kommen. Wenn man sich die hygienischen Verhältnisse des Mittelalters vor Augen führt, wird bewusst, dass diese Krankheit in vielen Lebensmitteln auf den Menschen lauerte. Die Krankheit verlief oft tödlich. Überstand man die Krankheit jedoch, so war man meist ein Leben lang immun dagegen.

    Der Milzbrand (oder auch Anthrax) ist eine Infektionskrankheit, die meist Paarhufer befällt. Bei Einatmung hoher Dosen des Milzbranderregers kann sich auch der Mensch infizieren. Im Mittelalter wurde der Milzbrand zur „biologischen Kriegsführung“ angewandt, indem man Tierkadaver, die an Milzbrand verendet waren, mit einem Katapult über die Mauer einer belagerten Stadt katapultierte. So hoffte man, die Seuche würde sich in der Stadt ausbreiten und die Bevölkerung vernichten, bis die Tore der Stadt geöffnet wurden.

    Milzbrand wird über die Haut, über die Luft oder über Lebensmittel übertragen. So teilt sich der Milzbrand in Hautmilzbrand, Lungenmilzbrand und Darmmilzbrand. Während beim Hautmilzbrand nur etwa 15% der Erkrankten sterben, ist die Sterblichkeit bei Lungenmilzbrand und Darmmilzbrand sehr hoch.

    Der Name „Malaria“ kommt von „schlechter Luft“. Man dachte früher, dass die Übertragung der Krankheit durch schlechte Luft, insbesondere aus den Dämpfen von Sümpfen, entstammt. Tatsächlich aber wird Malaria durch eine Stechmücke übertragen, die im Mittelalter vorwiegend in Sümpfen vorkam. Erst mit der Trockenlegung der Sümpfe in der neuesten Zeit konnte die Malaria in Deutschland ausgerottet werden.

    Die Symptome von Malaria sind hohes Fieber, Krämpfe, Schüttelfrost und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes. Besonders Kinder fielen der Malaria im Mittelalter zum Opfer. Bei Erwachsenen verlief sie nicht so oft tödlich.

    Die Pocken oder Blattern sind eine große Seuche der Menschheitsgeschichte. Ähnlich wie die Pest, forderten auch die Pocken in verheerenden Epidemien zahllose Todesopfer. Im 18. Jahrhundert lösten die Pocken sogar die Pest als schlimmste Krankheit ab.

    Der Krankheitsverlauf beginnt am Nasen- und Rachenbereich, wo die Pockenviren die Schleimhäute befallen. Von dort werden sie über die Blutbahn in den gesamten Körper geschwemmt. Es treten Fieber und Schüttelfrost auf. Dann entstehen die bekannten Bläschen auf der Haut, und zwar am ganzen Körper. Die Pocken sind nicht zu verwechseln mit den Windpocken.

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    Eine bipolare Störung eines Menschen wird auch als manisch depressive Störung bezeichnet. Doch was versteht man eigentlich unter der Bezeichnung manisch depressiv?

    Bei diesen Störungen ist es so, dass die erkrankte Person mit den beiden gegenteiligen Formen des Spektrums vertraut ist. Wenn der Betroffene dann gerade eine depressive Stimmung durchlebt, so findet er sich in dem Spektrum der negativen Gedanken, welche eine depressive Störung mit sich bringen, wieder. Hat er allerdings gerade eine manische Phase, so ist der Patient überwältigt von seiner eigenen Energie, hat große kreative Ausbrüche, welche unglaublich viele Ideen mitbringen und braucht außerdem fast keinen Schlaf.

    So könnte man zunächst einmal vermuten, die manische Phase sei ja eigentlich gar nicht schlimm. Manche meinen, sie sei sogar positiv für den betroffenen Menschen. Allerdings können vor allem die Familie und Freunde eines manisch depressiven Menschen bestätigen, dass nicht nur die depressiven Phasen gefährlich sind, sondern auch die manischen Phasen starke Risiken mit sich bringen können. Die Gefahr in diesen Phasen entsteht vor allem dadurch, dass der Betroffene während diesen Zeiten nicht mehr dazu in der Lage ist, seine Verhaltensweisen und Taten richtig abzuwägen und kein Gefühl mehr dafür hat, welche Konsequenzen daraus resultieren können. Dies kann zu folgenschweren Fehlentscheidungen des Patienten führen, die sich auf ihre Zukunft negativ auswirken können. Häufig kann es auch zu finanziellen Problemen kommen, da sich der erkrankte Mensch während seiner manischen Phasen beispielsweise:

    • Einfach so ein neues Auto gönnt.
    • Spontan eine Urlaubsreise unternimmt.
    • Teure Unternehmungen durchführt.

    Für solche Dinge hat er aber gar nicht das nötige Geld. Diese Tatsache ist ihm aber während einer manischen Phase nicht bewusst. So kann sich das Handeln für die gesamte Familie den Betroffenen fatal auswirken und bis zu einem vollständigen finanziellen Aus führen.

    Die manisch depressive Störung führt zu einer heftigen Beeinträchtigung des erkrankten Menschen in dem gesamten Alltag. Daher macht es bei starken Krankheitsfällen durchaus Sinn, eine stationäre Einweisung in eine Klinik durchzuführen, welche einzig und alleine dadurch begründet wird, dass der Betroffene selbst geschützt wird. In den meisten Fällen ist es so, dass eine bipolare Störung nicht nur einmal aufkommt, sondern sich wiederholen wird. Die Statistik ist hier leider ziemlich eindeutig: Menschen, bei denen mal eine manische Phase aufgetreten ist, werden zu 90 Prozent erneut davon betroffen werden.

    Eine weitere erschreckende Entdeckung zeigt, dass das Suizidrisiko bei Personen mit einer bipolaren Störung mehr als 10 Prozent beträgt. Die beiden Geschlechter sind ungefähr gleich oft von der Krankheit betroffen.

    Um einem manisch depressiven Menschen zu helfen und ihn zu behandeln ist es zunächst einmal wichtig, die Krankheit einmal zu erkennen. Doch wodurch merkt man eigentlich, ob ein Mitmensch unter einer bipolaren Störung leidet? Besonders stark fällt bei diesen Menschen die manische Phase auf. Wenn ein Mitmensch also ohne eindeutigen Grund für mindestens 7 Tage in einer außergewöhnlich guten Stimmung ist und verschiedene Symptome der Störung aufzeigt, so sollte man am besten einen Arzt kontaktieren.

    Eine weitere Studie kommt zu dem Schluss, dass eine Influenza in der Schwangerschaft das Risiko für neuropsychiatrische Erkrankungen beim Kind erhöht. Nachkommen von Müttern, die während der Schwangerschaft erkrankt waren, entwickelten im Erwachsenenalter viermal häufiger bipolare Störungen.

    Frühere Untersuchungen haben bereits aufgezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Grippe-Infektion während der Schwangerschaft und der späteren Entwicklung einer Schizophrenie beim Nachwuchs gibt. Nun zeigt eine neue Studie, dass offenbar auch das Risiko, an einer bipolaren Störung zu erkranken bei den Nachkommen steigt.

    In der aktuellen Untersuchung wurden Daten der US-amerikanischen Bevölkerungsstudie Child Health and Development Study (CHDS) ausgewertet, die Schwangerschaften zwischen den Jahren 1959 und 1966 betrachtete. Nur 6,1% der Mütter waren damals gegen Grippe geimpft. Auch wurden über die Jahre Daten zum gesundheitlichen Verlauf des Nachwuchses erhoben, der aus diesen Schwangerschaften hervorging. Von den 92 Studienteilnehmern, bei denen im Erwachsenenalter eine bipolare Störung bestätigt wurde, waren 8,7% im Mutterleib einer Virusgrippe ausgesetzt gewesen. In der Kontrollgruppe, die aus 722 Studienteilnehmern ohne bipolare Störung bestand, lag die Quote bei nur 2,6%. Die Autoren errechneten aus diesen Daten ein etwa vierfach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer bipolaren Erkrankung bei denjenigen Nachkommen, deren Mütter während der Schwangerschaft an Influenza erkrankt waren. Dieses Ergebnis blieb auch dann noch bestehen, wenn weitere Einflussfaktoren, wie das Alter der Mutter während der Schwangerschaft, oder psychiatrische Vorerkrankungen der Mutter berücksichtigt wurden.

    Bemerkenswert war darüber hinaus, dass Frauen mit psychiatrischen Erkrankungen signifikant häufiger an Influenza erkrankten. Die Studienautoren vermuten, dass dieser Umstand möglicherweise mit einer höheren Anfälligkeit der psychisch erkrankten Frauen (Vulnerabilität) für Influenza-Infektionen zu erklären ist.

    Für den Fall, dass weitere Untersuchungen einen kausalen Zusammenhang zwischen Influenzainfektionen in der Schwangerschaft und bipolaren Störungen bei den Nachkommen bestätigen, würde dies, nach Ansicht der Autoren, die Forderungen nach präventiven Maßnahmen für Schwangere bzw. Frauen im gebärfähigen Alter weiter unterstützen - insbesondere wenn weitere Risikofaktoren vorlägen. In Deutschland wird die Grippeimpfung für Schwangere (idealerweise ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) empfohlen.

    Frankfurt, 2. September 2011 – Als Bipolare Störung oder bipolare affektive Störung versteht man in der klinischen Psychologie eine psychische Erkrankung, bei der sich die Betroffenen durch episodische Schwankungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung weit außerhalb des Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie befinden. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man hierbei oft auch von einer „manisch-depressiven Erkrankung”.

    Bei der Bipolaren Störung folgt auf eine depressive Phase in der Regel unmittelbar eine manische Episode. Wenn dies richtig erkannt wird, ist ein Klinikaufenthalt oft unabdingbar. In vielen Fällen treten jährlich zwei oder mehrere Zyklen auf. Solche Fälle werden als „rapid cycling“ bezeichnet.


    Ihre Dipl.-Psychologin Ina Preussner

    Psychologische Praxis Preussner

    Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Psychologisches Coaching, Paartherapie, Sexualtherapie, psychologische Beratung in Lebensfragen

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    Kritik an Diagnosen: Ist psychisch krank oft ganz normal?

    Neben der zerstörerischen Komponente gibt es auch die andere Seite der bipolaren Störung. „Die beginnende Manie, die Hypomanie, kann bedeuten, dass es einem gut geht, man enorm leistungsfähig ist, andere mitreißen kann“, sagt der Leiter der Ambulanz für Psychosen und Bipolare Störungen, Prof. Thomas Bock. Manche Künstler haben in solchen Phasen Großes geschaffen: Vincent van Gogh, Robert Schumann.

    Warum eine bipolare Störung oft lange nicht erkannt wird und welche Maßnahmen Betroffenen am besten helfen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

    Ein bis zwei Prozent der Menschen in Deutschland sind von einer bipolaren Störung betroffen. Die Ursachen sind noch weitgehend ungeklärt. Wenn in der Familie bereits Depressionen oder bipolare Erkrankungen aufgetreten sind, ist das Risiko höher.

    „Es gibt bis in die höchsten Etagen der Wirtschaft hinein Menschen mit bipolaren Störungen“, sagt Bock. Die Störung bedeute nicht unbedingt, dass man nicht arbeiten kann. Die Gefahr des Umschlagens von einem Extrem ins andere, des Absturzes in die zerstörerische Manie oder Depression, bleibt. Reihenfolge, Schwere und Häufigkeit der manischen und depressiven Phasen können unterschiedlich sein.

    Die Vielschichtigkeit macht die Diagnose schwer. Gerade der Aspekt, dass eine bipolare Störung häufig mit depressiven Episoden beginnt. „Von der ersten depressiven Episode bis zur Diagnose der bipolaren Störungen vergehen nicht selten gut zehn Jahre“, erklärt Schäfer.

    1. Was genau ist eine Depression?

    Jedenfalls nicht „das Traurigsein, das Bedrücktsein, das wir aus dem Alltag kennen“, sagt Prof. Ulrich Hegerl. Und auch nicht die Melancholie oder Herbstdepression. Der Mediziner von der Universität Leipzig beschreibt die Krankheit vielmehr als „hässlichen, kalten Zustand“, verbunden mit dem Gefühl, dass „die Luft raus“ ist. Dazu zeigt er das Bild eines aufblasbaren Plastikkrokodils, das schlaff am Boden liegt.

    2. Was sind die Symptome?

    Zu den Kernanzeichen zählen eine gedrückte, depressive Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit sowie mangelnder Antrieb und erhöhte Müdigkeit. Dazu kommen mindestens zwei weitere Krankheitszeichen wie Schuldgefühle, Suizidgedanken, Appetitlosigkeit und Konzentrations- oder Schlafstörungen.

    3. Wie wird eine Depression diagnostiziert?

    Den medizinischen Leitlinien für unipolare Depressionen zufolge müssen mindestens zwei Wochen lang zwei, bei einer schweren Episode drei dieser Hauptsymptome auftreten, damit die Diagnose gestellt werden kann.

    4. Was sind häufige Ursachen?

    Als Ursachen für Depressionen macht die Wissenschaft ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren aus, das bei jedem Betroffenen anders ist. So könnten zum Beispiel Schicksalsschläge wie der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder Vereinsamung eine Rolle spielen, erläutert Prof. Frank Schneider von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde.

    5. Kann auch Stress eine Depression verursachen?

    Ja. Erfolglose Strategien, Stress zu bewältigen, oder eine emotionale Instabilität sind mögliche Faktoren für eine Depression.

    6. Muss eine Depression immer behandelt werden?

    „Eine Depression hat verschiedene Phasen", sagt Psychiatrie-Professor Frank Schneider. Sie kann einmalig oder mehrfach auftreten, mal stärker, mal weniger stark. Danach richtet sich auch die Behandlung. Bei leichten depressiven Episoden steht „aktives beobachtendes Abwarten“, eventuell mit unterstützenden Gesprächen, an erster Stelle.

    7. Wann ist eine Therapie nötig?

    Eine Psychotherapie komme infrage bei einer leichten bis mittelschweren Depression ohne Selbstgefährdung - und wenn der Betroffene Medikamente ablehnt oder sonst etwas dagegen spricht.

    8. Wann geht es nicht ohne Medikamente?

    Reicht eine Psychotherapie allein nicht aus oder ist die Depression mittelschwer, schwer oder chronisch, sind Antidepressiva angezeigt - eventuell in Kombination mit einer Psychotherapie.

    9. Wie häufig treten Depressionen auf?

    Die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, liegt durchschnittlich bei acht Prozent. Wer einen Depressiven in der Familie hat, ist mehr gefährdet als andere. Und doch gibt es einige Faktoren, die davor schützen können.

    10. Was schützt vor einer Depression?

    Eine dauerhafte, gute Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson und ein intaktes familiäres Umfeld können ein Schutz sein. Kontaktfreudigkeit und weniger Überlastung senken ebenfalls das Risiko, an einer Depression zu erkranken.