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Erhalten Sie Arbeitslosengeld I, zahlt es Ihnen die Agentur für Arbeit bei einer Erkrankung bis zu sechs Wochen weiter. Danach können Sie Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes erhalten.

Bei der AOK ist die persönliche Beratung zum Krankengeld ganz selbstverständlich Teil unseres Services. Inzwischen ist dieser Service sogar für alle gesetzlichen Krankenkassen Pflicht, bedarf aber Ihrer Zustimmung. Die Beratung hat für Sie viele Vorteile, denn Ihr persönlicher Berater

  • betreut Sie während Ihrer Arbeitsunfähigkeit individuell und umfassend,
  • erklärt Ihnen, worauf Sie bei der Beantragung von Krankengeld achten müssen, und unterstützt Sie bei den Formalitäten,
  • hilft Ihnen bei der Vereinbarung erforderlicher Behandlungstermine,
  • unterstützt Sie bei der stufenweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag,
  • berät Sie beim Ausfüllen notwendiger Anträge, beispielsweise für Reha-Maßnahmen und
  • steht für Ihre Fragen gern zur Verfügung.

Beziehen Sie während Ihrer Erkrankung bestimmte andere Geldleistungen, ruht Ihr Anspruch auf Krankengeld. Dazu zählen unter anderem:

  • Entgeltfortzahlung Ihres Arbeitgebers
  • Arbeitslosengeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Übergangsgeld
  • Kurzarbeitergeld und
  • Versorgungskrankengeld.

Der Krankengeldanspruch ruht außerdem,

  • wenn Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit der Krankenkasse nicht spätestens innerhalb einer Woche gemeldet haben oder
  • wenn Sie während Ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Urlaubsreise ins Ausland ohne vorherige Zustimmung der Krankenkasse antreten.

Achten Sie bitte darauf, uns Ihre Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig zu melden. Auch wenn Sie eine Reise antreten möchten oder sich Ihre persönliche Situation ändert, sprechen Sie uns an.

Die AOK unterstützt Sie bei einer stufenweisen Wiedereingliederung in Ihren Beruf und arbeitet dabei eng mit Ihnen, Ihrem Arzt und Ihrem Arbeitgeber zusammen.
So könnten Sie beispielsweise statt wie bisher acht Stunden zunächst nur vier Stunden täglich arbeiten. In dieser Zeit zahlen wir Ihr Krankengeld weiter. Soweit Ihr Arbeitgeber Ihnen Gehalt zahlt, verringert sich das Krankengeld.

Ziel einer medizinischen Rehabilitation ist die dauerhafte Wiedereingliederung ins Arbeitsleben nach einer schweren Erkrankung oder Operation. Die Rehabilitation kann ambulant oder auch stationär erfolgen. Für Arbeitnehmer bietet sich in vielen Fällen ergänzend eine stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf an.

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Die Deutsche PSP-Gesellschaft kooperiert in Zukunft mit dem Verein Parkinson Nurses und Assistenten e.V. um auch die Versorgungssituation der an einer atypischen Parkinsonerkrankung Betroffener wie PSP, MSA und CBD zu verbessern.

Nutzen Sie Orphanet

Die Internet-Plattform Orphadata bietet der Wissenschaftsgemeinschaft umfassende hochwertige Datensammlungen zu seltenen Krankheiten und Orphan Drugs im wiederverwendbaren und berechenbaren Format.

Verbessern Sie die Sichtbarkeit Ihrer Leistungen im Bereich der seltenen Krankheiten indem Sie diese bei Orphanet registrieren.

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Behinderung, Krankheit und Euthanasie im Nationalsozialismus

Die folgenden Texte und Übungen thematisieren die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als krank oder behindert galten. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Jahrzehnte vor dem Beginn des Nationalsozialismus: Bereits zu dieser Zeit wurden diese Menschen ausgegrenzt und in der Propaganda negativ dargestellt. Behauptet wurde beispielsweise, dass sie für die Gesellschaft eine wirtschaftliche Belastung darstellten, weil sie aufgrund ihrer Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten konnten.

Darüber hinaus waren um 1900 durch die Erkenntnisse der Genetik Utopien der Menschenzüchtung entstanden. Das heißt, einzelne Wissenschaftler, zum Beispiel Mediziner, Biologen und Anthropologen, hofften, sie könnten Einfluss auf das Fortpflanzungsverhalten der Menschen und damit auf das Bevölkerungswachstum nehmen. Dies bedeutete für sie, dass Menschen, die sie als "hochwertig" einstuften, möglichst viele Kinder bekommen sollten. Menschen, die von ihnen als "minderwertig" bezeichnet wurden, sollten möglichst ohne Nachkommen bleiben. Diese Lehre nennt man Eugenik. Das Ziel dieser Wissenschaftler war eine Gesellschaft ohne kranke oder behinderte Menschen. Dabei gingen sie davon aus, dass Behinderungen, Krankheiten und auch soziale Verhaltensweisen vererbt werden. Zur Umsetzung der Idee einer krankheits- und behindertenfreien Gesellschaft waren ihnen auch Zwangsmaßnahmen recht. Im Visier waren dabei besonders Menschen, die als unheilbar und nicht arbeitsfähig galten. Bereits 1920 schlägt sich dieses Gedankengut in der öffentlichen Diskussion nieder, wie im folgenden Text deutlich wird. Die Autoren waren der Jurist Karl Binding und der Psychiater Alfred Hoche.

Arno Gruen
Der Wahnsinn der Normalität – Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität

Taschenbuch, 216 Seiten, 12,5 x 19 cm, ISBN 978-3-423-35002-0. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 20. Auflage 2015. € 9.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular Über den Autor | home

Gruen über seine Reaktion auf die »beruflichen Erlebnisse mit dem Wahnsinn der Realität, der im Namen der Liebe Tod und Zerstörung bringt«. Original 1989

Über das Böse in der Welt ist viel nachgedacht worden, und die Psychologie hat verschiedene Thesen zur Destruktivität des Menschen entwickelt. Selten wurden aber mit solcher Konsequenz die Ursachen aufgespürt wie von Arno Gruen, wenn er zeigt, wie Gewalt und Unmenschlichkeit im Inneren des Menschen entstehen und wie sich unser soziales Leben darauf eingerichtet hat, dass der herrschende Wahnsinn lebensfeindlichen Handelns den Mantel realitätsgerechten Verhaltens trägt. Er öffnet den Blick dafür, dass menschliche Destruktivität nicht einfach eine Fähigkeit zum Bösen ist, sondern vielmehr die Folge eines Mangels, der als solcher nicht erkannt wird: Wo das Vermögen abhanden gekommen ist, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, und Selbsthass an deren Stelle getreten ist, ist auch die Fähigkeit zu wirklichem Mitgefühl und echtem Mitfühlen verlorengegangen.

Im »Wahnsinn der Normalität« legt er die Wurzeln der Destruktivität frei, die sich viel öfter, als es uns klar ist, hinter vermeintlicher Menschenfreundlichkeit oder ordnungsstiftender Vernunft verbergen. Arno Gruen besticht durch die Vielzahl der Beispiele, zu denen auch die unfasslichen Ereignisse im Dritten Reich oder im Vietnamkrieg gehören, und schafft die überzeugende Beweislage, dass dort, wo Innenwelt und Außenwelt keine Einheit bilden, verantwortungsvolles Handeln und echte Menschlichkeit ausbleiben.

Arno Gruen, am 26. Mai 1923 in Berlin geboren, emigrierte 1936 in die USA, wo er 1961 als Psychoanalytiker bei Theodor Reik promovierte. Tätigkeiten an verschiedenen Universitäten und Kliniken, zuletzt Professor an der Rutgers Universität, New Jersey. Daneben seit 1958 psychotherapeutische Privatpraxis. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften und Zeitungen. Arno Gruen lebt seit 1979 in der Schweiz.

Bei einer Bipolaren Erkrankung ist die Stimmungslage der Betroffenen gekennzeichnet durch Schwankungen zwischen zwei entgegengesetzten Polen: Die Hochstimmung oder Manie tritt im Wechsel mit tiefster Niedergeschlagenheit auf. Dazwischen können Phasen weniger stark ausgeprägter Manie (Hypomanie) liegen. Besonders leidvoll wird die Mischform zwischen Manie und Depression empfunden.

• Stimmungshoch oder gereizte Stimmung
• Emotionale Erregung mit Euphorie oder Dysphorie
• Beschleunigung und Erregung aller psychischen Abläufe – Denken,
Sprache, Motorik/Handeln
• Vermehrtes Risikoverhalten, übertriebene Unternehmungslust
Verstärktes Kontaktbedürfnis, kurzschlüssiges Verhalten,
Impulsivität, Aggressivität
• Antriebsteigerung, Energieüberschuss, Beschäftigungsdrang, vermehrte Kreativität, vermindertes Schlafbedürfnis
• Gesteigertes Selbstbewusstsein, Größenideen

• Schwermut, niedergedrückte Stimmung
• Gehemmte Emotionen, Gefühlslosigkeit, Ängste, Pessimismus
• Verlangsamung und Hemmung psychischer Abläufe – Denken, Sprache,
Motorik/Handeln
• Rückzugsverhalten, Interessen- und Motivationslosigkeit,
Ideenlosigkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
• Antriebsmangel, verminderte Vitalität, Energielosigkeit,
Missbefindlichkeit, Erschöpfungsgefühl
• Selbstzweifel, Schuldgefühle, Insuffizienzgefühle, Mutlosigkeit,
Lebensüberdruss, Suizidalität
• Schlafstörungen oder vermehrtes Schlafbedürfnis, Früherwachen,
Unausgeruhtheit nach Nachtschlaf, Morgentief

Das Schaubild verdeutlicht Ihnen die verschiedenen Stimmungsphasen bei den bipolaren Erkrankungen und die typischen, normalerweise dabei auftretenden Symptome.

Die erste manische Phase beginnt zumeist im Anschluss an eine depressive Phase. Zumeist tritt die manische Phase innerhalb von kurzer Zeit auf, d. h. innerhalb von mehreren Tagen und ohne erkennbaren Grund. Die Betroffenen erleben ein Hochgefühl, übersteigert gute Laune, wirken aufgedreht und unternehmungslustig, oft aber auch gereizt bis aggressiv. Sie empfinden sich als sehr leistungsfähig, kreativ und erfinderisch. Schlafen wird als Zeitverschwendung empfunden. Der häufig auch ziellose Tatendrang führt zu ständiger Aktivität. Oft geht der Bezug zur Realität verloren. Beispielsweise kaufen Betroffene exzessiv ein, manchmal bis zu mehreren Autos an einem Tag, oder gründen neue Unternehmen. Dabei kann es auch vorkommen, dass die Betroffenen Stimmen hören (akustische Halluzinationen) oder Dinge sehen (optische Halluzinationen), die nicht real sind, oder sich fühlen, als wären nur sie für eine „große Aufgabe“ bestimmt. Man spricht dann von einer psychotischen Manie. Auch enthemmtes Verhalten und sexuelle Distanzlosigkeit gehören zum Krankheitsbild.

Folgende Symptome sind typisch für eine manische Episode

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Frage: Haben sie noch ein schönes Beispiel aus der Praxis?

R. Dahlke: Ja, reichlich. Ich habe eine Patientin, die kam Mitte ihrer fünfziger Jahre mit schwerstem Rheuma, sodaß sie vor Knie- und Hüftoperationen stand und nicht mehr gehen konnte. Man mußte sie mehr oder weniger tragen. Sie hat Therapie gemacht und parallel dazu gefastet - das ist bei uns ja immer integriert und es war deutlich besser nach diesem Vierwochenabschnitt. Sie hat dann selbst nach einem halben Jahr noch einmal gefastet und ist nach einem Jahr wieder zur Therapie gekommen. Heute ist sie Anfang siebzig und ist völlig rheumafrei, gibt Tai Chi- Seminare und Fastenkurse. Das wäre so ein drastisches Beispiel.

Frage: Ein Kritiker könnte natürlich sagen, daß diese Heilung speziell auf das Fasten und nicht auf die Be-deutung und die Therapie zurück zu führen ist. Haben Sie noch ein anderes Beispiel?

Dahlke: Ja, zum Beispiel ein Mann mit mehreren Allergien. Er hat auf Grund der Einsicht und der Therapie sein Leben konsequent umgestaltet, also das Allergikerthema umgedreht zu einem nach außen gekehrtem offensivem Leben und die heißen Eisen in seinem Leben angepackt. Er ist in relativ schneller Zeit allergiefrei geworden. Auch von Kindern könnte ich eindrückliche Beispiele erzählen.

Frage:. Ist man immer selber Schuld ein seinen Krankheiten? Welchen Anteil haben Umweltbelastungen?

R. Dahlke: Von Schuld rede ich nie. Es geht hier immer um Verantwortung. Aus esoterischer Sicht ist man weitgehend für alles selbst verantwortlich. Zwischen Schuld und Verantwortung ist schon ein großer Unterschied. Aus Schuld folgt ein schlechtes Gewissen, aus Verantwortung folgt, daß man Antworten sucht. Und darum geht es im Wesentlichen. Also wenn ich in einer Großstadt mit riesen Umweltbelastung lebe, muß ich die Verantwortung dafür übernehmen und kann es auch in den allermeisten Situationen, mit Ausnahme der Kinder und der Alten. Aber für die Kinder haben die Eltern die Verantwortung zu tragen. Wir bekommen immer unsere Aufgaben. Das kann man genetisch oder karmisch sehen. Wir kommen nicht als unbeschriebene Blätter in diese Welt.

Frage: Wie ist es denn mit den Umweltbelastungen von denen wir nichts wissen, bzw. von denen wir erst wenn es zu spät ist oder durch chronisches Leiden erfahren wie Amalgam- und Holzschutzmittelvergiftung?

R. Dahlke: Ein Zusammenhang zwischen bestimmten Umweltgiften und Krankheitsbildern ist ja auch eindeutig. Auch in der Situation gehört es mit in unseren Verantwortungsbereich mit hinein, sich zum Beispiel aktiver um die Umweltproblematik zu kümmern, bzw. sich eventuell mehr zu informieren und zu engagieren. Für meine Ernährung bin ich doch weitgehendst selbst verantwortlich. Diese Projektionsnummern bringen nie etwas.

Frage: Würden so weit gehen zu sagen, daß die Seele sich ihr Feld, also in dem Fall ihr krankes Feld selbst sucht, im Sinne einer Lernaufgabe?

R. Dahlke: Das würde ich von der Reinkarnationstherapie her in jedem Fall sagen. Ich mache das jetzt 20 Jahre und bin mir da völlig sicher. Ich erlebe das auch mit der Krankheitsbilderdeutung. Ich würde auch einem Krebspatienten sagen er soll doch mal als erstes sein Bett umstellen. Da gibt es Bezüge zu Erdstrahlen. Das Traurige ist nur, der sucht sich unbewußt die zweite Kreuzung in seiner Wohnung und stellt sein Bett wieder dort hin, daß er wieder mit seinem Bauch dort draufliegt. Es scheint schon so zu sein, daß wir uns die Probleme suchen. Wenn ich z.B. mein Geburtstrauma nicht verarbeitet habe und deswegen Engeprobleme und Angst habe, dann wird das Schicksal oder ich mir selbst immer wieder Situationen suchen, wo ich mit diesem Thema konfrontiert werde, also Angst erlebe. Das sind genau die Leute die im Tunnel in den Stau kommen, die im Lift stecken bleiben, wo es sozial oder in der Partnerschaft eng wird usw. Diejenigen, die dieses Thema nicht haben oder es bewältigt haben, die kommen gar nicht in solche Situationen bzw. sie machen ihnen nichts aus. Das Schicksal ist diesbezüglich, wenn man so sagen will, schon gemein oder auch gnädig. Gemein, weil es einen immer dort anstoßen läßt, wo es weh tut und gnädig, weil wir so immer darauf hingewiesen werden, wo es hapert.

Frage: Wie ist es denn mit den angeborenen Behinderungen als Chance, als Weg?

R. Dahlke: Auch das würde ich so sehen. Verständlich ist es jedoch nur im karmischen Kontext der Reinkarnationstheorie. Bei einer angeborenen Erbkrankheit ist es doch offensichtlich so, daß der Mensch es mit ins Leben bringt. Man kann es karmisch nennen, man kann es auch genetisch nennen. Das ist ganz sicherlich eine große Aufgabe, auch sehr für die im Umfeld, vor allem natürlich für die Eltern. Die Kinder, die da betroffen sind, die nehmen das ja lange nicht als Problem war. Im Gegenteil, die sind ja oft gut drauf, d.h. sie leben in ihrem Bereich wunderbar. Das kann ich sogar von der eigenen Tochter sagen, die sich in ihrem Bereich sehr wohlfühlt, sehr lebensfroh ist und das auch ausstrahlt. (sie ist mongoloid und 5 Jahre alt) Da geht es um das Problem des Annehmens für die geschockten Eltern. Wenn die allerdings die Chance annehmen, ist es nach meiner Erfahrung eine große. Ein Mensch, der mit Behinderungen auf die Welt kommt, ein Kind was so abhängig ist, lehrt einen ja noch viel mehr und kann einem damit Dinge lehren, wie andere Kinder in dieser Form gar nicht lehren können.

Frage: Was denn zum Beispiel?

R. Dahlke: Wenn der Intellekt zum Beispiel weitgehend wegfällt, bei geistig behinderten Kindern, dann ist da ja immer ein sehr viel stärkerer gefühlsmäßiger Bereich wunderbar entwickelt. Und den bekommt man auch viel, viel mehr mit. Das sind so Dinge, die dann ganz schnell sehr direkt spürbar werden. Wenn unsere Tochter ein Problem spürt, dann nimmt sie den Kopf von meiner Frau und mir und hält unsere Köpfe minutenlang zusammen. Das ist etwas, was natürlich viel mit uns macht. Vom Therapeutischen her muß ich sagen, therapiert sie uns auf eine sehr sanfte und liebevolle Weise, in einem Ausmaß, wie ich das von guten Therapeuten gar nicht erlebt habe. Ich habe das bei vielen Eltern gesehen, die sich darauf einlassen, das sie von den besonderen Kindern auch besonderes gelernt haben und tiefer berührt wurden. Es ist einfach eine Frage des Einlassens. Große Aufgaben erfordern immer ein großes Einlassen. Bei Krankheitsbildern würde ich es übrigens genauso sehen. Ein großes Krankheitsbild ist auch eine große Chance. Da gibt es auch so viele Beispiele, etwa Hellen Keller, die taubstumm und blind geboren wurde und ein eindrucksvolles Leben daraus machte oder Hildegard von Bingen und ihre Migräneanfälle oder Milton Errickson oder Steven Hawkins. Wenn Milton Errickson nicht zweimal Kinderlähmung gehabt hätte und darin gefangen gewesen wäre, bezweifle ich, daß er so genial geworden wäre auf diesen psychischen Ebenen und der beste Hypnotherapeut. Das ist schon auffällig.

Frage: Wie ist es denn mit sexuellem Mißbrauch, Vergewaltigung und Mord? Das ist ja seit einiger Zeit ein sehr aktuelles Thema. Wie ist das zu verstehen, sowohl aus der Sicht des Kindes als auch der Sicht der Gesellschaft? Ist es ein gesellschaftliches Symptom?

R. Dahlke: Ich glaube sicher, daß es ein gesellschaftliches Symptom ist. Wir haben so einen Jugendkult, eine solche Kindergesellschaft und ein so jugendliches Mädchen- und Figurideal, daß das nicht wundert. Auch die Unschuld dabei. So lange das auf einer David Hamiltonebene läuft, kann man das noch als Kunst sehen, aber es gibt natürlich auch Menschen, die das auf primitiveren Ebenen wahrnehmen, die dann ihre Sexualität an Kindlichkeit und Unreife binden. Ich denke je mehr unsere Gesellschaft in dieser Kindlichkeit verkommt und diese Reifeschritte nicht mehr auf die Reihe kriegt, umso häufiger wird es auch werden, daß sozusagen ganz direkt dieses Mißverständnis passiert, daß sich männliche Sexualität auf Kinder stürzt. Das ist natürlich eine ganz unreife Form, der traut sich nicht an eine erwachsene Frau dran und landet dann zielsicher bei einem unschuldigen Kind, wie wir so gerne sagen. Aber aus der Sicht der esoterischen Philosophie gibt es diese unschuldige Seele nicht. Wir kommen eben alle mit unseren Themen hier her. Aus 20 Jahren Reinkarnationstherapie kann ich sagen, die Menschen, die ich therapiert habe und die in Opferrollen gekommen sind und darunter auch schlimmen, haben in der Therapie eine Stimmigkeit und einen Zusammenhang mit ihrer Lebensgeschichte und ihrer Herkunft finden können, also bezogen auf ihre früheren Leben. Pauschal behaupten für Fälle, die man nicht kennt, ist natürlich in dem Sinne nicht möglich. Mein Gefühl ist schon generell, daß wir in einem Kosmos leben, in dem Gesetze herrschen und bestimmte Regeln, in dem wir bestimmte Lernaufgaben kriegen, die auch sehr schwer sein können. Das so eine Aussage zu einem Aufschrei der Wut führen kann, das ist mir natürlich klar. Aber weitergeführt kann man bei allen möglichen Greueltaten immer bei auf beiden Seiten ein Stück Verantwortung und Stimmigkeit sehen. Aber bestimmt wage ich das nur für die Patienten zu sagen, die ich therapiert habe.

Vielen Dank für das Gespräch.

14 488 Z. David Luczyn

Auflage der Bücher:

Krankheit als Weg mit Taschenbüchern über eine Millionen.

Der Sinn einer Krankheit

Wie sieht eine solche Disharmonie energetisch aus?

Aus energetischer Sicht haben wir es bei Krankheiten immer entweder mit

- dies gilt sowohl beim energetischen Heilen

als auch bei der Gebetsheilung.

Die Symptome, unter denen wir leiden, sagen oftmals recht genau aus (Entsprechungen), wo wir aus der Ordnung (Harmonie) herausgefallen sind.

"Gott hat noch keinem verwehrt, bei Ihm Hilfe zu suchen;

Wo solches aber nicht der Fall, da kann auch kein Mittel helfen."

Krankheit zur Selbsterneuerung

Krankheit als Korrektiv

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Anspruch auf Hartz IV bei Schülern, Studenten und Auszubildenden

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie hier:

Dabei wird auch auf den Bezug von BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) und Ausbildungsgeld eingegangen.

Bis zur abschließenden Bearbeitung des Antrags auf ALG II kann geraume Zeit vergehen. Die Bearbeitung von ALG II-Anträgen kann unter Umständen mehrere Monate beanspruchen. Für Hilfebedürftige kann das verhängnisvoll sein, wenn sie weder über eigene finanzielle Mittel verfügen noch materielle Unterstützung von dritter Seite erwarten können.

Um Hilfebedürftige aufzufangen, denen eine solche Notlage droht, besteht die Möglichkeit, eine Vorschussleistung auf die ALG II-Bezüge zu beantragen (§ 42 Abs.1 SGB I). Sie kann gewährt werden, wenn ein Leistungsanspruch dem Grunde nach gegeben ist, die Berechnung seiner genauen Höhe aber voraussichtlich noch längere Zeit dauert und der Hilfebedürftige glaubhaft macht, dass bis zur Auszahlung der ersten Leistungen sein Lebensunterhalt nicht gesichert ist.

Die Höhe des Vorschusses ist in das Ermessen des Leistungsträgers gestellt. Kann dargelegt und nachgewiesen werden, dass der Hilfebedürftige tatsächlich über keinerlei Mittel verfügt, um seinen Lebensunterhalt sicherzustellen, reduziert sich dieses Ermessen aber auf Null, und der Leistungsträger ist verpflichtet, die angemessenen Kosten vorzuschießen. Die Aufnahme der Vorschusszahlungen beginnt dabei spätestens nach Ablauf eines Monats nach Eingang des Antrages gemäß § 42 Abs.1 SGB I.

Weiterführende und ausführliche Informationen siehe Hartz IV Vorschuss

Ausländer sind zum Leistungsbezug berechtigt, wenn sie die aufenthaltsrechtliche Erlaubnis zur Aufnahme einer Beschäftigung in der Bundesrepublik erhalten haben oder die Erteilung grundsätzlich möglich wäre. Einen Anspruch auf ALG II haben auch freizügigkeitsberechtigte Ausländer aufgrund des Freizügigkeitsgesetzes/EU. Schließlich steht auch Ausländern ALG II zu, die als Geduldete, Flüchtlinge oder politisch Verfolgte ein Bleiberecht genießen.

Grundsätzlich ausgeschlossen vom Leistungsbezug sind Ausländer, die sich nur zum Zweck der Arbeitssuche in der Bundesrepublik aufhalten. Dieser Anspruchsausschluss betrifft auch die Familienangehörigen des Arbeit suchenden Ausländers. ALG II kommt auch nicht infrage für Ausländer, denen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zustehen können.

Grundsätzlich besteht für Bezieher von Hartz 4 und die leistungsberechtigten Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft kein Anspruch auf Sozialhilfe (§ 21 SGB XII). Der Anspruch auf Hartz IV ist vorrangig und schließt ergänzende Sozialhilfe aus. Eine Ausnahme gilt nur für die Personen, die nicht hilfebedürftig im Sinne des § 9 SGB II sind und denen damit ALG II nicht zusteht. Sie können Hilfe zum Lebensunterhalt in Sonderfällen beanspruchen (§ 34 SGB XII).

Der Ausschluss von Sozialhilfe für ALG II-Bezieher bedeutet aber nicht, dass diesen generell keine Leistungen nach dem SGB XII zustehen können. Das Gesetz ordnet diesen Ausschluss vielmehr nur für die Hilfe zum Lebensunterhalt an (Leistungen nach dem Dritten Kapitel, § 5 Abs. 2 SGB II). Sonstige Leistungen des SGB XII können daneben in Betracht kommen, wenn sie im SGB II für ALG II-Empfänger und Bezieher von Sozialgeld nicht vorgesehen sind. Das SGB II soll zwar für ALG II-Berechtigte ein geschlossenes System darstellen, dem § 5 Abs.2 S.2 SGB II ist aber zu entnehmen, dass zusätzliche Hilfen nach dem SGB XII dann infrage kommen, wenn die grundlegende Funktion der persönlichen Existenzsicherung durch die Ansprüche des SGB II nicht gewährleistet ist.

Für Hilfebedürftige im ALG II-Bezug können daher ergänzend folgende Ansprüche bestehen, da sie gar nicht oder aber nur unzureichend durch vorrangige Leistungsvorschriften des SGB II abgedeckt sind

  • Hilfen zur Gesundheit nach §§ 47ff SGB XII, die medizinische Vorsorgeleistungen und Untersuchungen zur Verhütung und Früherkennung von Krankheiten, Leistungen zur Krankenbehandlung sowie Familienplanung umfassen
  • Hilfe zur Pflege nach §§ 61ff SGB XII für Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die üblichen und wiederkehrenden Verrichtungen im täglichen Leben in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen
  • Hilfe in anderen Lebenslagen nach §§ 70ff SGB XII, wie die Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, die Blinden- und Altenhilfe und die Übernahme von Bestattungskosten
  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach §§ 67ff SGB XII für Personen, die aufgrund besonderer Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten zu kämpfen haben (Beratungs- und Betreuungsleistungen)
  • Eingliederungshilfen für behinderte Menschen nach §§ 53ff SGB XII, die etwa Hilfen für eine angemessene Schul- und Berufsausbildung umfassen können

Das Wohngeld ist gegenüber Hartz IV regelmäßig die vorrangige Sozialleistung, so dass es stets auch vorrangig zu beantragen ist, um einen Hartz IV-Bezug zu vermeiden. Die Pflicht zur vorrangigen Wohngeldbeantragung ergibt sich für Hilfebedürftige aus § 5 SGB II.

Wohngeld wird neben ALG II nicht erbracht, wenn bei den Leistungen bereits die Kosten für die Unterkunft berücksichtigt sind (§ 7 Abs.1 Nr.1 WoGG). Mit dieser Regelung soll gewährleistet werden, dass die Kosten für die Unterkunft bei der Ermittlung der Höhe der Sozialleistungen nur von einem Sozialleistungsträger erfasst werden.

Wird Arbeitslosengeld II lediglich als Darlehen geleistet, greift der Anspruchsausschluss aber nicht ein, so dass ein Anspruch auf Wohngeld dem Grunde nach in Betracht kommt. Das gleiche gilt, wenn durch das Wohngeld die Hilfebedürftigkeit vermieden werden kann (§ 7 Abs.1 Nr.1 und 2 WoGG). Damit ist der grundsätzliche Vorrang des Wohngelds gegenüber dem ALG II ausgedrückt. Bei der Prüfung der Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 SGB II sind das Bestehen eines Wohngeldanspruchs und dessen Höhe entscheidend zu berücksichtigen. Kann durch eigene Einnahmen und Wohngeld der Bedarf gedeckt werden, ist Hilfebedürftigkeit grundsätzlich nicht gegeben. Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II scheidet unter diesen Voraussetzungen aus.

Für Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft gilt Entsprechendes. Auch sie sind grundsätzlich vom Wohngeldbezug ausgeschlossen, wenn sie bei der Ermittlung des gemeinsamen Bedarfes berücksichtigt worden sind, und auch bei ihnen besteht ein Wohngeldanspruch, wenn Hartz IV als Darlehen erbracht wird oder die Wohngeldleistung geeignet ist, die Hilfebedürftigkeit abzuwenden (§ 7 Abs. 2 WoGG).

Elternteile, die Sozialleistungen beziehen, erhalten als Elterngeld einen monatlichen Betrag in Höhe von 300 Euro (Sockelbetrag). Dieser wird seit 2011 vollständig als sonstiges Einkommen auf Hartz IV Leistungen angerechnet. Ausnahmen bestehen nur, wenn vorher Erwerbseinkommen bezogen wurde. Mehr unter Elterngeld und Hartz IV

Bei Hartz IV Beziehern rechnet das Kindergeld zum sonstigen Einkommen und kann sich mindernd auf den Bezugsanspruch auswirken, es sei denn, das Kindergeld wird zur Bedarfsdeckung vom Kind selbst eingesetzt.

Das Kindergeld volljähriger Kinder zählt stets zum Einkommen der hilfebedürftigen Eltern. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn das volljährige Kind nicht im Hauhalt der Eltern lebt und das Kindergeld von den Eltern an das Kind weitergeleitet wird. Ausführliches unter Hartz IV und Kindergeld

Gerät der Hilfebedürftige in besondere Notlagen, kommen zusätzliche Leistungen in Betracht. Für Hilfebedürftige, deren Antrag auf ALG II-Bezug noch nicht beschieden ist, gilt die bereits erwähnte Möglichkeit der Beantragung eines Vorschusses (§ 42 SGB I).

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kaufen Sie Ihren Welpen nur bei anerkannten Züchtern innerhalb des VDH,
also z.B. beim RZV
(Welpenlisten)

Nicht umsonst hat der RZV den DOGS AWARD 2012 des DOGS-Magazins
in der Kategorie "Zuchtverein" gewonnen! mehr.

Eine Liste der aktiven RZV-Züchter findet man unter den einzelnen Landesgruppen
Österreich: HO-KLUB, Schweiz: SHC

Den gesunden und wesensstarken Hovawart verdanken wir vor allem
den strengen Kontrollen innerhalb dieser Vereine!

Hovawart - der sportliche Familienhund
ein Partner, der mitdenkt

In den meisten Büchern steht zu fast jeder Rasse beschrieben, was wir gerne hören wollen. Egal welche Rasse, es ist immer der ideale Familienhund. Das klingt so nach "Einfamilienhäuschen, glückliche Familie, Kinder und braver Hund als Statussymbol". Also - was ist ein idealer Familienhund? Ist es ein Kuscheltier, das sich alles gefallen lässt, nicht viel Arbeit macht, pflegeleicht ist, sich kompromisslos ins tägliche Einerlei einbindet und sich sozusagen selbst erzieht? Wenn man das unter dem Begriff "Familienhund" versteht, ist der Hovawart sicher nicht die richtige Wahl. Der Hovawart braucht eine konsequente, liebevolle Hand, viel Zeit und ist auf keinen Fall nebenher zu erziehen. Kein Hund - und schon gar kein Hovawart - kommt als Familienhund auf die Welt. DEN Familienhund gibt es nicht. Und wenn die Umstände nicht passen, dann sollte man den Hundetraum besser aufschieben, bis die Kinder größer sind.

Ein idealer Familienhund ist in erster Linie ein gesunder, gut auf den Menschen gepägter und wohl erzogener Hund, den man überallhin mitnehmen kann und der keinen Frust schieben muss, weil er nicht seinen Bedürfnissen entsprechend leben darf. Hund und Familie müssen zueinander passen. Bevor man einen Hovawart kauft, sollte man sich alles also ganz genau überlegen. Vielleicht wird der Hund fast 15 Jahre alt und man trägt während dieser ganzen Zeit eine große Veranwortung für sein Leben und sein Wohlbefinden. Hunde sind Lebewesen - keine Ware, keine Waffen, keine Prestigeobjekte und auch kein Spielzeug oder Sportgerät.

Der Hovawart ist ein Allrounder: er ist ein alltagstauglicher Begleithund mit dem man auch viel Freude im Gebrauchshundesport haben kann. Aber die geforderte Vielseitigkeit ist wie die Quadratur des Kreises:
- Einerseits ist der Hovawart ein liebevolles, anhängliches Sensibelchen,
andererseits ist er aber nicht so einfach zu halten wie z.B. Retriever oder Sennenhunde.
- Einerseits ist der Hovawart ein wehrhafter Beschützer der Familie,
andererseits ist er aber nicht so triebstark und reagiert durch seine hohe Reizschwelle später als manche anderen Gebrauchshundrassen. Auch hat er nicht so viel "Biss" (Rute oben und doch schon fast rückwärts gehend).

Der Hovawart ist Familienhund und Gebrauchshund. Er vereinigt beides in ganz besonderem Maße, mehr als die anderen Gebrauchshund-Rassen. Der Hovawart braucht engsten Familienanschluss und eine abwechslungsreiche Ausbildung. Er braucht viele Schmuseeinheiten, gleichzeitig aber auch wilde Beute- und Zerrspiele. Aber alles in Maßen ohne Übertreibungen in eine der beiden Richtungen. Nur schmusen und gassi gehen ist ihm zu öde und nur Hundesport und ansonsten ein Leben ohne Familienanschluss ist auch nicht hovigerecht.

Ein Hovawart braucht unbedingt engen Familienanschluss. Zwingerhaltung würde diesen Hund zerstören. Er kann seine rassespezifischen Vorzüge und Anlagen nur dann optimal entfalten, wenn er innerhalb der Wohngemeinschaft am täglichen Leben teilnehmen darf und die Zuwendung bekommt, die er benötigt. Der Hovawart ist ein Freund, der sein Leben mit uns teilen möchte, unvoreingenommen und ohne Falschheit, stürmisch in der Bezeugung seiner Zuneigung und mit manchmal vornehmer Zurückhaltung bei der Dokumentation seiner Abneigung. Dabei neigt der Hovawart dazu, sein "Herz" an eine Person besonders stark zu "hängen". Er begleitet seinen Meister auf Schritt und Tritt, will überall mit dabei sein. Der Hovawart ist ein angenehmer, friedvoller Begleiter, den man überall mit hin nehmen kann. Er weiß sich zu benehmen und man ist mit ihm so gut wie überall gerne gesehen.

Hovawarte sind zärtliche Chaoten. Wenn sie sich freuen, dann zeigen sie das auf die ihnen eigene ungestüme Art. Und wenn man dann von fast 40 kg Freude "überfallen" wird, dann muss man schon standfest sein, darf keine Angst vor blauen Flecken, Dreck oder derangierter Kleidung haben. Es sind eben derbe Bauernrekel und keine aristokratischen Windhunde. Hovawarte können aber auch liebevolle Schmusebären sein, die ihren Menschen zärtlich beknabbeln und die innige Zweisamkeit entspannt genießen.

Merksatz: Hunde sind kinderlieb,
wenn Kinder lieb zu Hunden sind!

Don von der Wildenhag "Dante"
mit dem Sohn seiner Familie

In seinem eigenen Haus ist der Hund ein Löwe
Persisches Sprichwort

My home is my castle!
Dank seines stark ausgeprägten Beschützerinstinktes schläft der Hovawart stets nur auf einem Ohr, hat aber eine hohe sozialverträgliche Reizschwelle und ist nur verteidigungsbereit, nicht angriffslustig. Fremden gegenüber gibt er sich skeptisch und reserviert, was von einem Hof- und Wachhund ja auch verlangt wird. Er spürt, wenn Gefahr in der Luft liegt. Aber wenn man ihm zeigt, dass die Besucher erwünscht sind, akzeptiert der Hovawart rasch, dass keine Diebe Einlass begehren, sondern dass sein Mensch liebe Gäste empfängt, die man zum Kraulen animieren kann. Er muss nur überzeugt sein, dass alles in Ordnung ist. Der Hovawart ist stark an sein Territorium gebunden und neigt nicht zum Streunen. Er ist ein guter Wachhund, der, wenn er mit tiefer, klangvoller Stimme gemeldet hat, auch wieder ruhig ist. Dabei flößt schon die äußere Erscheinung des Hovawarts Respekt ein und man traut ihm durchaus zu, dass er im Ernstfall in der Lage ist, sein Revier und seine Familie zu verteidigen.

Wie schon der Name "Hovawart" - Hofwächter - nahelegt, zeigt diese Rasse ein ausgeprägtes Territorialverhalten, das schon mal problematisch werden kann. Das Territorialverhalten des Hovawarts ist genetisch fixiert und tritt erst mit Erreichen der sozialen Reife auf. Ein junger Hund, der auf dem Grundstück beständig bellt, ist also nichts anderes als ein "Angsthase" - er zeigt kein Territorialverhalten. Territoriale Aggression tritt erst dann auf, wenn der Hund sozial erwachsen wird. Territoriales Verhalten ist entweder vorhanden oder nicht und man muss damit umgehen, es kann nicht beeinflusst werden, wohl aber die damit verbundene Aggression. Als Mensch muss man seinem 'Zaunkönig' vermitteln: "Wenn hier einer ein Revier hat, dann bin ich es und nicht du Hovi." Dann prägt sich dieses Verhalten weniger stark aus. Und beachten Sie: Die Revierverteidigung übernimmt in einem Hunderudel derjenige, der den Eindringling antrifft, also z.B. der Hund, wenn er gerade alleine im Garten ist und der Briefträger kommt herein. Falls mehrere Rudelmitglieder zusammen sind, verteidigt der Ranghöchste - also hoffentlich der Mensch - und klärt die Situation.

In der Öffentlichkeit wird besonderer Wert auf umgängliche Hunde gelegt, wodurch den Hundehaltern in letzter Zeit ein strenger Wind entgegen weht. Trotzdem wollen Hundebesitzer ihren Hund als Begleiter aber auch überall mitnehmen können. Man braucht also einen sehr belastbaren und ausgeglichenen Hund. Gleichzeitig hat der Hund auch einen hohen Freizeitwert: er soll Sportkamerad sein, muss also lernfähig und aktiv sein, ohne dabei hektisch zu werden. Der RZV achtet bei seinen Wesenstests darauf, dass keine übermäßig ängstlichen oder aggressiven Hunde in die Zucht kommen. Diese Selektion hat dazu geführt, dass aus dem misstrauischen und durchaus wehrhaften Hofwächter ein Hund geworden ist, der gegenüber fremden Menschen neugierig-freundlich bis neutral reagiert. Und wenn der Hovawart dann auch noch gut erzogen ist, werden die Menschen in seiner Nachbarschaft bald zum Hovi-Fanclub.

Aber das Erbgut der Hunde ändert sich nur langsam. Es fließt immer noch Wachhundblut in den Adern des Hovawarts und man muss deshalb frühzeitig beginnen, seinen Hofwächter zum Familienhund zu erziehen. Der Hovawart ist eine Schutzhundrasse, die viel Geltungsdrang bzw. Selbstbewusstsein braucht, um ihre Aufgabe ordentlich wahrzunehmen. Es liegt in seiner Natur verankert, dass er die Kontrolle und den Überblick behalten muss, um angemessen seinen Job zu machen, Freund und Feind unterscheiden zu können. Ein Hovawart ist sich seiner Stärke bewusst und steht souverän über den Dingen - aber im Ernstfall steht er auch "seinen Mann" und geht Konflikten nicht aus dem Weg. Außerdem hat er als Wachhund ein ausgeprägtes Territorialverhalten mit hoher Revieraggression und Verteidigungsbereitschaft. Das Grundstück eines Einfamilienhauses ist z.B. viel zu klein, als dass es dem Territoriumsanspruch eines Hovawarts genügen würde. Deshalb dehnt er sein Revier auch auf die Nachbarschaft und oft auch auf die üblichen Spazierwege aus. Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn ein erwachsener Rüde sich nicht mehr mit jedem anderen fremden intakten Rüden versteht, denn diese Rüden stellen für ihn "Eindringlinge" in sein Territorium dar. Als Besitzer hat man dann die Aufgabe, seinen Hovawart so zu erziehen, dass er jederzeit kontrollierbar und ohne großen Aufstand an anderen Hunden vorbeigeführt werden kann. Aber man kann von einem Hofwächter nicht verlangen, dass er jederzeit mit allen verträglich ist. Dazu wurden diese Hunde nicht gezüchtet. Sie sollten verträglich innerhalb des eigenen Rudels sein, incl. Kindern, anderen Hunden, Katzen und Nutztieren, den Bauernhof gleichzeitig aber von allen Fremden freihalten, auch von fremden Hunden. Hovawarte sind keine Hunde, die man völlig unproblematisch überall laufen lassen kann. Es sind intelligente, ernsthafte Wach- und Arbeitshunde. Sie machen ihren Job, ob wir das wollen oder nicht! Der Hovawart mit seinen Ecken und Kanten braucht Menschen, die einen starken, wehrhaften Hund zu schätzen wissen. Wer jedoch einfach nur einen rundum unauffälligen, netten Hund haben will, der immer und überall und zu jedem nur lieb ist, sollte sich keinen Hovawart ins Haus holen. Es gibt genügend andere Rassen, die weniger Ansprüche stellen.

Der Hovawart - immer noch ein Hofhund??
Mit einem Missverständnis möchte ich aber gleich mal aufräumen: Der moderne Hovawart ist kein Hofhund im alten Sinne mehr. Sicher, am Ursprung dieser Rasse standen Hofhunde von Bauern, auch der Kuvacz hat mitgemischt. Aber seitdem ist viel Zeit vergangen. Der Hovawart wurde zu einem aktiven, sportlichen Hund gezüchtet, der engen Familienanschluss und viel Beschäftigung braucht. Einfach nur im Hof liegen und Wachen - das genügt ihm nicht! Der Hovawart bewacht allenfalls das Heim seiner Familie, nicht irgendwelche Objekte! Der Spagat, auf der einen Seite einen selbständigen Wachhund und auf der anderen Seite einen gut sozialisierten Familienhund zu haben, funktioniert nicht. Wer einen selbständigen Wachhund für sein Grundstück sucht, mit dem er sich nicht viel beschäftigen will, sollte sich die Hundeanschaffung generell noch mal genauestens überlegen: Kann ein Hund ein Grundstück wirklich effektiv bewachen? Ist eine zuverlässige Alarmanlage mit Schaltung zu einem Wachdienst nicht sinnvoller, billiger, besser?

Ein Hovawart scheint die Welt bereits erobert zu haben,
während ein Golden noch darum bettelt, einen Blick darauf werfen zu dürfen.
Ilona E.

Der Hovawart - Unterschiede zu anderen Rassen
Ein Problem dieser herrlichen Rasse ist ihr Aussehen. Der Hovawart ist als Gebrauchshund einfach zu schön! Deshalb zieht er ein ganz anderes Käuferklientel an als andere Gebrauchshunde. Der Hovawart sieht nämlich aus wie ein Familienhund - lieb, kuschelig, blond! Die wenigsten Hovawart-Käufer wollen wirklich einen willensstarken Gebrauchshund. Doch der Hovawart ist kein selbstbewusster Setter und auch kein hochbeiniger Golden oder Flat Coated Retriever, auch wenn blonde/schwarze Hovawarte diesen sehr ähnlich sehen (das einzige sichere Unterscheidungsmerkmal ist die geschwungene Rute, die der Hovawart je nach Stimmung oft stolz über dem Rücken trägt). Der Hovawart hat weniger "Will to please" und eine niedrigere Reizschwelle als die einfacher gestrickten Retriever. Wer sich einen unkomplizierten, leichtführigen, liebenswürdigen Gefährten wünscht, ist mit einem Retriever sicherlich besser bedient. Der Hovawart ist ein völlig anderer Hundetyp. Der Hovawart ist nicht so gefallsüchtig wie der Golden und läuft leicht aus dem Ruder, wenn er keine Führung hat. Er nimmt gerne mal die dominante Rolle ein, ist sehr willensstark und versucht immer wieder, sich durchzusetzen. Das sollte man bedenken, bevor man sich für diese wehrhafte Rasse entscheidet. Bei konsequenter Erziehung und viel Beschäftigung ist der Hovawart durch sein freundliches und sicheres Wesen aber auch ein vorzüglicher Familienhund, der sich ausgesprochen eng an seine Bezugsperson bindet und seiner Familie ein Leben lang sein Herz zu Füßen legt.

Gegenüber Leonberger und Berner Sennenhund ist der Hovawart schlanker, athletischer, bewegungsfeudiger, wachsamer, lernbegieriger und weniger "gemütlich". Verglichen mit dem bärigen Neufundländer ist der Hovawart nicht so wasserfreudig, an Land aber beweglicher und nicht so phlegmatisch wie dieser. Auch wer den schwarzmarkenen Hovawart für die Langhaar-Ausgabe des Rottweilers hält, ist auf dem Holzweg. Der Hovawart ist eleganter gebaut, sensibler und besitzt mehr Temperament als sein eher lustbetonter, verschmuster Gebrauchshund-Kollege, der alles tut, was sich für ihn lohnt. Auf der anderen Seite läuft das Grundtemperament des in sich ruhenden Hovawarts nicht auf solch hohen Touren wie beim nervösen, oft unsicheren Dobermann. Die Reizschwelle des Hovawarts ist höher als bei Rottweiler und Dobermann.

Der Hovawart ist die einzige Gebrauchshund-Rasse, die früher ganz gezielt als Wachhund gezüchtet wurde und daher eher zu Misstrauen neigt als andere Rassen. Daher ist der Hovawart sensibler und nicht so belastbar wie andere Gebrauchshunde. Alle anderen Gebrauchshund-Rassen kommen aus der Gruppe der Hütehunde oder der Schutzhunde, die schon immer eng mit ihrem Menschen zusammengearbeitet haben. Das macht diese Rassen im Hundesport leichter führbar. Unterschiede zeigen sich auch in der Zuchtauswahl. Der Hovawart wird als Allrounder gezüchtet und kann im VPG-Sport dadurch nicht mit anderen Rassen mithalten, bei denen Leistungslinien gezielt für die Hundeplatzarbeit selektiert werden. Arbeitsprüfungen sind bei diesen spezialisierten Rassen oft Voraussetzung für die Zuchtzulassung, beim Hovawart sind sie eine erfreuliche Zugabe. Wer einen Welpen für den VPG-Sport sucht, sollte daher gezielt nach einem Züchter suchen, der besonderen Wert auf Leistung und VPG-Tauglichkeit legt. Es gibt auch beim Hovawart interessante Linien mit viel Leistungspotential.
Der Schäferhund verzeiht Fehler eher und bringt von sich aus schon viel als Veranlagung mit, was beim Hovawart erst mit viel Zeit und Gefühl erarbeitet werden muss. Der Schäfer ist zielstrebiger, triebiger, und nicht so sensibel gegenüber seiner Umwelt wie der Hovawart. Vieles, was der Hovawart registriert, bekommt der Schäferhund gar nicht mit. Dadurch sind Hovawarte im Hundesport viel leichter ablenkbar. Ein Schäferhund ist nicht so nachtragend und ergibt sich eher seinem Schicksal, während der Hovawart rebelliert. Einen Schäferhund kann man mit mehr Zwang ausbilden, und wenn er mal ins Meiden fällt, kann man ihn über den Beutetrieb wieder rausholen, was bei den wenigsten Hovawarten funktionieren würde. Der Malinois ist oft ein Nervenbündel mit extrem viel Trieb. Er ist stets aktivierbar mit unermüdlichem Arbeitseifer, der aber auch ausgelastet werden muss. Er ist seiner Umwelt gegenüber äußerst aufmerksam und und ähnlich sensibel wie der Hovi, kann eventuelle Unsicherheiten aber durch sein Beuteverhalten überspielen. Der Riesenschnauzer ist eher hektisch. Er braucht ein ruhiges Händchen.

Wieviel Hund soll's denn sein? - Macho oder Mimose? Rüden-Power oder Schlitzohr-Charme?
Beim Hovawart gibt es extreme Unterschiede im Erscheinungsbild der Geschlechter: Hündinnen wirken oft wie eine schmale Miniaturausgabe der derben Rüden. Eine elegante, leichte Hündin wiegt evtl. nur 25 kg, wogegen ein besonders massiger Rüde durchaus schon mal 45 kg auf die Waage bringen kann. Diesen Unterschied sollte man sich als zukünftiger Großhundbesitzer schon vor dem Kauf klar machen: Hündinnen haben nicht so viel Kraft wie Rüden und sind dadurch leichter an der Leine zu halten. Ein Rüde kann seinem Frauchen mit 45 kg geballter Kraft dagegen schon mal Probleme bereiten, denen frau körperlich kaum gewachsen ist. Erziehung ist daher das A und O! - Die Geschlechtswahl ist also eine wahrhaft 'ge'wichtige Entscheidung.
Dazu kommt noch die Neigung des Rüden zum Raufen mit Rivalen (lassen Sie sich das Wort "Rüde" mal auf der Zunge zergehen). Das Ziel "rüdenverträglicher Hovawart-Rüde" ist erreichbar, aber man muss meist seeehr viel Arbeit investieren. Allerdings dulden auch manche Hovi-Damen keine andere Göttin neben sich. Und eine Beißerei mit zwei Zicken, die sich richtig an die Wäsche gehen ist evtl. problematischer als die Macho-Show der Rüden mit viel Lärm um Nichts.
Rüden haben aber auch viele Vorteile: Sie sind einfach schöner, groß und stattlich anzusehen wenn sie daherstolzieren. Ein erwachsener Hovawart-Rüde ist eine Persönlichkeit. Souverän, stolz und voller Selbstbewusstsein. Er steht über den Dingen. Wird er aber als Statussymbol missbraucht, so wird man auf Verhaltensprobleme nicht lange warten müssen.
Mit Rüden kann man besser arbeiten, weil sie oft einen stärker ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb haben. Sie zeigen sich interessierter, sind sicherer und unbefangener als Hündinnen. Ein kerniger Rüde will von seinem Chef einen Job. Wenn Sie ihm das bieten können, haben Sie in ihm einen wunderbaren Freund. Wenn nicht, dann lassen Sie besser die Finger vom Rüden.
Rüden sind einfacher gestrickt, mehr geradeaus, führiger, versuchen aber auch schon mal, durch einen Knurrer Land zu gewinnen. Mit einem Rüden holt man sich einen "König" ins Haus, und ein König will naturgemäß herrschen, was er manchmal schon als Prinz austestet. Ein Hovawart-Rüde ist ein "mächtiger" Hund - in doppeltem Sinne des Wortes. Wenn die Rüdenpower zu 100 % eingesetzt wird, weil der Rüde sich dazu berechtigt fühlt, dann ist er kaum noch zu halten. Die Bremse muss daher bereits im Hovi-Schädel sitzen - und da muss sie sehr frühzeitig installiert werden! Für einen Rüden muss man eine starke Hand haben und sich durchsetzen, aber das sitzt und haftet dann auch schon beim jungen Rüden gut. Madame dagegen neigt zu Nachfragen.
Hat man die Gunst eines Rüden erworben, so bleibt diese ewiglich. Der Rüde verschenkt sich voll und ganz, die Hündin läßt sich dagegen immer eine Option offen. Rüden wissen, wer wo steht - die Hündinnen diskutieren das jedes Mal aufs Neue aus.
Hündinnen sind kleiner und eleganter. Sie haben es faustdick hinter den Ohren. Hovi-Damen haben ihren eigenen Kopf und versuchen oft, trickreich alles nach ihrer Nase zu steuern, ganz subtil, kaum merklich, aber doch fortwährend. Hündinnen sind selbstbewusst und temperamentvoll, können aber auch kompliziert sein, zickig und mimosenhaft Leichter erziehbar sind die Diven nicht unbedingt. Wenn man nicht aufpasst, setzt so eine "eiserne Lady" ihre Ansprüche mit listigem Schlitzohr-Charme durch und wickelt ihren Menschen um die Pfote nach dem Motto: "Ich konnte Dich gerade nicht rufen hören, meine Ohren lagen ungünstig!" Hündinnen versuchen meist hartnäckiger als Rüden, sich Vorteile zu erhalten, die sie einmal als erstrebenswert und erreichbar erkannt haben. Eine Hovawart-Hündin kann ein ausgekochtes Schlitzohr sein. Eine Hündin wird die Fehler des Hundehalters aber eher verzeihen, passt sich einfacher in den Sozialverband ein und ist anschmiegsamer als ein Rüde.
Hündinnen sind durchaus nicht "ohne". Im Gegensatz zu Rüden, die mit großem Getöse Schaukämpfe veranstalten bei denen nicht viel passiert, sind Auseinandersetzungen zwischen Hündinnen oft gefährlich. Hündinnen kämpfen entweder überhaupt nicht oder unerbittlich. Auch die häufigen Stimmungsschwankungen sowie die Läufigkeiten sind durchaus als Nachteil anzusehen. Besonders vor und nach der Läufigkeit leiden viele Hündinnen unter einer gewissen Hörschwäche. In dieser Zeit kommt das gesprochene Wort offensichtlich nicht direkt im Gehirn an sondern nimmt irgendwelche dubiosen Umwege.;-). Nach der Läufigkeit werden Hündinnen scheinträchtig, das ist ganz normal. Bei manchen Hündinnen merkt man nichts davon, andere sind in dieser Zeit wesensreduziert, worauf man beim Training Rücksicht nehmen muss. Ein Rüde ist dagegen das ganze Jahr über voll einsatzfähig.
Auf der anderen Seite sind Hündinnen nur zwei mal im Jahr läufig - Rüden sind dagegen das ganze Jahr über ihrem Geschlechtstrieb unterworfen und können kaum dem Reiz eines "romantischen" Abenteuers widerstehen. Und wenn in der Nachbarschaft viele intakte Hündinnen leben, kann es schon mal stressig werden, wenn Ihr Romeo pausenlos an der Tür sitzt und sich die Seele aus dem Leib heult.
Beide Geschlechter haben also ihre Vor- und Nachteile. Wie mensch damit zurechtkommt, ist nicht zuletzt eine Sache der eigenen Vorlieben. Lassen Sie im Zweifelsfall den Züchter entscheiden, welcher Welpe am besten zu Ihnen passt.

Im Rahmen einer Trennung wird häufig die Frage nach Rechten und Pflichten gestellt. Da vielfach der Vater / Mann der Versorger der Familie ist, lautet die Frage deshalb auch häufig nach Pflichten des Vaters. Der Begriff Vater / Mann steht hier exemplarisch für den Versorger der Familie. Besteht die Trennung (Details siehe Trennungsjahr oder Lebensgemeinschaft) haben natürlich beide Ehegatten unterschiedliche Rechte und Pflichten in verschiedenen Bereichen.

Bei einer Trennung haben beide Ehepartner Rechte an der Wohnung / dem Haus, in dem die Ehegatten zusammen gelebt haben. Sie können weiterhin beide dort wohnen bleiben, müssen aber getrennt leben.

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Ihr Optimismus ist unendlich und sie gehen mit Begeisterung auf fremde Menschen zu, sind sehr kontaktfreudig, verlieren dabei aber mitunter jegliche soziale (oder sexuelle) Hemmungen und werden schnell distanzlos.

Eine Idee jagt die nächste, aber nichts wird zu Ende gebracht. Die Betroffenen reden oft auffallend viel und schnell, können aber nicht bei einem Thema bleiben.

Sie kennen keine Müdigkeit, entsprechend gering ist ihr Schlafbedürfnis, was natürlich irgendwann trotzdem zu einer körperlichen Erschöpfung führt, die jedoch völlig ignoriert wird.

Meist konzentrieren sich die Erkrankten auf angenehme Teilaspekte ihres Lebens und vernachlässigen dabei andere wichtige Dinge und Verpflichtungen. Werden sie von ihrer Umwelt nicht ernst genommen, kritisiert oder aufgehalten, schlägt ihre Stimmung schnell in Aggressionen und Streitlust um. Dieses problematische Verhalten führt oft zu weitreichenden Konsequenzen im privaten wie beruflichen Bereich.

Nicht selten kommt es zu kaufrauschartigen Exzessen und Schulden, durch die erhöhte Risikobereitschaft aber auch zu Unfällen im Straßenverkehr oder beim Sport. Am Ende steht oft der berufliche, finanzielle und private Ruin.

In einer manischen Phase fühlen sich die Betroffenen nicht als krank,- vor allem wenn sie zuvor lange unter einer depressiven Episode gelitten haben, empfinden sie die Manie als eine Art Befreiung. Die häufig frei gesetzte Kreativität, ihre mitreißend gute Laune und scheinbar endlose Energie wird anfangs von der Umwelt ja auch noch positiv registriert.

Daher müssen sie manchmal gegen ihren Willen und zu ihrem eigenen Schutz, bzw. dem Schutz anderer, in eine Klinik aufgenommen und behandelt werden. Ist die manische Phase vorbei, schämen sich die Betroffenen oft für ihre Verhaltensweisen, die sie dann selbst nicht mehr verstehen und nachvollziehen können.

Die einzelnen Phasen dauern unterschiedlich lange an. Sie kommen und gehen oft unregelmäßig. Manchmal dauert eine Phase nur einige Tage, meist jedoch mehrere Wochen oder Monate, wobei die manischen Episoden normalerweise kürzer sind als die depressiven. Zwischen den einzelnen akuten Phasen gibt es oft mehr oder weniger lange Zeitabschnitte, in denen die Betroffenen keine Beschwerden haben und sich gesund fühlen.

Mitunter können diese stabilen Stimmungslagen mehrere Monate oder sogar Jahre andauern. In dieser Zeit sind die Erkrankten voll leistungsfähig und können die Anforderungen des Alltags gut erfüllen.

Nur bei ca. 15 Prozent geht die Erkrankung in einen Dauerzustand ohne symptomfreie Intervalle über.

Die Behandlung der manisch-depressiven Erkrankung erfolgt in erster Linie durch Medikamente. Man unterscheidet die akute Behandlung während der Phasen, um die Symptome abzuschwächen, von einer Rückfall-verhütenden Therapie (Prophylaxe ) zwischen den Phasen, um neue Episoden möglichst zu verhindern.

Bipolare Erkrankungen erstrecken sich oft über viele Jahre. Um mit der Erkrankung umgehen zu lernen und Rückfällen vorzubeugen, kann eine zusätzliche psychotherapeutische Behandlung viel beitragen.

Die Betroffenen lernen ihre Krankheit zu akzeptieren und damit zu leben. Der Therapeut kann gemeinsam mit dem Patienten versuchen die individuellen Auslöser für depressive oder manische Phasen zu finden und ein entsprechendes „Frühwarnsystem“ entwickeln, um rechtzeitig ein Abgleiten in extreme Phasen zu vermeiden.

Der Umgang mit beruflichen, privaten und sozialen Problemen, die durch die Krankheit entstanden sind, ist ebenso Teil der Therapie, wie die Aufklärung über die Erkrankung selbst. Körperliche und psychische Stabilität, ein geregeltes, stressfreies Leben und ausreichend Schlaf und Bewegung können den Ausbruch einer neuen Episode verzögern, manchmal sogar verhindern.

Die manisch-depressive Erkrankung kann einen Menschen stark verändern. Familie und Freunde stehen vor einer schwierigen Situation, denn sie wissen nicht, wie sie mit dem Betroffenen und seiner Krankheit umgehen sollen.

Insbesondere die Lebenspartner und die Kinder leiden darunter, dass die Erkrankten in den Akutphasen ganz oder teilweise in der Familie „ausfallen“. Daher ist auch die Einbeziehung der Familie in die Therapie sehr wichtig. Durch eine entsprechende Aufklärung über die Erkrankung können sie mehr Verständnis für den Kranken und seine Verhaltensweisen entwickeln und erfahren, wie sie mit dem Betroffenen umgehen können.

Selbsthilfegruppen für die Erkrankten selbst, aber auch für deren Angehörige können eine zusätzliche Entlastung darstellen.

Menschen, die an einer bipolaren Erkrankung leiden, haben nicht nur mit dem Problem zu kämpfen, dass sie oft die Unterstützung von Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen verlieren, sondern dass sie von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Mehr Wissen über psychische Erkrankungen kann helfen Vorurteile abzubauen und mehr Verständnis für die Betroffenen und ihre Familien zu entwickeln.

Während bipolare Störungen früher vor allem mit Psychopharmaka behandelt wurden, sind sich Experten heute einig, dass eine Kombination von medikamentösen und psychotherapeutischen oder psychosozialen Behandlungsansätzen am erfolgversprechendsten ist.

Dennoch steht die Behandlung mit Psychopharmaka auch weiterhin im Vordergrund – denn ohne eine geeignete Medikation kommt es kaum zu einer Stabilisierung der manischen oder depressiven Stimmung, und selbst in Phasen stabiler Stimmung ist ein Rückfall sehr wahrscheinlich. Eine Psychotherapie kann diese Behandlung sinnvoll ergänzen und den Betroffenen Fähigkeiten an die Hand geben, die ihnen helfen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Die Art der Medikation ist je nach Krankheitsphase unterschiedlich. Akute manische Phasen werden in der Regel mit Neuroleptika (Antipsychotika) behandelt. Dabei werden vor allem das typische Neuroleptikum Haloperidol oder die atypischen Neuroleptika Risperidon, Quetiapin oder Olanzapin eingesetzt. In einer depressiven Phase werden meist Antidepressiva, insbesondere Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) oder Selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gegeben. Diese werden – anders bei einer unipolaren Depression – oft mit weiteren Medikamenten kombiniert, meist mit einem atypischen Neuroleptikum (zum Beispiel Olanzapin, Quetiapin) oder einem Stimmungsstabilisierer (zum Beispiel Lamotrigin). Ziel dabei ist, die Stimmung langfristig zu stabilisieren und ein „Kippen“ in die Manie zu verhindern. (Medikamentöse Behandlung von Depressionen).

Gemischte Episoden sind wegen der gleichzeitigen manischen und depressiven Symptome besonders schwer zu behandeln. Meist werden hier mehrere Medikamente kombiniert, unter anderem atypische Neuroleptika, Antidepressiva und Stimmungsstabilisierer. Ein wesentliches Element der Therapie ist die Vorbeugung von Rückfallen. Dazu werden Stimmungsstabilisierer wie Lithium oder die Antiepileptika Valproinsäure, Lamotrigin oder Carbamazepin eingesetzt. Lithium hat sich als wirksamstes Medikament gegen Rückfälle erwiesen – das Problem ist jedoch, dass schnell ein zu hoher Lithiumspiegel im Blut entstehen kann, der zu teilweise gefährlichen Nebenwirkungen wie Zittern, Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen führen kann. Bei den Antiepileptika beugt Lamotrigin vor allem depressiven Phasen wirksam vor, während Valproinsäure und Carbamazepin langfristig vor allem Manien verhindern. Wenn bei einem Patienten manische Phasen im Vordergrund stehen, wird ihm oft auch geraten, zur Vorbeugung von Rückfällen langfristig ein atypisches Neuroleptikum zusammen mit Lithium oder einem Antiepileptikum einzunehmen.

In verschiedenen Untersuchungen haben sich mehrere psychotherapeutische und psychosoziale Therapieformen bei bipolaren Störungen als wirksam erwiesen. Dazu gehören die familienorientierte Therapie, die kognitive Verhaltenstherapie, die interpersonelle und soziale Rhythmus-Therapie und die Psychoedukation in der Gruppe. Diese Ansätze können dazu beitragen, dass sich die Betroffenen schneller von einer depressiven oder manischen Phase erholen, später eine weitere Krankheitsphase erleben und deutlich weniger Beeinträchtigungen im Beruf und in ihren sozialen Beziehungen erleben.

Ein wichtigstes Ziel der Therapie ist die Rückfallprophylaxe: Dadurch sollen weitere Krankheitsphasen verhindert bzw. so lange wie möglich hinausgezögert werden. Im Vordergrund steht dabei die Psychoedukation des Patienten und seiner Angehörigen, bei der alle Beteiligten Informationen über die Entstehung der Erkrankung erhalten. Die Patienten lernen außerdem, besser mit Stress umzugehen, Frühwarnsymptome einer manischen oder depressiven Episode rechtzeitig zu erkennen, mit passenden Strategien zu reagieren und insgesamt ein ausgeglicheneres, regelmäßiges Leben zu führen. Außerdem wird gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet, dass die regelmäßige Einnahme der Medikamente wichtig ist.

Während einer depressiven Episode ähnelt die Psychotherapie stark der Behandlung bei einer unipolaren Depression (Depression). Hier geht es zum Beispiel darum, zunächst einen geregelten Tagesablauf zu schaffen und den Patienten zu mehr Aktivität und angenehmen Tätigkeiten zu motivieren. Außerdem werden negative Gedanken hinterfragt und der Patient wird angeregt, soziale Kontakte wieder aufzunehmen. Ein wesentlicher Unterschied bei einer bipolaren Erkrankung ist jedoch, dass der Therapeut immer auf ein mögliches Kippen in eine hypomanische oder manische Stimmung achten muss.

Während einer akuten manischen oder gemischten Phase oder einer schweren depressiven Phase ist eine Psychotherapie kaum möglich. Hier steht die Behandlung mit Medikamenten im Vordergrund, die in den meisten Fällen stationär in einer Klinik erfolgt. Auch in einer hypomanischen Episode ist die Behandlung mit geeigneten Medikamenten wichtig, es ist aber meist kein Klinikaufenthalt notwendig. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Psychotherapie weiterzuführen, weil dies dazu beitragen kann, den Patienten zu stabilisieren.

Eine Paar- und Familientherapie kann bei bipolaren Erkrankungen sehr hilfreich sein und die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall deutlich senken. Insbesondere der familientherapeutische Ansatz von Miklowitz (1997, 2010) hat einen sehr positiven Einfluss auf die Rückfallrate. Wichtige Aspekte bei diesem Ansatz sind die Aufklärung über die Erkrankung und ihre Ursachen (Psychoedukation), Hilfe beim Lösen alltäglicher Probleme (Problemlösetraining), die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und Hilfestellungen bei der Vorbeugung von Rückfällen.

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Vielen Kranken fällt es schwer, einen „Normalzustand“ oder „Normalität“ als erstrebenswert anzusehen. Es kommt deshalb nicht selten zu einer Bevorzugung des hypomanischen Zustands, was häufig zu Compliance-Problemen bei der Phasenprophylaxe führt.

Die Hypomanie ist die abgeschwächte Form der Manie. Besondere Merkmale sind die gehobene Grundstimmung und gesteigerter Antrieb, die mit gleichzeitigen Veränderungen im Denken im Sinne eines sprunghafteren, unkonzentrierteren Denkens (Ideenflut) und einer Veränderung der Psychomotorik verbunden sein können. Durch die gehobene Stimmung kommt es zu einem größeren Selbstbewusstsein, einer erhöhten Risikofreudigkeit und zu Grenzverletzungen. Die Leistungsfähigkeit ist in diesem Zustand am höchsten.

Die Depression verkehrt alle Aspekte der Manie ins Gegenteil und zwingt den Betroffenen zu Apathie und Lustlosigkeit. Bei dieser Erkrankungsphase höchsten Leidens erscheint sehr oft der Tod als besserer Zustand. Auch beschämen dann oft Dinge, die man in der Manie gemacht hat. Eine Depression wird als viel schlimmer empfunden als das „Depressiv-Drauf“-Sein, das auch viele gesunde Menschen gelegentlich durchmachen. Depressive Episoden kommen im fortgeschrittenen Alter häufiger vor.

Manische oder depressive Episoden treten häufig, aber nicht ausschließlich, nach einem belastenden Lebensereignis auf. Das erstmalige Auftreten der Krankheit kann in jedem Alter geschehen. Die ersten Symptome treten jedoch meist zwischen 15 und 30 Jahren auf. Die Betroffenen durchleben in den ersten 10 Jahren meist vier verschiedene Phasen. Häufigkeit und Dauer der einzelnen Phasen sind sehr unterschiedlich. Generell lässt sich jedoch sagen, dass manische Phasen in der Regel etwas kürzer dauern als depressive Episoden, dass die Intervalle zwischen den Phasen im Laufe der Zeit kürzer werden und dass mit zunehmendem Lebensalter häufiger depressive Phasen auftreten und diese länger andauern. Nach einigen Phasen der Krankheit können sich innere Rhythmen ausbilden, die auch unabhängig von äußeren Ereignissen wirken. Mitunter, wenn nach der ersten oder den ersten Episoden keine weiteren mehr auftreten, sie also nicht schnell genug erkannt und adäquat behandelt werden, tritt die bipolare Störung dann bei vielen als eine lebenslange, chronische Erkrankung in Erscheinung.

Es gibt eine Rückkoppelung zwischen den Erlebnissen und dem Handeln einer Person auf der einen Seite und seiner Biochemie und Symptomatik auf der anderen Seite. Mangelnde Einsicht (in den manischen Phasen) ist ein Symptom der Erkrankung, ohne dieses Element wäre das krankheitsbedingte selbstschädigende Verhalten nicht möglich. Je mehr Zeit vergeht, bevor Einsicht erlangt wird, desto stärker werden Hirnstrukturen geprägt, was die Prognose negativ beeinflusst. Hinzu kommt der Einfluss von krankheitsbedingten Entscheidungen (Probleme am Arbeitsplatz und in Beziehungen, Schulden) auf die Lebensoptionen.

Gemäß den neuesten Studien erreichen bis zu 40 % nach Phasen von Manie oder Depression ihr ursprüngliches Funktionsniveau nicht mehr. 40 % der Betroffenen haben einen günstigen psychosozialen Verlauf bzw. können ihr soziales Umfeld bzw. ihre Position in der Gesellschaft erhalten. Im Fall bleibender Symptome wie Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit spricht man von residualen Symptomen. Dauert die Krankheit länger mit mehreren längeren Klinikaufenthalten, besteht die Gefahr, dass der betroffenen Person vielfach der soziale Halt verloren geht, oft auch der Arbeitsplatz. Mitunter zerbricht die Familie.

Die bipolaren Störungen werden unterteilt in Bipolar I und Bipolar II.

Als Bipolar I wird eine 7 bis 14 Tage oder seltener auch länger andauernde manische Episode (Hochphase) bezeichnet, gefolgt von mindestens einer depressiven Episode. Die Bipolar-I-Störung kommt bei etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung vor. Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen.

Bipolar II beinhaltet eine mindestens 14 Tage andauernde depressive Episode, gefolgt von mindestens einer Hypomanie (leichtere Form der Manie). Die Bipolar-II-Störung kommt bei rund vier Prozent der Bevölkerung vor.

Bipolar II-Störungen können mit rezidivierenden depressiven Störungen (Depressionen, die nach einem Zwischenzustand des Normalen immer wieder auftreten) verwechselt werden, wenn die hypomanen Phasen nicht erkannt werden.

Switching (Polaritätswechsel) wird der übergangslose Wechsel zwischen Manie (oder Hypomanie) und Depression genannt.

Bei einer Zyklothymia ICD-10 sind die Betroffenen mindestens zwei Jahre lang leichten manischen und depressiven Schwankungen ausgesetzt, die allerdings immer noch deutlich über den normalen Stimmungsschwankungen liegen. Nach ICD-10 wird die Zyklothymia nicht zur bipolaren Störung gerechnet.

Von Rapid Cycling wird bei mindestens vier Stimmungsumschwüngen im Jahr gesprochen, Ultra Rapid Cycling beschreibt Stimmungsumschwünge innerhalb von wenigen Tagen und Ultradian Rapid Cycling (Ultra-Ultra Rapid Cycling) die Umschwünge innerhalb von wenigen Stunden. Patienten mit einem Rapid-Cycling-Verlauf werden häufig in einer Klinik behandelt. Sie benötigen eine spezielle Therapie, weil der häufige Episodenwechsel mit klassischen Medikamenten oftmals nicht ausreichend behandelbar ist, und daher üblicherweise zu Stimmungsstabilisatoren gegriffen wird. Die Ursachen sind bis zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt. Das Selbsttötungs-Risiko ist bei „Rapid Cycling“ hoch und die Prognose schlechter.

Wenn während einer bipolaren Krankheitsepisode depressive und manische Symptome in rascher Aufeinanderfolge auftreten, oder wenn sich depressive und manische Symptome durch gleichzeitiges Auftreten mischen, nennt man das einen manisch-depressiven Mischzustand oder eine gemischte Episode. Die betroffenen Patienten können z. B. sehr schnell denken oder sprechen, wie es für eine manische Episode typisch ist. Gleichzeitig können sie aber sehr ängstlich sein, Selbstmordgedanken haben und unter gedrückter Stimmung leiden; auch Ultra- und Ultradian Rapid Cycling lassen sich in diesen Episoden bei Patienten feststellen, die sonst nicht von dieser Art des Switchings betroffen sind. Mischzustände treten häufig in der postmanischen Phase auf und sind auch darin begründet, dass Betroffene in der manischen Phase nicht mehr fähig sind, richtig zu schlafen. Sie sind häufig und kommen mindestens so oft vor wie „klassische“ Manien. Der erhöhte Antrieb kann verursachen, dass depressive Gedanken in die Tat umgesetzt werden, so dass das Suizidrisiko in diesen Zuständen wesentlich höher ist als in der reinen Depression, in der der Antrieb gelähmt ist. Wie bei Rapid Cycling finden hier oft stimmungsstabilisierende Psychopharmaka Anwendung. Es handelt sich um schwere Episoden, die schwieriger zu behandeln sind als die klassischen Phasen der bipolaren Erkrankung.

An bipolaren Störungen Leidende haben generell ein um ein Vielfaches erhöhtes Suizidrisiko. Durchschnittlich nahmen sich 15 bis 30% das Leben. In manchen Gegenden – wie für Schottland nachgewiesen – ist die Suizidrate von Betroffenen 23 Mal höher als im Bevölkerungsdurchschnitt, und in manchem Lebensabschnitt – beispielsweise im Zeitraum von zwei bis fünf Jahren nach der Erstmanifestation – ereignen sich besonders viele Suizide. [3] [4] [5]

Besonders riskant sind Depressionen, bei denen die Lähmung des Antriebs noch nicht vorhanden oder bereits wieder etwas verbessert ist, so dass die Selbsttötung umgesetzt werden kann. Auch gemischte Phasen (Mischzustände), bei denen in quälender Weise manische und depressive Symptome zugleich auftreten, bergen infolge der dysphorischen bzw. verzweifelten Stimmung und des enorm hohen Antriebsniveaus ein Selbsttötungs-Risiko. Ein weiterer Grund kann sich auch bei klarer Überlegung zwischen den Phasen halten: Viele Experten halten die Depression für die Krankheit, bei der man am meisten leidet. Menschen, die unter bipolaren Störungen mit ungünstiger Prognose und vielen Phasen zuvor leiden, wissen darum, dass wieder und wieder Depressionen kommen werden.

Die Entstehung einer bipolaren Störung ist höchstwahrscheinlich multifaktoriell bedingt (Vulnerabilität). Sowohl genetische Faktoren als auch psychosoziale Auslöser dürften eine Rolle spielen, d. h. das Erbgut setzt einen Rahmen für die Erkrankungswahrscheinlichkeit (Prädisposition) und die Umfeldfaktoren beeinflussen Entstehung, Verlauf und Ende der Erkrankung.

Bipolare Störungen sind bis zu einem gewissen Grad erblich veranlagt. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Verwandte ersten Grades von Menschen mit einer Bipolar-I-Störung ebenfalls daran erkranken, ist gegenüber der normalen Bevölkerung siebenfach erhöht. Deren Risiko, an irgendeiner Form von Gemütsleiden – an einer affektiven Störung also – zu erkranken, ist um das 15- bis 20-fache erhöht. [6] Bei eineiigen Zwillingen ist bei 60 Prozent der Fälle der zweite Zwilling ebenfalls von der bipolaren Störung betroffen, falls der erste erkrankt ist. Allerdings wird daraus auch deutlich, dass trotz 100prozentig gleichen Erbguts keine 100prozentige Übereinstimmung bei der Krankheit besteht. [6]

Bipolare Erkrankungen sind keine klassischen, reine Erbkrankheiten, die etwa gemäß der Mendelschen Regeln dominant oder rezessiv vererbt werden. Dennoch tragen nach heutigem Wissensstand verschiedene Gene zum Erkrankungsrisiko bei. So wurden bei manisch-depressiven Menschen Veränderungen vor allem auf den Chromosomen 18, 4 und 21 festgestellt. [7] So z. B. an einem Gen, das auf Wirkungen von Stress auf das Nervensystem Einfluss ausübt. Auch genetische Codierungen für das episodenhafte Denken können betroffen sein. Weiter ist ein Gen wirksam, das für Stoffe zur Ausbildung von Nervenscheiden und auch bei Veränderungen in der Pubertät verantwortlich ist. Gene für Monoaminooxidase (MAO), für Serotonin-Transport, für den Aufbau des Noradrenalin-Stoffwechsels sind ebenfalls betroffen.

Jedes einzelne Gen bzw. jeder einzelne genetische Defekt hat hierbei nur einen relativ geringen Effekt. Solche Anlagenträger sind recht verbreitet. Kommen allerdings viele solcherart wirkende Gene bei einer Person zusammen, so hat sie eine große Disposition, bei auslösenden Faktoren im Laufe des Lebens an der bipolaren Störung zu erkranken. [8]

Die Neurotransmitter (die chemischen Botenstoffe), die in Synapsen zwischen den Nervenzellen des Gehirns bei der Informations-Übermittlung hemmend oder verstärkend wirken, zeigen bei bipolar Erkrankten mengenmäßige Abweichungen von dem Zustand bei Nichtbetroffenen. Besonders die Überträgerstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sind hier zu nennen, die auch bei anderen psychischen Störungen eine Rolle spielen.

  • Eine Depression wird durch einen Mangel der Neurotransmitter Noradrenalin und Serotonin begünstigt. Inzwischen gilt eine Störung des gesamten Gleichgewichts verschiedener Transmitter als Ursache depressiver Phasen. Außerdem ist bei Depressiven die Empfindlichkeit und Dichte der Rezeptoren, auf die die Neurotransmitter einwirken, verändert.
  • Eine Manie wird mit einer erhöhten Konzentration der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin begünstigt.

Möglicherweise ist auch der Stresshormon-Gehalt im Blut Erkrankter erhöht (Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin).

Neben genetischen spielen unterschiedliche Faktoren aus der Umwelt eine große Rolle, die in der Lebensgeschichte wirken, wie traumatische Ereignisse (Trennungen, Mobbing, Verlust des Arbeitsplatzes, Vertreibung und Verfolgung, Folter, sexueller Missbrauch/ Vergewaltigung und körperliche Misshandlung im Kindes- und Jugendalter, sowie der Verlust eines geliebten Angehörigen). Ebenso verheerend wirken sich auch sonstiger Stress wie auch alle angstauslösenden Veränderungen aus (so kann z. B. ein Wohnungswechsel Phasen auslösen), vor allem auch psychosozialer Stress, Konflikte in der Partnerschaft, in Familie und Beruf.

Diskutiert wird auch eine Schwächung des Selbstwertgefühls, bei der eine tragende Säule des gesunden Zustandes wegfällt (Stavros Mentzos). Eine große Rolle bei auslösenden Faktoren spielt ein unregelmäßiger Tag-/Nacht-Rhythmus z. B. durch Schichtarbeit oder ein einschneidender Lebenswandel, Schlafmangel, Überarbeitung, Alkohol- und sonstiger Drogenmissbrauch. Schließlich können jegliche Veränderungen phasenauslösend wirken. Bis zu 75 % der Betroffenen berichten im reflektierenden Rückblick, dass sie unmittelbar vor der ersten spürbaren Krankheitsepisode intensiven Stress hatten – Stress allerdings, der bei nicht vulnerablen (solcherart verletzlichen, von Vulnerabilität betroffenen) Menschen keine manische oder depressive Episode ausgelöst hätte, da sie Stress besser körperlich verarbeiten.

Spätere Krankheits-Phasen können immer weniger mit stressenden Ereignissen erklärt werden, bzw. minimaler Stress kann sie bereits auslösen.

Aufgrund mitunter mangelnder Krankheitseinsicht der Betroffenen, insbesondere in manischen Episoden oder bei akuter Suizidgefahr, muss eine Behandlung in der akuten Krankheitsphase bei Manien oder schweren Depressionen manchmal gegen den Willen der Patienten als Zwangsbehandlung erfolgen. In den meisten Fällen zeigen Betroffene jedoch Einsicht und lassen sich auch wegen ihres hohen Leidensdrucks freiwillig behandeln. Wenn allerdings manische Phasen erstmals auftreten, können Betroffene keine Einsicht haben, da sie noch keine Erfahrungen über die schweren negativen Folgen gesammelt haben. Bei vielen kommt die Einsicht erst nach mehreren Phasen. Sehr hilfreich für eine erfolgreiche Behandlung ist, wenn sich die Betroffenen über ihre eigene Krankheit informieren und viel darüber lesen, damit sie selbst nachvollziehen können, welche Behandlung in welcher Phase am besten ist; auch deshalb, dass sie ein rechtzeitiges Gegensteuern, welches für ein geregeltes Leben zwingend notwendig ist, erlernen können. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist die korrekte Diagnose.

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