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Anspruch des Arbeitgebers bei einem Unfall, an dem ein Dritter Schuld hat

Kommt es zu einem Unfall, an dem ein Dritter Schuld ist, dann können Arbeitgeber ihrerseits Forderungen stellen: In der Regel hat der Mitarbeiter nämlich einen Schadensersatzanspruch wegen des Verdienstausfalls. Dieser Anspruch geht dann in Höhe des fortgezahlten Entgelts, der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und gegebenenfalls auch einer zusätzlichen Altersversorgung auf das Unternehmen über, bei dem der Mitarbeiter beschäftigt ist. Es versteht sich von selbst, dass nur dann Ansprüche erhoben werden können, wenn diese Beträge auch tatsächlich fortgezahlt wurden. Damit die Ansprüche schnellstmöglich rechtlich geltend gemacht werden können, ist der Mitarbeiter dazu verpflichtet, seinem Arbeitgeber ohne Umweg alle nötigen Informationen zu liefern. Trägt der Beschäftigte zudem eine Mitschuld, erhält das Unternehmen auch weniger Geld.

Wie ich die Liebe meines Lebens – mich selbst – entdeckt habe

„Um Selbstliebe soll es gehen,“ meinte Tatjana Heidemann Psychologin und Redakteurin auf dem Portal – stunningfemininity.de. Im Interview erzähle ich ihr nicht nur von meinen unzähligen Macken und Fehler sowie meiner Krankheit, sondern auch wie ich die Liebe zu meinem Hintern entdeckt habe.

Liebe Melanie – du in 5 Sätzen. Wie würdest du dich beschreiben?

" data-medium-file="https://www.honigperlen.at/wp-content/uploads/2017/01/IMG_5605-300x230.jpg" data-large-file="https://www.honigperlen.at/wp-content/uploads/2017/01/IMG_5605.jpg" class=" wp-image-988 alignleft" src="http://www.honigperlen.at/wp-content/uploads/2017/01/IMG_5605.jpg" alt="" width="211" height="162" srcset="https://www.honigperlen.at/wp-content/uploads/2017/01/IMG_5605.jpg 900w, https://www.honigperlen.at/wp-content/uploads/2017/01/IMG_5605-300x230.jpg 300w, https://www.honigperlen.at/wp-content/uploads/2017/01/IMG_5605-768x589.jpg 768w" sizes="(max-width: 211px) 100vw, 211px" />Ich bin ein Mensch mit unendlich vielen Macken und Marotten, so dermaßen unperfekt, dass ich ganze Bücher damit befüllen könnte. Ich bin ein Mensch dem das Leben nicht immer gut mitspielt, 600 Tage Dauerschmerz in Kombination mit einer schweren Krankheit, ist das beste Beispiel dafür. Ich bin ein Mensch mit Ängsten und Selbstzweifel.

Kurzum: ich bin wie wir alle – menschlich und unperfekt! Das, was mich auszeichnet ist meine Gabe das Gute im Schlechten zu sehen und mich in jeder Sekunde – TROTZDEM – von Kopf bis Fuß und mit allem dazwischen bis in die Zehenspitzen zu lieben.

Hätte diese Beschreibung auch zu einem früheren Zeitpunkt auf dich zugetroffen? Zum Beispiel als du 20 Jahre jung warst?

Nein, das hätte sie nicht. Aber ich liebe und wertschätze dieses unerfahrene Mädchen, das ich mit zwanzig Jahren war, sehr. Ich danke ihr für all die Fehler und Erfahrungen, die sie gemacht hat, denn hätte sie diese nicht gemacht, so wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin. Und genau dafür bin unendlich dankbar.

Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof. Es beschert einem zahlreiche Herausforderungen und Hürden. Oft werden genau diese Herausforderungen zu Wendungspunkten im eigenen Leben. Welchen Herausforderungen hast du dich bis heute gestellt?

Einer der größten Wendepunkte meines Lebens war mein Ausbruch aus meinem alt gewohnten Leben mit circa 23 Jahren. Damals tauschte ich absolute Sicherheit gegen die Chance ein Leben ganz nach meinen Vorstellungen, erfüllt von Lebensfreude, Berufung und Liebe, führen zu können. Ich verließ alle Komfortzonen – meinen Partner, meine Heimat und meinen Job – auf einmal und ließ mich auf das Ungewisse ein. Und ich habe es keine Sekunde in meinem Leben bereut. Im Gegenteil ich bin dem damals 23-Jährigen Mädchen für all ihren Mut unglaublich dankbar.

Der zweite Wendepunkt war meine Krankheit. Nach Jahren des Glücks, beruflichem und privaten Erfolg, geschah es plötzlich. Es hieß immer dreißig werden tut nicht weh. Das kann ich leider nicht bestätigen. 2015 überfiel mich eine schwere Krankheit, die mir in Folge alles, was mir damals wichtig war unter den Füßen wegzog.

Mehr als 600 Tage litt ich unter Dauerschmerzen. Ein normales Leben war nicht mehr möglich. Ich gab meine gesamten Ersparnisse für Ärzte und Therapien aus, aber nichts half. Ich war am Ende, verzweifelt und hatte all meinen Lebensmut verloren. Da ich nicht mehr arbeiten konnte, machte ich ein berufliches Auszeitjahr. In diesem Jahr geschah die Wende.

Ich beschäftigte mich beinahe Tag und Nacht mit der Kraft meiner Gedanken und Gefühle. Außerdem strotzte ich dem Schmerz und gönnte mir Momente der Lebensfreude. Ich unternahm Verrücktes, erlaubte mir das erste mal im Leben wochenlang einfach nichts sinnvolles zu tun und erlebte darauf ein Wunder. Was hunderte an Ärzten nicht vermochten, vermochte ich selbst. Ich erlebte nach knapp zwei Jahren das erstmal wieder einen schmerzfreien Tag.

Innerhalb von kurzer Zeit wurde ich dann auch medial durch meinen Lebensfreude Blog Honigperlen bekannt. Ich durfte meine Geschichte im TV erzählen, war in der Tageszeitung und schrieb ein Buch. Ich heurigen Jahr erfüllt sich für mich nun ein weiterer großer Traum. Mein Buch „Als ich lernte meinen Hintern zu lieben, war mein Leben eine runde Sache“ wird ab April im Handel sein.

Was hast du dank dieser Herausforderungen gelernt?

Das Leben ist ein Geschenk. So ein verdammt kostbares Geschenk. Ich spüre dieses Geschenk seit meiner Krankheit jeden Tag. Als mir alles genommen wurde, wurde mir plötzlich bewusst, wie viel ich hatte. Nun beschenkt mich das Leben wieder reich, aber diesmal nehme ich es nicht für selbstverständlich. Ich freue mich geschätzt mindestens zehn Mal pro Tag über Dinge, Menschen und Erlebnisse, die mir das Leben schenkt.

Außerdem hat mich meine Geschichte gelehrt, dass alles Schlechte auch sein Gutes hat. Hätte mich meine Krankheit nicht vereinnahmt, auf den Boden geschmissen und durch den Dreck gezehrt, so hätte ich niemals ein Auszeitjahr genommen und meine Honigperlen entdeckt. Damit einher gehen zwei Jahre voller Erlebnisse und Erkenntnisse, die mich genau an jene Stelle meines Lebens, an der ich heute stehe, geführt haben. Und für mein heutiges Glück bin ich unglaublich dankbar.

Du hast einen ganz persönlichen „Leidensweg“ mit einer psychosomatischen Erkrankung hinter dir. Du bist den Weg durch und mit dieser Erkrankung bis heute sehr tapfer gegangen! Heute lebst du dank dieser Geschichte mit einer ganz bestimmten Lebensüberzeugung. Wie lautet sie?
  • Lebensfreude, komme was wolle!
  • Alles Schlechte hat sein Gutes – Vertraue dem Leben.
  • Egal was passiert, ich werde mich immer lieben.
Welche alten Leitsätze/Grundüberzeugungen konntest du bist heute loslassen oder bist gerade dabei sie zu verabschieden?
  • Ich bin nicht genug
  • Ich bin nicht wichtig
  • Ich bin nicht liebenswert
  • Das kannst/schaffst du nicht!
Wie denkst du heute über dich selbst, dich als Frau und über dein Selbstwertgefühl?

Ich bin Hals über Kopf in mich verknallt! Ich liebe all meine Macken und fühle mich wertvoll.

Was lässt dein Herz höher schlagen und was gibt dir Lebenssinn?

Dass meine Texte von tausenden Menschen gelesen werden. Dass ich sie inspirieren darf, ein kleiner Ideenbringer für ihr Leben bin und ich mich durch das Schreiben und das Feedback meiner Leser stetig selbst weiter entwickle.

Außerdem: Meine unbändige Liebe zu mir selbst und zu den einzigartigen Menschen in meinem Leben.

Stell dir vor, da wäre ein junges Mädchen, so um die 11 Jahre. Bald erblüht dieses Mädchen zu einer Frau. Was würdest du ihr gerne über Weiblichkeit und starke Frauen beibringen?

Du bist WERTVOLL und liebenswert – vergiss das bitte niemals!

Was würdest du anderen Frauen (mit einer ähnlichen Geschichte) gerne mit auf Ihren Weg mitgeben?

Alles wird gut! Es wird womöglich niemals mehr wie früher aber es wird gut. Vertraue dem Leben, lerne dich selbst bedingungslos zu lieben und sorge für dein Wohl, wie eine Mutter für das ihres Kindes sorgt.

Ich danke Tatjana herzlich für das tolle Interview und die Ausarbeitung. Hier findest du das gesamte Interview und erfährst mehr über Tatjana und ihr Tun.

PS.: Du hast Lust auf weitere Beiträge zum Thema Mentaltraining und Lebensfreude?

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Eine schwere Krankheit bricht aus: Sie gefährdet die Lebensplanung, stellt alles infrage.

Werde ich wieder gesund? Welche Eingriffe kommen auf mich zu? Werde ich sterben? Diese Fragen tauchen auf – für Erwachsene wie für Kinder.

Um ein schwer krankes Familienmitglied drehen sich alle Gedanken, Hoffnungen und Ängste. Die Familie ist aus dem Gleichgewicht gebracht.

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Eine Paar- und Familientherapie ist bei bipolaren Störungen vor allem deshalb sinnvoll, weil durch die Erkrankung oft Konflikte in der Familie oder der Partnerschaft entstehen. Diese können beim Patienten starke Stimmungsschwankungen auslösen und so die Wahrscheinlichkeit für das „Abrutschen“ in eine Manie oder Depression erhöhen.

Zum Beispiel kommt es häufig vor, dass die Angehörigen die Stimmung des Patienten bereits auffällig finden und sich Sorgen machen, während der Betroffene selbst seinen Zustand nicht als problematisch empfindet. Versuchen die Angehörigen, Einfluss zu nehmen (zum Beispiel durch Aussagen wie „Du verhältst Dich ganz anders als sonst, geh lieber mal zum Arzt“), kann der Betroffene sich schnell bevormundet fühlen. Auf der anderen Seite sind aber auch die Angehörigen durch die Erkrankung oft stark belastet.

In der Therapie haben alle Familienmitglieder die Möglichkeit, ihre Sichtweisen und Probleme – allgemein und in Zusammenhang mit der Erkrankung – anzusprechen. Mit der Zeit lernen sie, die Sichtweisen der anderen besser zu verstehen und versuchen, eine für alle zufrieden stellende Lösung zu finden.

Auch diese Therapieform hat sich bei bipolaren Störungen als hilfreich erwiesen. Therapeut und Patient erarbeiten hier zunächst gemeinsam, welche Faktoren zur Entstehung der Erkrankung beigetragen haben und welche konkreten Risikofaktoren das Auftreten manischer und depressiver Krankheitsphasen begünstigen. Dabei sollen die Patienten meist ein Stimmungstagebuch führen, aus dem sich im Rückblick Stimmungsschwankungen und ihre Auslöser erkennen lassen.

Der Therapeut erarbeitet zusammen mit dem Patienten, wie wichtig eine regelmäßige Einnahme der Medikation ist und regt ihn zu einem ausgewogeneren Lebensrhythmus an. Außerdem werden typische Gedanken und Denkmuster herausgearbeitet, die den Beginn einer Manie oder Depression fördern können (zum Beispiel Gedanken wie: „Ich kann alles schaffen“, „Meine besonderen Fähigkeiten werden nicht richtig gewürdigt“).

In der Therapie werden auch die individuellen Warnsignale erarbeitet, die Anzeichen für eine beginnende Manie / Hypomanie oder Depression sein können. Dies könnte zum Beispiel sein, dass jemand mehr erleben will als sonst, mehr Alkohol trinkt oder deutlich mehr arbeitet als sonst. Dabei üben die Patienten auch, zwischen alltäglichen Stimmungsschwankungen als Reaktion auf bestimmte Situationen (zum Beispiel Ärger über Kritik, Freude über eine bestandene Prüfung) und Gefühlszuständen, die erste Anzeichen einer Manie oder Depression sein können, zu unterscheiden.

In einem Notfallplan wird dann vereinbart, wie der Betroffene auf die Frühwarnzeichen sinnvoll reagieren kann. Dieser Plan enthält meist mehrere Stufen: So soll der Patient bei ersten, leichteren Symptomen zum Beispiel zunächst mehr Ruhe finden, indem er abends Entspannungsübungen macht und nicht zu spät ins Bett geht. Falls die Symptome weiter zunehmen, kann als nächstes eine Bedarfsmedikation eingenommen werden und ein zusätzlicher Termin mit dem Therapeuten vereinbart werden. Als letzter Schritt – wenn die Symptome stark ausgeprägt sind – wird vereinbart, dass der Patient Kontakt mit einer Notfallambulanz aufnimmt.

In der kognitiven Verhaltenstherapie lernen die Patienten auch, allgemeine psychische Fähigkeiten zu verbessern – zum Beispiel, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse besser auszudrücken, Konflikte besser zu bewältigen und offener mit ihrer Erkrankung umzugehen. Oft werden auch wichtige Bezugspersonen in die Therapie einbezogen, so dass Konflikte gemeinsam gelöst werden können.

Dieser Ansatz geht davon aus, dass manische und depressive Stimmungsschwankungen vor allem durch einen unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus ausgelöst werden. Der Schwerpunkt der Therapie liegt deshalb darauf, dass die Patienten einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus und einen relativ regelmäßigen Tagesablauf einhalten. Gleichzeitig werden sie dabei unterstützt, individuelle und zwischenmenschliche Probleme zu lösen.

Auch psychoedukative und soziotherapeutische Ansätze haben sich bei der bipolaren Störung als hilfreich erwiesen. Hier erhalten die Patienten Informationen zur Entstehung ihrer Erkrankung und zu einem besseren Umgang mit ihren Symptomen. Weiterhin können auch Selbsthilfegruppen hilfreich sein: Sie ermöglichen es den Patienten, sich mit anderen über Schwierigkeiten auszutauschen und hilfreiche Informationen zum Umgang mit der Erkrankung zu erhalten.

„Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“. Wer kennt nicht dieses Sprichwort? Im Volksmund beschreibt man damit Personen (vor allen Dingen Teenager), deren Stimmung stark schwankt. Menschen mit Bipolarer Störung - früher auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet - erleben in bestimmten Zeiten noch viel extremere Stimmungshochs bzw. -tiefs. Der Antrieb zu Aktivitäten scheint schier unerschöpflich (Manie oder Hypomanie), gefolgt von Episoden, in denen sich die Stimmung drastisch verschlechtert und kaum noch Antrieb besteht (Depression). Während einer manischen Episode überschätzen die Betroffenen sich selbst stark und können ihre Erregung schwer kontrollieren. Soziale Hemmungen gehen verloren. Oft geben sie auch leichtsinnig Geld aus. In einer depressiven Episode hingegen, geht es vielen Personen so schlecht, dass sie völlig hoffnungslos und verzweifelt sind. Unbehandelt verläuft die bipolare affektive Störung chronisch.

Was für kognitiv-verhaltenstherapeutische Möglichkeiten gibt es?

In den meisten Fällen ist bei dem Vorliegen einer Bipolaren Störung eine medikamentöse Behandlung Voraussetzung für eine Psychotherapie. Beide Behandlungen zielen auf die Verminderung des Rückfallrisikos in eine manische oder depressive Episode. In einer ausführlichen Diagnostik und Anamnese werden typische auslösende Bedingungen erarbeitet (z. B. sensibler Schlaf-Wach-Rhythmus, Belastungen in der Familie oder im Beruf), die im Zusammenspiel mit einer biologischen Verletzbarkeit zu einer erneuten Episode führen könnten. Es hat sich gezeigt, dass Patienten, die an einer Bipolaren Störung leiden, besonders häufig Rückfälle erleiden, wenn ihnen Unverständnis oder Feindseligkeit entgegengebracht werden. Daher sollten Angehörige und Freunde unbedingt in die Behandlung einbezogen werden („Psychoedukative Familienbetreuung“). Wichtige Informationen zur Störung und zur medikamentösen Behandlung werden ausgetauscht und gemeinsam Kommunikations- und Problemlösefertigkeiten eingeübt. Zudem werden Frühwarnsignale gesammelt, die eine erneute psychotische Episode ankündigen, und ein Krisenplan erstellt, der festlegt, wer wie zu handeln hat, wenn der Betroffene im Rahmen der Psychose sich und andere gefährdet. Wesentliche Inhalte der Behandlung werden zur Vermeidung von Rückfallen zusammengefasst.

Die Behandlungsdauer beträgt üblicherweise 45 Sitzungen, die anfangs wöchentlich, später monatlich oder in weiteren Abständen stattfinden. Zusätzlich bestehende psychische Störungen (insbesondere Angststörungen und Einnahme von Drogen oder Medikamenten) können die Behandlung verlängern. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann mit einer pharmakologischen Unterstützung zu einer deutlichen Verringerung und Verkürzung der Episoden verhelfen, wenn es gelingt, den Lebensstil des Betroffenen und der Familie der Bipolaren Störung anzupassen. Der Umgang mit dieser Störung kann für lange Zeit eine tägliche Herausforderung bleiben.

Jacura ist spezialisiert auf die 24h-Betreuung daheim durch Personal aus Osteuropa und möchte Ihnen hier News, Tipps und Einblicke in die 24-Stunden-Pflege und Betreuung geben. Viel Spaß beim Lesen!

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Ich sollte vlt auch noch dazu sagen, dass ich sehr dünn bin ( 1,65m - ca. 50kg)

Guten Tag zusammen, habe folgendes Problem:

Immer wenn irgendwo eine Grippewelle umgeht fange ich mir zu 100% eine ein.

Und zwar ist das komische dass der Krankheitsverlauf bei mir fast immer komplett identisch ist:

Nase ist zu und ich habe Hals, Glieder und Kopfschmerzen!

Das geht dann so 5-7 Tage wo ich auch flach liege (manchmal mit Fieber),

währenddessen kommt dann auch irgendwann Husten dazu und während der Halsschmerz langsam abklingt wandert alles zu den Bronchien wo ich dann nochmal mindestens 5-7 Tage mit einer Bronchitis kämpfe.

Soll heißen ein "normaler" Grippaler Infekt dauert bei mir schon mal gut und gerne 14 Tage. Danach dauert es nochmal ne gute Woche (eher 10 Tage) bis ich mich wieder fit genug fühle um Sport zu machen.

Zu meiner Person: Ich bin männlich 30 Jahre alt und habe früher sehr viel Sport gemacht. Mittlerweile ist es etwas weniger geworden (1-2mal die Woche) da ich Nachtschicht in der Produktion arbeite und mein Beruf mich körperlich richtig heftig fordert. Ich habe vor einem halben Jahr mit Boxen angefangen und habe früher ein paar Jahr lang MMA trainiert.

Ich supplementiere Whey Protein nach dem Sport, Casein vor dem Schlafengehen und zusätzlich noch hochdosiertes Multivitamin, Zink und Glutamin an Trainingstagen bzw. im Winter regelmäßig.

Ich ernähre mich ausgewogen und vernünftig, vitaminreich und Ballaststoffreich.

Ich trinke ausschließlich Wasser.

Ich hoffe das waren jetz nicht zu viele Infos, aber ich bin wirklich verzweifelt was mein Immunsystem angeht.

Gibt es irgendwas wirksames was mein Immunsystem stärken kann?!

Man liest immer überall die gleichen Tipps und nichts zeigt Wirkung.

Eigenblut-Therapie scheidet aus, da mir das Risiko zu groß ist und die Wirkung nicht wissenschaftlich erwiesen.

Die Diagnostik in der ICD-10 unterscheidet zwischen einer manischen Störung (Manie), bei der nur manische Phasen auftreten und einer manisch-depressiven bzw. bipolaren Störung, bei der im Krankheitsverlauf manische und depressive Phasen auftreten.

In der ICD-10 werden drei Schweregrade der Manie unterschieden:

  • Hypomanie (F30.0)
  • Manie ohne psychotische Symptome (F30.1)
  • Manie mit psychotischen Symptomen (F30.2)
    • mit synthymen psychotischen Symptomen (F30.20)
    • mit parathymen psychotischen Symptomen (F30.21)

Folgende Symptome sind besonders charakteristisch für die manische Störung:

  • gehobene Stimmung
  • Steigerung in Ausmass und Geschwindigkeit der körperlichen und psychischen Aktivität

Die diagnostischen Kennzeichen für Hypomanie und Manie in der ICD-10 lauten wie folgt:

  • Für die Hypomanie (F30.0)
    • anhaltende leicht gehobene Stimmung
    • gesteigerter Antrieb und gesteigerte Aktivität
    • gewöhnlich ein auffallendes Gefühl von Wohlbefinden und körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit
    • gesteigerte Geselligkeit
    • gesteigerte Gesprächigkeit
    • übermässige Vertraulichkeit
    • gesteigerte Libido
    • vermindertes Schlafbedürfnis
    • Beeinträchtigung der Konzentration und Aufmerksamkeit
    • übertriebene Geldausgaben

Anstatt der positiven, euphorischen Veränderungen können auch Reizbarkeit, Selbstüberschätzung und flegelhaftes Verhalten vorhanden sein das Ausmass der Veränderungen ist auffällig, aber nicht so ausgeprägt, dass vollständige Arbeitsunfähigkeit oder ausgeprägte soziale Ablehnung resultiert oder grössere Verschuldungen auftreten. Eine deutliche Beeinträchtigung der Berufstätigkeit und der sozialen Aktivität sowie vermehrte Geldausgaben sind dagegen mit dieser Diagnose vereinbar. Die Dauer beträgt mindestens mehrere Tage

„Wenn eine kurze hypomanische Phase nur als Einleitung oder Nachwirkung einer Manie (F30.1 und F30.2) auftritt, soll sie nicht getrennt diagnostiziert werden.“ (ICD-10, S. 133)

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Die manische Episode ist durch eine nicht den Umständen entsprechende gehobene Stimmung charakterisiert. Diese kann zwischen sorgloser Heiterkeit und unkontrollierbarer Erregung schwanken. Die Betroffenen sind rastlos, überaktiv und verspüren einen ständigen Bewegungsdrang. Sie vermeinen über unbegrenzte körperliche und geistige Energie zu verfügen und fühlen sich in keinster Weise psychisch krank. Der Umgang mit anderen Menschen gestaltet sich oft distanzlos, die Betroffenen sprechen typischerweise viel, schnell und hemmungslos.

Konzentration und Aufmerksamkeit sind beeinträchtigt, es besteht eine erhöhte Ablenkbarkeit, oft jagt ein Gedanke den anderen. Das Ausüben eines Berufs ist in diesem Zustand praktisch nicht möglich. Die Betroffenen beginnen beispielsweise unrealisierbare Projekte oder geben leichtsinnig viel Geld aus. Charakteristisch für die Manie ist ein vermindertes Schlafbedürfnis, auch das sexuelle Verlangen (Libido) kann gesteigert sein. Bei sehr schweren manischen Episoden kommt es mitunter auch zu Wahnvorstellungen (Größenwahn, Verfolgungswahn).

Die Hypomanie zeichnet sich durch ein der Manie ähnliches Krankheitsbild aus, allerdings ist es leichter ausgeprägt und dauert üblicherweise kürzer an. Die Symptome erreichen kein derartiges Ausmaß, dass die Erkrankten in ihrer Lebensführung wesentlich beeinträchtigt sind, also etwa ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können oder auf massive soziale Ablehnung stoßen.

Auch in einer hypomanen Episode nehmen die Betroffenen an sich meist keine krankheitswertigen Veränderungen wahr, im Gegenteil, sie fühlen sich meist besonders gesund, vital, attraktiv, kreativ, gesellig, gesprächig und leistungsfähig. Gerade deshalb sollten Angehörige von Menschen mit einer bipolaren Störung besonders aufmerksam sein und bei ersten Anzeichen von gehobener Stimmung oder Antriebssteigerung ärztliche Hilfe suchen. Denn oftmals geht eine Hypomanie in eine Manie über.

Bipolar Erkrankte zeigen in einer depressiven Episode die gleichen Beschwerden wie Menschen mit einer unipolaren Depression, also gedrückte Stimmung sowie Antriebs-, Freud- und Interessenlosigkeit. Selbstvorwürfe und Schuldgefühle können sich einstellen, diese beziehen sich mitunter auf die Konsequenzen manischer Exzesse (z.B. Verlust von Freunden, Schulden). Die Betroffenen zeigen eine gehemmte Mimik, Gestik und Sprache und ziehen sich sozial zurück. Zudem können Appetit und sexuelle Aktivität abnehmen. Typisch sind auch Schlafstörungen mit frühzeitigem Erwachen. Depressive Episoden dauern in der Regel etwas länger als manische.

In der sogenannten gemischten affektiven Episode wechseln sich manische und depressive Zustände sehr schnell ab, gewöhnlich innerhalb von Stunden, und können sogar zugleich vorkommen, etwa im Sinne von einer aggressiv gefärbten Niedergeschlagenheit. Im Mischzustand ist das Risiko für einen Selbstmord (Suizid) besonders hoch.

Dieser Zustand ist ähnlich dem Mischzustand, äußert sich aber in sich häufig ändernden Phasen: mindestens einmal täglich, oft auch im Stundentakt.

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Autoren:
Dr. med. Peter Mahlknecht, Dr. med. Matthias Thalhammer
Medizinisches Review:
Univ.-Doz. Dr. Margot Schmitz, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr. med. Lisa Demel, Mag.(FH) Silvia Hecher,MSc

Stand der Information: August 2012

Was sind Depressionen? Welche Merkmale deuten auf eine depressive Erkrankung hin? Welche Hilfen gibt es? Die Symptome einer depressiven Störung sind sehr vielschichtig und ernst zu nehmen. Es gibt viele Formen der Erkrankung. Angefangen von der depressiven Verstimmung bis hin zur manischen oder Major Depression. Auch Burn out oder Mobbing durch Arbeitskollegen können zu Depressionen führen. Ein Depressionstest kann Aufschluss darüber geben um welche Depressionsform es sich handelt.

Der Inhalt dieses Blogs dient lediglich der Information und dem Erfahrungsaustausch. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt auch keinen Gang zum Arzt oder Psychologen.

Wir übernehmen keine Haftung für die bereitgestellten Informationen.

Quelle: Wikipedia
Lizenz: Creative Commons

Ich bin neulich mal über einen tollen Artikel gestolpert, als ich diesen Song hörte und mal etwas googeln musste. Man merkt oft, dass man mit dieser Krankheit doch nicht ganz allein ist. Obwohl man als Betroffener manchmal dieses Gefühl hat. Auszug aus jetzt.sueddeutsche.de

Im Stück „Schwarze Wolke“ sprichst du über manische Depression. Hast du selbst damit zu kämpfen? Ja, das liegt bei uns in der Familie, in der sich auch schon einige Leute das Leben genommen haben. Das Bild der schwarzen Wolke stammt übrigens aus dem Videospiel Mario Kart, das ich früher gern gespielt habe. Wenn man da mit dem Auto über einen Stern fährt, erscheint eine Wolke, dann ein Blitz, man wird ganz klein und alle Leute können einen überfahren. Diese Vorstellung ist für mich die Versinnbildlichung einer Depression. Da hängt auch permanent eine schwarze Wolke über dir, und wenn die zu regnen beginnt, schrumpfst du und kannst von jeder Nichtigkeit überrollt werden. Das Gefühl kenne ich gut.

Ganzer Artikel: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/569684 Mal in den Song reinhören? Ich kann übrigens das ganze Album “Kompass ohne Norden” empfehlen.

Mit 16 erschien mir alles noch leichter, der Himmel war irgendwie weiter, Die besten Freunde erreichbar, bei den Problemen, die alle Jungs haben, Mit Eltern und Weibern und Geldsorgen leichter, weil da für sowas noch Zeit war. Jedes Ding löst man mit Gaffer und Schweizer, der gute, alte MacGyver. Heut bin ich schon etwas weiter: Abi gemacht, Uni geschafft, Tochter kann sprechen und nennt mich Papa, doch bleibt eine Wolke, ein dunkler Verdacht. Unter meim Dach. Mein Lebenslauf ein unregelmäßiger Slalom. Eltern nerven mit stetiger Warnung: “Denk mal an später, du hast ja keine Ahnung Junge” Höchste Höhen, tiefste Tiefen. An warmen Tagen glaub ich wirklich, Dass mich alle lieben und fühl mich als könnt ich fliegen. Dann kommt die schwarze Wolke, macht mich klein und ich will mich erschießen. Standardkrisen eines manisch Depressiven! Die schwarze Wolke, meine ganz private schwarze Wolke wartet über mir, Macht mich klein, sie wird mich stets verfolgen selbst in überdachten Räumen. Ob bei Nacht, ob über Bäumen schwebt sie über mir, Und macht mich schnell zu einem kleinen Häufchen. Die schwarze Wolke, meine ganz private schwarze Wolke wartet über mir, Sie wird mich stets verfolgen selbst in überdachten Räumen. Manchmal kommt die Sonne raus, ich renn zu Türen, komm heraus. Doch der Horrizont ist eine hohe Wand von schwarzen Wolken. Höchste Höhen, tiefste Tiefen. An warmen Tagen glaub ich wirklich, Dass mich alle lieben und fühl mich als könnt ich fliegen. Dann kommt die schwarze Wolke, macht mich klein und ich will mich erschießen. Standardkrisen eines manisch Depressiven! Gerade ist alles halbwegs in Ordnung, die Miete bezahlt, schon wieder ‘n Jahr. Doch die Decke der Wohnung bewegt sich, ist’s schon wieder so nah. Die Schatten kommen aus den Ecken, schwarze Gedanken fluten den Raum. Momente von Glück ertrinken, die Lichter verschwinden, in dumpfem, pochendem Grau Wege herraus versprechen Tabletten verschrieben von Männern mit schütterem Haar. Trips wie das Leben sie schrieb, zitternd und nah, bitter und wahr. Manchmal sind mir die Menschen zu viel, ich will nicht mehr reden. Sie fragen wie’s geht, ich denke zu Ende doch sage ok. Ich kann nicht tanzen, kann nicht Smalltalk, kann nicht singen, nur lallen. Kann nicht schleimen, kann nicht lügen. Das ist das Schlimmste von allen da. Am Ende des Tunnels ist Licht, doch es ist nur die kurze Strecke, Straße vor dem Nächsten Tunnel, auf dem Weg in Richtung Nichts. Höchste Höhen, tiefste Tiefen. An warmen Tagen glaub ich wirklich, Dass mich alle lieben und fühl mich als könnt ich fliegen. Dann kommt die schwarze Wolke, macht mich klein und ich will mich erschießen. Standardkrisen eines manisch Depressiven!

Bipolare Störung – manchmal auch als manisch-depressive Erkrankung – mit Stimmungsschwankungen, die von den Tiefen der Depression zu den Höhen der Manie assoziiert. Wenn Sie depressiv sind, werden Sie traurig oder hoffnungslos und verlieren das Interesse oder die Freude an den meisten Aktivitäten. Wenn Ihre Stimmung in die andere Richtung verschiebt, können Sie sich euphorisch und voller Energie. Stimmungsschwankungen auftreten nur ein paar Mal im Jahr, oder so oft wie mehrmals am Tag. In einigen Fällen verursacht bipolaren Störung Symptome von Depression und Manie in der gleichen Zeit.

Obwohl bipolare Störung ist eine disruptive, langfristige Zustand können Sie Ihre Stimmungen in Schach, indem Sie einen Behandlungsplan zu halten. In den meisten Fällen können bipolare Störung mit Medikamenten und psychologischer Beratung (Psychotherapie) gesteuert werden.

Bipolare Störung ist in mehrere Subtypen unterteilt. Jedes ein anderes Muster der Symptome. Typen der bipolaren Störung sind:

  • Bipolar-I-Störung. Stimmungsschwankungen mit Bipolar-I erhebliche Schwierigkeiten bei Ihrer Arbeit, Schule oder Beziehungen. Manische Episoden können schwerwiegend sein und gefährlich.
  • Bipolar-II-Störung. Bipolar II ist weniger schwerwiegend als bipolare I. Sie können eine gehobene Stimmung, Reizbarkeit und einige Veränderungen in Ihrem Betrieb haben, aber in der Regel können Sie weiter mit Ihrem normalen Tagesablauf. Statt vollwertigen Manie, haben Sie Hypomanie – eine weniger strenge Form der Manie. Bei der bipolaren II, Zeiten der Depression in der Regel länger als Zeiten der Hypomanie.
  • Zyklothyme Störung. Zyklothyme Störung, auch als cyclothymia bekannt, ist eine milde Form der bipolaren Störung. Mit cyclothymia können Hypomanie und Depression störend sein, aber die Höhen und Tiefen sind nicht so streng wie sie mit anderen Typen der bipolaren Störung sind.

Die genauen Symptome einer bipolaren Störung variieren von Person zu Person. Für manche Menschen verursacht die Depression die meisten Probleme, für andere Menschen sind manische Symptome im Vordergrund. Symptome der Depression und Symptome der Manie oder Hypomanie können auch zusammen auftreten. Dies wird als eine gemischte Folge bekannt.

Manischen Phase einer bipolaren Störung
Anzeichen und Symptome der manischen oder hypomanische Phase einer bipolaren Störung können gehören:

  • Euphorie
  • Aufgeblasen Selbstwertgefühl
  • Schlechtes Urteilsvermögen
  • Schnelles Sprechen
  • Racing Gedanken
  • Aggressives Verhalten
  • Agitation oder Reizung
  • Erhöhte körperliche Aktivität
  • Riskantes Verhalten
  • Spending sprees oder unklug finanziellen Entscheidungen
  • Erhöhte Laufwerk durchzuführen oder Ziele zu erreichen
  • Erhöhter Sexualtrieb
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Leicht abgelenkt
  • Careless oder falschen Gebrauch von Drogen oder Alkohol
  • Häufige Abwesenheit von der Arbeit oder Schule
  • Wahnvorstellungen oder eine Pause von der Realität (Psychose)
  • Schlechte Leistung bei der Arbeit oder Schule

Depressiven Phase einer bipolaren Störung
Anzeichen und Symptome der depressiven Phase einer bipolaren Störung können gehören:

  • Traurigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbstmordgedanken oder Verhalten
  • Angst
  • Schuld
  • Schlafstörungen
  • Low Appetit oder gesteigerter Appetit
  • Müdigkeit
  • Verlust des Interesses an Aktivitäten einst als Spaß
  • Probleme konzentrieren
  • Reizbarkeit
  • Chronische Schmerzen ohne bekannte Ursache
  • Häufige Abwesenheit von der Arbeit oder Schule
  • Schlechte Leistung bei der Arbeit oder Schule

Andere Anzeichen und Symptome einer bipolaren Störung
Zeichen und Symptome einer bipolaren Störung kann auch gehören:

  • Saisonale Veränderungen in der Stimmung. Wie bei Seasonal Affective Disorder (SAD), haben einige Menschen mit bipolarer Störung Stimmungen, die mit den Jahreszeiten wechseln. Einige Leute werden manischen oder hypomanische im Frühjahr oder Sommer und dann depressiv im Herbst oder Winter. Für andere Menschen, wird dieser Zyklus umgekehrt – sie depressiv im Frühjahr oder Sommer und manischen oder hypomanische im Herbst oder Winter.
  • Rapid cycling bipolarer Störung. Manche Menschen mit einer bipolaren Störung leiden rasche Stimmungsschwankungen. Dies wird als mit vier oder mehr Stimmungsschwankungen innerhalb eines Jahres definiert. Doch in manchen Menschen Stimmungsschwankungen auftreten viel schneller, manchmal innerhalb weniger Stunden.
  • Psychose. Schwere Folgen von beiden Manie oder Depression kann in der Psychose führen, eine Loslösung von der Realität. Symptome der Psychose kann falsch, sondern mit Nachdruck vertretene Überzeugungen (Wahnvorstellungen) und Hören oder Sehen von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen).

Symptome bei Kindern und Jugendlichen
Anstatt klare Depression und Manie oder Hypomanie, können die prominentesten Anzeichen einer bipolaren Störung bei Kindern und Jugendlichen gehören explosives Temperament, schnelle Stimmungsschwankungen, rücksichtsloses Verhalten und Aggression. In einigen Fällen treten diese Veränderungen innerhalb von Stunden oder weniger – zum Beispiel kann ein Kind intensivsten Perioden von Schwindel und Albernheit, lange Anfälle von Weinen und Ausbrüche explosive Wut alles an einem Tag haben.

Wenn einen Arzt aufsuchen
Wenn Sie irgendwelche Anzeichen von Depression oder Manie haben, sehen Sie Ihren Arzt oder psychische Gesundheit Anbieter. Bipolare Störung nicht besser auf seine eigenen. Erste Behandlung von einem psychischen Gesundheit mit Erfahrung in einer bipolaren Störung kann Ihnen helfen, Ihre Symptome unter Kontrolle.

Viele Menschen mit einer bipolaren Störung nicht bekommen, die Behandlung, die sie benötigen. Trotz der Stimmung Extreme, Menschen mit bipolarer Störung, oft nicht erkennen, wie viel ihre emotionale Instabilität ihr Leben und das Leben ihrer Lieben stört. Und wenn Sie wie einige Menschen mit einer bipolaren Störung sind, können Sie genießen Sie die Gefühle der Euphorie und Zyklen des Seins produktiver. Und vielleicht auch in finanzieller, rechtlicher oder Beziehung Probleme – allerdings ist diese Euphorie immer von einem emotionalen Absturz, verlassen Sie depressiv können, abgenutzt gefolgt.

Wenn Sie zögern, Behandlung zu suchen sind, in einem Freund anzuvertrauen oder geliebten Menschen, eine Ärztin, ein Glaube Führer oder jemand anderes Sie vertrauen. Sie können in der Lage sein, um Ihnen die ersten Schritte zu einer erfolgreichen Behandlung.

Wenn Sie Selbstmordgedanken haben
Selbstmordgedanken und Verhalten bei Menschen mit einer bipolaren Störung häufig. Wenn Sie oder jemand Sie wissen, ist mit Selbstmordgedanken, Hilfe sofort. Hier sind einige Schritte, die Sie ergreifen können:

  • Kontakt ein Familienmitglied oder einen Freund.
  • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, eine mentale Gesundheit Anbieter oder andere Ärztin.
  • Rufen Sie einen Selbstmord-Hotline-Nummer – in den Vereinigten Staaten, können Sie die gebührenfreie, 24-Stunden-Hotline der National Suicide Prevention Lifeline bei 800-273-8255 zu erreichen, um einem ausgebildeten Berater sprechen.
  • Kontaktieren Sie einen Minister, spiritueller Führer oder jemand in Ihrer Glaubensgemeinschaft.

Wenn die Nothilfe zu bekommen
Wenn Sie möchten, können Sie selbst oder einen Suizidversuch weh denke, rufen Sie 911 oder Ihre örtliche Notrufnummer sofort. Wenn Sie einen geliebten Menschen, der selbst, oder ernsthaft damit geschadet hat, stellen Sie sicher, dass jemand Aufenthalte mit dieser Person. Nehmen Sie ihn oder sie ins Krankenhaus oder rufen Sie für Nothilfe.

Die genaue Ursache der bipolaren Störung ist unbekannt, aber einige Faktoren zu sein scheinen beteiligt bei der Entstehung und Auslösung bipolaren Episoden:

  • Biologische Unterschiede. Menschen mit einer bipolaren Störung scheinen physikalische Veränderungen in ihrem Gehirn haben. Die Bedeutung dieser Veränderungen ist noch ungewiss, aber kann schließlich helfen, punktgenaue Ursachen.
  • Neurotransmitter. Ein Ungleichgewicht in natürlich vorkommenden Chemikalien im Gehirn als Neurotransmitter scheint eine wichtige Rolle bei der bipolaren Störung und anderen affektiven Störungen spielen.
  • Hormone. Imbalanced Hormone können bei der Entstehung oder Auslösung einer bipolaren Störung beteiligt sein.
  • Vererbte Merkmale. Bipolare Störung ist häufiger bei Menschen, die einen Blutsverwandten (wie ein Geschwister-oder Elternteil) haben mit der Bedingung. Forscher versuchen, Gene, die bei der Entstehung von bipolaren Störung beteiligt sein können zu finden.
  • Umwelt. Stress, Missbrauch, signifikanten Verlust oder andere traumatische Erfahrungen eine Rolle spielen kann bei der bipolaren Störung.

Faktoren, die das Risiko der Entwicklung einer bipolaren Störung erhöhen können umfassen:

  • Mit Blutsverwandten wie Eltern oder Geschwister mit bipolarer Störung
  • Zeiten hoher Belastung
  • Drogen-oder Alkoholmissbrauch
  • Wichtige Veränderungen im Leben, wie der Tod eines geliebten Menschen
  • Being in Ihren frühen 20er Jahren

Bedingungen, die häufig auftreten, mit einer bipolaren Störung
Wenn Sie bipolaren Störung haben, können Sie auch einen anderen Gesundheitszustand, die vor oder nach Ihrem Diagnose einer bipolaren Störung diagnostiziert ist. Solche Bedingungen müssen diagnostiziert und behandelt werden, weil sie bestehende bipolare Störung verschlimmern kann. Dazu gehören:

  • Angststörungen. Beispiele sind post-traumatischen Belastungsstörung (PTSD), soziale Phobie und generalisierte Angststörung.
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). ADHS hat Symptome, die mit einer bipolaren Störung überlappen. Aus diesem Grund kann bipolaren Störung schwer von ADHS unterscheiden. Manchmal ist man für den anderen falsch. In einigen Fällen kann eine Person mit beiden Bedingungen diagnostiziert werden.
  • Sucht oder Drogenmissbrauch. Viele Menschen mit einer bipolaren Störung auch Alkohol, Tabak oder Drogenproblemen. Drogen oder Alkohol mag, um die Symptome zu lindern, aber sie können tatsächlich auslösen, verlängern oder verschlimmern Depression oder Manie.
  • Physikalische gesundheitliche Probleme. Menschen mit einer bipolaren Störung diagnostiziert sind eher auf bestimmte andere gesundheitliche Probleme, darunter Herzerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen und Übergewicht haben.

Unbehandelt kann bipolaren Störung schwerwiegende Probleme, die jeden Bereich Ihres Lebens beeinflussen führen. Diese können sein:

  • Probleme im Zusammenhang mit Substanz und Alkoholmissbrauch
  • Rechtliche Probleme
  • Finanzielle Probleme
  • Relationship Probleme
  • Isolation und Einsamkeit
  • Schlechte Arbeit oder Schulleistungen
  • Häufige Abwesenheit von der Arbeit oder Schule
  • Selbstmord

Du bist wahrscheinlich durch Ihren Hausarzt oder einen Hausarzt zu starten. Allerdings, in einigen Fällen, wenn Sie einen Termin nennen, können Sie sofort zu einem Arzt, der in der Diagnose und Behandlung von psychischen Gesundheitszustand (Psychiater) spezialisiert bezeichnet werden.

Weil Termine können kurz sein, und weil es oft eine Menge Boden zu decken, ist es eine gute Idee, auch für den Termin vorbereitet werden. Hier einige Informationen, die Ihnen helfen bereit für Ihre Bestellung, und wissen, was Sie von Ihrem Arzt erwarten.

Was Sie tun können

  • Schreiben Sie alle Symptome, die Sie hatten, haben auch etwaige scheint nichts mit dem Grund, aus dem Sie geplant, die Ernennung kann.
  • Notieren Sie wichtige persönliche Informationen, einschließlich aller wesentlichen Belastungen oder letzten Veränderungen im Leben.
  • Machen Sie eine Liste aller Medikamente, Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.
  • Nehmen Sie ein Familienmitglied oder einen Freund mit, wenn möglich. Manchmal kann es schwierig sein, alle Informationen, die Sie während eines Termins erinnern. Jemand, der Sie begleitet erinnern sich vielleicht an etwas, was man verpasst oder vergessen.
  • Notieren Sie sich Fragen zu stellen, mit Ihrem Arzt.

Ihre Zeit mit Ihrem Arzt kann begrenzt werden, so bereitet eine Liste von Fragen vor der Zeit wird Ihnen helfen, das Beste aus Ihrer Zeit zusammen. Bei Problemen im Zusammenhang mit einer bipolaren Störung, sind einige grundlegende Fragen Sie Ihren Arzt fragen:

  • Muss ich bipolaren Störung?
  • Gibt es noch andere mögliche Ursachen für meine Symptome?
  • Welche Arten von Tests benötige ich?
  • Welche Behandlungsmethoden gibt es? Welche wollen Sie mir empfehlen?
  • Welche Nebenwirkungen sind möglich mit dieser Behandlung?
  • Was sind die Alternativen zu den primären Ansatz, dass Sie vorschlagen?
  • Ich habe diese anderen gesundheitlichen Bedingungen. Wie kann ich am besten verwalten diese Bedingungen zusammen?
  • Sollte ich einen Psychiater oder anderen psychischen Anbieter?
  • Gibt es eine generische Alternative zu dem Medikament bei Ihnen verschreiben mir bist?
  • Gibt es irgendwelche Broschüren oder anderen gedruckten Unterlagen, die ich mit nach Hause nehmen kann? Welche Websites empfehlen Sie besuchen?

Zusätzlich zu den Fragen, die Sie vorbereitet haben Ihren Arzt fragen, zögern Sie nicht, Fragen während Ihres Termins jederzeit verlangen, dass Sie nicht verstehen, etwas zu fragen.

Was erwarten Sie von Ihrem Arzt
Ihr Arzt wahrscheinlich fragen Sie eine Reihe von Fragen ist. Bereit zu sein, sie zu beantworten reservieren können Zeit zu gehen über alle Punkte, die Sie wollen mehr Zeit zu verbringen. Ihr Arzt kann fragen:

  • Wann haben Sie oder Ihre Lieben erst beginnen zu bemerken, Ihre Symptome von Depression, Manie oder Hypomanie?
  • Wie oft tun Sie Ihre Stimmungen ändern?
  • Hatten Sie jemals Selbstmordgedanken, wenn Sie deprimiert sind?
  • Wie stark sind Ihre Symptome? Haben sie mit Ihrem täglichen Leben oder Beziehungen stören?
  • Haben Sie Blutsverwandten mit einer bipolaren Störung oder eine andere affektive Störung?
  • Welche anderen geistigen oder körperlichen Gesundheitszustand haben Sie?
  • Trinken Sie Alkohol, Zigaretten rauchen oder benutzen Straße Drogen?
  • Wie viel wissen Sie nachts schlafen? Ist es im Laufe der Zeit ändern?
  • Haben Sie durch Zeiten gehen, wenn Sie Risiken, die Sie normalerweise nicht nehmen würde, wie ungeschützten Sex oder unklug, spontane finanzielle Entscheidungen zu treffen?
  • Was, wenn überhaupt, scheint Ihre Symptome verbessern?
  • Was, wenn überhaupt, scheint sich Ihre Symptome verschlimmern?

Wenn Ärzte vermuten, jemand hat bipolare Störung, sie in der Regel tun, eine Reihe von Tests und Prüfungen. Diese können helfen, um andere Probleme, zu lokalisieren, eine Diagnose und auch für alle damit verbundenen Komplikationen zu überprüfen. Diese können sein:

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Während der Trennung kann unter bestimmten Voraussetzungen der Zugewinn ausgeglichen werden und es können Regelungen für die Zeit nach einer Scheidung getroffen werden (siehe auch Scheidungsfolgenvereinbarung).

Einige Beispiele zu den Rechten

  • Jeder Ehegatte hat das Recht sich von dem Anderen zu trennen und nach Ablauf der einjährigen Trennung (Trennungsjahr) den Scheidungsantrag bei dem zuständigen Familiengericht einzureichen.
  • Ab der Trennung entsteht das Recht, Unterhalt von dem anderen Ehegatten zu verlangen, wenn der andere Ehegatte höhere Einkünfte hat als der Ehegatte, der Unterhalt verlangt.
  • Jeder Ehegatte hat das Recht sein Einkommen selbst zu erhalten.
  • Es entsteht das Recht, Kindesunterhalt zu verlangen, für denjenigen Elternteil, der das oder die Kinder betreut.
  • Es entsteht das Recht daß der Ehegatte das Kindergeld erhält, der die Kinder betreut (Antrag bei der Kindergeldkasse).
  • Es entsteht das Recht auf Umgang mit den Kindern. Das Recht hat derjenige, bei dem die Kinder nicht leben.
  • Es entsteht das Recht eine Regelung betreffend die Ehewohnung zu verlangen, also der Wohnung oder dem Haus, in dem die Ehegatten oder die Familie zuletzt zusammen gelebt hat.
  • Es entsteht das Recht, eine Aufteilung des Hausrats und der Haushaltsgegenstände zu verlangen.

Einige Beispiele zu den Pflichten

  • Der Ehegatte, der Unterhalt bekommt, ist verpflichtet, dem anderen Änderungen in seinen Einkommensverhältnisses mitzuteilen. Geschieht das nicht, kann Unterhalt verwirkt werden, also ganz wegfallen oder herabgesetzt werden.
  • Es entsteht mit der Trennung die Pflicht beider Eltern, alles zu unterlassen, was den Umgang und das Verhältnis zu dem jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert.
  • Jeder Ehegatte trägt seine Kosten selbst und muß sich an gemeinsamen Schulden hälftig beteiligen, wenn keine Berücksichtigung bei der Unterhaltsbemessung vorgenommen wurde und / oder eine andere Verteilung unter den Ehegatten berechtigt ist.

Krankenversicherung für EU-Ausländer in Deutschland

Häufig können EU-Bürger Mitglied einer deutschen Krankenkasse werden

EU-Bürger dürfen in jedem Land der Europäischen Union leben und arbeiten. Diese „Freizügigkeit" ist eines der zentralen Rechte im gemeinsamen Binnenmarkt. Dazu gehört eine gute Absicherung im Krankheitsfall, häufig sogar eine Krankenversicherung vor Ort.

EU-Ausländer sollen nicht gegenüber denjenigen benachteiligt werden, die schon immer in einem Land wohnen - erst recht nicht bei der Krankenversicherung. EU-Bürger in Deutschland haben damit einen Anspruch auf Unterstützung im Krankheitsfall, wie ihn andere Bürger in Deutschland auch haben. Allerdings hängt es vom Status des EU-Ausländers in Deutschland ab, wie der Krankenversicherungsschutz konkret umgesetzt wird.

Wer gerade erst aus einem EU-Mitgliedsland nach Deutschland gekommen ist, kann meistens vorübergehend seine Krankenversicherung behalten, in der er zuletzt versichert war. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC ist eine Behandlung in Deutschland möglich. Sie ist aber beschränkt auf Notfallbehandlungen.

So finden Ausländer und EU-Bürger eine geeignete Krankenversicherung in Deutschland: Hier Informationen anfordern oder gleich online die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse beantragen.

Zum Krankenkassen-Beitritt für Ausländer und EU-Bürger.

Den vollen Leistungsumfang erhalten Ausländer, wenn sie Mitglied einer deutschen Krankenkasse werden. Nicht nur aus diesem Grund werden die meisten EU-Bürger in Deutschland so bald wie möglich eine deutsche Krankenversicherung abschließen. Oftmals ist die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse sogar gesetzlich vorgeschrieben, so zum Beispiel für angestellte Arbeitnehmer. In diesem Fall können auch Ausländer, die nicht aus EU-Mitgliedsstaaten kommen, in eine gesetzliche Krankenkasse aufgenommen werden.

Bei selbstständiger Tätigkeit oder während der Jobsuche ist die Lage für EU-Bürger in Deutschland nicht so eindeutig wie bei Arbeitnehmern. Auch in diesen Fällen ist eine Krankenversicherung in Deutschland jedoch fast immer möglich: Entweder bei einer von über 100 gesetzlichen Krankenkassen oder in einer privaten Krankenversicherung. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten:

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NepaliMed-Schweiz unterstützt und fördert zusammen mit dem Dhulikhel Hospital das Gesundheitswesen in Nepal.

Unser Projekt "Klinikaktion"

Der Hovawart - ein Traumhund?
Rassespezifische Eigenheiten
Rassengeschichte des Hovawarts - eine neue "alte" Rasse
Der Hovawart - eine gesunde wesensfeste Rasse
Wie findet man einen guten Hovawart-Züchter?
Ist der Hovawart ein Gebrauchshund oder ein Familienhund?
Der Hovawart - ein Hund mit Charakter
Der "dominante" Hovawart
Körperliche und geistige Beschäftigung des Hovawarts
Verträglichkeit - der Hovawart und die anderen Hunde

Der Steckbrief des Hovawarts
Ein aktiver Hund für aktive Menschen

Ob ausgebildet oder nicht, er wird in mancherlei Hinsicht
immer ein selbständiger Hund sein.
Carol Lea Benjamin

Der Hovawart - ein "Traumhund"?
Wunsch und Wirklichkeit

Den Hovawart lernt man erst kennen
und dann lieben!

Der Hovawart ist schon ein großartiger Hund. Außer seinen guten Eigenschaften als Gebrauchshund und "Wächter der Habe" ist der Hovawart auch ästhetisch beeindruckend: Seine sanften Körperlinien, sein freundliches Gesicht, sein langes aber nicht wuscheliges Haarkleid und seine attraktive Fellfärbung verleihen ihm seine Schönheit. Sein stolzes Auftreten verleiht ihm Erhabenheit; es scheint, als sei er sich seiner Schönheit und Anmut bewusst. Und dass der Hovawart einen harmonischen, wohl proportionierten, nicht überzüchteten Körper hat, verleiht ihm Vitalität, Ausdauer und Gesundheit. Es ist eine Freude, den Hovawart laufen zu sehen: elegant, kraftvoll und verblüffend schnell. Und - was noch viel wichtiger ist - er zeigt ein ganz ausgezeichnetes Verhalten, verbunden mit einer hohen Lernfähigkeit und Lernbereitschaft.

Diese starke Hunde-Persönlichkeit mit ihrem edlem Erscheinungsbild ist ein wunderbarer Begleiter, mit dem man auch in der heutigen, teilweise sehr erschwerten Zeit für Hundehalter, durchaus recht positiv auffallen kann. Wenn man mit einem Hovawart unterwegs ist, erntet man oft Bewunderung für diesen imposanten, prachtvollen Bilderbuchhund, der so brav neben seinem Menschen herläuft und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Und oft hört man dann Sätze wie: "Aaach, ist deeeeer aber liiiieeb!" oder auch "Das ist aber ein schöner Hund - darf man den streicheln?"

So manch einer, der ein solches Dream Team sieht, verliebt sich spontan in diese Rasse und möchte auch so einen wunderbaren Hund haben. Aber so ist der Hovawart nicht automatisch. Man muss viel Erziehungsarbeit in seinen Prachtkerl stecken, bis er ein so angenehmer Begleithund ist. Der Hovawart steckt voller Qualitäten und die vielen Pluspunkte müssten eigentlich für einen der ersten Plätze in der Rassen-Hitparade reichen. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: seine Dickköpfigkeit, seine Sturheit, seine Dominanz. und wenn man nicht aufpasst, gibt er auch schon mal "Widerworte". - Ein Traumhund ist der willensstarke Hovawart nur dann, wenn man ihn zu nehmen weiß. Gerade beim Hovawart kommt es darauf an, was man daraus macht. Bei einem Menschen, der sich bei Hunden durchsetzen kann, wirkt der Hovawart durchaus leichtführig. Dann ist er verspielt, geradeaus, berechenbar, sehr anhänglich - ein aufmerksamer Mitarbeiter und klasse Kumpel.

Der Hovawart - KEIN SoDa-Hund
Es gibt immer wieder Stimmen, die vom Hovawart abraten, weil es mit ihm oft Probleme gäbe. Deshalb sollte man schon beim Kauf auf kontrollierte Zucht mit strengen Wesensüberprüfungen achten. Vor allem aber ist der Hovawart ein Hund, der vorwiegend nach optischen Kriterien ausgewählt wird - gerade auch von Menschen mit wenig Hundeerfahrung, die eigentlich nur einen Sofawart, einen einfachen Mitläufer suchen. Aber Hovawarte (vornehmlich die Rüden) sind schon eine besondere Rasse: selbstbewusst und mit eigenem Kopf. Schwierig werden sie dann, wenn es der "Herrschaft" an Konsequenz und Durchsetzungsfähigkeit fehlt. Der Hovawart braucht von kleinauf eine resolute Erziehung und nicht erst, wenn er aus dem "Süss-Alter" herausgewachsen ist. Klare Regeln von Anfang an - dann klappt es auch mit dem Hovi. Leider nennen zu viele ungeeingnete Menschen einen Hovawart ihr Eigen und sind mit dieser starken Persönlichkeit absolut überfordert. Auch wenn er einfach nur "so da" sein soll als netter Begleit-Schmusehund und keine Ansprüche stellen darf, wird ein temperamentvoller Hovawart schwierig. Ein Hovawart muss geführt werden, sonst macht er, was ER will. Wenn der Hund dann selbst das Handeln übernimmt ist das bei einem so großen Hund immer ein Problem. Deshalb möchte ich hier die Eigenschaften dieser faszinierenden Rasse etwas genauer beschreiben und auch die potentiell unangenehmen Seiten nicht verschweigen. Denn je mehr man vom Hovawart weiß, desto gezielter kann man den Grundstein für ein harmonisches Mensch-Hund-Team legen. Ein charakterstarker Hovawart ist eine Herausforderung, er hält seinem Hundeführer den Spiegel vor. Aber wenn man sich dem stellen will, Spaß an der Hundeerziehung hat und auch bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, dann wird der Hovawart zum Traumhund. Dann steht fest: einmal Hovawart - immer Hovawart.

Der Hovawart kann süchtig machen. In den richtigen Händen ist er der beste Hund der Welt. Wir werden uns wohl immer wieder für einen Hund dieser Rasse entscheiden. Und - seien wir mal ehrlich - welcher Hund, egal welcher Rasse, erzieht sich schon selbst??

Da weiß man, was man hat!
Rassespezifische Eigenheiten

Dinge, die einen Terrier in Aufregung versetzen,
werden von einer Dogge unter Umständen nicht einmal bemerkt.
Smiley Banton

Pauschale Aussagen über Wesens- und Verhaltensmerkmale einer Rasse gehen mir eigentlich ein wenig gegen den Strich; denn es gibt eigentlich kaum DAS rassetypische Verhalten, DEN typischen Hovawart. Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine ganz persönlichen Eigenarten. Gerade die Persönlichkeit des Hovawarts schillert in vielen Facetten - das ist eine der Tatsachen, die den Reiz dieser unvergleichlichen Hunderasse ausmachen und den Halter zum Hoviholic machen.

Wer sich - ohne viel Überlegungen - irgendwo einen Hovawart kauft, der greift in eine Wundertüte. Er kann einen allzeit bereiten Setter-ähnlichen Sportsfreund gewinnen, er kann aber auch einen gelassenen, Kuvasz-ähnlichen Sturkopf bekommen. Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Kauf gründlich umzuhören und sich zu überlegen, welchen Typ Hovawart man haben will. Es gibt in allen drei Vereinen im VDH (RZV, HZD, HC) derbe und eher schlanke, sportliche und eher ruhige Vertreter dieser Rasse. Ausschlag gebend ist das Zuchtziel des jeweiligen Züchters. Fragen sie ihn danach. Als Familienhund sind sie alle sehr gut geeignet.

Der Hovawart ist eine verhältnismässig junge Rasse, obwohl sein Ursprung weit zurück in der Vergangenheit liegt. In mittelalterlichen Schriften wird er als zuverlässiger, mutiger Wächter und Verteidiger des Hofes beschrieben. Sein Name leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort "Hovawart" oder auch "Hofwarth" - Wächter der Habe (hova) und des Hofes - her. Schon im 13. Jahrhundert wurden die "großen hofwarten, zotthaarig und hängeohrig" von Albertus Magnus erwähnt und in ihrer Funktion "zum ußspüren der dieb und der bösewicht" beschrieben. In einer Übersetzung heißt es: "Ein Hund heißt Hovewart, der jemanden Häuser und Höfe Tag und Nacht hütet. " Auch in Berichten und Bildern des 15. Jahrhunderts erscheint die Rasse als Aufspürer von Dieben. Somit haben wir den Hofwart oder Vor-Schäferhund als "Polizeihund" schon über 700 Jahre.

Der heutige Hovawart ist eine Rekonstruktion dieses alten Hof- und Bauernhundes, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Man wollte eine neue Schutzhunderasse züchten, die im Gegensatz zum Deutschen Schäferhund über eine gewisse Eigenständigkeit verfügt. Als Kurt Friedrich König und sein Vater Bertram König nach "überlegsamen Hunden", d.h. Hunden mit der Fähigkeit zu situationsgerechtem Handeln suchten, stießen sie immer wieder auf diese starkknochigen, lang- oder zotthaarigen Hunde mit Hängeohren.

Erste Versuche zur Rekonstruktion des Hovawarts gehen auf die Jahre vor 1910 zurück. Im Zuchtbuch wurde 1922 der erste Wurf von C. König eingetragen. Von geplanten Verpaarungen in Richtung Hovawart kann aber erst ab der Gründung eines neuen Hovawart-Schutzhunde-Vereins 1924 ausgegangen werden. Damit begann die eigentliche Reinzucht des Hovawarthundes, aus der König sich aber bereits 1926 für einige Jahre weitgehend zurückzog, um sich anderen Themen zu widmen.
König hatte als Zuchtziel von Anfang an gefordert, "eine ausgesprochene Polizei- und Schutzhundrasse" zu züchten. Alle Züchter der ersten Jahre unterstützten diese Zielsetzung, und viele bildeten ihre Hunde aus, und legten Schutzhundprüfungen ab. Diese engagierten Züchter übernahmen nun die Herauszucht des großen mittelalterlichen Hofhundes im 1931 neu gegründeten "Reichsverband der Schutzhund-Leistungszüchter" (RSL). Dazu verwendeten sie ausgewählte Bauernhunde aus dem Schwarzwald, Odenwald und Harz - karge Gegenden mit abgelegenen Höfen, rauhem Klima und einem idealen Betätigungsfeld für wetterfeste, robuste, zuverlässige Hofwächter. Diese Typhunde, also Hofhundbastarde, kamen dem Idealbild relativ nahe. Man hoffte, dass sich der ursprüngliche Hovawart in diesen Hunden erhalten hatte. Diese wurden mit verschiedenen Rassehunden gekreuzt: dem Kuvacz, dem Neufundländer, dem Sennenhund und dem Leonberger. Von besonderer Bedeutung ist die Einmischung langzotthaariger "altdeutscher Schäferhunde", die einen Anteil von fast 25 % erreichten. So war eine breite genetische Basis für die weitere Zucht geschaffen.
Durch starke Selektionsmaßnahmen wurde der ursprüngliche Gebrauchshundetyp des Hovawarts wieder erreicht. Zuchtziel war die Erzüchtung eines deutschen Leistungshundes mit Mut, Schärfe, Kraft, Gewandtheit, Ausdauer, Widerstandsfähigkeit, Arbeitswille und Klugheit. 1937 wurde der Hovawart als Rasse anerkannt, aber noch 1940 wurde als letzte Einkreuzung eine sehr wahrscheinlich windhundähnliche "afrikanische Wildhündin" der Blutmischung zugeführt. 1944 wurde der Genpool dann geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg war der Bestand der Zuchttiere stark zurückgegangen. Die Züchter begannen - zunächst vereinzelt und auf sich alleine gestellt - die Zucht weiterzuführen und schlossen sich erst im Laufe der Zeit in eigenen Landesgruppen zusammen. So entstanden je nach Region unterschiedliche Hovawarttypen. Als der Hovawart 1964 wegen seiner hervorragenden Arbeitseigenschaften als 7. Dienstgebrauchshundrasse anerkannt wurde, war das ursprüngliche Zuchtziel erfüllt.
Bereits 1965 begann man mit der systematischen Bekämpfung der Hüftgelenksdysplasie (HD).

Mit Castor Meyer-Busch, gew. 1932,
erfolgte die systematische
Durchzüchtung der neuen Rasse.

Der Hovawart ist ein ausgesprochen schöner Hund: groß und stattlich, dabei aber nicht schwerfällig sondern elegant. Eine besonders gesunde Rasse, bei der die Körperproportionen stimmen. Diese bemerkenswerte Rasse ist immer noch sehr variationsreich, so dass es oft gar nicht so einfach ist, einen Hovawart als Hovawart zu erkennen. So manch einer, der noch keinen Hovi kennt, glaubt fest, einen Mischling vor sich zu haben. Und wirklich scheint der Hovawart einen stabilisierten Grundtyp des Hundes darzustellen, der sich stark durchsetzt, wenn untereinander verschiedene Rassen oder Mischlinge gekreuzt werden. Für mich ist der Hovawart der schönste "Mischling" der Welt.

Durch einen breiten Zuchtansatz sind die in der modernen Hundezucht sonst so üblichen Inzuchtprobleme mit all ihren negativen Folgen beim Hovawart unbekannt. Zu verdanken ist dies den wohl strengsten Zuchtrichtlinien innerhalb der gesamten Rassehundezucht. Im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) wird allgemein anerkannt, dass der RZV führend in der Bekämpfung von Erbkrankheiten ist und die Rasse Hovawart im Vergleich zu anderen Rassen überproportional gesund ist. Selbst häufige Erbkrankheiten liegen beim Hovawart unter 1 %. Das gilt allerdings nur für die innerhalb des VDH gezüchteten Hovawarte (also z.B. RZV) und nicht für Zuchten anderer Vereine!

Bei den Hovawart-Vereinen im VDH stehen Zucht auf gutes Wesen und Gesundheit an vorderster Stelle. Krankheiten wie OCD, Hypothyreose und erbliche Herzerkrankungen sind bei Hovawarten äußerst selten. Insbesondere die gefürchtete erbliche Hüftgelenksdysplasie ist durch jahrzehntelange Selektion auf HD-freie Tiere bis auf wenige Prozent zurückgedrängt worden. Ca. 75 % aller RZV-Hovawarte werden auf HD geröntgt, davon sind über 90 % HD-frei (A). Hunde mit mittlerer oder schwerer HD sind bei den 3 dem VDH angeschlosenen Hovi-Vereinen (!) inzwischen sehr selten. In den letzten 10 Jahren hatten im RZV nur 1 % der Hunde HD-D und nur 0,3 % HD-E. Nicht umsonst gilt der Hovawart bei Experten als eine Art Vorzeigerasse für erfolgreiche züchterische Bekämpfung dieser Erbkrankheit. Der RZV züchtet nicht nur mit HD-freien Tieren, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, sondern setzt seit fast 20 Jahren zusätzlich noch eine modernste computer-unterstützte Zuchtwertschätzung unter Einbeziehung aller Verwandten der Zuchttiere ein. Dadurch wurde es möglich, unter den HD-freien Hunden die guten Vererber von den genetisch belasteten zu unterscheiden, so dass Zuchtleiter und Zuchtwarte Chancen und Risiken geplanter Verpaarungen noch besser einschätzen können. Deshalb versucht man, von möglichst vielen Hovawart-Hunden Daten zu bekommen, also auch von solchen, die selbst nicht in die Zucht kommen. Dadurch wird die Zucht transparenter und das Risiko von Verpaarungen möglichst weit minimiert. Um diese Bemühungen zum Wohl der Rasse zu unterstützen, sollten alle Welpenkäufer ihre Junghunde zumindest bei der Nachzuchtbeurteilung vorstellen und auch auf HD röntgen lassen. Hier heißt es auch für "normale" Hundebesitzer, die ihre Hunde nicht zur Zucht einsetzen wollen, Verantwortung zu übernehmen. Aber auch wenn HD ihren Schrecken für diese Rasse verloren hat, so kann es fehlerlose Lebewesen und absolute Sicherheit doch nicht geben. Als Ausgleich bietet der RZV seit 1995 mit einem Solidaritätsfonds seinen Mitgliedern sogar eine Teilerstattung von Tierarztkosten für RZV-gezüchtete Hunde an, wenn trotz der durch die Zuchtordnung gegebenen Vorsicht Hunde an bestimmten ererbten Krankheiten erkranken. Dieser Fonds ist nicht nur eine nette Geste den Besitzern kranker Hunde gegenüber, sondern er erhöht vor allem die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheiten gemeldet werden und so die Eltern und/oder Geschwister aus der Zucht genommen werden können.

Zuchtziel sind neben Gesundheit und Langlebigkeit auch heute noch die Fähigkeiten eines guten Hofhundes wie Unerschrockenheit, Selbständigkeit und Verteidigungsbereitschaft. Aggressive, ängstliche, schussscheue oder lethargische Hunde sind von der Zucht ausgeschlossen. Der Hovawart soll ein gutartiges, ausgeglichenes und ruhiges Wesen haben. Er ist bewegungsfreudig, geht selbstbewusst auf seine Umwelt zu, ist gelassen und hat ein robustes, belastbares Nervenkostüm. Er ist für alle Bereiche des Hundesports geeignet und kann durch seine hohe Reizschwelle, seinen Mut, seine starken Nerven und die vorzügliche Nasenveranlagung auch zu einem hervorragenden Rettungshund ausgebildet werden. Um die positiven Eigenschaften des Hovawarts zu erhalten, sind verschiedene anspruchsvolle Wesens-/Verhaltensüberprüfungen die Voraussetzung für die Zuchtzulassung. Das beginnt bereits mit dem Welpenwesenstest beim Züchter und setzt sich fort mit Nachzuchtbeurteilung, Jugendbeurteilung, Zuchttauglichkeitsprüfung und verschiedenen Leistungsprüfungen, die zusammen mit den Daten verwandter Tiere in die Zuchtwertprüfung einfließen.

Zum Zuchtprogramm des RZV gehört auch, dass eine Hündin nur einen Wurf pro Jahr großziehen darf. Nach drei Würfen werden erst einmal bei Nachzuchtbeurteilungen ihre Nachkommen auf Herz und Nieren geprüft. Um eine große genetische Breite der Population zu erreichen, werden möglichst viele verschiedene Rüden eingesetzt. Insgesamt darf ein Rüde im Inland nur fünfmal decken. Dann werden auch seine Nachkommen erst einmal überprüft. Nur ganz selten dürfen absolute Spitzenrüden, die in allen Belangen herausragend vererben, noch weitere fünf mal zur Zucht eingesetzt werden. Dann ist endgültig Schluss. Ein genetisch nicht intakter, nur äußerlich schöner Hunde-Champion kann also nie die ganze Rasse vergiften. Champion- und Leistungstitel des Rüden beeinflussen auch nicht den Preis der Welpen, wie es bei manchen anderen Rassen der Fall ist, bei denen man mit einem hoch dekorierten Deckrüden viel Geld verdienen kann.

Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert
Oscar Wilde

Wo findet man Hovawart-Welpen?

Worauf es beim Welpenkauf ankommt, erfahren Sie hier

Mein Rat: falls Sie gerade mit dem Gedanken schwanger gehen, einen Hovawart zu erwerben, dann

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wie erleben kinder solche eltern?

die kinder leiden auf jedenfall mit ich habe drei töchter 12 1o 7 jahre alt und mein mann hat die bipolare störung es ist sehr hart als mutter und die merken das auf jeden fall das da was nicht in ordnug ist am besten mit den kindern darüber reden

das liegt dran, wie das Problem sich äußert und wie der Elternteil damit umgeht (ob es z.B. für die Kinder zu Belastungen, Schuldgefühlen oder Verwirrungen kommt oder anderes oder gar nicht).

Ein Klick von mir für "gute Frage". Weil schon die Frage ist ein Stückchen des Wegs ist,

mit dem Problem aktiv umzugehen. Im Sinne von Verstehen.

das ist sicherlich sehr unterschiedlich und sprengt hier etwas den Rahmen. Aber wenn Sie sich für das Thema interessieren, habe ich hier eine Literaturempfehlung:

Kinder bipolar erkrankter Eltern – Wie sich die bipolare Erkrankung eines Elternteils auf die Kinder auswirkt

Bräuning, Peter et al.

Habe zufällig noch die Info über ein Buch in die Hände bekommen, mit dem man Kindern bipolare Störungen erklären kann. Falls Sie also noch jüngere Kinder haben, könnte das für Sie eventuell auch von Interesse sein:

Katminka - Katzenglück und Katzenjammer

Grüttmüller, Jana, 2008

Das Buch ist erhältlich bei der AstaZeneca GmbH (Tel. 0800/2288660 oder Email mit dem Betreff Katminka an info@astrazeneca.de). Soweit ich weiss fallen dafür keine Kosten an.

Ausserdem hatte ich auch noch die Internetadresse eines Forums über bipolare Störungen in der Hand (bipolar-forum.de - ein Forum der DGBS, Deutsche Gesellschaft für bipolare Störungen e. V.).

Dort habe ich einen Thread gefunden, in dem sowohl Eltern, als auch Kinder Betroffener darüber berichten:

bipolar-forum.de/read.php?5,233747,233822#msg-233822

Eventuell ist ein Austausch mit anderen Eltern für Sie dort ja auch interessant.

von hysterisch bis suizid wenn es nicht behandelt wird

Also was sind so die Symptome für eine Bipolare-Störung?
Und kann/darf man die in der Pubertät diagnostizieren?

Wie oben schon geschrieben, möchte ich fragen wie man bei Menschen eine Bipolare Störung feststellen kann und ob es irgendwelche Behandlungen gegen eine Bipolare Störung gibt?

Kann man eine bipolare Störung bekommen, oder manisch depressiv werden?

Kann aus einer unterdrückten Transsexualität eine Bipolare Störung resultieren?

Schneiden sich auch Bipolare Menschen? Haben Bipolare auch Dissoziationen? Kann Bipolar auch mit Borderline verwechselt werden?Sprich falsche Diagnose?

Bei mir wurde vor einiger Zeit eine Bipolaren Störung diagnositziert. Ich habe eine Ausbildung abgeschlossen, mein Abi nachgeholt und Studiere jetzt an der Uni. Ich hab viel geschaff und doch stehe ich momentan vor einer für mich schier unüberwindbaren Situation.

Bis jetzt haben mich meine Eltern finanziell unterstützt, wo immer sie auch konnten. Da ich aber jetzt 27 Jahre alt bin sind sie der Ansicht, dass ich mein Lebensunterhalt selbst bestreiten muss. Nun, sie wissen über die Diagnose bescheid, dennoch sehen sie keinen bedarf mich weiterhin Finanziell zu unterstützen (Ich habe sie mehrfach darauf Angesprochen und jedesmal endete die Diskussion in streit und damit, dass ich diejenige sei, die die Familie überfordere).

Mitlerweile fühle ich mich so dermassen unter druck gesetzt, weil ich mein Studium beenden will (Ich liebe mein Studium und ich könnte mir nicht vorstellen es abzubrechen, es ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens) gleichzeitig der Wunsch einer Therapie da ist und nebenbei soll ich noch Arbeiten.

Ich würde gerne Arbeiten, doch ich kann mich nicht aufraffen. Schon die Therapie und mein Studium gleichzeitig zu meistern sind momentan eine Herausforderung. Der Gedanke mich noch mehr zu belasten macht mich einfach hilflos.

Hat jemand Erfahrungen oder eine ähnliche Situation durchlebt? Ich dankbar für jegliche Anregungen und Tipps!

  • Zyklothymie
  • Reaktionspsychose

Sie schlafen in dieser Krankheitsphase schlecht und haben keine Freude mehr am Leben. Zudem leiden die Patienten auch unter Appetitmangel und nehmen daher stark an Gewicht ab.

  • tiefe Trauer
  • Gedankenreisen
  • Angst (diffus sowie konkret)
  • wortarmes, stockendes Sprechen
  • sexuelle Unlust

  • Gedankensprunghaftigkeit
  • Angstfreiheit
  • gesteigertes sexuelles Interesse
  • fehlende Krankheitseinsicht

  • Hyperthyreose
  • eine Medikamenten- oder Drogenwirkung sowie
  • Demenz.

Depressive Verstimmung (Traurigkeit, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit):

  • keine: 0
  • nur auf Befragen genannt: 1

  • keiner: 0
  • Gedanken an eigenen Tod, Todeswunsch: 2
  • Suizidgedanken oder entsprechendes Verhalten: 3
  • Suizidversuche: 4

  • keine: 0
  • vorzeitiges Erwachen mit nochmaligem Einschlafen: 1
  • vorzeitiges Erwachen ohne nochmaliges Einschlafen: 2

  • MAO-Hemmer mit dem Wirkstoff Moclobermid
  • ein SSRI mit dem Wirkstoff Citalopram

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Alle Menschen kennen Stimmungsschwankungen. Es gibt Tage, an denen man sich in niedergedrückter Stimmung befindet, an denen alles anstrengend erscheint und das Selbstbewusstsein „angeknackst” ist. In Zeiten, in denen man z. B. verliebt ist, fühlt man sich dagegen beschwingt und euphorisch, alles geht einem in unbeschwerter und heiterer Stimmung leicht von der Hand.

  • Verlust des Zeitgefühls: Im Unterschied zu allgemeinen Stimmungsschwankungen kann bei Bipolaren Störungen das Zeitgefühl verloren gehen. Die Depression erscheint ewig und unausweichlich, war immer so und wird immer so sein; entsprechend ist die Verzweiflung unendlich. Die Manie wird erlebt als Quell unerschöpflicher Energien; entsprechend werden Selbstüberschätzung und Risikoverhalten grenzenlos. Die reale Phasenhaftigkeit der Erkrankung kann nicht wahrgenommen werden.

Therapie muss das Kunststück schaffen, Hoffnung zu vermitteln, ohne vordergründig zu beruhigen, denn das würde mit Recht als Hohn empfunden. Sie muss das Gefühl für Zeit wiedergeben. Sehr selbstverständlich gelingt das in Selbsthilfegruppen oder in speziellen Gruppentherapien: Im anderen Patienten bleibt die Phase sichtbar, die man selbst gerade ausblendet. Durch die Ausgestaltung der Polarität wird wieder mehr Beweglichkeit mit einer Tendenz zur Mitte möglich.

  • Problem der Überanpassung: Bipolare Menschen erscheinen bei genauerer Betrachtung tendenziell überangepasst. In ihrer Sozialisation haben sie gelernt, den Erwartungen anderer zu genügen und die Maßstäbe anderer unhinterfragt zu übernehmen. Sie sind sehr bemüht, es allen recht zu machen. Eigene Maßstäbe sind wenig bewusst und Konfliktstrategien unterentwickelt. Die Depression macht dieses Dilemma offensichtlich und spitzt es noch fast karikierend zu. Die Manie erscheint als ein Ausbruchversuch in Richtung Unkonventionalität, doch die Befreiung kann innerlich nicht wirklich gefüllt werden und wird von der Erkrankung eingeholt.

Aufgabe der langfristigen therapeutischen Begleitung ist also nicht, die Anpassung zu perfektionieren, sondern zu helfen, eigene Maßstäbe zu entwickeln, fremde Erwartungen zu hinterfragen und ungewöhnliche Seiten oder Wünsche im alltäglichen Leben unterzubringen, statt sie immer nur für die Manie aufzubewahren.

  • Bedeutung des Selbstwertgefühls: Menschen mit Bipolaren Störungen haben eine Lebensgeschichte wie andere Menschen auch. Ihre Phasen haben Anfang und Ende – mit oder ohne Behandlung. Ihre Symptome haben eine Entwicklungsgeschichte – ebenso wie die zur Verfügung stehenden Ressourcen und Bewältigungsstrategien. Vielleicht hilft der etwas vereinfachende Vergleich mit Bankkonten: Wer viel Geld auf dem Sparkonto hat, kann sein Girokonto überziehen, ohne ins Schleudern zu geraten. Wer die Rücklagen aufgebraucht hat, hat keinen Kredit mehr. Und wenn er überzieht, muss er hohe Zinsen zahlen. Als Währung einzusetzen ist das Selbstwertgefühl. Selbstverständlich wirken Ich-stärkende Erfahrungen, liebevolle Zuwendungen und selbstwertfördernde Ereignisse schützend und das Gegenteil schädlich. Diese Wirkungen beschränken sich nicht auf irgendeinen Lebensabschnitt und auch nicht auf die Zeit bis zum Ausbruch der Erkrankung. Sie sind für die Behandlung relevant, weshalb es schon erstaunlich ist, wie wenig es uns manchmal gelingt, Kränkungen in und durch Behandlung zu vermeiden.

Die primäre Aufgabe von Akut- und Langzeitbehandlung ist, neue Kränkungen zu vermeiden und alte verarbeiten zu helfen, individuelle Ressourcen wahrzunehmen und einzubeziehen sowie familiäre/soziale Ressourcen abzusichern und zu unterstützen.

  • Wechselwirkungen: Offenbar gibt es Unterschiede in der Art, wie wir Selbstwertgefühl entwickeln oder verlieren: Manche Menschen werden schneller nervös, wenn ihr Konto überzogen ist, andere zocken erfolgreich. Der emotionale Akku kann sich schneller oder langsamer leeren und füllen. Die Rückkopplung von sozialen Wahrnehmungen, emotionaler Verarbeitung und Steuerung des Antriebs kann mehr oder weniger direkt erfolgen. Entsprechend wächst die Spannweite der eigenen Emotionalität und die Anfälligkeit für ausgeprägte Phasen. Bipolare Menschen sind nicht nur schneller gekränkt, sie haben oder entwickeln auch eine hochsensible Wahrnehmung und reagieren schneller unter Einsatz ihres gesamten Energiehaushalts.

Die Behandlung muss für diese Wechselwirkungen sensibilisieren, damit die Möglichkeit der Selbststeuerung gestärkt wird.

  • Typische Denkmuster / psychische Eigendynamik: Depressive Denkmuster führen zu erheblichen Wahrnehmungsverzerrungen eigener und fremder Leistungen: Misserfolge werden der eigenen Person, Erfolge anderen zugeschrieben. Pläne führen fast zwangsläufig zum Scheitern. Das Vorwegnehmen von Niederlagen täuscht Souveränität vor, führt aber immer mehr in die Verzweiflung. In manischen Phasen wirken ähnliche Verzerrungen in umgekehrte Richtung.

Diesen Mechanismus gilt es umzukehren: Mit Ausdauer und Gelassenheit sind erste therapeutische Schritte immer wieder zu hinterfragen, bis sie so klein sind, dass der Erfolg unvermeidlich wird. Hierbei ist die Beteiligung anderer Erfahrener im Gruppensetting hilfreich.

  • Soziale Wechselwirkungen: Bipolare Störungen betreffen und belasten die nahen Angehörigen in hohem Maße. Das gilt für Eltern und Geschwister sowie im Vergleich zu schizophrenen Psychosen gehäuft auch für Partner und Kinder. Während die Patienten zwischen Höhen und Tiefen hin- und hergerissen werden, stehen insbesondere die Verwandten im Spannungsfeld von Nähe und Distanz: Wie kann ich mich selbst schützen? Welchen Abstand brauche ich, um meine eigene Liebe nicht zu gefährden? Welche Nähe kann ich noch aushalten?

Die Entlastung der Angehörigen (einzeln oder in Gruppen) hat auch einen therapeutischen Effekte für die Patienten. Die Arbeit mit bipolaren Patienten ohne die Berücksichtigung der Angehörigen (separat oder gemeinsam) ist ein Kunstfehler.

  • Somatische Eigendynamik: Dass der Hirnstoffwechsel an extremen Stimmungsschwankungen beteiligt ist, kann niemanden mehr erstaunen, denn das gilt für alle Gefühlslagen und Handlungen. Allein, erklären kann er sie genauso wenig wie etwa die Verliebtheit. Inzwischen ist sogar belegt, dass die Veränderungen des Serotonins eher die Folge von Entbehrungen und Frustrationen sind, allerdings mit der möglichen Tendenz, die Sensibilität für spätere Ereignisse zu erhöhen (Aldenhoff 1997).

Mit dem Konzept der „biologischen Narben“ lassen sich auch medikamentöse Strategien besser begründen als mit dem allzu schlichten und falschen Bild der direkten Kausalität. Zugleich bleiben Patient und Therapeut in der Pflicht, auch über komplexere Hintergründe sowie individuelle und soziale Ressourcen nachzudenken. Kompliziert genug ist die Medikation ohnehin: Antidepressiva wirken nicht immer und nicht sofort, erhöhen befristet das Risiko der Suizidalität und unbefristet das Risiko des Swift (Wechsel in die Manie). Phasenprophylaktika bewahren mindestens die Hälfte der Patienten nicht vor Rückfällen. Und antimanische Neuroleptika haben, stärker noch als die anderen Mittel, erhebliche Nebenwirkungen. Alle zusammen haben also mit Akzeptanz- und Kooperationsproblemen zu kämpfen. Umso wichtiger ist es, die Medikation in eine psychotherapeutische Gesamtkultur einzubinden und zu integrieren; ohne diese sind sie, obwohl notwendig, kaum zu verantworten.

  • Wechselwirkungen: Die Unterscheidung zwischen endogenen (inneren), exogenen (äußeren) und reaktiven Zuständen wurde aus gutem Grund aufgegeben; in unterschiedlicher Gewichtung sind diese Faktoren immer vertreten. Außerdem wissen wir inzwischen sehr viel mehr über ihre Wechselwirkungen: Auch Psychotherapie beeinflusst viele wesentliche physiologische Variablen. Sogar die Gene wirken nicht deterministisch, legen den Menschen nicht fest, sondern unterliegen komplexen physiologischen Prozessen, reagieren auch auf Umweltbedingungen und können in ihrer Wirksamkeit durch Lebenskrisen „geweckt” werden.

Die Wechselwirkung zwischen psychischen, sozialen und somatischen Faktoren ist so komplex, dass sich Monotherapien kaum noch begründen lassen.

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Mit diesen Worten schildert die junge Butoh-Tänzerin Yu in dem Film "Kirschblüten - Hanami" den Charakter ihrer Mutter und beschreibt damit sehr genau das Leben von Manisch-Depressiven. Ich möchte bewußt von dem vielfach verwendeten Ausdruck "himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt" in Zusammenhang mit dieser so häufigen Krankheit wegkommen: Der Alltag dieser Menschen (und auch der Angehörigen) ist nur selten so. Viel häufiger sind Phasen, die mehrere Tage bis Wochen, meist Monate dauern können. Auf eine Zeit der Manie folgt die Zeit der Depression und umgekehrt. Es gibt verschiedene Formen dieser Erkrankung, aber das "Nebeneinander" oder die extrem rasche zeitliche Abfolge (in wenigen Stunden) von manischen und depressiven Symptomen gehört zu den seltensten.

Uns allen geht es manche Tage besser und manche Tage schlechter. Kaum einer, der von sich ehrlich und selbstkritisch sagen kann: es geht immer gleich. Bei Manisch Depressiven sind aber die Zustände von großer Heftigkeit. Sie fühlen sich einer stärkeren Kraft ausgeliefert. Wenn sie manisch sind geht es so gut, dass sie nicht wissen wohin mit ihren Energien. Sie können nicht schlafen, können viel tun, sind kreativ und haben zu allen eine Meinung: vor allem zu allen Mitmenschen. Sie spüren Gefühle intensiv: Glück, Liebe, Lust und Trauer aber auch Zorn und Ärger. Sie reden schnell, singen, reimen, tanzen, machen Scherze und lachen viel - wen stört es dann schon, dass nicht jeder Witz passt? Wen stört es, dass sie die ganze Welt umarmen können, alle lieben und sich jeden Tag ein neues Auto kaufen wollen? Genau das ist das Problem: Maniker brennen lichterloh und genau wie ihr Bankkonto so sind auch ihre Energien sehr bald erschöpft und der Absturz folgt unweigerlich und er ist sehr tief.

Die Depression beim Bipolaren ist meist heftiger, als bei Menschen mit chronischen Depressionen und sie dauert länger als eine sogenannte depressive Episode. In dieser Zeit kann es vorkommen, dass die/der Betroffene nicht arbeiten kann, das Haus, vielleicht nicht einmal das Bett verlassen kann. Es geht nur schlecht, alles - auch die kleinste Aufgabe - bedeutet eine schwere, unüberwindbare Anstrengung. Man ist nicht in der Lage einkaufen zu gehen, zu kochen oder auch nur die Post zu öffnen. Gefühle gibt es nur negative, oder vielmehr das Gefühl, niemals Gefühle gehabt zu haben und auch keine Hoffnung, dass sich irgendwas ändern wird. Es ist wie am Boden einer völlig schwarzen Höhle zu sitzen, keine Chance raus zu kommen. Meterhohe und -dicke Wände zwischen mir und dem nächsten Menschen.

Nicht alle Menschen mit bipolaren Störungen haben Symptome in der vollen Ausprägung udn Heftigkeit, aber selten ist das nicht.

Sicherlich ist es notwendig, dass wir mit unserer Befindlichkeit und unserer Stimmung auf die Ereignisse der Umwelt reagieren. Aber wir lernen bereits im Kindesalter, wie wichtig es ist, unsere Gefühle im Zaum zu halten. Jähzorn und Aggression, aber auch Liebesbezeugungen müssen gezügelt werden sonst ist ein soziales Zusammenleben nicht möglich. Über die Pubertät hinweg passen wir uns zunehmend an die Regeln unsrer Gesellschaft an. Manche schaffen es mehr, manche weniger. Aber "Reaktion" und phasenweise Stimmungschwankungen sind grundsätzlcih voneinander verschieden, auch wenn die Betroffenen und ihre Angehörigen immer nach Erklärungen suchen. Biologisch unterliegen Menschen mit phasenweisen Beeinträchtigungen (zyklothyme Menschen) einem gewissen Rhythmus. Der ist so natürlich wie der Biorhythmus oder Monatszyklus der Frau, und er kann auch so natürlich erforscht werden und man kann sich daran anpassen.

Aber die meisten von uns kennen Momente oder Phasen in denen es manchen von uns schwer fällt ihre Emotionen im Schach zu halten und "angepasst" zu reagieren. Dies kann neben Streit und verbalen "Ausrutschern" mitunter sogar zu Affekthandlungen führen. Manchmal ist eine solcher Moment der Beginn einer längeren Phase von Verstimmung. Was liegt dann näher als im Streit die Erklärung zu sehen? Aber es kann auch umgekehrt sein: wir haben gerade den beginn einer schlechten (negativen, dysphorischen, depressiven) Phase erlebt und waren deswegen besonders sensibel oder leicht beleidigt. Es war der Beginn einer Depression, aber wir glauben es ist eine Reaktion.

Formen ausgeprägter Bipolarer Störungen

Die meisten Menschen, die an bipolaren Strörungen erkrankt sind bilden immer wieder das gleiche Muster aus, das sie, wenn sie keine Therapie in Anspruch nehmen dann ihr Leben lang begleitet.

  1. Depressive Phasen und manische Phasen wechseln einander ab. Beide in starker Ausprägung, aber meist von unerschiedlicher Dauer: Manisch drei Tage, depressiv drei Monate.
  2. Depressive Phasen sind stark ausgeprägt, manische Phasen fast nicht merkbar
  3. Depressive Phasen komme regelmäßig, manische nur bei Einahme der falschen Medikamente
  4. Menschen sind die meiste Zeit übereifrig, überengagiert, aufgezogen, lustig (man nennt das: hyperthym) und haben manchmal, dafür umso schwerere depressive Einbrüche bzw. Phasen.

Diese Verlaufsformen bleiben zwar bei jedem Betroffenen konstant, die Abtsände und die Heftigkeit der Symptome können variiieren. Zusätzlich können abhängig vom Schweregrad auch fixe, überwertige Ideen und Wahnsymptome auftreten( "Ich bin schuldig", "ich werde verarmen, meine Familie nicht erhalten können". ).

Aus den Erfahrungen mit diesen Krankheitsbildern wird klar, dass es sich heir um die gefährlichsten psychischen Erkrankungen handelt. Nicht nur, dass die Selbstmordrate hoch ist, auch Selbstschädigung durch Fehleinschätzungen (Autofahren nach zu viel Alkohol, unpassende Sex-abenteuer, falsche Entscheidungen in beruflichen und wirtschaftlichen Dingen) vor allem aber soziale Komplikationen schaffen Probleme für Betroffene und deren Angehörige.

Wenn eine "bipolare Störung" die Ursache für emotionale Entgleisungen ist.

. ist es sinnvoll das möglichst bald zu behandeln. Nicht immer sind Depressionen "grundlos" aber manchmal sind die Gründe für depressive Entgleisungen hausgemacht. Es sind Dinge, die uns unter andren Umständen nicht berühren, ängstigen oder stören würden. Aber in der verletzlichen Zeit zu Beginn einer depressiven Phase ist es eben schlimm.

Letztlich entscheidet die Heftigkeit der Symptomatik, was und ab wann wir etwas machen müssen, bzw. ab wann der Arzt ein Medikament verschreibt. Wenn bekannt ist, dass es sich um eine bipolaren Störungen handelt, können wir dem zuvor kommen, indem wir eine sog. Phasenprophylaxe bzw. stimmungstabilisierende Therapie einnehmen.

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In Deutschland leben etwa 800.000 Menschen mit einer bipolaren Störung. Ihr Leben gleicht einer Achterbahn, die - einmal angeschoben - nur schwer zum Stehen kommt. Dennoch werden ihre Probleme oft übersehen oder falsch therapiert. Von der ersten Episode bis zu einer angemessenen Behandlung vergehen bei der Krankheit im Durchschnitt fünf bis zehn Jahre. Vor allem die euphorischen Phasen sind häufig nicht so stark ausgeprägt, dass sie auffallen.

Zwar seien die Betroffenen in den sogenannten hypomanen Phasen äußerst arbeitswütig, besonders kreativ oder sehr selbstbewusst und exzentrisch. "Aber sie fallen nicht aus dem gesellschaftlichen Rahmen. Für manche sind es subjektiv sogar die besten, kreativsten Phasen ihres Lebens", sagt Wolfgang Maier, der die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bonn leitet. Ernest Hemingway, Virginia Woolf und Robert Schumann schufen in gemäßigten Hochs der Krankheit Weltliteratur und Musikklassiker. Doch dann flaute die Euphorie wieder ab. Unauffällige Zeiten folgten, bis die Depression übernahm.

Viele Betroffenen gehen erst in schwermütigen Zeiten zum Arzt, bei drei von vieren beginnt die Erkrankung gar mit einer Depression. Gewöhnlich behandeln Psychiater dann ausschließlich diese, der andere Pol der Erkrankung bleibt ihnen verborgen. "Auch wenn die Patienten vorher schon leicht manische Phasen erlebt haben, werden sie entweder nicht danach gefragt oder erinnern sich nicht unbedingt daran", sagt Psychiater Michael Bauer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden.

Einige Betroffene verheimlichen auch, dass sie bereits ausgeprägte manische Phasen erlebt haben. "Das veraltete Bild vom durchgedrehten, manisch-depressiven Irren ist in der Gesellschaft noch stark verankert. Viele wollen da lieber nicht dazu zählen", sagt Bauer, der seit 25 Jahren Betroffene behandelt und sich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen engagiert.

Ohne angemessene Behandlung erleben die Erkrankten immer wieder Episoden mit manischen oder depressiven Symptomen. Die Abstände zwischen den Krankheitsschüben verkürzen sich, das Auf und Ab setzt vielen zu. Suizidgedanken beginnen, sie zu plagen. Im Unterschied zu Menschen mit Depressionen sind sie jedoch auch in ihren depressiven Phasen recht agil, haben eher Wut im Bauch und setzen den Todeswunsch deshalb öfter um. Jeder dritte Betroffene versucht, sich das Leben zu nehmen; etwa einer von fünf Todesfällen unter Bipolar-Patienten geht auf einen Suizid zurück. So auch die von Hemingway, Woolf und Schumann.

Ein fast normales Leben

Dabei lässt sich auch mit der Erkrankung ein normales Leben führen, wenn sie schnell und korrekt behandelt wird. "Die Diagnose bedeutet zwar, dass man ein Leben lang ein sehr hohes Risiko für erneute manische oder depressive Episoden hat", sagt Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. "Bei günstigem Verlauf machen diese Krankheitsphasen aber im Durchschnitt kaum mehr als 15 Prozent der Lebenszeit aus. Zwischen den Episoden liegen oft mehrere Jahre."

Ohne Medikamente beträgt die Wahrscheinlichkeit, in eine neue Episode zu rutschen, 80 Prozent. Mit Medikamenten lebt etwa ein Drittel ohne Symptome. Bei einem Großteil schwanken zwar weiterhin Stimmung, Aktivität und Antrieb, doch nicht annähernd so gravierend wie ohne Therapie. "Sicher gibt es in den Biografien von Menschen mit bipolarer Störung mehr Brüche zu verzeichnen. Die meisten sind aber in die Gesellschaft integriert, gehen arbeiten, leben in Beziehungen und haben Kontakt zu ihrer Familie und Freunden", sagt Maier. So auch die Buchautorin Kay Redfield Jamison.

Die bipolare Erkrankung hat sie in ihrem Leben mehrfach aus der Bahn geworfen, heißt es in ihrer Autobiografie "Meine ruhelose Seele. Die Geschichte einer bipolaren Störung". Dennoch: Die heute 68-Jährige ist verheiratet und hat trotz oder auch in Teilen wegen ihrer Krankheitsepisoden Karriere gemacht - als Psychologin und Psychiatrieprofessorin sowie international angesehene Expertin für bipolare Störungen. Die Erkrankung war für sie Hindernis und Antrieb zugleich, wie sie schreibt: "Manisch-depressive Störungen sind eine Krankheit, die sowohl tötet als auch Leben gibt. Es liegt in der Natur des Feuers, dass es erschafft und zerstört Die Manie ist eine sonderbare treibende Kraft, eine Zerstörerin und ein Feuer im Blut."

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie - auch anonyme - Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

Erfahrungsberichte - bipolaris - Manie & Depression Selbsthilfevereinigung Berlin-Brandenburg e. V.

Für alle Berichte liegt das Copyright bei bipolaris e.V. oder den Autoren. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Dies gilt auch für das Einstellen auf anderen Webseiten.

Hier stellen wir einige Erfahrungsberichte zur Verfügung, die von Menschen mit einer Bipolaren Störung oder von ihren Angehörigen geschrieben worden sind.

Gerne können auch Sie uns Ihre Erfahrungen mitteilen: Kontakt.

Erfahrungsberichte von Menschen mit Bipolaren Störungen

Die bipolare Störung, medizinisch korrekt auch bipolare affektive Störung (BAS) genannt, ist eine psychische Erkrankung, die zur Gruppe der Affektstörungen gehört. Früher war die bipolare Störung unter dem Namen manisch-depressive Erkrankung bekannt.

Bis vor wenigen Jahren wurde die bipolare Störung in medizinischen Fachkreisen als manisch-depressive Erkrankung oder manisch-depressive Psychose bezeichnet. Auch manische Depression ist ein gebräuchliches Synonym.

Die bipolare Störung ist eine schwere psychische Erkrankung, die in der Regel einen chronischen Verlauf nimmt. Charakteristisch ist ein episodischer Verlauf mit depressiven und manischen Episoden. Während die Patienten in der depressiven Episode eher unter einer gedrückten Stimmung bis hin zu Suizidgedanken leiden, ist die manische Episode durch einen gesteigerten Antrieb und eine unangemessene euphorische Stimmung gekennzeichnet. Auch gemischte Episoden mit depressiven und manischen Anteilen können auftreten.

Zwischen den einzelnen Phasen befinden sich die Betroffenen meist in einem normalen und unauffälligen Zustand. Die bipolare Störung kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten. Einige Patienten können mit ihrer psychischen Erkrankung gut leben, Patienten mit stark ausgeprägten Episoden leben hingegen oft im gesellschaftlichen Aus.

Die bipolare Störung beginnt häufig schon im frühen Erwachsenenalter. Bis schlussendlich die Diagnose bipolare Störung gestellt wird, vergehen nicht selten mehrere Jahre, sodass die Betroffenen bei der Diagnosestellung schon einen langen Leidensweg hinter sich haben.

Die bipolare Störung gehört zu den häufigeren psychischen Erkrankungen. Wenn auch leichtere Fälle in die Statistiken eingerechnet werden, leiden drei bis vier Prozent der Bevölkerung in Industrieländern unter einer bipolaren Störung.

Bei der bipolaren Störung handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein multifaktoriell bedingtes Krankheitsgeschehen. Aufgrund von Zwillingsstudien gehen Forscher davon aus, dass die bipolare Störung zu einem Großteil genetisch bedingt ist. Allerdings wird nicht die Erkrankung, sondern lediglich ein erhöhtes Risiko, an der Störung zu erkranken, vererbt. Das bedeutet, dass das Erbgut lediglich eine Prädisposition darstellt. Umweltfaktoren beeinflussen jedoch den Beginn, den Verlauf und das Ende der Erkrankung. Bisher konnten viele verschiedene genetische Veränderungen bei den Erkrankten identifiziert werden. Jede dieser genetischen Veränderungen stellt für sich allein betrachtet jedoch nur ein geringes Risiko für die Entwicklung der Krankheit dar. Nur bei einer Polygenie, also bei mehreren Veränderungen, kann die Störung zum Ausbruch kommen. Ferner ist zu beachten, dass die bisher identifizierten genetischen Veränderungen nicht krankheitsspezifisch sind, sondern auch ein erhöhtes Risiko für andere psychische und körperliche Erkrankungen beinhalten.

Studienergebnisse aus dem Bereich der Hirnforschung zeigen bei Patienten mit bipolarer Störung deutliche Abweichungen in den neuronalen Netzen, die für die Verarbeitung von Gefühlen und für die Emotionsregulation zuständig sind. Diese Abweichungen treten vor allem im präfrontalen und temporalen Cortex sowie im Hippocampus und in der Amygdala auf. Zudem ist die neurochemische Übertragung der Neurotransmitter Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und Glutamat gestört. Ebenso zeigen sich bei den sekundären Botenstoffen, den sogenannten Second Messengern, Abweichungen in den Nervenzellen. Diese Störungen scheinen bei der Entstehung und dem Verlauf der Erkrankung eine entscheidende Rolle zu spielen.

Neben den genetischen und biologischen Faktoren sind auch Umweltfaktoren an der Entstehung der bipolaren Störung beteiligt. Insbesondere traumatische Erlebnisse wie schmerzhafte Trennungen, der Verlust des Arbeitsplatzes, sexueller Missbrauch oder Mobbing begünstigen die Entstehung der psychischen Krankheit. Ebenso negativ wirkt sich psychosozialer Stress aus. Zu den psychosozialen Stressoren gehören Konflikte in der Partnerschaft sowie Konflikte innerhalb der Familie oder im Beruf. Auch große Veränderungen wie beispielsweise ein Umzug in eine neue Wohnung oder ein Jobwechsel können sich auf den Verlauf und die Entstehung der bipolaren Störung auswirken. Drei Viertel aller Patienten berichten im Rückblick darüber, dass sie unmittelbar vor dem Ausbruch der Erkrankung starken Stress hatten.

Zu den auslösenden Faktoren der bipolaren Störung gehören zudem Alkohol– und Drogenmissbrauch sowie ein gestörter oder unregelmäßiger Tag- und Nachtrhythmus beispielsweise durch Schicht- oder Nachtarbeit. Insbesondere Schlafmangel wirkt sich negativ auf den psychischen Zustand der Patienten aus.

Grundsätzlich können die bipolaren Störungen in Bipolar I und Bipolar II unterteilt werden. Die meisten Patienten leiden unter der Bipolar-II-Störung. Diese ist durch eine mindestens zwei Wochen andauernde depressive Episode gekennzeichnet, auf die eine Phase der Manie oder Hypomanie folgt. Die Hypomanie ist die leichtere Form der Manie. Wenn diese hypomanische Phase sehr dezent verläuft, kann die Bipolar-II-Störung leicht mit einer rezidivierenden depressiven Störung verwechselt werden.

Die Bipolar-I-Störung beginnt mit einer 7 bis 14 Tage andauernden manischen Hochphase. An diese schließt sich eine depressive Episode an. Normalerweise durchlaufen die Betroffenen zwischen den einzelnen Episoden Phasen mit einem normalen Gemütszustand. Wechseln Manie bzw. Hypomanie und Depression übergangslos, so bezeichnet man dies als Switching oder Polaritätswechsel.

Eine manische Episode ist durch eine abnorme und dauerhaft gehobene Hochstimmung gekennzeichnet. Es gibt jedoch auch Patienten, die eine ausgeprägte gereizte Stimmung aufweisen. Während der manischen Periode haben die Patienten ein übertriebenes Selbstbewusstsein bis hin zum Größenwahn. Das Schlafbedürfnis ist verringert, sodass sie häufig mit nur drei Stunden Schlaf auskommen. Die Betroffenen fallen durch einen großen Rededrang und eine Zerstreutheit auf. Sie haben das Gefühl, dass ihre Gedanken rasen. Diese innere Nervosität spiegelt sich in einer psychomotorischen Unruhe wider. Auffallend ist, dass sich Menschen in einer manischen Episode exzessiv mit angenehmen Tätigkeiten beschäftigen, die vermutlich negative Konsequenzen für sie haben werden. So geben sich Patienten mit bipolarer Störung beispielsweise ungehemmt einem Kaufrausch hin oder tätigen unnütze Investitionen.

In der depressiven Episode leiden die Patienten hingegen unter einer depressiven Stimmung. Sie fühlen sich traurig und leer oder erscheinen weinerlich. Das Interesse an Aktivitäten des Alltags, auch an Aktivitäten, die den Betroffenen früher Freude bereitet haben, ist deutlich vermindert. Im Gegensatz zur manischen Episode ist in der depressiven Episode das Schlafbedürfnis übersteigert. Auch Schlaflosigkeit kann in der Depression auftreten. Patienten in der depressiven Episode sind erschöpft und leiden unter einem starken Energieverlust. Oft können sie den normalen Alltag ohne Hilfe nicht mehr bewältigen. Sie können sich nur sehr schwer konzentrieren und sind unfähig Entscheidungen zu treffen. Ausgeprägte depressive Episoden gehen mit wiederkehrenden Todes- und Suizidgedanken einher.

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Die Abb. zeigt eine solche Schwellung am 1. Streckerfach.

Wenn zusätzlich Beschwerden an dieser Stelle durch Druck vorhanden sind und ein bestimmter Test (Finkelstein-Test) positiv ist, so kann die de Quervain`sche Erkrankung gut diagnostiziert werden.

Die Abb. zeigt die Durchführung des Finkelstein-Test: Der Daumen wird in die Hand eingeschlagen. Dann wird das Handgelenk in Richtung Kleinfinger (ellenwärts) bewegt.

Bei einer Sehnenscheiden-Entzündung de Quervain verstärkt die Bewegung den Schmerz am 1. Streckerfach. ( in der Abb. schwarz markierter Bereich!)

Schwieriger ist die Diagnose:

wenn zusätzlich in der Nachbarschaft noch andere Erkrankungen wie eine Sattelgelenksarthrose bestehen.

Dann kann es auch einmal notwendig sein, eine Ultraschaluntersuchung oder eine Röntgenuntersuchung vorzunehmen.

Die Abb. zeigt eine fortgeschrittene Arthrose des Daumensattelgelenkes (Rhizarthrose). Bei diesem Krankheitsbild kann der Schmerz ähnlich wie bei einer Sehnenscheiden-Entzündung de Quervain sein. Bei Krankheiten können auch gleichzeitig bestehen!

Woher stammt der Ausdruck de Quervain für diese Erkrankung.

de Quervain war ein Schweizer Chirurg der 1896 diese Erkrankung zum ersten Male beschrieb. Ihm zu Ehren erfolgte diese Namensgebung.

Die Rentenreform 2014 brachte eine höhere Rente für Erwerbsgeminderte, allerdings nur bei Rentenbeginn ab 1. Juli 2014. Für neue EM-Renten stieg die Zurechnungszeit von 60 auf 62 Jahre. Zudem wurde die Berechnungsgrundlage verbessert.

Wer krank ist, nicht mehr arbeiten kann, also erwerbsgemindert ist, erhält gegenwärtig eine Erwerbsminderungsrente.

Die EM-Rente wird so berechnet, als hätte er noch bis zum vollendeten 60. Lebensjahr weiter mit dem alten Verdienst gearbeitet. Diese so genannte "Zurechnungszeit" fingiert also eine Erwerbstätigkeit bis zum 60. Lebensjahr. Mit der Rentenreform 2014 wird sie um zwei Jahre - verlängert - von 60 auf 62 Jahre. Das bedeutet, das Erwerbsgeminderte nunmehr so gestellt werde, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen zwei Jahre länger als bisher gearbeitet hätten. Im vergleich zur alten Rechtslage kann das ein Plus von rund 45 Euro im Monat bedeuten.

Allerdings haben nur Rentenzugänge ab dem 1. Juli 2014 im Alter von unter 62 Jahren etwas von diesen Neuregelungen bei der Erwerbsminderungsrente. Für die Alt-Erwerbsminderungsrentner und solche Neu-Erwerbsminderungsrentner, die schon älter als 62 Jahre sind, sind die gesetzlichen Reformen unerheblich.

Für die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist neben der Länge der Zurechnungszeit auch bedeutsam, wie der Verdienst ermittelt wird, der für die Zurechnungszeit maßgebend ist. Bislang wurde das fiktive Gehalt in der Zurechnungszeit auf Basis des Durchschnittsverdiensts während des gesamten Erwerbslebens bis zum Eintritt der Erwerbsminderung berechnet.

Ab dem 1. Juli 2014 wird die Berechnung geändert. Es wird geprüft, ob die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung sich negativ auf diese Berechnung auswirken, z.B. weil in dieser Zeit wegen körperlicher oder seelischer Einschränkungen bereits Einkommenseinbußen vorhanden waren. So solche Einkommenseinbußen kommen häufig vor, weil die Menschen in dieser Zeit schon häufig krank waren, oder krankheitsbedingt nicht mehr so viel bzw. gar nicht mehr arbeiten konnten. Mindern also die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung die Ansprüche, werden diese vier Jahre bei der Berechnung des fiktiven Gehalts während der Zurechnungszeit nicht mehr berücksichtigt. Es findet also eine "Günstigerprüfung" durch die Deutsche Rentenversicherung statt.

Gründe für die Verbesserung der Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ist in der Vergangenheit Jahr für Jahr gesunken. Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag im Jahr 2001 betrug 676 Euro. Im Jahr 2012 betrug er lediglich noch 607 Euro. Die Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine Erwerbstätig nicht mehr ausüben können, sind auf die Solidarität der Versichertengemeinschaft angewiesen.

Wer hat etwas von der neuen Erwerbsminderungsrente?

Nur Versicherte, die ab dem 1. Juli 2014 im Alter von unter 62 Jahren in Erwerbsminderungsrente gehen, werden etwas von der Neuregelung haben. Für alle anderen verbleibt es bei den bisherigen Regelungen. Eine Rückwirkung auf Altrenten findet aus Gründen der Finanzierbarkeit des gesamten Rentensystems nicht statt.

Eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) kann beantragt werden, wenn der Arbeitnehmer aufgrund einer Krankheit oder sonstigen Behinderung nicht mehr in der Lage ist, wenigstens sechs Stunden am Tag zu arbeiten.

Es gibt eine teilweise Erwerbsminderungsrente und eine volle Erwerbsminderungsrente. Teilweise erwerbsgemindert ist, wer täglich noch zwischen drei und bis unter sechs Stunden arbeiten kann. Die Folge ist eine Teilrente.

Voll erwerbsgemindert ist, wer weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Es besteht dann ein Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente.

Eine Ausnahme besteht für arbeitslose Menschen, die teilweise Erwerbsgemindert sind. Da sie keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, können sie eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten.

Ob eine Erwerbsminderung gegeben ist, entscheidet ein medizinischer Gutachter. Dieser wird vom Rentenversicherungsträger bestellt. Ob eine Erwerbsminderung vorliegt, wird nicht berufstypisch beantwortet. Es kommt also nicht darauf an, ob man in seinem bisher ausgeübten Beruf nicht mehr die Mindeststundenzahl arbeiten kann, sondern ob man generell irgendeine Arbeit noch ausüben kann.

Es gibt aber noch eine Ausnahme. Bei denjenigen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind, kommt es auf die Berufsunfähigkeit an, also darauf, ob sie in gelernten oder einem vergleichbaren Beruf noch arbeiten können oder nicht.

Eine Voraussetzung für die EM-Rente ist, dass vor Eintritt der Erwerbsminderung wenigstens fünf Jahre lang eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung bestanden haben muss. Das bedeutet nicht, dass 5 Jahre lang Beiträge eingezahlt worden sein müssen. Es reicht auch, wenn etwa Kindererziehungszeiten vorliegen.

Eine weitere Voraussetzung für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente ist, dass in den letzten fünf Jahren vor der Erwerbsminderung wenigstens 36 Monate lang Pflichtbeiträge eingezahlt worden sind. Diese Pflichtbeiträge können auch durch andere Zeiten, etwa von Kindererziehung, Krankheit und Arbeitslosigkeit, erfüllt werden.

Die EM-Rente wird erst sechs Monate nach Eintritt der Erwerbsminderung gezahlt. Bis dahin zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

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