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Krankenversicherung für EU-Ausländer in Deutschland

Häufig können EU-Bürger Mitglied einer deutschen Krankenkasse werden

EU-Bürger dürfen in jedem Land der Europäischen Union leben und arbeiten. Diese „Freizügigkeit" ist eines der zentralen Rechte im gemeinsamen Binnenmarkt. Dazu gehört eine gute Absicherung im Krankheitsfall, häufig sogar eine Krankenversicherung vor Ort.

EU-Ausländer sollen nicht gegenüber denjenigen benachteiligt werden, die schon immer in einem Land wohnen - erst recht nicht bei der Krankenversicherung. EU-Bürger in Deutschland haben damit einen Anspruch auf Unterstützung im Krankheitsfall, wie ihn andere Bürger in Deutschland auch haben. Allerdings hängt es vom Status des EU-Ausländers in Deutschland ab, wie der Krankenversicherungsschutz konkret umgesetzt wird.

Wer gerade erst aus einem EU-Mitgliedsland nach Deutschland gekommen ist, kann meistens vorübergehend seine Krankenversicherung behalten, in der er zuletzt versichert war. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC ist eine Behandlung in Deutschland möglich. Sie ist aber beschränkt auf Notfallbehandlungen.

So finden Ausländer und EU-Bürger eine geeignete Krankenversicherung in Deutschland: Hier Informationen anfordern oder gleich online die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse beantragen.

Zum Krankenkassen-Beitritt für Ausländer und EU-Bürger.

Den vollen Leistungsumfang erhalten Ausländer, wenn sie Mitglied einer deutschen Krankenkasse werden. Nicht nur aus diesem Grund werden die meisten EU-Bürger in Deutschland so bald wie möglich eine deutsche Krankenversicherung abschließen. Oftmals ist die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse sogar gesetzlich vorgeschrieben, so zum Beispiel für angestellte Arbeitnehmer. In diesem Fall können auch Ausländer, die nicht aus EU-Mitgliedsstaaten kommen, in eine gesetzliche Krankenkasse aufgenommen werden.

Bei selbstständiger Tätigkeit oder während der Jobsuche ist die Lage für EU-Bürger in Deutschland nicht so eindeutig wie bei Arbeitnehmern. Auch in diesen Fällen ist eine Krankenversicherung in Deutschland jedoch fast immer möglich: Entweder bei einer von über 100 gesetzlichen Krankenkassen oder in einer privaten Krankenversicherung. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten:

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Zitierweise / cite as:

Payer, Alois: Islam. -- Fassung vom 2011-03-05. -- (Materialien zur Religionswissenschaft). -- URL: http://www.payer.de/islam/islam.htm. -- [Stichwort].

  • Begriff "Islam" - الإسلام
  • Gebet (Salat - صلاة)
  • Abgabe (Zakat - زكاة )
  • Fasten (Saum - صوم )
  • Pilgerreise (Haddsch - حج ‎)
  • Spaltungen: Schiiten ( أهل السنة ‎), Sunniten ( شيعة علي ) und andere
    1. Indonesien: 200 Mio., 88%
    2. Pakistan: 159 Mio.; 96% (vor allem Sunniten, Schiiten und Ahmadis in der Minderheit); Staatsreligion
    3. Bangladesch: 144 Mio., 90% (meist Sunniten); Staatsreligion
    4. Indien: 159 Mio., 14% (vor allem Sunniten)
    5. Iran: 71 Mio., 99% (90 % Schiiten, 8 % Sunniten, Minderheit: Bahai); Staatsreligion
    6. Nigeria: 76 Mio., 50%
    7. Algerien: 34 Mio., 99% (Sunniten); Staatsreligion
    8. Marokko: 31 Mio., 99% (90% Sunniten); Staatsreligion
    9. Afghanistan: 29 Mio., 99% (80% Sunniten, 19% Schiiten, Minderheit: Ismailiten)
    10. China VR: 20 Mio., 0,2% (Angaben sind sehr unsicher)
    11. Usbekistan: 24 Mio., 90% (Sunniten)
    12. Sudan: 29 Mio., 70% (bezieht sich auf den Norden, Sunniten); Staatsreligion
    13. Irak: 29 Mio., 965% (2/3 Schiiten, 1/3 Sunniten, Minderheit: Jesiden); Staatsreligion
    14. Saudi Arabien: 24 Mio., 98% (vor allem Sunniten, Minderheit: Schiiten); Staatsreligion
    15. Syrien: 18 Mio., 87% (74 Sunniten, 13% Alawiten, Ismailiten, Schiiten)
    16. Kasachstan: 10 Mill., 65% (Sunniten)

    [Quelle: Der Fischer Weltalmanach: 2011. - Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verl., 2010. - 800 S. - ISBN 978-3-596-72911-1. Die Angaben in Millionen sind von mir auf Grund der Quelle ausgerechnet und auf - oder abgerundet.]

    1. Asien: 812 Mio. (1998)
    2. Afrika: 339 Mio.(2000)
    3. Ehemalige Sowjetunion: 20 Mio. (1993)
    4. Europa: 31 Mio. (1998)
    5. Nordamerika: 4,5 Mio. (1998)
    6. Lateinamerika: 1/2 Mio. (1994)

    Weltweit: 1, 5 Milliarden. [Die Angabe der Zahlen stammt aus: http://www.adherents.com. -Zugriff am 2011-2-28]

    Der Islam ist also nicht nur seinem universalen Anspruch nach, sondern auch seiner Verbreitung nach, eine Weltreligion.

    Weitere Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist (in alphabetischer Folge):

    • Brunei
    • Jemen
    • Katar
    • Kuwait
    • Libyen
    • Malaysia
    • Malediven
    • Mauretanien
    • Oman
    • Somalia
    • Tunesien

  • arabischer Islam: Nordafrika, Vorderer Orient
  • irano-indischer Islam: Iran, Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Indien
  • malaiischer Islam: Indonesien, Malaysia, Philippinen
  • schwarzer Islam: Schwarzafrika, USA
    • auf die Tradition
    • auf das Wort Gottes
    • auf das Vorbild des Propheten

    • Gebotenes (fard - الفرض )

    Daneben gibt es noch die Kategorien:

  • bei Sonnenaufgang
  • zur Mittagszeit
  • bei Sonnenuntergang
  • nach Sonnenuntergang
  • Abgabe ("Armen"-Steuer) (Zakat - زكاة ‎)
  • Fasten (Saum - صوم ) im Monat Ramadan
  • Pilgerreise (Haddsch - حج ‎) zur Kaґba ( الكعبة ‎) in Mekka ( مكة المكرمة ), Saudi-Arabien
  • يَٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوٓا۟ ءَامِنُوا۟ بِٱللَّهِ وَرَسُولِهِۦ وَٱلْكِتَٰبِ ٱلَّذِى نَزَّلَ عَلَىٰ رَسُولِهِۦ وَٱلْكِتَٰبِ ٱلَّذِىٓ أَنزَلَ مِن قَبْلُ ۚ وَمَن يَكْفُرْ بِٱللَّهِ وَمَلَٰٓئِكَتِهِۦ وَكُتُبِهِۦ وَرُسُلِهِۦ وَٱلْيَوْمِ ٱلْءَاخِرِ فَقَدْ ضَلَّ ضَلَٰلًۢا بَعِيدًا

  • Gott
  • seine Engel
  • seine Schriften
  • seine Gesandten
  • nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt."

    Eine Folge des Abirrens vom rechten Glauben ist: wer vom Islam weg konvertiert, kann nur emigrieren; auf dem Abfall vom islamischen Glauben steht im Prinzip die Todesstrafe (z.B. in Afghanistan).

    Die wesentlichen Eigenschaften Gottes sind:

    • Einzigkeit Gottes: Gott ist absolut einzig, deshalb wird die christliche Dreifaltigkeitslehre abgelehnt und erst recht die christliche Vorstellung von der Gottessohnschaft Christi.

    1. SCHWEIGEN

    Vor der Offenbarung des Koran gab es folgende Schriften echter Offenbarung:

    1. die Psalmen Davids ( زبور ‎)
    2. die Evangelien Jesu ( Εὐαγγέλιον )


    Abb.: Koranhandschrift, Medina, 19. Jhdt.

    Hilfe dazu: Der Koran: Kommentar und Konkordanz / von Rudi Paret. - 2. Aufl., Taschenbuchausg. - Stuttgart: Kohlhammer, 1980. - 555 S. - ISBN 3-17-005657-3


    Abb.: Verbreitung der Rechtsschulen
    [Bildquelle: Ghibar / Wikipedia. -- GNU FDLicense]

  • Hanafi - الحنفي
  • Maliki - مالكي
  • Shafi'i - شافعي
  • Hanbali - حنبلى
  • Muhammad:

    • geboren 569/70 in Mekka ( مكة المكرمة Makkat al-Mukarramah)
    • 622 Emigration (Hidschra - هِجْرَة) von Mekka nach Medina ( المدينة المنورة ‎, al-Madīnah l-Munawwarah )
    • gestorben 632 in Medina

    Das Gebet in [!] Islam. -- Cairo: Das al-Kitab al-Masri, [o.J.]. -- 34 S. -- Kostenlos verteilt von: La Ligue du Monde Islamique.

    "Unser Prophet Mohammed sagte: "Bete auf deinen Knien, stehend, liegend oder sitzend, bei Tag oder bei Nacht -- aber bete."

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    Wir sind also gerufen – in dieser weihnachtlichen Zeit wie auch immer in unserem Dienst und unsrem Leben – zu leben „von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt. Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.” (Eph 4:15-16)

    Für die World Health Organisation scheint das Problem der Videospielsucht nun so ernst zu sein, dass sie die "Gaming Disorder" als psychische Störung in die Neuauflage ihres Registers für Krankheiten aufnehmen will. Nicht alle Wissenschaftler halten das für eine gute Idee.

    Von Mira Fricke

    Realität und virtuelle Welten Warum Videospiele so real wie die Wirklichkeit sind

    Computerspiele Der Boom der Battle-Royale-Games

    Computerspiele Das passende Adventure zum postfaktischen Zeitalter

    Computerspiele Die Entwicklung der Games

    Kunst und Computerspiele Pixelwelt statt Hyperrealismus

    Tagung zum Kulturgut Computerspiel "Computerspiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen"

    Können Videospiele süchtig machen? Dass es Menschen gibt, deren Vorliebe für Videospiele ihr ganzes Leben dominiert und die auch gegen den eigenen Willen einfach nicht aufhören können zu spielen, darüber sind sich Forscher grundsätzlich einig. Ebenso darüber, dass diesen Betroffenen geholfen werden sollte.

    Kontrovers diskutiert wird jedoch der Vorstoß der Weltgesundheitsorganisation WHO, Gaming Disorder, also zu Deutsch Videospielsucht, als eigenständige Krankheit zu klassifizieren und im offiziellen Krankheitskatalog ICD-11 aufzulisten. Befürworter wie Prof. Matthias Brand sind überzeugt, das wäre ein Fortschritt – auch weil es dadurch leichter würde, Forschungsprojekte zu finanzieren:

    "Es hilft dabei, die Grundlagen-Mechanismen der Störung besser zu verstehen, wenn man entsprechende Forschungsgelder auch für diese Störungen zur Verfügung gestellt bekommt. Das heißt, es hilft sowohl auf der rein wissenschaftlich akademischen Ebene als auch insbesondere auf der Ebene der Betroffenen, um die es geht, um die besser diagnostizieren und therapieren zu können."

    Matthias Brand beschäftigt sich an der Universität Duisburg-Essen mit der Erforschung der psychologischen und neurobiologischen Grundlagen von Verhaltenssüchten wie der Videospielsucht. Gegner des WHO-Vorstoßes wie Dr. Antonius van Rooij vom Institute of Mental Health and Addiction in den Niederlanden warnen wiederum vor Überschlagshandlungen. Sie haben sich in mehreren Diskussions-Papern bereits gegen das Vorhaben ausgesprochen.

    "Ich und eine Reihe anderer Wissenschaftler halten das für verfrüht, weil die Evidenz noch nicht stark genug ist."

    Ihrer Meinung nach gibt es noch nicht genügend qualitativ hochwertige Studien, die eine Klassifizierung der Videospielsucht als eigenständige Krankheit rechtfertigt. Außerdem sei derzeit noch unklar, inwiefern die Videospielsucht möglicherweise mit anderen Krankheiten wie der Depression zusammen hängt:

    "Einige glauben, dass die Videospielsucht besser als ein Bewältigungsmechanismus für andere Krankheiten beschrieben werden kann, anstatt als eigenständige Störung. Das könnte sollte untersuchen, aber bisher gibt es noch viele Unklarheiten auf diesem Gebiet."

    Antonius van Rooij und andere Kritiker sprechen sich daher eher für eine weiter gefasste Definition von Verhaltenssüchten aus:

    "Damit wir nicht ständig eine neue Definition brauchen, wenn es ein neues auffälliges Verhalten gibt. Zurzeit ist Video-Streaming populär und schon sprechen manche von einer Streaming-Sucht. Wir können nicht ständig psychiatrische Standards ändern, nur weil etwas Neues im Internet auftaucht."

    Für Matthias Brand wiederum sind die existierenden Belege ausreichend, auch wenn es in Einzelheiten noch Lücken bei der Evidenz gebe:

    "Sie mag noch nicht in allen kleinen Bereichen den Goldstandard erfüllen aber die überwiegende Zahl der Studien spricht ganz klar dafür, dass es das Problem gibt, dass das Krankheitswert hat für die Betroffenen. Und deswegen spricht nach meinem Dafürhalten nichts dagegen die Störung aufzunehmen."

    Ein weiteres Schlagwort, das in der Debatte immer wieder genannt wird, ist Pathologisierung. Also die Frage ob eine offiziell anerkannte Videospielsucht nicht plötzlich auch Spieler stigmatisiert, die nur zeitweise kaum vom Bildschirm wegkommen.

    Antonius van Rooij: "Wir sorgen uns um Panikmache in den Medien. In einigen Ländern werden Videospiele schon jetzt eher kritisch gesehen. Wir glauben, es könnte als generelles Argument gegen Video- und Computer spiele eingesetzt werden. 'Schau, das ist eine Sucht, eine Störung, das kann nicht gut für dich sein'."

    Für Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität Lübeck ist das ein vorgeschobenes Argument. Er war mit an dem Vorschlag beteiligt, Videospielsucht in den ICD-11 Katalog aufzunehmen und gibt zu bedenken:

    "Es gibt zum Beispiel, wenn wir uns anschauen, die Esssüchte und natürlich kann das auch Menschen stigmatisieren, nämlich Menschen die gerne essen oder einen größeren Körperumfang haben. Deswegen würden wir nicht die Esstörungen aus den ICD-11 Kategorien herausnehmen."

    Viele Besucher fragen uns nach dem Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer. Hier finden Sie Erklärungen zu den Erkrankungen und zur Therapie der Alzheimer-Demenz.

    Vielfältige ambulante Hilfsangebote ermöglichen es Menschen mit beginnender Demenz, weitgehend selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. Lassen die körperlichen oder geistigen Kräfte der Betroffenen jedoch nach oder kann die Wohnung nicht an den zunehmenden Pflegebedarf angepasst werden, ist der Umzug in ein Pflegeheim oft unumgänglich. Erfahren Sie mehr

    Angehörige helfen Angehörigen – Geben Sie Ihre Erfahrungen weiter!

    Lesen Sie hier die Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen! Schreiben auch Sie uns Ihre Erfahrungen.
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    In regelmäßigen Interviews beleuchtet die alzheimerinfo-Redaktion wichtige Aspekte rund um das Thema Alzheimer-Demenz.
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    Diese Aufzählungen sind nicht vollständig. Fügen Sie für sich selber das hinzu, was für Sie zusätzlich noch wichtig ist - und fassen Sie den Mut, sich auf den Weg zu machen, um belastende Umstände nicht mehr einfach zu dulden und hinzunehmen. Es gibt viele kleine und grosse Schritte und Möglichkeiten, aus Ihrer Hochsensibilität eine Kraft zu machen und das innewohnende Potenzial zu entdecken. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie dazu brauchen.
    Wichtig: Falls Sie beim Lesen dieser Zeilen den Eindruck gewonnen haben, es werde hier eine "Leistung" von Ihnen gefordert, die Sie eh nicht erbringen können: Lesen Sie die Zeilen nochmals - und diesmal mit der Überzeugung, dass es hier nicht um Leistung geht. "Für sich selber zu sorgen" heisst nichts anderes, als sich selber wirklich wahrzunehmen und zu akzeptieren und "von diesem Punkt aus" sämtliche Schritte zu planen, mögen diese Schritte auch fern von jedem "normalen Durchschnitt" sein.

    Sobald durch eine Krankheit oder infolge eines Unfalls Ihre Erwerbsfähigkeit auf lange Sicht gefährdet oder eingeschränkt wird, hilft Ihnen die Deutsche Rentenversicherung häufig mit einer Rehabilitation oder einer Rente weiter.

    • übernehmen wir die Kosten für Ihre stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen
    • finanzieren wir Ihnen notwendige Umschulungen oder Weiterbildungen
    • bieten wir Ihnen Anschlussrehabilitationen nach Unfällen oder Akuterkrankungen, wie Herzinfarkt, Operationen oder Krebserkrankungen sowie Entwöhnungsbehandlungen
    • tragen wir die Kosten für Ihre berufliche Rehabilitation – das sind Maßnahmen, die Ihre weitere Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen, wie eine auf Ihre gesundheitlichen Bedürfnisse optimierte Büroeinrichtung oder der behindertengerechte Umbau Ihres Fahrzeugs. Auch die oben erwähnten Umschulungen und Weiterbildungen gehören zur Beruflichen Rehabilitation.

    Mit diesen Leistungen wollen wir Ihnen ermöglichen, Ihre Erwerbsfähigkeit wiederzuerlangen.

    Es trifft nicht immer nur die anderen
    Statistisch gesehen muss jeder fünfte Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig seinen Beruf aufgeben oder ganz aus dem Arbeitsleben ausscheiden.

    Als Versicherter der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten Sie üblicherweise Reha -Leistungen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

    In der Praxis gibt es allerdings auch Ausnahmen. Beispielsweise bei berufsbedingten Unfällen oder während einer Ausbildung. Lassen Sie sich in jedem Fall zunächst einmal beraten. Neben den Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung gibt es dafür die „Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation“:

    Generell gilt: Erst wenn wir alle Rehabilitationsmöglichkeiten ausgeschöpft haben, kommt als letzte Konsequenz eine Erwerbsminderungsrente infrage. Auf diese haben Sie Anspruch, wenn Sie in Folge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage sind, mehr als sechs Stunden am Tag zu arbeiten. Ausführliche Informationen zur Erwerbsminderungsrente haben wir Ihnen im Themenbereich auf unserer Website zusammengestellt:

    Bei tödlichen Unfällen sind die Angehörigen abgesichert: Als Witwen, Witwer, eingetragene Lebenspartner oder Waisen erhalten Sie eine Hinterbliebenenrente:

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    Jeder hat schon einmal von der Krankheit Skoliose gehört. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Was genau ist eine Skoliose und wie äußert sie sich? Ist sie heilbar, wenn ja wie und wer ist in der Regel von Skoliose betroffen?

    Bei einer Skoliose handelt es sich um eine Krankheit, die die Wirbelsäule betrifft. Hierbei kommt es zu einer dreidimensional verbogen und verdrehten Wirbelsäule. Daher wird in diesem Zusammenhang oftmals von einer Wirbelsäulenverkrümmung gesprochen. Skoliose äußert sich in der Regel im Wachstumsalter und ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Ab wann eine Therapie von Skoliose notwendig ist, hängt vom Verlauf der Krankheit, dem Ausmaß, dem Alter des Erkrankten und den Beschwerden ab.

    In vielen Fällen wird den Betroffenen das Tragen eines speziell angefertigten Korsetts vom Arzt verordnet, welches die Wirbelsäule wieder gerade rücken soll. Doch ein Korsett kann Skoliose nicht heilen, hierbei kann nur eine Operation helfen. Mittlerweile ermöglichen moderne Operationstechniken sogar ein aufrechtes und freies Leben für Skoliose-Patienten. Skoliose tritt in vielen Fällen bereits im Alter von zehn Jahren auf. Man kann Skoliose unter anderem daran erkennen, dass sich beispielsweise im Schulterbereich eine Beule bildet, weil sich das Rückgrat seitlich verbogen und in sich verdreht hat.

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    Dem entspricht erstaunlicherweise die Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Gesundheit als einen Zustand definiert, frei von körperlichem, seelischem und sozialem Leid. Demnach gibt es gesunde Menschen höchstens in Anatomie-Lehr­bü­chern, aber nicht in unserer modernen Welt. Was einem Menschen auf dem Weg der Selbstverwirklichung selbstverständliche Basis seines Weltbildes ist, wird letztlich – wenn auch zähneknirschend – von Schulmedizin und Naturheilkunde bestätigt. Der Mensch ist krank. Die Gesundheitsstatistiken sind in Wahrheit Krankheitsstatistiken und zeigen, dass ein durchschnittlicher Bürger in 25 Jahren 2 lebensbedrohliche, 20 schwere und noch 200 mittelschwere bis leichte „Krankheiten“ durch­macht.

    Mit ihren immer raffinierter werdenden Unter­su­chungs­methoden findet die Schulmedizin heute gar keinen wirklich ganz Gesunden mehr. Befragt man 1000 sogenannte Gesunde findet sich darunter prak­tisch keiner, der nicht doch irgendwelche Beschwerden hätte. Die Naturheilkunde mit ihren noch sensibleren Unter­su­chungs­me­tho­den etwa im Rahmen der Elektroakupunktur hat heute bereits Probleme, noch einen Menschen mit ganz normalen Leberwerten zu finden, von Gesundheit ganz zu schweigen. Das Fazit ist überraschend einfach und letztlich sind sich alle: Der Mensch ist krank. Ob man die Hoffnung der Schulmedizin, alle „Krankheiten“ irgendwann auszurotten, teilt oder nicht: im Augenblick ist absolute Gesundheit nicht von dieser Welt. Zu dieser Tatsache kann man in kämpferischer Opposition stehen oder sie akzeptieren, in jedem Fall wird Krank­heit den Menschen zur Aufgabe.

    Aus dem ersten kämpferischen Ansatz[1] wird sich der Arzt mit dem Patienten gegen das Symptom verbünden und versuchen, dieses so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Aus dem spirituellen Ansatz, den ich hier im weiteren Verlauf darstellen will, folgt eher das Gegenteil: Der Arzt verbündet sich mit dem Symptom und schaut, was dem Patienten fehlt, so dass diese Symptomatik notwendig wurde. Dem Krankheitsbild wird Bedeutung zugemessen, indem es gedeutet wird. Aus seiner Symbolik lässt sich dann auf die konkrete darin zum Ausdruck kommende Lebensaufgabe schließen.

    Das ist eigentlich kein ungewöhnlicher Schritt und im normalen Leben weit verbreitet. Wir sind es gewohnt, alles Mögliche zu deuten und sind sogar verstimmt, falls es einmal unterbleibt. Nehmen wir an, jemand antwortet auf die Frage nach dem neuesten Theaterstück: die Bühne hatte die Maße vier mal sechs Meter und war 2 Meter hoch, es waren 8 Schauspieler beteiligt, davon zwei Männer und sechs Frauen, ihre Kostüme bestanden aus x m Seidenstoff und y m Leinen, die Bühne wurde mit soundso viel Lux beleuchtet usw. Wir wären ungehalten, hätten wie doch eigentlich eine inhaltliche Deutung erwartet und nicht eine Be­schrei­bung des rein Formalen.

    Was uns beim Theater so selbstverständlich erscheint, ist es in der Medizin plötzlich nicht mehr. Wenn sich ein Patient drei Tage nach der Erstun­ter­su­chung wieder beim Internisten einfindet, bekommt er zu hören, seine Blutuntersuchungen hätten diese, die Urinprobe jene Werte ergeben, sein Blutdruck habe den Wert x und die Temperatur den Wert y. Im Röntgenbild sei eine Verschattung aufgefallen und das EKG habe folgende Befunde ergeben. Nun ist der Patient erstaun­li­cher Weise nicht ungehalten, sondern zollt einem wissenschaftlich arbeitenden Mediziner Respekt, obwohl auch jetzt nur von der Form und nie vom Inhalt die Rede war. Erst wenn der Internist all seine Befunde deutet und die erlösenden Worte spricht: „Das nennt man Lungenentzündung“, kommt mit dieser Deutung auch wieder Sinn ins Geschehen. Die Frage ist allerdings, warum man ausge­rech­net an diesem Punkt, wo es für den Patienten erstmals interessant und sinnvoll wird, aufhören soll.

    Natürlich ließe sich nach der Bedeutung der Lunge und jener der Entzündung weiterforschen. Das Thema der Lunge ist ganz offenbar Kontakt und Kommunikation, ist sie doch für den Gas­aus­tausch und unsere Sprache verantwortlich, die auf der Modulation des Ausatemstromes beruht. Mit der Entzündung ist das Thema Kon­flikt angesprochen. Erreger kämpfen gegen Antikörper und ihre Mittel sind eindeutig kriegerisch und aggressiv. Es wird belagert und gestorben, angegriffen, blockiert und getötet. Die Makrophagen, wörtlich Großfresser, geben auf Seiten des Körpers genauso wenig Pardon wie die Antikörper, die sich in Kamikaze-Manier auf die Erreger stür­zen, um mit ihnen zugrunde zu gehen. Insofern haben wir es bei der Lugenentzündung mit einem Konflikt im Kommunikationsbereich zu tun. Die häufigen Lungenentzündungen auf Intensivstationen sind dafür Beleg. An den Erregern kann es wohl nicht primär liegen, denn nirgendwo gibt es weniger als gerade hier. Wenn aber die ganze verbliebene Kommunikation mit der Welt über ein paar Plastik­schläuche läuft, bekommen viele Menschen ein Kontakt­pro­blem, und das kann sich mangels anderer Ausdrucksformen u.a. in ei­ner Lungenentzündung verkörpern.

    Die deutende Medizin geht davon aus, dass alles körperliche Geschehen Ausdruck eines dahinterliegenden seelischen Inhalts ist. Wenn wir nur das körperliche Geschehen zudecken, verstärken wir folglich die seelische Problematik. Mit dem Beseitigen von Symptomen landen diese, wie das Wort so ehrlich sagt, auf der Seite, bzw. im Unbewussten oder Schatten.

    Diese Art von Symptomverschiebung würde uns in anderen Bereichen, etwa der Technik, nicht im Traum einfallen. Wenn an einer Maschine das Alarmlicht aufleuchtet, würden wir nicht daran denken, das Birnchen lose zu drehen, um unsere Ruhe zu haben. Bei Kopf- und anderen Schmerzen finden wir dagegen nichts dabei, durch Schmerz­mit­tel einfach das Warnsignal zu blockieren.

    Da wir aus der Physik – wie oben beschrieben – wissen, dass grundsätzlich nichts aus der Welt geschafft, sondern alles nur ineinander umgewandelt werden kann, hat natürlich auch mein Ansatz nur Symptom­verschiebung zu bieten. Allerdings hat eine Verschiebung in der Senkrechten, also zwischen körperlicher und geistig-seelischer Ebene durchaus Heilungschancen im Gegensatz zu jener Symptom­verschiebung, die sich auf die körperliche Ebene beschränkt.

    Bei der Entstehung von Krankheitsbildern sinken inhaltliche Themen, deren bewusste Bearbeitung die Betroffenen verweigern, in den Körper und somatisieren sich hier. Will man das Problem lösen, hat es wenig Sinn, seine Verkörperung mit chemischer (z.B. Korti­son) oder gedanklicher (z.B. Affirmationen, Verhaltenstherapie) Hilfe zu unterdrücken. Es wäre im Gegenteil notwendig, sich den Inhalt hinter der körperlichen Symptomatik wieder bewusst zu ma­chen. Wird das Thema ins Bewusstsein zurückgeholt, besteht zumindest die Chance, es zu lösen. Damit aber wäre der Körper von seiner Darstellungsarbeit entlastet. Tatsächlich stellt der Körper lediglich eine Ausweichbühne für das Bewusstsein dar. Nur Stücke, deren bewusste Aufführung abgelehnt wurde, verkörpern sich auf der Kör­per­bühne.

    Von daher ist deutlich, dass auch Krankheit ein Weg ist, um zu lernen. Wesentlich eleganter und zielführender, allerdings auch nicht angenehmer ist der Weg direkt über das Bewusstsein zu lernen oh­ne vorher auf die Körperbühne auszuweichen. Hier eröffnet sich die Chance echter Vorbeugung. Heute sprechen wir z.B. von Krebsprophylaxe, wenn wir eigentlich Früherkennung meinen. Früh­er­ken­nung ist natürlich besser als Späterkennung, hat aber mit Vorbeugung gar nichts zu tun. Ein Krankheitsbild durch Bewusst­seins­arbeit überflüssig zu machen, weil man das betreffende Thema schon freiwillig auf geistig-seelischer Ebene bearbeitet, ist da­ge­gen echte Prophylaxe.

    Wer Krankheit als Symbol versteht, erlebt am eigenen Leib, wie Form und Inhalt immer zusammengehören, oder wie es Goethe formulierte: Alles Vergängliche ist ein Gleichnis. Krankheit ist der formale Aspekt eines geistig-seelischen Inhalts oder an­ders ausgedrückt: Symptome sind Verkörperungen seelischer Themen.

    Symptomsprache ist eigentlich nur ein Sonderfall der Körpersprache, der mit Sicherheit am weitesten verbreiteten Sprache auf Erden. Obwohl sie die universellste Sprache ist, wird sie allerdings nur noch von wenigen Menschen unserer Kultur bewusst verstanden. Dabei wäre es gar nicht so schwer, sie wieder zu erlernen. Denn unser Körper spricht nicht nur, unsere Sprache ist auch körperlich. Ob wir etwas begreifen oder verstehen, bestimmte Dinge uns an die Nieren gehen oder andere zu Kopf steigen, ab wir uns etwas zu Herzen nehmen, oder es uns auf den Magen schlägt, ob Läuse über unsere Leber laufen oder der Atem vor Schreck stockt, immer ist die Sprache psychosomatisch und zeigt uns eine Verbindung zwischen Körper und Seele, die diese Gesellschaft erst langsam wieder entdeckt.

    Neben der Körpersprache, die sich in der einfachen Beschreibung der Symptomatik ausdrückt und durch umgangssprachliche Wendungen, Sprichworte und Sprachbilder wirksam ergänzt wird, stehen auch die von der Medizin erhobenen Befunde für die Deutung zur Verfügung. Denn tatsächlich ist ja die formale Beschreibung des Krank­heits­geschehens keineswegs falsch oder auch nur überflüssig. Ohne Bühne könnte man kein Theaterstück verfolgen, ohne Beleuchtung bliebe alles im Dunkeln und ohne Kostüme wäre es viel weniger aussage­kräf­tig und eher peinlich. Insofern richtet sich dieser deutende Ansatz nicht gegen die etablierte Medizin, sondern ergänzt sie. So erübrigt es sich, Front gegen die Schulmedizin zu machen. Sie beschäftigt sich nun einmal fast ausschließlich mit der körperlichen Ebene. Reparaturen in diesem Bereich beherrscht sie unvergleichlich gut. Wer ihr Vorwürfe macht, sich nicht um den ganzen Menschen zu kümmern, gleicht dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über mangelnden Meeresblick beklagt. Dieser war ihm gar nicht versprochen worden, und es steht ihm jederzeit frei, ans Meer zu fahren. Wer Heilung wünscht, muss sich um eine ganz­heit­liche Medizin bemühen, die, ohne die Schulmedizin zu entwerten, doch weit über diese hinaus geht wie der Ansatz der Integralen Medizin.

    Die am eigenen Leibe erlebten Symptome und die erhobenen Befunde sollten gleichermaßen gedeutet werden und Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen zum umfassenden Muster des Krankheitsbildes zu­sammengesetzt werden. Die betroffene Region, bzw. das Organ gibt dabei jeweils die Ebene an, auf der das Problem abläuft, im Fall der Lungenentzündung also den Kontakt- und Kommunikationsbe­reich. Das spezielle Geschehen beleuchtet die Art des Problems, im Fall der Lungenentzündung das Thema Konflikt.

    Natürlich ist jedes Krankheitsbild vollkommen individuell und nur in der persönlichen Situation ganz stimmig zu deuten. Wenn so umfassende Krankheitsbilder wie Krebs oder Aids gedeutet werden, ist das besonders zu bedenken. Wirklich erschöpfend werden auch Deutungen erst, wenn sowohl die persönlichen Umstände mit in Betracht gezogen werden wie natürlich auch die betroffenen Organebenen.

    Bei aller Wichtigkeit des Seelenbezuges, der sich in der auf die Zukunft zielenden Causa finalis ausdrückt, ist natürlich auch die Causa effiziens in Gestalt von Erregern oder Schadstoffen nicht zu übersehen. Und auch die Causa materialis ist mit zu bedenken, der ich mein Buch „Peace-Food – wie Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“ gewidmet habe. Tatsächlich wissen wir durch große Studien und harte Fakten, dass die gefährlichsten Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft, die zu den meisten Todesfällen führen, Herzerkrankungen wie Infarkt und Schlaganfall und Krebs durch den Verzehr von Tierprotein dramatisch gefördert werden. Dass Milch(produkte) genau jene Osteoporose fördern, die sie laut Schulmedizin verhindern sollten, ist dabei besonders makaber und schwer anzunehmen. Die wissenschaftlichen Studienergebnisse – wie in „Peace-Food“ dargestellt – lassen daran allerdings leider keinen Zweifel.

    So gehört zur ganzen Medizin beziehungsweise zur „Integralen Medizin“ immer alles und natürlich auch die Schulmedizin. Diese aber braucht dringend Ergänzung im Sinne von Komplementär-Medizin.

    [1] Diese kämpferische Antihaltung der Schulmedizinn ergibt sich schon aus den Bezeichnungen ihres Waffenarsenals, mit dem sie die Krankheitsbilder besiegen will: Antihypertonika und Antikonvulsiva, Antikoagulantien und Antbiotika, Antipyretica und Antihistaminika. Was nicht Anti ist, erweist sich oft noch als Blocker (Säure- und Betablocker) oder wenigstens Hemmer (ACE-Hemmer).

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    Arzt, Seminarleiter und Trainer
    Buchautor – Bestseller in 25 Sprachen

    – Seit 1979 Arzt und Psychotherapeut
    – Weiterbildung zum Arzt für Naturheilweisen
    – 1989 Gründung Heilkunde-Zentrum Johanniskirchen in Niederbayern
    – 2012 Gründung Zentrum TamanGa in der Südsteiermark

    Wir bitten um Verständnis, dass die Blogautoren sich nicht innerhalb der Kommentare beteiligen können und dass wir in Bezug auf ausfällige Kommentare einen noch strengeren Massstab anwenden als im Forum.

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    Der Sinn von Normen besteht darin, eine Vergleichbarkeitsbasis her- bzw. einen Vergleichbarkeitsbewertungsmaßstab bereitzustellen. Im Prinzip erscheinen beim derzeitigen Stand des Wissens fünf solcher Vergleichbarkeitskriterien sinnvoll: Definitions-Norm, konstruktiv-operationale Norm, statistische, funktionelle und ideale Norm.

    Definitions-Norm. Zum Zwecke der Kommunikation und Verständigung werden Übereinkünfte oder Konventionen getroffen, was jeweils unter diesem oder jenem Definiendum (das zu Definierende) verstanden werden soll. Beispiel: Was soll Psychoanalyse, Implosion, Symptomverschreibung, Kongruenz bedeuten? Die normative Bedeutung einer Definition liegt in der Festlegung des Definitionsinhalts. Eine Definition ist im Grunde nichts anderes als eine begriffliche Normierung eines Wortes.

    Konstruktiv-operationale Norm. In der Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie ist es nicht damit getan, die Begriffe zu definieren. Das wird seit Jahrhunderten mehr oder minder erfolglos gemacht. Eine richtige Ordnung und Forschungsbasis wird in unser Fach erst kommen, wenn zugleich zu den Definitionen auch konstruktiv-operationale Normen ausgearbeitet werden, wie Vorliegen, Nichtvorliegen oder die Ausprägung eines Vorliegens oder die Wahrscheinlichkeit davon intersubjektiv wiederholbar hergestellt bzw. überprüft werden kann. Beispiel in der Therapie: "Streifen Sie mit Ihrem rechten Zeigefinger über ihren linken Unterarm hin und her. Drücken Sie mal mehr, mal weniger dabei. Wie nennen Sie das, was Sie soeben erlebt haben?" Die PatientIn wird sich schwer tun, weil zwar das Tun - streichen, kitzeln, berühren, streifen - einen Namen hat, aber nicht diese spezifische Empfindung. Man kann nun sagen: Ok, Sie hatten soeben eine Empfindung, für die wir keinen Namen haben. Ich habe das Beispiel extra gewählt, um Ihnen zu zeigen, daß es für das Empfinden nicht wichtig ist, daß man einen Namen oder einen Begriff hat, sondern eine Empfindung ist eben eine Empfindung und kein Name. Empfinden ist Empfinden, Denken ist Denken. Können Sie mir nun eine ähnliche Aufgabe stellen, damit ich sehen kann, ob ich es Ihnen richtig erklären konnte?" Man kann den Versuch so lange durchführen, bis PatientIn die Sachverhaltsnormierung beherrscht.

    • Querverweis: Beispiel für eine konstruktiv-operationale Definition von phantasieren.


    Statistische Norm. Bedeutet statistische Normen, z. B. relative Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten, Prozentränge, d. h. kummulierte relative Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten, IQ-Werte, T-Werte, Schulnoten, Quantorenzuordnungen (> Normwerte). Ob statistische Normen bedeutsam sind, muß in jedem Fall erst einmal geprüft (validiert, evaluiert) werden. Schon gar nicht muß ein statistischer Extremwert etwas Pathologisches bedeuten. Ein extremer statistischer Normwert bedeutet zunächst sich selbst und sonst nichts. Ist eine Pathologieskala geeicht, dann ist ein statistischer Extremwert in aller Regel (Vorsicht: auch hier sind Ausnahmen möglich und besonders zu kontrollieren, z. B. bei Rentenbegehren, Opferentschädigungen) bedeutsam.

    Exkurs: Verschiedene statistische Normbegriffe

    Norm_Stat_Quer_Über_N. Hier wird über eine Stichprobe oder Population eine Querschnittsstatistik bezüglich eines festgelegten Zeitraumes erstellt. Typische Kennwerte einer solchen Querschnittsstatistik sind z. B. Median, Mittelwert, Standardabweichung, Quartile, Prozentränge. Anwendung Psychotherapieforschung: Vergleich z. B. der Symptomausprägung von Fall- und Kontrollgruppenwerten.

    Norm_Stat_Längs_i. Hier geht es um eine statistische Längsschnittanalyse über ein Individuum, etwa bei Verlaufsforschungen, z. B. ganz typisch in der Psychotherapieforschung und Einzelfallevaluierung der Prae-Post-Vergleich.

    Norm_Stat_Längs_Über_Quer_Über_N. Hier werden mehrere statistische Querschnittserhebungen einer bestimmten Stichprobe über die Zeit hinweg gemacht, z. B. in der Testevaluation für die Reliabilität-, Stabilitäts- und Ergodizitätsprüfung (Parameterkonstanz über die Zeit), wenn etwa die Gültigkeit von Normen, z. B. des HAWIE, überprüft wird. Ein sehr unangenehmes Problem ist hier die Stichprobenfluktuation: das Stichproben- Missing- Data- Problem. Empirisch ist es fast unmöglich, zwei genau gleiche Stichproben nach einem größeren zeitlichen Abstand wieder zusammenzubekommen.

    Norm_Stat_Quer_Über_n-Bezüge_Dimension-i_bei_Indiv. DEF =: Eindimensionale Querschnitts-Statistik über n-Bezüge bei einem Individuum. Anwendungsbeispiel: (1) Lebenszufriedenheitstest LZS. (2) Alle Testskalen, die beanspruchen, Information zu einer Dimension zu erheben, z. B. Depressions- oder Angstskala. Hier wäre es ein Fehler, wenn Äpfel und Birnen zusammengewürfelt würden.

    Norm_Stat_Quer_Über_n-Dimension-i_bei_Indiv. Einführung: Hier werden Äpfel und Birnen zusammengeworfen und es wird ein komplexer, mehrdimensionaler Indexwert gebildet. Solche komplexen, d. h. zusammengesetzten, mehrdimensionalen Größen spielen in vielen Wissenschaften und Lebensbereichen eine Rolle. Die Qualität einer Wohnung, die Qualität eines Lebens, die Qualität einer Beziehung, der Therapieerfolg sind typische Beispiele für mehrdimensionale, komplexe, d. h. zusammengesetzte Größen. Mit der LGW Lebensgrundsatzskala habe ich z. B. einen solchen Indexwert für die Selbstheilungskraft eines Menschen gebildet (Sponsel 1984).

    Funktionsnorm. Hier ist das Normkriterium eine Funktion, z. B. laufen, heben, sprechen, lieben können. Als Funktionsnorm kann man aber auch ganz allgemein das Gesamtbefinden hernehmen. Eine Störung oder Krankheit ist funktionell unbedeutend, wenn keinerlei oder keine nennenswerte Beeinträchtigung spürbar ist 1). Die Funktionsnorm kann u. a. als Orientierungs- und Bewertungsrahmen für die Beurteilung dienen, ob eine statistische Norm bedeutsam ist oder nicht.
    Beispiel Napoleon. 2) Napoleon hatte einen statistisch extrem niedrigen Puls, nämlich eine Rate von 40 (statistische Mittelwertsnorm = 70), wie viele HochleistungssportlerInnen. Da Napoleon hierdurch keinerlei Funktionseinbußen erlitt, er konnte denken, schreiben, reiten, lieben, Kriege führen, muß man wohl sagen: sein statistisch extremer Puls ist funktionsnormiert bewertet als normal zu bezeichnen.

    Idealnorm. Hier ist das Normkriterium ein Ideal, in der Regel nach traditionellen oder individuellen Werten (Schönheit, Rechtmäßigkeit, Richtigkeit, Begründetheit usw.). Idealnormen spielen auch in der Wissenschaft eine große Rolle, nämlich in den wissenschaftlichen Grundfragen: ist eine Theorie richtig, wie gut ist sie begründet und bestätigt, wie viel Unklarheit oder Widersprüche ergeben sich in oder mit ihr? Ideale spielen auch in der Psychotherapie eine ganz bedeutende Rolle. Das Selbst-Ideal ist z. B. ein wesentlicher und grundlegender Begriff in der Psychodynamischen Psychotherapie, aber auch in der Krankheitslehre bei Rogers und in der Gesprächspsychotherapie.

    Grundlagen und die drei Tatsachen jeglicher Normierung

    Damit ein Sachverhalt normiert werden kann, muß es ihn "geben": er muß in irgendeiner Form für die Kommunizierenden, die ihn verwenden wollen, "existieren". Ist die "Existenz" - in welcher Welt [zu den verschiedenen Weltkonzepten in der GIPT] sei zunächst einmal offen gelassen - gesichert, so ist im Prinzip auch eine Normierung möglich. Normieren heißt im wesentlichen, vergleichen bezüglich als Norm ausgezeichneten Sachverhalts. Jede Normierung beruht auf drei Tatsachen: 1) Existenz, 2) Möglichkeit einer Normierung und 3) Einigung oder Übereinkunft (Konvention) auf eine Auswahl der Möglichkeiten zur Auszeichnung und Festlegung als Norm.

    Die Relativität jeglicher Normierung

    Jede Norm beruht auch auf einer Übereinkunft, hängt also auch ab von der Bezugsgruppe der zur Norm Übereinkommenden. Aus dem Bereich der Möglichkeiten wählen die Übereinkommenden Teilbereiche für ihre Normen aus. Im Bereich der Sprache und des Verhaltens kommt es dann durch den entsprechenden Gebrauch der Auswahlen durch die Kommunizierenden zu einer Verankerung in der Wissenschaft-, Bildungs- und Alltagskultur, so daß bei naiver Betrachtung gewisse normative Erscheinungsformen normativen Verhaltens für Fakten und Tatsachen gehalten werden (so etwas tut man / nicht). Die Relativität jeder Norm ist eine zweifache: (1) die relative Willkür bei der Auswahl der Möglichkeiten (2) durch die Bezugsgruppe der Übereinkommenden. Normen sind daher nicht richtig, wahr oder falsch, sondern ähnlich wie Definitionen mehr oder weniger zielangemessen und zweckdienlich oder nicht. Absolute Normansprüche sind daher wissenschaftlicher Unsinn und zu verwerfen.

    Der Wertbegriff und seine Normierung

    Wert, y GIPT Werten, y GIPT Werten_primär. Ein Sachverhalt erhält einen Wert, indem die psychologische Elementarfunktion y GIPT Werten auf ihn angewendet wird. werten führen wir (1) auf die Elementarfunktion y GIPT Wünschen und ihre Kontradiktion ( y GIPT Nicht [Wünschen [. ]) zurück. Ein Sachverhalt erhält also in dem Maße einen Wert, wie er gewünscht oder nicht gewünscht wird.
    (2) y GIPT Empfinden_fühlen_spüren 3) dem Ereignisstrom richtig zuordnen können bezeichnen wir als y GIPT Werten_primär.

    Der Begriff der Abweichung und seine Normierung

    Der Begriff der Abweichung ist zentral für die Beurteilung und Abschätzung des Therapieerfolgs, selbst wenn nur einmal katamnestisch erhoben würde. Auch dann wären die dort erhobenen Werte mit anderen zu vergleichen und das heißt, man würde die Abweichung ermitteln. Daher setzt der Begriff der Abweichung eine Ausprägungs-, Schätz-, Meß- oder eine Abstandsfunktion 4) und eine hieraus entwickelte Skala bzw. Skalierung voraus. Man beachte: Eine statistische Abweichung besagt für sich noch nichts. Abweichungen gelten immer relativ zu einem Meßsystem und Meßverfahren. In der Psychotherapie sind das sehr oft subjektive Schätzungen, z. B. "ich habe sehr starke Angst". Das Wort abweichendes Verhalten beruht im Prinzip, wie die Namensgebung ja schon verrät, auf einer Abstandsdefinition gegenüber einer Bezugsnorm.

    Allgemein braucht man für eine fundierte Theorie der Abweichungen eine Theorie der Ausprägungs-, Schätz- oder Maßeinheiten. Solche Ausprägungs- und Maßeinheiten, die für die praktische Anwendung der Psychologie und Psychotherapie tauglich sind, können mit Hilfe der sog. "Quantoren" in Anwendung auf bestimmte psychische Gegenstandsbereiche (z. B. nach Grundfunktionen klassifiziert: Fühlen, Wollen, Handeln, Befinden, Fähig sein,. ) normiert und geeicht werden.

    Normierung der Einheiten mit Hilfe der Quantoren
    in Psychologie & Psychotherapie 5)

    Auswahl_Quantoren (Qualitaet)
    z. B.: was, welche von. wählen, auswählen, entscheiden
    Sehr bedeutsam bei den Therapiezielen, aber auch den Methoden und wo man den Hebel ansetzt in der Psychotherapie. Wichtig für die Indikationsfrage und natürlich für die Erstellung des Therapieplans.

    Begrenzungs_Quantoren
    z. B.: Mindestens, höchstens, von. bis, ab, bis
    Hier ist das Problem der Grenzen, Bereiche, Anfang und Ende angesprochen. Was soll mindestens erreicht werden? Wo hören wir auf, geben uns zufrieden? Auch das Gebiet der Bedingungen ist berührt: notwendig, hinreichend, höchstens, mindestens, für den Bereich i. j.

    Beschleunigungs_Quantoren
    z. B.: gleichförmig, beschleunigt ansteigend (flach, steil), beschleunigt verlangsamend (flach, steil): Bremsen.
    Bei maniformen Prozessen laufen viele Funktionen beschleunigt ab, während in der Depression der umgekehrte Effekt, die Verlangsamung und Hemmung zu beobachten ist. Bei Symptomverläufen interessiert auch der Verlauf: Bricht es plötzlich herein? Wie schnell entwickelt sich die Symptomatik? Bei allen Wachstumsprozessen z. B. beim Lernen in
    der Psychologie stellt sich die Frage, ob der Lernzuwachs beschleunigt verläuft. Die Vergessenskurve von Ebbinghaus ist ebenfalls keine lineare, sondern eine abnehmend negativ weniger beschleunigte Funktion.

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    Neben genetischen Faktoren tragen auch verschiedene Umwelteinflüsse dazu bei, dass sich eine bipolare Störung entwickelt. Vor allem Stress oder besondere emotionale Ereignisse können die Krankheit auslösen oder den Beginn einer neuen Krankheitsepisode begünstigen. Hierzu zählen zum Beispiel finanzielle oder familiäre Probleme wie Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder der Tod eines Angehörigen. Was als Stress empfunden wird, kann allerdings von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Während der eine zum Beispiel eine anstehende Geburtstagsfeier oder eine Hochzeit als positiv empfindet, können die gleichen Ereignisse bei einem anderen Menschen ein Gefühl von Stress und Überforderung auslösen. Für Menschen, die an einer bipolaren Erkrankung leiden ist es deshalb besonders wichtig, die eigenen Stressfaktoren zu erkennen und diese so weit wie möglich zu vermeiden.

    Wir sind in mehr als 57 Ländern vertreten. Falls Ihr Land nicht dabei ist, wenden Sie sich bitte an unsere weltweit zuständigen Kontaktpersonen.

    1. Was sind bipolare Störungen?

    Bipolare Störungen wurden früher häufig als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Für bipolare Störungen typisch sind extreme Stimmungsschwankungen zwischen „himmelhoch jauchzend“ und „zum Tode betrübt“. Die Betroffenen wechseln zwischen Phasen der Hochstimmung ( Manie, Hypomanie ) und ausgeprägter Niedergeschlagenheit ( Depression ). Zwischen den Krankheitsepisoden bestehen immer wieder mehr oder weniger lange Zeitintervalle mit ausgeglichener Stimmung, in denen die Betroffenen sich gesund fühlen und nur wenige oder keine Symptome der Erkrankung zeigen.

    Die starken Stimmungsschwankungen haben großen Einfluss auf die Lebensführung der Betroffenen. Sie führen oft zu Problemen im zwischenmenschlichen Bereich, in Beruf und Alltag. Selbstmordgedanken oder -versuche sind bei Menschen mit bipolaren Störungen häufig. Auch für Familienangehörige und Lebenspartner kann die Erkrankung eine große Herausforderung sein.

    Bipolare Störungen zeigen kein einheitliches Krankheitsbild: Dauer, Ausprägung und Häufigkeit der Phasen unterscheiden sich von Patient zu Patient.

    2. Wie häufig sind bipolare Störungen?

    In Deutschland sind schätzungsweise bis zu zwei Millionen Menschen von bipolaren Störungen betroffen. Häufig treten erste Symptome der Erkrankung im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter auf. Bis zur richtigen Diagnosestellung vergehen nicht selten mehrere Jahre.

    3. Was sind mögliche Ursachen für bipolare Störungen?

    Die genaue Ursache der bipolaren Störungen ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass es mehrere Auslöser für die Erkrankung gibt. Grundsätzlich kann jeder unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Zugehörigkeit an bipolaren Störungen erkranken. Bipolare Störungen können familiär gehäuft auftreten. Da es jedoch kein „Bipolar-Gen“ gibt, handelt es sich nicht um eine „klassische Erbkrankheit“. Die genetische Veranlagung führt aber dazu, dass andere Faktoren wie positive oder negative Ereignisse oder Lebensumstände leichter eine Krankheitsepisode auslösen können.

    Man geht heute davon aus, dass bei bipolaren Störungen eine Stoffwechselstörung im Gehirn vorliegt, die zu einem Ungleichgewicht von Botenstoffen, den sog. Neurotransmittern Serotonin, Noradrenalin und Dopamin führt. Dies hat Einfluss auf das Verhalten und Fühlen des Patienten und führt zu den für bipolare Störungen charakteristischen extremen Stimmungslagen.

    4. Welche Symptome zeigen sich bei bipolaren Störungen?

    Bipolare Störungen verlaufen in Phasen mit Stimmungsschwankungen. Man unterscheidet die Phasen „ Manie “, „Hypomanie“ und „ Depression “. Es kommt aber auch vor, dass manische und depressive Symptome in kurzen Wechseln oder gleichzeitig auftreten. Der Betroffene kann sich dann lustlos und erschöpft fühlen, gleichzeitig aber auch getrieben und rastlos. Diese Form der bipolaren Störung wird als gemischte Episode bezeichnet.

    4.1. Was kennzeichnet eine Manie oder manische Phase?

    In der Manie ist eine gehobene, oft überdrehte Stimmungslage typisch, aber auch eine erhöhte Reizbarkeit und Streitsucht kann beobachtet werden. Während einer manischen Phase sind die Betroffenen voller Tatendrang und haben ständig neue Ideen. Sie zeigen ein gesteigertes Selbstbewusstsein sowie Kontakt- und Redebedürfnis. Die gehobene Stimmung führt nicht selten zu risikoreichem Verhalten, darunter leichtsinnige Geldausgaben und sexuelle Abenteuer. Die Symptome der Manie machen es dem Betroffenen schwer, sich krank zu fühlen (sog. mangelnde Krankheitseinsicht).

    Typische Symptome der Manie:

    • Unbegründete gehobene oder gereizte Stimmung
    • Rastlose Unruhe und Aktivität
    • Gesteigerte Gesprächigkeit, Rededrang
    • Erhöhte Kreativität und Gedankenflut
    • Wenig Schlaf- und Ruhebedürfnis
    • Selbstüberschätzung, Realitätsverlust, Enthemmung
    • Psychotische Symptome (z.B. Größenwahn und Halluzinationen)

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    Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine Hautinfektion, die vor allem bei Kindern unter 10 Jahren auftritt. Wir zeigen Ihnen, wie die Erkrankung aussieht, welche Symptome auftreten können und wie sie behandelt wird.

    Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

    Typischer Ausschlag der Hand-Mund-Fuß-Krankheit an den Händen.

    Ausschlag der Hand-Mund-Fuß-Krankheit an den Beinen.

    Typischer Ausschlag der Hand-Mund-Fuß-Krankheit an den Füßen.

    Veränderungen an den Nägeln bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit

    Liebe Patienten und Besucher,

    Prof. Dr. Med. Markus Weber

    Zentrumseiter Muskelzentrum / ALS Clinic

    Edaravone: Neues Medikament zur Behandlung der amyotrophen Lateralsklerose zugelassen

    Publikation von Endaravone in "The Lancet" neues Fenster

    Letzte Aktualisierung: 10/12/2013 | Rente

    Wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt in der Lage sind, einer Arbeit nachzugehen, liegt eine verminderte Erwerbsfähigkeit vor. Typische Krankheiten können beispielsweise schwere Depressionen, Bandscheibenvorfälle, Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebs sein. Den Lebensunterhalt sichert in solchen Fällen die Erwerbsminderungsrente. Grundlage ist das Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, § 435 SGB III. Damit werden die frühere Berufsunfähigkeitsrente und Erwerbsunfähigkeitsrente ersetzt. Wenn ein Anspruch vor dem 01.01.2001 bestand, gelten die alten Regelungen unverändert.

    Voraussetzungen

    • Sie haben die Regelaltersgrenze für die Altersrente noch nicht erreicht
    • Die Erwerbsfähigkeit kann durch Rehabilitationsmaßnahmen nicht mehr hergestellt werden
    • Sie können generell nur noch weniger als 6 Stunden am Tag arbeiten
    • Sie sind seit mindestens 5 Jahren versichert (sog. Wartezeit) in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu zählen:
      • Beitragszeiten, auch wenn Sie Krankengeld, Arbeitslosengeld I oder II bezogen haben, sich der Kindererziehung oder der häuslichen Pflege gewidmet haben oder freiwillige Zahlungen geleistet haben
      • Ersatzzeiten, z.B. politische Verfolgung in der DDR
      • Versorgungsausgleich nach Scheidung
      • Zuschläge für 400-Euro-Jobs
      • Rentensplitting
    • Innerhalb der letzten 5 Jahre Mitgliedschaft in der Rentenversicherung haben Sie mindestens 3 Jahre lang Pflichtbeiträge bezahlt
    • Die Wartezeit kann auch weniger als 5 Jahre betragen, wenn
      • die Erwerbsminderung durch Arbeitsunfall oder Berufskrankheit auftritt und Sie zu diesem Zeitpunkt versicherungspflichtig sind oder in den letzten 2 Jahren wenigstens 12 Monate lang Pflichtbeiträge bezahlt haben
      • die Erwerbsminderung innerhalb von 6 Jahren nach Ihrer Ausbildung auftritt. In den letzten 2 Jahren haben Sie mindestens 12 Monate lang Pflichtbeiträge abgeführt

    Prozedere für Anerkennung der Erwerbsminderung

    • Antragstellung
    • Prüfung der Erwerbsminderung anhand ärztlicher Unterlagen bzw. Gutachten
    • Bescheid über Auszahlung einer Erwerbsminderungsrente

    Leistung: volle Erwerbsminderungsrente

    • Sie können auf unabsehbare Zeit nicht mehr als 3 Stunden pro Tag arbeiten
    • Sie bekommen keine Arbeitsstelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Behindertenwerkstätten oder ähnliche Einrichtungen zählen nicht dazu

    Leistung: halbe Rente bei teilweiser Erwerbsminderung

    • Wenn Sie zwischen 3 und 6 Stunden täglich arbeiten können, erfüllen Sie die Voraussetzungen für eine teilweise Erwerbsminderung. Sie haben Anspruch auf die Hälfte der Erwerbsminderungsrente
    • Die anteilige Erwerbsminderungsrente soll dann in Kombination mit einer Teilzeitarbeit Ihren Lebensunterhalt sichern. Können Sie keinen Teilzeitarbeitsplatz finden und Sie sind arbeitslos, kann die volle Erwerbsminderungsrente, als Arbeitsmarktrente bekannt, gewährt werden
    • Versicherte, die vor dem 02. Januar 1961 geboren sind, können bereits eine teilweise Erwerbsminderung geltend machen, wenn sie berufsunfähig sind, also nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten können und keine adäquate Stelle bekommen. Versicherte, die nach dem 01. Januar 1961 geboren wurden, müssen dagegen auch einen weniger qualifizierten Job annehmen, bevor sie Anspruch auf Erwerbsminderung haben

    Auszahlung

    • Die volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente wird frühestens 6 Monate nach Eintritt bezahlt. Davor erhalten Sie 6 Wochen lang Entgeltfortzahlung und danach Krankengeld
    • Die Auszahlungshöhe hängt von Ihrem bisherigen Einkommen, Ihren Versicherungsjahren und davon ab, ob Sie in den alten oder den neuen Bundesländern wohnen. Insoweit muss die Berechnung individuell erfolgen. Im Schnitt beträgt die volle Erwerbsmindungsrente 30 – 34 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens. Bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente ist es die Hälfte
    • Die volle Erwerbsminderungsrente erhalten Sie erst mit Vollendung des 63. Lebensjahres. Wenn Sie jünger sind, erfolgt für jeden Monat früherer Inanspruchnahme ein Abschlag von 0,3 Prozent oder maximal 10,8 Prozent
    • Die Auszahlung erfolgt als Zeitrente, d.h. sie wird nur für maximal 3 Jahre bewilligt. Eine Wiederholung ist mit neuem Antrag möglich. Eine Dauerrente kann bewilligt werden, wenn eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit unwahrscheinlich ist
    • Wenn Sie das 65. Lebensjahr vollenden, wird die Erwerbsminderungsrente in eine normale Regelaltersrente automatisch umgewandelt
    • Leistungen aus der Unfallversicherung mindern die Erwerbsminderungsrente
    • Die Zahlung erfolgt höchstens bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze
    • Während des Bezugs der Rente wegen voller Erwerbsminderung sind Sie versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung

    Besteuerung:

    Generell ist die Rente aufgrund Erwerbsminderung als Einnahme steuerpflichtig. Durch die steuerlichen Freibeträge und Sonderausgaben sind in der Regel aber keine Steuern zu bezahlen.

    Hinzuverdienst bzw. anderweitiges Einkommen:

    • Die Rente aufgrund Erwerbsminderung kann gekürzt werden oder sogar wegfallen, wenn
      • Sie Arbeitsentgelt aus Nebenjobs erhalten
      • Sie Einkommen aus Selbständigkeit beziehen
      • Sie Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld bekommen
      • Sie Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten
      • Vorruhestandsgeld bezahlt wird
      • ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht
    • Ein Verdienst von mehr als 400 Euro monatlich trotz voller Erwerbsminderung führt zu einer Kürzung der Erwerbsminderungsrente. Hier werden die 3/4-, 1/2- oder 1/4-Teilrenten in Ansatz gebracht. Unter 400 Euro dürfen Sie hinzu verdienen. 2 Monate lang dürfen Sie bis zu 800 Euro verdienen, ohne dass dies bei der Rente berücksichtigt wird. Bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente beträgt die Mindesthinzuverdienstgrenze 857,33 Euro (West) bzw. 753,55 Euro (Ost)
    • Wenn Sie nicht oder in einem Minijob gearbeitet haben und damit bestenfalls nur einen geringen Verdienst erhalten haben, wird eine Mindesthinzuverdienstgrenze in Ansatz gebracht. 2 Monate pro Kalenderjahr dürfen Sie diese Grenze bis zum doppelten Betrag überschreiten
    • Nicht als Hinzuverdienst gelten
      • Leistungen als Pflegeperson
      • Einkünfte, die in Behindertenwerkstätten oder ähnlichen Einrichtungen erzielt werden

    Eine schwere Krankheit bricht aus: Sie gefährdet die Lebensplanung, stellt alles infrage.

    Werde ich wieder gesund? Welche Eingriffe kommen auf mich zu? Werde ich sterben? Diese Fragen tauchen auf – für Erwachsene wie für Kinder.

    Um ein schwer krankes Familienmitglied drehen sich alle Gedanken, Hoffnungen und Ängste. Die Familie ist aus dem Gleichgewicht gebracht.

    Wie reagieren Kinder, wenn Vater oder Mutter ernsthaft erkranken?

    Kinder reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in der Familie. Sie spüren sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt.

    Weiß das Kind nichts über Krankheiten, kann die Unwissenheit Schuldgefühle auslösen. Mitunter malen sich Kinder Szenarien aus, die die Wirklichkeit weit übertreffen. Es kommt vielleicht auf den Gedanken, es sei schuld an der Erkrankung. Die Krankheit sei die Strafe dafür, dass es unartig war oder böse Dinge gedacht hat, oder dass nun alle Familienmitglieder sterben müssten. Darum ist es sehr wichtig, dem Kind deutlich zu machen, dass es keinerlei Anteil am Entstehen der Krankheit hat.
    Die Wahrheit kann da nur entlasten.

    Eltern zögern oft, ihrem Kind von der schweren Krankheit zu erzählen. Sie wissen nicht, wie sehr sie ihr Kind mit diesem schwerwiegenden Problem belasten können und sollen. Sie möchten ihrem Kind nur ungern Sorgen bereiten.

    Trotzdem muss über die neue Situation gesprochen werden. Auf Dauer kann man ohnehin nicht vor den Kindern verbergen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sprechen Sie mit Ihrem Kind, denken Sie daran, dass Sie ihm nicht zu viel zumuten. Kinder schützen sich selbst. Sie stellen erst dann die nächste weiter gehende Frage, wenn sie die ersten Informationen verarbeitet haben.

    Kinder können auch in schweren Zeiten spielen oder fröhlich sein. Das bedeutet nicht, dass sie nicht in Sorge wären. Wichtig bleibt für das Kind Nähe, Geborgenheit und Sicherheit.

    Manche Kinder stellen weniger Fragen: Sie reagieren auf die schwere Erkrankung von Vater oder Mutter mit Rückzug. Sie zeigen ihre Probleme mit der Krankheit in Verhaltensweisen wie Nägel kauen, Aggression, Weinen oder Bauchschmerzen.

    Viel Zuwendung und ein vorsichtiges Herantasten an das Problem helfen dem Kind. Manchmal sprechen Kinder lieber mit einer nahe stehenden Person.

    Eltern sollten sich nicht scheuen, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen.

    Schwer erkrankte Kinder und Jugendliche müssen zunächst die Diagnose bewältigen. Sie müssen sich auf eine längere, oft schmerzhafte Behandlung einstellen. Sie werden aus ihrer alltäglichen vertrauten Welt plötzlich herausgerissen und begegnen einer beängstigenden fremden Welt: dem Krankenhaus. Sie sind gezwungen, sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen.

    Kinder spüren sehr genau, was vorgeht. Sind sie beispielsweise auf einer Krebsstation, begegnen sie täglich anderen Kindern, denen es besser oder schlechter geht als ihnen. Sie erfahren, was die schwere Krankheit, die belastende Therapie und auch der Tod bedeuten.

    Auch die Eltern und Geschwister müssen die Diagnose verarbeiten. Der ganze Lebensplan der Familie wird infrage gestellt. Ängste um das Kind und vor einer ungewissen Zukunft, nicht selten Schuldgefühle erfordern zur Bewältigung ungeheure psychische Kräfte. Wochen-, oft monatelange Klinikaufenthalte, Operationen, Chemotherapie werden zumeist von der Mutter begleitet, während der Rest der Familie allein zurechtkommen muss.

    Nicht alle Kinder besiegen die Krankheit. Müssen sie sterben, ist die Familie in einer ganz besonderen, belastenden Situation.

    Familien mit schwer kranken Kindern dürfen sich nicht scheuen, Unterstützung zu suchen. Gespräche mit Therapeuten oder in Selbsthilfegruppen entlasten und helfen, die Krise zu überwinden. Hilfe kann beispielsweise in einem Kinderhospiz gefunden werden.

    Leben Geschwister in der Familie, werden deren Probleme nicht selten übersehen. Die Sorgen der Eltern konzentrieren sich auf das kranke Kind. Es braucht viel Zuwendung. Jede freie Minute wird mit dem erkrankten Kind verbracht. Die Eltern sind oft am Rande der Erschöpfung. Die Familie muss manchmal mit wochenlangen Trennungen fertig werden. Die Geschwister bleiben zurück. Sie werden zwar meist von anderen Personen liebevoll betreut, müssen aber auf ihr gewohntes Familienleben verzichten.

    Geschwister müssen mit einer Flut von Gefühlen fertig werden: Angst und Mitgefühl, Wut und Eifersucht, Bangen und Hoffen. Auch sie benötigen jemanden, dem sie sich anvertrauen können.

    Übrigens: Berufstätige Mütter und Väter von kranken Kindern (unter zwölf Jahren), die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit. So können Eltern pro Jahr, Kind und Elternteil zehn Tage (bei mehreren Kindern höchstens 25 Tage) freigestellt werden.

    Allein Erziehende können pro Jahr und Kind 20 Tage (bei mehreren Kindern höchstens 50 Tage) zur Pflege ihres kranken Kindes freigestellt werden.

    Grundsätzlich ist wichtig, dem Kind zu erklären, dass es leichte und schwere Krankheiten gibt. An einer Erkältung kann man nicht sterben. Kleinere Kinder meinen sonst, jede Krankheit ist lebensbedrohlich.

    Immer wieder werden Fragen auftauchen. Warten Sie ab, was Ihr Kind wissen möchte. Denn Kinder schützen sich, indem sie nur so viel fragen, wie sie verkraften können. Darum brauchen Kinder Zeit.

    Antworten Sie so, dass es Ihr Kind verstehen kann. Geben Sie Ihrem Kind immer ehrliche Antworten. Offenheit – auch wenn sie weh tut – schafft Vertrauen.

    Kinder denken über ihre Krankheit entsprechend ihres Alters und ihrer Entwicklung.

    Kleine Kinder spüren, dass etwas Schlimmes mit ihnen geschieht. Sie haben Angst vor medizinischen Eingriffen wie Spritzen, Operationen und so weiter. Sie leiden außerordentlich unter der Trennung von der Familie. Sie haben noch keine Vorstellung vom Tod. Oft zeigen sie in Spiel oder Malereien, was sie über die Krankheit wissen.

    Eltern können durch Geschichten oder Märchen über Krankheit und Tod ihrem Kind helfen, mit diesem Thema zurechtzukommen. Auch Bilderbücher oder Bücher zum Vorlesen sind geeignet, dem Kind ein Bild davon zu vermitteln, was mit ihm geschieht. Offenheit ist sehr wichtig.

    Ältere Kinder verstehen, was eine lebensbedrohliche Krankheit bedeutet. Sie fürchten sich vor dem Tod, einer Behinderung oder einer schmerzhaften Therapie. Durch die langen und wiederkehrenden Klinikaufenthalte verlieren sie ihre Freunde. Dies ist für sie zusätzlich belastend. Darum ist es wichtig, dass sie Besuch bekommen und so wenigstens ein bisschen Kontakt halten können.

    Ältere Kinder wissen über den Tod meist sehr genau Bescheid. Oft schweigen sie darüber, um ihre Eltern nicht zu erschrecken. Um sie zu entlasten, ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, mit den Eltern oder einer vertrauten Person über ihre Befürchtungen zu sprechen.

    Bunter Kreis (Betreuung von Familien mit chronisch, krebs- und schwerstkranken Kindern in Schwaben)