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Im Altersvergleich muss die mathematische Leistung in den unteren 10% liegen,

Ein hochbegabtes Kind mit einem Prozentrang von >10% (z.B. 11%) im Mathetest kann nicht mehr als rechenschwach gelten, obwohl durch die immer noch sehr geringe mathematische Leistung auch psychische Probleme drohen.

Die Rentenreform 2014 brachte eine höhere Rente für Erwerbsgeminderte, allerdings nur bei Rentenbeginn ab 1. Juli 2014. Für neue EM-Renten stieg die Zurechnungszeit von 60 auf 62 Jahre. Zudem wurde die Berechnungsgrundlage verbessert.

Wer krank ist, nicht mehr arbeiten kann, also erwerbsgemindert ist, erhält gegenwärtig eine Erwerbsminderungsrente.

Die EM-Rente wird so berechnet, als hätte er noch bis zum vollendeten 60. Lebensjahr weiter mit dem alten Verdienst gearbeitet. Diese so genannte "Zurechnungszeit" fingiert also eine Erwerbstätigkeit bis zum 60. Lebensjahr. Mit der Rentenreform 2014 wird sie um zwei Jahre - verlängert - von 60 auf 62 Jahre. Das bedeutet, das Erwerbsgeminderte nunmehr so gestellt werde, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen zwei Jahre länger als bisher gearbeitet hätten. Im vergleich zur alten Rechtslage kann das ein Plus von rund 45 Euro im Monat bedeuten.

Allerdings haben nur Rentenzugänge ab dem 1. Juli 2014 im Alter von unter 62 Jahren etwas von diesen Neuregelungen bei der Erwerbsminderungsrente. Für die Alt-Erwerbsminderungsrentner und solche Neu-Erwerbsminderungsrentner, die schon älter als 62 Jahre sind, sind die gesetzlichen Reformen unerheblich.

Für die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist neben der Länge der Zurechnungszeit auch bedeutsam, wie der Verdienst ermittelt wird, der für die Zurechnungszeit maßgebend ist. Bislang wurde das fiktive Gehalt in der Zurechnungszeit auf Basis des Durchschnittsverdiensts während des gesamten Erwerbslebens bis zum Eintritt der Erwerbsminderung berechnet.

Ab dem 1. Juli 2014 wird die Berechnung geändert. Es wird geprüft, ob die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung sich negativ auf diese Berechnung auswirken, z.B. weil in dieser Zeit wegen körperlicher oder seelischer Einschränkungen bereits Einkommenseinbußen vorhanden waren. So solche Einkommenseinbußen kommen häufig vor, weil die Menschen in dieser Zeit schon häufig krank waren, oder krankheitsbedingt nicht mehr so viel bzw. gar nicht mehr arbeiten konnten. Mindern also die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung die Ansprüche, werden diese vier Jahre bei der Berechnung des fiktiven Gehalts während der Zurechnungszeit nicht mehr berücksichtigt. Es findet also eine "Günstigerprüfung" durch die Deutsche Rentenversicherung statt.

Gründe für die Verbesserung der Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ist in der Vergangenheit Jahr für Jahr gesunken. Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag im Jahr 2001 betrug 676 Euro. Im Jahr 2012 betrug er lediglich noch 607 Euro. Die Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine Erwerbstätig nicht mehr ausüben können, sind auf die Solidarität der Versichertengemeinschaft angewiesen.

Wer hat etwas von der neuen Erwerbsminderungsrente?

Nur Versicherte, die ab dem 1. Juli 2014 im Alter von unter 62 Jahren in Erwerbsminderungsrente gehen, werden etwas von der Neuregelung haben. Für alle anderen verbleibt es bei den bisherigen Regelungen. Eine Rückwirkung auf Altrenten findet aus Gründen der Finanzierbarkeit des gesamten Rentensystems nicht statt.

Eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) kann beantragt werden, wenn der Arbeitnehmer aufgrund einer Krankheit oder sonstigen Behinderung nicht mehr in der Lage ist, wenigstens sechs Stunden am Tag zu arbeiten.

Es gibt eine teilweise Erwerbsminderungsrente und eine volle Erwerbsminderungsrente. Teilweise erwerbsgemindert ist, wer täglich noch zwischen drei und bis unter sechs Stunden arbeiten kann. Die Folge ist eine Teilrente.

Voll erwerbsgemindert ist, wer weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Es besteht dann ein Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente.

Eine Ausnahme besteht für arbeitslose Menschen, die teilweise Erwerbsgemindert sind. Da sie keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, können sie eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten.

Ob eine Erwerbsminderung gegeben ist, entscheidet ein medizinischer Gutachter. Dieser wird vom Rentenversicherungsträger bestellt. Ob eine Erwerbsminderung vorliegt, wird nicht berufstypisch beantwortet. Es kommt also nicht darauf an, ob man in seinem bisher ausgeübten Beruf nicht mehr die Mindeststundenzahl arbeiten kann, sondern ob man generell irgendeine Arbeit noch ausüben kann.

Es gibt aber noch eine Ausnahme. Bei denjenigen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind, kommt es auf die Berufsunfähigkeit an, also darauf, ob sie in gelernten oder einem vergleichbaren Beruf noch arbeiten können oder nicht.

Eine Voraussetzung für die EM-Rente ist, dass vor Eintritt der Erwerbsminderung wenigstens fünf Jahre lang eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung bestanden haben muss. Das bedeutet nicht, dass 5 Jahre lang Beiträge eingezahlt worden sein müssen. Es reicht auch, wenn etwa Kindererziehungszeiten vorliegen.

Eine weitere Voraussetzung für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente ist, dass in den letzten fünf Jahren vor der Erwerbsminderung wenigstens 36 Monate lang Pflichtbeiträge eingezahlt worden sind. Diese Pflichtbeiträge können auch durch andere Zeiten, etwa von Kindererziehung, Krankheit und Arbeitslosigkeit, erfüllt werden.

Die EM-Rente wird erst sechs Monate nach Eintritt der Erwerbsminderung gezahlt. Bis dahin zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Die EM-Rente wird für zwei oder drei Jahre bewilligt. Nach Ablauf des Zeitraums werden die Voraussetzungen erneut überprüft. Wichtig hierbei ist, dass man rechtzeitig vor Ablauf der Rentenbewilligung einen neuen Antrag auf EM-Rente stellt. Dies sollte etwa vier Monate im Voraus erfolgen.

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In der ortho­mo­le­ku­la­ren Psych­ia­trie wer­den bereits seit Jahr­zehn­ten Vit­ami­ne, Mine­ral­stof­fe, Ami­no­säu­ren und Fett­säu­ren the­ra­peu­tisch ein­ge­setzt. Einer der Pio­nie­re auf die­sem Gebiet, Dr. Abra­ham Hof­fer, ist in 2009 im Alter von 91 Jah­ren in Bri­tish Colum­bia gestor­ben. Er hat beob­ach­tet, dass Pati­en­ten mit Schi­zo­phre­nie von der Ein­nah­me von Vit­amin B3 (Nia­cin) und Anti­oxi­dan­ti­en pro­fi­tier­ten. Sei­ne bahn­bre­chen­de Beob­ach­tung mach­te er an einem schi­zo­phre­nen Pati­en­ten, der sich im kata­to­nen Zustand im Koma befand und zu ster­ben droh­te. Als The­ra­pie­ver­such ver­ab­reich­te Dr. Hof­fer gro­ße Men­gen an Vit­amin B3 und Vit­amin C über eine Magens­ode, wodurch der Pati­ent über­lebt hat. Am nächs­ten Tag konn­te der Pati­ent das Getränk selbst im Sit­zen trin­ken und nach 30 Tagen wur­de er sym­ptom­frei ent­las­sen.

Damit der Rah­men die­ser Arbeit nicht gesprengt wird, ver­zich­te ich auf eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung von Ein­zel­wir­kun­gen von Nähr­stof­fen und ver­wei­se auf die ent­spre­chen­de Fach­li­te­ra­tur im Anhang. Die 10 wich­tigs­ten ortho­mo­le­ku­la­ren Nähr­stof­fe bzw. Vital­stoff­kom­bi­na­tio­nen, die ich als Ner­ven­schutz­sub­stan­zen bei mei­nen Pati­en­ten ein­set­ze, sind in der Tabel­le 4 Brain-Pro­tec­tion- For­mu­la auf­ge­führt.

Pati­en­ten, die an Depres­sio­nen oder ande­ren neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen lei­den, soll­ten nicht nur nach den her­kömm­li­chen Metho­den (Psy­cho­the­ra­pie, Psy­cho­phar­ma­ka, Psych­ia­trie) behan­delt wer­den. Ent­zün­dun­gen, Umwelt­gif­te, Stö­run­gen im Magen-Darm-Trakt und ein erhöh­ter Nähr­stoff­be­darf kön­nen als mög­li­che Ursa­chen oder Sym­ptom­ver­stär­ker infra­ge kom­men.

Die fol­gen­den Ana­ly­sen betrach­te ich als Basis­un­ter­su­chun­gen bei Depres­sio­nen und ande­ren Erkran­kun­gen des Ner­ven­sys­tems:

  • Gro­ßes Blut­bild mit Homo­cystein, Vit­amin D3, IgE, IL-6, hs-CRP.
  • Stoff­wech­sel- & Nähr­stoff­pro­fil: Orga­nix Pro­fil
    (Ori­gi­nal Test von GENOVA Dia­gnostics, USA ).
  • Stuhl- & Ver­dau­ungs­ana­ly­se (Pil­ze, Para­si­ten?)
    NEU: Mikro­bi­om Ana­ly­se mit­tels DNA- und Laser­tech­no­lo­gie (Mal­di-Tof) (Ori­gi­nal Tests von Doc­tors Data bzw. GENOVA, USA ).
  • Toxi­sche Metal­le, Mine­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te im Urin, Haa­ren bzw. Blut (Doc­tors Data/ USA ver­fü­gen über 40-jäh­ri­ge Labor­er­fah­rung).
  • Abklä­rung Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten
    (z.B. Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit).
  • Pep­ti­d­ana­ly­sen im Urin (Caso­mor­phi­ne, Glu­teno­mor­phi­ne).
    Bedingt durch eine gestör­te Ver­dau­ung von Kuh­milch- und Getrei­de­pro­te­inen kön­nen unver­dau­te Eiwei­ße (z.B. Caso­mor­phi­ne, Glu­ten­exor­phi­ne) ent­ste­hen, die Ner­ven- und Hirn­funk­tio­nen ähn­lich wie Mor­phin stö­ren. Sie sind asso­zi­iert mit Autis­mus, ADHS, Depres­sio­nen und Schi­zo­phre­nie. Seit 2009 sind Urin­tests zur Abklä­rung einer sol­chen Pep­ti­dun­ver­träg­lich­keit Bestand­teil des Dia­gnos­tik­spek­trums in mei­ner Pra­xis.
Die­sen Bei­trag u.a. im PDF-For­mat her­un­ter­la­den und bequem lesen:

Schwung, Ener­gie und Lebens­freu­de durch NADH // Prof. Wal­ter Birk­may­ers Ent­de­ckung // Das CoEn­zym 1 und sei­ne Funk­ti­on // The­ra­peu­ti­scher Ein­satz von NADH // Depres­si­on …

Wie Ent­zün­dun­gen, Umwelt­gif­te, Stö­run­gen der Ver­dau­ung, Nähr­stoff­man­gel den Gehirn­stoff­wech­sel beein­flus­sen // Ent­zün­dun­gen ver­ur­sa­chen Depres­sio­nen…

Mein The­ra­pie­kon­zept habe ich als das „ 3-E “ Pro­gramm zusam­men­ge­fasst:

Nasenbluten tritt auf, wenn die feinen Gefäße in der stark durchbluteten Nasenschleimhaut verletzt werden. Im vorderen Teil der Nase, dem so genannten Locus Kießelbachi, treffen gleich mehrere Blutgefäße zusammen, deshalb entstehen hier die meisten Blutungen (90%). Blutungen im vorderen Teil der Nase sind fast immer harmlos. Gefährliche Blutungen entstehen häufiger im hinteren Teil der Nase.

Die Ursachen sind entweder lokal, d.h. sie liegen im Bereich der Nase und Nasennebenhöhlen, oder systemisch bedingt, z.B. als Symptom einer Erkrankung oder als Begleiterscheinung einer Medikamenteneinnahme oder einer körperlichen Entwicklungsphase.

Oft reicht schon ein kräftiges Schnäuzen der Nase oder Nasenbohren, um die empfindlichen Gefäße der Nase einreißen zu lassen und dadurch Nasenbluten auszulösen. Dies wird durch eine vorgeschädigte Nasenschleimhaut begünstigt: Überheizte Räume im Winter, Klimaanlagen im Sommer oder Allergien, wie beispielsweise Heuschnupfen sorgen für trockene, gereizte Schleimhäute. Auch abschwellende Nasentropfen oder -sprays sollte man den Nasenschleimhäuten zuliebe nur kurzzeitig verwenden. Ist die Schleimhaut stark geschädigt, können Blutungen auch scheinbar ohne jeden Grund auftreten.

Nasenbluten kann auch durch äußere Einwirkung, wie einen Schlag oder einen Sturz, ausgelöst werden - unabhängig davon, ob das Nasenbein bzw. die Nasenscheidewand gebrochen ist oder keine Fraktur vorliegt. Stecken sich Kleinkinder einen Fremdkörper (z.B. eine Erdnuss, eine Erbse, eine Perle oder einen kleinen Knopf) in ein Nasenloch, kann dies durch eine Verletzung der Nasenschleimhaut ebenfalls Nasenbluten verursachen.

Veränderungen an der Nasenscheidewand, wie z.B. Eiteransammlungen (Abszess) oder kleine Risse bzw. Löcher in der Scheidewand (Perforation), können auch zu Blutungen unterschiedlicher Stärke führen. In seltenen Fällen muss bei wiederholtem Nasenbluten an gut- oder bösartige Tumoren (Neoplasien) in der Nasenhöhle oder in der Nasennebenhöhle gedacht werden.

Nasenbluten kann manchmal auch als Begleitsymptom oder Vorbote einer ernst zu nehmenden Krankheit auftreten. Deshalb sollten Sie bei häufigen, ungeklärten Blutungen Ihren HNO-Arzt aufsuchen.

Zu den so genannten systemischen Auslösern für Nasenbluten gehören vor allem Nierenerkrankungen und Gefäß-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie) und Arteriosklerose. Aber auch bei fieberhaften Infektionen wie Grippe oder Masern kommt es zu einer verstärkten Durchblutung der Schleimhäute und damit eventuell häufiger zu Blutungen. Dies gilt ebenso wenn die Nasenschleimhaut in Folge von Erkältungskrankheiten und Allergien entzündet ist.

Auch Patienten mit der Bluterkrankheit (Hämophilie), Leukämie, einer angeborenen Funktionsstörung der Blutplättchen (Thrombopathie) oder der seltenen vererbbaren Gefäßerkrankung Morbus Osler neigen zu Nasenbluten.

Medikamente, die die Blutgerinnung im Körper hemmen, so genannte Antikoagulanzien, nennt man umgangssprachlich auch Blutverdünner. Sie führen zu erhöhter Blutungsneigung und damit öfter mal zu Nasenbluten. Dazu gehören z.B. Acetylsalicylsäure (ASS) und die Wirkstoffgruppe der Kumarine bzw. Cumarine, die gezielt den Spiegel des Vitamins K im Körper senken, welches zur Blutgerinnung benötigt wird.

Bei Kindern und Jugendlichen kommt es häufig auch ohne Fremdeinwirkung zu Blutungen im vorderen Teil der Nase. Das ist meistens völlig harmlos. Bei Kindern und Jugendlichen passiert das öfter im Zuge starker Wachstumsschübe, z.B. während der Pubertät.

In der Schwangerschaft sind alle Schleimhäute stärker durchblutet, daher kommt es leichter zu Nasenbluten. Das ist völlig ungefährlich.

GEW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband Berlin

Letzte Aktualisierung: 30.11.2017

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In der Therapie von bipolaren Störungen kommen Medikamente zum Einsatz, die ausgleichend auf den Stoffwechsel des Gehirns wirken, sogenannte Stimmungsstabilisierer. Abhängig davon, ob der Patient sich in einer manischen oder einer depressiven Phase befindet, werden unterschiedliche Wirkstoffe eingesetzt. Dazu zählen Lithium, bestimmte Mittel, die auch gegen Epilepsie wirken und verschiedene atypische Neuroleptika. Reichen Stimmungsstabilisierer nicht aus, können auch Kombinationen zum Einsatz kommen mit Neuroleptika, Antidepressiva, Sedativa und Hypnotika.

Eine Psychotherapie kann helfen, mit der Erkrankung besser umzugehen, nach einer Krankheitsepisode wieder in den Alltag zurückzufinden und Frühwarnzeichen und Symptome zu erkennen, die einen Rückfall auslösen können. Verfahren, die erfolgreich eingesetzt werden, sind Verhaltenstherapie, Familientherapie und tiefenpsychologische Verfahren.

In speziellen Schulungsprogrammen (Psychoedukation) informieren Ärzte oder Psychologen über die Erkrankung. Betroffene und Angehörige lernen, Frühwarnzeichen richtig zu deuten und die Symptome einer beginnenden Manie, Hypomanie oder Depression rechtzeitig wahrzunehmen und damit umzugehen.

Was ist eine bipolare Störung oder manische Depression?

Die bipolare Störung oder manische Depression wird den affektiven psychischen Störungen zugeordnet. Affektiv bedeutet sinngemäß: Von der aktuellen Stimmung geleitet. Eine bipolare Störung beinhaltet sowohl manische als auch depressive Phasen. Die jeweiligen Phasen sind nicht mit dem Willen beeinflussbar, können aber mit den richtigen Maßnahmen und den passenden Psychopharmaka mitunter abgeschwächt werden. Auf die medikamentöse Unterstützung kann bei dieser psychischen Erkrankung in der Regel nicht verzichtet werden. Manchmal ist eine Anpassung der Medikamentenzusammenstellung und -dosis erforderlich. Ist der Patient medikamentös wieder richtig eingestellt, kann er bis zum nächsten Ausbruch einer Phase wieder ein relativ normales Leben führen.

Bei der bipolaren Störung sind auch Mischphasen möglich. So gibt es eine Art Zwischenphase auf dem Weg zur Manie, die hypomanische Phase, in der die Veränderungen im Verhalten noch nicht sehr auffällig sind und schnell als hoher Antrieb, gesteigertes soziales Bedürfnis oder schlicht gute Laune missgedeutet werden. Als Angehöriger freut man sich dann möglicherweise, dass der Betroffene aus der Depression heraus ist und es scheinbar wieder aufwärts geht. Daher übersieht man eventuell die feinen Anzeichen dafür, dass sich auch wieder eine Manie anbahnen könnte. Eine weitere Mischphase ist die, in der manische Aspekte mit einer eher depressiven Grundstimmung vermengt ist.

Die einzelnen manischen und depressiven Phasen sind auf der Internetseite von Falk Richter noch näher beschrieben. Auch mögliche Maßnahmen zur Prophylaxe von Depressionen können Sie dort nachlesen.

Die Dauer der Phasen kann – ebenso wie der gesamte Krankheitsverlauf – ganz unterschiedlich sein. Über mehrere Wochen kann sich die manische Phase hinziehen. Die Depression kann noch länger dauern. Nicht immer kann ein konkreter Auslöser für die Phasen von außen festgestellt werden. Im späteren Verlauf genügen immer geringere Auslöser für den Ausbruch einer manischen oder depressiven Phase, und die Frequenz zwischen den Phasen kann sich verringern. Allerdings kann es auch sein, dass die depressiven Phasen mit steigendem Alter häufiger werden und länger anhalten.

Eine genetische Veranlagung ist möglich. Ob diese psychische Krankheit jedoch tatsächlich auftaucht, hängt auch mit anderen Faktoren wie den biografischen Erfahrungen, der Persönlichkeit des Betroffenen und wie er etwa mit Schicksalsschlägen umgeht zusammen. Meist sind Betroffene eher dünnhäutig und schnell durch belastende Ereignisse aus der Bahn geworfen. Wenn sie dann nicht einen gesunden Umgang damit finden, kann sich die Gefahr einer bipolaren Erkrankung möglicherweise vergrößern.

Auch ein hormoneller Einfluss kann die beiden Phasen einer bipolaren Störung begünstigen. So wird bei einer Manie im Körper deutlich mehr Dopamin und Noradrenalin ausgeschüttet, was den gesteigerten Antrieb erklärt. Bei der Depression hingegen ist zu wenig Serotonin und Noradrenalin vorhanden, so dass der Antrieb stark vermindert ist und sich der Betroffene kaum mehr an etwas erfreuen kann.

Zu Beginn der Erkrankung gibt es meist einen konkreten Auslöser. Das kann ein schicksalhaftes oder gar traumatisches Ereignis oder der Verlust / Tod eines geliebten Menschen sein. Ist die bipolare Störung dann einmal ausgebrochen, verselbstständigt sich diese psychische Krankheit praktisch.

Bipolare Störung - Symptome der Manie und der Depression

Wodurch äußert sich eine manische Phase?

  • Der Betroffene wirkt überdreht, redet fast ununterbrochen und sprunghaft mit abrupten Themenwechseln. Für den Zuhörer ist es meist sehr schwer, den rasend schnellen Gedankengängen der bipolaren Person zu folgen. Auf dem Höhepunkt der Manie dichtet diese auch Aspekte hinzu.
  • Sein Drang zu handeln ist in der manischen Phase stark erhöht. Dabei muss die Handlung nicht immer Sinn ergeben. Eine Prioritätensetzung erfolgt nicht. Seine Aufmerksamkeit kann sich auf im Augenblick unwichtige Dinge richten und im nächsten Moment schon einen anderen Anreiz finden.
  • Er kann sich offenbar nicht längere Zeit auf eine Sache konzentrieren. Alles, was ihm gerade wild durcheinander im Kopf herumwirbelt, hat für ihn in dieser Situation subjektiv die gleiche Wichtigkeit.
  • Es findet kein vollständiger Realitätsverlust statt. Seine Handlungen und geäußerten Gedanken beziehen sich meist auf eine reale Begebenheit oder Ereignisse aus seinem Leben (auch vergangene Erlebnisse werden angesprochen). Lediglich auf dem Höhepunkt der Manie treten Wahnvorstellungen jeweils kurzfristig und sehr abrupt auf. Fakten kann er meist auf Nachfrage abrufen. Das Gedächtnis wird durch die Erkrankung an sich grundsätzlich nicht beeinträchtigt.
  • In der Manie ist ein Bipolarer generell sehr unruhig. Da er keine Ruhe findet, kann er oft nicht schlafen und verspürt auch nicht das Bedürfnis danach. Er bemerkt nicht, wenn er erschöpft ist, und nimmt die Anzeichen von Erschöpfung oder von gesundheitlichen Beschwerden nicht ernst. Mitunter hält er sich für unbesiegbar.
  • Auch kann es sein, dass er in der manischen Phase übermäßig viel Geld ausgibt oder sich in sozialen Situationen taktlos verhält. Ein Risikobewusstsein ist in der manischen Phase nicht vorhanden.

Was kennzeichnet die depressive Phase?

  • In der depressiven Phase ist der bipolare Mensch eher antriebslos und verspürt keine Freude mehr an den Aktivitäten, die ihm sonst angenehm waren.
  • Alles erscheint ihm sinnlos, seine Lage hoffnungslos, sein Selbstwertgefühl ist im Keller. Im schlimmsten Fall sehnt er sich nach dem Tod. Der suizidale Anteil muss nicht zwangsläufig Teil der Depression sein, kann aber auftreten.
  • Er grübelt ständig über Dinge, die ihm Sorgen bereiten. Negative Gedankenschleifen bilden sich, aus denen er letztendlich ohne Hilfe von außen nicht mehr herauskommt. Er gibt sich selbst die Schuld an allem (auch unbegründet) und macht sich Vorwürfe.
  • Seine Energiekapazität ist sehr eingeschränkt. Selbst einfache Alltagsverrichtungen fallen ihm schwer und er kann sich oft nicht dazu überwinden. Dafür ist er in der Depression viel schneller erschöpft als sonst.
  • Als Nebenerscheinung kann er an Gewicht verlieren, weil er keinen Appetit hat. Oder er nimmt in der depressiven Phase zu, weil er mehr isst (Frustessen, Genuss von Süßigkeiten zur kurzfristigen Stimmungsaufhellung).
  • Die Depression kann auch von Unruhe begleitet sein.

Tipps für Angehörige von einer bipolaren Störung Betroffener

Allgemeine Ratschläge bei einer manischen Depression

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Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Stimmungsschwankungen kennen wir in unserem Leben. Es ist ganz normal, dass man mal einen guten Tag hat und mal einen weniger guten Tag. Mal ist man leicht reizbar, manchmal lässt man sich auch mehr gefallen. Bei den Menschen, die an einer bipolaren affektiven Störung (kurz: bipolare Störung) leiden fallen diese Schwankungen weitaus extremer aus. Die Stimmungsveränderungen reichen von schwer depressiven Phasen mit Suizidgedanken, bis zu schwer manischen Phasen (Hochgefühle). Es kann sein, dass Erkrankte noch vor einer Stunde sehr euphorisch und fröhlich gewesen sind, nun sind sie allerdings in sich gekehrt, traurig und möchten nichts von der Welt wissen– ohne Grund. Deshalb wird die bipolare Störung auch als manisch-depressive Störung bezeichnet. Bis zu drei Personen von 100 leiden an der bipolaren Störung. [1]

Für mich stellt sich nun die Frage, wie die bipolare Störung behandelt werden kann, welche Verlaufsformen es gibt und welche verschiedenen Phasen mit dieser psychischen Erkrankung einhergehen.

Um diese Fragen zu beantworten befasse ich mich zuerst damit was eine bipolare Störung im Allgemeinen ist. Danach behandle ich die einzelnen Phasen der bipolaren Störung und ihre einhergehenden Symptome. Darauf folgt Kapitel vier mit den Ursachen der bipolaren Störung. Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit den Verlaufsformen der bipolaren Störung. Hier unterscheidet man zwischen Bipolar I, Bipolar II, zwischen dem Rapid Cycling und den Mischzuständen. Hierzu behandle ich noch das Suizidrisiko der Erkrankten. In dem letzten Kapitel befasse ich mich mit den Behandlungsmöglichkeiten der bipolaren Störung.

Wie schon in der Problemstellung erwähnt handelt es sich bei einer bipolaren affektiven Störung um eine schwere Psychische Krankheit, bei der die Betroffenen starke Stimmungsschwankungen durchmachen. Zwischen den manischen Hochphasen, die sich durch bspw. Hochgefühle kennzeichnen setzen depressive Phasen ein. Diese machen sich durch Niedergeschlagenheit und bspw. Traurigkeit bemerkbar. Die Betroffenen fühlen sich ihren Schwankungen ausgesetzt und fühlen sich, als könnten sie die Phasen nicht beeinflussen. Die bipolare Störung kennzeichnet sich auch dadurch, dass das Zeitgefühl verloren geht. Das heißt, depressive Phasen wirken unendlich und unausweichlich. Die Phasenhaftigkeit wird von den Erkrankten nicht wahrgenommen. [2]

Die Manie kennzeichnet sich durch eine ungewöhnlich gute Stimmung und emotionale Euphorie. Die Erkrankten fühlen sich während dieser Phase sehr leistungsstark. Sie benötigen darüber hinaus während dieser Phase nur wenig Ruhe und Schlaf. Schon oft nach drei Stunden Schlaf stehen sie wieder auf. Der Tatendrang lässt den Schlaf in das Unnötige rücken. Schlaf ist für sie Zeitverschwendung. Was besonders gefährlich in der manischen Phase ist, ist, dass die Betroffenen eine falsche Einschätzung der Realität haben. Sie können während der Phase akustische Halluzinationen haben (hören Dinge die nicht real sind) oder optische Halluzinationen (sehen Dinge die nicht real sind). Treten zusätzlich Halluzinationen auf spricht man von einer psychotischen Manie. Die Maniker leugnen, dass sie Probleme hätten. Sie wirken sehr gereizt, wenn man sie auf offensichtliche Probleme anspricht. Aus diesem Grund ist es auch schwer den Betroffenen klar zu machen, dass sie krank sind. Deshalb müssen sie oft gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Die Stimmung ist mindestens eine Woche ungewöhnlich gehoben, kann aber auch gereizt sein. Die Betroffenen empfinden die Manie als ein sehr angenehmes Gefühl. Die Manie entsteht oft über mehrere Tage hinweg. Weitere Symptome der Manie sind:

- Größenwahn
- Beschleunigung und Erregung der psychischen Abläufe
- Verstärktes Kontaktbedürfnis
- Erhöhte Risikobereitschaft [3]

Der Unterschied zwischen der Manie und der Hypomanie ist, dass die Symptome bei der Hypomanie weitaus leichter sind. Bei der Diagnose einer Hypomanie genügt es, wenn die Symptome vier Tage lang auftreten. Ein Krankenhausaufenthalt darf bspw. auch nicht erforderlich gewesen sein. Des Weiteren spricht man von einer Hypomanie, wenn keine psychotischen Merkmale (Halluzinationen) vorhanden sind. [4]

Viele Menschen definieren Depression als eine Form der Traurigkeit. Die Traurigkeit stellt hier allerdings nur ein Symptom dar. Die Depression ist eine Erkrankung, die sowohl das psychische Gleichgewicht, als auch das Denken und Handeln beeinträchtigt. Die Personen die eine depressive Phase durchmachen sind nicht nur traurig, sondern ihre Gefühlswelt ist erloschen. Sie können sich nicht freuen, allerdings können sie in traurigen Situationen auch nicht weinen. Symptome sind neben der gedrückten Stimmung und dem Interessenverlust des Weiteren Freud- und Ausdruckslosigkeit. Das Selbstwertgefühl bei den Erkrankten ist stark vermindert. Oft kommen Suizidgedanken und Schuldgefühle hinzu, welche die Depression deutlich verstärken.

Weitere Symptome der Depression sind:

- Schwermut
- Ängste, Gefühlslosigkeit
- Schlafstörungen
- Antriebsmangel
- Selbstzweifel
- Appetitverlust oder gesteigerte Nahrungsaufnahme. [5]

Der Mischzustand beinhaltet neben den Symptomen der depressiven Episode ebenso die der manischen Episode. Entweder die Symptome treten gleichzeitig auf oder wechseln nach kurzer Zeit. Die Stimmungsstörung ist so schwer, dass eine ausgeprägte Beeinträchtigung in beruflichen Aufgabenbereichen und sozialen Aktivitäten besteht. Auch wenn ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist um die Person selbst oder andere zu schützen kommt der Mischzustand in Betracht. Bei Mischzuständen können des Weiteren psychotische Merkmale vorliegen. Viele Erkrankte empfinden den Mischzustand als hypomanische Phase mit depressiven Einschüben. Bei dieser Phase ist das Risiko eines Suizids besonders hoch. [6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Phasen der bipolaren Störung [7]

Die bipolare Störung kann nicht vererbt werden, allerdings kann die Anfälligkeit für solch eine Erkrankung von Generation zu Generation vererbt werden. Belastende Lebensereignisse können dann zu einem Ausbruch der bipolaren Störung führen (= Vulnerabilitäs-Stress-Modell). Ist ein Elternteil an der bipolaren Störung erkrankt, so besteht eine Wahrscheinlichkeit von bis zu 20%, dass das Kind auch an einer bipolaren Störung erkranken wird. Sind beide Elternteile an einer bipolaren Störung erkrankt ist das Risiko sogar bis zu 60% hoch. [8]

Es konnte nachgewiesen werden, dass die Hirn-Botenstoffe (Dopamin, Serotonin, Noradrenalin) nicht normal arbeiten. Es wurden also Veränderungen im Neurotransmitterhaushalt festgestellt. Neurotransmitter sind Stoffe des Körpers, die Reaktionen im Körper und Gehirn hervorrufen. In der depressiven Phase findet ein Mangel an den Neurotransmittern Noradrenalin und Serotonin statt. Bei der Manie ist genau das Gegenteil der Fall. Man weiß allerdings nicht auf was das zurückzuführen ist. Wahrscheinlich basiert dies auf der Veränderung mehrerer Gene/Transmitter. [9]

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F31.7
Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig remittiert

Der betroffene Patient hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte affektive Episode und wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese; in den letzten Monaten und gegenwärtig besteht keine deutliche Störung der Stimmung. Auch Remissionen während einer prophylaktischen Behandlung sollen hier kodiert werden.

  • ICD-10
  • F30-F39 - Affektive Störungen
  • F31 Bipolare affektive Störung
  • F31.7 Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig remittiert

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Ich bin seid vielen Jahren Bipolar und schaffe es nicht, trotz Medikamenten und Therapien, auch nur ansatzweise damit umzugehen. Oft ist es so, dass ich die Phasen der Manien erst erkenne, wenn schon wieder alles zerstört ist. Ich baue mir immer wieder neu was auf, zB. einen Beruf finden, arbeiten und komme immer wieder dahin, dass ich zu spät merke, dass ich völlig überfordert bin und über meine Kräfte hinaus gearbeitet habe und zusammenbreche. Darauf folgt dann meistens eine bodenlose Depression, in der ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe. Ich schade mir selbst, indem ich Alkohol trinke, Haschisch rauche, Beruhigungs-und Schlaftabletten nehme, um den Stillstand und meine Einsamkeit erträglich zu machen.Ich lebe mittlerweile sehr zurückgezogen, weil mir soviel Angst macht und ich mir selbst nicht mehr traue.

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Altersabhängige Makuladegeneration (AMD): Blickpunkt-Netzhaut (Menschen mit Netzhautdegenerationen), Berichte von Gruppen, mailto:goth-schmidt(at)onlinehome.de
Pro Retina Deutschland e.V., Regionalgruppe Augsburg, Berichte von Gruppen,
http://www.pro-retina.de
siehe auch unter Augen- und Sehbehinderung

SHG Manisch-depressive (Großraum Augsburg)
SHG Bipolare Störung Augsburg
SHG für Angehörige von Menschen mit bipolaren Störungen Augsburg
SHG Bipolare Störung Gersthofen
Bipolare Selbsthilfegruppe Allgäu (Stadt Kempten), http://www.bipolare.de
SHG Bipolare Störung Kaufbeuren

Mann sein e.V. Augsburg, 3 Gruppen, http://www.mannsein-ev.de

Stammtisch für Selbstgerinnungsbestimmung (Großraum Augsburg)

Marfanhilfe e.V. Regionalgruppe Süddeutschland, http://www.marfan.de (Deutschlandweit)

Bundesverband Medizingeschädigter, Auskunftsperson (Großraum Augsburg)

Blaues Kreuz SHG Augsburg - Süd
SHG für Betroffene und Angehörige, Kreuzbund,
http://www.kreuzbund-augsburg.de (Einzugsgebiet Schwaben)
Kreuzbund Gruppe "Kleeblatt" Immenstadt (LK Oberallgäu),
http://www.kreuzbund-augsburg.de/immenstadt.html
Kreuzbund Gruppe Sonthofen & Sonthofen "Neues Leben" (LK Oberallgäu),
http://www.kreuzbund-augsburg.de/sonthofen.html
Kreuzbund Gruppe Kempten (Stadt Kempten),
http://www.kreuzbund-augsburg.de/kempten.html
Blaues Kreuz Immenstadt (LK Oberallgäu), www.blaues-kreuz.de/plz8
Blaues Kreuz Kempten (Stadt Kempten), www.blaues-kreuz.de/plz8
MPU-Info Augsburg

SHG malignes Melanom Augsburg

SHG Messies Kempten
Anonyme Messies (Großraum Augsburg)
SHG Messies Kaufbeuren, http://www.kaufbeuren.shg-bayern.de
Messies, Selbsthilfegruppe Friedberg

Deutsch-Bengalische Gesellschaft Augsburg e.V., http://www.deutsch-bengalische.org
Türkische Frauengesprächsgruppe (Großraum Augsburg)
Russisch muttersprachliche Angst- und Depressionsgruppe "Vital" Augsburg

SHG Mobbing für Betroffene und Angehörige,
Augsburg SHG Aktiv Mobbing abwehren (Großraum Augsburg)
Mobbing Gruppe Memmingen
SHG-Mobbing - Burn out (LK Günzburg)

Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Ortsgruppe Augsburg (Großraum Augsburg), mit 6 Rehasportgruppen für Morbus Bechterew Erkrankte,
http://www.dvmb-augsburg.de, mailto:gruppensprecher(at)dvmb-augsburg.de
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Ortsgruppe Donauwörth (LK Donau-Ries), http://www.dvmb-donauwoerth.de
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Ortsgruppe Günzburg (LK Günzburg)
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Ortsgruppe Kaufbeuren (Stadt Kaufbeuren)
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Ortsgruppe Kempten (Stadt Kempten)
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Ortsgruppe Füssen (LK Ostallgäu)
Gesprächskreis für Frauen mit Morbus Bechterew, Dt. Vereinigung MB (Großraum Augsburg)

Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V., http://www.dccv.de
SHG Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, http://www.crocoaugsburg.de
Morbus Crohn (LK Ostallgäu)
Selbsthilfegruppe Crohn/Colitis Kempten-Oberallgäu (Stadt Kempten)

Neurofibromatose/Morbus Recklinghausen (Stadt Kempten)

Erst himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt – so stellen sich die extremen Stimmungswechsel für Menschen mit einer bipolaren Störung dar. Forscher haben nun zwei neue Genregionen entdeckt, die mit der verbreiteten Erkrankung zusammenhängen.

Rund ein Prozent der Bevölkerung erkrankt im Laufe seines Lebens an einer bipolaren Störung, die auch als manisch-depressive Krankheit bekannt ist. Die Patienten durchlaufen eine wahre Achterbahn der Emotionen: Im extremen Wechsel erleben sie manische Phasen mit Größenwahn, gesteigertem Antrieb und vermindertem Schlafbedürfnis sowie depressive Episoden mit stark gedrückter Stimmung bis hin zu Suizidgedanken. Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollständig verstanden, jedoch haben über psychosoziale Auslöser hinaus genetische Faktoren einen großen Anteil. „Für die Ausprägung einer bipolaren Störung hat nicht ein einzelnes Gen einen starken Effekt“, sagt Prof. Dr. Markus M. Nöthen, Direktor des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn. „Es sind offenbar sehr viele verschiedene Gene beteiligt, die mit Umweltfaktoren auf komplexe Weise zusammenwirken.“

Die Wissenschaftler des Instituts für Humangenetik waren in den vergangenen Jahren bereits an der Entschlüsselung mehrerer Gene beteiligt, die mit der bipolaren Störung in Zusammenhang gebracht werden. Die Forscher um Prof. Dr. Marcella Rietschel vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, Prof. Dr. Markus M. Nöthen vom Universitätsklinikum Bonn und Prof. Dr. Sven Cichon vom Universitätsspital Basel nutzten nun in einer internationalen Forschungskollaboration Patientenzahlen in einem bisher nicht gekannten Umfang: Es wurden neue Erbgut-Daten von 2.266 Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung und 5.028 Kontrollpersonen gewonnen, mit bestehenden Datensätzen zusammengefügt und gemeinsam analysiert. Insgesamt wurden Daten über das Erbgut von 9.747 Patienten mit Daten von 14.278 gesunden Menschen verglichen. „Die Untersuchung der genetischen Grundlagen der bipolaren Störung in dieser Größenordnung ist weltweit bislang einmalig“, sagt Prof. Rietschel vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim.

Manhattan-Diagramm: Die assoziierten Stellen im menschlichen Genom ragen als “Skyscraper” aus dem Hintergrundrauschen heraus. Die gestrichelte Linie kennzeichnet die Schwelle der Signifikanz. © Grafik: Mühleisen, Leber, Schulze et al., Nature Communications 2014

Die Fahndung nach Genen, die an der manisch-depressiven Erkrankung beteiligt sind, gleicht einer Suche im Heuhaufen. „Die Beiträge einzelner Gene sind so gering, dass sie normalerweise im `Grundrauschen´ genetischer Unterschiede nicht zu erkennen sind“, erklärt Prof. Cichon vom Universitätsspital Basel. Erst wenn die DNA von extrem vielen Patienten mit bipolarer Störung gegen das Erbgut von einer ebenfalls sehr großen Zahl an gesunden Menschen abgeglichen wird, schälen sich Unterschiede statistisch abgesichert heraus. Solche Verdachtsregionen, die auf eine Erkrankung hindeuten, nennen Wissenschaftler Kandidatengene.

Zwei neue Genregionen entdeckt und drei bekannte bestätigt

Die Forscher erfassten mit automatisierten Analyseverfahren im Erbgut der Patienten und Vergleichspersonen jeweils rund 2,3 Millionen verschiedene genetische Marker. Die anschließende Auswertung mit biostatistischen Methoden ergab insgesamt fünf Risikoregionen auf der DNA, die mit der bipolaren Störung in Zusammenhang stehen. Davon wurden zwei neu entdeckt: Das Gen „ADCY2“ auf Chromosom fünf und die sogenannte „MIR2113-POU3F2“-Region auf Chromosom sechs. Die Risikoregionen „ANK3“, „ODZ4“ und „TRANK1“ wurden bereits in vorangegangenen Studien beschrieben. „Diese Genregionen wurden jedoch in unserer aktuellen Untersuchung statistisch nochmals besser abgesichert – der Zusammenhang mit der bipolaren Störung ist nun noch deutlicher geworden“, sagt Prof. Nöthen.

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Die bipolare Störung ist eine psychische Störung und auch unter der manisch-depressiven Erkrankung bekannt. Der Patient hat keine körperlichen Leiden, sondern bei der kann seinen täglichen Ablauf nicht mehr willentlich kontrollieren. Er verfällt in ein Verhaltensmuster was die Mitmenschen für nicht normal halten. Das geht mit den unterschiedlichsten Manien daher, wie zum Beispiel Hochgefühl und Kaufzwang.

Unter bipolar versteht man entgegengesetzt, das beschreibt den Wechsel aus manischen und hypomanischen Phasen. Die Depression tritt bei den Betroffenen in verschieden langen Zeitabschnitten auf, es kann 4 x im Jahr auftreten aber auch wöchentlich. Der Patient fällt in ein schwarzes Loch möchte sich verkriechen und von niemanden etwas hören. Je nachdem wie häufig und stark die Störungen auftreten, muss die Behandlung entsprechend ausgerichtet werden. Es ist sehr schwer, eine vollständige Heilung zu erlangen. Der behandelnde Arzt wird verschiedene Medikamente verschreiben und den Patienten in besonders schweren Fällen in eine Klinik einweisen. Die Selbstmordrate ist bei der bipolaren Störung sehr hoch, man spricht von ca 20 % der Betroffenen. Man hat inzwischen festgestellt, dass eine der Ursachen für den Ausbruch der Krankheit teils genetisch bedingt ist; es handelt sich hierbei um ca 10 % der Erkrankten. Die vielfältigen anderen Gründe für die bipolare Störung ist das Umfeld des Patienten. So kann Mobbing am Arbeitsplatz, unregelmäßige Schichtarbeit, zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf ein Grund sein. Schicksalsschläge wie der Tod eines geliebten Menschen, Vertreibung aus der Heimat, Krieg und viele andere extreme Situationen können den Ausbruch verursachen.

Aber auch ein Überfall oder eine Vergewaltigung und ein schwerer Unfall kann zu der Störung führen. Je schneller in diesen Fällen eine psychologische Betreuung erfolgt, desto besser ist die Heilungschance.

Da gesunde Mitmenschen den krankhaften Zustand nicht nachvollziehen können und daher auch nicht damit umgehen können, wird ein solcher Patient ausgegrenzt. Er verliert häufig seinen Arbeitsplatz, seine Freunde oder manchmal auch seine Familie. Dies wiederum verschlimmert den Zustand in der Regel und es wird noch problematischer eine Heilung zu erlangen. Die Möglichkeit hier zu helfen ist für die Personen im Umfeld des Patienten sehr begrenzt. In manchen Fällen kann aber eine Ruhephase im Leben und eine Änderung der Störfaktoren zu einer Besserung führen, wobei dies aber nicht von heute auf morgen erfolgt, sondern man muss Geduld haben.

„Die Struktur aber ist auch gefährlich: Wann wird sie zum Stress, wann die beamtische Pflicht zum deprimierenden Übel? Ausschlafen aus gesundheitlichen Gründen ist immer wieder angezeigt, bloß nicht dem Stress das Steuer überlassen; doch auch nicht zu viel schlafen, denn sonst ist die depressive Verstimmung da, und die Abwehrreaktion dagegen könnte eine Manie auslösen. Schläft man wiederum zu wenig, droht die Manie gleich unvermittelt. Oh boy.

(Die Welt im Rücken von Thomas Melle, S. 213)

„Wir müssen keine Übermenschen sein, um schlechte Zeiten zu überstehen, und niemand kann immer gut drauf sein. Aber auch wenn die Dinge ganz schlecht aussehen, können wir immer noch positiv in die Zukunft blicken. Optimismus ist eine Wahlmöglichkeit, die wir haben, wenn wir kreativ sind und selbst die Initiative ergreifen.“

Und manchmal gilt es abzuwarten und durchzuhalten, bis man wieder frei genug ist zu erkennen, dass es diese Wahlmöglichkeit tatsächlich gibt.

„…Dabei gibt es zwei wichtige Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten: bei der Kompensation darauf zu achten, dass andere Menschen bzw. die Umgebung (die Umwelt) so wenig wie möglich belastet werden, und bei der notwendigen Ablenkung, das tendenzielle Suchtpotential auf mehrere ‚Objekte der Begierde‘ zu verteilen. Die grundlegende Kompensation besteht bei Größenselbst-Narzissten in der übermäßigen Leistungsbereitschaft und bei Größenklein-Narzissten in der Versorgungsmentalität. So lässt sich beispielsweise das Leistungsbedürfnis auch durch Fähigkeiten und Handlungen befriedigen, die der Entspannung dienen und physiologisches Regulationspotential gegen inneren Stress ermöglichen, ohne dass Frühbedrohung und früher Liebesmangel reaktiviert werden. Entspannungstechniken (Autogenes Training, konzentrative Entspannung, Jacobson’sche Muskelrelaxation, Tai-Chi, Qigong, Yoga u. a.), Meditationstechniken und Bewegungsübungen, Gymnastik und Muskeltraining, aber auch ganz gewöhnliches Wandern, Schwimmen und Radfahren lassen sich wohl mit narzisstischem Ehrgeiz betreiben, fordern aber nicht ständig mehr Leistung, sondern bringen Freude durch Regelmäßigkeit, Abwechslung und verfeinerte Technik…“

„…Er ermüdete bald, hatte immer eine Neigung zu liegen und einzuschlafen und sah fast fortwährend allerlei andere Dinge, als die ihn wirklich umgaben. Was es eigentlich für Dinge waren, wusste er selbst nicht, und er besann sich nicht darüber. Es waren helle, zarte, ungewöhnliche Träume, die ihn wie Bildnisse oder wie Alleen fremdartiger Bäume umstanden, ohne dass etwas in ihnen geschah. Reine Bilder, nur zum Anschauen, aber das Anschauen derselben war doch auch ein Erleben. Es war ein Weggenommensein in andere Gegenden und zu anderen Menschen. Es war ein Wandeln auf fremder Erde, auf einem weichen, angenehm zu betretenden Boden, und es war ein Atmen fremder Luft, einer Luft voll Leichtigkeit und feiner, träumerischer Würze. An Stelle dieser Bilder kam zuweilen auch ein Gefühl, dunkel, warm und erregend, als glitte ihm eine leichte Hand mit weicher Berührung über den Körper…“

Zwischen ausufernder Euphorie und Todeswunsch: Menschen mit bipolarer Störung erleben ein gefährliches Wechselbad der Gefühle. Die manisch-depressive Erkrankung bleibt oft unerkannt - das kann die Betroffenen das Leben kosten.

Sonnenseite und Schatten: Menschen mit bipolaren Störungen schwanken zwischen Extremen

Eine einfache Angestellte shoppt für einen fünfstelligen Betrag online - aus Spaß. Ein Familienvater prescht mit 200 Kilometern pro Stunde im Auto über Landstraßen, weil er sich für unverwundbar hält. Der beliebte Kollege streitet plötzlich mit dem Chef und kündigt. All diese Beispiele beschreiben Auswüchse einer Manie, eines extremen und krankhaften Überschwangs. Die gleichen Menschen kennen auch das Gegenteil: depressive Phasen, in denen sie sich zurückziehen, grübeln, düsteren Gedanken nachhängen, und in ihnen der Wunsch zu sterben wächst.

In Deutschland leben etwa 800.000 Menschen mit einer bipolaren Störung. Ihr Leben gleicht einer Achterbahn, die - einmal angeschoben - nur schwer zum Stehen kommt. Dennoch werden ihre Probleme oft übersehen oder falsch therapiert. Von der ersten Episode bis zu einer angemessenen Behandlung vergehen bei der Krankheit im Durchschnitt fünf bis zehn Jahre. Vor allem die euphorischen Phasen sind häufig nicht so stark ausgeprägt, dass sie auffallen.

Zwar seien die Betroffenen in den sogenannten hypomanen Phasen äußerst arbeitswütig, besonders kreativ oder sehr selbstbewusst und exzentrisch. "Aber sie fallen nicht aus dem gesellschaftlichen Rahmen. Für manche sind es subjektiv sogar die besten, kreativsten Phasen ihres Lebens", sagt Wolfgang Maier, der die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bonn leitet. Ernest Hemingway, Virginia Woolf und Robert Schumann schufen in gemäßigten Hochs der Krankheit Weltliteratur und Musikklassiker. Doch dann flaute die Euphorie wieder ab. Unauffällige Zeiten folgten, bis die Depression übernahm.

Viele Betroffenen gehen erst in schwermütigen Zeiten zum Arzt, bei drei von vieren beginnt die Erkrankung gar mit einer Depression. Gewöhnlich behandeln Psychiater dann ausschließlich diese, der andere Pol der Erkrankung bleibt ihnen verborgen. "Auch wenn die Patienten vorher schon leicht manische Phasen erlebt haben, werden sie entweder nicht danach gefragt oder erinnern sich nicht unbedingt daran", sagt Psychiater Michael Bauer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden.

Einige Betroffene verheimlichen auch, dass sie bereits ausgeprägte manische Phasen erlebt haben. "Das veraltete Bild vom durchgedrehten, manisch-depressiven Irren ist in der Gesellschaft noch stark verankert. Viele wollen da lieber nicht dazu zählen", sagt Bauer, der seit 25 Jahren Betroffene behandelt und sich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen engagiert.

Ohne angemessene Behandlung erleben die Erkrankten immer wieder Episoden mit manischen oder depressiven Symptomen. Die Abstände zwischen den Krankheitsschüben verkürzen sich, das Auf und Ab setzt vielen zu. Suizidgedanken beginnen, sie zu plagen. Im Unterschied zu Menschen mit Depressionen sind sie jedoch auch in ihren depressiven Phasen recht agil, haben eher Wut im Bauch und setzen den Todeswunsch deshalb öfter um. Jeder dritte Betroffene versucht, sich das Leben zu nehmen; etwa einer von fünf Todesfällen unter Bipolar-Patienten geht auf einen Suizid zurück. So auch die von Hemingway, Woolf und Schumann.

Ein fast normales Leben

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An der Frankfurter Universitätspsychiatrie wurde mit Prof. Reif ein Wissenschaftler berufen, der sich u.a. auch für ADHS interessiert. Prima. Zumal er die Vorstellung hat, dass die Entwicklungspsychiatrie bzw. die Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie (und Psychosomatik) in das Erwachsenenalter stärker berücksichtigt werden muss.

Im Sinne einer „Mood clinic“ würde dann auch die Differentialdiagnostik bzw. Überschneidung von Gefühlsschwankungen bzw. Stimmungsproblemen im Spektrum der Entwicklungsstörungen eine Rolle spielen. Also mal eine Klinik aufbauen, in der das gesammte Spektrum von „Depressionen“ bzw. Stimmungsprobleme integrativ und nicht in Schubladendenken versammelt wäre.

Mit der (aus meiner subjektiven Sicht zweifelhaften) Einführung der Temper Mood Dysregulation Disorder im DSM V hat man ja versucht, gerade die Differenzierung von ADHS und „Bipolaren Störungen“ durch die Einführung einer neuen Diagnose zu ermöglichen. Oder letztlich doch komplizierter zu machen.

Einen interessanten Vortrag von Prof Reif habe ich hier als PDF zum Thema ADHS und Bipolare Störungen gefunden.

Für mich persönlich ist der Verlauf einer manisch-depressiven Störung doch grundsätzlich „anders“ als ADHS. So finden sich bei manisch-depressiven Störungen eben nicht die syndromtypischen Entwicklungsverzögerungen bzw. Besonderheiten der Regulationsstörungen im Kindesalter. Aber eben auch nicht typische Störungen der höheren Handlungsfunktionen in der gesammten Biographie. Nur auf die „Stimmungsschwankungen“ bzw. „Depressivität“ zu schauen, ist dann fragwürdig.

Gut ist aber auf jeden Fall, dass dies in Deutschland mal zum Thema gemacht wird. Ich bin und bleibe gespannt.

Die bipolare Störung - früher auch manisch-depressive Erkrankung - ist ein episodisch verlaufendes Krankheitsbild. Die Krankheit geht sowohl mit manischen als auch depressiven Episoden einher. Häufig liegt der Beginn bereits im jungen Erwachsenenalter.

  • gedrückter Stimmung,
  • Interesse- und Freudlosigkeit,
  • Antriebshemmung,
  • Erschöpfbarkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • vermindertem Selbstvertrauen,
  • Schuldgefühlen und Gefühlen der Wertlosigkeit,
  • negativen Zukunftsperspektiven,
  • Schlafstörungen,
  • vermindertem Appetit,
  • Ängsten und innerer Unruhe sowie
  • lebensmüden Gedanken und Suizidalität.

Unter einer Manie versteht man ein Krankheitsbild mit zum Beispiel

  • unangemessen gehobener oder gereizter Stimmungslage,
  • Rededrang,
  • Distanzlosigkeit,
  • Antriebssteigerung,
  • Enthemmung und
  • Größenideen.

Krankheitsbedingt gesteigerte Aktivität kann mit unüberlegten Vertragsabschlüssen oder Geldausgaben (Kaufrausch) einhergehen und so zu einem erheblichen Schaden für den Betroffenen führen. Leichtere Ausprägungen werden Hypomanie genannt.

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Bipolare Störungen - Manisch-depressive Störungen - Was ist manisch depressiv?

Bipolare Störungen sind Störungen, bei denen der Betroffene beide Pole des Spektrums kennt. Dies bedeutet, daß in der depressiven Stimmung das Spektrum der depressiven Störung erlebt wird, in der manischen Phase wird der Erkrankte besonders kreativ, strotzt vor Energie, benötigt kaum Schlaf und hat tausende von Ideen.

Kennzeichen einer bipolaren Störung - Wie erkenne ich, ob jemand manisch depressiv ist?

Eine bipolare Störung wird dann diagnostiziert, wenn der Betroffene eine abgegrenzte Phase auffälliger Hochstimmung für mindestens eine Woche erlebt.
Dabei treten folgende Symptome auf:

  • starke Überschätzung der eigenen Größe und der eigenen Möglichkeiten
  • ein sehr verringertes Schlafbedürfnis
  • man redet sehr viel
  • man ist zerstreut und abgelenkt
  • ausschweifende Unternehmungen, die ein erhöhtes Risiko, sei es für die Gesundheit oder finanziell, in sich bergen
  • sehr sprunghaftes Denken
  • sehr gesteigerte Aktivitäten, zum Beispiel bei der Arbeit, bei der Sexualität oder in finanziellen Belangen

Orthomolekulare Labordiagnostik -
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  • Bipolare Störung und Mikronährstoffe

Die bipolare Störung wurde bis vor einigen Jahren als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Die bipolare Störung gehört zu den Affektstörungen und zeigt sich in entgegengesetzten (bipolar) Auslenkungen von Stimmung, Aktivität und Antrieb in Richtung Depression oder Manie. Die bipolare Störung beginnt meist früher als die unipolare Störung, nämlich im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Die bipolaren Störungen werden unterteilt in Bipolar 1 und Bipolar 2. Als Bipolar 1 wird eine sieben- bis vierzehn Tage andauernde manische Episode bezeichnet, der mindestens eine depressive Episode nachfolgt. Bipolar 2 ist eine mindestens 14 Tage andauernde depressive Episode, gefolgt von mindestens einer leichteren Form der Manie, der so genannten Hypomanie. Im Rahmen der bipolaren Störung gibt es auch einen manisch-depressiven Mischzustand, wenn depressive und manische Symptome gleichzeitig auftreten. Ein Beispiel ist sehr schnelles Denken und Sprechen als Kennzeichen einer Manie und gleichzeitig Ängstlichkeit oder gedrückte Stimmung als Kennzeichen einer Depression.

Bei affektiven Erkrankungen spielen verschiedene auslösende Faktoren eine Rolle, z.B. genetische, biologische oder psychosoziale Faktoren. Im Vergleich zur unipolaren Depression geht man heute davon aus, dass bei bipolaren Störungen die genetische Disposition eine besonders große Rolle spielt. Zu den biologischen Faktoren gehören auch Veränderungen des Mikronährstoffhaushalts und damit zusammenhängende biochemische Parameter, die in der Konsequenz auch zu einer Beeinträchtigung der Hirnfunktion und psychischen Befindlichkeit führen.

Kinder und Jugendliche mit einer Eisenmangelanämie hatten in einer Studie taiwanischer Wissenschaftler von 2013 ein erhöhtes Risiko für psychiatrische Erkrankungen. Der Zusammenhang zwischen Eisenmangelanämie und psychiatrischen Erkrankungen war bei der bipolaren Störung am ausgeprägtesten. Wissenschaftler aus Spanien untersuchten bei 25 Patienten mit bipolaren Störungen und bei 29 Kontrollpersonen Kupfer, Zink, Blei und Cadmium. In der manischen Phase der Erkrankung kam es zu einem signifikanten Anstieg der Zinkkonzentration. Sowohl die Blut-, wie auch die Urinkonzentrationen von Blei und Cadmium waren bei den Patienten mit bipolaren Störungen signifikant größer als bei der Kontrollgruppe.

Bei Patienten mit affektiven Erkrankungen wurde in zahlreichen Studien ein oxidativer Stress nachgewiesen, der auch an der Pathophysiologie der bipolaren Störung beteiligt sein dürfte. Im August 2014 wurde von Seiten kanadischer Wissenschaftler eine Metaanalyse von Studien publiziert, die die Parameter des oxidativen Stresses bei Patienten mit bipolaren Störungen untersuchten. In die Metaanalyse wurden 27 Studien einbezogen. Die Lipidperoxidation, DNA- und RNA-Schäden sowie Stickstoffmonoxid waren bei den Patienten mit bipolarer Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen signifikant erhöht. Das Ausmaß der Lipidperoxidation war darüber hinaus sehr hoch. Auch polnische Wissenschaftler kamen 2013 zu dem Schluss, dass oxidativer Stress an der Pathophysiologie von Depressionen und bipolaren Störungen beteiligt ist. Auch eine mitochondriale Dysfunktion könnte an der Entstehung der bipolaren Störung beteiligt sein - so jedenfalls die Ergebnisse einer Literaturstudie von Wissenschaftlern des Massachusets General Hospitals.

Canadische Wissenschaftler publizierten 2011 eine Studie, in der sie bei 97 Erwachsenen mit bipolarer Störung oder mit Major Depression die Nährstoffaufnahme abfragten. Als Referenz dienten Daten des British Columbia Nutrition Survey. Bei den Personen mit Major-Depression und bipolaren Störungen wurde bei mehreren Mikronährstoffen eine zu niedrige Aufnahme festgestellt, z.B. bei Vitamin B1, Vitamin B2, Folsäure, Phosphor und Zink, ebenso bei Vitamin B6 und B12. Die Art der Medikamenteneinnahme war mit der Nährstoffaufnahme assoziiert. Bei Einnahme von Antidepressiva zeigte sich eine niedrigere Vitamin-B1- und Phosphor-Aufnahme. Medikamente gegen Angsterkrankungen waren mit einer höheren Calcium- und Eisenzufuhr assoziiert. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Erwachsene mit psychischen Störungen ein erhöhtes Risiko für einen Mikronährstoffmangel haben.

Fazit:
Bei affektiven Erkrankungen, so auch bei der bipolaren Störung, sind häufig Mikronährstoffdefizite nachweisbar, wodurch dann auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht ist.

Bipolare Störung: Manische Stimmungsschwankungen können graue Hirnmasse zerstören

Episoden bipolarer Störung reduzieren die Größe des Gehirns und möglicherweise auch die Intelligenz.

Mit jeder manischen oder depressiven Episode wird graue Masse im Gehirn von Menschen mit bipolarer Störung zerstört.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mit 21 Patienten, die an bipolarer Störung leiden, einer Erkrankung, die durch im Wechsel auftretende manische und depressive Episoden gekennzeichnet ist. Das Gehirn der Patienten wurde zu Beginn und am Ende einer vierjährigen Phase, in der jeder mindestens eine, manche sogar sechs Episoden hatten, mittels Magnetresonanztomografie gescannt. In allen Fällen war die graue Masse im Temporallappen und im Kleinhirn im Vergleich zur Kontrollgruppe reduziert. Erinnerungs- und Koordinationsvermögen sind mit diesem Breichen des Gehirns assoziiert.

Patienten mit mehreren Episoden in diesem Vierjahreszeitraum wiesen die größten Unterschiede hinsichtlich der Masse grauer Zellen auf. "Es besteht ein signifikanter Zusammenhang mit der Anzahl der Episoden", sagt Andrew McIntosh von der Universität Edinburgh, Autor des im Journal of Biologal Psychiatry (1) erschienenen Beitrags.

Jeder Mensch verliert im Lauf der Zeit Gehirnmasse, aber dieser Prozess scheint bei Menschen mit bestimmten mentalen Störungen beschleunigt, darunter Alzheimer und Schizophrenie. Nun kommt auch die bipolare Störung hinzu.

Wissenschaftler hatten bereits den Verdacht, dass bipolare Störung mit dem Verlust grauer Hirnmasse einhergeht, so Lars Kessing von der Universität Kopenhagen - dies ist erste Bestätigung, dass sie richtig liegen.

Als McIntosh den Verlust grauer Hirnmasse mit dem Sprach-IQ der Patienten zu Beginn und am Ende der Studie verglich, zeigte sich ein Trend. Wenn graue Hirnmasse zerstört war, nahm die Fähigkeit der Patienten, Worte zu bilden, sowie weitere sprachassoziierte Fertigkeiten ab. McIntosh fügt hinzu, dass der Effekt nicht statistisch signifikant war - möglicherweise weil die Studie mit 21 Patienten nicht groß genug angelegt war.

Graue Hirnmasse wurde bereits früher mit Intelligenz in Verbindung gebracht.

McIntosh untersuchte ebenfalls, ob dieser Effekt medikationsabhängig sei - Patienten mit bipolarer Störung erhalten oftmals Lithium, Antidepressiva oder Antipsychotika. "Die Medikation scheint darauf keinen Einfluss zu haben", sagt er, fügt aber hinzu, dass es zu weit ginge, zu behaupten, dass Medikamente keinerlei Auswirkungen auf das Gehirn hätten.

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Der Sinn von Normen besteht darin, eine Vergleichbarkeitsbasis her- bzw. einen Vergleichbarkeitsbewertungsmaßstab bereitzustellen. Im Prinzip erscheinen beim derzeitigen Stand des Wissens fünf solcher Vergleichbarkeitskriterien sinnvoll: Definitions-Norm, konstruktiv-operationale Norm, statistische, funktionelle und ideale Norm.

Definitions-Norm. Zum Zwecke der Kommunikation und Verständigung werden Übereinkünfte oder Konventionen getroffen, was jeweils unter diesem oder jenem Definiendum (das zu Definierende) verstanden werden soll. Beispiel: Was soll Psychoanalyse, Implosion, Symptomverschreibung, Kongruenz bedeuten? Die normative Bedeutung einer Definition liegt in der Festlegung des Definitionsinhalts. Eine Definition ist im Grunde nichts anderes als eine begriffliche Normierung eines Wortes.

Konstruktiv-operationale Norm. In der Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie ist es nicht damit getan, die Begriffe zu definieren. Das wird seit Jahrhunderten mehr oder minder erfolglos gemacht. Eine richtige Ordnung und Forschungsbasis wird in unser Fach erst kommen, wenn zugleich zu den Definitionen auch konstruktiv-operationale Normen ausgearbeitet werden, wie Vorliegen, Nichtvorliegen oder die Ausprägung eines Vorliegens oder die Wahrscheinlichkeit davon intersubjektiv wiederholbar hergestellt bzw. überprüft werden kann. Beispiel in der Therapie: "Streifen Sie mit Ihrem rechten Zeigefinger über ihren linken Unterarm hin und her. Drücken Sie mal mehr, mal weniger dabei. Wie nennen Sie das, was Sie soeben erlebt haben?" Die PatientIn wird sich schwer tun, weil zwar das Tun - streichen, kitzeln, berühren, streifen - einen Namen hat, aber nicht diese spezifische Empfindung. Man kann nun sagen: Ok, Sie hatten soeben eine Empfindung, für die wir keinen Namen haben. Ich habe das Beispiel extra gewählt, um Ihnen zu zeigen, daß es für das Empfinden nicht wichtig ist, daß man einen Namen oder einen Begriff hat, sondern eine Empfindung ist eben eine Empfindung und kein Name. Empfinden ist Empfinden, Denken ist Denken. Können Sie mir nun eine ähnliche Aufgabe stellen, damit ich sehen kann, ob ich es Ihnen richtig erklären konnte?" Man kann den Versuch so lange durchführen, bis PatientIn die Sachverhaltsnormierung beherrscht.

  • Querverweis: Beispiel für eine konstruktiv-operationale Definition von phantasieren.


Statistische Norm. Bedeutet statistische Normen, z. B. relative Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten, Prozentränge, d. h. kummulierte relative Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten, IQ-Werte, T-Werte, Schulnoten, Quantorenzuordnungen (> Normwerte). Ob statistische Normen bedeutsam sind, muß in jedem Fall erst einmal geprüft (validiert, evaluiert) werden. Schon gar nicht muß ein statistischer Extremwert etwas Pathologisches bedeuten. Ein extremer statistischer Normwert bedeutet zunächst sich selbst und sonst nichts. Ist eine Pathologieskala geeicht, dann ist ein statistischer Extremwert in aller Regel (Vorsicht: auch hier sind Ausnahmen möglich und besonders zu kontrollieren, z. B. bei Rentenbegehren, Opferentschädigungen) bedeutsam.

Exkurs: Verschiedene statistische Normbegriffe

Norm_Stat_Quer_Über_N. Hier wird über eine Stichprobe oder Population eine Querschnittsstatistik bezüglich eines festgelegten Zeitraumes erstellt. Typische Kennwerte einer solchen Querschnittsstatistik sind z. B. Median, Mittelwert, Standardabweichung, Quartile, Prozentränge. Anwendung Psychotherapieforschung: Vergleich z. B. der Symptomausprägung von Fall- und Kontrollgruppenwerten.

Norm_Stat_Längs_i. Hier geht es um eine statistische Längsschnittanalyse über ein Individuum, etwa bei Verlaufsforschungen, z. B. ganz typisch in der Psychotherapieforschung und Einzelfallevaluierung der Prae-Post-Vergleich.

Norm_Stat_Längs_Über_Quer_Über_N. Hier werden mehrere statistische Querschnittserhebungen einer bestimmten Stichprobe über die Zeit hinweg gemacht, z. B. in der Testevaluation für die Reliabilität-, Stabilitäts- und Ergodizitätsprüfung (Parameterkonstanz über die Zeit), wenn etwa die Gültigkeit von Normen, z. B. des HAWIE, überprüft wird. Ein sehr unangenehmes Problem ist hier die Stichprobenfluktuation: das Stichproben- Missing- Data- Problem. Empirisch ist es fast unmöglich, zwei genau gleiche Stichproben nach einem größeren zeitlichen Abstand wieder zusammenzubekommen.

Norm_Stat_Quer_Über_n-Bezüge_Dimension-i_bei_Indiv. DEF =: Eindimensionale Querschnitts-Statistik über n-Bezüge bei einem Individuum. Anwendungsbeispiel: (1) Lebenszufriedenheitstest LZS. (2) Alle Testskalen, die beanspruchen, Information zu einer Dimension zu erheben, z. B. Depressions- oder Angstskala. Hier wäre es ein Fehler, wenn Äpfel und Birnen zusammengewürfelt würden.

Norm_Stat_Quer_Über_n-Dimension-i_bei_Indiv. Einführung: Hier werden Äpfel und Birnen zusammengeworfen und es wird ein komplexer, mehrdimensionaler Indexwert gebildet. Solche komplexen, d. h. zusammengesetzten, mehrdimensionalen Größen spielen in vielen Wissenschaften und Lebensbereichen eine Rolle. Die Qualität einer Wohnung, die Qualität eines Lebens, die Qualität einer Beziehung, der Therapieerfolg sind typische Beispiele für mehrdimensionale, komplexe, d. h. zusammengesetzte Größen. Mit der LGW Lebensgrundsatzskala habe ich z. B. einen solchen Indexwert für die Selbstheilungskraft eines Menschen gebildet (Sponsel 1984).

Funktionsnorm. Hier ist das Normkriterium eine Funktion, z. B. laufen, heben, sprechen, lieben können. Als Funktionsnorm kann man aber auch ganz allgemein das Gesamtbefinden hernehmen. Eine Störung oder Krankheit ist funktionell unbedeutend, wenn keinerlei oder keine nennenswerte Beeinträchtigung spürbar ist 1). Die Funktionsnorm kann u. a. als Orientierungs- und Bewertungsrahmen für die Beurteilung dienen, ob eine statistische Norm bedeutsam ist oder nicht.
Beispiel Napoleon. 2) Napoleon hatte einen statistisch extrem niedrigen Puls, nämlich eine Rate von 40 (statistische Mittelwertsnorm = 70), wie viele HochleistungssportlerInnen. Da Napoleon hierdurch keinerlei Funktionseinbußen erlitt, er konnte denken, schreiben, reiten, lieben, Kriege führen, muß man wohl sagen: sein statistisch extremer Puls ist funktionsnormiert bewertet als normal zu bezeichnen.

Idealnorm. Hier ist das Normkriterium ein Ideal, in der Regel nach traditionellen oder individuellen Werten (Schönheit, Rechtmäßigkeit, Richtigkeit, Begründetheit usw.). Idealnormen spielen auch in der Wissenschaft eine große Rolle, nämlich in den wissenschaftlichen Grundfragen: ist eine Theorie richtig, wie gut ist sie begründet und bestätigt, wie viel Unklarheit oder Widersprüche ergeben sich in oder mit ihr? Ideale spielen auch in der Psychotherapie eine ganz bedeutende Rolle. Das Selbst-Ideal ist z. B. ein wesentlicher und grundlegender Begriff in der Psychodynamischen Psychotherapie, aber auch in der Krankheitslehre bei Rogers und in der Gesprächspsychotherapie.

Grundlagen und die drei Tatsachen jeglicher Normierung

Damit ein Sachverhalt normiert werden kann, muß es ihn "geben": er muß in irgendeiner Form für die Kommunizierenden, die ihn verwenden wollen, "existieren". Ist die "Existenz" - in welcher Welt [zu den verschiedenen Weltkonzepten in der GIPT] sei zunächst einmal offen gelassen - gesichert, so ist im Prinzip auch eine Normierung möglich. Normieren heißt im wesentlichen, vergleichen bezüglich als Norm ausgezeichneten Sachverhalts. Jede Normierung beruht auf drei Tatsachen: 1) Existenz, 2) Möglichkeit einer Normierung und 3) Einigung oder Übereinkunft (Konvention) auf eine Auswahl der Möglichkeiten zur Auszeichnung und Festlegung als Norm.

Die Relativität jeglicher Normierung

Jede Norm beruht auch auf einer Übereinkunft, hängt also auch ab von der Bezugsgruppe der zur Norm Übereinkommenden. Aus dem Bereich der Möglichkeiten wählen die Übereinkommenden Teilbereiche für ihre Normen aus. Im Bereich der Sprache und des Verhaltens kommt es dann durch den entsprechenden Gebrauch der Auswahlen durch die Kommunizierenden zu einer Verankerung in der Wissenschaft-, Bildungs- und Alltagskultur, so daß bei naiver Betrachtung gewisse normative Erscheinungsformen normativen Verhaltens für Fakten und Tatsachen gehalten werden (so etwas tut man / nicht). Die Relativität jeder Norm ist eine zweifache: (1) die relative Willkür bei der Auswahl der Möglichkeiten (2) durch die Bezugsgruppe der Übereinkommenden. Normen sind daher nicht richtig, wahr oder falsch, sondern ähnlich wie Definitionen mehr oder weniger zielangemessen und zweckdienlich oder nicht. Absolute Normansprüche sind daher wissenschaftlicher Unsinn und zu verwerfen.

Der Wertbegriff und seine Normierung

Wert, y GIPT Werten, y GIPT Werten_primär. Ein Sachverhalt erhält einen Wert, indem die psychologische Elementarfunktion y GIPT Werten auf ihn angewendet wird. werten führen wir (1) auf die Elementarfunktion y GIPT Wünschen und ihre Kontradiktion ( y GIPT Nicht [Wünschen [. ]) zurück. Ein Sachverhalt erhält also in dem Maße einen Wert, wie er gewünscht oder nicht gewünscht wird.
(2) y GIPT Empfinden_fühlen_spüren 3) dem Ereignisstrom richtig zuordnen können bezeichnen wir als y GIPT Werten_primär.

Der Begriff der Abweichung und seine Normierung

Der Begriff der Abweichung ist zentral für die Beurteilung und Abschätzung des Therapieerfolgs, selbst wenn nur einmal katamnestisch erhoben würde. Auch dann wären die dort erhobenen Werte mit anderen zu vergleichen und das heißt, man würde die Abweichung ermitteln. Daher setzt der Begriff der Abweichung eine Ausprägungs-, Schätz-, Meß- oder eine Abstandsfunktion 4) und eine hieraus entwickelte Skala bzw. Skalierung voraus. Man beachte: Eine statistische Abweichung besagt für sich noch nichts. Abweichungen gelten immer relativ zu einem Meßsystem und Meßverfahren. In der Psychotherapie sind das sehr oft subjektive Schätzungen, z. B. "ich habe sehr starke Angst". Das Wort abweichendes Verhalten beruht im Prinzip, wie die Namensgebung ja schon verrät, auf einer Abstandsdefinition gegenüber einer Bezugsnorm.

Allgemein braucht man für eine fundierte Theorie der Abweichungen eine Theorie der Ausprägungs-, Schätz- oder Maßeinheiten. Solche Ausprägungs- und Maßeinheiten, die für die praktische Anwendung der Psychologie und Psychotherapie tauglich sind, können mit Hilfe der sog. "Quantoren" in Anwendung auf bestimmte psychische Gegenstandsbereiche (z. B. nach Grundfunktionen klassifiziert: Fühlen, Wollen, Handeln, Befinden, Fähig sein,. ) normiert und geeicht werden.

Normierung der Einheiten mit Hilfe der Quantoren
in Psychologie & Psychotherapie 5)

Auswahl_Quantoren (Qualitaet)
z. B.: was, welche von. wählen, auswählen, entscheiden
Sehr bedeutsam bei den Therapiezielen, aber auch den Methoden und wo man den Hebel ansetzt in der Psychotherapie. Wichtig für die Indikationsfrage und natürlich für die Erstellung des Therapieplans.

Begrenzungs_Quantoren
z. B.: Mindestens, höchstens, von. bis, ab, bis
Hier ist das Problem der Grenzen, Bereiche, Anfang und Ende angesprochen. Was soll mindestens erreicht werden? Wo hören wir auf, geben uns zufrieden? Auch das Gebiet der Bedingungen ist berührt: notwendig, hinreichend, höchstens, mindestens, für den Bereich i. j.

Beschleunigungs_Quantoren
z. B.: gleichförmig, beschleunigt ansteigend (flach, steil), beschleunigt verlangsamend (flach, steil): Bremsen.
Bei maniformen Prozessen laufen viele Funktionen beschleunigt ab, während in der Depression der umgekehrte Effekt, die Verlangsamung und Hemmung zu beobachten ist. Bei Symptomverläufen interessiert auch der Verlauf: Bricht es plötzlich herein? Wie schnell entwickelt sich die Symptomatik? Bei allen Wachstumsprozessen z. B. beim Lernen in
der Psychologie stellt sich die Frage, ob der Lernzuwachs beschleunigt verläuft. Die Vergessenskurve von Ebbinghaus ist ebenfalls keine lineare, sondern eine abnehmend negativ weniger beschleunigte Funktion.

estrace in frankreich ohne rezept

Man darf nicht ver­ges­sen, dass Fol­säu­re der begren­zen­de Fak­tor beim Auf­bau der Neu­ro­trans­mit­ter Dopa­min und Sero­to­nin ist. Die für den Auf­bau die­ser Boten­stof­fe benö­tig­ten Enzy­me Tyro­sin- und Tryp­tophan-Hydroxy­la­se benö­ti­gen Fol­säu­re. Glei­ches gilt für die Bil­dung von Katecho­lami­nen wie Nor­ad­re­na­lin und Dopa­min (20). Ein Fol­säu­re­man­gel ist daher mit Depres­sio­nen asso­zi­iert und führt dar­über hin­aus zu einer schlech­te­ren Wir­kung von Anti­de­pres­si­va.

Gehirn-Bio­che­mie: Signal­über­tra­gung in der Neu­ro­psych­ia­trie

Täg­lich emp­fängt unser Orga­nis­mus in sei­ner Wech­sel­wir­kung zwi­schen Umwelt und Indi­vi­du­um phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche und bio­lo­gi­sche Signa­le. Signal­über­tra­gung bedeu­tet die Über­tra­gung von exter­nen Rei­zen in mole­ku­la­re Ant­wor­ten. Dies geschieht ins­be­son­de­re an den End­knöpf­chen der Ner­ven­bah­nen, den Syn­ap­sen. Die­se bestehen aus zwei gegen­über­lie­gen­den Knöpf­chen. Die End­knöpf­chen an den Ner­ven­fa­sern wer­den auch als prä­syn­ap­ti­scher Bereich bezeich­net. Hier sind Boten­stof­fe (Neu­ro­trans­mit­ter) wie Nor­ad­re­na­lin, Dopa­min, Sero­to­nin gespei­chert. Die­se Boten­stof­fe sol­len, nach­dem ein Signal über die Ner­ven­bah­nen her­ein­kommt, aus­ge­schüt­tet wer­den und am benach­bar­ten Knöpf­chen, dem post­syn­ap­ti­schen Bereich, nach dem Schlüs­sel-Schloß-Prin­zip ando­cken und hier­durch wei­te­re – oft auch lebens- bzw. über­le­bens­wich­ti­ge – Reak­tio­nen bewir­ken.

Der initia­le Schritt der Signal­über­tra­gung in die­ser bio­che­mi­schen Kas­ka­de ist also die Bin­dung der Neu­ro­trans­mit­ter, am post­syn­ap­ti­schen Rezep­tor. Beein­träch­ti­gun­gen die­ser che­mi­schen Signal­über­tra­gung füh­ren zu Stö­run­gen der Gehirn-Bio­che­mie und ver­ur­sa­chen zahl­rei­che Erkran­kun­gen. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis die­ser kom­pli­zier­ten Vor­gän­ge müs­sen wir uns zunächst den che­mi­schen Auf­bau der Rezep­to­ren anse­hen. Die Rezep­to­ren bestehen aus Fett-Eiweiß-Ver­bin­dun­gen, den Lipo­pro­te­inen. Die­se umhül­len die Zell­struk­tu­ren in Form einer Lipid-Dop­pel­mem­bran. Die­se Mem­bran­li­pi­de stel­len 50 % der Gehirn­mas­se dar.

Von den Mem­bran­li­pi­den stel­len die Phos­pho­li­pi­de die ele­men­tars­ten Bau­stei­ne dar:

  • Phos­pha­t­idyl­cho­lin,
  • Phos­pha­t­idyl­se­rin,
  • Phos­pha­t­idy­lino­si­tol,
  • Phos­pha­t­idyl­e­tha­nola­min.

Ent­zün­dun­gen und Umwelt­gif­te kön­nen oxi­da­ti­ven Stress und somit eine Lipid­per­oxi­da­ti­on ver­ur­sa­chen. Hier­bei wer­den Mem­bran­struk­tu­ren zer­stört – die Mem­bran­fet­te wer­den sozu­sa­gen ran­zig und die Zel­le altert schnel­ler. Wenn nun die für die Signal­über­tra­gung wich­ti­gen Schlüs­sel-Schloss-Regio­nen, die Rezep­to­ren, „ran­zig“ und in ihrer räum­li­chen Struk­tur defor­miert wer­den, kön­nen die aus dem prä­syn­ap­ti­schen Bereich aus­ge­schüt­te­ten Boten­stof­fe nicht mehr an den „Schlös­sern“ ando­cken. Die Signal­über­tra­gung ist unter­bro­chen und Hirn­funk­tio­nen wer­den gestört.

Moder­ne umwelt­me­di­zi­ni­sche Ana­ly­se­me­tho­den ermit­teln alle jene Fak­to­ren, die oxi­da­ti­ven Stress bzw. Lipid­per­oxi­da­tio­nen ver­ur­sa­chen und wel­che Anti­oxi­dan­ti­en, natür­li­che Fett­säu­ren, Mine­ral­stof­fe und Vit­ami­ne an die­sen zen­tra­len Wirk­prin­zi­pi­en regu­lie­rend und somit hei­lend ein­grei­fen.

Eine wich­ti­ge anti­ent­zünd­li­che Wir­kung an den Mem­bran­re­zep­to­ren ent­fal­ten die Ome­ga-3-Fett­säu­ren aus Fisch­öl. Eine ran­do­mi­sier­te Dop­pelb­lind­stu­die an 35 ambu­lan­ten Pati­en­ten mit Depres­sio­nen zeig­te eine gute Wir­kung eines Ome­ga-3-Fisch­öl Bestand­tei­les, der Doco­sa­he­xa­en­säu­re ( DHA ) (2).

Durch den Ver­zehr gro­ßer Men­gen an tie­ri­schen Fet­ten mit einem hohen Anteil an Ara­chi­don­säu­re (z. B. Schwei­ne­schmalz) kommt es zu einer Hoch­re­gu­la­ti­on von Ent­zün­dun­gen und somit zu einem ver­stärk­ten Depres­si­ons­ri­si­ko. Ara­chi­don­säu­re kann direkt neu­ro­to­xisch wir­ken. Als natür­li­cher Gegen­spie­ler zur Ara­chi­don­säu­re kom­men Fisch­öle mit einem hohen Anteil an Ome­ga-3-Fett­säu­ren in Betracht. Die­se redu­zie­ren die mit einer Depres­si­on asso­zi­ier­ten ent­zün­dungs­för­dern­den Inter­leu­ki­ne 1 und 6 und erhö­hen die Bin­dungs­ka­pa­zi­tät von Dopa­min- und Sero­to­n­in­re­zep­to­ren. Da DHA auch beim Auf­bau der Glia­zel­len im Gehirn betei­ligt ist, gilt es als hilf­rei­che „Repa­ra­tur- und Wachs­tums­sub­stanz“ für das Gehirn. DHA akti­viert den BDNF (Brain-Deri­ved-Ner­ve-Growth-Fac­tor) und ist auch an der mito­chon­dria­len Kom­mu­ni­ka­ti­on betei­ligt.

Vie­le Krank­hei­ten gehen ein­her mit ent­zünd­li­chen Reak­tio­nen, die wie­der­um ande­re Orga­ne des Orga­nis­mus, auch das Gehirn, beein­träch­ti­gen kön­nen. Dies kommt durch zir­ku­lie­ren­de Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren zustan­de, die über den Blut­kreis­lauf an alle Orga­ne trans­por­tiert wer­den und dort zu Schä­di­gun­gen füh­ren kön­nen. Man nennt die­se Vor­gän­ge auch Komor­bi­di­tä­ten oder Begleit­krank­hei­ten. Die Schup­pen­flech­te (Pso­ria­sis) wird als Haut­krank­heit ein­ge­stuft, weil sie offen­sicht­lich pri­mär die Haut­struk­tur zer­stört. Bei nähe­rer Betrach­tung der Begleit­sym­pto­me wird deut­lich, dass es zukünf­tig immer schwie­ri­ger wer­den dürf­te, chro­ni­sche Krank­hei­ten in eine „Schub­la­de“ (hier nach ICD-Code eine Haut­krank­heit) ein­zu­ord­nen. Zu den Komor­bi­di­tä­ten bei der Schup­pen­flech­te zäh­len auch Gelenk­ent­zün­dun­gen, eine erhöh­te Herz­in­farkt­ra­te und auch Depres­sio­nen (5).

Als Haupt­ur­sa­che für die­se Haut­krank­heit mit den genann­ten Beglei­ter­kran­kun­gen kann die Ent­zün­dung gese­hen wer­den. Bei einer Ent­zün­dung signa­li­siert das Immun­sys­tem durch die Frei­set­zung von bestimm­ten Signal­stof­fen dem Gehirn, dass „Krieg“ abläuft. Die­se Signal­stof­fe wer­den Zyto­ki­ne genannt. Bei einem grip­pa­len Infekt wer­den auch Zyto­ki­ne frei­ge­setzt. Nicht das Fie­ber ist die Ursa­che des Krank­heits­ge­fühls, son­dern die Zyto­kin­pro­duk­ti­on. Zyto­ki­ne kön­nen wie Hor­mo­ne Gehirn­funk­tio­nen akti­vie­ren – sie über­win­den die Blut-Hirn-Schran­ke. Die „Stress-Ant­wort“ des Gehirns ist: Fie­ber, Krank­heits­ge­fühl, Müdig­keit, Schlaf. Bei Pati­en­ten mit Schup­pen­flech­te, die Medi­ka­men­te bekom­men, die das Immun­sys­tem unter­drü­cken, ver­min­dern sich die Depres­sio­nen (6).

Bei Über­ge­wicht bzw. Fett­sucht stei­gen im Blut Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter an. Über­ge­wicht kann daher als sys­te­mi­sche Ent­zün­dung betrach­tet wer­den, die auch das Risi­ko für Depres­sio­nen erhöht. Im Juni 2009 berich­tet die medi­zi­ni­sche Fach­zeit­schrift „MMW-Fort­schrit­te der Medi­zin“, dass schon bei über­ge­wich­ti­gen Kin­dern eine deut­li­che Erhö­hung von „pro­in­flamma­to­ri­schen und prothrom­bo­ti­schen Mar­kern“ wie Zyto­ki­ne (Inter­leu­kin 6), CRP und Fibri­o­no­gen fest­zu­stel­len ist. Somit dro­he in den nächs­ten Jah­ren eine dra­ma­ti­sche Zunah­me von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen (14) und – aus den o. g. Grün­den – auch eine dra­ma­ti­sche Zunah­me bei den Ner­ven- und Gehirn­er­kran­kun­gen, wie Depres­sio­nen.

Die Ärz­te Zei­tung berich­tet im April 2011 über For­schungs­er­geb­nis­se der Uni­ver­si­tät Leip­zig, dass Fett­lei­big­keit (Body Mass Index über 30) offen­bar mit einer mess­ba­ren Ver­rin­ge­rung des Gehirn­vo­lu­mens asso­zi­iert sei (15).

Im Gehirn gibt es ganz beson­de­re Zel­len, die Glia­zel­len, die lan­ge Zeit ledig­lich als pas­si­ve Stütz­zel­len der eigent­li­chen Ner­ven­zel­len (Neu­ro­nen) betrach­tet wor­den sind (6). Glia kann man als Kle­be­mas­se über­set­zen. In den letz­ten Jah­ren sind immer mehr span­nen­de Ein­zel­hei­ten zu den Glia­zel­len bekannt gewor­den, die zei­gen, dass Glia­zel­len weit mehr Funk­tio­nen haben als nur zu „stüt­zen“. Es han­delt sich hier­bei um die Immun­zel­len des Gehirns. Da sie die Ner­ven­fort­sät­ze und Blut­ge­fä­ße im Gehirn umman­teln, sind sie bekannt unter dem Begriff „Blut-Hirn-Schran­ke“. Sie schüt­zen das Gehirn vor dem Ein­strom von aggres­si­ven Sub­stan­zen, die im Blut­kreis­lauf zir­ku­lie­ren. Sie sind betei­ligt an Ent­gif­tungs­vor­gän­gen und auch an der Rege­ne­ra­ti­on der Neu­ro­nen. Und das Span­nen­de ist, dass sie mit den Immun­zel­len des Dar­mes asso­zi­iert sind. Wenn also im Darm Ent­zün­dungs­pro­zes­se durch All­er­gi­en, Bak­te­ri­en oder Pil­ze aus­ge­löst wor­den sind, gelan­gen Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren oder Zyto­ki­ne (z. B. Inter­leu­kin 6, Inter­fe­ron) über den Blut­kreis­lauf in das Gehirn, wo sie die Glia­zel­len akti­vie­ren. Hier­durch kommt es zu Schä­di­gun­gen der Ner­ven­zel­len mit der Fol­ge von Depres­sio­nen und ande­re Stö­run­gen der Gehirn­funk­tio­nen. Akti­vier­te Glia­zel­len kön­nen in Ein­zel­fäl­len noch über zehn Mona­te eben­falls Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren in die Umge­bung abge­ben und loka­le – aber auch sys­te­mi­sche – Ent­zün­dun­gen unter­hal­ten.

Auch Medi­ka­men­te mit immun­sti­mu­lie­ren­der Wir­kung kön­nen über eine Akti­vie­rung der Glia­zel­len Depres­sio­nen aus­lö­sen. Pati­en­ten mit Hepa­ti­tis oder Mul­ti­pler Skle­ro­se, die mit Ent­zün­dungs­me­dia­to­ren wie z. B. Inter­fe­ron behan­delt wer­den, ent­wi­ckeln häu­fig Depres­sio­nen.

Die­se Erkennt­nis­se füh­ren zu der Über­le­gung, dass bei allen Gehirn­er­kran­kun­gen nach ent­zünd­li­chen Ursa­chen bzw. Krank­heits­pro­zes­sen – u. a. im Darm – gefahn­det wer­den muß. Eine Stuhl- und Ver­dau­ungs­ana­ly­se sowie der Aus­schluss von Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten soll­ten daher zum Rou­ti­ne­un­ter­su­chungs­pro­fil gehö­ren.

Stress ist eine nicht­spe­zi­fi­sche Ant­wort auf alle Rei­ze, mit denen sich unser Orga­nis­mus aus­ein­an­der­set­zen muß. Wenn Tech­ni­ken zur Ver­ar­bei­tung von Stress (Stress-Respon­se) ver­lo­ren gegan­gen sind, kön­nen Depres­sio­nen ent­ste­hen. Stress akti­viert Cor­ti­sol, wel­ches wie­der­um zu einer Immun­sup­pres­si­on führt. Auf die bekann­ten psy­cho­the­ra­peu­ti­schen und phar­ma­ko­lo­gi­schen The­ra­pie­ver­fah­ren soll an die­ser Stel­le nicht ein­ge­gan­gen wer­den. Ich möch­te in der Tabel­le 2 eini­ge patho­phy­sio­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen von nicht ver­ar­bei­te­tem Stress hin­wei­sen.

„ Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank“ schreibt Bar­ba­ra Dreis­sen am 21. Novem­ber 2009 in der Tages­zei­tung DIE WELT: „Frau­en erkran­ken häu­fi­ger als Män­ner an Depres­sio­nen und den Fol­gen von sozia­lem Stress, was häu­fig mit Schlaf­pro­ble­men ein­her­geht.“ (11) Sie­ben Stun­den Schlaf sind opti­mal – weni­ger Schlaf ist schäd­lich. Obwohl Depres­sio­nen bei Frau­en offen­bar häu­fi­ger vor­kom­men, ist die Selbst­mord­ra­te bei Män­nern drei­mal höher als bei Frau­en. In Bezug auf den Sui­zid des Natio­nal­tor­warts Robert Enke schreibt Frau Dr. Möl­ler-Leim­küh­ler zum The­ma „Depres­sio­nen beim Mann“ in der medi­zi­ni­schen Fach­zeit­schrift MMW: „Er jam­mert nicht, aber er bringt sich um.“ Depres­sio­nen kön­nen sich bei Män­nern anders als mit den klas­sisch „weib­li­chen“ Sym­pto­men wie Trau­rig­keit oder Antriebs­min­de­rung äußern. Sie kön­nen durch exter­na­li­sie­ren­de Stress­ver­ar­bei­tungs­mus­ter mas­kiert oder kom­pen­siert wer­den. Hier­zu gehö­ren: Aggres­si­vi­tät, Ärger­at­ta­cken, erhöh­te Reiz­bar­keit, anti­so­zia­les und/oder süch­ti­ges Ver­hal­ten (Alko­hol, Arbeit, Sport, Fern­se­hen, Inter­net, Sex …) und Risi­ko­ver­hal­ten, zum Bei­spiel im Stra­ßen­ver­kehr – was auch als „männ­li­che Depres­si­on“ bezeich­net wird.

Die­se Sym­pto­me sind nicht in den übli­chen Depres­si­ons­in­ven­ta­ri­en ent­hal­ten, so dass Män­ner ein grö­ße­res Risi­ko haben, durch das dia­gnos­ti­sche Ras­ter zu fal­len (13).

Wir­kung einer ver­stärk­ten Cor­tisol­frei­set­zung durch Stress (1):

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